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Viele gingen mit betroffenen Gesichtern nach
Hause
Die Bauern gehe das
Thema Agrogentechnik an, aber auch die Verbraucher. Er hoffe, daß
alle am Ende „etwas g’scheiter“ nach Hause gehen. Viele gingen
jedenfalls mit betroffenen Gesichtern heim.
Daß Agrogentechnik
nichts mit konventioneller Züchtung zu tun habe, unterstrich Anja
Sobczak vom Umweltinstitut München. Erbanlagen würden über
Artgrenzen hinweg neu kombiniert – etwa so, als ob Salat und Ratte
miteinander gekreuzt würden.
In sechs Ländern wird
genveränderter Mais, Soja, Baumwolle und Raps eingesetzt, vor
allem in Amerika. Anfangs mit gutem Erfolg: Der Einsatz von
Pestiziden ließ sich verringern. Dieser Effekt hält aber nicht
lange vor. Superunkräuter bildeten sich. Womöglich kann der
Genmais in der zweiten und dritten Generation beim Menschen dazu
führen, daß die Fruchtbarkeit deutlich sinkt. Dies ist aber nicht
abschließend erforscht.
Sobczak sieht hinter
allem eine Strategie der Industrie: Die Landwirtschaft soll
von den Großkonzernen abhängig gemacht werden. Letztlich würden
nur noch Terminator-Pflanzen verkauft werden, mit denen keine
eigene Nachzucht von Saatgut mehr möglich ist. Für jede
gentechnisch veränderte Pflanze wenden die Konzerne 80 bis 90
Millionen US-Dollar auf. Dieses Geld muß wieder hereinverdient
werden. Ein Landwirt sagt später in der Diskussion:
„Wer Gentechnik nicht hinterfragt, hat sich mit
modernem Sklaventum der Bauern abgefunden.“
Noch kann die Gentechnik zumindest in
Europa aufgehalten werden, sagte Sobczak.
Allerdings stünden in Brüssel 16 Neuanmeldungen an.
Seine Erfahrungen mit einer
Saatgutfirma beschrieb Glöckner, der aus Hessen angereist war. Es
sei versucht worden, ihn mundtot zu machen. Ein Mähdrescher und
Urlaubsfahrten seien ihm angeboten worden.
Glöckner geht einen anderen Weg: Er klagt an.
Er schilderte Fälle von Mißbildungen und Todesfällen bei Kälbern
und Rindern, die er allein auf die Gentechnik zurückführt. Toxin
habe sich im veränderten Mais angesammelt. Dies und geringere
Aminosäurengehalt seien die Hauptursachen gewesen, daß er
letztlich seinen Hof habe aufgeben müssen. Schaden: 500.000 Euro!
Glöckner machte
Politik und Zulassungsbehörden verantwortlich.
Den Fütterungsversuch der Technischen Universität
München kritisierte er als verharmlosend. Kühe seien ausgetauscht
worden, die Tiere hätten deutlich schlechter getragen.
In der Aussprache forderte eine Besucherin ein Allgäu ohne
Gentechnik. Der Bauernverband sollte aktiv werden. Die Bauern
wollten gesunde Lebensmittel herstellen und keine „Bauchfüller“.
Die Bauern jedenfalls wollen weiter kämpfen. Von Johann Stoll
Britische Nutztierschutz-Organisation CIWF protestiert in London
gegen das Klonen
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Compassion in World
Farming (CIWF), eine Partner-Organisation von ANIMAL SPIRIT, hat
letzte Woche mehr als 7000 Unterschriften gegen das Klonen von
"Nutztieren" an den britischen Premierminister übergeben (siehe
deren
Newsletter).
Diese Unterschriften
sollen Schwung für eine EU-Gesetzesinititive des Europäischen
Parlaments bringen, welches letzten Monat für ein Verbot des
Klonens von Tieren zum Zweck der Nahrungsmittelproduktion
votiert hat. |
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Die CIWF-Kampagne gegen das Klonen weist auf die
erheblichen Tierschutz-Probleme und Grausamkeiten hin, welche
durch die selektive "Vermehrung" der sog. "Nutz"-Tiere entstehen.
Das Klonen für die Nahrungsmittel-Produktion wird weithin als
unakzeptabler Verursacher schwerer Leiden an Tieren anerkannt. Es
ist die Spitze des Eisbergs der ohnehin schon üblichen grausamen
Praxis der modernen, intensiven Tier-"Produktion" und Überzüchtung
für immer noch mehr Fleisch und Milch. Das ist eine Praxis, welche
selbst die europäische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit als
"den Hauptfaktor für schlechte Tierschutz-Standards bei
Milchkühen" ansieht. Bei jenen Tieren, die den Prozeß überleben,
muß das Klonen übermäßig und unnatürlich schnelles Wachstum und
hohe Produktion garantieren. Das stellt somit noch eine weitere
Technik dar, die dazu benützt wird, um die Tiere jenseits ihrer
natürlichen physischen Grenzen zu stoßen. So sind z.B. die meisten
Milchkühe derartig "ausgebrannt", daß sie bereits mit 5
Jahren vorzeitig geschlachtet werden.
CIWF ist überzeugt, daß die intensive
Landwirtschaft bereits jetzt zu erheblichen Tierschutz-Problemen
bei Kühen geführt hat und die extrem hohen,
erzwungenen Milchleistungen vermehrte Lahmheiten und
Unfruchtbarkeiten verursachen. Abgesehen von der jetzt schon hohen
Sterblichkeitsrate der geklonten Tiere wird diese Praxis noch viel
größere Gesundheitsprobleme bei den ausgebeuteten
Tieren hervorrufen.
Das Europäische Parlament hat erst kürzlich für
ein Verbot des Verkaufs von Fleisch und Milch von geklonten Tieren
und deren Nachkommen gestimmt. CIWF fordert daher die britische
Regierung und den Rest der EU auf, der Vorgabe des EU-Parlaments
zu folgen und den Verkauf von Nahrungsmitteln von geklonten Tieren
und deren Nachkommenschaft endgültig zu verbieten.
HIER
geht es zur Unterzeichnung der (englischen) Petition "cloning=cruelty".
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