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z.B. 19/01/2021
12.01.2021

Ein Besseres Neues Jahr!

Etwas verspätet wünschen wir – das mittlerweile fast 30-köpfige Team von ANIMAL SPIRIT – ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr!  Möge es jedenfalls besser werden als das vergangene, mit all seinen Einschränkungen und corona-bedingten Schwierigkeiten, die praktisch alle Menschen und Tiere auf diesem Planeten zu spüren bekommen haben. Auch wenn das Jahr 2021 gleich schon wieder mit einem „lockdown“ (was für ein schreckliches Un-Wort) begonnen hat, so geben wir die Hoffnung nicht auf, daß es besser werden muß. Und daß wir uns unsere jahrzehntelang erkämpften Freiheiten und Grundrechte nicht noch mehr einschränken lassen wollen!

Trotz allem geht es unseren gut 600 Tieren auf den 3 Gnadenhöfen sehr gut, sie genießen den Schnee – wie man am Bild mit den Hendlberg-Hofhunden Sammy und Orso, oder am kürzlich am Engelberg gedrehten Pferde-Video deutlich sehen kann. Einen kompletten Jahres-Rückblick über unsere Aktionen und Erfolge des letzten Jahres senden wir Ihnen in einem der nächsten Newsletter zu.

Bis dahin Alles Gute und lassen Sie sich nicht von irgendwelchen Zwangs-Maßnahmen unterkriegen,

Ihr Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann

12.01.2021

Programm-Hinweis „ORF 1: Tiertransporte – Billiges Fleisch um jeden Preis?“

OTS vom 12.1.2021: Immer wieder erschüttern verstörende Bilder von Tiertransporten die Öffentlichkeit. Doch ist es überhaupt nötig, Tiere über weite Strecken von Land zu Land zu transportieren? „Dok 1“ wirft am Mittwoch, dem 13. Jänner 2021, in ORF 1 um 20.15 Uhr einen kritischen Blick auf diese vieldiskutierte Thematik. Um einen unverfälschten, objektiven Einblick zu erhalten, beleuchtet Lisa Gadenstätter die Standpunkte verschiedener Akteursgruppen. Fest steht am Ende eines: Das System ist krank und muß dringend auf neue Beine gestellt werden.

Dok 1: Tiertransporte – Billiges Fleisch um jeden Preis?

Rinder, eingepfercht in Lkws, brutal verladen auf Schiffe, bei vollem Bewußtsein geschächtet – verstörende Bilder von Tieren, die in den Nahen Osten transportiert werden, erschüttern die Öffentlichkeit, darunter auch jene von österreichischen Rindern im Libanon. Wie kann es sein, daß Tiere aus Österreich Tausende Kilometer weit transportiert werden? Und warum werden heimische Kälber überhaupt exportiert, während der Großteil des Kalbfleischs für die österreichische Gastronomie doch importiert wird? Diese Fragen haben nicht nur eine öffentliche, sondern auch eine politische Debatte ausgelöst.

„Dok 1“ sieht genauer hin: Was ist dran an Bildern von NGOs? Wie sind solche Transporte trotz teils sehr strenger Tierschutzregelungen möglich? Fragen wie diesen geht Lisa Gadenstätter in der neuen Folge „Tiertransporte – Billiges Fleisch um jeden Preis?“ auf den Grund. Um einen unverfälschten Einblick zu erhalten, setzen die Recherchearbeiten direkt vor Ort an, etwa bei einem Rindersortierstall in Bergheim bei Salzburg. Genau dort starten nämlich viele jener Transporte, die österreichische Kälber ins Ausland exportieren. Ein häufiges Ziel: Spanien.

Lesen Sie die ganze OTS HIER

12.01.2021

Der Verrat der Kirchen an den Tieren

wolodja51.wordpress.com: Daß unzählig viele Tiere in unserer Gesellschaft millionenfach so unsagbar leiden müssen, ist nicht zuletzt auf die tierfeindliche Lehre der beiden großen Kirchen zurückzuführen. Wenn auch einzelne aufrechte Pfarrer oder Priester versuchen, sich innerhalb der Kirche für Tierschutz einzusetzen, stehen sie damit im Gegensatz zur Lehre ihrer Kirche. Denn die Kirchenlehre rechtfertigt bis heute Massentierhaltung, Tiertransporte, Schlachthöfe, Tierversuche und Jagd. Bis heute sprechen beide Kirchen den Tieren die unsterbliche Seele ab. Seitdem die entstehende römische Machtkirche ab dem 4. Jahrhundert das Urchristentum verdrängte, ist die Kirche gegen die Tiere – und dies, obwohl Jesus von Nazareth angeblich die Tiere liebte und die ersten Christen Vegetarier waren. Kein Wunder, daß so viele Tierschützer die Konsequenz ziehen und aus der Kirche austreten.

Welche Schuld trägt die Kirche am millionenfachen Tierleid?

Prof. Dr. theol. Dr. Erich Grässer, Ordinarius für Neues Testament an der Universität Bonn sagte in einer Rede: „Was ist mit Kirche und Tierschutz? Ich muß an dieser Stelle deutlich werden: Wenn einst die Geschichte unserer Kirche geschrieben wird, dann wird das Thema »Kirche und Tierschutz« im 20. Jahrhundert ein ebenso schwarzes Kapitel darstellen wie das Thema `Kirche und Hexenverbrennung´ im Mittelalter.“

Die tierfeindliche Lehre ist im Katechismus der katholischen Kirche (formuliert vom früheren Kardinal Joseph Ratzinger) immer noch festgeschrieben: „Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten. … Auch ist es unwürdig, für sie [die Tiere] Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.“ (2417/2418)

Auch im Evangelischen Katechismus spielen die Tiere keine Rolle. Auf den fast 900 Seiten steht kein Wort über Massentierhaltung, Tiertransporte, Verzehr von Tieren, Tierversuche oder Jagd. Doch die wenigen Worte, die sich über die Tiere finden lassen, sind erschreckend: Die lutherische Kirche spricht von Tieren als »nicht-personale Kreaturen« – und zieht daraus die Rechtfertigung, ihr Lebensrecht zu mißachten.

Die Trennung des Menschen von seinen Mitgeschöpfen ist die große geistesgeschichtliche „Leistung“ des kirchengeprägten Abendlandes, repräsentiert durch die Kirchenväter Augustinus, Thomas von Aquin, Jesuitenschüler Descartes und den Augustinermönch Martin Luther.

Laut Augustinus können Tiere keine Empfindungen wie der Mensch haben. Das Tier ist – wie die Frau – nicht nach Gottes Ebenbild geschaffen. Nach der Lehre des Kirchenlehrers Thomas von Aquin (1225-1274) haben Tiere keine unsterbliche Seele – Frauen übrigens auch nicht. Descartes (1596-1650), Philosoph und Jesuitenschüler, griff diese Lehre auf und erklärte die Tiere zur bloßen „Sache“. Er bezeichnete die Tiere als Maschinen und Automaten ohne Verstand und Vernunft, ohne Geist und Seele.

Lesen Sie Teil 2 dieses interessanten Kommentars HIER

12.01.2021

Petition: Die Rechte der Natur sind wichtiger als Bergbau

www.regenwald.org: Ecuadors Verfassungsgericht hat die große Chance, ein Urteil zugunsten der in der Verfassung verankerten Rechte der Natur zu fällen. Ein großes Bergbauprojekt direkt im Schutzwald Los Cedros, einem Hotspot der Biodiversität im Nordwesten Ecuadors, verletzt die Rechte der Natur und muß verboten werden. Im Jahr 2008 hat Ecuador als erstes Land in seiner Verfassung die Natur als Rechtssubjekt anerkannt und das Recht der Menschen, in einer gesunden Umwelt zu leben, in den Text aufgenommen. Doch bis heute wurden diese Rechte der Natur nicht wirklich in Kraft gesetzt und in der Praxis auf das Niveau von Gesetzen gehoben. Aber das könnte sich sehr bald ändern:

Den Anstoß dazu könnte das 1989 gegründete Reservat Los Cedros bilden, das 1994 zum Waldschutzgebiet erklärt wurde. Die dort im Jahr 2000 eingeweihte wissenschaftliche Station hat bisher mehr als 60 Publikationen hervorgebracht. Der 6.400 Hektar große Schutzwald mit seinen 315 Vogel-, fünf Katzen-, drei Affenarten, darunter dem vom Aussterben bedrohten Braunkopfklammeraffen und dem Brillenbär konzentriert eine enorme Menge an Forschungsarbeiten. Hinzukommen mehr als 400 Orchideenarten!

All diese Artenvielfalt ist durch ein großes Bergbauprojekt des kanadischen Unternehmens Cornerstone bedroht.

Nun hat das ecuadorianische Verfassungsgericht mit der "Aktion zum Schutz des Waldes Los Cedros" das Gebiet als Präzedenzfall ausgewählt. Das Verfahren könnte eine historische Entscheidung bilden, um die Rechte der Natur in der Praxis wirksam zu machen und Los Cedros auch durch die Rechtsprechung zu schützen. Bereits am 19. Oktober 2020 hat eine öffentliche Anhörung zu dem Fall stattgefunden und das Verfassungsgericht wird nun bald ein Urteil fällen.

Bitte unterschreiben Sie die Petition. Geben Sie dem Gericht ein Zeichen, daß die Welt genau hinschaut und daß wir alle hoffen, daß es weltweit Geschichte schreiben wird, indem es sich zugunsten von Los Cedros und der Rechte der Natur entscheidet.

 

30.12.2020

Nikita und Pua - die Glücksschweinderl

Anita vom Gnadenhof Esternberg schreibt: „Wieder haben zwei liebe Tier-Gesellen den Weg nach Esternberg gefunden. Ihre Vorbesitzer konnten sie leider nicht mehr behalten. Als der Notruf einging, hat unser bewährtes Team lange hin und her überlegt, wo wir die Schweine – eigentlich „Minipigs“ - Pua und Nikita gut unterbringen könnten. Nachdem unser Handwerker Josef nie um eine gute Idee verlegen ist und keine Mühen scheut, für unsere Tiere neue Ställe zu bauen, die den Ansprüchen der jeweiligen Tierart gerecht werden, konnte eine Box in unserem Esel- und Pferdestall in Holzbauweise umgerüstet werden. Ansonsten wäre die ganze Rettung gescheitert.

Quietschvergnügt haben die beiden kleinen Kerle ihren neuen Stall mit dem kuscheligen Strohbett in Beschlag genommen. Sie lieben es, gekrault und gestreichelt zu werden und kommen gleich angerannt, sobald sie unsere Stimmen hören. Natürlich ist das für unsere neugierigen Eselchen DIE Attraktion und sie hängen mit ihren Köpfen an der Eingangstür, um das wundersame Geschehen zu beobachten. Auf unserem Hof in Esternberg leben jetzt insgesamt 11 lustige Schweinchen.

Vielleicht möchte jemand zum Jahreswechsel, wo ja oft Schweinchen in allen Variationen als „Glücksbringer“ verschenkt werden, noch eine Patenschaft für eines unserer Schweinderl übernehmen? In diesem Sinne wünschen wir all unseren Mitgliedern und UnterstützerInnen ein „Sau-gutes 2021“!

PS: Vom benachbarten Gnadenhof Engelberg kam gerade dieses erfrischende Video vom ersten Schnee herein und wie sich die Pferdeherde und Hundemeute unbändig darüber freuen!

30.12.2020

„Hans im Glück" oder "Fuchs du hast die Gans gestohlen“

Gnadenhof Esternberg: Melissa und Michael, zwei tierliebe Menschen aus dem Burgenland, hatten bei einer Tombola einen “Weihnachtsbraten“ namens Hans gewonnen. Ihnen war sofort klar, daß der wunderschöne Gänserich bei ihnen nicht in der Bratpfanne landen würde. Dort bekam er einen Gänsestall und damit er sich nicht so allein fühlte, holten Melissa und Michael noch zwei Gänsedamen, die mit dem Gänserich ein schönes Leben ohne Angst vor dem Schlachtmesser haben sollten. Leider hat die Natur ihre eigenen Gesetze und Meister Reinecke hat bekanntlich auch immer Hunger und gerade wenn die Füchse Welpen haben, sind auch Gänse vor ihnen nicht sicher. So sind die zwei Gänsedamen bald dem Fuchs zum Opfer gefallen, übrig blieb der arme Hans.

Aus Erfahrung wissen wir, wie sehr Gänse trauern, wenn sie ihre Partner verlieren. Deshalb haben wir uns ausnahmsweise (wegen der momentan wieder grassierenden Geflügelgrippe-Hysterie und der Bedenken, daß wir alle Tiere einstallen müssen, sobald die Behörde das verlangt) dazu entschlossen, den einsamen Hans aufzunehmen. So wurde er nach Weihnachten auf den Gnadenhof Hendlberg gebracht und Marion vom Hof Engelberg hat ihn gleich zur großen Gänseherde am Gnadenhof Esternberg weitertransportiert.

Nachdem Hans erst am Abend ankam, verbrachte er die erste Nacht im gemütlichen Geflügel-Lazarett, am nächsten Tag brachten ihn die Tierpflegerinnen Michi und Sabine zur Gänseschar, die ihn lauthals begrüßte, seine Freude war groß. Wir sind uns sicher, er wird sich bald mit einer netten Gänsedame anfreunden und das schöne Leben auf der großen Weide in Esternberg in vollen Zügen genießen.

30.12.2020

Silvester heuer ohne Knallerei und Streß für die Tiere?

Während in Deutschland heuer zu Silvester – Corona-bedingt - der Verkauf von Feuerwerkskörpern generell verboten ist, kann man diese in Österreich nach wie vor problemlos erwerben. Auch wenn große offizielle Feuerwerksveranstaltungen heuer abgesagt wurden, wird es doch wieder zahlreiche private Knallereien geben – ohne Rücksicht auf Tiere, ältere Menschen und Umwelt. Besonders bei Wildtieren, aber auch Haus- und „Nutz“-Tieren löst das laute Krachen zu Silvester oft Todesangst und Panik aus und kann sogar lebensgefährlich sein. Wildtiere wie Hirsch, Reh, Fuchs, Dachs und Hase haben ein sehr empfindliches Gehör, damit sie rechtzeitig vor Gefahren gewarnt werden und fliehen können. Das laute Knallen der Feuerwerkskörper versetzt die Tiere daher in besondere Panik. Die dadurch verursachte Flucht kann für Wildtiere mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich enden. Zudem zehren Angst und Streß an den Kraftreserven der Tiere, die sie dringend brauchen, um den Winter zu überstehen.

ANIMAL SPIRIT appelliert daher an die Vernunft der Menschen, den Tieren zuliebe heuer generell auf Feuerwerke und Böller zu verzichten! An die Exekutive appellieren wir, die geltenden Böllerverbote, wie in den meisten Städten und Gemeinden, bei Verstößen entsprechend zu ahnden und somit allen Haus- und Wildtieren ein halbwegs friedliches Silvester zu ermöglichen!  

30.12.2020

Petition an die EU-Kommission: Videoüberwachung auf Schlachthöfen!

Können Sie sich eine OP bei vollem Bewußtsein, ohne Betäubung vorstellen? Ein Alptraum? Aber grausame Realität für Millionen von Schlachttieren in Deutschland und in ganz Europa! Lt. EU-Kommission (Mai 2011) erleben in bestimmten EU-Staaten bis zu 75 % der Tiere bei vollem Bewußtsein ein extrem qualvolles Ende: Entweder werden sie aus bestimmten Gründen vor der Schlachtung überhaupt nicht betäubt, oder diese ist unzureichend (wirkt weder lang noch stark genug). Sie werden dann - oft maschinell - amputiert, aufgeschnitten, verbrüht, in Teile zerlegt oder verbluten – meist kopfüber an Haken hängend – qualvoll lang, in unerträglichem Schmerz zuckend, laut stöhnend oder aufbrüllend. Die Hauptgründe sind neben einer grundsätzlichen Hintanstellung des Tierschutz-Prinzips Akkordarbeit, Kostenersparnis, Gewinnmaximierung bis hin zu hemmungsloser Profitgier, aber auch erhebliche Mängel bei den Betäubungsgeräten. Diese unerträglichen Zustände stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen die deutsche Tierschutz-Schlachtverordnung wie gegen europäische Tierschutzgesetze dar und stellen die Glaubwürdigkeit der gesamten EU-Tierschutzpolitik in Frage. – Auch die Schlächter geraten in unnötige Gefahr: Versicherungen stufen den Grad der beruflichen Gefährdung extrem hoch ein (Wert: 15.2).

Zur Durchsetzung der geltenden Tierschutz- und Arbeitsschutzgesetze ist eine durchgängige Kontrolle sowie Dokumentation mittels Videoüberwachung unabdingbar. Die in den Schlachthöfen Europas herrschenden skandalösen Mißstände müssen unverzüglich behoben werden. Um dies schnellstmöglich zu erreichen, sind folgende Maßnahmen erforderlich:

- Eine gesetzlich zwingend vorgeschriebene VIDEOÜBERWACHUNG zur durchgängigen Kontrolle des gesamten Schlachtprozesses, um Verstöße gegen Tierschutzgesetze und Tierschutz-Verordnungen zunächst einmal objektiv zu erfassen.
- Erstellung einer STATISTIK über die Kontrollergebnisse und deren DOKUMENTATION.
- Durchführung und Auswertung der Kontrollen durch AMTSVETERINÄRE, deren Unabhängigkeit gewährleistet sein muß.
- AHNDUNG der Gesetzesverstöße.
- Anhebung der diesbezüglichen VERANTWORTLICHKEIT auf eine höhere Zuständigkeitsebene, auf der verbindliche tierschutzrechtliche Entscheidungen ohne Rücksicht auf "vor Ort" existierende Umstände möglich sind.
- KENNZEICHNUNG der Fleischprodukte aus videoüberwachten Schlachthöfen.

Wir fordern, daß allen Tieren VOR der Schlachtung eine Vollbetäubung gewährt wird, um ihren streß- und schmerzfreien Tod sicherzustellen. Um zu garantieren, daß kein Fleisch geschlachteter Tiere ohne Betäubung in die gesamte Lebensmittelproduktion und in den Handel kommt, müssen alle Schlachthäuser ein jährlich zu erneuerndes Zertifikat erhalten. Für Fleischprodukte oder Produkte mit Fleischgehalt muß eine spezielle Kennzeichnung über die Schlachtart zwingend vorgeschrieben werden. Eine CCTV Videoüberwachung aller tierschutzrelevanten Vorgänge, vor allem die Kontrolle der eigentlichen Tötungshandlung ist unabdingbar, außerdem die Dokumentation und anschließende Auswertung durch neutrale Amtsveterinäre. Um die Handlungsfreiheit der Amtsveterinäre zu gewährleisten, ist die behördliche Zuständigkeit unbedingt von der Kreis- auf die Landesebene anzuheben. Ferner müssen, anders als bisher, Verstöße gegen das Gesetz geahndet werden und spürbare Konsequenzen zur Folge haben.

Bitte HIER die Petition unterschreiben!

22.12.2020

Liebe FreundInnen und UnterstützerInnen von ANIMAL SPIRIT,

ein sehr schwieriges Jahr für uns alle neigt sich dem Ende zu und Weihnachten – das „Fest der Liebe und des Friedens“ - steht wieder vor der Tür. Nur leider - Frieden hat dieses Fest bislang nur für die wenigsten Tiere bedeutet, die meisten von ihnen mußten - nach einer langen Zeit in finsterer Massentierhaltung (siehe Artikel unten), im Transporter und letztendlich beim Terror im Schlachthof - als „Festtagsbraten“ für eine übersättigte Menschheit herhalten (siehe Zeichnung "Zwei Weihnachten" unten).

Aber 2020 war sowohl für die Tiere (siehe "Corona - Bezug zum Tierschutz"), als auch für die Menschen ein besonders schlimmes und herausforderndes Jahr, das wohl in die Geschichte eingehen wird. Unser aller Leben wurde von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt: 100.000e zusätzliche Arbeitslose, Zigtausende vernichtete Existenzen, Depressionen, unzählige Selbstmorde und weitere „Kollateralschäden“, die diese menschengemachte Krise hervorgebracht hat. Einer von wenigen Lichtblicken: Die Natur konnte sich – dank weniger Verkehr, Flugreisen und Tourismus – etwas erholen. Ein weiterer Lichtblick war unser „Tierischer Advent“ vom 13. Dezember am Hendlberg, über den wir ja schon im letzten Newsletter berichtet haben.

Und nicht zuletzt die Unterstützung durch viele unserer treuen SpenderInnen, die unsere Arbeit an den drei Gnadenhöfen mit rund 600 geretteten Tieren, aber auch unsere sonstigen Tierschutz-Projekte im In- und Ausland (Fohlenfreikäufe, Gabys Gnadenhof, Tierschutz im Unterricht, Eselhilfe in Hurghada oder Streunerhunde in Sri Lanka, etc.) erst ermöglicht haben. Ganz herzlichen Dank dafür!

Ihnen allen wünschen wir vom ANIMAL SPIRIT-Team – trotz aller widriger Umstände – ein besinnliches und friedliches Weihnachtsfest sowie ein besseres, bewußteres und lichtvolles Neues Jahr!

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann

22.12.2020

Schächten – ein aktuelles, wichtiges und wegweisendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs!
von Ulrich H. Dittmann

www.fischundfleisch.com: EU-Staaten dürfen nach einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) auch für rituelle Schlachtungen eine Betäubung des Tieres vorschreiben. (Urt. v. 17.12.2020, Rechtssache C-336/19). Derartige Vorschriften verstoßen nicht grundsätzlich gegen das Recht auf Religionsfreiheit, befanden die Richter am Donnerstag in Luxemburg. ( siehe https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/eugh-c-336-19-rituelles-schlachte... )

Das ist eine wichtige und wegweisende hochrichterliche Entscheidung!

Denn unmißverständlich ist festzuhalten: BETÄUBUNGSLOSES Schächten, bei dem die Tiere in ihrem eigenen Blut und Erbrochenem verröcheln, bedeutet für die Tiere den grausamsten aller vorstellbaren Tode. Dies zuzulassen, ist zugleich eine vollständige Abkehr von Zivilisation, Menschlichkeit und Empathie.

Anachronistisches, betäubungsloses Schächten in der HEUTIGEN Zeit: Entsetzlich. Pervers. Ekelerregend. In keiner der maßgeblichen Religionsschriften ist das Quälen von Gottesgeschöpfen vorgeschrieben. Nicht umsonst ist laut Tierschutzgesetz unbetäubtes, archaisches Schlachten von warmblütigen Wirbeltieren grundsätzlich verboten.

Analog von Menschenrechtlern Frauenbeschneidungen, Mehrehen etc. nicht akzeptiert werden, darf niemals eine Sondergenehmigung des betäubungslosen Schächtens von Tieren entgegen regulärer Gesetzgebung akzeptiert werden.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

Siehe auch derstandard.at: EuGH: EU-Staaten dürfen rituelle Schlachtung ohne Betäubung verbieten

22.12.2020

„Putenpräsident“ läßt Tiere totknüppeln – Spiegel TV berichtet exklusiv

ARIWA.org: Kranke und sterbende Puten (Anm.: auch sehr beliebt am „Festtagstisch“), die brutal mit einem Knüppel erschlagen werden, daneben Puten mit Brustblasen und offenen, verdreckten Wunden, die von ihren Artgenossen blutig gepickt werden: Diese Bilder stammen aus einer Mastanlage von Deutschlands führendem „Geflügel-Lobbyisten“.

Solche Zustände sind keine Einzelfälle – selbstverständlich auch nicht in Österreich! Gelenk- und Fußballenentzündungen, entzündliche Brustblasen, Kannibalismus, Federpicken und hohe Sterberaten sind direkte Folgen der üblichen Bedingungen in der Putenmast. Die Tiere werden nicht behandelt, weil das zu teuer wäre. Wer nicht von alleine stirbt, wird brutal getötet. Die betroffenen Tiere sind von vornherein als „Verluste“ einkalkuliert.

Der Geschäftsführer der Putenmast, aus der das Videomaterial stammt, setzt sich übrigens als Präsident und Vizepräsident führender Lobbyorganisationen für ein „Weiter so!“ in der Tierproduktion ein. Er ist mitverantwortlich, daß diese grausamen Zustände an der Tagesordnung sind. Dabei ist dieses Tierleid keinesfalls alternativlos. Verweigert diesem ausbeuterischen System eure Unterstützung, werdet aktiv und setzt euch mit uns für ein Ende der Tiernutzung ein!

Mehr Infos auf www.ariwa.org

22.12.2020

Petition: Nein zur Zucht mit Freigänger-Katzen!

Seit 2005 gibt es in Österreich die gesetzliche Kastrationspflicht für Katzen. Ausgenommen waren bis 2016 Katzen in "bäuerlicher Haltung". Seit 2016 wurde zwar der Begriff "bäuerliche Haltung" gestrichen, es wurde jedoch die offizielle Möglichkeit eingeführt, daß JEDER mit seinen Katzen (auch die, die im unkontrollierten Freigang sind) eine Zucht anmelden kann. Somit kann seit 2016 jeder Landwirt mit seinen Hofkatzen offiziell "züchten". Zu Beginn mußte die "Zucht" innerhalb von 6 Monaten von den Behörden kontrolliert werden, da es aber einen regelrechten Ansturm gab, wurde diese Kontrolle gestrichen!

2017 wurde dann der Gesetzestext dahingehend geändert, daß die sogenannten "Zucht"katzen gechipt und in der Heimtierdatenbank registriert werden müssen. Aber auch hier sind keine Kontrollen vorgesehen und wären auch für die Behörden schwer bis unmöglich umzusetzen.

Daher muß die Zucht mit Freigängern umgehend untersagt werden!

Begründung:

* Eine "Zucht" mit Katzen im Freigang ist völlig absurd.

* Die Katzen verpaaren sich mit irgendwelchen x-beliebigen kranken Katern.

* Die Katzen werfen oft irgendwo im Heuboden oder im Holzstoß beim Nachbarn (dazu gibt es dokumentierte Fälle).

* Die Katzen haben nicht selten Komplikationen bei der Geburt - werfen sie also irgendwo, gehen sie oft mitsamt den Babys elendig zugrunde.

* Überstehen Mutter und Babys Geburt und die ersten Wochen, ist die Gefahr, daß die Jungen verwildern und neue Streunerpopulationen gründen, sehr hoch, da sie nicht von Anfang an an den Menschen gewöhnt sind (wie es bei einem seriösen Züchter der Fall wäre).

* Eine Kontrolle der sogenannten "Zucht"-Katzen im Freigang ist auch für Behörden schlicht unmöglich.

HIER gehts zur Petition!

15.12.2020

Das war der „Tierische Advent“ am Gnadenhof Hendlberg

Letzten Sonntag, den 13.12.2020, fand – wie angekündigt - unser heuriger „Tierischer Advent“ statt. Etliche „mutige“ Menschen waren gekommen und wir feierten – trotz nebeligen Wetters und unklarer Corona-Vorgaben – einen der wenigen Advent-Feiern, auf Privatgrund und im Freien an der frischen Luft. Es gab viele vegetarisch-vegane Köstlichkeiten, heiße Suppen, Eintöpfe und Getränke, Sachen aus unserem Online-Shop - wie den handgefertigten Tierpuppen oder unseren Kalender 2021 – und natürlich viele zutrauliche Tiere zum Streicheln: die Rinder Annemarie und Annabelle, die Mini-Schweinefamilie mit Mutter Rosalie, die Esel Aurora, Amelie, Felix, Rasmus, Pinocchio und Philipp, die Ponys Bernadette und Pumuckel, sowie viele Schafe, Ziegen, Hühner, Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde und Katzen. Alle Besucher waren begeistert und froh, endlich wieder – natürlich mit gebührendem Abstand – unter gleichgesinnten Menschen zu sein.

Fast wie zu erwarten kam dann auch ein „Kurzbesuch“ eines Polizeibeamten, angeblich aufgrund einer „anonymen Anzeige“…: Er war zwar relativ freundlich und nahm auch nur die Personalien des Obmanns Dr. Plank auf (der ohnehin am Gnadenhof wohnhaft ist), meinte aber, er müsse der Anzeige halt nachgehen und es der Bezirkshauptmannschaft melden. Die müßten dann entscheiden, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird oder nicht. Wenn dem wirklich so wäre, so würden wir das – auch wegen unserer Deckung durch die Rechtschutzversicherung – sicher bis zur obersten Instanz bekämpfen. Und schon alleine deswegen, weil ja bereits etliche der absurden Corona-Verordnungen des Volksschullehrers Rudi Anschober vom letzten Frühjahr vom Verfassungs-Gerichtshof als verfassungswidrig aufgehoben worden sind. Wir sehen daher einer möglichen Strafverfügung mit großer Gelassenheit entgegen und werden ggf. auch weiter darüber berichten.

15.12.2020

Gabys Gnadenhof braucht wieder dringend Unterstützung!

Bereits mehrmals haben wir über den privaten Gnadenhof von Gaby Teichmann in Maishofen (Sbg.) berichtet, siehe u.a. HIER. Im Januar diesen Jahres wurde sie vom Amtstierarzt dazu verpflichtet, einige ihrer Tiere abzugeben, weil es für den bestehenden Stall und die Weide zu viele wären. Etliche Ponys und Esel hat sie nun schon vermittelt, und auch wir von ANIMAL SPIRIT haben ihr schon etliche Tiere abgenommen, so u.a. 3 Esel und 4 Zebu-Rinder. Auch halfen wir ihr, ein neues Weidezelt zu errichten, welches inzwischen samt befestigtem Untergrund schon steht und benützt wird. Aber das reicht leider alles nicht – siehe dieses Kurzvideo, welches unser Mitarbeiter Peter dankenswerterweise für sie zusammengeschnitten hat.

Gaby kümmert sich ja bereits seit über 27 Jahren um ca. 200 vom Schlachthof oder aus schlimmer Haltung gerettete Tiere – Pferde, Ponys, Esel, Schafe, Ziegen, Kaninchen, Hunde und Katzen - , ganz ohne eigenen Verein oder staatliche Unterstützung. Gesundheitlich ist sie leider ziemlich angeschlagen und würde sich daher immer über tatkräftige Hilfe freuen. Genauso aber über Menschen, die einen guten Lebensplatz für den einen oder anderen Esel bzw. Pony oder eines der vielen Schafe bieten könnten. Und natürlich über Menschen, die ihr ihr finanziell helfen wollen und ihr zumindest ein schönes Weihnachtsgeschenk bescheren wollen:

Hier die Kontoverbindung von Gaby Teichmann: IBAN: AT51 2040 4006 0056 4260. Herzlichen Dank!

15.12.2020

www.abschaffung-der-jagd.de: In den letzten Tagen häufen sich erschreckende Meldungen von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen: von Jägern, die aus Versehen sich selbst oder Unbeteiligte erschießen, Jogger anschießen, Pferde mit Wildschweinen verwechseln, Hunde erschießen oder alkoholisiert mit Jagdwaffe im Auto unterwegs sind.

12.12.20: 25-Jähriger vor seinem Haus von Jäger erschossen

In Cajarc in Südwestfrankreich wurde ein 25-Jähriger von einem Jäger erschossen - beim Holzhacken direkt vor seinem Haus. Eine Gruppe von Jägern in der Gegend Jagd auf Wildschweine gemacht. Dies berichtet Euronews am 12.12.2020. Die Einwohner des Ortes, in dem der junge Mann sehr beliebt war, sind geschockt: 900 versammelten sich zu einem Trauermarsch. „Vor allem sind zahlreiche Trauernde wütend auf die Jäger, die trotz eines Aufrufs zum Stopp der Jagd am Wochenende nach dem tödlichen Vorfall weiter Schüsse in der Nähe des Hauses des kleinen Bruders abgegeben haben“, so Euronews.

11.12.20: Treibjagd - Jogger getroffen

Ein Jogger aus dem Bezirk Amstetten in Niederösterreich war auf einem Gehweg laufen, als er plötzlich Schüsse hörte. "Ehe er sich versah, war er mitten in einer Treibjagd", berichtet heute.at am 11.12.2020. Kurz darauf hörte der Jogger einen lauten Knall und verspürte einen Schmerz im linken Bein - er wurde von einem Querschläger getroffen.

10.12.20: Jäger verwechselt Islandpferde mit Wildschweinen - trotz Wärmebildkamera

Ein Jäger hat bei Ebersbach-Musbach (Baden Württemberg) auf ein Islandpferd geschossen. Trotz Wärmebildkamera hatte er eine Gruppe Pferde auf einer Wiese am Waldrand für Wildschweine gehalten und aus rund 80 Metern Entfernung auf eines der Tiere geschossen, berichtet TAG24 am 10.12.2020. „Erst als er sich dem verletzten Tier näherte, erkannte er, daß er auf eine Gruppe Pferde geschossen hatte“, so das Nachrichtenportal. Ein Islandpferd wurde schwer verletzt und mußte in einer Tierklinik notoperiert werden.

9.12.20: Tödlicher Jagdunfall: Jäger erschießt sich aus Versehen selbst

Im niederösterreichischen Fadental wurde ein 49-jähriger Mann mit einer Schußwunde tot aufgefunden. Dies berichtet der Kurier am 9.12.2020. Demnach ergaben die Ermittlungen des Landeskriminalamtes, daß der Mann beim Hantieren seines Gewehrs getötet wurde. "Es handelt sich um einen Jagdunfall", zitiert die Zeitung einen Ermittler.

3.12.20: Alkoholisierte Jäger (1,55 sowie 0,65 Promille) mit Waffe im Auto unterwegs

In Thüringen waren zwei alkoholisierte Jäger mit einer ungesicherten Jagdwaffe im Auto unterwegs. Bei einer Fahrzeugkontrolle der Polizei beschleunigte der Fahrer des PKW und flüchtete über einen Feldweg Richtung Wald. Dort fanden die Polizeibeamten das verlasse Auto hinter einer Baumgruppe. „Im Kofferraum lag eine Jagdwaffe mit dazugehöriger Munition. Beides war nicht vor fremden Zugriffen geschützt aufbewahrt und wurde sichergestellt“, so die Landespolizeiinspektion Suhl am 3.12.2020. „Als die Polizisten wenig später an der Wohnungstür des Beifahrers klingelten, öffnete dieser. Der Fahrer war ebenfalls im Haus, allerdings hatte er sich im Schrank versteckt. Die beiden Männer waren alkoholisiert. Sie pusteten 1,55 sowie 0,65 Promille in den Alkomaten.“ Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz sowie gegen das Waffengesetz eingeleitet.

2.12.20: Jäger erschießt zwei freilaufende Hunde

Von einem Alptraum für alle Hundehalter berichtet RTL am 2.12.2020: Während eines Spaziergangs im südhessischen Bensheim rannten die beiden Hunde von Ingrid A. und ihrer Freundin in den Wald. Zehn Minuten später hörten die Frauen zwei Schüsse. Bis in den späten Abend suchen sie nach ihren Hunden und verständigen schließlich die Polizei. Die Polizei informierte die beiden Frauen kurz darauf, der Jagdpächter Pächter habe zugegeben, beide Hunde erschossen zu und dann "ins Gebüsch geschmissen" zu haben. "Wir sind entsetzt über die Brutalität und unendlich traurig über den Verlust unserer geliebten Tiere", so die beiden Frauen gegenüber RTL.
Prinzipiell erlaubt das hessische Jagdgesetz, Hunde und Katzen zu erschießen – wenn sie „wildern“. Ingrid A. hat inzwischen Anzeige erstattet, die Polizei untersucht den Fall. Laut der Halterin habe die tierärztliche Untersuchung der Kadaver jedenfalls ergeben, daß es keinen Kontakt zu einem Reh gegeben habe.

2.12.20: Jäger hetzte Hunde auf zahme Katze

Prozeß vor dem Amtsgericht Simmern: Ein Jäger und Hundeführer aus dem Hunsrück soll seine Hunde auf eine Hauskatze gehetzt haben. Laut BILD und der Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 2.12.2020 filmte der Jäger die Tötung des zahmen Tieres und verbreitete das Video im Herbst 2018 über WhatsApp. „Es sind grausame, verstörende Bilder, die sich unauslöschlich einprägen: Vier Hunde, die ein offensichtlich zahmes, weißes Kätzchen angreifen und zerreißen“, so BILD.

Dokumentation: Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen. Alleine in Deutschland. Im wesentlich kleineren Österreich sind es bis zu 13 Tote jedes Jahr. Dazu kommen die erschreckend vielen Fälle, bei denen der Ausgang zwar nicht tödlich war, dem Opfer aber beispielsweise ein Bein amputiert werden mußte. Liest man die Meldungen, so fällt auf, daß es sich nicht nur um klassische Jagdunfälle (»Jäger verwechselt Jäger mit Wildschwein«), sondern vor allem um bewaffnete Beziehungstaten (»Jäger erschießt Ehefrau«) handelt. Hinzu kommen mehrere Hundert Verletzte sowie die Gefährdung Unbeteiligter (Spaziergänger, Radfahrer, Autofahrer, ...). Weder der Jagdverband noch staatliche Behörden noch das statistische Bundesamt führen Statistiken über Tote und Verletzte durch Jagd und Jägerwaffen. Jäger zählen nur die „Strecke“ der getöteten Tiere, nicht aber die menschlichen Opfer ihres blutigen Hobbys. Die einzige Organisation, die seit 2002 Jahr für Jahr eine Statistik über Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen führt, ist die Initiative zur Abschaffung der Jagd – wobei die Aufstellung lediglich aufgrund vorliegender Presseberichte erstellt wurde und somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs.

Lesen Sie die Dokumentation „Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen 2020 der Initiative zur Abschaffung der Jagd Deutschland

Lesen Sie die Dokumentation der Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich

15.12.2020

Regierungsversagen in Corona-Krise: 4 Wochen vor Tierschutz-Volksbegehren ist Durchführung immer noch unsicher!

Innenminister Karl Nehammer will offenbar keine Verantwortung übernehmen, nach wie vor keine gesetzliche Grundlage für Abberaumung gegeben

APA-OTS, 15.12.20: In knapp einem Monat, von 18. bis 25. Januar 2021, soll der Eintragungszeitraum für drei Volksbegehren in Österreich plangemäß stattfinden. Seit Wochen appelliert das Tierschutzvolksbegehren an die Bundesregierung, angesichts der Corona-Situation klare Rahmenbedingungen zu schaffen - bislang ohne Erfolg. Es ist daher völlig offen, ob die Bevölkerung demnächst in die Gemeindestuben stürmen soll und kann oder besser nicht. 

Angesichts der Warnungen von Bundeskanzler Sebastian Kurz, daß Österreich vor einer 3. Corona-Welle im Januar stehen würde, die noch heftiger ausfallen könnte als die zweite Welle im November, offenbart die Nicht-Kommunikation des zuständigen Innenministers Karl Nehammer immer deutlicher ein politisches Versagen. Erneut appelliert das Tierschutzvolksbegehren daher an die Bundesregierung nun endlich für Klarheit zu sorgen. 

Laut einer Stellungnahme des Innenministeriums kann eine Entscheidung über die allfällige Abberaumung des Volksbegehrens aus heutiger Sicht erst 14 Tage vor dem Eintragungszeitraum erfolgen, da derzeit keine Rechtsgrundlage für eine solche vorliegen würde. Es ist nach Meinung der Initiatoren absolut unzumutbar, daß man bis zum letzten Moment damit wartet, den Menschen zu sagen ob sie unterschreiben können oder nicht. 

Lesen Sie die ganze Presseaussendung HIER

PS: Gleiches gilt leider auch für das für denselben Zeitraum anberaumte „Volksbegehren für Impffreiheit“ von Dr. Rudolf Gehring!

09.12.2020

Hendlberg-Schafe heimgekehrt

Den ganzen Frühling und Sommer waren 16 unserer Gnadenhof Hendlberg-Schafe (von insgesamt 24) auf „Sommerfrische“ auf der großen Weide unseres Mitarbeiters Peter. Heute sind sie wieder in ihr „Winter-Quartier“ auf der oberen Hausweide am Hendlberg übersiedelt. Hier haben unsere 4 Tierpflegerinnen sie den ganzen Winter über im Auge, damit ihnen auch an nichts fehlt…

Auch für unsere restlichen Tiere am Gnadenhof Hendlberg (Esel, Ponys, Rinder, Lamas, Ziegen, Schweine, Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, Hunde und Katzen) ist alles für den Winter und v.a. auch für den Tierischen Advent am kommenden Sonntag, den 13. Dezember 2020, ab 12:00 Uhr bereitet.

(Bitte die dann aktuell gültige Corona-Verordnung beachten! Bei Schneelage – derzeit allerdings unwahrscheinlich - gibt es einen Shuttleservice vom Parkplatz Klammhöhe - bitte dann anrufen unter 0650-4300143).

09.12.2020

Deutschland: Vogelgrippe-Ausbruch: 29.000 Legehennen werden gekeult

www.agrarheute.com: In einem Betrieb im Landkreis Mecklenburg-Vorpommern ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Der Bestand mit 29.000 Legehennen muß gekeult werden.

[Vorbemerkung: Man beachte den letzten Satz von Till Backhaus (Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern): es täte ihm in der Seele weh, daß Tiere getötet werden, die nicht mal ein Jahr alt sind. Wie schön, daß man einmal Mitleid mit den Tieren und nicht immer mit den Bauern hat - auf der anderen Seite völlig absurd: wo Masthühner ohnehin nie mehr als anderthalb Monate alt werden…. Und daß der Ausbruch dieser regelmäßig wiederkehrenden Tier-Seuchen höchstwahrscheinlich als Ursachen nicht in südostasiatischen Wildvögeln zu suchen sind, sondern in der perversen industriellen Massentierhaltung unter unwürdigsten und katastrophalen Haltungsbedingen, sagt er natürlich auch nicht dazu. Die Leidtragenden sind nicht nur die Hühner, sondern auch die vielen Kleinbetriebe mit Freilandhaltung, die ihren Tieren nun Hausarrest verordnen müssen und somit in ihrer Existenz bedroht sind. Alles nur Zufall?]:

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte berichtet, daß in einem Geflügel-Betrieb in Krümmel südlich von Röbel die Vogelgrippe ausgebrochen ist. Die 29.000 Legehennen müssen nun gekeult werden.

Es wird ein Sperrgebiet um den Betrieb sowie ein Beobachtungsgebiet im Radius von etwa zehn Kilometern eingerichtet, das auch nach Brandenburg reicht. Geflügel, Fleisch und Eier dürften nicht in sowie aus diesen Restriktionsgebieten transportiert werden. Im Sperrbezirk liegen 23 weitere Geflügelhaltungen, im Beobachtungsgebiet werden mehr als 600.000 Hühner und anderes Geflügel gehalten. Hier gilt die Stallpflicht.

Neben den Sperrmaßnahmen würden epidemiologische Ermittlungen durchgeführt, um die Ursache sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen. Im Nordosten gab es im November bereits mehrere Vogelgrippefälle, bei denen 70.000 Hühner gekeult wurden.

Dies sei ein Beleg dafür, daß man sich nicht in Sicherheit wiegen dürfe, erklärte Landesagrarminister Till Backhaus (SPD). "Das Virusgeschehen ist nach wie vor aktiv. Es gilt also weiterhin, die Biosicherheitsmaßnahmen hoch zu halten. Es tut mir in der Seele weh, daß hier Tiere getötet werden müssen, die noch nicht einmal ein Jahr alt sind", sagte Backhaus.

09.12.2020

Jägeraufstand im Burgenland gegen das neue Jagdgesetz

www.derstandard.at: Im Burgenland wird das drei Jahre alte Jagdgesetz novelliert. Kernpunkt ist das Ende der "Zwangsmitgliedschaft", eine De-facto-Auflösung des Jagdverbands

Am Donnerstag ist Budgetlandtag, die traditionelle Streitgelegenheit noch kurz vor Weihnachten. Diesmal – erstmals unter roter Absoluter – gibt es noch Zusatzaufreger: ein neues Raumordnungsgesetz, die Erweiterung des 1700-Euro-Mindestlohns vom Landes- auf den Gemeindedienst. Und, das ganz besonders, eine Novelle zum erst drei Jahre alten Jagdgesetz.

Darin werden nicht nur die vor drei Jahren verbotenen Treibjagden in Gattern, unter strengsten Auflagen zwar, aber doch wieder erlaubt. Der burgenländischen Jägerschaft soll auch – oder vielleicht sogar vor allem – die Selbstverwaltungsfähigkeit genommen werden. Das neue Gesetz sieht nicht weniger vor als die Auflösung des Jagdverbands.

Halali

Das rote Gesetzesvorhaben will nämlich – sic! – "die "Zwangsmitgliedschaft" abschaffen. Stattdessen werde, sagt SP-Landesrat Leonhard Schneemann, "das Land jährlich einen Betrag von 80 Euro einheben". So spare sich jeder Jäger "rund 70 Euro". Die öffentlichen Aufgaben des Jagdverbands, zum Beispiel die Abhaltung der Jagdprüfung, werden die Bezirksbehörden übernehmen. "Bezirksjägermeister" wird sich künftig ein Landesbeamter nennen.

Die Jäger blasen aber zum Halali. Sie halten das neue Gesetz für verfassungswidrig und werden, verspricht Landes- und zurzeit auch Bundesjägermeister Roman Leitner, vor den Verfassungsgerichtshof ziehen.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

Siehe auch auf kurier.at: NÖ: Tödlicher Jagdunfall im Bezirk Lilienfeld

Ein 49-jähriger Mann wurde tot im Fadental aufgefunden. Er hatte eine Schußwunde.

09.12.2020

Petition: Kein Öl aus Afrikas Schatzkammer!

www.regenwald.org: Namibias Natur und Tierwelt werden durch eine furchterregende Gier nach Erdöl bedroht. Die kanadische Firma ReconAfrica hat die Lizenz erhalten, im ökologisch sensiblen Kavango Becken nach Öl zu suchen. Bitte unterstützen Sie den Widerstand gegen die Förderung fossiler Energie, die die Klimakatastrophe verschlimmert.

„Das Erdöl muß im Boden bleiben“, fordert Ina Shikongo. Die Aktivistin in Namibias Hauptstadt Windhoek kämpft gegen das Projekt, im Nordosten des Landes bisher nicht entdeckte Erdöl-Vorkommen auszubeuten. “Die Ölförderung wäre nicht nur eine Katastrophe für das Weltklima, das Wasser und die Tierwelt, sondern darüber hinaus für die örtliche Bevölkerung.“ Sie nennt das „Genozid und Ökozid“.

Das Projekt, das Ina, weitere Aktivisten von FFF und Frack free Namibia so vehement bekämpfen, wird von der kanadischen Firma ReconAfrica vorangetrieben. Das Unternehmen behauptet, ein immenses, tiefes Sediment-Becken entdeckt zu haben – womöglich gefüllt mit Erdöl und Gas. ReconAfrica hat eine Erkundungslizenz im Kavango Basin ergattert, in den USA einen Bohrturm gekauft und ihn über den Atlantik verschifft.

Sollten drei Erkundungsbohrungen, die noch im Dezember beginnen sollen, erfolgreich sein, will die Firma 2 Milliarden Barrel Erdöl fördern – bevor sie in tiefere Schichten vordringt. Umweltschützer fürchten, daß die Firma eigenen Beschwichtigungen zum Trotz auf Fracking setzt, weil sie in Marketing-Material von “unkonventionellen Methoden” spricht – ein beschönigender Ausdruck für Fracking.

Die ökologischen Folgen des Projekts können verheerend sein. Es gefährdet über die Gewässer in Namibias trockenen Savannen und das berühmte Okavango-Delta in Botswana, das wegen seines Artenreichtums ein Unesco Welterbe und Heimat von Elefanten, Flußpferden und Vögeln in großer Zahl ist. Der Tourismus und die Lebensgrundlage der Einheimischen wie den San sind in Gefahr.

Um das Weltklima, die Artenvielfalt, die Gewässer und die Lebensgrundlage der örtlichen Bevölkerung zu bewahren, muß das Projekt von ReconAfrica gestoppt werden.

Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift.