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Pressemitteilung
zum Weltwassertag (Schweizer Vegetarische Gesellschaft, SVV):
Heute, am 22. März, ist Weltwasser-tag. Experten überall in der Welt
sind sich einig darin, daß Wasserknappheit eines der größten
globalen Probleme der Zukunft darstellt. Klima-änderungen werden
die Lage noch zusätzlich verschlimmern. Laut FAO werden bis zum
Jahr 2025 bis zu 1,8 Milliarden Menschen in Ländern oder
Regionen mit absoluter Wasserknapp-heit leben, und Wassermangel
könnte zwei Drittel der Weltbevölkerung betreffen. |
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Diese Notlage macht es
dringend erforderlich, sich auf eine der Hauptursachen des
Wasserverbrauches und der
Wasserverunreinigung zu konzentrieren: unser unersättliches
Verlangen nach Fleisch.
Ein Vergleich ist wirklich atemberaubend: Ein einziges Kilogramm
Rindfleisch erfordert genauso viel Wasser wie das tägliche Duschen
für ein ganzes Jahr. Wie ist das möglich?
Wasserverbrauch für die Viehzucht
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Die Viehzucht gehört zu den Sektoren, die die
zunehmend knapper werdenden Wasservorkommen der Erde am meisten
belasten. Die Fleischproduktion erfordert eine schwindelerregend
große Wasser-menge. Allein der Anbau und die Be-wässerung von
Futtergetreide für die Viehzucht verschlingen fast 8 Prozent des
globalen Wasserverbrauchs. Generell haben Tierprodukte einen höheren
vir-tuellen Wassergehalt (= das für die Herstellung eines Produktes
benötigte Wasser) als pflanzliche Lebensmittel. Der Grund dafür
liegt in der Tatsache, daß vor der Verwertung ein Tier große Mengen
von Futter wie auch Trink- und Reinigungswasser benötigt. |
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Viehzucht bedeutet Wasserverunreinigung
Ein anderes wichtiges Problem sind die durch die
Viehzucht verursachte Wasserverschmutzung, dramatische
Nährstoffanreicherungen in Gewässern (Überdüngung) und der
Zusammenbruch von Korallenriffen. Hauptverursacher der
Verunreinigungen sind Tierabfälle, Antibiotika und Hormone,
Chemikalien von Gerbereien, Düngemittel und die für den Anbau von
Futtermitteln eingesetzten Schädlingsbekämpfungsmittel.
Überweidungen belasten Wasserzyklen und verringern die Auffüllung
von offenen und unterirdischen Wasserreservoiren.
Wie wird es in der Zukunft aussehen?
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Experten
sagen voraus, daß um 2050 fast die doppelte Menge von Fleisch
produziert wird, nämlich eine ge-schätzte Gesamtmenge von mehr
als 465 Millionen Tonnen. Die Viehzucht beansprucht heute schon
30 Prozent der Erdoberfläche, hauptsächlich als Weideland. Aber
auch 33 Prozent des gesamten fruchtbaren Landes für den Anbau
von Tierfutter. |
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Beim Versuch des Wassersparens sollten Konsumenten
wie auch Regierungen ihre Ziele weise auswählen. Die Herstellung von
nur einem Kilo Fleisch erfordert so viel Wasser wie ein
durchschnittlicher Haushalt in zehn Monaten verbraucht
(50 l/Person/Tag).
Weitere Informationen und Quellen:
www.vegetarismus.ch/wasser |