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„Es ist vollbracht“.
Die „Embryonen-Verkostung“ fand also gestern in der Galerie
Wechselstrom im 16. Wiener Bezirk statt, wenn auch hinter
zugeklebten Fenstern im „privaten Rahmen“ und anders als vom
„Künstler“ Christoph Theiler monate-lang zuvor angekündigt. In
einem Video-Interview (http://video.vienna.at/video/
31621/kalbsembryos-als-delikatesse), wo auch wir von ANIMAL
SPIRIT unsere klare Stellungnahme dazu abgeben, behauptet Herr
Theiler, daß es sich hierbei um „rein vegetarische Embry-onen
aus der Petrischale“ handle. |
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Plötzlich also Vegetarier? Oder nur eine
Schutzbehauptung, angesichts der massiven Angriffe durch die
Öffentlichkeit (wir hatten zuvor noch auf keine Aussendung derartig
viele – zu 100 % diese Aktion verabscheuende – Reaktionen bekommen)?
Oder doch nur „Provokation“ und Medienhascherei, um sich und seine
bislang unbekannte, offensichtlich sich in einem desolaten Zustand
befindliche „Galerie“ bekannt zu machen?
Unserer Meinung nach - egal was nun wirklich hinter verschlossenen
Türen passiert ist – bereiten derartige Aktionen dem
Tierschutzgedanken einen Bärendienst, können sie doch immer
„Nachahmungstäter“ auf den Plan rufen, die derartige Perversionen an
Tieren (und Menschen?) und sonstiges, was nur irgendwie vorstell-
und machbar ist, tatsächlich ausführen, wenn auch vielleicht nicht
öffentlich, aus Angst vor Strafverfolgung. Daß es solche
Embryonen-Fressereien tatsächlich gibt, beweist obiges Foto, wenn
auch "nur" aus dem asiatischen Raum ... Wenn man – wie Theiler –
einen „Künstler“ und Tierblut-Verschütter wie Hermann Nitsch als
Vorbild hat, dann scheint es keine Tabus mehr zu geben – alles im
Namen der „Kunst“ selbstverständlich. Umso berechtigter ist daher
die Forderung sämtlicher Tierschützer an die Politik,
Tierschutz endlich in den Verfassungsrang zu heben, um mit
den Freiheiten von „Kunst“, „Wissenschaft“ und „Religion“ – unter
deren Deckmäntelchen nach wie vor jegliche Tierquälereien erlaubt
sind - in Zukunft wenigstens juristisch auf einer Ebene zu stehen.
Dr. Franz-Joseph Plank, ANIMAL SPIRIT
P.S.: Im Anhang nur 3 Beispiele von Reaktionen die wir auf unsere
diesbezügliche Aussendung vom 8.1.09 erhalten haben:
Sehr geehrte Damen und Herren,
diese Anrede fällt mir schwer, denn selten habe ich etwas derartig
Perverses lesen müssen. Was ist der nächste Schritt? Werden
Lammföten, garniert mit frittierten Eintagsküken von nackten kleinen
Mädchen z. B. aus dem Gazastreifen serviert? Was denken sich Eure
kranken Hirne noch aus?
Meines Gutdünkens sollte man Herrn Theiler dringend auf seine
geistige Gesundheit hin untersuchen. Und - falls diese Geschichte
nicht nur eine Provokation darstellt - gehört den Mittätern aus der
veterinärmedizinischen Fraktion ebenso dringend die Berufsausübung
untersagt. Ihr Handeln widerspricht m. E. massiv jedem ärztlichen
Ethos.
Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen muss.
Ihr äußerst angewiderter
E. G. Bergmann
Sg. Herr Künstler Christoph Theiler!
Ihrem Aufruf nach Bekanntgabe kreativer Rezepte folge ich gerne.
Hier das Rezept:
1) Lassen Sie sich unter Regie von Hermann Nitsch von einem Tierarzt
die Eier abschneiden, ohne Narkose, so kommen Sie als auch
studierter Musiker schneller in eine höhere Stimmlage, in der
Galerie Wechselstrom als öffentliches Spektakel; Herr Kolig möge
Ihnen gleichzeitig als künstlerische Begleitung eine Rose in den
Anus stecken und alles möge vom ORF-Kunstabteilung dokumentiert
werden.
2) Das so abgetrennte Gehänge geben Sie danach als embrionalen
Jungstierhoden aus und zum Verzehr frei. Vorher eine Stunde gut
kochen. Dann mit feingehacktem Zwiebel und gepfeffert,
scheibchenweise servieren.
Ich bin sicher, mit diesem auch künstlerisch besonders wertvollem
Vorschlag die von Ihnen ausgelobten 100 Euro Preisgeld zu gewinnen.
MfG
Dr. Erwin Tripes
Guten Tag Herr Theiler,
wenngleich ich vermute, dass es sich bei der angekündigten
"Kalbsemryonenverkostung" um eine Falschmeldung bzw. eine
absichtlich abschreckend gemeinte "Kunstaktion" handelt (sie
beschreiben Ihre Tätigkeit auf Ihrer Homepage u.a. auch mit
"cultural hacking"), so möchte ich Sie darauf aufmerksam machen,
dass es bereits genug Perversitäten in der Welt gibt. Weitere
Anregungen wie Ihre sind also durchaus entbehrlich und sollten nicht
auch noch dazu dienen, andere kranke Gemüter auf noch absurdere
Ideen zu bringen!
Ich vermute, dass Sie das Medienecho abwarten und sich - statt an
den angepriesenen Kälberembryos - an den (hoffentlich zahlreichen)
Verbalattacken und aufmarschierenden Tierschutzorganisationen laben
werden. Dass Sie es nötig haben, zu solchen Mitteln zu greifen um
etwas Publicity zu erhalten, spricht leider nicht für Sie und Ihr
Kunstverständnis.
Was würden Sie von der - wie ich meine ebenfalls geschmacklosen Idee
halten - eine Ausstellung mit Portraits von Tieren in einem
Schlachthof zu machen, auf denen der Moment des Todes sichtbar ist.
Schwarzweiß natürlich. Wenn schon zum kotzen dann ordentlich, oder?
Man könnte ja auch die Besucher - unbemerkt natürlich - während der
Bildbetrachtung fotografieren und diese Fotos an eine Wand
projizieren. So könnten sich die Menschen endlich einmal selbst
sehen, wie Sie aussehen, wenn Sie das Leid betrachten, an dem sie
mit Schuld sind.
Ich freue mich auf Ihr Feedback!
meint
Konstantin Riemerschmid
p.s.: Ich will hoffen, dass Sie ein intelligenter Mensch sind.
Bestimmt kennen Sie den Begrif "Zehent". Dieser wurde im Mittelalter
(und dort bewegen wir uns offenbar auf der Ideenebene) als der 10.
Teil der "Feldfrucht" an die Kirche abgegeben. Ich fordere Sie also
auf, 10% Ihres Jahres-Umsatzes (!) einer Tierschutzorganisation oder
einem Gnadenhof (z.B. Animal Spirit, der ja für ein Medienecho
gesorgt hat) zu spenden.
"Teilen" ist ja auch in Ihrem Familiennamen zu finden - tun Sie es
also. Und nicht zu knapp! |