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Die jährliche Treibjagd
(Riegeljagd) des Waldeigentümers und Großgrund-besitzers, DI
Felix Montecuccoli, fin-det heuer am 7. Dezember 2009 statt. Mit
40 - 50 geladenen, meist aristokratischen Gästen und
Ge-schäftspartnern, wird Montecuccoli einen Tag lang Treibjagd
auf Tiere des Dunkelsteinerwalds veranstalten. Laut Augenzeugen
humpeln nach der Riegeljagd tagelang schwer verletzte Tiere
durch den Wald und so manche Tiere mit Steckschüssen im Hals
oder im Gebiß verenden qualvoll. |
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Quelle:
http://www.dunkelsteinerwald.org/news/index.html
Heftige Reaktionen, Anzeigen, Drohanrufe
Am 30. November 2009 teilte uns der Generalsekretär der
Zentralstelle
Österreichischer Jagdverbände, Dr. Peter Lebersorger,
telefonisch mit, daß er unseren Ankündigungstext zur Treibjagd
ausgedruckt, und der Staatsanwaltschaft übergeben hat. Dr.
Lebersorger interpretiert unsere Veröffentlichung nämlich als Aufruf
zu illegalen Störaktionen bzw. versucht, unserer Bürgerinitiative
illegale Absichten zu unterstellen. Auf unsere berechtige Frage, auf
welche konkrete Textstellen sich seine Anschuldigungen beziehen, gab
er - nach längerem Nachdenken - die "Beschreibung der Anreise zur
Burgruine Hohenegg" an! Bei einem weiteren Telefonat, am 1.
Dezember 2009, drohte Dr. Lebersorger mit erregter Stimme und
folgenden Worten: "Wir werden uns massiv zur Wehr setzen! Wir
sehen uns ja am 7. Dezember!"
Wir nehmen diese Drohungen ernst
und weichen der Gewalt! Wir werden nicht am Treffpunkt der
Treibjagdgesellschaft erscheinen und raten hiermit vom Besuch der
Burgruine Hohenegg, am Montag, dem 7. Dezember 2009, ab! Eure und
unsere Sicherheit sind uns wichtiger! Auf Grund der Anzeige bei der
Staatsanwaltschaft durch Dr. Peter Lebersorger, seiner persönlichen
Drohungen und auf Grund zusätzlicher, anonymer Drohanrufe, können
wir nämlich nicht mehr davon ausgehen, daß sich diese
Jagdgesellschaft zivilisiert verhalten wird. Zwar liegt der
Treffpunkt an einer öffentlichen, für alle jederzeit zugänglichen
Straße (von Hafnerbach nach Öd) , trotzdem haben wir - aus
Sicherheitsgründen - die Anreisebeschreibung gelöscht.
Wir lehnen Gewalt ab
und wollen bei diesen Bedrohungen keine Konfrontation mit fünfzig
schwer bewaffneten - meist männlichen - Gastjägern, die sich sogar
vor unserer Website fürchten! Menschen mit so schwachen Nerven,
sollten besser keine Waffen tragen! Das Bedrohungsszenario ist ernst
und hat auch eine gefährliche politische Botschaft: Eine
fundamentale Kampfansage an kritische Geister und demokratische
Bewegungen in Österreich!
Schlechte Qualität des Fleisches gehetzter Tiere
Hetzjagden wie diese, bringen verantwortungsvolle Forstleute in
Verruf, schaden dem Ansehen einer zivilisierten Jagd- und
Forstwirtschaft und schließlich auch der Gastronomie. Wild, das
unter großem Streß erlegt wird, hat Fleisch niederer Qualität, das
schneller verdirbt! Wildgerichte mit dem Fleisch, in Panik
versetzter Tiere, schmecken nicht und sind manchmal sogar
gesundheitsgefährdend.
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Daten zur Treibjagd im Dunkelsteinerwald
Termin: Montag, 7. Dezember 2009
Treffpunkt der Jagdgesellschaft: Parkplatz vor der Burgruine
Hohenegg
(A-3385 Hohenegg), zwischen 08.00h – 08.30h.
Protestieren Sie bei den Verantwortlichen,
damit solche anachronistischen Hetzjagden in Österreichs Wäldern
endlich verboten werden:
> Nikolaus Berlakovich, Bundesminister für Land- und
Forstwirtschaft
infomaster@lebensministerium.at
> Tierschutzombudsfrau NÖ, Dr. Luzia Giefing, (+43) 02742/9005-15578
post.tso@noel.gv.at
> Gesundheits- und Tierschutz-Minister Alois Stöger, 01/711 00-0
buergerservice@bmg.gv.at
> Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Jagdverbände,
Dr. Peter Lebersorger
p.lebersorger@ljv.at
> Landeshauptmann von Niederösterreich, Dr. Erwin Pröll
lh.proell@noel.gv.at
> DI. Felix Montecuccoli,
Präsident der österreichischen Land- und Forstwirtschaftsbetriebe
felix@montecuccoli.at
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