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27. Juli 2010

Liebe TierfreundInnen und UnterstützerInnen von ANIMAL SPIRIT

Vermutlich werden sich einige von Ihnen fragen, wieso ich so viele APA-OTS-Presseaussendungen zum Thema der Tierschutzcausa bzw. dem derzeit laufenden Prozeß in Wiener Neustadt hinausgeschickt habe (siehe unten, die jüngste stammt erst von heute). Das hat einen einfachen Grund: Ich wurde in den letzten Tagen und Monaten wieder verstärkt Zielscheibe von haßerfüllten Attacken v. a. des Hauptangeklagten in diesem Monsterverfahren, Martin Balluch. Ich wurde nämlich vom Gericht als Zeuge geladen, da scheinbar gehofft wurde, ich könne Beweise für einige der inkriminierten Brandanschläge, sonstigen schweren Sachbeschädigungen in Millionenhöhe, Nötigungen, Zerstörungen von Jagdeinrichtungen und Pelzgeschäften etc. liefern. Insgesamt wurde ich dazu 3 x – seit dem 8.1.2008 – von der Polizei einvernommen und gleich zu Beginn habe ich gesagt, daß ich sicherlich kein „Kronzeuge“ sein könne und werde. Es ging mir auch immer darum, die Sache zu de-eskalieren, und das obwohl mich der Hauptangeklagte seit nunmehr über achteinhalb Jahren mit einer in der österreichischen Tierschutz-Geschichte einmaligen Rufmord- und Verleumdungskampagne überzieht, die leider bis zum heutigen Tag anhält. Aber jedesmal wenn ich einen weiteren Vermittlungsversuch – über Mittelspersonen – gemacht habe, ist die Sache nur noch mehr eskaliert und mir wurden wieder neue Ungeheuerlichkeiten unterstellt.

So kam es dann letztlich zu meinen gerichtlichen Einvernahmen am 14.6. und 19.7.2010, denen ich mich ja nicht entziehen konnte. Dabei habe ich einige konkrete Hinweise auf die inkriminierten Straftaten geliefert, und auch zugegeben, 1997 bei einer Pelztierbefreiung beteiligt gewesen zu sein, bei der auch 3 der Hauptangeklagten mit dabei waren. Diese hat dann zum Schließen der letzten österr. Pelztierfarm und letztlich zu einem generellen Verbot der kommerziellen Pelztierhaltung in Österreich geführt – somit ein großer Erfolg. Aber die betreffenden Angeklagten haben selbst diese – meiner Ansicht nach geringfügige Beteiligung an einer Gesetzesübertretung – geleugnet. Und der Hauptangeklagte wollte sogar mir die Urheberschaft am inkriminierten Bekennerschreiben anlasten, nur weil Passagen aus meinem damaligen Anti-Pelz-Flugblatt dafür herangezogen wurden.

Seit diesen Zeugen-Einvernahmen ist die Situation jetzt nochmals drastisch eskaliert und ich werde in diversen Internet-Foren und von Balluch betriebenen Web-Seiten wiederum aufs Schärfste angegriffen, verleumdet, diskreditiert und meine Aussagen quasi ins Gegenteil verkehrt. Deswegen – und wegen der heute abgehaltenen Pressekonferenz der Hauptangeklagten und ihrer Anwälte – war ich leider wiederum gezwungen, eine Richtigstellung per OTS-Aussendung zu versenden. Ich will hier nicht nochmals auf die Details dieser ungeheuerlichen Rufmord-Kampagne eingehen – sie würden ganze Seiten füllen – nur soviel: Es ist eine Tatsache, daß niemals von mir aus das Wort gegen die derzeit Angeklagten ergriffen worden ist, ich mußte mich vielmehr IMMER NUR gegen ungerechtfertigte Anwürfe, Unterstellungen und glatte Lügengeschichten vonseiten Balluchs VERTEIDIGEN; und das wie gesagt seit gut achteinhalb Jahren, genau seit dem 16.12.2001, als Martin Balluch seine Hetzkampagne gegen mich im Internet gestartet hat. Und nicht nur mich mußte ich verteidigen, sondern eben auch die Existenz unseres neuen Vereins und unserer beiden Gnadenhöfe mit mittlerweile gut 450 geretteten Tieren.

Viele fragen sich nun, warum die Balluch-Brüder nach ihrem „erfolgreichen“ Putsch gegen mich und den ursprünglichen, friedlich agierenden VgT im April 2002 nicht endlich Ruhe gegeben und sich mit den damals 18.000 Spendern und ca. 700.000,- Euro Jahresbudget zufrieden gegeben haben, ohne dafür auch nur mehr ein einziges Tier (in deren neuen Wiener Büro) versorgen zu müssen? Wieso haben die Balluch-Brüder bzw. ihr Clan mich und ANIMAL SPIRIT noch weitere 6 Jahre mit insgesamt 5 Strafanzeigen bzw. sonstigen Behörden- und Gerichtsverfahren, die sie im Übrigen allesamt verloren haben, weiterverfolgt? Und das, obwohl die Balluch-Brüder am 18.9.2002 auf Druck einer Tierschutz-Stiftung gemeinsam eine „Beendigungs-vereinbarung“ unterschrieben haben, in der sie sich u. a. verpflichtet haben, „in Hinkunft von wechselseitigen Beschuldigungen abzusehen, sowie in der Öffentlichkeit herab setzende Äußerungen über die Tierschutzarbeit des anderen Vertragspartners zu unterlassen“. Es muß wohl ein unergründlich tiefer Haß, Neid und Eifersucht sein, daß ich und meine Mitstreiter es in kurzer Zeit geschafft haben, wieder einen neuen Verein aufzubauen und den Gnadenhof zu erhalten, ja sogar noch viel größer auszubauen. Aber diese Frage könnten letztlich nur die Balluch-Brüder selbst beantworten, denn seither haben sie keine Gelegenheit ungenützt gelassen, immer und immer wieder aufs Neue über mich und unsere Tierschutzarbeit herzuziehen. Beweise dafür habe ich stoßweise.

Nun will ich aber nicht länger in diesen alten (und leider auch neuen) Widerwärtigkeiten herumwühlen und habe – wieder einmal – vor, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Es bringt niemandem etwas, v. a. nicht den Tieren, die wir ja angeblich alle schützen wollen. Und es bleibt zu hoffen, daß Sie sich von solchen ungerechtfertigten Anschuldigungen sowie neuen und alten Verleumdungen nicht beeinflussen lassen und selber erkennen, wer immer wieder diesen unseligen Zwist in die ohnehin schon so mühsame Tierschutz-Arbeit hineinträgt.

Wir werden uns aber sicherlich dadurch nicht entmutigen lassen und nach besten Kräften weiter wie bisher für die Sache der Tiere kämpfen!

Mit freundlichen Grüßen,
Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank,
Obmann und Gründer von ANIMAL SPIRIT

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