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Dazu ein weiterer Artikel auf www.spiegel.de
:
Kanada erlaubt Jagd auf 338.200 Robben
Die Fangquote ist noch höher als im vergangenen Jahr: Die kanadische
Regierung hat die Jagd auf mehr als 300.000 Robben freigegeben. Sie
will auch international die Rechte der Robbenfänger verteidigen -
Tierschützer reagieren bestürzt. In Kanada dürfen Jäger in diesem
Jahr insgesamt 55.000 Tiere mehr als im Vorjahr töten. Die
zuständige Fischereiministerin Gail Shea teilte am Freitagabend mit,
die Fangquote sei nach Beratungen mit Experten festgelegt worden,
"um sicherzustellen, daß der Robbenbestand erhalten bleibt".
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Rußland verbietet Robbenschlachten - aber nicht ganz
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Moskau.
Die brutale Jagd auf Jungrobben ist in Rußland ab sofort verboten -
aber noch nicht ganz. Geschützt sind Jungtiere, die bis zu einem
Jahr alt sind. Für Robbenjäger und Arbeiter der Pelzindustrie soll
es Kompensationen geben.
In den letzten Jahren war die Zahl der Grönlandrobben im Weißen Meer
rapide zurückgegangen, wie Bestandsaufnahmen aus der Luft ergaben.
Grund dafür sind sowohl Klimaveränderungen als auch die
erbarmungslose Jagd auf die Jungtiere. Jährlich wurden 35.000 bis
40.000 der Jungtiere alleine im Gebiet Archangelsk getötet und zu
Pelzmützen und -Mänteln verarbeitet.
Besonders begehrt in
der Pelzindustrie sind die schneeweißen Felle der gerade
geborenen Grönlandrobbenbabys, die auf den weiten
Eisschollenflächen liegen. Um das wertvolle Fell nicht zu
beschädigen, werden die Tiere mit Knüppeln erschlagen. |
(Fotos: Reuters/Cook)
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Von dieser Form der Robbenjagd leben am Ufer des
Weißen Meeres im Gebiet Archangelsk einige Dörfer. Gegen das Robbenschlachten protestieren
in Russland wie auch in Kanada Tierschützer schon seit Jahren.
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Wie
die Presseabteilung des Moskauer Ministeriums für Natur-ressourcen
und Umwelt mitteilt, wird die Jagd auf Jungtiere bis zum Alter
von einem Jahr ganz verboten, bleibt aber auf ältere Tiere jährlich
jeweils in der Zeit vom 10. März bis zum 1. Mai noch erlaubt.
Das Ministerium habe auch dies untersagen wollen, die zuständige
"Föderale Fischereiagentur" habe in ihren neuen "Regeln für den
Fischfang in nördlichen fischwirt-schaftlichen Bassin" das Verbot
aber eingeschränkt. Die neuen Regeln müssen noch im
Justiz-ministerium registriert werden, bevor sie gültig werden.
Vorerst kann also noch das alljährliche Blutbad auf den Eisschollen
des Weißen Meeres weitergehen. |
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Seit Ende Februar diesen Jahres ist allerdings bereits die Jagd auf
neugeborene Robbenbabys bis zum Alter von einem Monat an den Küsten
des Weißen Meeres untersagt.
Wie der russische Minister für Naturressourcen und Umwelt Juri
Trutnjew erklärt, haben besonders Natur- und Tierschützer mit ihren
jahrelangen Protesten zu dem Verbot beigetragen. Das Verbot der
Jungrobbenjagd sei ein wichtiger Schritt zum Erhalt der
Artenvielfalt in Rußland, sagte der Minister. |