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23. 10. 2009 - Heutige OTS-Presseaussendung zur
letzten Fohlenauktion
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Letzte
Fohlenauktion in Maishofen kommenden Dienstag
Am 27. Oktober 2009 findet die
letzte der heurigen Fohlenauktionen in Maishofen (Sbg.) statt.
Insgesamt werden es wieder über 3.000 Tiere gewesen sein, die
diesen Herbst in Österreich und Süd-Deutschland ver-steigert
wurden. Nach einem kurzen Leben finden sie ein grausames Ende
nach langen Transporten in italie-nische Schlachthöfe. Um auf
das Schicksal der Pferde aufmerksam zu machen, war ANIMAL SPIRIT
– gemeinsam mit anderen Tierschutz-organisationen - auch heuer
wieder bei etlichen Versteigerungen und wird auch kommenden
Dienstag in Mais-hofen mit einem Infostand vor Ort sein und
nochmals etliche der Tiere freikaufen. |
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So konnten
wir dieses Jahr gemeinsam bereits über 5 Dutzend dieser Tierkinder
das Leben retten und sie auf gute Privat-Plätze vermitteln.
Schon seit Jahren blüht dieses lukrative Geschäft
vor allem mit Norikern und Haflingern. In keiner anderen Pferdezucht
werden - unter dem Deckmantel Zucht - so viele gesunde Fohlen für
den Schlachter produziert. Traditionsgemäß
werden die Stuten jedes Jahr gedeckt,
denn es gibt bis heute keine Zuchtbeschränkung. Wer eine
Stute im Stall hat, glaubt auch gleich, damit die ungehinderte
"Lizenz zum Züchten" zu besitzen. Dadurch landen Fohlen in einem
Alter von drei bis sechs Monaten - als Folge einer hoffnungslosen
"Überproduktion" - auf Pferdeauktionen an verschiedenen Orten
Österreichs und Süddeutschlands.
Die Hoffnung vieler Züchter liegt darin, Fohlen zu
produzieren, die den willkürlich festgesetzten Rassestandards
entsprechen und daher manchmal Höchstpreise von bis zu 40.000,- Euro
erzielen! Aber sämtliche Tiere, die nicht den Rassestandards
entsprechen und keine private Käufer finden, werden im Herbst als „Ausschuß“
zu Fleisch und Wurstwaren verarbeitet. So
enden ca. 90 Prozent aller Fohlen beim Schlachter, bei der
Noriker-Hengstfohlen-Versteigerung vor einem Monat haben außer ein
paar Tierschützern praktisch ausschließlich die „Vieh“-Händler und
Italiener Fohlen aufgekauft ... Und auch kommenden Dienstag sind
wieder fast 250 Fohlen und Stuten zum Verkauf angemeldet!
Lukrativ ist das Geschäft auch durch die
EU-Subventionen: Denn die Produktion von Norikern wird unter
dem Deckmantel der Förderung seltener Haustierrassen von der EU
gefördert. „Da Fohlenfleisch beispielsweise in Italien als
Delikatesse gilt und die EU den Bau von Schlachthöfen in
strukturschwachen Regionen, wie in Süditalien, fördert, werden die
Tiere auch dorthin transportiert“, weiß Dr. Franz-Joseph Plank,
Obmann von ANIMAL SPIRIT. „Zum Teil sind die Fohlen verletzt und –
da sie das erste Mal von ihrer Mutter getrennt werden – oft völlig
verängstigt und dann noch stunden- oder tagelang zum Schlachter
unterwegs. Und wie man auf Videoaufnahmen sehen kann, ist auch die
Tötung der Tiere im Akkord ist grausam: Da der Bolzenschuß von den
Hilfsarbeitern oft nicht exakt plaziert wird, erleben die Tiere ihr
Ende teilweise noch bei vollem Bewußtsein!“
Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank,
(+43) 0676-7082434 |
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email:
office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
Online spenden: www.oncharity.at/animal
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