
11. 11.
2008 - Anmerkung zum Martinstag
Dr. Gunter Bleibohm (Gunter.Bleibohm@t-online.de)
sandte uns folgende Gedan-ken zum heutigen "Schlacht-Fest" der sog.
Martinigänse, die wir hiermit weiterleiten:
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Der unselige Brauch der
Hubertusmessen und das jährliche Großmassaker an den Gänsen zu Ehren
des sogenannten hl. Martin liegen auf einer Linie. Auslöser ist
nämlich die unreflektierte und zum Brauchtum erhobene Fabelwelt der
Catholica, die sich in den Köpfen unserer Mitmenschen festgesetzt
hat. Die Tier-rechtsbewegung beschreibt sehr ein-dringlich die
Symptome des Tierelends, muß aber künftig einen Schritt weiter gehen
und die Hintergründe dieser barbarischen Verhaltensweisen auch
auf-decken und die geistigen Brandstifter an den öffentlichen
Pranger stellen. |
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Aufklärung tut not - deshalb eine kleine Anmerkung zum
Martinstag, auszugsweise aus der "Kriminalgeschichte des Christentums"
von Karl Heinz Deschner:
Der berühmte hl. Martin von Tours (gest. 397), Schutzpatron Frankreichs
und Patron der Gänsezucht, der noch als Soldat einem nackten Bettler am
Stadttor von Amiens seinen halben Mantel schenkte (warum nicht den
ganzen?), hat als Bischof dann 20.000 Sklaven gehalten - wer wüßte es!
Martin von Tours, vom Bischof Hilarius von Poitiers zum Exorzisten
ernannt, vollbringt im späten 4. Jahrhundert ein Wunder nach dem
anderen:
- Eine bereits fallende, vom Heidentum hochverehrte
Fichte hielt Martin durch ein bloßes Kreuzeszeichen von sich ab und
lenkte sie auf die andere Seite.
- Einmal befreit er eine Kuh von einem bösen Geist. Die Kuh sinkt danach
aufs Knie und küßt dem Heiligen die Füße.
- Ein andres Mal läßt er eine ganze Prozession, die er für eine
»Götzenprozession« hält, versteinern, bis er seinen Irrtum erkennt und
sie wieder in Bewegung setzt.
- Nachdem er gar einen Gehängten wieder lebendig gemacht, ist er
berühmt.
Auch einer der wildesten Heidenbekämpfer im Westen wurde Martin von
Tours. Trotz heftigen Widerstands der Bauern riß er mit Hilfe einer
Mönchshorde die Tempel nieder, stürzte Druidensteine und oft erbittert
verteidigte er heilige Eichen. »Mit den Füßen zertrat er die Altäre und
die Götterbilder« (Sulpicius Severus). Zur Vernichtung des Paganismus
brachte der Glaubensheld freilich beste Voraussetzungen mit. Hatte er
doch eine Laufbahn als Haudegen im römischen Heer Kaiser Julians
beendet, seine christliche als Teufelsaustreiber begonnen. Bezeichnend,
daß er den Teufel in Gestalt Jupiters, Merkurs und auch der Venus und
Minerva zu sehen glaubte, war er ja überhaupt der festen Überzeugung, in
den »Götzenbildern« stecke Satan.
Infolge seiner »Totenerweckungen« wurde Martin Bischof,
dann merowingischer Königs-, dann karolingischer Reichsheiliger,
schließlich Schutzpatron der Franzosen; 425 Dörfer Frankreichs tragen
noch heute seinen Namen, den Namen eines Brandstifters, Diebes, der noch
mit den Füßen der Heiden Heiligstes ruinierte, sämtliche Tempel
niederriß und zu dessen "Ehren und Erinnerung" jährlich Millionen Gänse
umgebracht werden. Ein wahrhaft prachtvoller und großartiger Mensch!
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