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10. 09. 2007 - "Lilli" ist die neue Schweineliebe von "Leo"
 

Seit heute ist unser frecher "Leo", der sich seit seiner Befreiung aus einer schrecklichen Schweinefabrik vor 2 Monaten bestens erholt hat, am Gnadenhof Hendlberg nicht mehr allein: Er hat eine neue Freundin namens "Lilli". Lilli war zwar nur kurz als kleines Ferkel in der "Zuchtsauenanstalt" (man kann auch Schnitzelproduktionsfabrik dazu sagen), wurde dann aber vor 4 Monaten als "lustige Geburtstagsüberraschung" einem Wiener Geschäftsmann geschenkt. Jetzt wiegt sie aber schon fast 100 kg und ist als "Stadtschwein" eher ungeeignet. So hat sie der Herr auf unseren Gnadenhof am Hendlberg in Laaben (NÖ) gebracht. Sie hat sich auch sofort mit dem kleinen Leo ange-freundet und die beiden kuscheln jetzt munter im warmen Stroh.

Gezüchtet auf schnelle "Turbomast"

Lilli ist - wie ihre mehr als 5 Millionen Leidensgenossen, die jährlich in Österreich für unsere Schnitzerln und Koteletts gequält und umgebracht werden - extrem überzüchtet. Ihre Schenkel sind schon jetzt wahre Fleischpakete, sie hätten ja auch schon bald zu "schönen, mageren Schinken" werden sollen. Deswegen sind diese armen Tiere oft gar nicht mehr fähig, normal zu gehen, sie leiden an Muskeldegenerationen, Klauenerkrankungen und ihre Gelenke sind gar nicht mehr in der Lage, das enorme Gewicht zu tragen, ohne Schaden zu nehmen.

In nicht einmal einem halben Jahr müssen sie 110 Kilo "Schlachtgewicht" auf die Waage bringen - und das in Vollspalten-Boxen, die jedem Schwein gerade mal nach dem "Tierschutz"-Gesetz 0,2 bis 0,7 m2 Platz bieten - wie in einer Sardiniendose. Dazu kommen fast immer Lungenentzündungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Nasenverkrümmungen und Kannibalismus: Aus lauter Verzweiflung fressen sich die halbwahnsinnigen Tiere gegenseitig an. Die Folge sind eitrige Entzündungen bis hin zu riesigen Abszessen im Rückenmark, die zur Querschnittslähmung führen, die Tiere können dann oft nur mehr auf den Vorderbeinen dahin robben...

Wir suchen noch Paten für Lilli

Das alles bleibt den beiden glücklichen Leo und Lilli jetzt erspart. Aber sie sind - wie die 20 weiteren Schweine auf den beiden Gnadenhöfen von ANIMAL SPIRIT - nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Doch auch "steter Tropfen höhlt den Stein", wenn z.B. viele Menschen Druck auf die Politik machen (Unterschriftenlisten zum Ausdrucken unter 
www.animal-spirit.at/Herz%20fuer%20Simone.doc)
und zumindest kein Fleisich aus tierquälerischer Intensivhaltung mehr kaufen würden - also de facto alles, was mit "AMA-Gütesiegeln", "Bauernhof-Garantien" oder sonstigen wohlklingenden Namen bzw. konsumententäuschenden Abbildungen (z.B. Schweinefleisch von "Schirnhofer") in diversen Supermärkten feilgeboten wird.

Unsere Glücks-Schweinchen Lilli und Leo werden nicht mit knapp 6 Monaten geschlachtet, sondern möglicherweise bis zu 15 Jahren alt und dürfen diese ganze Zeit auf einem unserer Gnadenhöfe verbringen. Um das alles auch dauerhaft finanzieren zu können, suchen wir noch weitere Unterstützer und Paten.

Infos unter office@animal-spirit.at oder 0676/7082434.

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953
Online spenden: www.e-spende.at/animal

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