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Die österreichische
Tierrechtsbe-wegung hat einen großen Erfolg erzielt: die vom
SPÖ-"Tieschutz"-Minister Alois Stöger geplante ekla-tante
Verschlechterung des Tier-schutzgesetzes durch die
Mast-geflügel-Verordnung ist vorerst vom Tisch! Die geplante
Erhöhung der Besatzdichten bei Masthühnern und Puten wurde
aufgrund der massiven Proteste sämtlicher Tierschützer - u.a.
auch der vielen Protestschreiben der ANIMAL SPIRIT-Mitglieder -
nun zurückgezogen.
Wie soll es
weitergehen? Das Tierschutzministerium wird ein grosses
Treffen der Tierschutzorganisationen einberufen und
grundsätzliche Ver-änderungen besprechen, allerdings auch
weiterhin eine mögliche Er-höhung der Masthuhnbesatzdichte. |
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Je nach dem, was bei diesen Diskussionen
herauskommt, wird es einen neuen Vorschlag für Verordnungen im
Tierschutz geben, der dann dem Tierschutzrat vorgelegt wird (wo
allerdings nur 2 Tierschutz-Organisationen vertreten sind...).
Danach kommt dieser wieder in Begutachtung und wird dann umgesetzt
oder auch nicht.
Die Tierschutzbewegung hat also diesen unmittelbaren Angriff vorerst
abgewehrt, aber es gibt noch keine Garantie dafür, daß es in den
nächsten Monaten nicht irgendwann wieder einen neuen
Verordnungsentwurf geben wird, der wiederum eine Erhöhung der
Besatzdichte von Mastgeflügel vorsieht. Der Widerstand gegen die
tierquälerische Agrar- und Fleischindustrie muß also weiter gehen,
so lange bis die millionenfache Tierausbeutung endgültig verboten
sein wird.
Dr. Franz-Joseph Plank
Im Folgenden die heutige Presseaussendung
der "Gesellschaft für artgemäße Nutztierhaltung":
Tierschutz begrüßt Vorstoß von Minister
Stöger zu Masthühnern
Wien (OTS) - Die Gesellschaft für artgemäße Nutztierhaltung (GaN)
begrüßt in einer ersten Reaktion die gestrige Ankündigung von
Tierschutzminister Stöger, wonach das letzte Wort in Sachen Erhöhung
der Besatzdichte von Masthühnern noch nicht gesprochen ist. Die
angekündigte Nachdenkpause sowie die explizite Dialogbereitschaft
mit dem Tierschutz lassen auf ein positives Ergebnis hoffen. "Wir
hoffen, Minister Stöger im Laufe der Diskussion von der Wichtigkeit
der Tierschutzaspekte und somit von der Beibehaltung der derzeitigen
Besatzdichtevon max. 30 kg/m2 überzeugen zu können. Im Gegenzug wäre
es wünschenswert, der Geflügelbranche die erhöhten Kosten durch
einen Standard, der im europäischen Vergleich tatsächlich recht hoch
ist, auch abzugelten.", so Mag. Susanne Fromwald, Geschäftsführerin
der Gesellschaft für artgemäße Nutztierhaltung (GaN).
Die GaN wurde im April 2008 gegründet und bezweckt die Förderung und
Umsetzung artgemäßer Nutztierhaltung sowie die Sensibilisierung der
Öffentlichkeit, der Konsumenten und der Landwirtschaft für eine
artgemäße Nutztierhaltung. Zur Förderung dieser Ziele verleiht der
Vorstand der GaN das Zeichen "tierschutzgeprüft".
Die Stellungnahme der GaN zum aktuellen Gesetzesentwurf ist auf
Nachfrage erhältlich.
Rückfragehinweis: Gesellschaft für artgemäße Nutztierhaltung
Mag. Susanne Fromwald, Geschäftsführung
Tel.: 0043 (0)664/6126706
mailto:
Susanne.Fromwald@reflex.at |