
09. 11. 2009 - Nicht nur zu Martini und Weihnachten:
Gänse leiden das ganze Jahr!
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Kommenden 11. November wird
wieder das Fest des "Heiligen Martin" gefeiert. U. a. wegen dieses
"Heiligen" landen ca. 2 Millionen Gänse jedes Jahr auf den Tellern
der österreichischen bzw. deutschen "Feinschmecker". Wenige Menschen
wollen aber wissen, welches Schicksal die Gänse bis zu diesem
Zeitpunkt erleiden mußten. Denn das Leben einer Mastgans ist alles
andere als romantisch: Die meiste Zeit ihres gerade mal 84 Tage
dauernden "Lebens" verbringen sie bei Kunstlicht in viel zu engen
Drahtkäfigen oder dicht gedrängt am verschmutzten Boden und werden
gemästet, um möglichst schnell Gewicht zuzulegen. Ungarn, Polen und
Frankreich sind die Hauptlieferanten für diese zweifelhafte
"Delikatesse", weil die heimische Produktion die Nachfrage gar nicht
decken kann. |
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Nicht einmal 20 % davon stammen noch aus heimischen
Betrieben. Besonders die hierzulande sehr begehrten "Martinigansln"
bestehen somit meist aus dem Fleisch der vormals massiv gequälten Tiere
in den ungarischen Stopfleberfabriken. Denn das Fleisch in unseren
Supermärkten kann wegen Fehlens von entsprechenden Herkunftsnachweisen
nicht mehr als solches identifiziert werden.
Aber auch das Lebendrupfen der Gänse wird in diesen
Ländern noch immer praktiziert. Bis zu vier Mal im Jahr werden den
Tieren bei lebendigem Leib und unter starken körperlichen und seelischen
Qualen die Federn ausgerissen. Oft werden die Tiere dabei noch
zusätzlich verletzt. Den Arbeitern sind die Tiere völlig egal, es geht
um das schnelle Geld und das wird im Akkord pro gerupfter Gans bezahlt.
Leider gibt es kein Gütesiegel, das darüber Auskunft gibt, ob es sich um
einen grausamen Lebendrupf oder einen Tod-Rupf, bei dem die Tiere dann
zumindest keine Schmerzen erleiden müssen, handelt. Selbst wenn man ein
Etikett mit "Tod-Rupf" entdeckt, heißt das noch nicht, daß die Gans
nicht schon ihr ganzes Leben lang gerupft wurde. Daher sollte man in
Zukunft ganz auf Daunenprodukte verzichten!
Der "hl. Martin" von Tours war dann allerdings als
Bischof keineswegs mehr so "bescheiden", wie das die Legende behauptet,
hat er doch dann 20.000 Sklaven gehalten! Berühmt wurde er durch eine
Reihe von mehr als zweifelhaften "Wundern" (siehe "Kriminalgeschichte
des Christentums" von Karl Heinz Deschner). Zudem war er einer der
erbittertsten Heidenbekämpfer im frühen Christentum: Trotz heftigen
Widerstands der Bauern riß er mit Hilfe einer Mönchshorde die Tempel
nieder, stürzte Druidensteine und "zertrat mit den Füßen die Altäre und
die Götterbilder" (Sulpicius Severus). Als Schutzpatron der Franzosen
tragen noch heute 425 Dörfer Frankreichs seinen Namen, den Namen eines
Brandstifters und Diebes, der sämtliche antiken Tempel niederriß und zu
dessen "Ehrung" jährlich Millionen Gänse umgebracht werden...
Bitte auf Tierqual-Produkte verzichten!
Die Produktion von Stopflebern und das Lebendrupfen ist zwar in
Österreich verboten, es werden aber - wie auch andere Tierqual-Produkte,
z.B. Pelze - jede Menge frei nach Österreich importiert. ANIMAL SPIRIT
plädiert daher erneut für ein Importverbot für Stopflebern, lebend
gerupften Daunen sowie von Enten und Gänsen, deren Haltungsbedingungen
nicht dem österreichischen Tierschutzgesetz (Verbot von Käfigen, Haltung
auf Stroh mit Auslauf ins Freie) entsprechen.
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
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