
05.
05. 2006
- Vogelgrippe: SPÖ/Gradwohl für
differenzierteren Umgang mit Stallpflicht
OTS/Vogelgrippe:
Gradwohl für differenzierteren Umgang mit Stallpflicht
Utl.: Volle Unterstützung für Plattform "Freiheit den Hühnern"
Wien (SK) - Für einen differenzierteren Umgang mit der Stallpflicht
für Hühner plädierte SPÖ-Agrarsprecher Heinz Gradwohl Mittwoch
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die Vorgangsweise von Ministerin
Rauch-Kallat, Freilandeier-Produzenten mit Haftstrafen zu drohen, hält
er für "völlig überzogen und kontraproduktiv". Gradwohl unterstütze
die Plattform "Freiheit den Hühnern" (Anm.: an der auch ANIMAL SPIRIT
beteiligt ist) vollinhaltlich, da diese "Zivilcourage gegen eine
Standesvertretung gezeigt hat, die sich einseitig auf die Seite der
Käfigproduzenten schlägt". Der SPÖ-Agrarsprecher plädiert für die
Möglichkeit, je nach Betrieb zu überprüfen, ob eine Gefährdung
vorliegt oder nicht. Das derzeit praktizierte flächenbezogene Modell
sei wenig sinnvoll, da in bestimmten Gemeinden sowohl "risikofreie wie
nicht-risikofreie Zonen vorzufinden sind".
"Die Biobetriebe und die kleinstrukturierte Landwirtschaft sind
wichtige österreichische Leitbetriebe. Soll das Ziel konsequent
verfolgt werden, die Käfighaltung in Österreich abzuschaffen, dann
brauchen wir maßvolle, vernünftige Lösungen", unterstrich der
SPÖ-Abgeordnete. Klar sei, dass regelmäßige serologische
Untersuchungen ein wesentlicher Bestandteil im Kampf gegen die
Vogelgrippe seien. Die Stallpflicht hingegen sei "kein Garant gegen
den Virus", wie sich in Deutschland bereits gezeigt habe. Als
besonders bedauerlich wertete Gradwohl, dass die Produzenten
artgerechter Produkte nicht in die Entscheidungen der vergangenen
Wochen und Monate eingebunden waren. "Der Weg zu artgerechter
Tierhaltung darf nicht leichtfertig verlassen werden, wir wollen kein
Zurück zur Massentierhaltung", so der SPÖ-Agrarsprecher abschließend.
(Schluss) ns/mm
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