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Kaninchenfleisch heißt immer Tierquälerei
Die übliche Haltung der Mastkaninchen kann mit den Leiden der
Legehennen in den Käfigbatterien verglichen werden: In nur wenigen
Monaten werden die Tiere dank Kraftfutter und Antibiotika
schlachtreif gemästet. In bis zu zwei Etagen reihen sich die Käfige
in den Mastfafriken aneinander, in jedem Käfig vegetieren vier bis
fünf Kaninchen auf engstem Raum vor sich hin, ohne Einstreu, ohne
Rückzugsmöglichkeiten, ohne Hoffnung. Jedes Tier mit einem Gewicht
von bis zu 3,3 Kilogramm hat gerade mal so viel Platz wie ein
A4-Blatt. Der Drahtgitterboden schneidet in die empfindlichen Pfoten
der Tiere und jeder Versuch zu Hoppeln endet unweigerlich an der
Käfigwand. Unter den Käfigen häuft sich der Kot der Tiere und der
ätzende Ammoniakgestank ist für die sensiblen Tiere eine Qual. Eine
Sterberate von über 30% wird von den Mästern mit einkalkuliert, oft
ist sie noch viel höher.
Der Horror für die Tiere: Verletzungen an den Pfoten und Krallen,
schmerzhafte Skelettveränderungen, Knochenbrüche, mangelnder Abrieb
der Nagezähne, Verhaltensstörungen wie Gitternagen, endloses Kreisen
um die eigene Achse, Kannibalismus und Selbstverstümmelungen durch
Langeweile. Weibliche Tiere werden zu reinen "Gebärmaschinen"
degradiert, bis zu 11 Würfe pro Jahr mit je 8-10 Jungen sind keine
Seltenheit. Die Säugezeit wird auf drei bis vier Wochen verkürzt.
Oft beißt das Muttertier in ihrer Verzweiflung ihre eigenen Jungen
tot. Aber auch abgebissene Ohren und Schwänze, schwer heilende,
verkrustete Verletzungen werden immer wieder beobachtet. Überleben
die Jungen die Masttortur, erreichen sie bereits nach 10-12 Wochen
das vom Züchter angestrebte Schlachtgewicht.
Was können Sie tun?
Die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT fordert seit Jahren bessere
Lebensbedingungen für Kaninchen. Leider ist auch im neuen
Tierschutzgesetz davon nichts zu sehen. Das Deutsche Tierschutzbüro
hat sich intensiv mit dem Thema Kaninchenmast beschäftig. Das
Ergebnis der Recherche kann in der Videodokumentation "Hinter den
Kulissen - so entsteht Billig-Fleisch" sowie in der neuen
gleichnamigen Fotodokumentation angesehen werden. Beide
Dokumentationen sind über die Website
www.tierschutz-videos.de bzw. unter Tel.: (+49) 0228-2999967 für
einen Unkostenbeitrag zu beziehen. Und unter
www.tierrechtsbewegung.org kann eine online-Petition gegen diese
schrecklichen Haltungsbedingungen unterschrieben werden.
Unterschreiben Sie und protestieren Sie mit uns
gegen diese schrecklichen Zustände:
hier geht's zur
Unterschriftenliste zum Ausdrucken
Was können Sie als KonsumentIn sonst noch tun?
* Verzichten Sie auf den Kaninchenbraten kaufen Sie keine
Angorawollsachen.
* Informieren Sie sich über die Zustände in der Kaninchenzucht und
-mast.
* Kaufen Sie keine Kaninchen in Zoohandlungen: Kaninchen werden in
vielen Familien nicht artgerecht gehalten, das Interesse des Kindes
steht leider meist vor dem des Tieres.
Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, (+43) 0676/7082434 |