|
Maskierte Tierschützer stürmten die Auktionsarena
|
Neben unserem gemeinsamen Infostand mit "RespekTiere"
hat sich aber gestern noch eine autonome Protestaktion gegen
diesen alljährlichen Fohlen-Massenmord abgespielt: Gegen 12 Uhr
- mitten während der laufenden Versteigerung und trotz
anwesender Polizei - stürmten 2 als Totenkopf-Metzger bzw. als
Pferd maskierte Aktivisten die Versteigerungshalle, sprangen
über die Absperrung der Arena und störten für etliche Minuten
die Auktion. Das Publikum erstarrte für einen Augenblick und der
Auktionssprecher versuchte die aufgeheizten Gemüter der Züchter
und Viehtreiber zu beruhigen. Mehrere Runden trieb der
verkleidete "Metzger" das "Pferd" mit Kette und Schlacht-Beil
vor sich her, bevor die 2 beherzten Tierschützer genauso schnell
wieder verschwanden wie sie gekommen waren.... |
 |
Weitere Tierquälereien am brutalsten Pferdemarkt
Österreichs
|
Kurz nach dieser Aktion entdeckte ein anderer
Tierschützer, daß nach der Verladung einer Stute auf den LKW
eines der brutalsten Viehhändler der Szene diese zusammenbrach.
Die Amtstierärztin wurde zwar verständigt, doch diese sah sich
eher "ihren Kunden", den Viehhändlern, verpflichtet und
unternahm
herzlich wenig, gerade eine kurze Pro-Forma-Behandlung. Die
Stute soll sich laut Augenzeugenberichten noch 2-3 Male in
Kolik-Schmerzen gewälzt haben und wurde danach angeblich
eingeschläfert; und das, obwohl eine Kolik in den meisten Fällen
heilbar ist! Hunderte andere Pferde sterben so ebenfalls
"anonym" auf irgendwelchen Vieh-Transportern, ohne daß jemals
irgendwer davon erfahren würde... |
 |
Eine weitere Haflingerstute war übersäht mit
offenen, übel riechenden Geschwüren; sie war gekennzeichnet mit
roter Farbe - der Farbe des Todes in Italien. Wir sahen sie und
wollten sie spontan freikaufen, um auch sie noch auf einen
Gnadenhofplatz zu bringen. Anfangs war von 550,- Euro die Rede, mehr
als genug für eine ausgemergelte, kranke Stute. Doch als der
Viehhändler Bruckner merkte, daß sich Tierschützer für sie
interessierten, wollte er auf einmal satte 1.000,- Euro und ging
keinen Cent mehr davon ab. Wenn wir darauf eingegangen wären, hätten
wir aber nur die Geldtreiberei der skrupellosen Tierausbeuter
unterstützt, und so mußten wir leider dieses arme Tier - wie
hunderte andere auch - ihrem traurigen Schicksal überlassen.
Ein Trost: 27 arme Pferde konnten wir allein an diesem Tag wiederum
retten, was uns ca. 14.000,- Euro gekostet hat. Noch sind nicht alle
Unkosten beglichen, immerhin kostet ein Fohlen mittlerweile zwischen
450 und 700 Euro! Wir ersuchen daher um weitere Unterstützung! |