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Die neue
EU-Gesundheits- (und Tierschutz-) Kommis-sarin, Frau Androula
Vassiliou, hat keine Zweifel darüber, daß in ihrem Ressort
an der Ent-scheidung festgehalten wird, ab 2012 alle
konventionellen Hühnerbatterien EU-weit zu verbieten. Ihre
Sprecherin hat kürzlich gegenüber dem Fach-magazin "Poultry
World" klar-gestellt, daß es keine weite-ren Übergangsfristen
für Eier-produzenten zur Umstellung auf alternative Systeme
geben werde. |
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Das war eine Antwort auf den fortgesetzten Druck der
EU-Hühnerkäfig-Lobby, die Umstellung noch weiter hinauszuzögern. Sie
sagte zudem, daß "die Legehühnerstall-Einrichter weltweit dafür
sorgen würden, daß die nötigen Einrichtungen und Materialien
rechtzeitig geliefert werden könnten." Das teilte heute die ECFA
("European Coalition for Farm Animals") mit, bei der ANIMAL SPIRIT
Mitglied ist.
Falsche Erwartungen
Laut Frau Vassilious Büro hätte die Eier-Industrie
in den letzten Jahren "falsche Erwartungen" gesetzt, indem sie das
Gerücht verbreitete, die Hühnerhaltungs-Richtlinie sei noch in
Begutachtung. Die Bedingungen waren aber seit 1999 klar auf dem
Tisch und die Betriebe hätten insgesamt 12 Jahre Zeit gehabt, auf
alternative Systeme umzustellen. Zudem zeigten EU-weite
Meinungsumfragen ganz klar, daß die Europäer sich weit mehr um das
Wohl der Käfighühner sorgten, als um andere "Nutztiere".
Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von
ANIMAL SPIRIT: "Wir sind sehr erfreut über diese klare Aussage der
neuen Tierschutz-Kommissarin, andererseits aber auch nicht allzu
überrascht. Immerhin hat die ECFA in den letzten Jahren speziell zu
diesem Thema - Beibehaltung des EU-weiten Hühnerbatterie-Verbots -
intensives Lobbying betrieben. Dennoch geht unser Appell an die
KonsumentInnen, besonders auf die Kennzeichnung der Eier auf den
Verpackungen zu achten und nur noch Eier aus Boder- besser noch aus
Freilandhaltung zu kaufen. Denn auch die dann erlaubten
"ausgestalteten Käfige" bedeuten lediglich marginale Verbesserungen
für die betroffenen Tiere." |