
30. 03. 2011 - Mailing 02/2011 - Streunerhundeprojekt Thailand
(Auch als
PDF-Datei mit Fotos zum
herunterladen)
Bitte noch mehr
Wunder ermöglichen ...
Ein Straßenhund aus
Chiang Mai, der zweitgrößten Stadt Thailands, war bis vor kurzem von
Räude entstellt. Die Menschen ekelten sich und verjagten ihn. Verletzt
und halb verhungert erwartete er im Straßengraben nur noch den Tod. Doch
beherzte Tierfreunde kamen. Sie brachten ihn an einen friedlichen Ort.
Sie gaben ihm Wasser und Futter. Sie heilten seine Wunden. Sie pflegten
ihn. Heute fühlt er sich pudelwohl. Ein neues Leben liegt vor ihm.
Wie fühlt man sich,
so völlig ausgesetzt und allein?
Das Leben eines
Straßenhundes ist hart und voller Entbehrungen. Jeder Tag beginnt mit
knurrendem Magen und der Suche nach Nahrung. Viele Kilometer müssen
gelaufen werden, um ein paar Bissen zu ergattern. Dabei lauern überall
Gefahren. Menschen, die brutal sind. Autos, Busse oder Mopeds, die Hunde
anfahren. Und natürlich auch größere und stärkere Hunde. Für Entspannung
bleibt keine Zeit. Selbst ein scheinbar schlafender Straßenhund ist
immer halb wach, um jederzeit aufspringen und fliehen zu können.
Im Gegensatz zu
unseren liebevoll und fürsorglich betreuten Haustieren erleben
Straßenhunde keine Minute Sicherheit und keinen Augenblick Geborgenheit.
Stattdessen bekommen sie oft Schläge und Tritte.
Besonders schwer haben
es die Streuner in Thailand. Einerseits weil dort unglaublich viele
Tiere auf der Straße sind. Andererseits sind hier Krankheiten wie Räude
und Staupe, die bei uns längst ausgestorben sind, sehr verbreitet. Dazu
gibt es noch exotische und besonders heimtückische Leiden wie etwa den
berüchtigten Herzwurm oder einen ansteckenden Geschlechtstumor.
Das oft erschreckende
Aussehen der Tiere, ihre unbehandelten Krankheiten und Verletzungen
führen leider dazu, daß niemand mit ihnen zu tun haben will. Hunde, die
furchtbar aussehen und vielleicht ansteckende Krankheiten haben, will
keiner in der Nähe haben, geschweige denn, sie angreifen und ihnen Gutes
tun. Ein niedersausender Prügel oder ein jäher Steinwurf, das ist meist
die übliche Kontaktpflege zwischen Menschen und Streunerhunden in
Thailand.
Seit drei Jahren
arbeitet ANIMAL SPIRIT deshalb vor Ort mit Karin Hawelka zusammen. Die
gebürtige Deutsche war vom Schicksal der Hunde in Chiang Mai so berührt,
daß sie das Projekt „Care for Dogs“ startete. In ihrem Tierheim
vollbringen Karin und ihre MitarbeiterInnen seither laufend Wunder. Sie
verwandeln bedauernswerte Geschöpfe, die dem Tod geweiht schienen, in
hoffnungsvolle Wesen, die wieder gerne leben und sogar Menschen wieder
vertrauen können.
Vier Verwandlungskünstler
Bo's
Schicksal schien besiegelt, als eine Hundefreundin ihn mit einem Tumor
am Kopf, dem gefährlichen Herzwurm-Befall und einer schweren
Lungenentzündung ins Tierheim brachte. Aber er war unglaublich zäh und
überlebte. Vier Monate kämpfte „Care for Dogs“ um sein Leben. Eine
Krankheit nach der anderen wurde behandelt und am Ende war er wieder
ganz gesund. Er lebt heute im Tierheim, knurrt die jungen Hunde an, wenn
sie zu frech werden und liebt Sonnenbäder, Leckerbissen und
Streicheleinheiten ohne Ende.
Kate
schlug sich auf den Straßen im Norden von Chiang Mai durch und war
schrecklich von Räude entstellt als sie ins Tierheim kam, das Fell war
ihr fast komplett ausgegangen. Diese Krankheit, die den Hunden so sehr
zusetzt, ist eigentlich ganz einfach zu heilen. Man muß es nur tun.
Schon nach drei Monaten Behandlung war Kate wieder gesund und hatte sich
vom „Monsterhund“ in ein richtiges „Kuschelmonster“ verwandelt. Ihr
fröhliches Temperament konnte endlich zum Vorschein kommen.
MitarbeiterInnen von „Care
for Dogs“ fanden Beauty in der Nähe des Bahnhofs von Chiang Mai
und brachten sie ins Tierheim. Sie war in einem schlimmen Zustand mit
starkem Räudebefall, vereiterten Augen und total abgemagert. Aber die
Hundefreunde waren sicher, daß aus diesem Häufchen Elend wieder eine
wunderschöne Hündin werden würde. Und in der Tat verwandelte sich Beauty
mit der richtigen medizinischen Betreuung, guter Ernährung und Zuwendung
nach nur drei Monaten in eine echte Schönheit. Es dauerte nicht lange
und sie wurde adoptiert und fand ein richtiges Zuhause.
Abby
war gemeinsam mit drei anderen Hunden einfach auf einem abgesperrten
Gelände zurückgelassen worden. Sie war zusätzlich sogar in einem Käfig
eingesperrt, ohne Wasser und Futter wäre sie so einem langsamen
Hungertod ausgesetzt gewesen. Als MitarbeiterInnen von „Care for Dogs“
kamen um die Hunde zu retten war Abby dermaßen verängstigt, daß sie für
den Transport sogar betäubt werden mußte. Im Tierheim wurde ihre
schlimme Augenentzündung behandelt und ganz ganz langsam lernt sie
wieder, Vertrauen zu den Menschen zu fassen.
49 Hunde auf einen Streich gerettet
Im Vorjahr hatten Dr.
Plank und Karin Hawelka auf einem verlassenen Grundstück 49 Hunde in
engen Käfigen entdeckt, die von einem alten Ehepaar mehr schlecht als
recht gefüttert wurden.
Es war kompliziert,
herauszufinden, wem die Tiere gehörten. Karin Hawelka ließ aber nicht
locker und bemühte sich über Monate intensiv darum, den Hunden zu
helfen. Kurz vor Weihnachten 2010 gelang es endlich, eine sehr gute
Lösung für die Tiere zu finden. Die Besitzerin war bereit, zu
kooperieren. So errichtete „Care for Dogs“ zunächst um das gesamte Areal
einen hundesicheren Zaun, gleichzeitig wurden sämtliche Hunde geimpft
und sterilisiert. Dann wurden die Käfige geöffnet. Was nun folgte, war
ein unglaubliches Schauspiel. Manche Tiere stürmten sofort ins Freie,
liefen glücklich herum und spielten mit anderen Hunden. Andere zögerten
verängstigt, ihr Gefängnis zu verlassen und wagten sich nur langsam
heraus. Die Käfigtüren wurden komplett entfernt und das alte Ehepaar
wurde auf die richtige Betreuung der 49 frei in der Umzäunung lebenden
Hunde eingeschult. Einmal in der Woche kommt nun jemand von „Care for
Dogs“ vorbei, um nach dem Rechten zu sehen – eine optimale Lösung.
Die Hundehaltung in
Käfigen ist in Thailand leider sehr weit verbreitet, so wie etwa früher
die Kettenhaltung hier bei uns. Aber Beispiele wie dieses zeigen, daß es
möglich ist, mit hartnäckiger Überzeugungsarbeit Lösungen zu finden und
eine Veränderung zum Positiven zu bewirken. Deshalb hat „Care for Dogs“
jetzt auch eine breite Kampagne gegen die Käfighaltung gestartet.
Bitte spenden Sie:
P.S.K. BLZ 60000
Konto 75.694.953
DANKE!
Happy-End für Jenny
Neben der
Sterilisation möglichst vieler Straßenhunde ist ein weiteres wichtiges
Ziel von „Care for Dogs“ die Vermittlung von Streunern zur Adoption.
Hunde, die auf der Straße schlechte Überlebenschancen haben, sollen so
gute Plätze und ein neues Leben außerhalb des Tierheims bekommen.
Die alte Jenny, die
schon drei Jahre bei „Care for Dogs“ lebte, schien ein hoffnungsloser
Fall. Jenny litt an einer chronischen Hautkrankheit, hatte keine Zähne
mehr und nur noch drei Beine. Ihr scheues Wesen machte eine Vermittlung
unmöglich, bei Besuchen wurde Jenny grundsätzlich übersehen. Doch dann
schlug ihre Glücksstunde und Emma kam. Nachdem Emma die vielen Hunde
kennengelernt hatte, darunter viele hübsche, junge und super charmante
Tiere, sagte sie jenen Satz, der alle MitarbeiterInnen von „Care for
Dogs“ überraschte und glücklich machte: „Ich weiß nun, wen ich möchte,
Jenny braucht ein neues Zuhause.“
Seither trudeln
regelmäßig Nachrichten der zwei neuen Freundinnen ein und es sind immer
gute. Jenny ist völlig aufgeblüht, das alte Mädchen entwickelt sich an
Emmas Seite zu einer rundum glücklichen Hundedame.
Warum das Streunerhunde-Projekt in Thailand unterstützen?
-
Unsere
Partnerorganisation in Chiang Mai, „Care for Dogs“, holt laufend
kranke und verletzte Hunde von der Straße.
-
Die Hunde werden
medizinisch versorgt, geimpft, entwurmt und sterilisiert.
-
Gesunde Hunde werden
wieder in ihr Revier gebracht.
-
Hunde, die auf der
Straße nicht mehr überleben können, werden an gute Plätze vermittelt.
Oberste Priorität hat
bei „Care for Dogs“ die Sterilisation möglichst vieler Streuner, damit
die Straßenhunde sich nicht mehr so stark vermehren. Der Eingriff mit
Nachbetreuung kostet pro Tier 23 Euro.
Bitte helfen Sie
den Streunerhunden mit einer Spende!
Warum hilft ANIMAL SPIRIT?
Bei einem Aufenthalt
in Thailand lernte Dr. Plank die schlimme Situation der Hunde kennen. Er
beschloß, etwas dagegen zu unternehmen und fand heraus, daß Karin
Hawelka mit „Care for Dogs“ bereits ein beispielhaftes Hilfsprojekt
eingerichtet hatte. „An diesem Dog Shelter in Chiang Mai können sich
viele europäische Tierheime, die ich kenne, ein Beispiel nehmen,“
versichert Dr. Plank. Er wollte „Care for Dogs“ gern finanziell
unterstützen, beschloß aber, die Entscheidung den SpenderInnen von
ANIMAL SPIRIT zu überlassen. Ihre Reaktion auf das präsentierte Projekt
war von Anfang an ein überwältigendes und eindeutiges „Ja!“.
Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für den Tierschutz!
A: P.S.K., BLZ 60000, Kto:
75.694.953,
BIC: OPSKATWW,
IBAN: AT826000000075694953
D: Volksbank Freilassing,
BLZ 71090000, Kto: 285943
Sie können ANIMAL SPIRIT
online spenden, per e-Spende unter
www.oncharity.at/animal/main.asp
ANIMAL
SPIRIT macht auch Tierschutz im Unterricht:
www.tierschutzunterricht.at
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email:
office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
Online spenden: www.oncharity.at/animal