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29. 07. 2006 - Krieg im Libanon - dramatisches Leiden der Tiere!
 

Im Anschluß und auf www.animal-life.ch Krieg im Libanon! Tiere - auch Opfer dieses brutalen Krieges, findet Ihr eine Stellungnahme/Bericht von Dr. med. vet. Rosemarie Jaouhari, Leiterin von Animal Life Libanon.

Hier ein Brief von Animal Life Schweiz an den Botschafter des Staates Israel. Ähnliche Protestschreiben können an die Israelische Botschaft in Wien geschickt werden:

Botschaft des Staates Israel
Anton Frankg. 20
A-1180 Wien
Tel. 01/47646-0
Fax: 01/47646-555
 

  Rosemarie Jaouhari

Das Elend der Tiere im Libanon!
Kommentar von Animal Life Schweiz

Die entsetzliche Lage, die der Krieg im Libanon für Tiere und Tierschützer verursacht, veranlaßt mich, täglich Kontakt zu pflegen mit Frau Dr. Rosi Jaouhari, Leiterin von Animal Life Libanon, die vor Ort unser Betäubungsprojekt betreut und koordiniert. Analog zu dieser Tierschutzarbeit ist Frau Dr. Jaouhari in ihrer eigenen Tierklinik in Kahlde/Libanon für das Wohl unserer vierbeinigen und gefiederten Freunde tätig. Frau Dr. Jaouhari teilte mir am 24. Juli 06 mit, daß auch Deutsche Staatsbürger, die aus dem Libanon fliehen, ihre Haustiere zurücklassen müssen. Weiter bestätigte Frau Dr. Jaouhari, (Deutsche Staatsangehörige, seit 30 Jahren im Libanon als Tierärztin tätig) daß in der Deutschen Botschaft die Meldung aufliegt, daß Personen, die den Libanon verlassen, ihre Haustiere nicht mitnehmen dürfen. Somit gibt es auch für Deutsche Staatsangehörige nur zwei Varianten: Die Flucht aus dem Libanon ohne Tiere antreten oder bei ihren treusten vierbeinigen Freunden bleiben und für sie trotz Krieg und schweren Zeiten zu sorgen! Leider werfen nicht wenige Besitzer (jeglicher Nationalität) von Haustieren ihre Schützlinge vor der Flucht einfach auf die Strasse. Traurig!

Dr. Rosi Jaouhari hat in der Folge dieses Krieges zahlreiche herrenlose, herumirrende Tiere aufgenommen und teilweise zur Pflege an ihr bekannte Tierfreunde gegeben. Verletzte Tiere behandelt und heilt sie in ihrer Klinik in Kahlde. Obwohl Frau Dr. Jaouhari zur Zeit total überlastet ist, schrieb sie auf Wunsch einiger Redaktionen in Deutschland und in der Schweiz nachfolgenden Bericht, über das durch den Krieg verursachte Grauen, unter dem die Tiere im Libanon leiden. Neben ihrer komplexen Arbeit als Veterinärin kastriert Frau Dr. Jaouhari jährlich Hunderte von Strassenkatzen und -hunde, um die Population der Tiere zu reduzieren. Sie betreut, behandelt und operiert auch Nutztiere - vor allem Kühe im ganzen Libanon.

Wir bedauern sehr, daß Tausende von Tieren und Menschen als Opfer dieses Krieges zu Tode gebombt oder verletzt wurden. Wir bangen täglich um unsere Tiergeschwister, um Dr. Rosi Jaouhari, ihre Familie und ihr gesamtes Team, das für Tiere im Libanon sorgt. Wir hoffen innigst und bitten ebenso leidenschaftlich, daß dieser brutale Krieg beiderseits unverzüglich zum Stillstand gebracht wird.

Animal Life Schweiz
Dora Hardegger


      Bericht und Gedanken über die katastrophale Situation der Tiere im Libanon, von Dr. med. vet. Rosemarie Jaouhari, Leiterin von Animal Life Libanon.


      Dr. med. vet. Rosemarie Jaouhari Leiterin von Animal Life Libanon

Liebe Dora.
Anbei ein paar Gedanken zur katastrophalen Lage hauptsächlich in Süd Libanon
und unseren geliebten, wieder einmal grausam mißhandelten Tieren.

Beirut 26.7.06

Und wieder Libanon!

"7 Überfälle und 2 Aggressionen hat der Libanon durch Israel erlitten", so teilte der libanesische Ministerpresident am 26.7.06 in Rom mit.

Die israelische Aggression, die am 12. Juli 2006 mit unwahrscheinlicher Brutalität begann, ist in ihrem Ausmaß noch nicht voll überschaubar. Im Süden Libanons wird die Taktik der verbrannten Erde demonstriert: unschuldige Menschen (Moslems und Christen) werden in Dörfern unter Blockade gehalten oder informiert, daß sie innerhalb einer Stunde ihren Wohnort zu verlassen haben, um dann die Häuser dem Erdboden gleich zu machen. Wer hat unter diesen unvorstellbar schweren Bedingungen noch die Möglichkeit, sich um Tiere zu kümmern?  Was wird aus diesen Tieren, die keiner mitnehmen kann -  die Flüchtlingsautos sind voll Menschen, wo weder Raum für Kleidung noch Essen, geschweige denn Platz für Tiere bleibt.

Während der  Okkupation in den 80-er Jahren waren ebenfalls die Wälder und Plantagen verbrannt worden. Nach der Befreiung des libanesischen Südens im Jahre 2000 begann ein neues Grünen und Blühen  - und Menschen und Tiere atmeten auf.  Die Landwirtschaft stabilisierte sich, Vögel und Wild begannen sich wieder zu vermehren.

Der 12. Juli 2006 beendete diese Atempause!
Was geschieht mit den landwirtschaftlichen Nutztieren und den Heimtieren des Süd-Libanons ???

Die libanesischen Flüchtlinge sitzen entweder zusammengepfercht in provisorischen Unterkünften oder verlassen, wie die meisten Ausländer das Land. Ich kenne viele der Ausreisenden, die jetzt in die verschiedensten Himmelsrichtungen das Land verlassen haben. Viele sind zu mir gekommen, ganz verzweifelt, weil ausnahmslos weder Hunde noch  Katzen mitgenommen werden dürfen! Was soll mit diesen Tieren geschehen???

Das Hauptanliegen von Animal Life Libanon war über viele Jahre die Leiden der Tiere vor der Schlachtung durch die Anwendung von Betäubungsgeräten zu vermindern. Wir führen regelmäßige Kontrollen bei den Schlachtbetrieben durch, reinigen und reparieren die Stunner, die von Animal Life Schweiz kostenlos zur Verfuegung gestellt werden. Auch diese Arbeit ist zur Zeit fast zum Erliegen gekommen, aufgrund der wahllosen Bombardierungen des ganzen Landes.

Im Moment bemühen sich alle Mitglieder von Animal Life Libanon - oftmals unter Lebensgefahr - so vielen Tieren wie möglich zu helfen: wir beherbergen Tiere von Ausreisenden, kümmern uns um ausgesetzte Tiere und behandeln verletzte Tiere - soweit wir sie erreichen können.

Wir bitten alle friedliebenden Menschen,  sich mit uns für eine Beendigung dieses ungerechten Krieges einzusetzen. DANKE

Dr. Rosemarie Jaouhari
Leiterin der Tierschutzorganisation
Animal Life Libanon

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
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Tel: +43 (0) 2774/29 330
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