
09. 09. 2005 - Fohlenauktionen für Salami gehen wieder los!
Fohlen: Geboren um zu sterben - wir suchen Paten und gute Plätze!
Utl: Kommenden Samstag Fohlenversteigerung in Stadl Paura, OÖ
Jeden Herbst werden in Deutschland und Österreich 3000 bis 4000
Haflinger- und Norikerfohlen versteigert, brutal von der Mutter getrennt
und in Viehtransporter gestoßen, hunderte Kilometer herumgekarrt, einige
noch ein paar Monate in engen Ställen gemästet und danach in einem
Schlachthof umgebracht. In Italien z.B. gilt Pferdefleisch, v.a. das
junger Tiere, noch immer als "Delikatesse". ANIMAL SPIRIT protestiert
seit Jahren dagegen und will heuer noch mehr Fohlen vor dem sicheren Tod
retten.
 |
 |
Die Mehrheit der österreichischen Haflinger- und Norikerfohlen ist "Überschußproduktion".
Solange sie im Sommer Urlaubsgäste erfreuen, dürfen sie leben. Danach
haben sie ihre Schuldigkeit getan und werden mit knapp 6 Monaten zu
einer der vielen Pferdeversteigerungen gekarrt. Hier zählt so ein
Tierkind praktisch nichts, wenn es nicht dem gefragten Modetyp
entspricht. Es wird an Händler verkauft, deren Transporter schon bereit
stehen für den langen Horror-Trip nach Italien, Belgien oder Frankreich.
Unter "unerwünschten Eigenschaften" verstehen die Züchter gleichzeitig
das Todesurteil für die Tierkinder, denn nur ca. 4% der männlichen
Fohlen werden tatsächlich für die Zucht bzw. als Sportwallache weiter
verwendet. In keiner anderen Pferdezucht werden - unter dem Deckmantel
"anspruchsvoller Zuchtoptimierung" - so viele gesunde Fohlen für den
Schlachter produziert!
Pferde gehören zu jenen Tieren, die sich am schlechtesten zum Transport
eignen, weil sie nur schwer ihr Gleichgewicht halten können. Ein Fohlen
wird also alles tun, um nicht in den Transporter steigen zu müssen. Also
wird es oft geprügelt oder mit Elektroschocks dazu gezwungen. Nach einer
stundenlangen, manchmal auch tagelangen Fahrt, ohne Wasser und Futter,
zum erstenmal weg von der Mutterstute, landet das Fohlen erschöpft und
oft verletzt am Schlachthof. Auf Europas Hochleistungsschlachthöfen geht
es um Effizienz, jeder Arbeiter soll pro Minute ein Tier töten. In Panik
verletzen sie sich, brechen sich die Beine, um schließlich doch den
Bolzenschußapparat angesetzt zu bekommen und aufgeschnitten zu werden.
Zuchtverbände empfehlen, niemals eine Stute "leer stehen" zu lassen. Es
geht - wie meistens bei wehrlosen Tieren - nur ums Geschäft. Das Problem
muß daher an der Wurzel angepackt werden: beim Züchten "auf Teufel komm
raus". Protestbriefe an Politiker finden Sie dazu unter
http://www.animal-spirit.at/aktuell/protestbrief_fohlenauktion.html
Am kommenden Samstag, den 10.9.05 findet ab 9 Uhr in Stadl Paura (OÖ)
eine der ersten Fohlenversteigerungen der Saison statt. Es werden sowohl
Haflinger- als auch Norikerkinder unter den Hammer kommen. Tierschützer
von ANIMAL SPIRIT und der "Gewerkschaft für Tiere" werden vor Ort sein
und wollen möglichst viele Fohlen vor dem Schlachthof freikaufen. Die
Fohlen werden wir auf verschiedenen Gnadenhöfen oder privat bestmöglich
unterbringen. Ein Fohlen kostet durchschnittlich 500 Euro; im letzten
Jahr konnten wir so 34 Fohlen und Pferden das Leben retten!
Wir suchen noch weitere Unterstützung, damit wir auch heuer wieder
möglichst viele Fohlen freikaufen können. Wir brauchen dafür einerseits
Geld und andererseits noch geeignete Paten bzw. Einstellplätze: Wer dazu
bereit und in der Lage ist, einem solchen Tierkind das Weiterleben zu
ermöglichen, meldet sich bitte bei ANIMAL SPIRIT. Die Tiere werden nur
gegen einen Überlassungsvertrag (Verpflichtung zu artgerechter Haltung,
keine Weiterzucht, keine Schlachtung) abgegeben.
Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, Animal Spirit, (+43)
0676/7082434
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
PSK, BLZ 60000, Kto: 75.694.953 Volksbank
Freilassing BLZ 71090000, Kto: 285943