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Seit gestern werden
wieder täglich Dutzende Stiere in der berühmt-berüchtigten
Stierhatz durch die engen Straßen der nordspanischen Stadt
Pamplona gehetzt. Dieses barbarische Fest ist eines der
extremeren Beispiele für das sinnlose Leiden und Sterben
Hunderter Stiere, die in den Arenen Spaniens jämmer-lich zu Tode
gequält werden. Spaniens Stierquäler feiern das Schlachtfest von
Pamplona wie ein Nationalheiligtum, das sie unter allen
Umständen schützen wollen.
Bereits am gestrigen
ersten Tag der Stierhatz hat es - Medienberichten zufolge -
insgesamt 60 verletzte Menschen, davon 3 schwer, gegeben. Noch
bis zum 14. Juli werden jeden Morgen Kampfstiere durch die engen
Gassen der Altstadt in die Arena gejagt, wo sie dann am Abend
ohnehin von "mutigen" Toreros ermordet werden. |
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Madrid hat Tierquälerei zum "Kulturerbe" erklärt:
Die Präsidentin der Madrider Regionalregierung
Esperanza Aguirre hat letzten April ihre Ankündigung wahr
gemacht und von ihrem Parlament den Stierkampf zum Kulturerbe
erklären lassen. Die Bürger der Madrider Region haben ein Jahr Zeit,
ihre Meinung dazu zu äußern, bevor ein entsprechendes Dekret
offiziell verkündet wird.
Die Erklärung stellt einen erheblichen Eingriff in
die Meinungsfreiheit dar, denn nach dem Inkrafttreten des Dekrets
können Angriffe auf den Stierkampf sogar mit Bußgeldern geahndet
werden. Auch den Steuerzahlern kommt die Verfügung teuer zu stehen,
da der Schutz dieses abscheulichen "Kulturguts" nun öffentlich
gefördert werden kann. Das wurde zwar auch schon vorher getan, doch
nun müssen diese Zuwendungen nicht mehr getarnt werden.
Zum Abschluß noch eine erfreuliche Nachricht:
Der spanische Fußball-Nationalspieler
Carles Puyol, der gestern im Semifinale den Siegestreffer gegen
Deutschland erzielte, hat sich in einem Interview der Zeitung "El
País" klar für die Abschaffung des Stierkampfs in seinem Land
ausgesprochen! Puyol hat sich damit einmal mehr für den Tierschutz
eingesetzt. Er unterstützt die Tierschutz-Stiftung Altarriba, die
UNICEF und setzt sich für die Freiheit des tibetischen Volkes ein.
Quelle:
http://www.prou.cat/castellano/n.php?id_noticia=30 |