
11.
11. 2006
- Martinigansln und Stopflebern
Ca. 300.000 Gänse werden jedes Jahr in Österreich, v.a.
zu Martini und Weihnachten, getötet und verspeist. Gerade einmal 10 %
davon stammen noch aus österreichischen
Betrieben. Der Rest wird von ausländischen Mastfabriken importiert,
zumeist aus Frank-reich, Ungarn, Bulgarien, Polen oder Israel, ja sogar
Südafrika. In diesen Ländern ist "Tierschutz"
noch mehr ein Fremdwort als in Österreich.
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Vor allem im Nachbarland Ungarn ist die ganzjährige
Gänsezucht und Mast zu einem lukrativen Geschäft geworden. Die
Haltungsbedingungen der Tiere für die Pfanne, für die Stopfleber und für
die Daunengewinnung sind großteils katastrophal. Gänse- bzw.
Entenstopflebern sind ein besonders grausames Produkt menschlicher
Genußsucht: Sie wird aus der krankhaft vergrößerten Leber (sie wiegt
dann letztlich das 10-fache des Normalgewichts, also ca. 1 kg!)
zwangsgestopfter Tiere hergestellt. Die Vögel werden in derart winzigen
Einzelkäfigen gehalten, daß es ihnen weder möglich ist, zu stehen noch
die Flügel ordentlich auszubreiten. Während rund 3 Wochen wird den
Tieren mehrmals täglich ein Metallrohr durch den Hals bis in den Magen
eingeführt. Mit einer Druckluftpumpe wird täglich bis zu einem Kilo Mais
und Fett in ihren Magen gepreßt - das entspricht bei einem Menschen
einer Menge von etwa 16 Kilogramm Spaghetti! Bei dieser Prozedur kommt
es häufig zu schweren Verletzungen der Speiseröhre. Bei falscher
Dosierung der Futtermenge platzt der Magen der Tiere, worauf sie grausam
verenden. Und je mehr die Leber wächst, desto stärker werden
Bewegungsfreiheit und Atmung beeinträchtigt. Viele Vögel sterben bereits
vor dem Schlachttag qualvoll an Herz- und Nierenversagen, an
Lebererkrankungen und Blutungen. Die "Ausfalls"-Rate während der rel.
kurzen Stopfperiode beträgt bis zu 5%!
Die Produktion von Stopflebern ist zwar in Österreich
verboten, es werden aber - wie auch andere Tierqual-Produkte, z.B. Pelze
- jede Menge frei nach Österreich importiert. ANIMAL SPIRIT plädiert
daher erneut für ein Importverbot für Stopflebern sowie von Enten und
Gänsen, deren Haltungsbedingungen nicht dem österreichischen
Tierschutzgesetz entsprechen. Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank: "Ich habe
mit eigenen Augen in Ungarn mit ansehen müssen, wie diese armen Tiere
gestopft und geschlachtet werden - ein schrecklicher Anblick. Wir
ersuchen alle Konsumenten, auf diese sogenannte Delikatesse zu
verzichten. Es ist unmoralisch, ein ,Luxus'- Produkt zu verkaufen bzw.
zu verzehren, welches so viel Leid verursacht hat."
Über den folgenden Link können Sie an einer Petition für ein Verbot der
Stopflebern in Südafrika teilnehmen:
http://www.petitionspot.com/petitions/foiegras
Rückfragehinweis:
Dr. Franz-Joseph Plank
(+43) 0676/7082434
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email:
office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953
Online spenden:
www.oncharity.at/animal