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Der gestrige 1. Oktober
war Welt-Vegetariertag und kommenden Sonntag, dem 4. Oktober ist
bekannt-lich Welt-Tierschutztag. Beide Tage hängen eng
miteinander zusammen, gehen sie doch auf den Heiligen Franz von
Assisi zurück, dem Schutzpatron aller Tiere, der natürlich
selbst auch Vegetarier war. Zudem hat gestern die Vegetarische
Weltwoche begon-nen. Denn die weltweit größte Tierausbeutung
geht nach wie vor vom exzessiven menschlichen Fleisch-konsum und
der damit verbundenen aberwitzigen Tierausbeutung aus: |
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So werden jährlich fast 60 Milliarden (!) „Nutz“-Tiere
allein für die menschliche Ernährung geschlachtet, Fische und
„Meeresfrüchte“ noch gar nicht eingerechnet. Allein in Österreich
werden pro Jahr für unseren Gaumenkitzel ca. 70 Millionen „Nutz“-Tiere
(ohne Fische) umgebracht!
Aber langsam beginnt doch auch ein öffentliches Umdenken in Richtung
bewußtere Ernährung und zumindest weniger Fleisch: So hat
vergangenen Mai die belgische Stadt Gent eine Initiative gestartet
und erstmals für jeden Donnerstag einen offiziellen wöchentlichen
vegetarischen Tag eingerichtet. Dieses Beispiel stößt auf immer
mehr Zustimmung, sowohl national als auch international: Jeden
Donnerstag ist nun Vegetarier-Tag in den 35 städtischen Schulen
Gents mit insgesamt 11.000 Schülern. Auch die zweitgrößte belgische
Stadt Hasselt hat ihren wöchentlichen Vegetariertag eingeführt.
Ebenso wollen sich in Zukunft auch Mechelen, Antwerpen und sogar Sao
Paulo an einem Vegetariertag beteiligen, genauso wie die Firma Ikea
in Gent.
Dazu der Tierarzt und Tierschützer Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann
von ANIMAL SPIRIT: „Ein wöchentlicher fleischfreier Tag ist der
effektivste Schritt hin zu einer Lösung der derzeit größten
Welt-Probleme: Die (Massen-)Tierhaltung ist nämlich für 18% der
globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, ein
Fleisch-esser verursacht pro Jahr gleich viele Treibhausgase wie
4760 km Autofahrt. Mehr als 50% der Wasserverschmutzung in Europa
wird durch die Massentierhaltung verursacht, die Erzeugung von nur
einem Kilogramm Rindfleisch verbraucht sage und schreibe 15.000
Liter Wasser! Zudem vergrößert hoher Fleisch-Konsum die Gefahr von
Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Gicht
sowie der – v.a. bei Jugendlichen immer mehr verbreiteten -
Fettleibigkeit. Und über 40% der weltweiten Getreideernte werden an
unser „Nutz“-Vieh verfüttert, während ca. 1 Milliarde Menschen
hungern muß! Wenn man also persönlich etwas für die Rettung
dieses Planeten beitragen will, ist nichts so effizient wie weniger
oder besser kein Fleisch mehr zu essen!“
P.S.: Vorankündigung: Am 11.10.09
um 12:30 wird im TV-Sender NDR "PferdTV" ein Bericht über die
Fohlenversteigerung in Maishofen vom 23.9.09 ausgestrahlt, mit
Interviews von den beteiligten TS-Organisationen ANIMAL SPIRIT,
Tierverbunden und Schlachtfohlenhilfe, die damals gemeinsam 24
Tieren das Leben retten konnten. |