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Ein neuer Bericht der Welt-Tierschutz-Gesellschaft (WSPA),
der auch die österr. Organisation ANIMAL SPIRIT angehört, zeigt auf,
daß die industrielle Landwirtschaft, die noch immer von Regierungen
und Entwicklungsagenturen gefördert wird, keineswegs dazu beiträgt,
Armut und Hunger in der Welt zu besiegen. Im Gegenteil,
„Tierfabriken“ haben sogar ganz wesentlichen Anteil am weltweiten
Armutsproblem.
Der Bericht „Industrielle Tierproduktion als Teil des
Armutsproblems“, der auf englisch unter
www.wspafarmwelfare.org/resources/WSPA_Poverty_Report_English.pdf
abrufbar ist, beweist einmal mehr, daß die versteckten Kosten und
Subventionen der grausamen Tierfabriken zur Zerstörung unzähliger
menschlicher Existenzen in sog. Entwicklungsländern führen, deren
Überleben von der kleinstrukturierten, örtlichen Landwirtschaft
abhängt. WSPA und ANIMAL SPIRIT sind daher überzeugt, daß die
überwiegende Mehrheit der industriellen Tierhaltung nicht nur
ungeheures Leiden für die betroffenen Tiere verursacht, sondern auch
eine der Hauptursachen für Armut und Hunger in sog.
Dritte-Welt-Ländern ist.
Der von Janice Cox erstellte Bericht listet die fatalen Folgen
industrieller Landwirtschaft auf, wie z.B.:
-
Kleinbauern verlieren
ihre Existenzgrundlage
-
Zerstörung der ländlichen
Gemeinschaften
-
Ineffizienter Einsatz von
Land und Wasser zur Futtermittel-Produktion
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Industrielle
Landwirtschaft benötigt bis zu 10 kg eßbaren Getreides um nur
1 kg Fleisch herzustellen
-
Enorme Tierzahlen und Besatzdichten führen zu
erhöhter Seuchenanfälligkeit
Die WSPA verschickt weltweit ab sofort Briefe mit
der Aufforderung zum schnellen Handeln an mehr als 1000
Entscheidungsträger, einschließlich Regierungsvertretern. Die
Hauptsorge der WSPA ist, daß die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die
im Allgemeinen noch vergleichsweise bessere Tierschutz-Standards
aufweist als die Tierfabriken, immer mehr verschwindet.
So ist Brasilien, mittlerweile der drittgrößte Geflügelproduzent der
Welt, praktisch zur Gänze durch internationale Konzerne
kontrolliert. Als unmittelbare Folge davon waren in nur einem Jahr
mehr als 20.000 Familien dazu gezwungen, ihre Landwirtschaft
aufzugeben. China ist heute bereits der weltgrößte Produzent sowohl
von Schweinefleisch, als auch von Rindfleisch und Eiern in immer
größeren industriellen „Tierproduktionsanlagen“. Dennoch – bzw.
gerade deswegen - nimmt dort die Armut in ländlichen Regionen stetig
zu!
Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT, dazu:
„Es ist jetzt höchste Zeit für alle Regierungen, die durch die
industrielle Tierproduktion verursachten Probleme endlich ernst zu
nehmen, bevor noch mehr kleinbäuerliche Gemeinschaften verschwinden
und deswegen noch weitere Milliarden Tiere leiden müssen. Die
industrielle Landwirtschaft ist eine der Haupt-Ursachen von Hunger
und Armut in der Welt. Würden nur 15 Prozent der weltweiten
Futtergetreide-Produktion für den menschlichen Verzehr umgewidmet,
könnte dadurch das UN-Ziel, bis 2015 die Anzahl der Hungernden zu
halbieren, am effektivsten erreicht werden“.
Rückfragehinweis:
Dr. Franz-Joseph Plank, (+43) 0676/7082434,
office@animal-spirit.at oder
Theresa Hart +44 (0)20 7587 5000,
theresa.hart05@wspa.org.uk |