
Zunehmender Hunger in der Welt erfordert einen ethischeren Lebensstil
FAO: Die Zahl der Hungernden steigt auf 963
Million (9. Dezember 2008)
Für mitfühlende Menschen mit Verantwortungsbewusstsein
kam die FAO-Warnung, dass in diesem Jahr weitere 40 Million Menschen
hungern müssen, wie ein Schock.
Wie konnte das passieren, obwohl unsere internationalen
Führer universellen Werten so verpflichtet sind: Im Dezember 2008
feierte die UNO den 60. Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte und
eine UN Weltklimakonferenz fand in Polen statt. Erst im September 2008
nahmen Weltpolitiker an einer Debatte teil über die
Uno-Millenniums-Entwicklungsziele, durch die galoppierende Armut, Hunger
und Krankheit bekämpft werden sollen, unter denen Milliarden Menschen
leiden. Letztes Jahr unterstützte das Welt-Ernährungsprogramm (WFP)
86.1 Millionen Menschen in 80 Ländern.
Trotzdem explodiert das Welthungerproblem. Fast eine
Milliarde Menschen sind nun betroffen, obwohl das an die US-Rinderherde
verfütterte vegetarische Protein sie alle sattmachen würde, und ausser
ihnen noch viele andere.
Ein grimmiges Szenario
Wenn das Steuer nicht radikal herumgerissen wird, sieht die Zukunft
düster aus: Die FAO erwartet, dass sich wegen zunehmendem Verzehr von
Fleisch und Milchprodukten der Bedarf an Futtermitteln bis 2050
verdoppeln wird. Der WWF warnt, dass wir zur Bewahrung des jetzigen
Lebensstil innerhalb einer Generation zwei Planeten benötigen. Nur sehr
wenige Länder wirtschaften im Rahmen ihrer ökologischen Möglichkeiten.
Noch mehr Leid wird die Folge sein, wenn wir weiter über
unsere Verhältnisse leben. Sogar eine neue Spielart des Kolonianismus
könnten sich entwickeln, wenn reiche Länder ihren Bedarf an Fleisch und
Biosprit dadurch decken, dass sie ferne und unterentwickelte Regionen
aufkaufen und ausbeuten, dadurch die einheimische Bevölkerungen in
Armut und Hunger stossen und deren Boden, Wasser und Luft vergiften.
Vegetarismus gegen die Umweltkrise
Das Problem des Welthungers ist keine Naturkatastrophe, denn im
Augenblick kann Mutter Erde uns noch alle versorgen. Eine umsichtig
geplante Landwirtschaftspolitik muss mindestens diesen Status Quo
sichern. Aber das reicht nicht! Alte, aufgepeppte und zweifelhafte
FAO-Konzepte (Klonen, Gentech-Pflanzen, mehr Düngemittel) funktionieren
offensichtlich nicht für die Überwindung neuer Herausforderungen. Wir
brauche einen frischen Ansatz, der gegebene Möglichkeiten respektiert
und auf Nachhaltigkeit und Fairness aufbaut. Die durch die
Fleischindustrie verursachte Umweltzerstörung muss analysiert und
beendet werden.
IPCC Chef: ‘Esst kein Fleisch’
Im letzten Januar betonte der indische Wissenschaftler Rajendra Pachauri
in einer Pariser Pressekonferenz die Wichtigkeit einer veränderten
Lebensweise. Es ist an der Zeit, dass Dr. Diouf und seine
Wissenschaftler in der Welternährungsorganisation FAO auf ihren
UN-Kollegen und Nobelpreisträger Pachauri hören!
Vegetarismus ebnet den Weg in eine menschlichere Zukunft: Er hilft den
Hungernden. Er hilft der Umwelt. Er hilft uns allen.
Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus
Bahnhofstrasse 52
CH-9315 Neukirch-Egnach
www.vegetarismus.ch
Diese Organsiationen haben bereits
unterschrieben:
Acção Animal
Portugal
AgireOra Network
Italy
Association Végétarienne de France
France
Bunny Huggers
Edinburgh, UK
Centro Vegetariano
Portugal
EVA vzw - Ethisch Vegetarisch
Alternatief
Belgium
European Vegetarian and Animal News
Alliance (EVANA)
International
MATP - Movimento
Anti-Touradas de Portugal
Portugal
Oriente no Porto - Alternativa Multicultural
Portugal
Romanian Vegetarian Society
Romania
SHARAN
India
Swiss Union for Vegetarianism
Switzerland
The Nutrition Ecology
International Center - NEIC -
Italy
Kontakt e-mail: info@evana.org
Referenzen:
Number of
hungry people rises to 963 million
10
December 2008 – Human Rights Day
The United
Nations Climate Change Conference in Poznan, 1-12 December 2008
Millennium Goals 2015
World food
programme
VIVA:
Stop
taking food from their mouths.
FAO:
The State of
Food Insecurity in the World
Policy
responses: effective and sustainable?
WWF:
Reckless
consumption threatens planet
IPCC chief:
‘Don't eat meat, ride a bike, and be a frugal shopper’
Petition an die UN:
‘Lebensmittel gegen Futter’
Im Namen der Menschlichkeit kann eine verantwortungsbewusste
Weltbevölkerung es nicht länger zulassen, dass 7-16 Kilogramm Getreide
oder Sojabohnen, bis 15'500 Liter Wasser und 323 m2 Weideland bei der
Herstellung von nur einem Kilo Rindfleisch für zahlungskräftige
Konsumenten vergeudet werden. Eine gerechtere und nachhaltigere
Grundlage für die Nahrungsversorgung aller Menschen ist von
allerhöchsten Priorität…
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email:
office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
Online spenden:
www.e-spende.at/animal