Bereits Ostern vor
einem Jahr sind in Kremsmünster, OÖ in der zum gleichnamigen Stift
gehörenden Schweinefabrik fast 400 Tiere qualvoll erstickt. Jetzt
gab es einen ähnlichen Fall in Kärnten, wo ebenfalls ein Computer
ausgefallen ist, der die Lüftung regelt:
www.orf.at
Computerausfall: 240 Schweine erstickt
In einem Stall in Ebenthal bei Klagenfurt sind 240 Schweine
erstickt. Der Computer, der die Luftzufuhr regelt, fiel aus.
Sachverständige sollen nun die Ursache klären.
Nur acht der 248 Tiere überlebten den Computerfehler, der die
Fenster schloss, statt sie zu öffnen. Ursache war vermutlich eine
Überspannung im System. Die erstickten 240 Schweine wurden
Freitagfrüh bereits in die Tierkörperverwertung gebracht, sie werden
verbrannt.
Bestürzung herrscht auch in der Landwirtschaftskammer.
"Normalerweise gibt es ein Ersatzsystem"
Der Vorfall löste auch in der Landwirtschaftskammer für
Kärnten Bestürzung aus. Andreas Mak, der zuständige Referent für
organisierte Ferkelproduktion und Schweinefütterung hat während
seiner zehn Jahre in der Lawika so etwas noch nicht erlebt: "Ein gut
gewartete Lüftung funktioniert über Ansaugung der Frischluft über
die Decke. Die Absaugung erfolgt über einen Zentralkamin, über den
die Luft, die mit CO2 oder Ammoniak angereichert ist, ausgeblasen
wird. Bei einem Ausfall sollte im Normalfall ein Ersatzsystem
anspringen, im Idealfall sollten die Fenster über die Computeranlage
geöffnet werden, oder es geht ein Alarm los, sodass man die Fenster
im Stall händisch öffnen kann."
Schaden von 30.000 Euro
Sachverständige sollen nun klären, was zum Ausfall des Systems
geführt hat. Der betroffene Bauer erleidet einen Schaden von ca.
30.000 Euro, er wollte mit dem ORF nicht sprechen. In Kärnten gibt
es insgesamt rund 5.500 Schweinebauern, etwa fünf Prozent davon sind
Vollerwerbsbauern. Der Großteil dieser Betriebe hat in moderne
Technologie investiert und sogenannte Unterdrucklüftungssysteme
installiert. |