
Die
10 Gründe kein Leder zu kaufen
1. Die Verwandlung von Haut zu Leder durch
gefährliche Chemikalien
Obwohl einige Lederhersteller ihre Produkte fälschlicherweise als
„umweltfreundlich“ anpreisen, benötigt die Verwandlung von Tierhaut zu
Leder massive Mengen an gefährlichen Chemikalien wie Mineralsalzen,
Formaldehyd, Kohle-Teer H-Derivate und verschiedene Öle, Farben und
Polituren, von denen einige auf Zyanid basieren. Das weltweit meiste
produzierte Leder wird mit Chrom gegerbt; die Umweltschutzbehörde in den
USA stuft alle Abfälle, die Chrom enthalten, als gefährlich ein.
2. Giftstoffe im Abwasser von Gerbereien
Die Abwässer von Gerbereien enthalten jede Menge Schadstoffe wie Salze,
Kalkschlamm, Sulfide und Säuren. Das Gerben stabilisiert die Kollagen-
und Proteinfasern in den Häuten, so dass diese sich nicht mehr
biologisch zersetzen, sprich: nicht verrotten. Eine Chromgerberei
verschwendet über 56.000 Liter Wasser und produziert auf jede Tonne an
verarbeiteten Häuten genau so viel an „Feststoffabfall“ (z. B. Haare,
Fleisch und Abfälle). Das Grundwasser in der Nähe von Gerbereien wies
erhöhte Werte an Blei, Zyanid und Formaldehyd auf. Das Gerben von Leder
verursacht außerdem 800.000 Tonnen an Chromabfällen jährlich und ein
Großteil dieses Abfalls endet auf Deponien.
3. Gesundheitsrisiken für Menschen
Lederprodukte, die meist in direktem Hautkontakt stehen, können hohe
Werte an sechswertigem Chrom, einer giftigen Chemikalie und starkem
Allergen enthalten. Dies kann zu allergischen Hautreaktionen wie Ekzemen
führen. Die Menschen, die in Gerbereien arbeiten oder in ihrer Nähe
leben, leiden unter erhöhtem Gesundheitsrisiko. Viele von ihnen sterben
an Krebs, ausgelöst durch die giftige Chemikalien der Gerbereien. Das
Zentrum zur Kontrolle und Verhinderung von Krankheiten in den
Vereinigten Staaten fand heraus, dass Leukämie unter den Anwohnern einer
Gegend nahe einer Gerberei in Kentucky fünf Mal so häufig vorkam wie im
nationalen Durchschnitt. Arsen, eine häufig in Gerbereien verwendete
Chemikalie, wird schon lange mit Lungenkrebs unter den Arbeitern, die
diesem Stoff regelmäßig ausgesetzt sind, in Verbindung gebracht. Studien
unter Gerbereiarbeitern in Schweden und Italien ergaben, dass das
Krebsrisiko „zwischen 20% und 25% höher als erwartet“ war.

4. Klimakiller Massentierhaltung
Jeder Neukauf von Leder trägt erheblich zum wirtschaftlichen Gewinn der
Fleischindustrie und der Schlachthäuser bei, da die Häute 55-60% der
Rindernebenprodukte ausmachen. Mittlerweile ist bekannt, dass die
Intensivtierhaltung einer der Hauptverursacher für die heutigen
Umweltprobleme ist. Nach einem Bericht der UN-
Welternährungsorganisation (FAO) verursacht die Tierwirtschaft – die
unweigerlich mit der Lederindustrie verbunden ist – mit 18% mehr
Emissionen als der globale Verkehr.
Hinzu kommt, dass zur Aufzucht von Tieren, die als Leder enden, Bäume
gefällt werden, um Weideland zu schaffen.
5. Enormer Wasserverbrauch
Etwa 70% der erschlossenen Wasserressourcen fließen in die
Landwirtschaft. Dabei schluckt die Tierzucht und Intensivtierhaltung
ganz besonders viel Wasser (Zur Veranschaulichung: ca. 25.000l
Trinkwasser für 1kg Fleisch). Futtermittel und Abwässer der
Milchfabriken – „ausgediente“ Kühe der Milchindustrie werden zu Leder
verarbeitet - tragen wesentlich zur Wasserverschmutzung bei.
6. Leder ist Zündstoff für fossilen Brennstoff
Die „Produktion“ von Tieren verschlingt riesige Mengen an fossilem
Brennstoff. Ganz im Gegensatz dazu trägt Kunststoffbekleidung nur zu
einem Bruchteil des Erdölverbrauchs bei. Eine Studie in Bangladesch hat
herausgefunden, dass die Lederindustrie schädlicher für die Umwelt ist,
als die Textil-, Medikamenten-, Düngemittel- und Papierindustrien
zusammen.
7. Leder – beteiligt am Welthunger
Knapp 1 Milliarde Menschen, darunter über 100.000 Millionen Kinder,
hungern auf dieser Erde, dabei würde es genügend Nahrung für jeden
Einzelnen geben. Denn Land, Wasser und andere Ressourcen, die für den
Anbau von Nahrungsmitteln für den Menschen eingesetzt werden könnten,
werden stattdessen für den Anbau von Futtermitteln für die
Intensivtierhaltung „verschwendet“. So werden 50% der weltweiten
Getreideernte und 90% des Sojas an die „Nutz“tiere vor allem in den
Industrieländern verfüttert.

8. Lederimport aus Asien
Keineswegs stammen in Deutschland erhältliche Lederartikel
ausschließlich aus Europa. Ein Großteil des Leders wird aus Asien
importiert. Deutschland ist eines der Hauptimportländer für indisches
Leder, wo die wachsende Lederindustrie vielleicht zu den Grausamsten der
Welt zählt. Zunehmend kommt in Europa verarbeitetes Leder aus China zum
Einsatz, wo Hunde und Katzen ihrer Felle und Häute wegen auf grausame
Weise getötet werden. Katzen- und Hundehäute –schlicht als „Leder“
gekennzeichnet – tauchen in den verschiedensten Produkten auf. Die
asiatische Lederindustrie unterliegt kaum Normen zum Umweltschutz.
9. Vegetarier tragen kein Leder
Wer sich bewusst vegetarisch ernährt, kann auch keinen Gefallen an Leder
finden. Die Lederindustrie ist eng verstrickt mit der Fleischindustrie
und keinesfalls „nur“ ein Neben-/Abfallprodukt. Wer nicht ertragen kann,
dass ein Tier für den schnellen Gaumengenuss erbärmlich leiden und
sterben muss, kann dies auch nicht mit dem Tragen der Häute vereinbaren.
Eine vegetarische Ernährung schließt den Umstieg auf Alternativen zu
Leder ein und gewährleistet auch so einen sehr guten Beitrag zum Klima-
und Umweltschutz.
10. Das Leiden der Umwelt und der Tiere
Unter dem Tragen von Leder leiden die Umwelt, das Klima, die Menschen,
die es herstellen und vor allem die Tiere. Die einzigen, die einen
Nutzen daraus ziehen, sind die Menschen, die aus dem Leid und der Misere
Anderer Profit schlagen.
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