
20. 05. 2005 -
Kampagne gegen Langzeit-Tiertransporte
Tausende Unterschriften gegen Langzeit-Tiertransporte werden in Paris
übergeben
Die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT übergibt heute
am Gesundheitsministerium ein Paket mit unterschriebenen Karten gegen
Langzeit-Tiertransporte auf LKWs und Schiffen. Empfänger ist jene
Beamten-Delegation, die dieses Wochenende nach Paris fährt, um an der
Welt-Organisation für Tiergesundheit (OIE) teilzunehmen (ab 23. Mai), wo
erstmals globale Tiertransport-Richtlinien diskutiert und verabschiedet
werden sollen.
Diese Kampagne der englischen Tierschutzorganisation "Compassion
in World Farming" (CIWF), der sich in Österreich ANIMAL SPIRIT
angeschlossen hat, richtet sich speziell an die OIE, weil dort zum
ersten Mal überhaupt über dieses Thema abgestimmt werden soll und dies
somit auch auf die internationalen Handelsfirmen, die Tiere weltweit
verschiffen, Einfluß haben wird.
Denn jedes Jahr werden noch immer mehr als 400 Millionen
Rinder, Pferde, Schafe, Schweine und Geflügeltiere allein durch Europa
transportiert, oft bis zu 2.500 km und oft mehr als 90 Stunden! Fahren
sie bis in den Nahen Osten, sind sie sogar bis zu 3.600 km und eine
Woche oder länger unterwegs. Noch schlimmer ergeht es wohl nur noch
australischen Schafen, die über mehrere Wochen in bis zu 14-stöckigen,
überfüllten Container-Schiffen auf den Weltmeeren unterwegs sind – nach
Asien oder Nordafrika und bei Außentemperaturen von bis zu 40° C!
Mindestens 75.000 Schafe jährlich überleben diese Tortur nicht – und das
sind nur die registrierten. Denn je länger die Reise dauert, desto mehr
leiden die Tiere an Erschöpfung und Austrocknung. Viele werden verletzt
oder kollabieren, hunderttausende sterben weltweit. Die Toten oder
schwer Kranken werden einfach über Bord geworfen, den Haien zum Fraß...
Dieser ganze Wahnsinn wird aber erst ermöglicht u.a.
durch unsere Steuergelder. Pro Jahr werden in der EU ca. 100 Millionen €
allein an Exportprämien für Rinder ausgezahlt!
Repräsentanten der CIWF aus verschiedenen EU-Ländern
werden kommenden Montag, den 23. Mai, anläßlich des Beginns der
OIE-Konferenz, in Paris mit Vertretern der OIE zusammentreffen. Dort
wird eine Petition mit etlichen Tausend Unterschriftskarten übergeben,
ein neues, erschütterndes Video präsentiert und letzte
Überzeugungsarbeit für mehr Tierschutz auf den Langzeittransporten
geleistet.
Dazu Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT:
"Das Leiden der Tiere, welche diesen entsetzlichen Transporten durch
ganz Europa und über die Weltmeere unterworfen werden, muß endlich
gestoppt werden. Über Jahre haben wir diese erschreckenden Bedingungen
und das entsetzliche Leid, das Millionen Tiere wegen dieser unnötigen
und grausigen Transporte ertragen müssen, aufgezeigt. Es ist äußerst
wichtig, daß die OIE neue Transportrichtlinien erstellt und diese
tierquälerischen Langstreckentransporte verbietet. Sie könnten durch
Fleischtransporte ersetzt werden. Als Sofortmaßnahme müßten aber die
Subventionen für Lebendtransporte gestrichen werden!"
ANIMAL SPIRIT wird am Samstag, den 21.5.2005, ab
10.30 am Wiener Stock-im-Eisen-Platz einen Infostand mit
Videovorführungen über Tiertransporte abhalten und dabei weitere
Unterschriften für die Abschaffung der Horrortransporte sammeln.
Rückfragehinweis: Dr.
Franz-Joseph Plank, (+43) 0676/7082434
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
PSK, BLZ 60000, Kto: 75.694.953 Volksbank Freilassing BLZ 71090000,
Kto: 285943