16. 02.
2005 - PRESSEMITTEILUNG VOM 16. FEBRUAR 2005
Exotenauffangstation vor dem Aus!
Müssen die
Tiere weg damit Investoren bessere Gewinne machen können?
10 Tage vor
der entscheidenden Gemeinderatsitzung ist eine mysteriöse Gruppe
aufgetaucht, die unbedingt verhindern will, daß die Stadtgemeinde
Gänserndorf mit den Betreibern der Exotenauffangstation einen
Pachtvertrag abschließt. Bisher geheim gehaltene Geldgeber wollen
angeblich 8 Millionen Euro am Gelände des ehemaligen Safariparks
investieren.
Der Sprecher
der Gruppe, Herr Auer, behauptet, den Investoren eine 8%ige Rendite
garantieren zu können. Es ist wohl jedem Eingeweihten klar, daß
derartige Gewinne keinesfalls in einem Tierbetrieb und schon gar nicht
in einem Tierschutzprojekt erwirtschaftet werden können. Es ist daher
verständlich, daß die im Sinne der Gewinnmaximierung „wertlosen“
Elefanten und die anderen Tiere, die in Gänserndorf ihre Heimat gefunden
haben, weg müssen um Platz für einen rein ertragsorientierten
Erlebnispark zu schaffen. Sogar die Bäume stehen im Weg, weil eine
Rodungsbewilligung für 80ha Erholungswald in Gänserndorf-Süd eingeholt
werden soll.
Entgegen
seinen Versprechungen gegenüber der Gemeinde hat mir Herr Auer im
persönlichen Gespräch klar gemacht, daß seine Geldgeber kein Interesse
am Weiterbestand der Auffangstation in Gänserndorf haben, und daß die
Tiere so rasch wie möglich wo anders untergebracht werden sollen. Als
Anreiz für die Gemeinde behauptet er, 45 Arbeitsplätze schaffen zu
wollen, was bei einer derartig hohen Investitionssumme, und wenn man
bedenkt, daß der „alte Safaripark“ früher in der Saison mindestens 80
Personen beschäftigt hatte, lächerlich gering erscheint. Stellt sich
also die berechtigte Frage, wofür die angeblich vorhandenen 8 Millionen
Euro aufgewendet werden sollen?
Es bleibt
für mich einzig die Hoffnung, daß einerseits die Gänserndorfer
Bevölkerung es nicht zulassen wird, daß der beliebte Erholungswald
gerodet werden wird, und andererseits die in- und ausländischen
Tierfreunde verhindern werden, daß Tiere wieder einmal durch
menschliches Gewinnstreben zu Schaden kommen.
Mag. Zoher
Josef
Obmann
Verein MOMO
Info:
www.safaripark.at
Protestbriefe möglich an: Stadtgemeinde Gänserndorf, zH. BM
Johann Karl, Fax: 02282/2651-6 oder
gemeinde@gaenserndorf.at