Morgen Samstag, 22.1.11,
findet in Salzburg wieder die "Nacht des Fuchses" statt, eine
gnadenlose mörderische Hatz auf praktisch chancenlose
Wildtiere. Wer mit demonstrieren will und ab 17 Uhr Zeit hat,
hier nähere Infos:
info@respektiere.at
Zu dem Thema eine aktuelle
Aus-sendung von
www.schonzeit-fuer-fuechse.de, eine Plattform an der auch ANIMAL SPIRIT beteiligt ist:
Im
Rahmen sogenannter „Fuchswochen" wird derzeit erbarmungslos
Hatz auf den Fuchs gemacht.
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Tier- und
Naturschutzorganisationen, aber auch kritische Jäger weisen darauf
hin, daß es dafür keinerlei Notwendigkeit gibt, weil
soziale Faktoren die Bestandsdichte des Fuchses effektiv
begrenzen.
Zurzeit hat der Fuchs besonders
unter Nachstellung zu leiden: Jäger nutzen die Paarungszeit der
Füchse, um die sonst so vorsichtigen Beutegreifer vor die Flinte
zu bekommen. Zudem werden vielerorts so genannte „Fuchswochen"
veranstaltet, bei denen mehrere Jäger gemeinsam versuchen, so
viele Füchse wie irgend möglich zu töten. Um diese erbarmungslose
Verfolgung unseres letzten größeren Beutegreifers zu
rechtfertigen, behauptet man kurzerhand, die Fuchsjagd sei
„notwendig", weil die Fuchsbestände ansonsten überhand nähmen.
Soziale Dichtekontrolle reguliert Fuchsbestände
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Die zu Jahresbeginn gegründete
Initiative „Schonzeit für Füchse", der bereits über 30
Organisationen angehören, widerspricht dieser Behauptung vehement.
Wie wir aus jagdfreien Gebieten wissen, sorgt die Sozialstruktur
von Fuchspopulationen dafür, daß Füchse sich nicht über Gebühr
vermehren. Läßt man Füchse in Ruhe, so leben sie in stabilen
Familiengemeinschaften zusammen, in denen nur die ranghöchste
Füchsin Nachwuchs bekommt. Die Geburten-rate ist relativ gering und
die Populationsdichte bleibt konstant. Englische Forscher um den
Biologen Stephen Harris konnten zeigen, dass selbst ein 150-faches
Nahrungsüber-angebot die Fuchsdichte nicht weiter wachsen läßt. |

Fotos: © RespekTiere |
Greift nun jedoch der Mensch mit Flinte und Falle in dieses
stabile System ein, so brechen die Gemeinschaften auseinander, und
nahezu jede Füchsin wird befruchtet. Studien zeigen, daß zudem
auch die Anzahl der Welpen pro Wurf wächst.
Jagd ist kontraproduktiv
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Je stärker Füchse also bejagt
werden, desto mehr Nachwuchs gibt es – eine wie auch immer
geartete „Regulation" von Fuchsbeständen ist weder nötig, noch ist
sie mit jagdlichen Mitteln überhaupt möglich. Ein Beispiel hierfür
sind die regelrechten Vernichtungsaktionen, die in den 1970er
Jahren zur Tollwut-bekämpfung durchgeführt wurden. Obwohl man
damals Füchsen sogar mit Giftgas zu Leibe rückte, konnte die
Fuchsdichte nicht verringert werden. Mehr noch:
Die
Ausbreitungsgeschwindigkeit der Tollwut, die man durch die Jagd
eigentlich eindämmen wollte, wuchs sogar an – das Chaos in der
stark bejagten Fuchsgesellschaft sorgte dafür, daß die nun
zahlreich vor-handenen vagabundierenden Jung-füchse die Tollwut
oftmals erst in neue Gebiete einschleppten. Die Schweizerische
Tollwutzentrale folgerte daher, daß eine jagdliche Reduktion von
Fuchspopulationen offensichtlich nicht möglich und die Jagd zur
Tollwutbekämpfung sogar kontraktproduktiv sei.
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Wie wir heute wissen, konnten erst
tierfreundliche Impfköder die Tollwut besiegen – sie gilt heute in
Deutschland, Österreich und in weiten Teilen Europas als
ausgerottet.
Diese Erfahrung ist geradezu
symptomatisch für unseren Umgang mit Wildtieren: Manche Jäger
wollen uns glauben machen, man müsse die Natur mit der Flinte „zurechtschießen".
Daß es anders wesentlich besser geht, zeigen jene wenigen Gebiete,
in denen Füchse nicht bejagt werden. Ob in Nationalparks im In-
und Ausland, in jagdfreien Naturschutzgebieten, in Dünengebieten
Nordhollands, im Kanton Genf oder im „Urwald" bei Saarbrücken:
Nirgendwo ist eine drastische Vermehrung des Fuchses
festzustellen.
Bundesweite Initiative von über 30 Organisationen
fordert Schonzeit für Füchse
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Ganz offensichtlich ist die
intensive Verfolgung des Fuchses, der in den meisten Bundesländern
nicht einmal eine Schonzeit hat, vollkommen unnötig. Sie fügt
Tieren - ohne daß der vom Tierschutzgesetz geforderte „vernünftige
Grund" vorliegt - Schmerz und Leid zu. Die Initiative „Schonzeit
für Füchse" fordert daher in einer bundesweiten Kampagne eine
neunmonatige Schonzeit für Meister Reineke.
„Füchse sind als
Gesundheits-polizisten und eifrige Mäusevertilger wichtige
Mitglieder des Natur-haushalts", erläutert Lovis Kauertz, einer
der Initiatoren der Kampagne. „Wir dürfen nicht hinnehmen, daß
sie wie Schädlinge behandelt und jedes Jahr zu Hunderttausenden
getötet werden - es wird höchste Zeit, dass wir Reineke wenigstens
ein Mindest-maß an Schutz vor menschlichen Nachstellungen gewähren."
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Die These der Übervermehrung von
Füchsen sei eine Alibibehauptung: „Sie dient der
Rechtfertigung der Fuchsjagd vor den Augen einer kritischer
werdenden Öffentlichkeit. Bereits ein kurzer Blick in
Jagdzeitschriften oder Jagdforen im Internet zeigt dagegen
unmissverständlich auf, daß es in Wirklichkeit vor allem um die Lust an der Fuchsjagd geht."
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