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Das Projekt
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Landschaftsbelebung und
Naturschutz mit Hecken und Bäumen:
Zone 1: Hecken;
Zone 2: Baumreihen;
Zone 3: Streuobstwiese. |
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Der Gnadenhof: Ein 20 ha großes
Anwesen mit viel Wald und Wiesen auf ca. 500 m Höhe, direkt oberhalb
der Donau, nahe Passau in idyllischer Umgebung. Dort leben - neben
den vier BetreuerInnen - ca. 150 Tiere: Pferde, Rinder, Schweine,
Schafe, Ziegen, Esel, Enten, Gänse, Hühner und Katzen.
Info und Kontakt: Volker Dunz,
Schacher 9, A-4092 Esternberg
+43 (0)676 575 18 60, Email:
office@animal-spirit.at
Und was genau ist eine Benjeshecke?
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Der Heckenbau beginnt
zweck-mäßigerweise im Winter. Wir besorgen uns zunächst Unmengen
Gestrüpp, das zu dieser Zeit leicht zu bekommen ist. Am besten
geeignet ist für unsere Hecke Hartholz wie Eiche, Ahorn oder
Kirsche, die nicht zu schnell ver-rotten. Das Material türmen
wir zu einer 5-6 m breiten und 1,5 m hohen Gestrüppbarriere auf,
wobei wir in der Mitte eine 70 cm breite Gasse für die spätere
Bepflanzung lassen. Die erfolgt im zeitigen Frühjahr, sobald der
Boden offen ist (März/April). |
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Alle 2 m werden
Heckensträucher gesetzt. Die Pflanzgasse wird zum Schutz vor Rehen,
z.B. alle 10 m, mit Gestrüpp geschlossen. Die Setzlinge werden damit
sich selbst überlassen. Aber das günstige Kleinklima innerhalb der
Gestrüppbarriere läßt sie gut gedeihen.
Nach 5 Jahren muß der erste Pflegeschnitt erfolgen.
Dazu teilen wir unsere Hecke in 100 m lange Abschnitte ein (I, II,
III, ...) und diese in 5 Abschnitte zu je 20 m (A, B, C, D und E).
Dann wird in jedem Abschnitt A die ganze Hecke auf den Stock gesetzt
(in 20 cm Höhe abgeschnitten). Das anfallende Schnittgut kann gleich
wieder zum Anlegen einer neuen Gestrüppbarriere dienen, um den nun
offenen Heckenabschnitt wieder dicht zu machen. Eine Bepflanzung
erfolgt nicht mehr. Im nächsten Jahr werden die Abschnitte D auf den
Stock gesetzt, dann B, E und im 5. Jahr schließlich Abschnitt C.
Damit ist innerhalb von fünf Jahren die ganze Hecke radikal verjüngt
worden, ohne daß ihre Funktion nennenswert beeinträchtigt wurde. Von
dieser Pflege ausgenommen bleiben Gehölze, die man aus verschiedenen
Gründen unter Schutz stellen möchte, wie z.B. Bäume oder Brombeeren.
Um möglichst viele Tierarten in die Hecken zu
locken, schaffen wir die unterschiedlichsten Kleinbiotope:
Wasserstellen, Totholzhaufen, Lesesteinhaufen, Komposthaufen,
Baumgruppen, Buchten, 1 m breite Kräutersaumzone entlang der Hecke.
Auch die Saumzone wird abschnittsweise durchgepflegt, sodass immer
verschiedene Altersstufen an Kräutern und Stauden an der Hecke
vorhanden sind. Wenn wir so vorgehen, erleben wir binnen weniger
Jahre eine nie für möglich gehaltene Vielfalt an Tier- und
Pflanzenarten, von denen nicht wenige auf der Roten Liste stehen.
Darüber hinaus werden wir leckere Früchtchen und Wildkräuter ernten.
Zweigholz können wir unseren Ziegen zum Knabbern geben. Die
abgenagten Stücke bauen wir dann wieder in unsere Hecke ein.
So genial einfach das Prinzip der Benjeshecke auch
ist, ohne Initialpflanzung und regelmäßiger Pflege geht es leider
nicht. Wir müssen uns daher um Geld sowie um "Heckenpaten" kümmern,
damit die Pflege dauerhaft und verläßlich gesichert ist.
Volker Dunz, Gnadenhof-Tierbetreuer und
Benjeshecken-Organisator
+43 (0)676 575 18 60
P.S.: Unser Hängebauchschwein Arthur wird unsere Arbeit sicherlich
wohlwollend betrachten, und freut sich vielleicht schon auf die
schöne, duftende, schattenspendende und vor allem früchtetragende
Hecke!! |