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z.B. 17/07/2018
11.07.2018

„Tierschutz im Unterricht“ am Gnadenhof Esternberg

Gnadenhofleiterin Anita vom Gnadenhof Esternberg schreibt: „Gestern konnten wir wieder 34 bestens gelaunte Schüler und  drei  tierliebe Lehrerinnen aus der Grundschule Schardenberg, OÖ begrüßen. Es ist für die Kinder jedesmal ein überwältigendes Erlebnis, die vielen Nutztiere in artgerechter, natürlicher Herdenhaltung "hautnah" erleben und fühlen zu dürfen. Unser sanftmütiger, riesiger Ochse Berti liebt das Bad in der Menge, genießt offensichtlich den Kontakt zu den Menschen und besonders zu Kindern. Aber auch die Ziegen, Esel, Schafe, Lamas, Schweine und Pferde lassen sich gerne von den Besuchern verwöhnen. Kinder haben in den meisten Fällen noch großes Mitgefühl, wenn sie die (ehemals) traurigen Schicksale der einzelnen Gnadenhofbewohner hören; so haben wir hier jedesmal wieder – besonders bei den Besuchen von Kindern oder Schulklassen - die gute Möglichkeit und Chance, der nächsten Generation den Gedanken des Tierschutzes mit auf den Lebensweg zu geben. Und wir tun es mit Freude – nicht nur für die Kinder, sondern v.a. auch für unsere Mitgeschöpfe!“

Weiters schreibt Anita: „Neues Gänsegehege fertig! Die glückliche Gänseschar genießt die letzten Sonnenstrahlen am Abend im neu erweiterten Geflügelgehege bei uns in Esternberg. Unser Handwerker Josef hat große Freude daran, die Gehege bestmöglich nach den Bedürfnissen der Tiere auszustatten. Er scheute keine Mühen, eine geniale Wasserversorgung für Enten, Hühner und Gänsen zu planen und eigenhändig umzusetzen. Die Enten und Gänse dürfen sich zusätzlich über eine neues, großes Planschbecken, welches aus einem Betonring entstanden ist, freuen. Es macht einfach nur Freude, die glücklichen Tiere beim Planschen zu beobachten...“

11.07.2018

APA-OTS: WWF fordert sachliche Wolfs-Lösungen statt Abschuß-Fantasien

Wolf ist weder reißende Bestie noch Kuscheltier, sondern EU-weit streng geschützte Art – Herdenschutz ausbauen, angemessen entschädigen, Information verstärken

(Wien/OTS) - Die Naturschutzorganisation WWF fordert in Sachen Wolf eine Rückkehr zur Sachlichkeit und kritisiert die negative Stimmungsmache einzelner Interessensvertreter. „Der Wolf ist weder reißende Bestie noch Kuscheltier, sondern eine EU-weit streng geschützte Art. Daher braucht es rechtskonforme Management-Konzepte mit Herdenschutz-Maßnahmen und Entschädigungen“, sagt WWF-Artenschutz-Experte Arno Aschauer in Reaktion auf jüngste Aussagen der Landwirtschaftskammer Niederösterreich. „Anstatt Ur-Ängste vor dem bösen Wolf zu bedienen, müssen international bewährte Lösungen auch in Österreich ausgebaut werden. Wer nur nach der Flinte ruft, läßt auch die betroffenen Landwirte allein im Regen stehen. Rechtswidrige Abschußfantasien lösen kein einziges Problem“, betont Aschauer.

Der WWF fordert von der Politik ein rechtskonformes Wolfs-Management mit konkreten Herdenschutzprojekten sowie höheren und rascheren Entschädigungszahlungen für betroffene Landwirte, falls Schäden auftreten. Parallel dazu braucht es deutlich mehr Forschung, Information und Beratung sowie eine bessere überregionale Zusammenarbeit der Bundesländer. „Das erwartet sich auch die Mehrheit der Bevölkerung, die den Wolf kein zweites Mal ausrotten will“, verweist Aschauer auf positive Umfragen zur natürlichen Rückkehr des Wolfs nach Österreich. Über 70 Prozent der Österreicher stehen dem Wolf positiv gegenüber und erwarten, daß die Politik für ein konfliktfreies Miteinander sorgt, wie Umfragen zeigen. 

Fakten zum Wolf
„Ängste und Sorgen müssen ernst genommen werden, aber mit Panikmache ist niemandem geholfen. Fakt ist: Wölfe, die in freier Wildbahn aufgewachsen sind und dort leben, sind dem Menschen nach allen vorliegenden Erkenntnissen grundsätzlich nicht gefährlich“, erläutert Aschauer den aktuellen Stand der Forschung. Wölfe sind klug und vorsichtig und weichen Menschen grundsätzlich aus. Trotzdem wird es dort, wo sie regelmäßig leben, früher oder später zu Beobachtungen kommen. Das ist völlig natürlich, und bei einer Reviergröße von 15.000 Hektar wird immer ein Gehöft oder eine Siedlung in einem Wolfsrevier liegen. In Deutschland hat sich in 20 Jahren kein einziger Unfall mit Wölfen ereignet. Im Gegensatz dazu beißt alle paar Minuten ein Hund einen Menschen (ca. 3000/Jahr, die im Spital behandelt werden müssen). Auch Kühe oder Wildschweine verletzen Wanderer, und immer wieder gibt es sogar Tote.  

Vergrämung bzw. Tötung von Problemwölfen wäre schon jetzt möglich
Falls es tatsächlich Probleme mit auffälligen Wölfen geben sollte, wäre die Vergrämung bzw. im Ernstfall die Tötung bereits jetzt möglich, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden. „Dafür brauchen aber keine EU-Gesetze geändert und Wölfe pauschal zum Abschuß freigegeben werden“, betont der WWF-Experte unter Verweis auf geltende Managementpläne. Auch was den Schutz von Weidetieren anlangt, müsse man die Kirche im Dorf lassen. Im letzten Jahr gingen 21 der insgesamt rd. 378.000 Schafe in Österreich (Zahlen aus 2016) auf das Konto von Wölfen; denn zu 99 Prozent frißt der Wolf Wildtiere. Österreich hat eine so hohe Wilddichte, daß die wenigen Wölfe vergleichsweise sehr wenig erbeuten. Die Abschußzahlen bei Rehen, Hirschen, Wildschweinen und Gemsen liegen jährlich bei ca. 390.000 Tieren.

Für den in Österreich äußerst seltenen Fall einer Wolfsbegegnung, sollte man Ruhe bewahren. Normalerweise tritt ein Wolf, der entdeckt wird, schnell und leise die Flucht an. Um das Risiko von Unfällen zu minimieren, sollten dennoch einige Verhaltensweisen im Zusammenleben mit den Wildtieren beherzigt werden, die genauso für den Umgang mit anderen Wildarten, die wehrhaft sind oder Krankheiten übertragen können, gelten, wie etwa Wildschwein oder Fuchs. „Das heißt: Wölfen nicht nachlaufen, Wölfe nicht anfüttern und deren Wurfhöhlen nicht aufsuchen“, erklärt Aschauer. 

11.07.2018

www.spektrum.de: Löwen fressen Wilderer

Sie kamen bei Nacht und wollten sehr wahrscheinlich Nashörner wildern. Dann kam den Männern ein Löwenrudel in die Quere.

Über 1000 Nashörner werden mittlerweile jährlich in Südafrika gewildert – für fragwürdige Medizin in Asien. Die Tiere werden deshalb streng gegen die mit hochmodernen Waffen und Sichtgeräten ausgestatteten Wilderer geschützt. Doch manchmal kommt auch die Natur den Dickhäutern zur Hilfe: Im Sibuya Game Reserve in Kenton-on-Sea hat ein Löwenrudel offensichtlich mehrere Wilderer getötet und anschließend gefressen, wie Überreste in dem Naturschutzgebiet andeuten. Ranger hatten in der Nacht von Dienstag (3.7.) auf Mittwoch Knochen und Fleischreste entdeckt und in der Nähe noch ein Gewehr mit Schalldämpfer, eine Axt und drei Paar Schuhe. Genauere Analysen sollen nun feststellen, ob es sich tatsächlich um Wilderer gehandelt hat, und wenn ja, um wie viele. Das Gewehr wird zudem von der Polizei einem Ballistik Test unterzogen, da es womöglich zuvor schon zur Wilderei eingesetzt wurde.

Die Löwen wurden aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Untersuchung vor Ort betäubt. Eine Gefahr für Touristen oder Mitarbeiter bestehe aber nicht, da das Gelände nur in gesicherten Fahrzeugen aufgesucht werden dürfe, so Nick Fox, der Besitzer des privaten Reservats. Das Naturschutzgebiet war schon zuvor Ziel von Wilderern, die 2016 dort drei Nashörner getötet hatten. Insgesamt leben 400 Tierarten im Sibuya Game Reserve, neben Löwen und Nashörnern auch Elefanten und Antilopen. Bisweilen töten Wilderer sogar Nashörner, denen man den größten Teil des Horns bereits entfernt hat: Im Kragga Kamma Game Park mußte ein Tier sterben, das nur noch einen Hornstummel von einem Zentimeter Länge aufwies.

Pulverisiertes Nashorn gilt vor allem in Vietnam als potentielles Mittel gegen Krebs – obwohl es hierfür keinerlei Belege gibt. Deshalb lebte die Wilderei in den letzten zehn Jahren deutlich auf und kostete mehrere tausend Nashörner das Leben. Die Mehrzahl der überlebenden Dickhäuter ist in Südafrika zu Hause, weshalb das Land ein Schwerpunkt der Wilderei ist. Im Kampf gegen die international operierenden Banden setzt die Regierung zunehmend auf Hightech wie Drohnen, Radarüberwachung und Peilsender.

11.07.2018

Regenwald.org-Petition: Kein Primaten-Blut für Öl

Menschenaffen geht es an den Kragen, weil wir Menschen nach Erdöl gierig sind. Auf diese Formel läßt sich zusammenfassen, welches Schicksal Gorillas und Bonobos im Kongobecken droht. Weil es in den Nationalparks Virunga und Salonga Erdöl gibt, will die Regierung Kabila die Reservate zurechtstutzen. Dabei sind sie sogar UNESCO-Welterbe. Werden die Schutzgebiete für die Erdölsuche verkleinert und freigegeben:

- wird der Lebensraum von Bonobos, Gorillas und zahlreichen anderen Arten zerstört.

- wird für den Schutz des Klimas wichtiger Wald vernichtet.

- werden Nistplätze von Zugvögeln gefährdet.

- droht die Verschmutzung der großen Flußsysteme Nil und Kongo.

Welchen Sinn haben Schutzgebiete, wenn Politiker sie für Wirtschaftsinteressen beschneiden können? Bodenschätze ausbeuten statt Primaten schützen – das dürfen wir niemals zulassen.

Bitte unterschreiben Sie daher unsere Petition!

11.07.2018

Erbauliche Videos und Bilder über Tier-Menschbeziehungen, Gnadenhoftiere und tierische Eltern:

Wunderbarer Videolink einer „Schmusekuh“ vom Gnadenhof „Stiftung Hof Butenland“ und ihrem Pilotprojekt „Kuh-Altersheim“: Könnte genauso bei uns gedreht worden sein – wir beherbergen ja aktuell auf unseren 3 Gnadenhöfen 15 vom Schlachthof gerettete Rinder, siehe erster Beitrag dieses Newsletters.

Und HIER ein nettes, selbstgemachtes Video von unserem Esel-, Lama- und Schafbetreuer sowie „Mädchen für alles“ Peter von einer unserer Sommerweiden samt Bio-Gemüsegarten.

Und hier noch – unten in der Bildergalerie - herzergreifende Fotos verschiedener Eltern-Tiere und ihren Sprößlingen.

27.06.2018

Sunny - der neue Sonnenschein aus Rumänien am Gnadenhof Engelberg

Tierbetreuerin Marion vom Gnadenhof Engelberg schreibt: „Schon seit der Entstehung unseres dritten Tierschutzhofes in der Gemeinde Engelhartszell haben meine Kollegen und ich geplant, zu unseren eigenen Hunden noch ein oder zwei weiteren armen Tierschutzhunden ein schönes Zuhause bei uns zu schenken. Das traurige Überangebot  hat mich aber etwas ratlos gemacht. Die Hunde sollten natürlich auch halbwegs in unser bestehendes Rudel passen und mit Katzen verträglich sein. Kurzerhand habe ich Kontakt mit  Herrn Schmorenz von der Streunerhilfe in Rumänien aufgenommen und ihm unser Anliegen geschildert.

Er hat uns sofort eine Hündin, die mit ihren Babys auf der Straße gefunden worden ist, ans Herz gelegt. Für die Welpen wäre leichter ein Platz zu finden, die Chancen auf Vermittlung für die Hundemama stünden aber eher schlecht. So haben wir uns also für Sunny entschieden. So ist sie nun nach einer langen Reise aus Rumänien letztes Wochenende bei uns gelandet. Sie ist eine herzallerliebste bunte Hündin mit lustigen Stehkippohren, die es auch noch faustdick hinter denselbigen hat. Außerdem eine geschickte Diebin, die alles Freßbare in Sekundenschnelle inhaliert – bei ihrer traurigen Herkunft, wo es täglich ums nachte Überleben geht, kein Wunder. Jetzt ist sie aber erst ein paar Tage bei uns und es gibt sicher noch öfters Spannendes zu berichten…“.

27.06.2018

www.siegener-zeitung.de: Jäger erschießt Pferd auf der Weide 

Mit zwei Einschußlöchern im Hals hat eine Frau am Pfingstmontag ihr Pferd tot auf seiner Weide gefunden. Dies berichtet die Siegener Zeitung am 20.6.2018 und schreibt: „Das Gras war plattgetreten, zeugte vom Todeskampf des Tieres. Drifanti, der braune Wallach, stand still trauernd daneben, mit gesenktem Kopf.“ Der ältere Wallach, der bereits eine Vorerkrankung hatte, mußte daraufhin eingeschläfert werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen „Sachbeschädigung“. Bei der Obduktion des Hengstes fand man die Kugel eines Jagdgewehrs.

Weitere Infos auf www.abschaffung-der-jagd.de:

Haustiere als Jägeropfer

Der Tod eines geliebten Tieres ist für viele Menschen ein Schicksalsschlag. Was es aber für den einzelnen oder eine Familie bedeutet, wenn der Hund oder die Katze von einem Jäger erschossen wird, ist kaum vorstellbar. Jedes Jahr werden nach Schätzungen von Tierschutzorganisationen über 300.000 Katzen und etwa 30.000 Hunde von Jägern erschossen oder in Fallen gefangen.

Menschen als Jägeropfer

Weder der Jagdverband noch staatliche Behörden noch das statistische Bundesamt führen Statistiken über Tote und Verletzte durch Jagd und Jägerwaffen. Jäger zählen nur die „Strecke“ der getöteten Tiere, nicht aber die menschlichen Opfer ihres blutigen Hobbys. Die einzige Organisation, die seit 2002 Jahr für Jahr eine Statistik über Jagdunfälle und Straftaten mit Jägerwaffen führt, ist die Initiative zur Abschaffung der Jagd – wobei die Aufstellung lediglich aufgrund vorliegender Presseberichte erstellt wurde und somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Aufgrund der Presseberichte kann belegt werden: Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen.

Für Österreich: www.abschaffung-der-jagd.at

27.06.2018

Die Massentierhaltung fordert ihre Opfer: Nicht nur täglich millionenfach am Schlachthof, sondern auch bei „systembedingten Unfällen“, wie erst vor kurzem wieder zwei Großbrände in Hühnermastanlagen, sowohl in Niederösterreich als auch in Deutschland, gezeigt haben:

KURIER.at: Brand bei Hühnerzuchtbetrieb: 40.000 Küken verendet

Eine kaputte Fütterungsanlage hat den Brand in einem Hühnerzuchtbetrieb in Schwarzau am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) mit 40.000 toten Küken ausgelöst. Die Ermittler gehen von einem technischen oder mechanischen Defekt an den Antrieben als Ursache aus, bestätigte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner auf Anfrage Medienberichte. Weitere Erhebungen seien geplant. Das Feuer war am Dienstagnachmittag ausgebrochen, bei den Löscharbeiten standen 27 Feuerwehren mit etwa 200 Mitgliedern aus den Bezirken Neunkirchen und Wiener Neustadt im Einsatz. Die Halle wurde zerstört. Die Schadenssumme beläuft sich laut Polizei auf drei bis vier Millionen Euro.

Siehe auch: Salzburger Nachrichten 
heute.at

Und Ähnliches kürzlich auch in Deutschland:

www.nordkurier.de "Nach Feuer attackieren Tierschützer Geflügelhalter"

Beim Brand der Geflügelmast Nowak entstand nicht nur hoher Sachschaden. Es kamen auch 26.000 Küken ums Leben. Das sorgt für Aufregung.

Diese jungen Vögel sollen zum einen Teil erstickt oder durch die für sie kalte Außentemperatur erfroren und durch Löschwasser gestorben sein. Was den Schwelbrand ausgelöst hatte, wurde bisher noch nicht geklärt. Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus. Am Montagnachmittag kamen Gutachter auf das Gelände, um die Brandursache genau festzustellen.

Tierschützer sehen Großställe sehr kritisch

Tierschützer kritisierten die Größe dieser Mast-Anlagen. Jan Peifer, Vorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros, behauptete, daß dieser Brand aus seiner Sicht kein Einzelfall ist. Schon seit vielen Jahren recherchiert der Tierschützer gegen Massentierhaltung und hat dabei zahlreiche Verstöße festgestellt. Deshalb fordert sein Verein einen besseren Brandschutz und am liebsten würde Peifer Mastanlagen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ganz verbieten.

27.06.2018

Eil-Petition von foodwatch.org: Apell gegen JEFTA

Mit einem Trick will die EU das Handelsabkommen JEFTA mit Japan durchdrücken und im Schnellverfahren beschließen – an den nationalen Parlamenten vorbei. Schon bis Anfang Juli soll der EU-Ministerrat einen großen Teil des Abkommens beschließen. Doch JEFTA enthält Regelungen, die das Leben von uns allen beeinflussen: So sollen Standards und Normen im Umwelt- und Verbraucherschutz angeglichen und einflußreiche Handelsausschüsse etabliert werden, die der demokratischen Kontrolle entzogen sind. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen! Bereits nächste Woche will der EU-Ministerrat den Vertrag ratifizieren. Es bleiben also nur noch wenige Tage... Wir fordern: Der (deutsche) Bundestag und das (österreichische) Parlament müssen an der Entscheidung über JEFTA beteiligt werden!

Bestimmt erinnern Sie sich noch an die Bilder - oder waren sogar selbst dabei: Im Herbst 2015 und 2016 demonstrierten in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern Zehntausende (so erst vor 2 Wochen in Wien gegen den Parlamentsbeschluß zum CETA-Abkommen mit Kanada) GEGEN die Freihandelsabkommen TTIP und CETA und FÜR einen gerechten Welthandel. Mehr als 3,2 Millionen Menschen in ganz Europa unterzeichneten die Bürgerinitiative "Stopp TTIP". Es gab eine breite öffentliche Debatte über die Risiken der Abkommen mit den USA und Kanada.

Haben die Verantwortlichen aus den Protesten gelernt? Ja. Aber ganz anders als wir - und wahrscheinlich auch Sie - sich das vorstellen. Denn: Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit verhandelt die EU derzeit – natürlich „zufällig“ wieder während der laufenden Fußball-WM, die fast alle Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bindet  - über eine ganze Reihe von neuen Freihandels-Deals rund um den Globus, unter anderem das sogenannte JEFTA-Abkommen mit Japan. Aber nicht etwa werden die bei TTIP und CETA kritisierten Punkte dabei ausgespart. Nein, genau wie bei dem geplanten Abkommen mit den USA und bei dem Kanada-Abkommen geht es bei JEFTA nicht nur darum, daß die - ohnehin niedrigen - Zölle zwischen den Handelspartnern wegfallen, sondern auch um eine weitreichende Zusammenarbeit bei der Gesetzgebung. Standards und Normen, etwa im Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz, sollen in Zukunft angepaßt oder gegenseitig anerkannt werden. Zudem sollen einflußreiche "Handelsausschüsse" etabliert werden, in denen Vertreter der EU und Japans sitzen sollen - aber keine Volksvertreterinnen und Volksvertreter aus den Parlamenten.

Und dieses weitreichende Japan-Abkommen will die EU nun in weiten Teilen einfach alleine durchdrücken - ohne, daß die Parlamente in den Mitgliedsländern mitentscheiden dürfen!

Um das zu erreichen, bedient sich die Kommission eines Tricks: Das Abkommen wurde in zwei Teile geteilt: einen Handelsteil und einen Investitionsteil. Rein rechtlich fällt der Handelsteil in die alleinige Zuständigkeit der EU ("EU-only"). Deshalb kann er im Alleingang von den EU-Gremien in Kraft gesetzt werden. Über den Investitionsteil sollen die EU und die Mitgliedstaaten gemeinsam entscheiden. Doch dieser Teil existiert bisher noch gar nicht. Trotzdem soll der große Rest des Abkommens bereits in Kraft treten, sobald EU-Rat und Europaparlament entschieden haben. Mit diesem Kniff will die EU-Kommission anscheinend vermeiden, daß sich der Ärger um das EU-Kanada-Abkommen CETA wiederholt. Auch hier wollte die Kommission durchsetzen, daß die nationalen Parlamente NICHT abstimmen dürfen. Erst nachdem einige Mitgliedstaaten - darunter auch Deutschland - dagegen protestierten, lenkte die EU-Kommission ein: Die nationalen Parlamente dürfen mitentscheiden. Die gewählten Abgeordneten haben damit entscheidenden Einfluß: Stimmt zum Beispiel der Bundestag mit "Nein", ist das GESAMTE CETA-Abkommen gestoppt - nicht nur der Teil, der zweifelsfrei in die nationale Zuständigkeit Deutschlands fällt.

Genau das will die Kommission bei JEFTA jetzt offenbar mit allen Mitteln verhindern und dazu den Einfluß des Bundestages und der anderen Abgeordneten in den EU-Mitgliedstaaten beschneiden. Das Abkommen soll im Schnellverfahren an den nationalen Parlamenten vorbei beschlossen werden.

Wir wollen das nicht einfach hinnehmen! Wenn die EU künftig im Alleingang über Freihandelsabkommen entscheidet, werden wichtige Debatten über Handel, Handelsabkommen und deren Folgen für uns Verbraucherinnen und Verbraucher erstickt. Wir fordern daher den Bundestag auf, sich dieses Vorgehen nicht gefallen zu lassen. Wir wollen, daß unsere gewählten „Volksvertreter“ im Bundestag mitentscheiden über ein Abkommen wie JEFTA. Schreiben Sie daher jetzt an Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und seine Stellvertreterinnen und Stellvertreter: Stoppen Sie JEFTA, solange es nicht zu spät ist!

27.06.2018

Nettes Youtube-Video zum Abschluß: "Hahn schmust mit seiner Besitzerin"

Dieses Video zeigt u.a. wieder einmal auf, daß auch "Nutztiere" und auch Geflügel zu tiefer seelischer Bindung fähig sind.

 

Dazu passend noch ein Trailer (auf englisch) vom „Guibord Center“ über Repräsentanten aus allen Religionen zur Beziehung von Mensch und Tier – zumindest wie sie sein sollte, würde man seine eigenen Schriften nur ernst nehmen…

Trailer for ANIMA:  „Tiere – Glaube - Mitgefühl“

(Original: Animals. Faith. Compassion.)

18.06.2018

Großes Ziegenrettungs-Wochenende

Letztes Wochenende stand für ANIMAL SPIRIT wieder einmal ganz im Zeichen einer kurzfristigen, da dringenden Rettungsaktion für insgesamt 8 dreimonatige Ziegenkitze, die sonst allesamt beim Schlachter gelandet wären. Eine alte Bäuerin aus NÖ, die sowohl selber ein paar Ziegen für die „Milchproduktion“ züchtet, als auch noch zwei zusätzliche Mutterziegen samt Kitze ihrer krebskranken Nachbarin aufgenommen hat, rief uns an und fragte, ob wir die Kitze übernehmen könnten. Zuerst sprach sie von sechs, dann – bei der Abholung - stellte sich aber heraus, daß es sogar acht waren, darunter 3 weibliche, 4 Böcklein und sogar noch ein Zwitter! Für die 3 weiblichen konnten wir schnell einen guten Platz auf einem Hof in OÖ finden (natürlich werden sie auch dort nicht geschlachtet, es ist quasi ein privater Gnadenhof) und die 5 anderen haben wir nun auf unserem Gnadenhof Hendlberg aufgenommen.

Heute haben wir bereits alle 5 entwurmt und jetzt dürfen sie auch schon auf unserem eingezäunten Hof frei herumspringen. Wir haben sie auch gleich getauft, u.z. Tik, Tak, Toe (die 3 weißen), Rainbow (der Braune) und der kleine anhängliche Tommy. Er ist deshalb noch so anhänglich weil er der jüngste ist und gerade erst von seiner Mutter getrennt wurde; dafür hat er sich schon mit unserer Hof-Kuh Annemarie angefreundet (siehe Foto).

Und warum werden so kleine, süße Kitze – v.a. die männlichen – regelmäßig beim Schlachter „entsorgt“? Weil die Muttertiere – egal ob Kuh, Schaf oder Ziege – ohne regelmäßiges Gedecktwerden bzw. Besamen und Gebären von Jungen keine Milch mehr geben würden – zumindest nicht in wirtschaftlichem Ausmaß. Daher ist auch unser exzessiver Milchkonsum (natürlich neben dem Fleischkonsum) mit-schuld am millionenfachen jährlichen Massenmord an unschuldigen Tierkindern…

Wenigstens diese fünf dürfen jetzt ihr Leben lang bei uns am Hendlberg bleiben, ohne sich jemals vor dem Schlachtermesser fürchten zu müssen. Allerdings würde sich jeder von ihnen sehr über eine Patenschaft freuen! Infos auf unserer Homepage oder unter (+43) 02774-29330 bzw. eva@animal-spirit.at.

18.06.2018

Animal Hoarding bei der „Pferdeoase“ – endlich vor Gericht!

Wie wir bereits vor 3 Jahren (!) berichteten, haben sich die Behörden – besonders der zuständige alte Amtstierarzt – v.a. durch Wegschauen und Ignorieren dieses seit Jahren bekannten schweren Falls von Animal Hoarding und schwerer Vernachlässigung von über 100 Pferden „ausgezeichnet“. Wir hatten den Fall „Pferdeoase“/Michaela Herites ja bereits im Juli 2015 (!) zur Anzeige gebracht (siehe HIER), mit etlichen Beweisfotos und Zeugen, die bereit waren, das auch vor Gericht zu bestätigen. Leider ist seit damals so gut wie nichts passiert, obwohl sich die Zustände – v.a. in den Wintermonaten – noch weiter verschlimmert haben. Bis nun endlich eine junge Amtstierärztin in dieser BH Mistelbach übernommen und das Ganze vor Gericht gebracht hat – siehe Bericht in der NÖN vom 13.6.2018

Pferde sind wochenlang im Gatsch gestanden: Quälerei? Pferdeoase muß sich wegen des Verdachtes der Tierquälerei vor dem Landesgericht verantworten.

Geht es nach den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft, dann mußten vier Pferde am Pferdehof Pferdeoase höllische Schmerzen erleiden und wegen unsachgemäßer Haltung eingeschläfert werden. Die Pferdehofbesitzerin bestreitet das. Ob die Oase eine pferdegerechte Haltung bietet? „Pferde sind Herdentiere. Was ist da eine artgerechte Haltung?“, antwortet sie auf eine entsprechende Frage des Richters.

Am 8. Juni mußte sich die Ebendorferin wegen des Verdachts der Tierquälerei vor dem Landesgericht Korneuburg verantworten. Sie bekannte sich nicht schuldig, eine Diversion kam für sie nicht in Frage.

„Man konnte manche Verletzungen nicht entdecken, weil die Tiere nie geputzt wurden!“ sagte Mistelbachs Amtstierärztin im Zeugenstand.

Die Fakten: Der vergangene Winter war ziemlich feucht, was dazu führte, daß die Pferde auf der Gatschkoppel der „Pferdeoase“ über längere Zeit im Morast standen und keine Möglichkeit zu einem trockenen Unterstand hatten. „Dieser Winter war einer der schlimmsten, was die Regenmengen betrifft“, sagt die Pferdeoase-Besitzerin. Der Morast, der mit flüssigen und festen Ausscheidungen versetzt war, wie es in der Anklageschrift heißt, führte bei einigen Pferden zu chronischen Krankheiten, die nur unzureichend behandelt worden seien. Mitte Februar mußten dann vier Tiere eingeschläfert werden, weil ihr Zustand so schlecht war.

Wie schlecht war der Zustand? Ein Tierpathologe besah die Kadaver, als sie bei der Tierverwertung in Tulln eingeliefert wurden: Beginnende Hufrehe, tiefgreifende Veränderungen an der Huflederhaut - „das hätte dem Besitzer auffallen müssen“, urteilt er. Die Erkrankungen hätten zudem schon mehrere Monate bestanden. Ein anderes Pferd hatte rund um eine Fessel nekrotische Haut, so als ob über längere Zeit das Gewebe hier eingeschnürt worden sei. Vielleicht ein Heuballenband, das sich rund um die Fessel gewickelt hatte? „Man konnte manche Verletzungen nicht entdecken, weil die Tiere nie geputzt wurden“, sagt die Mistelbacher Amtsärztin. Aus ihrer Sicht seien die Tiere nur unzureichend medizinisch versorgt worden.

Verfahren vertagt

Allgemein hegte sie Zweifel an der richtigen Tierhaltung: „Pferde legen sich nicht auf feuchten Boden. Als ich dort war, hab ich vier Tiere liegen gesehen. So was hätte auffallen müssen.

Zwar habe ihr erster Besuch Mitte Jänner zu deutlichen Verbesserungen auf der Gatschkoppel geführt, 14 Tage später sei das aber auch schon wieder vorbei gewesen. Auf den Einwand der Besitzerin, daß jetzt alles passe, wies die Amtstierärztin darauf hin, daß jetzt ja ein anderes Wetter sei: „Aber der nächste Winter kommt bestimmt.“

Die Tierärztin des Reitstalls bekam nur erkrankte Tiere zu Gesicht, jenes Pferd mit der nekrotischen Haut am Fuß habe sie nie gesehen: Ihr seien die Pferde nur im Stall gezeigt worden, auf der Gatschkoppel habe sie kaum zu tun gehabt. Der Staatsanwalt beantragte ein Gutachten, wie weit die Haltung der Pferde auf der Pferdeoase fachgerecht ist bzw. Tierquälerei gegeben ist. Die Verteidigung beantragte neue Zeugen. Das Verfahren wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.

Das Verfahren vor dem Landesgericht Korneuburg wegen des Verdachtes der Tierquälerei nach einer Anzeige des Tierombudsmannes ist nicht das erste Mal, daß die Pferdeoase die Behörden beschäftigt: 2015 hatte Animal Spirit den Reiterhof wegen des Verdachtes des Animal Hoardings angezeigt. Der Vorwurf damals: 120 Huftiere, dazu noch etliches anderes Getier, würden gehortet und wahllos weitergezüchtet und müßten „unter tierschutzwidrigen Umständen dahinvegetieren“. Die Pferdeoase-Besitzerin bestritt damals die Vorwürfe, die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren nach ersten Erhebungen ein.

18.06.2018

Noch vor dem Beginn des heurigen islamischen Opferfestes "Kurban Bayrami" vom 21. - 24. August 2018 hat der in keinster Weise demokratisch legitimierte EuGH wieder einmal eine - für die Tiere und deren immer brutalere Ausbeutung - folgenschwere Entscheidung getroffen:

www.journalistenwatch.com: EuGH führt schrittweise Scharia ein: Rituelle Schlachtungen in zugelassenen Schlachthöfen erlaubt

Im Streit um das Schächten hat der Gerichtshof der Europäischen Union entschieden, „daß rituelle Schlachtungen ohne Betäubung nur in zugelassenen Schlachthöfen durchgeführt werden dürfen. Diese Verpflichtung beeinträchtigt nicht die Religionsfreiheit, da sie die freie Vornahme von rituellen Schlachtungen lediglich organisieren und hierfür Vorgaben technischer Natur geben soll, und zwar unter Berücksichtigung der wesentlichen Regeln für das Tierwohl und die Gesundheit der Tier­fleisch­konsumenten.“

Und wir erfahren etwas weiter im Text, welche Religion dabei im Blickfeld der Robenträger war: „Der Gerichtshof stellt klar, daß diese Ausnahme in keiner Weise die Praxis ritueller Schlachtungen in der Union verbietet, sondern im Gegenteil das Bestreben des Unionsgesetzgebers konkretisiert, die Schlachtung von Tieren ohne vorherige Betäubung zu erlauben, um zu gewährleisten, daß die Religionsfreiheit, namentlich der praktizierenden Muslime, während des Opferfests effektiv gewahrt wird.“

Natürlich können sich auch andere Glaubensgemeinschaften auf dieses Urteil stützen, beispielsweise Juden, aber prägnant ist, daß sie überhaupt nicht mehr erwähnt werden. Der Weg für eine in islamischen Ländern übliche Industrialisierung des Schächtens und noch mehr „legale Scharia“ scheint damit wieder ein wenig weiter eröffnet.

Folgendes nur schwer zu ertragende Schächt-Video kann nur von volljährigen Youtube-Nutzern angesehen werden. Es zeigt, wie die rituelle Praxis in der Massenproduktion umgesetzt wird.

Inwieweit sich die praktizierenden Muslime aber überhaupt in den Unionsländern an die geltenden Vorschriften halten werden und ob eine Verletzung vor dem Hintergrund dieses Urteils überhaupt noch von den Behörden verfolgt wird, ist Sache der Nationalstaaten. Sicher aber kann man jetzt schon sein, daß bestimmte politische Kreise dann von Bagatelldelikten sprechen, genau jene, denen beim Anblick solcher Bilder der Burger im Hals stecken bleibt…

18.06.2018

Albert Schweitzer Stiftung: Am 14. Juni war der »Stop Live Transport: International Awareness Day« – der Tag, an dem überall auf der Welt Menschen ihre Stimme erhoben haben, um Langstreckentransporte von lebenden Tieren zu beenden. Wir wollen nicht zulassen, daß weiterhin jedes Jahr Milliarden von landwirtschaftlich genutzten Tieren diesen Torturen ausgesetzt sind. In über 30 Ländern fanden daher Kampagnen und Veranstaltungen zur Beendigung der Langstreckentransporte statt.
Besonders jetzt - in der sommerlichen Hitze - bedeutet der Transport über lange Distanzen eine immense Quälerei. Die Tiere sind oft mangelhaft versorgt und stundenlang der Hitze in überfüllten Fahrzeugen ausgesetzt. Weder die nationale noch die EU-Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport reicht aus, um die Tiere vor diesem Leid wirksam zu schützen. Auf Transporten in Nicht-EU-Länder werden oft noch nicht einmal diese Tierschutzbestimmungen eingehalten. Und in Zielländern außerhalb der EU ist die Gesetzgebung zum Tierschutz oft noch viel unzureichender oder es gibt schlichtweg gar keine.

Unterzeichnen Sie unsere Petition an den Ausschuß für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag. Er soll sich mit Nachdruck dafür einsetzen, Langstreckentransporte zu verbieten sowie Abkommen über Lebendexporte mit Ländern außerhalb der EU zu beenden. Fordern Sie jetzt das Ende der grausamen Langstreckentransporte!

Nach einem öffentlichen Fachgespräch zu Tiertransporten am 25. Juni muß der Ausschuß für Ernährung und Landwirtschaft über Anträge der Grünen und der FDP zur Begrenzung von Transporten entscheiden. Fordern Sie die Mitglieder des Bundestagsausschusses auf, Langstreckentransporten von lebenden Tieren aus Deutschland in andere Länder ein Ende zu setzen. Der Ausschuß muß jetzt seinen Einfluß nutzen, um diesen grausamen Handel mit Tieren zu stoppen. Unterzeichnen Sie HIER die Petition und fordern sie den Ausschuß für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag auf, sich dafür einzusetzen, Langstreckentransporte zu verbieten und Abkommen über Lebendexporte mit Ländern außerhalb der EU zu beenden.

Und HIER geht es zur englischen Petition unserer Partner-Organisation CIWF mit demselben Ziel: www.stoplivetransport.org

18.06.2018

zentrum-der-gesundheit.de: Warum Fleisch herzkrank machen kann

Fleisch kann herzkrank machen. Bisher hatte man immer die gesättigten Fettsäuren in Verdacht. Doch ist Fleisch heute oft so mager, daß es am Fett kaum noch liegen kann. Forscher haben nun einen weiteren Risikofaktor im Fleisch entdeckt – ein bestimmter Stoff, auf den manche Menschen sensibel reagieren. Als Folge dieser fast schon allergischen Reaktion bilden sich Ablagerungen an ihren Herzgefäßen. Arteriosklerose entsteht. Da man von dieser Reaktion aber nichts spürt, weiß man nicht, ob man zu den fleischempfindlichen Menschen gehört.

Wie Fleisch dem Herzen schaden kann

Fleisch erhöht das Risiko für Herzkrankheiten. Das weiß man schon lange. Warum dies so ist, weiß man jedoch noch nicht genau. Eigentlich ging man immer davon aus, daß die enthaltenen gesättigten Fettsäuren den Cholesterinspiegel erhöhen und dieser nun zu Ablagerungen an den Blutgefäßwänden führt. Daß gesättigte Fettsäuren nicht das Problem sein können, haben wir bereits hier im Zusammenhang mit Kokosöl erklärt.

Ein Wissenschaftlerteam des National Heart, Lung and Blood Institute in Bethesda, Maryland hat im Jahr 2018 nun einen Stoff (ein Allergen) im Fleisch entdeckt, auf den manche Menschen empfindlich reagieren. Diese Sensitivität soll nun zu den typisch arteriosklerotischen Ablagerungen führen, die Herzinfarkt und Schlaganfall begünstigen.

Arteriosklerose durch Fleischallergie

Ultraschallbilder vom Querschnitt der Herzkranzgefäße zeigten, daß sich bei Menschen mit dieser Sensitivität eine sehr viel dickere Schicht mit Ablagerungen bildet als bei Menschen ohne diese Empfindlichkeit. “Unsere neuen Erkenntnisse lassen die Vermutung zu, daß eine Allergie auf rotes Fleisch ein bisher unerkannter Faktor bei der Entstehung von Herzkrankheiten sein könnte”, sagte Studienleiterin Dr. Coleen McNamara, Professorin für Medizin am Herzforschungszentrum der University of Virginia.

Fleischallergie ohne Symptome

Eine echte Fleischallergie betrifft nur wenige Menschen. In den USA wird geschätzt, dass es sich um 1 Prozent der Bevölkerung handelt. Die Zahl jener Menschen jedoch, die nach Fleischverzehr zwar Antikörper entwickeln, ohne jedoch die typischen allergischen Symptome zu zeigen, ist sehr viel höher und kann in manchen Regionen bis zu 20 Prozent erreichen – so die Forscher rund um McNamara. Man spürt es also nicht, ob man zu den fleischsensitiven Menschen gehört oder nicht.

Erst in den letzten Jahren konnte das Hauptallergen im roten Fleisch identifiziert werden. Man nennt es Galactose-α-1,3-galactose oder alpha-Gal, eine Art komplexer Zucker. Außerdem entdeckte man, daß der Biß einer Zecke Menschen, die bisher nicht auf Fleisch sensibel reagierten, mit dieser Sensitivität versehen kann. Daher scheint die symptomlose Fleischallergie in entsprechenden Zecken-Regionen besonders häufig zu sein.

Schon seit einiger Zeit gehen Forscher davon aus, daß es Allergene sind, die bestimmte Veränderungen im Immunsystem bewirken, die dann wiederum zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen. Welche Allergene dies sein könnten, wußte man bisher jedoch noch nicht.

Ablagerungen in den Blutgefäßen bei Fleischallergikern um 30 Prozent dicker

In McNamaras Untersuchung konnte zum ersten Mal gezeigt werden, daß ein spezifischer Blutmarker (der auf eine Fleischsensitivität hinweist) in engem Zusammenhang mit der Ausprägung arteriosklerotischer Ablagerungen steht. Bei diesem Blutmarker handelt es sich um einen Antikörper vom Typ der Immunoglobuline E, der auf das Allergen alpha-Gal spezialisiert ist.

Das Forscherteam analysierte nun Blutproben von 118 Erwachsenen und fand besagte Antikörper bei 26 Prozent der Probanden. Diese hatten gleichzeitig um 30 Prozent dickere Ablagerungen in den Blutgefäßen als die Probanden ohne Antikörper und somit auch ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Natürlich handelt es sich um allererste Untersuchungen, sodaß zunächst noch weitere Studien erforderlich sein werden, um die aufgestellten Hypothesen zu bestätigen. Dennoch sollte man – sobald eine Fleischallergie diagnostiziert wurde – umgehend auf jede Form roten Fleisches verzichten (Rind, Kalb, Schaf, Lamm, Wild, Schwein, Pferd, Ziege, Kaninchen etc.).

Dem Herzen zuliebe besser kein Fleisch

Während also die American Heart Association bisher nicht grundsätzlich von Fleisch abgeraten hat, sondern immer nur zu magerem Fleisch riet (weil man davon ausgegangen war, daß es die gesättigten Fette sind, die dem Herz schaden können), gibt es nun von eben dieser Association einen neuen Tipp: Mageres Fleisch könnten nach wie vor jene essen, die NICHT allergisch auf Fleisch seien.

Zwar kann man seinen Arzt jetzt natürlich fragen, ob er den entsprechenden Antikörpertest durchführen würde. Ob er es jedoch auch schon kann, dürfte fraglich sein, da die neuen Erkenntnisse ja erst im Juni 2018 veröffentlicht wurden. Die meisten Menschen werden also zunächst nicht wissen, ob sie allergisch sind oder nicht.

Wir raten daher – wie wir es schon immer taten – zu einer pflanzenbasierten basenüberschüssigen Ernährungsweise aus Gemüse, Salaten, Früchten, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Samen und Nüssen. Selbstverständlich sollten all die anderen Maßnahmen darüber hinaus nicht vergessen werden: Viel Bewegung, ein gutes Streßmanagement, Normalgewicht, ausreichend Schlaf, eine gute Darmgesundheit etc. Diese Vorgehensweise wird nicht nur Schäden am Herzen vorbeugen, sondern insgesamt zu einer hervorragenden Fitneß und Allgemeingesundheit führen.

12.06.2018

Dreitägige Aktionen gegen CETA-Ratifizierung im österr. Parlament: CETA = VOLKSVERRAT!

Am morgigen 13. Juni soll im österr. Parlament der für die ganze EU und natürlich auch für Österreich folgenschwere „Freihandels“-Vertrag CETA zwischen Kanada und der EU ratifiziert werden. Während die beiden altbekannten „Betonierer“-Parteien ÖVP und NEOS sich schon immer offen für diesen für KMUs, Landwirtschaft, Sozialstandards, Umwelt- und Tierschutz ruinösen Handelsvertrag ausgesprochen haben, hat die nunmehr „kleine“ Regierungspartei FPÖ in den beiden vergangenen großen Wahlkämpfen – Bundespräsident und Nationalrat – zigfach beteuert und versprochen, daß es mit ihnen kein CETA ohne vorherige verbindliche Volksabstimmung geben würde. Kaum sitzt nun die FPÖ ebenfalls an den „Futtertrögen der Macht“, sind diese Wahlversprechen – neben vielen anderen – nur noch „Schnee von gestern“. CETA stellt eine enorme Bedrohung für unser Gemeinwohl dar, für unsere sozialen, wirtschaftlichen und Arbeitnehmer-Rechte sowie für Umwelt und Tierschutz. Mit CETA wird auch unsere Demokratie zum Spielball der Konzerne, denen mit den Sonder-Schiedsgerichten quasi die Ober-Hoheit über die staatliche Gesetzgebung eingeräumt werden soll!

ANIMAL SPIRIT hat daher gestern – gemeinsam mit der IHU (Initiative Heimat & Umwelt) – eine OTS-Presseaussendung zu diesem Thema veröffentlicht und ist sowohl gestern als auch heute den ganzen Tag mit PKW und Anhänger samt 2 großen Transparenten ("CETA = VOLKSVERRAT, Volksabstimmung statt Regierungswillkür") und entsprechenden Megaphon-Durchsagen durch verschiedene Bezirke von Wien gefahren (siehe Fotos). Morgen werden wir ab 8 Uhr mit diesem Gespann noch vor dem (interimistischen) Parlament am Josefsplatz in Wien stehen, wo alle NR-Abgeordneten zur entscheidenden Ratifizierungs-Sitzung, die um 9 Uhr beginnen soll, vorbeigehen müssen.

Hier 2 Zitate aus der gestrigen OTS-Presseaussendung: "Der geplante Wählerverrat der FPÖ bei der CETA-Ratifizierungsabstimmung im Nationalrat am 13. Juni ist durch nichts gerechtfertigt", erklärt die Obfrau der unabhängigen "Initiative Heimat & Umwelt" (IHU), Inge Rauscher. Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT, ergänzt: „Freihandelsabkommen wie CETA - und in weiterer Folge möglicherweise auch TTIP, JEFTA, MERCOSUR etc. - würden auch verstärkter Tierquälerei Tür und Tor öffnen. Noch mehr Freihandel würde Tiere noch rechtloser machen und noch längeren, sinnlosen Transporten aussetzen, was auch umweltpolitisch - in Zeiten des Klimawandels – ein nicht hinnehmbarer Wahnsinn wäre. Zudem würden die in der EU ohnehin nicht allzu strengen Tierschutz-Standards weiter reduziert und auf ´amerikanische Verhältnisse` herabgesenkt werden: Monster-Legebatteriebetriebe mit 1 Mio Tieren und mehr, körperenge Einzelboxen der Kälber oder lebenslange Kastenstandhaltung bei Muttersauen….“

Lesen Sie die ganze OTS-Presseaussendung HIER.

12.06.2018

www.zeit.de: Arme Schweine

Amtstierärzte sollen kontrollieren, daß Tierbetriebe ordentlich arbeiten. Decken sie jedoch Mißstände auf, werden die Veterinäre angefeindet und bedroht.

Am Ende wußte Petra Weber keinen anderen Ausweg mehr, als sich krankschreiben zu lassen – das Spiel wollte sie nicht mehr mitspielen. Jetzt sitzt die promovierte Tierärztin zu Hause, statt zu kontrollieren, ob Schweine, Rinder oder Hühner verletzt in ihren Ställen liegen. "Unwahrscheinlich frustrierend ist das", sagt sie. Vor wenigen Monaten hat Webers Karriere ein jähes Ende genommen: Bis dahin hatte sie eine Führungsposition in einem Veterinäramt in einem deutschen Landkreis. "Heute bin ich gerade noch eine bessere Sekretärin", sagt sie. "Ich darf nichts mehr entscheiden." Wo genau sie arbeitet und wie Petra Weber wirklich heißt, das darf nicht in der Zeitung stehen. Weil die Tierärztin Angst hat. Angst, gegen die sogenannte Loyalitätspflicht zu verstoßen, die sie als Beamtin gegenüber dem Staat hat. Angst, darüber ihren Pensionsanspruch zu verlieren. Wer als Whistleblower auf Mißstände bei seinem Arbeitgeber hinweist, hat in Deutschland viele Nachteile. Deshalb spricht sie nur anonym.

Die Geschichte der Tierärztin Petra Weber ist beispielhaft für die Mißstände im deutschen Tierschutzvollzug (Anm.: in Österreich sieht es leider nicht viel anders aus!). Als Amtstierärztin war es ihr Job, auf Schlachthöfen, bei Landwirten oder etwa bei privaten Hundehaltern zu kontrollieren, ob diese die Tierschutzgesetze einhalten. "Eine der Besten" sei sie gewesen, sagen Tierschützer. Doch das ist vorbei, seit ihr neuer Chef sie versetzt hat. Sie darf das Büro nur noch selten verlassen. Landwirtschaftliche Betriebe darf sie gar nicht mehr besuchen, soll nicht einmal mehr mit ihren Kollegen darüber sprechen. "Ich wurde kaltgestellt", so nennt Weber das.

Damit ist sie nicht allein. Der ZEIT liegen acht Aussagen von Amtsveterinären vor, weitere Fälle hat die ZEIT anhand von Gerichtsunterlagen ausgewertet. Gegen die Zusicherung von Anonymität erzählen die Veterinäre, wie schwer ihnen ihre Arbeit gemacht wird. Sie berichten von Morddrohungen, von Mobbing, von willkürlich anmutenden Versetzungen und politischer Einflußnahme. Die Berichte deuten darauf hin, daß es in Deutschland ein Vollzugsdefizit gibt, das von den Behörden nicht nur in Kauf genommen, sondern gefördert wird.

Verstöße gegen das Tierschutzgesetz werden oft nicht geahndet

Wie so ein Behördenversagen aussieht, kann man in einem Gerichtsurteil des Oberlandesgerichtes Naumburg nachlesen. Tierschützer hatten illegal in einer Schweinezucht desaströse Zustände gefilmt. Sie wurden freigesprochen, weil es sich um einen kaum zu überbietenden Notstand handele, so das Gericht – und weil die Behörden versagten. So heißt es in der Urteilsbegründung, daß die Gesetzesverstöße dem zuständigen Amt bekannt waren, "jedoch nicht beanstandet worden" seien. Der Landkreis gab sogar im Laufe des Prozesses zu, "daß die (...) in den letzten Jahren durchgeführten Kontrollen nicht unerhebliche tierschutzwidrige Zustände gedeckt haben". Weitere Gerichte stellten in den vergangenen Jahren andere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz fest, die nicht geahndet werden. "Wer eine Tierquälerei begeht, wird bestraft, wer sie tausendfach begeht, bleibt straflos und kann sogar mit staatlicher Subventionierung rechnen", faßt Jens Bülte, Professor für Wirtschaftsstrafrecht an der Universität Mannheim, zusammen.

Wie ist zu erklären, daß die Behörden in Deutschland ihrem Job nicht nachkommen?

Um das zu beantworten, muß man Tierärzte wie Petra Weber finden. Leute, die nicht schweigen, sondern reden. "Für meinen Chef bin ich eine Querulantin", sagt sie. Unbequem könne sie sicher sein, das räumt sie offen ein, aber das müsse man eben auch, wenn man sich für den Vollzug der Tierschutzgesetze einsetze. Die Arbeit ist hart und undankbar, oft werde man bedroht oder gemobbt. Den Freitod der Amtsveterinärin Anya Rackow im Jahr 2014, ein Fall, der bundesweit für Aufsehen sorgte, kommentierte ihr Chef damals so: "Obwohl sich Dr. Rackow bis zu ihrem Tod nie etwas hat zuschulden kommen lassen, wurde sie – nicht zuletzt wegen ihrer korrekten, unbestechlichen Art – die letzten Jahre von außen zunehmend und ganz gezielt angefeindet, bedroht und verleumdet."

Die Nähe zwischen Fleischproduzenten und Politik ist ein Problem

Besonders schlimm ist das häufig für diejenigen Veterinäre, die auf Schlachthöfen eingesetzt sind. "In einem Rinderbetrieb wurde mir gesagt, daß man schon mal in ein Messer laufen kann, wenn man zu oft überall rumschnüffelt", so beschreibt es eine Amtstierärztin aus Norddeutschland. Unabhängig voneinander berichten mehrere Tierärzte sogar von Morddrohungen. "Halt’s Maul, du blöde Kuh! Ich kann dir auch gleich eine überbraten", habe ihr einmal der Abteilungsleiter eines Schlachtbetriebes nach kritischen Einwänden gedroht, berichtet eine Veterinärin. Als sie ihrem Vorgesetzten später davon berichtete, habe dieser nur erwidert, ein Schlachthof sei eben "kein Mädchenpensionat".

Was diese Tiermediziner gemein haben: Sie alle haben sich getraut, den Schlachtbetrieb aufzuhalten, wenn Schweine oder Rinder nicht richtig betäubt wurden, bevor ihnen der Bauch aufgeschlitzt wurde. Genau das ist ihr Job. Doch statt Lob gab es oft Probleme. "Urlaube wurden unter fadenscheinigen Gründen nicht genehmigt, Bildungsurlaube gestrichen, Akten verschwanden", berichtet eine Amtsveterinärin aus Niedersachsen. Die vielen Aussagen verdichten sich zu einem Bild: Wer Ärger macht, bekommt Ärger.

Doch wieso werden Leute, die Mißstände ahnden wollen, zurückgepfiffen? Wie ist das Verhalten der Behörden zu erklären? Diese Frage hat sich auch der Bayerische Oberste Rechnungshof gestellt, nachdem in Bayern im Jahr 2015 massenhaft salmonellenverseuchte Eier in den Handel gekommen waren – und das staatliche Kontrollversagen offenbar wurde. Das Gutachten aus dem Jahr 2016 zeigt zum einen, daß die Mindestzahl der Kontrollen häufig nicht eingehalten wird. Bei Schweinebetrieben beispielsweise wird nicht einmal die Hälfte der gesetzlich vorgeschriebenen Anzahl erreicht – und die liegt ohnehin gerade einmal bei zehn Prozent der Betriebe pro Jahr. Das sei "seit Jahren" so, steht dort, und das sei den vorgesetzten Dienstbehörden auch bekannt. Beachtenswert ist aber vielmehr, daß sie nicht nur anzweifeln, daß oft genug kontrolliert wird, sondern auch sorgfältig genug. Denn die Gutachter schreiben, daß häufig die Grundsätze zur Bekämpfung von Korruption nicht beachtet würden, wie etwa das Vier-Augen-Prinzip oder die regelmäßige Rotation der Aufgabenbereiche, sodaß keine allzu große Nähe zwischen Kontrolleur und Kontrolliertem entstehen kann.

12.06.2018

www.watson.de: Warum zur Hölle fangen die Isländer wieder Wale? 

Ab dem 10. Juni begannen isländische Fischer wieder Jagd auf Finnwale zu machen, zwei Jahre hatten sie pausiert. Finnwale sind eine gefährdete Tierart, 161 Wale dürfen die Fischer töten, diese Quote hat die isländische Regierung erlaubt. Nur: Weltweit wollen immer weniger Menschen das Fleisch essen. Auch Isländer kaum. Die Finnwaljagd ist für die Fischer ein Minusgeschäft.

Warum machen sie das dann?!

Der Fischexport ist neben dem Tourismus der größte Wirtschaftszweig der Isländer. Das größte Walfischunternehmen Islands und das einzige, das auch den gefährdeten Finnwal jagt, ist Hvalur. Sein größter Absatzmarkt ist Japan. Weil Japan zu hohe Qualitätsstandards verlangte und das isländische Walfleisch mit Umwelttoxinen verseucht war, mußte Hvalur seinen Walfang zwei Jahre lang einstellen.

Mittlerweile hat Japan seine Importregulierungen wieder gelockert. Hvalur, so scheint es, wittert die Chance, mit dem Walfang nach zwei Jahren Flaute wieder den Export, und damit auch Islands Wirtschaft, anzukurbeln. In Zusammenarbeit mit der University of Iceland möchte Hvalur außerdem Medikamente gegen Eisenmangel entwickeln – aus Finnwalblasen und Knochen.

Wie viele Wale werden im Schnitt gejagt? 

- Im 20. Jahrhundert wurden weltweit insgesamt 2,6 Millionen Wale getötet (Marine Fisheries Review)
- Norwegen tötetete 2016 1480 Wale (Whale and Dolphin Conservation)
- Japan tötete 2017 300 Tiere (IFAW)
- Die Tiere werden mit Harpunen gejagt. Moderne Modelle explodieren beim Aufprall oder im Tier. Oft sterben die Wale aber nicht gleich, sondern ertrinken in einer Spanne von bis zu 30 Minuten, bevor sie an Bord gezogen und ausgenommen werden. 

12.06.2018

Regenwald.org: Merkels Minister entscheidet über die Ausrottung der Orang-Utans

Ein Video geht dieser Tage um die Welt: Es zeigt einen Orang-Utan in Indonesien, der auf einem fast gerodeten Baumstamm vor Holzfällern flüchtet und verzweifelt versucht, an der Schaufel eines Baggers vorbeizukommen, die sich ihm in den Weg stellt. Tierschützer haben die Filmsequenz ins Internet gestellt, um auf die Vernichtung der Lebensräume der Orang-Utans aufmerksam zu machen. Immer tiefer fressen sich in Südostasien Palmölplantagen in die Regenwaldgebiete. Die dort heimischen Orang-Utans werden bei den Abholzungsarbeiten erschlagen oder vertrieben. Überlebende Tiere irren oft hilflos auf den Rodungen umher und verhungern. Wenn die Regenwaldzerstörung nicht sofort gestoppt wird, drohen neben den Orang-Utans auch viele weitere Tiere wie Waldelefanten, Sumatratiger und Javanashorn in der Natur auszusterben.

Einer der Motoren für die Regenwaldzerstörung für Palmölplantagen ist die völlig fehlgeleitete Bioenergiepolitik der EU und ihrer Mitgliedsländer. Neuste Zahlen über die Importe von Palmöl belegen das sehr deutlich. Mittlerweile gehen 61% des in die EU eingeführten Palmöls in die Energieerzeugung: 51 % (4,3 Millionen Tonnen) für die Produktion von „Biosprit“ sowie 10 % (0,8 Millionen Tonnen) für Strom und Wärme. 3 Millionen Tonnen Palmöl (=39%) verbrauchen die Lebensmittel- und Chemieindustrie. Insgesamt 7,7 Millionen Tonnen Palmöl importierten die EU-Länder 2017, so viel wie noch nie. Und nachdem die EU Ende vergangenen Jahres die Antidumpingzölle auf Biodiesel aus Malaysia (Rohstoff Palmöl) aufgehoben hat, sind auch die Einfuhren von Palmöldiesel auf 400.000 Tonnen in die Höhe geschnellt. In jedem Liter Dieselkraftstoff, der in der EU getankt wird, steckt ein Stück Regenwaldrodung in Südostasien.

Seit gestern blockieren in Frankreich Hunderte Bauern Anlagen des Ölkonzerns Total. Sie protestieren damit gegen geplante Importe von Palmöl, das sie als Konkurrenz zu heimischen Pflanzenölen sehen. Bei Marseille baut Total eine riesige Biospritraffinerie, in der als Rohstoff hauptsächlich das tropische Pflanzenöl eingesetzt werden soll. Noch ist es nicht zu spät: Aktuell verhandelt die EU über die künftige Bioenergiepolitik. Das EU-Parlament hat bereits im Januar 2018 mit großer Mehrheit beschlossen, daß Palmöl als Rohstoff für die Produktion von Biosprit und als Brennstoff in Kraftwerken 2020 auslaufen soll. Doch einige EU-Länder - vor allem Frankreich, Italien und Spanien - wollen das verhindern. Zusammen mit Indonesien, Malaysia und der Palmölindustrie betreiben sie intensive Lobbyarbeit in Brüssel. Diese Woche treten die EU-Verhandlungen in die voraussichtlich letzte und entscheidende Runde ein. 

Bitte unterstützen Sie unsere Petition an den deutschen Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier. Die Bundesregierung soll bei der EU dafür sorgen, daß Palmöl aus der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU gestrichen wird. Palmöl würde dann nicht mehr auf die gesetzlich vorgeschriebenen Beimischungsziele, Biospritquoten und Subventionen angerechnet werden.

HIER gehts zur Petition für die Orang-Utans!

12.06.2018

Faszinierender Himmels-"Tsunami":

sputniknews.com: Der Hobbyfotograf Peter Maier hat auf Facebook ein faszinierendes Zeitraffer-Video vom österreichischen Millstätter See veröffentlicht, das seinen Worten zufolge einen „Himmels-Tsunami“ zeigt. Die ungewöhnlichen Aufnahmen ließen bisher eine halbe Million Nutzer staunen.

Auf dem Video ist ein Wolkenbruch zu sehen, der am Sonntagnachmittag niedergegangen sein soll. Laut dem „Kurier“ bildete sich innerhalb von nur 30 Minuten eine gewaltige Regensäule, die über den See hinweg schwappte.