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Nach einer
spektakulären Be-setzung des Büros des NÖ Landes-hauptmanns Pröll
wurde 1998 die Schließung der letzten Pelzfarm beschlossen:
Im Februar 1998 startete eine der bislang wohl erfolgreichsten
Kampagnen des seit 20 Jahren im Tierschutz tätigen Tierarztes
Dr. Franz-Joseph Plank: Der Gründer und damalige Geschäftsführer
des "Verein gegen Tierfabriken" (heute Obmann von ANIMAL SPIRIT)
hatte damals mit 18 Aktivisten das Büro des
niederöster-reichischen Landeshauptmanns Dr. Erwin Pröll besetzt
und das bis dahin Unmögliche möglich gemacht: |
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Ein zuvor
mehrfach verweigerter persönlicher Termin beim Landeshauptmann und
die Übergabe von 35.000 gesammelten Protest-Unterschriften, die
letztlich zu einem Verbot der Pelztierhaltung in Österreich führten.
Der öffentliche und
politische Druck war letztendlich zu groß, sodaß auch der damalige,
für den Tierschutz zuständige, SPÖ-Landesrat Wagner schließlich
nachgab und die Schließung der letzten Pelzfarm beantragte. Und der
ÖVP-dominierte Landtag hat daraufhin einstimmig die Schließung der
letzten Nerzfabrik in Niederösterreich beschlossen.
Einige Monate später
wurde somit die letzte österreichische Pelztierfabrik mit 5.000
Nerzen des Herrn Günter Pfeiffer in Heidenreichstein endgültig
geschlossen. Und im November 1998 wurde dann in Österreich - als
erstem Land der Welt - ein grundsätzliches Verbot für die Haltung
von Tieren zur Pelzgewinnung erlassen! Dieses Pelzfarmverbot vor 10
Jahren könnte man heute durchaus als ein historisches Ereignis
bezeichnen, war es doch das erste grundsätzliche Verbot von
kommerzieller Tierausbeutung in Österreich gegen eine - wenn auch
kleine - davon profitierende Lobby. Dieses Verbot hatte dann auch
Auswirkungen im Ausland und so wurde im britischen Parlament das
österreichische Pelzfarmverbot diskutiert und letztendlich ein
ähnliches Verbot erlassen. Seitdem sind mehrere andere Ländern
unserem Beispiel gefolgt.
Pelze - Grausam wie eh und je !
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Trotz dieser
richtungweisenden legistischen Tierhaltungsverbote versucht die
Pelzindustrie jedes Jahr wieder, mit einem aber-witzigen
Werbeaufwand ihr an-gekratztes Image in der Öffent-lichkeit neu
aufzupolieren. Mit als Artikel getarnten Anzeigen und
Hochglanzbroschüren versuchen die Kürschner mit Schönfärberei
und geharnischten Lügen, dem Zeitgeist einen kulturellen
Rück-schritt zu verpassen. |
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Denn egal, ob 15 Füchse oder 70 Nerze, die für jeweils
einen Pelzmantel sterben müssen: Sie alle leiden lebenslang in ihren
winzigen Gitterkäfigen oder verenden qualvoll in den Fangeisen -
lediglich zur Befriedigung einer einzigen menschlichen Eitelkeit!
Ca. 80 Millionen Tiere sterben im dritten Jahrtausend noch immer
Jahr für Jahr nur aus dem einen Grund, um als Bekleidungsstück zu
enden - nach unsagbarem Martyrium in den "Pelztier"-Farmen. Die
ethische Moral wird weiterhin völlig außer Acht gelassen, was zählt
ist einzig und allein der Profit. Im Jahr 2008 wurden weltweit
offiziell noch immer allein 52 Millionen Nerze in Pelzfarmen
getötet; 2007 waren es sogar fast 58 Millionen Nerze (China hat im
letzten Jahr seine "Produktion" von 20 auf 15 Millionen Nerze
reduziert).
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Seit nunmehr 10 Jahren stammen also 100 % der in
Österreich verarbeiteten Pelze aus dem Ausland, aus Ländern wo
Tierschutz meist ein Fremdwort ist. Dort werden Wildtiere, die in
Freiheit ein Gebiet von mehreren Quadrat-kilometern zur Verfügung
hätten, in den "Pelzfarmen" ihr kurzes Leben lang in winzigen
Käfigen, auf dünnen, ab-genützten Drahtgitterböden gehalten.
Permanenter Streß, Panikreaktionen, ja sogar gegenseitige
Verstümmelung sind nur einige der Folgen. Gerade in diesen Tagen
findet dort wieder das große Morden an unschuldigen Opfern der
menschlichen Eitelkeit statt: das alljährliche "Pelzen",
beschönigender Ausdruck für das Abschlachten un-zähliger, eigens für
die Pelzindustrie gezüchteter Tiere; üblicherweise ge-schieht das per
Giftspritze, Strom-schlag, Genickbruch oder einfach durch Vergasen. |
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Wann kommt endlich ein Importverbot für grausame
Pelzprodukte? Es bleibt zu
hoffen, daß wenigstens die nächsten 10 Jahre dafür genützt werden,
daß hierzulande und EU-weit auch der Import und Handel mit
Pelzprodukten verboten wird. Denn der damalige Einsatz und große
Erfolg der österreichischen Tierschützer soll nicht umsonst gewesen
sein! Dr. Franz-Joseph Plank |