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Monique
Carrera von unserer Partner-Organisation "Bluemoon" in Hurghada
schreibt: "Wir haben alle gejubelt als Präsident
Mubarak endlich sein Amt niedergelegt hatte. Doch zu dem
Zeitpunkt wußte ich noch nicht, was das für unsere Esel heißen
würde. Denn die meisten Esel, die bei uns auf der Farm weilen,
wurden vorher von der Regierung konfisziert: stand der Esel am
falschen Ort, wurde er kurzerhand seinem Besitzer weggenommen
und zu uns gebracht. Wir wiederum mußten unterschreiben und
versprechen, daß die Esel bei uns auf der Farm bleiben. |

70 Ägypter wollten "ihre" angeblichen Esel zurück |
Also
besser die Esel verbringen bei uns einen ruhigen Lebensabend,
als daß sie im Zoo in Kairo den Löwen verfüttert würden -
dies wäre nämlich ihr Schicksal gewesen, hätte ich sie nicht bei
uns aufgenommen!
Ferner hatte man mir auch Unterstützung
versprochen, sollten Eseltreiber plötzlich auf der Farm auftauchen
und ihre Esel zurückhaben wollen. Die Leute hier können sehr
emotional und rabiat reagieren, was ganz schön Probleme
heraufbeschwören kann!
Nach der ägyptischen Revolution war aber alles
anders ...
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... denn es kamen Leute zu uns auf die Farm und
forderten ihre Tiere zurück. Wir schickten sie zur Regierung,
damit sie eine Bewilligung besorgen konnten. Nun kamen diese mit
irgendeinem Dokument wieder das besagte, daß sie ihre Esel abholen
dürften. Nur stand darin weder wann der Esel bei uns abgegeben
wurde, noch die Mikrochipnummer des Tieres. Es hätte also jeder
kommen und irgendeinen Esel abholen können, der ihm „gefiel“ -
das ging ja nun gar nicht! So schickten wir sie wieder weg.
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Gerettete Esel: 4 mußten gehen, Rest darf
bleiben |
Kurz darauf rief der Polizeichef meinen Mann an
und bat uns in sein Büro, denn die Leute würden Radau machen! Also
fuhren wir hin. Als wir dort ankamen, verstopfte eine Traube von
etwa 70 Personen den Eingang ...
Der Beamte meinte, so was hätte er noch nie
erlebt. Die Leute wollten ihre Tiere und ihre Eselskarren zurück;
es war ein richtiger Tumult. Er war natürlich für dieses Debakel
auch nicht verantwortlich und der Gouverneur zog sich komplett aus
der Verantwortung! Sollte ich nun wirklich ganz allein mit dem Mob
dastehen?
So sammelten wir die Ausweise der Personen ein und
die Eckdaten der Esel, wie z.B. Abnahmedatum, Farbe, Gebrechen,
etc. Danach fuhren wir wieder aufs Land um die Tiere zu
identifizieren. Ich hätte losheulen können bei dem Gedanken, daß
viele der Esel von ihren Besitzern nun wieder geschlagen und ohne
Wasser den ganzen Tag schwere Karren über die Wüstenstraße
ziehen mußten. Aber es half nichts, ich mußte da durch ...
Fazit: Nur ein "blaues Auge": 4 mußten gehen, 10
konnten rückgekauft werden
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Insgesamt mußten letztlich aber "nur" vier Esel
gehen, 10 der Zurückgeforderten durften wir den ehemaligen
"Besitzern" abkaufen und so können diese nun ihren Lebens-abend bei
uns verbringen. Ich war sehr zufrieden.
Wir finden es ist nicht richtig, daß die Regierung
den Eseltreibern die Esel einfach so wegnimmt. Aus diesem Grund
haben wir uns auch bereit erklärt, ihnen die Esel abzukaufen. So
bekommen diese Leute, die sicherlich nicht viel Geld besitzen,
wenigstens etwas.
Als ich am Ende dieses aufregenden Tages den
Abendrundgang über unsere Farm machte, war ich glücklich,
wenigstens ein paar Esel von einem harten Arbeitsleben gerettet zu
haben. Es wird bestimmt nicht leicht, alle gesund durch-zubringen,
jetzt, wo das ganze Land im Umbruch ist und viele nicht die Geduld
aufbringen, es langsam anzugehen. |

Reni" hatte Glück: er darf nun für immer
bleiben |
Als ich also bei diesem Rundgang vor Lippi’s Gehege stand, er war der letzte Ausbezahlte, bildete
ich mir ein, ein Dankeschön in seinem treuen Blick zu lesen.
Ein Danke auch den vielen treuen Tierschützern,
wie z. B. ANIMAL SPIRIT, die an uns glauben und unser Projekt
unterstützen, denn ohne Eure Hilfe geht’s nicht. Vielen Dank.
Wir gehen nun nach ein paar sehr aufregenden,
turbulenten und mit Emotionen geladenen Tagen nach Hause. Aber mit
einem wehmütigen Gedanken an die vier Langohren, die uns verlassen
mußten und ihren wohlverdienten Lebensabend nun doch nicht bei uns
verbringen dürfen. Ich hoffe die Kraft, die sie bei uns getankt
haben, hilft ihnen, das Kommende zu ertragen.
Und das obwohl jemand unseren Ziegenbock über
Nacht gestohlen und die Wasserleitung durchlöchert hat. Und mir
gedroht wurde, mich zu erschießen! Aber wir geben nicht auf.
Anhand des Geschehens werden wir versuchen, so
schnell wie möglich die Mauer um unser Gelände fertigzustellen,
wer weiß was da noch kommen mag, wir kratzen all unsere Reserven
zusammen, um dies zu verwirklichen. Hierbei kann ich jede Hilfe
brauchen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. In Ägypten haben wir alle
große Hoffnungen, auch wenn’s in allen Bereichen noch viel Zeit
und Geduld braucht!"
Wer den Gnadenhof "Bluemoon" in Hurghada
unterstützen will, kann
HIER online spenden (Kennwort "Bluemoon"), wir leiten es Frau
Carrera weiter.
Titan-Mine bedroht kambodschanische
Waldelefanten: Online-Protest!
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Der mehr als 2 Millionen Hektar große Regenwald der
Kardamomberge ist Lebensraum für 100 Waldelefanten. Dieser einmalige
Naturraum ist in großer Gefahr. Eine Titan-Mine soll im Elefanten-Wald angelegt werden. Damit würde der Lebensraum zerteilt.
Zahlreiche weitere bedrohte Tiere wie Malaienbären, Tiger und
Siam-Krokodile leben in dem Gebirgszug - und die Hälfte aller in
Kambodscha vorkommenden Vogelarten.
Bitte helfen Sie das zu verhindern. |

Kambodschanische Regenwald-Elefanten in Gefahr! |
Der Standort der Mine liegt mitten im südwestlichen
Elefanten-Korridor der Bergkette, was eine unmittelbare Gefährdung
der Elefantenpopulation sowie für 74 weitere gefährdete Tierarten
bedeutet. Die 20.400 Hektar große Bergbaukonzession bedroht nicht
nur das Ökosystem, sondern auch ein regionales Modellprojekt für den
Umweltschutz. Über viele Jahre haben die Anwohner mit Unterstützung
von Umweltorganisationen Ökotourismusprojekte aufgebaut, die
Einkommen gewähr-leisten ohne den Naturraum zu zerstören.
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