Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not

Aktuell
Der Verein "Animal Spirit"
Gerettete Tiere
Aussendungen/Kampagnen
Tiere in Tierfabriken
Vegetarisch leben
Spenden und Patenschaften
Kontakt zu "Animal Spirit"
Links
Tierschutz im Unterricht
Startseite

Onlinespenden

Animal Spirit

Aktuell




11. 11. 2006 - Martinigansln und Stopflebern
 

Heute: Das Höllenfest der Martinigänse

Heute wird das Fest des Heiligen Martin gefeiert - für Gänse und Enten bedeutet das allerdings nur ein "Höllenfest". Sie stehen bereits seit Tagen als Angebote auf diversen Speisekarten - weil es eben so "Tradition" ist. Sind die Körper der zuvor lebenslustigen und klugen Tiere erst einmal knusprig gebraten, erinnert nichts mehr an die entsetzlichen Qualen, die der Festschmaus zu Lebzeiten erdulden mußte.

Auch weiß kaum jemand, wie das Tier zu seinem Namen "Martinigansl" kam: Das Federvieh spielte einst eine wichtige Rolle im Leben des Heiligen Martin. Warum aber werden die Tiere am Feiertag zu Ehren dieses Mannes in den Ofen geschoben? Der Volksmund bringt es in einem Satz auf den Punkt: "Die Gänse Sankt Martin haben verraten, drum tut man sie jetzt braten." Demnach müssen heutige Gänse für die Tat ihrer Urahnen vor vielen hundert Jahren "büßen" und landen zu Ehren des durch die Vögel "verratenen" Soldaten im Bratofen.

Ca. 300.000 Gänse werden jedes Jahr in Österreich, v.a. zu Martini und Weihnachten, getötet und verspeist. Gerade einmal 10 % davon stammen noch aus österreichischen Betrieben. Der Rest wird von ausländischen Mastfabriken importiert, zumeist aus Frank-reich, Ungarn, Bulgarien, Polen oder Israel, ja sogar Südafrika. In diesen Ländern ist "Tierschutz" noch mehr ein Fremdwort als in Österreich.

Vor allem im Nachbarland Ungarn ist die ganzjährige Gänsezucht und Mast zu einem lukrativen Geschäft geworden. Die Haltungsbedingungen der Tiere für die Pfanne, für die Stopfleber und für die Daunengewinnung sind großteils katastrophal. Gänse- bzw. Entenstopflebern sind ein besonders grausames Produkt menschlicher Genußsucht: Sie wird aus der krankhaft vergrößerten Leber (sie wiegt dann letztlich das 10-fache des Normalgewichts, also ca. 1 kg!) zwangsgestopfter Tiere hergestellt. Die Vögel werden in derart winzigen Einzelkäfigen gehalten, daß es ihnen weder möglich ist, zu stehen noch die Flügel ordentlich auszubreiten. Während rund 3 Wochen wird den Tieren mehrmals täglich ein Metallrohr durch den Hals bis in den Magen eingeführt. Mit einer Druckluftpumpe wird täglich bis zu einem Kilo Mais und Fett in ihren Magen gepreßt - das entspricht bei einem Menschen einer Menge von etwa 16 Kilogramm Spaghetti! Bei dieser Prozedur kommt es häufig zu schweren Verletzungen der Speiseröhre. Bei falscher Dosierung der Futtermenge platzt der Magen der Tiere, worauf sie grausam verenden. Und je mehr die Leber wächst, desto stärker werden Bewegungsfreiheit und Atmung beeinträchtigt. Viele Vögel sterben bereits vor dem Schlachttag qualvoll an Herz- und Nierenversagen, an Lebererkrankungen und Blutungen. Die "Ausfalls"-Rate während der rel. kurzen Stopfperiode beträgt bis zu 5%!

Die Produktion von Stopflebern ist zwar in Österreich verboten, es werden aber - wie auch andere Tierqual-Produkte, z.B. Pelze - jede Menge frei nach Österreich importiert. ANIMAL SPIRIT plädiert daher erneut für ein Importverbot für Stopflebern sowie von Enten und Gänsen, deren Haltungsbedingungen nicht dem österreichischen Tierschutzgesetz entsprechen. Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank: "Ich habe mit eigenen Augen in Ungarn mit ansehen müssen, wie diese armen Tiere gestopft und geschlachtet werden - ein schrecklicher Anblick. Wir ersuchen alle Konsumenten, auf diese sogenannte Delikatesse zu verzichten. Es ist unmoralisch, ein ,Luxus'- Produkt zu verkaufen bzw. zu verzehren, welches so viel Leid verursacht hat."

Über den folgenden Link können Sie an einer Petition für ein Verbot der Stopflebern in Südafrika teilnehmen:

http://www.petitionspot.com/petitions/foiegras

Rückfragehinweis:
Dr. Franz-Joseph Plank
(+43) 0676/7082434

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953
Online spenden: www.oncharity.at/animal

| Copyright 2006 Animal Spirit |