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Pferdekinder - behandelt wir gewöhnliches
"Schlachtvieh"
Wie es dort zugeht, läßt jedem Tierfreund die Haare zu Berg
stehen. Die Fohlen werden oft wie leblose Ware behandelt und
versteigert. Mit Gewalt erstmals von der Mutter getrennt, mit
Elektroschockgeräten und Schlägen auf Transporter geprügelt -
oft gemeinsam mit großen Pferden in einen engen Transporter
gepfercht, und dann hunderte Kilometer Richtung Süden.
Oft sieht man auch schon bei der Versteigerung verletzte
Pferdebabys - die gehen am Schluß noch als "Sonderangebote"
weg. Nach einer stundenlangen, manchmal auch tagelangen Fahrt,
ohne Wasser und Futter, landet das Fohlen erschöpft und oft
schon verletzt am Schlachthof. Auf Europas
Hochleistungsschlachthöfen geht es um Effizienz, jeder
Arbeiter soll pro Minute ein Tier töten. In Panik verletzen
sie sich noch mehr, brechen sich die Beine, um schließlich
endlich den "erlösenden" Bolzenschußapparat
angesetzt zu bekommen und aufgeschnitten zu werden.
Über 90% der über den Sommer gezüchteten Fohlen finden keinen
Ansatz in der Weiterzucht bzw. als Sportwallache und gehen
daher zum Schlachter, wenn sie nicht das Glück haben, von
Tierfreunden freigekauft zu werden. In keiner anderen
Pferdezucht werden - unter dem Deckmantel "anspruchsvoller
Zuchtoptimierung" - so viele gesunde Fohlen für den Schlachter
produziert!
ANIMAL SPIRIT und andere Tierschutzorganisationen versuchen
seit Jahren, die Züchter zu einer Umkehr zu bewegen. Aber
Zuchtverbände empfehlen lieber, niemals eine Stute "leer
stehen" zu lassen. Oder sie reagieren oft zynisch und meinen,
wir Tierschützer sollten uns doch um mehr Absatz von
Fohlenfleisch in Österreich bemühen, dann müßten sie die
Pferdchen nicht auf so lange Transporte schicken.
Die nächsten großen Fohlen-Versteigerungen finden ab morgen,
den 9.9.06 in Stadl Paura (OÖ) statt, dann folgt am 18.9.
Feldkirchen (Ktn.), am 23.9. Schladming (Stmk.), sowie am
27.9., 3.10. und die letzte große am 24.10. in Maishofen (Sbg.),
wo jeweils auch ANIMAL SPIRIT vertreten sein wird. Wir werden
dort versuchen, wieder möglichst viele vor dem Horrortransport
und dem sicheren Tod zu retten. Immerhin konnten wir so in den
letzten 3 Jahren 115 Fohlen freikaufen und an gute Plätze
vermitteln. Ein Fohlen kostet durchschnittlich 500 Euro!
Wir brauchen noch dringend Übernahmeplätze
und Spender!
Wir suchen noch weitere Unterstützung, damit wir auch heuer
wieder möglichst viele Fohlen freikaufen können. Wir brauchen
dafür einerseits Geld und andererseits noch geeignete Paten
bzw. Einstellplätze: Wer dazu bereit und in der Lage ist,
einem solchen Tierkind das Weiterleben zu ermöglichen, meldet
sich bitte bei ANIMAL SPIRIT. Die Tiere werden nur gegen einen
Überlassungsvertrag (Verpflichtung zu artgerechter Haltung,
keine Weiterzucht, keine Schlachtung) abgegeben.
Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, (+43) 0676/7082434,
office@animal-spirit.at |