
11. 09. 2005 - 13 Fohlen vor dem Schlachthof gerettet!
Erfolg bei
Fohlenversteigerung am 10.9.05 in Stadl Paura, OÖ:
Tierschützer konnten 13
Fohlen vor dem Schlachthof retten!
Bei der gestrigen
Fohlenauktion von Haflingern und Norikern in Stadl Paura, OÖ konnten
dank der anwesenden Tierschützer von den 66 versteigerten Fohlen
immerhin 13 ersteigert und an gute Plätze in Österreich und Deutschland
vermittelt werden. ANIMAL SPIRIT kaufte 8 Noriker-Hengstfohlen, für die
bereits im Vorfeld gute Plätze in der Steiermark und im Burgenland
organisiert worden waren, frei. Die ebenfalls anwesende "Gewerkschaft
für Tiere" kaufte 4 Haflinger für Deutschland und eine private
Tierschützerin aus dem Bgld. befreite ein weiteres Haflinger-Stutfohlen.
Alle wurden bereits in ihre neue Heimat gebracht und erfreuen sich nun
ihres "neuen" Lebens mit Gleichaltrigen auf der Weide.
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Jedes Jahr werden ja wie berichtet - im
Herbst auf diversen österreichischen und deutschen Fohlenmärkten
Tausende "überschüssige" Haflinger- und Norikerfohlen versteigert,
erstmals von der Mutter getrennt, in Viehtransporter gestoßen und zum
Schlachten gebracht, zumeist nach Italien. Dort landen sie dann in "Delikatess"-Geschäften,
in der Salami oder im Leberkäs. Nur einige wenige werden privat zur
Weiterzucht versteigert. Immerhin 13 Fohlen konnten diesmal von ANIMAL
SPIRIT und anderen Tierschützern freigekauft und vermittelt werden. Die
Tiere stehen jetzt auf wunderbaren Plätzen in der Steiermark, im
Burgenland und in Bayern, wo sie keine Schläge und v.a. keine
Schlachtung mehr zu fürchten haben. Auch die Weiterzucht mit von uns
vermittelten Tieren wurde per Überlassungsvertrag unterbunden.
Denn das hemmungslose, von den diversen
Zuchtverbänden vehement propagierte, Züchten "auf Teufel komm raus" ist
ja die Hauptursache dieser scheinbar nie enden wollenden Tierquälerei.
Weil die Deckungsprämie oft nur lächerliche 110,- Euro beträgt, lohnt es
sich für die vielen kleinen Züchter offenbar noch immer, jede Stute
jedes Jahr decken zu lassen, weil der Schlachtpreis gerade noch etwas
höher ist. Wäre die Deckprämie jedoch 500,- und mehr, wie bei anderen
Pferderassen, würde die Züchtungswut und damit unzähliges Leid von
jährlich Tausenden Tierkindern ein jähes Ende haben! Hier könnte nur ein
Eingreifen der Politik (siehe
http://www.animal-spirit.at/aktuell/protestbrief_fohlenauktion.html)
mit entsprechenden Zucht- und Transportbeschränkungen bzw. Protestbriefe
z.B. an die ARGE Noriker Österreich, Mayerhoferstraße 12, A-5751
Maishofen, Telefon: 06542-68232, eMail: pzv@lk-salzburg.at
oder den Haflingerzuchtverband Tirol (info@haflinger-tirol.com)
etwas bewirken.
Berührende, aber tlw. auch "schizophrene"
Szenen spielten sich gestern zwischen denen im Pferdezentrum Stadl Paura
angebundenen Fohlen ab: Ein Bauernbub, dessen Vater zwei
Noriker-Hengstfohlen (Halbgeschwister) zum Verkauf gebracht hatte,
meinte, die beiden gingen sicher zum Schlachter: "Da werd eanan da Kopf
ahghackt...". Als ANIMAL SPIRIT dann bei der Versteigerung den einen,
Nr. 78 mit einem Nabelbruch, freisteigerte, sein Bruder (Nr. 79) jedoch
von einem Viehhändler gekauft wurde, rührte sich dann doch das Mitleid
in dem Jungen: er setzte alles daran, daß auch der Bruder nicht
geschlachtet würde und auf einen guten Platz kommt. Also berappten wir -
dank einer gerade anwesenden großzügigen Spenderin aus Linz - nochmal
600,- EUR plus 50,- "Überredungsgebühr" für den Viehhändler und
befreiten ihn so buchstäblich in letzter Minute. Der Junge war auf
einmal an unserer Arbeit interessiert, nahm sich einige Prospekte mit
und ist - wer weiß - vielleicht der Tierbefreier der Zukunft?
Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank,
Animal Spirit, (+43) 0676/7082434
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
PSK, BLZ 60000, Kto: 75.694.953 Volksbank
Freilassing BLZ 71090000, Kto: 285943