|
Die gute Nachricht: Robben-Jäger verlieren ihren Prozeß, das
EU-Importverbot aufzuheben
|
Ein europäischer Richter hat sich jetzt geweigert, das
Importverbot von Robben-Produkten nach Europa auf-zuheben, was
einen Rückschlag für Kanadas Robbenjäger und Pelzhändler
bedeutet. Die Entscheidung der Europäischen Union, solche
Importe zu verbieten, ärgerte Kanada und veranlaßte es zu einer
gerichtlichen Auseinandersetzung durch Eskimo-gruppen aus Kanada
und Grönland.
Die jüngste Entscheidung durch den Europäischen Gerichtshof
(EuGH) "enttäuschte" sowohl die kanadischen Robbenfänger als
auch die Regierung in Ottawa. |
 |
Richter Marc Jaeger wies den
Einwand der Eskimos zurück, daß das Embargo auf Robben-Produkte
erhebliche finanzielle Einbußen verursachen und die Gefahr von
Selbstmorden unter Jugendlichen heben würde.
Das europäische Embargo beinhaltet allerdings eine Ausnahme für
Robben-Produkte für „traditionell durchgeführte Jagden“ durch
einheimische Eskimos als deren Existenzgrundlage.
"Wir sind sehr zufrieden, daß das Gericht die richtige
Entscheidung getroffen und die Suspendierung aufgehoben hat,"
sagte Lesley O'Donnell, EU-Direktor der internationalen
Tierschutz-Organisation IFAW. "Dieses Verbot bestätigt das Recht
der Europäer, Nein zu Produkten sagen zu dürfen, die durch
grausame und unnötige Jagden gewonnen werden."
Der kanadische Premierminister Stephen Harper allerdings hat das
Verbot als "völlig unfaires" und "schamloses Urteil" gegen
kanadische Robbenfänger bezeichnet. Kanadas 6.000 Robbenfänger
verdienen jährlich 10 Millionen kanad. Dollar durch die Jagd,
ein Viertel davon aus den Exporten nach Europa, sagt die
kanadische Regierung.
Quelle:
AFP

|