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16. 05. 2007 - Studie der Welt-Tierschutzgesellschft zum Hunger
 

Tierschutz-Bericht zeigt auf, daß industrielle Landwirtschaft globale Armut verstärkt

Ein neuer Bericht der Welt-Tierschutz-Gesellschaft (WSPA), der auch die österr. Organisation ANIMAL SPIRIT angehört, zeigt auf, daß die industrielle Landwirtschaft, die noch immer von Regierungen und Entwicklungsagenturen gefördert wird, keineswegs dazu beiträgt, Armut und Hunger in der Welt zu besiegen. Im Gegenteil, „Tierfabriken“ haben sogar ganz wesentlichen Anteil am weltweiten Armutsproblem.

Der Bericht „Industrielle Tierproduktion als Teil des Armutsproblems“, der auf englisch unter  www.wspafarmwelfare.org/resources/WSPA_Poverty_Report_English.pdf  abrufbar ist, beweist einmal mehr, daß die versteckten Kosten und Subventionen der grausamen Tierfabriken zur Zerstörung unzähliger menschlicher Existenzen in sog. Entwicklungsländern führen, deren Überleben von der kleinstrukturierten, örtlichen Landwirtschaft abhängt. WSPA und ANIMAL SPIRIT sind daher überzeugt, daß die überwiegende Mehrheit der industriellen Tierhaltung nicht nur ungeheures Leiden für die betroffenen Tiere verursacht, sondern auch eine der Hauptursachen für Armut und Hunger in sog. Dritte-Welt-Ländern ist.

Der von Janice Cox erstellte Bericht listet die fatalen Folgen industrieller Landwirtschaft auf, wie z.B.:

  • Kleinbauern verlieren ihre Existenzgrundlage

  • Zerstörung der ländlichen Gemeinschaften

  • Ineffizienter Einsatz von Land und Wasser zur Futtermittel-Produktion

  • Industrielle Landwirtschaft benötigt bis zu 10 kg eßbaren Getreides um nur
    1 kg Fleisch herzustellen

  • Enorme Tierzahlen und Besatzdichten führen zu erhöhter Seuchenanfälligkeit

Die WSPA verschickt weltweit ab sofort Briefe mit der Aufforderung zum schnellen Handeln an mehr als 1000 Entscheidungsträger, einschließlich Regierungsvertretern. Die Hauptsorge der WSPA ist, daß die kleinbäuerliche Landwirtschaft, die im Allgemeinen noch vergleichsweise bessere Tierschutz-Standards aufweist als die Tierfabriken, immer mehr verschwindet.
So ist Brasilien, mittlerweile der drittgrößte Geflügelproduzent der Welt, praktisch zur Gänze durch internationale Konzerne kontrolliert. Als unmittelbare Folge davon waren in nur einem Jahr mehr als 20.000 Familien dazu gezwungen, ihre Landwirtschaft aufzugeben. China ist heute bereits der weltgrößte Produzent sowohl von Schweinefleisch, als auch von Rindfleisch und Eiern in immer größeren industriellen „Tierproduktionsanlagen“. Dennoch – bzw. gerade deswegen - nimmt dort die Armut in ländlichen Regionen stetig zu!

Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT, dazu: „Es ist jetzt höchste Zeit für alle Regierungen, die durch die industrielle Tierproduktion verursachten Probleme endlich ernst zu nehmen, bevor noch mehr kleinbäuerliche Gemeinschaften verschwinden und deswegen noch weitere Milliarden Tiere leiden müssen. Die industrielle Landwirtschaft ist eine der Haupt-Ursachen von Hunger und Armut in der Welt. Würden nur 15 Prozent der weltweiten Futtergetreide-Produktion für den menschlichen Verzehr umgewidmet, könnte dadurch das UN-Ziel, bis 2015 die Anzahl der Hungernden zu halbieren, am effektivsten erreicht werden“.

Rückfragehinweis:
Dr. Franz-Joseph Plank, (+43) 0676/7082434, office@animal-spirit.at oder
Theresa Hart +44 (0)20 7587 5000,  theresa.hart05@wspa.org.uk

 

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Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953
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