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z.B. 22/08/2017
21.08.2017

Wasserschildkröte zugelaufen und auf Gnadenhof gebracht

Letztes Wochenende ist der Tochter von unserem Obmann Dr. Plank in Salzburg eine Rotwangen-Schmuckschildkröte in den Garten „zugelaufen“. Diese hier an sich nicht heimische Wasser- bzw. Sumpfschildkröte wird oft von Menschen im Zoohandel gekauft und diese wissen dann selten, wie sie die Tiere artgerecht und v.a. auch ausbruchsicher halten sollen; bzw. werden viele auch vorsätzlich wieder ausgesetzt, wenn sie den „Besitzern“ zu groß oder arbeitsintensiv geworden sind…

Immerhin war „Frieda“ so schlau, wenigstens bei Tierfreunden Zuflucht zu suchen, welche sich gleich um einen geeigneten Lebensplatz bemüht haben. Diesen haben wir dann auch bald im privaten Gnadenhof „Hilfe für Tiere in Not“ von Gabriele Zellinger im niederösterreichischen Haag gefunden, wohin Dr. Plank die arme Schildkröte gleich heute gebracht hat. Dieser ganz ohne Spendengelder betriebe Gnadenhof beherbergt neben 20 geretteten Pferden auch noch Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde, Katzen, Enten, Gänsen, Papageien und Sittichen eben auch noch einige Lande- und Wasserschildkröten. Frieda hat ihr neues Zuhause mit Tauchbecken und 5 weiteren Artgenossen gleich freudig angenommen und wollte gar nicht mehr aufhören, im Wasser herumzuschwimmen (siehe auch weitere Bilder unten).

Danke an Gaby Z. für die spontane Hilfsbereitschaft! Wer diesen privaten Gnadenhof unterstützen will – hier die Kontonummer, IBAN: AT06 3427 6000 0052 7333. Für Besuche bitte anmelden unter (+43) 0699-10190060.

21.08.2017

Fohlenauktionen starten schon diese Woche!

Wie im letzten Newsletter berichtet, beginnen in Kürze wieder die allherbstlichen Fohlenauktionen - die erste bereits kommenden Sonntag in Mauterndorf, Sbg. Und schon am 4. September werden wir von ANIMAL SPIRIT in Tirol sein, um die ersten Haflingerkinder freizukaufen, die bereits von der Zucht aussortiert worden sind und daher mit großer Wahrscheinlichkeit von den Viehhändlern für den Schlachthof aufgekauft würden. Für 10 Haflingerfohlen haben wir schon Plätze in Österreich und Deutschland gefunden, wenn es noch mehr würden, könnten wir noch  mehr retten - in dem Fall bitte gleich an tanja@animal-spirit.at schreiben oder unter (+43) 02774-29330 anrufen.

Ab der zweiten Septemberhälfte werden wir dann wieder bei einigen Norikerfohlen-Versteigerungen präsent sein; besonders für diese gutmütige Pferderasse suchen wir noch weitere gute Privatplätze! Mehr zu unseren Fohlenauktionen und was wir dadurch in den letzten 14 Jahren erreichen konnten, lesen Sie in unserem aktuellen Fohlen-Mailing, welches diese Woche zur Post geht. Bitte unterstützen Sie uns auch heuer wieder dabei, damit wir diese teure und aufwendige Aktion ausreichend finanzieren können. Heuer kostet ein Fohlen bereits – je nach Gewicht und Rasse – zwischen 550,- und 900,-! Und wenn Sie einen guten Lebensplatz (gegen Schutzvertrag) für ein oder mehrere Haflinger- oder Norikerfohlen anbieten können, melden Sie sich bitte umgehend bei uns im Büro unter (+43) 02774-29330 oder unter tanja@animal-spirit.at dafür an. Herzlichen Dank im Namen der Fohlen!

21.08.2017

Heftige Unwetter verwüsten Tiergehege am Gnadenhof Esternberg!

Letzten Freitag, den 18. August zog um 23 Uhr ein Sturm in Orkanstärke über Esternberg hinweg, begleitet von heftigen Gewittern und Regenschauern. Gnadenhofleiterin Anita schreibt: „Viele – auch große - Bäume konnten dem Sturm nicht standhalten und wurden entwurzelt oder gingen zu Bruch wie Zündhölzer. Der Zaun von unserer Kuhweide, der an den Wald angrenzt, wurde durch die herabstürzenden Bäume und Äste sehr schwer beschädigt. Jetzt müssen wir die entwurzelten Bäume mit schweren Forstmaschinen bergen lassen, wie das erst vor 2 Jahren auch der Fall gewesen ist, zudem die beschädigten Dächer reparieren. Immerhin hatten wir Glück im Unglück, indem weder Menschen noch Tiere durch die herabstürzenden Dachschindeln und Äste verletzt wurden; aber die Dächer müssen schnellstens repariert werden, damit nicht noch mehr Regenwasser ins gelagerte Heu und Stroh eindringen kann.

Die Esel und Pferde standen alle verängstigt im schützenden Stall, aber die Rinder wurden in der Nacht auf der Weide von dem Unwetter völlig überrascht. Nachdem der schlimmste Sturm vorbei war, sind wir noch in der Nacht, ausgerüstet mit Taschenlampen, auf Rindersuche gegangen: Die armen Kühe und Ochsen hatten sich in zwei Gruppen geteilt, Amsi und Heidi standen völlig verängstigt in der Nähe des Unterstands am Waldrand, weil riesige Eichen und Buchen neben dem Unterstand umgebrochen waren (siehe Foto). Durch unsere Zurufe kamen sie gleich zu uns hergelaufen und haben den Rückweg in den Offenstall angetreten. Die restlichen 11 Rinder mit dem großen Ochsen Berti und dem kleinen Kalb Alois standen versprengt auf der Pferdeweide herum, auch sie schienen erleichtert zu sein, unsere Stimmen zu hören. Brav liefen sie alle mit in den trockenen und sicheren Rinderstall. Wir waren all sehr erleichtert, auch diese Tiergruppe in Sicherheit zu wissen.

Systematisch überprüften wir mit unseren Taschenlampen alle Tiergehege und den Tierbestand. Erleichtert daß keine Tiere verletzt wurden oder gar ums Leben gekommen sind konnten wir erst in den Morgenstunden unsere Betten aufsuchen. Dieses Unwetter hat enorme Sachschäden hinterlassen, die leider nicht von der Versicherung gedeckt sind, wir sind daher für jede Spende sehr dankbar, damit wir die Schäden bald beheben können!“

21.08.2017

Petition, change.org: Schützt die Arbeitstiere bei den ägyptischen Pyramiden, in Luxor und Assuan vor Mißbrauch!

Wenn es um Tierrechte in Ägypten geht, ist dieses Land leider bekannt für einen wenig erfreulichen Rekord. Pferde und Kamele spielen im ägyptischen Tourismus eine wichtige Rolle, viele Familien hängen von ihnen für ihr Überleben ab, dennoch werden diese Arbeitstiere oft schwer mißhandelt.

Sowohl Kutschen- als auch Reit-Pferde und Kamele werden dort brutal geschlagen, vernachlässigt und gepeitscht, während sie viele Touristen um die Pyramiden ziehen. Sie werden gezwungen, in der extremen Hitze ohne jeglichen Schutz, ohne Nahrung oder Wasserversorgung täglich bis zu 20 Stunden zu arbeiten und das ein langes quälendes Leben lang. Sie haben oft Krankheiten oder riesige unbehandelte Fleischwunden unter ihren Sätteln und werden trotzdem immer noch geritten. Bis zu ihrem letzten Atemzug werden benützt und ausgebeutet. Quasi die "Hölle auf Erden" für alle ägyptischen Kutschenpferde, Esel und Kamele. Dieser Horror muß jetzt gestoppt werden!

 Wenn dieses Elend endlich aufhören würde, würde das nicht nur den vielen Arbeitstieren in den Touristenhochburgen Ägyptens zugute kommen, sondern könnte auch das dortige Bewußtsein für Tierschutz und Tierrechte im Allgemeinen erhöhen. Unterschreiben Sie daher bitte die (englische) Petition an den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah el-Sisi!

07.08.2017

Fohlenauktionen beginnen wieder in Kürze!

Bereits in knapp einem Monat beginnen die allherbstlichen Fohlen-Versteigerungen: schon Anfang September wird ein Team von ANIMAL SPIRIT heuer das erste Mal nach Tirol fahren und die ersten Haflinger-„Schlachtfohlen“ freikaufen. In der zweiten Septemberhälfte geht es dann weiter mit den Noriker-Kindern, oft gerade einmal nur 4 Monate jung und schon landen viele von ihnen auf einem der lauten, brutalen Fohlenmärkte in Salzburg, OÖ oder Kärnten.  Unser neues Fohlenmailing dazu ist bereits im Druck und wird Ende August versandt, bereits jetzt können Sie es als PDF ansehen. Jedes Jahr sind wir also spätestens ab August auf die kommenden Pferdemärkte konzentriert. Dort landen nach einem kurzen idyllischen Weidesommer (siehe Foto) wieder viele Haflinger- und Norikerfohlen.

Die seit 14 Jahren stattfindenden Fohlenfreikäufe von ANIMAL SPIRIT helfen, zumindest einigen der Tierkinder das Leben zu retten und sie an gute Lebensplätze zu vermitteln. Bitte helfen Sie uns dabei

1. Einen guten Platz in Österreich oder Deutschland zu finden und

2. diese sehr teure Aktion auch finanzieren zu können. Denn ein Fohlen kostet – je nach Gewicht und Rasse – bereits zwischen 550,- und 900,-! Dazu kommen dann noch die oft großen Transportspesen zu ihren neuen Lebensplätzen, von der aufwendigen Organisation reden wir gar nicht… Damit es aber auch heuer wieder so viele wie möglich werden, ersuche ich Sie daher bereits jetzt um Ihre Unterstützung. Vielen Dank!

Wenn auch Sie einen guten Lebensplatz (gegen Schutzvertrag) für ein oder mehrere Haflinger- oder Norikerfohlen anbieten können, melden Sie sich bitte umgehend bei uns im Büro unter (+43) 02774-29330 oder unter tanja@animal-spirit.at dafür an. Herzlichen Dank im Namen der Fohlen!

07.08.2017

Stern.de: Fipronil-Lebensmittel-Skandal: „Warum hören wir eigentlich nicht einfach auf, Dreck zu fressen?“

Die Deutschen (und natürlich auch die Österreicher) lieben es, günstig einzukaufen - vor allem tierische Produkte wie Fleisch, Wurst und Eier. Aber sollten uns Lebensmittelskandale nicht aufrütteln? Ja, denn nur so können wir wieder bewußt essen.

Es geht ja nicht nur um den aktuellen Skandal, Eier die mit Fipronil, einem Insektizid belastet sind. Sondern um Ehec in Sprossen, Hormone und Antibiotika im Fleisch, Glykol im Wein und Würmer im Fisch. Manipulierte, verdorbene und gepanschte Lebensmittel. Die Liste der Lebensmittelskandale wird immer länger. Und was tun wir? Wir zucken nicht davor zurück, ein halbes Hähnchen mit Pommes oder ein ordentliches Schweineschnitzel in der Kantine zu bestellen. Obwohl wir ganz genau wissen, aus welcher Haltung die Tiere nur stammen können, wenn das Gericht nicht mehr als drei Euro kostet. Trotzdem kaufen wir im Supermarkt und Discounter wie wild Fleisch ein, zahlen für 600 Gramm Schweinenackensteak nur 1,99 Euro und kaufen Eier aus Boden- oder Käfighaltung, weil sie billiger sind. Ein besseres Gewissen sollten wir übrigens auch nicht haben, wenn wir Eier mit europäischem Bio-Siegel kaufen. Wie der jüngste Skandal beweist, sind auch jene Eier aus niederländischer Bio-Massentierhaltung betroffen. Es gilt: Bio ist nicht automatisch besser.

Wer nicht fragt, bleibt dumm, sangen schon Ernie und Bert in der Sesamstraße. Natürlich kann man sich an strenge Bio-Siegel wie Bioland oder Demeter halten. Besser noch: Fragen Sie doch den Metzger, woher die Tiere für Fleisch und Wurst kommen. Machen Sie sich darüber Gedanken, von welchem Massenhof Ihre Eier stammen. Auch der Verbraucher kann etwas ändern. [...]

Aus welchem Tier werden Schnitzel gemacht?

Wer weiß noch, wie das Schwein wirklich aussah, bevor es zu Schnitzeln verarbeitet wurde? Würden Bilder von kotverschmierten Schweinen oder zusammengepferchte Hühner auf der Verpackung kleben, würde wohl niemand mehr zum abgepackten Schweineschnitzel oder Eiern aus Käfighaltung greifen. Abgepackte Wurst und abgepacktes Fleisch geht für die meisten klar, solange es nicht in Verbindung mit einem Tier zu bringen ist. Genau darum geht es aber! Wir müssen uns wieder bewußt machen, daß das Fleisch, das wir konsumieren, von einem Tier stammt und nicht in einer Plastikschale herangewachsen ist. Und auch, daß das Tier aus konventioneller Haltung höchstwahrscheinlich ein mieses Schweineleben gelebt hat und leiden mußte. Deshalb: Hören wir auf, Mist zu fressen und fangen wir endlich wieder an, uns damit zu beschäftigen, woher unser Essen kommt. Denn nur so können wir Genuß und Bewußtsein verbinden - und Lebensmittelskandalen in Zukunft aus dem Weg gehen.

07.08.2017

Pro jure animalis: Artenschutz und Tierrechte unvereinbar?

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat Ende Juli 2017 unter der Überschrift „Artenschutz und Tierrechte sind unvereinbar“ eine Pressemitteilung herausgegeben (www.jagdverband.de/content/artenschutz-und-tierrechte-sind-unvereinbar), welche die bekannten Diffamierungsversuche von Organisationen und Ideen fortschreibt, die eine Verbesserung der Lebenssituation bestimmter Tierspezies anstreben und öffentlich einfordern. Man fürchtet anscheinend zutiefst, daß zunehmende Aufklärung in der Bevölkerung zu einer Einschränkung des blutigen Jagdhobbys führen könnte. Die Mitteilung kommt auch von einem Verband, dessen gedankliche Fundamente zum großen Teil auf der Mär von „Hege und Pflege“, auf der Lüge von der „Waidgerechtigkeit“, beruhen und der sich traditionsbewußt seit Jahrzehnten weitgehend intellektuell statisch verhält. (Anm.: dieser Artikel trifft fast gleichermaßen auch auf den österr. Jagdverband zu!).

Einige ausgewählte Feststellungen zu dieser DJV-Pressemeldung:

1. „Artenschutz und Tierrechte sind unvereinbar“. Diese Aussage impliziert den Schluß, daß Artenschutz nur OHNE die Verwirklichung von Tierrechten erfolgreich sein kann. Allein Beweise, selbst Indizien für diese Behauptung, fehlen.

2. Tierbefreiung, Tierrechte und Tierschutz werden argumentativ vermischt, die utilitaristische Position von Peter Singer gegen die Theorie moralischer Rechte von Tom Regan ins Feld geführt. Der Verdacht liegt nahe, daß aus diesem Sammelsurium der unbedarfte Leser zu der Meinung geführt werden soll, daß allein den „grünen Abiturienten“ die qualifizierte Deutungshoheit über die betrachtete Thematik zukommt. Außer zahlreichen polemischen Ausführungen ist der Artikel aber in der Sache  substanzlos.

3. Wer seriös und redlich argumentieren will, darf nicht den überaus schwammigen und nichtssagenden Überbegriff „Tiere“ verwenden, sondern ist gehalten, klar und eindeutig zu definieren, um welche Spezies oder Gattungen aus der Tierreich es ihm geht. Wir unterstellen, daß der DJV weder die Seegurke noch Bakterien, weder Kartoffelkäfer noch Hornissen meint, sondern im Wesentlichen an jagdbare Säugetiere und Vögel gedacht hat und die sogenannten „Nutztiere“ mit in die Betrachtung einschließt.

4. Durch die gesamte Pressemeldung zieht sich ein starker Tenor von Anthropozentrismus. Diese Weltsicht – zugegebenermaßen in der Öffentlichkeit weitverbreitet - lebt von der irrigen, halbtheologischen Vorstellung, daß der Mensch als vermeintliches Ziel und Höhepunkt der Evolution dazu berufen und berechtigt  ist, alle anderen Lebewesen gemäß seiner Betrachtungsweise zu bewerten, zu nutzen, zu töten oder zu erhalten. Diese Betrachtungs- und Denkweise führte bis heute beim DJV zu dem Versuch, die Natur durch massive Eingriffe für menschlichen Gebrauch zurechtzuschießen, führt zu Jagdreisen, bei denen man gegen gute Bezahlung auch artengeschützte Tiere umbringen kann. Im Übrigen gilt diese Aussage analog für das „Paradise Engeneering“, einem völlig untauglichen Versuch, menschliche Wertvorstellungen auf Tierspezies zu übertragen.

5. Moral ist eine Erfindung innerhalb der Menschenwelt, um das Miteinander der Individuen erträglicher zu gestalten.  Moraltheoretische Aussagen sind damit ausschließlich innerhalb der Menschenwelt darstellbar und begründbar, da weder Natur noch Tierwelt eine irgendwie geartete Moral kennen. Dies hat zur Folge, daß IMMER der Mensch Träger einer Moralidee ist. Er kann seine Moralvorstellungen, die über die Jahrhunderte sich drastisch verändert haben, kulturell stark divergieren und keine konstante, unveränderliche Größe darstellen, nur gegen sich selbst, gegenüber anderen Menschen ODER gegenüber ausgewählten Tierspezies realisieren. Keine Tierspezies kann jedoch gegen eine andere Spezies Moralvorstellungen haben, die menschlicher Moral gleichen. Das angeführte Reh-Wolf  Dilemma ist somit nicht existent und eine gedankliche Fiktion, die in unsauberem Denken wurzelt.

6. Nimmt man menschliche Moralvorstellungen wider besseres Wissen als Basisbetrachtung gegenüber anderen Lebensformen, stößt man umgehend auf die goldene Regel der Ethik, die ausdrückt „was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“. Diese Regel bedeutet, daß es aus Menschensicht unethisch ist, jemandem zu schaden, ihn zu verletzen oder gar zu töten, da jedes Individuum für sich selbst derartige Behandlungen ablehnt und diese zu verhindern sucht. Der Mensch möchte in Freiheit, Selbstbestimmung und körperlicher Unversehrtheit leben. Dieser Wunsch ist, da beispielsweise Rehe und Kühe leidensfähige Tiere sind, auch mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen Lebewesen zu  unterstellen. Somit ist jegliches Ausbeuten, Versklaven, Verletzen und Töten eines leidensfähigen  Tieres nach der ureigensten menschlichen Ethik und Moral eine Mißachtung der selbstauferlegten Norm. Gegen diese Norm verstoßen permanent nicht nur Jäger, Angler und Schlachter, sondern auch alle Gruppen von Menschen, deren Profit aus Ausbeutung und Gefangenschaft diverser Tierspezies besteht. Insbesondere sei der Wissenschaftler in Tierversuchsinstituten und der Dompteur von Zirkustieren erwähnt.

7. Es ist völlig gleichgültig, ob man das Leben eines sehr seltenen Tieres vernichtet und damit das Tier aussterben läßt oder das Leben eines anderen Tieres. Jedes Leben ist einzigartig und der Unterschied liegt ausschließlich im menschlichen Sammeltrieb, in der gewünschten Vollständigkeit des Artenspektrums. Für alle Lebensformen, die ausgestorben sind, hatte hingegen mit dem Ende ihrer Existenz sämtliches Leiden ein Ende; was nicht existiert, leidet nicht! Ausgestorbene Arten haben sich in den ewigen Frieden der Nichtexistenz, in den Frieden des absoluten Nichts gerettet.
Durch Aussterben könnten Tiger, Eisbären und viele ihrer Artgenossen, denen man den Lebensraum genommen hat, dauerhaft aus ihrem erbärmlichen Gefängnisdasein in Zoos und Tierghettos befreit werden. Ihr unwürdiges Vegetieren in einem Tier-Guantanamo zur Freude einer verkommenen Gesellschaft wäre für immer beendet. Dieser Gedanke ist für den DJV undenkbar und wenn Klaus Petrus die Sklavenhaltung von „Nutztieren“ anprangert, gilt auch hier insbesondere, daß durch Aussterben Nutztiere von ihren endlosen Leiden und ihrem grauenvollen Tod dauerhaft erlöst werden könnten. Für den DJV bleibt von diesen Gedanken nur das Menetekel einer veganen Ernährung, eine Vorstellung, der man – wie der Artikel beweist – moralisch und ethisch nicht gewachsen ist.

8. Wenn von Tierrechten gesprochen wird, ist immer das Recht gemeint, das der Mensch der Tierspezies einräumt. „Recht“, wie es hier interpretiert wird, ist wie „Moral“ gleichfalls ein Begriff aus der Menschenwelt und generell in der Tierwelt nicht existent. Tierrechte sind somit Rechte, die nach menschlichen Vorstellungen bestimmten Tierspezies und damit seinen Einzelindividuen de jure eingeräumt werden sollen. Der Träger und Umsetzer dieser Rechte ist aber de facto immer der Mensch, auch wenn die Theorie der Jurisprudenz eine andere Position vertritt. Der Träger von beispielsweise Menschenrechten für bestimmte Primaten ist der Menschenaffe. De facto ist es aber ein Mensch, der sicherstellt, dass der Urwald des Menschenaffen nicht abgeholzt wird und er nicht ein erbärmliches Dasein in einem Tiergefängnis, Zoo genannt, fristen muß.
Argumente wie „ein Heringsschwarm kann kein Rechtsträger sein, weil er kein Subjekt eines Lebens ist“ sind böswillige Fehlinterpretationen, weil auch dem denkfaulsten Kritiker von Tierrechten klar sein sollte, daß ein Schwarm aus Einzelindividuen besteht und damit sein Argument obsolet ist.

Nach diesen punktuellen Anmerkungen bleibt von dem zweiteiligen Artikel für den Tierfreund als Erkenntnis lediglich der schale Nachgeschmack, daß es sich beim DJV um einer Gilde ewig Gestriger handelt, die verzweifelt um gesellschaftlich eingespielte Wertillusionen kämpfen, denen die Welt der Vernunft, der Aufklärung und Philosophie schon lange „lebe wohl“ gesagt hat.

07.08.2017

Rettet den Regenwald-Petition: Unilever - Kahlschlag für Tütensuppen

Unilevers „Nachhaltiges Palmöl" ist ein leeres Versprechen. Der Konzern akzeptiert, daß sein Palmöllieferant Wilmar in Westkalimantan einen der größten Mangrovenwälder Indonesiens zerstören läßt. Dieser Fall ist nur einer von vielen. Fordern Sie von Unilever: Schluß mit Palmöl! Kein Handel mit Raubbaufirmen! „Zwei Milliarden Menschen nutzen täglich ein Unilever-Produkt“ - mit diesem Satz wirbt der Konsumgüter-Gigant auf seiner Website. Sein wichtigster Rohstoff für Rama, Pfanni und Dove: Palmöl. Für dieses billige tropische Pflanzenöl werden Regenwälder vernichtet und Menschen von ihrem Land vertrieben. Doch der Konzern behauptet: „Unilever bezieht Palmöl aus nachhaltigen Anbau“.

Die Realität sieht anders aus – Unilevers Lieferant Wilmar bezieht sein Palmöl aus Regenwaldabholzung.

Einen der vielen Fälle von Zerstörung und Gewalt für Palmöl haben unsere indonesischen Partner in einer Traumlandschaft aufgedeckt: An der Westküste Borneos, wo Mangrovenwälder entlang der Süßwasserflüsse bis hin zum Meer wachsen und Nasenaffen die seltenen Boote begrüßen, liegt der Distrikt Kubu Raya. Seine Mangroven- und Torfsumpfwälder gehören zu den ausgedehntesten und artenreichsten Indonesiens. Die Schönheit der Natur hält skrupellose Geschäftemacher nicht zurück – längst sind Ölpalmplantagen in den Distrikt Kubu Raya gedrungen. Die Palmölfirma PT Sintang Raya zeichnet sich durch Brutalität aus; sie hat Gesetze gebrochen, Mangroven vernichtet und Menschen terrorisiert. Hier kauft Wilmar, der weltgrößte Palmölhändler, und liefert an Konzerne wie Unilever. Das einzigartige Mangroven-Ökosystem ist bedroht!

Dies ist kein Einzelfall. Im gleichen Distrikt agiert die Palmölfirma Rezeki Kencana, deren Palmöl ebenfalls über Wilmar in Unileverprodukte gelangt. Wilmar muß die Verantwortung übernehmen für Landraub und Menschenrechtsverletzungen, fordern indonesische Umweltschützer. Auch im Leuser-Ökosystem auf Sumatra, wo Elefanten, Nashörner, Tiger und Orang Utan im gleichen Habitat leben, landet nach Recherchen von Rainforest Action Network Palmöl aus Regenwaldrodung über Wilmar bei zahlreichen Multis - auch bei Unilever.

Unterschreiben Sie bitte HIER die Petition!

07.08.2017

Video: "Gott hat keine Raubtiere erschaffen"

Allgemein gilt: Es ist ganz normal, daß Wildtiere scheu sind. Wenn sie keine Angst vor dem Menschen haben, dann seien sie wahrscheinlich krank und sollten getötet werden. Doch in Gegenden, die noch nie ein Mensch betreten hat, haben Tiere meist keine Angst vor dem Menschen. Warum? In den ältesten Schriften findet man Hinweise, daß erst durch das bestialische Verhalten des Menschen die Tiere mißtrauisch geworden und einige sogar zu Raubtieren oder Schädlingen mutiert sind. Wie kann das sein und wie kann man diese Entwicklung rückgängig machen?

Siehe dieses berührende Video über außergewöhnliche, angstfreie Mensch-Tier-Beziehungen: https://youtu.be/zdLTRH96NEI

31.07.2017

Eindrucksvolle Demos gegen neues Tier“schutz“-Gesetz

Verschiedene kleine Tierschutz- und Tierrechts-Organisationen hatten für den vergangenen Samstag, den 29. Juli 2017, zu großen Demos in Wien und Innsbruck aufgerufen. ANIMAL SPIRIT war mit seinem schlagkräftigen Transparent „Schützt die Tiere vor dem neuen TIER-„SCHUTZ“-GESETZ!“ in Wien dabei (siehe Fotos). Geschätzte gut 500 Personen - vertreten durch zahllose kleine, oft kaum bekannte Vereine, die zudem großteils ehrenamtlich arbeiten (müssen) - nahmen daran teil und zogen lautstark und bei glühender Hitze vom Wiener Westbahnhof zum Heldenplatz, wo seit kurzem die provisorischen Parlaments-Container stehen. Vergeblich mußte man allerdings Ausschau halten nach den „großen, reichen“ Tierschutz-Organisationen, die haben es wohl nicht für notwendig erachtet, hier mitzumachen…

Die wichtigsten Ziele der Demo waren und sind: 1. eine dringende Überarbeitung dieser mehr als mißglückten Tierschutzgesetz-Novelle, in Kraft getreten am 1. Juli 2017, u.z. gleich nach der Installierung einer neuen Regierung (welche hoffentlich endlich nicht mehr aus Rot UND Schwarz, der politischen Betonierer-Parteien der letzten Jahrzehnte schlechthin, bestehen wird)!

2. Die Entkriminalisierung von ehrenamtlich arbeitenden, großteils kleinen Vereinen und natürlich

3. eine entscheidende Verbesserung der Lage von sogenannten „Nutztieren“ - siehe auch unsere Aussendungen dazu in unseren Presseaussendungen vom Beginn dieses Jahres innerhalb der Begutachtungsphase: www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170201_OTS0057 und www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170309_OTS0026

Wir hoffen, daß die Rufe vieler Tierschützer - in seltener Einheit - nicht unerhört bleiben und es möglichst bald eine Reaktion auf gesetzlicher Ebene geben wird. Sicherlich müssen wir noch viel mehr kämpfen und weiter demonstrieren, damit die unzähligen Rufe für die stimm-losen Tiere endlich dann in der neuen Regierung gehört werden!

Siehe auch unter www.hungarydogs.at/home/demo, der Seite der Haupt-Organisatoren dieser gelungenen Demo.

31.07.2017

Begeisterter Kinderbesuch am Gnadenhof Esternberg/neues Pferdevideo

Gnadenhofleiterin Anita schreibt über den Besuch letzte Woche: „Trotz schlechter Witterung kam eine große Schar Esternberger Kinder unter der Leitung von Alois Ortner, um die vielen geretteten Tiere auf unserem „Gnadenhof für Nutztiere“ zu besuchen. Die Gehege von Ziegen, Lamas, Rindern, Schweinen, Eseln und Pferden, sowie Hühnern, Enten und Gänsen wurden begeistert erkundet. Der fahrbare Ziegenstall mit den sehr menschenbezogenen und kontaktfreudigen Ziegen, welchen die Kinder von innen besichtigen konnten, war ein besonderer Anziehungspunkt (der neue winterfeste Ziegen- und Eselstall ist ja gerade im Bau und sollte im Herbst fertig sein!). Die drei Lamas Anton, Andi und sogar der spuckende Rudi zeigten sich den kleinen Besuchern diesmal von ihrer besten Seite.

Nur unsere zwanzig Haus- und Halbwildschweine ließen sich in ihrem warmen Strohbett nicht sonderlich von der Besucherschar beeindrucken, sie grunzten und schnarchten einfach weiter. Im märchenhaften Hühner-, Gänse- und Entengehege mit den alten Bäumen und dem Teich gab es vom Federvieh viele schöne abgeworfene Federn zum Einsammeln, und natürlich konnte man die Hennen beim Eier legen in den Nestern beobachten.

Die siebzehn Esel sowie die vielen Pferde und Ponys wurden natürlich am meisten umlagert und liebkost. Glückliche Kinderaugen und glückliche Tiere - so schön kann ein Ferientag sein..."

Sehen Sie hier zudem das neueste Pferde-Video vom nur 10 km von Esternberg entfernten neuen Gnadenhof „Engelberg“: Die vier „großen Dicken“ dürfen hier erstmals auf der großen Weide ausgelassen herumtoben, nachdem der stabile Akazien-Elektro-Weidezaun fertiggestellt wurde. Der Aktiv-Bewegungsstall ist noch in der intensiven Bauphase (siehe dazu unsere aktuelle Aussendung HIER), sollte aber auch noch diesen Sommer fertig werden; dann können wir noch ein weiteres Dutzend Pferde aufnehmen. Wer uns bei diesen teuren Investitionen unterstützen will kann das gerne online HIER tun. Oder durch Überweisung auf unser PSK-Spendenkonto, IBAN AT82 6000 0000 7569 4953. Vielen Dank!

31.07.2017

theeuropean.de: Schleichende Islamisierung im Kampf gegen „unreine“ Tiere

Im englischen Manchester werden seit einigen Wochen Flugblätter verteilt, die ein öffentliches Verbot von Hunden fordern. Unter dem Slogan „Zeigen Sie Respekt für uns und unsere Kinder und begrenzen die Anwesenheit von Hunden in der Öffentlichkeit“ fordert die moslemische Kampagnengruppe „Öffentliche Reinheit“ zum radikalen Hundeverbot auf.

Hunde haben – anders als in Deutschland – im klassischen Islam keinem besonderen Stellenwert. Ihre Haltung ist lediglich außerhalb des Hauses gestattet. Die Vorstellung vieler praktizierender Muslime geht davon aus, daß der Kontakt mit den Tieren unrein macht. Besondere Angst haben viele Gläubige vor dem Speichel – die Berührung gilt als völliges Tabu. Muslime müssen nach dem Kontakt mit Hunden rituelle Waschungen vollziehen, bevor sie zum Gebet in die Moschee gehen.

Nach einer religiösen Vorstellung betritt kein Engel das Haus, wenn sich ein Hund darin aufhält. Grund für die geringe Meinung gegenüber Hunden ist eine unglückliche Begegnung des Propheten Mohameds. „Qalb ibn qalb“, deutsch „Hund, Sohn eines Hundes“ ist daher eines der beleidigensten Schimpfworte der arabischen Welt. Aus vielen arabisch-muslimischen Ländern sind Videos bekannt, wo immer wieder grausamste Mißhandlungen gegenüber Tieren gezeigt werden. Brutale Tierquälereien prägen oft den Alltag!

Überfall auf Hundebesitzerin

Aber auch in Europa kommt es immer öfter zu Gewalttaten gegenüber Hunden – insbesondere in Städten mit einem hohen Muslim-Anteil. Wie die „Kronenzeitung“ jetzt berichtet, wurde jüngst eine „54-jährige Hundebesitzerin vor ihrem Gartentor von einer muslimischen Somalierin niedergeschlagen. Ein Hund der Wienerin war ihr nahe gekommen.“ Der Ehemann der Angreiferin fügte hinzu: „Wir wollen keine Hunde, die sind schmutzig“.

Im englischen Manchester werden seit einigen Wochen Flugblätter verteilt, die ein öffentliches Verbot von Hunden fordern. Unter dem Slogan „Zeigen Sie Respekt für uns und unsere Kinder und begrenzen die Anwesenheit von Hunden in der Öffentlichkeit“ fordert die moslemische Kampagnengruppe „Öffentliche Reinheit“ zum radikalen Hundeverbot auf.

31.07.2017

Neues von Barbara Rütting, 27.07.2017

Der Brief eines Journalisten der „Main-Post“ an die 90-jährige unermüdliche Tier- und Umweltaktivistin Barbara Rütting: Frau Rütting, brauchen wir Exoten im Parlament? veranlaßte diese zu folgender Antwort:

 „Weil es getan werden muß!“

Sehr geehrter Herr Stahl, vielen Dank für Ihren Samstagsbrief an mich und die guten Wünsche! Sie fragen, was Menschen wie mich motiviert, nun auch noch die Strapazen des Einsatzes für eine neue kleine Partei (Anm.: die in Deutschland kandidierende V-Partei³) auf mich zu nehmen, die kaum eine oder gar keine Chance hat, in den Bundestag zu kommen, und Sie schwanken zwischen Ver- und Bewunderung.

Die Antwort ist ganz einfach: weil es getan werden muß!

Vor 3 Jahren, da war ich 87, habe ich wieder einmal an einer Blockade der in der Eifel immer noch stationierten amerikanischen Atomraketen teilgenommen. Die Polizisten wollten mich nicht „in Gewahrsam“ nehmen, obwohl ich straffällig geworden war, wie die anderen auch. Einige kannten mich aus meinen Filmen, die anderen aus meinen vegetarischen Kochbüchern, wieder andere hatten Kinder, die im Tierschutz engagiert waren. Der Vorgesetzte wurde gerufen. Auch er fragte: Aber Frau Rütting, warum tun Sie sich das denn immer noch an, Sie müssen doch schon so alt sein wie meine Mama! Damals habe ich spontan geantwortet: Weil es getan werden muß!

Ja, weil es getan werden muß – und immer wieder getan werden muß, weil auch und gerade wir Alten nicht aufgeben dürfen, Widerstand zu leisten, wo Unrecht Recht ist, weil wir nicht nachlassen dürfen in unserem Bemühen, die Welt ein bißchen glücklicher zu machen, auch wenn es noch so hoffnungslos aussehen mag.

Sie können mir glauben, ich war oft daran, zu verzweifeln und aufzugeben. Weil ich meinte, die Leiden, die Menschen einander, den Tieren und der Natur ununterbrochen antun, nicht ertragen zu können. Da erhielt ich den Brief eines Eisenbahners. Er hatte täglich die Transportkäfige der für die Labore bestimmten Versuchstiere umzuladen und schrieb sinngemäß: Liebe Barbara Rütting, ich flehe Sie an, geben Sie nicht auf! Wenn ich meinen Mund aufmache und über all diese Greul berichte, verliere ich nur meinen Job – wenn Sie als Prominente Ihren Mund aufmachen hört vielleicht einer hin!

Damals habe ich mir geschworen: ich werde meinen Mund aufmachen für alle, die ausgebeutet werden, seien es Menschen, Tiere oder die Natur – da kann ich doch nicht in meinem idyllischen Häuschen sitzen und mein Barbara Rütting – Brot knabbern, da muß ich doch meinen Mund aufmachen, solange ich nach Luft schnappen kann. Vielleicht hört einer hin…

Lieber Herr Stahl, ob Sie es glauben oder nicht, es haben viele Menschen hingehört und hören immer wieder hin. Allein durch meine über 20 Bücher und die vielen Vorträge zu meinen Themen gesunde Ernährung, Verbraucher- und Tierschutz habe ich in 3 Generationen Menschen zu mehr Gesundheit und Lebensfreude verhelfen können, wie mir immer wieder berichtet wird. Die Samen, die ich ausgesät habe, tragen jetzt Früchte, so daß ich kurz vor meinem 90. Geburtstag sagen kann: diese letzte Phase ist die glücklichste meines Lebens, es hat sich gelohnt, dieses Leben!

Menschen-, Tier- und Umweltschutz waren und sind für mich – seit 50 Jahren Vegetarierin und seit ca. 6 Jahren Veganerin – untrennbar, und die Ernährung ist längst keine Privatangelegenheit mehr. Man kann es nicht oft genug wiederholen! Selbst mit Messer und Gabel trägt jedeR von uns dazu bei, ob diese Erde noch zu retten ist oder nicht. Und: das Gebot, du sollst nicht töten, sollte endlich auch in Bezug auf die Tiere gelten.

Die Brisanz dieser Thematik wird von den Menschen zunehmend erkannt und muß endlich auch bei den Politikern die gebührende Beachtung finden. Dazu wird die hellgrüne V-Partei³ entscheidend beitragen – und deshalb unterstütze ich sie.

Ihr Slogan lautet „Wir lieben das Leben“ – jedes Leben, auch das der Tiere. Deshalb leben wir ja vegetarisch oder vegan, Tiere sind unsere Freunde, und unsere Freunde können wir doch nicht essen!

Wie es dazu kam? 1970 zog ich, eine „Normalesserin“, auf einen Bauernhof, und konnte mir die Tiere, die ich nun hautnah kennenlernte, alle die Rehe, Hühner, Kälbchen, Nachbar Gustls Lämmchen fortan nicht mehr gesotten und gebraten auf dem Teller vorstellen, konnte sie nicht mehr essen, wurde zur Vegetarierin. 1976 schrieb ich mein erstes vegetarisches Kochbuch. Niemand außer mir glaubte an einen Erfolg – keine Fleisch-, keine Fischrezepte, wer sollte denn so ein Kochbuch kaufen? Es wurde ein Bestseller. Ein Familienvater erzählte mir kürzlich, seine Mutter habe das Buch damals gekauft, die ganze Familie lebte von nun an vegetarisch, wie auch seine eigene kleine Familie. Sein 4jähriger Sohn habe ihn gefragt: Papi, gibt es wirklich Menschen, die Fleisch essen?

Was für ein Bewußtseinswandel in so kurzer Zeit! Daß es 2017 allerdings eine Vegetarierpartei geben würde und daß diese Partei nun sogar für den Bundestag kandidieren will und wird – das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

Ein ehrgeiziges Ziel! Aber wie sagte Ben Gurion? „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist!“ Eben: Und er hat den Staat Israel gegründet.

Ich habe durch meine inzwischen über 20 Bücher und zahllosen Vorträge immerhin 3 Generationen mit dem Vegetarismus-Bazillus infiziert und dadurch erheblich zur Verbreitung der vegetarischen Lebensweise beigetragen, darauf bin ich schon ein bißchen stolz. Da ich grundsätzlich nichts für unmöglich halte – wer hätte geglaubt, daß die Mauer eines Tages weg sein würde - finde ich die Vorstellung natürlich schon toll, ein Vater könnte seinem Sohn eines Tages antworten: Ja, mein Junge, es gab Zeiten, da haben die Menschen Tiere gegessen - aber das ist lange lange her!

Der Weg ist das Ziel! Schließlich hat es bei mir noch Jahrzehnte gedauert, bis ich mich für die vegane Lebensweise entschied. Denn mag ihre Haltung auch noch so „artgerecht“ sein – auch die männlichen Küken von Bio-Hennen werden geschreddert, also lebend zermust, auch den Kühen aus Bio-Haltung werden die Kälbchen entrissen und geschlachtet. Die Erfahrung zeigt, jeder wirklich konsequente Vegetarier wird irgendwann zum Veganer.

Besonders viele junge Menschen beginnen, vegetarisch oder sogar vegan zu leben. Der Wunsch nach Veränderung liegt förmlich in der Luft – das V im Namen der Partei steht ja nicht nur für „Vegetarisch“ und „vegan“ sondern auch für „Veränderung“ – und selbst Wissenschaftler verkünden heute: Die Zukunft wird vegan sein – oder sie wird nicht sein, die Menschheit wird nur überleben, wenn sie ihre Ernährung zumindest in Richtung vegetarisch ändert, anstatt weiter Natur und Tiere auszubeuten.

Die V-Patei³ ist die erste und einzige Partei, die diese allerdings nicht gerade populäre Forderung stellt. Nicht populär, weil sie bedeutet, daß der einzelne Mensch sich ändern muß. Nur wenn ich mich ändere, ändert sich die Welt. Populismus zumindest wird man uns also nicht vorwerfen können!

Einer Ihrer Kollegen fragte mich vor kurzem, was mich bewogen hat, in den 80er Jahren meine Schauspielkarriere aufzugeben und politisch aktiv zu werden. Ich war politisch aktiv seit ich denken kann, habe Anfang der 60er Jahre an meiner ersten Demo teilgenommen, in München gegen die Wiederaufrüstung Deutschlands. Heute ist Deutschland der drittgrößte Waffenexporteur, das ist unerträglich. Ich habe mich 1982 am Tor des Pharmakonzerns Schering in Berlin aus Protest gegen dessen Tierversuche angekettet, die Tierversuche sind seitdem drastisch gestiegen und steigen weiterhin. Ich habe in Mutlangen immer wieder mit vielen anderen Menschen gegen die amerikanischen Massenvernichtungswaffen demonstriert, in Wackersdorf gegen die Wiederaufbereitungsanlage von Brennstäben – alle diese Aktionen waren so wichtig geworden, daß ich die Schauspielkarriere 1982 bewußt beendete. Mutlangen und Wackersdorf sind jedenfalls Schnee von gestern, genauso wie die Mauer, zu deren Fall die oft verspottete Friedensbewegung entscheidend beigetragen hat.

Im Grunde ist alles politisch, was ich tue – auch das, was ich nicht tue.

In meiner Jugendzeit, vor sage und schreibe fast hundert Jahren, hat der Dichter Erich Fried gesagt: „Wer will, daß die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, daß sie bleibt.“ Der Ausspruch gilt auch heute noch, leider.

20.07.2017

Die Geschichte vom armen Kätzchen „Lucie“

Vor einigen Tagen wurde uns auf den Gnadenhof Hendlberg von einer Dame ein völlig abgemagertes, von Zecken übersätes und stark verwurmtes Katzenmädchen gebracht, welches plötzlich auf der Terrasse ihrer Tochter gesessen ist. Sichtlich hat die arme Katze - wir haben sie „Lucie“ getauft - dringend Hilfe gesucht und in Gestalt der tierliebenden Dame auch gefunden. Obwohl wir ja eigentlich v.a. ein „Gnadenhof für Nutztiere“ sind und daher keine Hunde und Katzen aufnehmen (können), konnten wir bei dieser armen Kreatur doch nicht nein sagen und haben Lucie (zumindest vorläufig) unter unsere Fittiche genommen. Nach einigen Infusionen, die wegen der starken Dehydrierung sofort notwendig waren, kämpfen wir jetzt noch mit ihrem Durchfall, aber sie macht schon einen deutlich muntereren Eindruck und wir sind guter Dinge, daß sie sich völlig erholen wird.

Lucie wurde bei Unterthurm, Gemeinde Altlengbach (NÖ), gefunden, falls jemand wissen sollte, wem sie gehört, bitte kurz bei uns Bescheid geben, vielen Dank! Ihr besonderes Merkmal: ca. ein Drittel ihres Schwanzes fehlt. Wenn ihr Besitzer nicht ausfindig gemacht werden kann, darf sie bei uns bleiben und würde sich dann sehr über eine Patenschaft freuen!

20.07.2017

netzfrauen.org: Mitten in Europa: Tschüss zum Artenschutz – Terroranschlag auf Ziesel (Gattung der Erdhörnchen)

Am 10. Juli Morgen erfolgte ein Bagger-Attentat auf die letzten Ziesel von Wien – sowie auf den Tier- und Artenschutz. Streng geschützte Tiere und ihr Lebensraum am Heeresspital werden plattgewalzt und zubetoniert. Hinter dem Auftragsmord stehen Baulöwen und Behörden.

Anrainer in der Umgebung des Wiener Heeresspitals in Wien Floridsorf wurden am Montag Morgen unsanft durch Motoren- und Baulärm geweckt – und sie wurden Zeugen eines neuerlichen Bagger-Attentats auf die seltensten Tiere Österreichs. Die streng geschützten Europäischen Ziesel (Spermophilus citellus), die in den meisten mitteleuropäischen Ländern bereits ausgestorben sind und entlang des Marchfeldkanals im Norden Wiens eines der letzten Rückzugsgebiete im urbanen Raum gefunden haben, werden wortwörtlich niedergewalzt und zubetoniert.

Obwohl Zieseln von der Stadt Wien laut Naturschutzverordnung aber auch auf internationaler Ebene strengster Schutzstatus zugestanden wird und sie laut EU und FHH Richtlinie weder gestört, vertrieben, verletzt oder gar getötet werden dürfen, fahren jetzt wieder Bagger auf, um ihren – ebenfalls geschützten – Lebensraum für immer zu zerstören und für diverse Bauprojekte am Wiener Stadtrand zu opfern.

"Wie ist so etwas etwa überhaupt möglich?“, fragen sich sämtliche Naturschutzorganisationen und Sprecher fast aller politischen Parteien schon seit 2011, als das Thema mitsamt einer im Auftrag der Wiener Umweltschutzabteilung erstellten Studie zur Artenkartierung von S. citellus erstmals im Gemeinderat landete. Warum werden Gebiete, die eigentlich zur Schutzzone deklariert werden müssten, zu Baugrund umgewidmet und teuer von der Stadt Wien an Bauträger verkauft, die dort natürlich bauen wollen? Gelten die Natur- und Artenschutzgesetze oder gelten sie nicht? Und kann man sich etwa mit genügend Investoren-Geldern davon freikaufen?

Wie sonst ist es zu verstehen, dass Behörden bei manchen Bauprojekten auf vorschriftsmäßige artenschutzrechtliche Prüfungen und ggf. ernsthafte Alternativenprüfungen des Standortes verzichten und im Gegenteil sogar Ausnahme-Genehmigungen erteilen, um die Bauvorhaben – entgegen rechtlichen Artenschutzbestrebungen – zu legitimieren?

Nachdem die Wiener Umweltbehörde MA 22 bereits letztes Jahr dem Bauträger „Kabelwerk“ die Zerstörung von ca. zwei Hektar am Heeresspital genehmigte – hier wurde der Ziesel-Lebensraum bereits erfolgreich zubetoniert – erhielt im jetztigen Anlassfall die teilweise in SPÖ-Besitz stehende „Sozialbau“ eine Ausnahme-Genehmigung für den Bodenabtrag von weiteren rund 0,3 Hektar. Und zwar auf einem Areal, das eigentlich als Ausgleichsfläche für die Zieselpopulation dienen sollte. (Im Originaltext: ”Auf der Fläche nördlich des Heeresspitals gibt es noch ca. 5 ha weiteren Lebensraum, die von den gegenständlichen Maßnahmen nicht betroffen sind”.) Und hatte man im Vorjahr noch Ersatzflächen im Ausmaß von 1:1 als Kompensation verlangt, reichen nun nur mehr 0,2 ha aus – mehr Platz war in der Umgebung des Heeresspitals einfach nicht mehr aufzutreiben.

Die letzten am Marchfeldkanal und in der Umgebung des Heeresspitals verfügbaren Lebensräume für Ziesel schrumpfen und schwinden jedenfalls immer weiter. Die hier beheimatete Population hat seit dem letzten Jahr durch verschiedene Maßnahmen mehr als 4,5 ha an Lebensraum verloren. Das Ergebnis ist ein enormer Dichtestress für die Tiere. So sollen die kleinen Nager, die für gewöhnlich in Erdbauen leben, mangels übrig gebliebenen Lebensraumes in der Kernzone des Vorkommens bereits Mauerrisse besiedeln.

Welchen realen Schutzeffekt Artenschutzgesetze haben, wenn Projekte mit politischer Unterstützung im Lebensraum geschützter Arten durchgezogen werden sollen, wird am Beispiel Heeresspital deutlich: Die im Gesetz vorgesehene Ausnahme wird zum Regelfall. Die nacheinander zur Genehmigung eingereichten Projekte sind immer nur kleine Teilstücke eines Gesamtprojekts, dessen Gesamt-Impact auf die Umgebung damit nie zur Untersuchung kommt – im Volksmund bis hinein in die EU-Gremien bereits als „Salami-Taktik“ bekannt – und eigentlich auch verboten.

Forderungen der NGOs, um diesen unhaltbaren Zustand zu beenden:
1. Ein Ende der Projektstückelung – die gesamte Umgebung des Heeresspitals ist im Zuge naturschutzrechtlicher Verfahren als das zu betrachten, was sie ist: Ein städtebauliches Gesamtprojekt.
2. Die Prüfung alternativer Standorte hat, wie gesetzlich vorgesehen, ernsthaft zu erfolgen, nicht nur wie bisher pro-forma.
3. Angesichts der Relevanz des Zieselvorkommens (mit 800-1000 Tieren eines der größten Österreichs) ist das Habitat unter Schutz zu stellen, um ggf. nötige Schutzmaßnahmen durchsetzen zu können.

20.07.2017

Abschied von unserem alten Freund Harvey (43)

Esternberg-Gnadenhofleiterin Anita schreibt: „Vor 3 Tagen ist unser ältester Gnadenhof-Bewohner, das ehemalige Turnierpferd Harvey, von uns gegangen. Zehn Jahre durften wir unseren Lebensweg gemeinsam beschreiten, eine glückliche Zeit geprägt von gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Zuneigung. Gerne haben wir unseren „alten weisen Herrn“ versorgt, pünktlich seine Müslizeiten eingehalten, altersbedingt konnte er Heu nur noch „auslutschen“ und die gröberen Stengl und Gräser wieder aus dem Maul befördern. Eine besondere Charaktereigenschaft von Harvey war seine Sanftmütigkeit, auch gegenüber seinen Artgenossen, alle respektierten ihn als „obersten Chef“.

Mit Bangen beobachteten wir die letzten Monate und Wochen, wie sich sein bis dahin guter Gesundheitszustand rapide verschlechterte. Die Hinterbeine sackten immer wieder zusammen, schließlich war es ihm nicht mehr möglich, alleine aufzustehen, nur mit Hilfe aller Mitarbeiter und unseres Teleskopladers konnten wir ihn immer wieder auf die Beine bringen. Was an tierärztlicher Hilfe möglich war ließen wir Harvey zukommen. Schon beim letzten Zusammenbruch versuchte der Tierarzt uns schonend darauf vorzubereiten, daß Harveys Zustand sehr kritisch ist und wir mit dem schlimmsten rechnen müßten.

Am frühen Montagmorgen sackte Harvey wieder kraftlos in sich zusammen, alle unsere Leute eilten zu Hilfe, um ihn wieder auf die Beine zu bringen, leider vergeblich – seine Lebenskräfte schwanden zusehends; das sind dann die schlimmsten Augenblicke, wo man sich eingestehen muß, daß unser gemeinsamer Lebensweg hier und heute zu Ende sein wird. Alle haben wir uns von ihm verabschiedet und bis zur letzten Sekunde begleitet, der Tierarzt hat ihn dann erlöst. Wir wünschen Dir im Pferdehimmel die schönste Weide mit den besten Pferdefreunden, die schon vor dir gegangen sind…“.

PS.: Am Tag davor ist auch seine langjährige alte Freundin Fortuna (siehe Bild rechts) gestorben, mag sein, daß er einfach beschlossen hat, ihr so schnell wie möglich ins Jenseits nachzufolgen...

20.07.2017

tagesschau.de: Massenställe für Bio-Hühner? Auch Bio-Hühner leiden in der Massentierhaltung

Bei Bio-Eiern denken viele an glückliche Hennen auf einem Hühnerhof. Die Realität sieht anders aus: bis zu 3000 Legehennen zusammengepfercht in einem Stall. Bald erlaubt die EU sogar mehr als 12.000 Hühner pro Betrieb. Bei keinem anderen Produkt greifen die Deutschen (und Österreicher) so oft zu Bio-Ware wie bei Eiern. Für mehr Tierschutz sind sie bereit, deutlich mehr Geld zu zahlen. Doch wie werden Bio-Eier heute produziert - stimmt das idyllische Bild der glücklichen Hühner? Maximal 3000 Bio-Legehennen pro Stall sieht die aktuelle EU-Verordnung vor. Pro Quadratmeter Stallfläche sind maximal sechs Tiere erlaubt. Von der romantischen Vorstellung eines kleinbäuerlichen Betriebs ist das schon ziemlich weit entfernt.

Mehrere Herden in einem Gebäude

Doch in den vergangenen Jahren wurde diese Bestimmung weiter ausgehöhlt. In Deutschland hat die Politik es zugelassen, daß mehrere Herden mit jeweils 3000 Hühnern in einem Gebäude gehalten wurden, abgegrenzt durch Trennwände. Außerdem wurde erlaubt, statt sechs bis zu zwölf Bio-Hennen pro Quadratmeter im Stall zu halten, wenn Volieren und Stahlgestelle vorhanden sind, die zur nutzbaren Fläche dazu gerechnet werden können. Seit drei Jahren wird die Reform der EU-Öko-Verordnung verhandelt. Report Mainz liegt ein vertrauliches Verhandlungsprotokoll vor. Am 28. Juni hatten sich Vertreter des EU-Parlaments, der Kommission und des Ministerrats auf einen gemeinsamen Reform-Text geeinigt.

Künftig mehr als 12.000 Tiere legal

Das EU-Parlament hatte gefordert, daß pro Bio-Betrieb maximal 12.000 Legehennen gehalten werden sollten. Außerdem sollte der Begriff Hühnerstall eindeutig definiert werden. Das Dokument belegt, wie diese Ziele im Zuge der Verhandlungen aufgegeben wurden. Wird der Entwurf umgesetzt, sind künftig riesige Bio-Legehennen-Betriebe mit deutlich mehr als 12.000 Tieren legal.

Martin Häusling von den Grünen ist Berichterstatter des EU-Parlaments in den Verhandlungen. Er sagt: "Das hat etwas mit der Kommerzialisierung des Biobereichs zu tun, wo tatsächlich Strukturen eingerissen sind, wo Großbetriebe zusammen mit dem Großhandel das Geschäft zunehmend bestimmen." Kritiker halten die Neuregelung der EU-Öko-Verordnung für Betrug am Verbraucher - und an den Bio-Bauern. Die kleinen Bio-Bauern, so ihre Befürchtung, würden dadurch in den Ruin getrieben.

Mehr dazu auch auf www.tierschutzbuero.de

20.07.2017

Petition: Vereinte Nationen sollen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ächten!

"Den Tieren unsere Stimme leihen – die UN muss unsere Hilfeschreie erhören!"

Seit langem weiß ich (Peter H. Arras, www.akt-mitweltethik.de) um unfaßbare Tierfolterungen vor allem in jenen Ländern, in denen es kein Tierschutzgesetz gibt. Diese Praktiken werden aus Spaß am Quälen begangen und nehmen immer schlimmere Formen an. Sie werden gefilmt, fotografiert und ins Internet gestellt und von Menschen – auch Jugendlichen -  auf der ganzen Welt betrachtet. Diese Verbrechen verrohen zahllose Menschen und stiften zur Nachahmung an, oder sie verstören Mitfühlende und führen zu seelischen Leidzuständen – wie z. B. bei mir, denn die Bilder und Filme von z. B. lebendig gehäuteten oder gekochten Tieren, die man über Tage und Stunden absichtlich zu Tode quält, lassen mich nicht mehr los.

Weil wir in einer globalisierten Welt leben, ist das, was z. B. in China geschieht gleichbedeutend mit dem, was mein Nachbar tut – deshalb muß ich dagegen vorgehen und hoffe auf breite Unterstützung. Es muß Aufgabe der Vereinten Nationen (UN) im 21. Jahrhundert sein, unsere Welt zu befrieden und Sadismus in jedweder Form – auch gegenüber Tieren - zu ächten.

Die UN sind bezüglich interkultureller Fragen der Ethik in keinster Weise aufgestellt – es gibt nicht einmal ein Ressort zu dieser bedeutenden Thematik. Globalisierung kann aber nicht funktionieren, solange nicht auch die Ethik gegenüber Leben weltweit modernisiert wird.

Mit dieser Petition fordern wir die UN zu folgenden Maßnahmen auf:

1. Ächtung von Tierfolterungen, da es hierzu keinen vernünftigen Grund geben kann.
2. Intervention bei allen Staaten, die kein Tierschutzgesetz aufweisen, ein solches unverzüglich zu erlassen.
3. Einrichtung eines UN-Ressorts für interkulturelle Ethik und deren Entwicklung gemäß wissenschaftlicher Erkenntnisse.
4. Gründung einer UN-Organisation für Tierschutz und Tierrechte.
5. Proklamation, daß auch Nichtmenschen Bewohner dieses Planeten sind und ein naturgewolltes Anrecht auf Leben, Schutz und artgemäßen Lebensraum aufweisen, das von der Menschheit grundsätzlich zu respektieren und zu wahren ist.

Die von mir geforderten Maßnahmen sind das Mindeste, wozu eine Staatengemeinschaft – also jeder von uns -  verpflichtet ist, denn „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“  (Mahatma Gandhi)

 JEDER kann meine Petition unterschreiben, denn eine Weltgemeinschaft, die diese Verbrechen toleriert, verliert ihren Anspruch, menschlich zu sein!

(Siehe auch - nur für starke Nerven - verschiedene Videos, wie Tiere in Asien lebendig gegessen werden!).

11.07.2017

Drei neue Tiergeschichten von unseren Gnadenhöfen:

Letzte Woche bekamen wir einen Hilferuf aus Wien-Simmering: auf einem der letzten unverbauten Grundstücke hinter dem sog. Gasometer würden drei Laufentenerpel und eine Ziege leben, deren Besitzer schon vor zwei Jahren unerwartet verstorben war, seine Schwester und ihr Neffe kümmerten sich aber bis jetzt liebevoll um den kleinen Zoo. Allerdings wollen die Erben nun den Garten an Bauträger verkaufen, und die Tiere würden daher ihr Zuhause verlieren.

Obwohl wir sowohl auf unserem Gnadenhof Esternberg als auch am Hendlberg aus allen Nähten platzen, haben wir uns entschlossen, die vier noch bei uns aufzunehmen, um ihnen ein ungewisses Schicksal zu ersparen. Die Erpel "Petrus, Thomas und Thadäus" sind bereits nach Esternberg übersiedelt, wo sie den Teich und die Gesellschaft der anderen Enten und Gänse genießen; allerdings trauen sie sich dzt. noch selten aus ihrer sicheren Hütte hinaus...

Die Ziegendame - wir haben sie (vorläufig?) "Heidi" getauft - wurde heute von unserem Mitarbeiter Peter abgeholt und auf den Gnadenhof Hendlberg gebracht. Sie mußte die letzten Jahre alleine in einem baufälligen Schuppen ihr Dasein fristen, da sie die letzte Überlebende einer kleinen Ziegenfamilie war und wird sich sicher sehr freuen, bei uns wieder unter ihresgleichen leben zu dürfen. Als erstes mußten wir ihre Klauen schneiden (siehe Bild unten), die wohl schon jahrelang nicht mehr gepflegt worden waren...

Und schon morgen werden uns noch die beiden Ziegendamen „Sophie und Isolde“ gebracht, die ebenfalls dringend ein neues Zuhause gesucht hatten, weil sie sonst geschlachtet worden wären - Isolde und Sophie sind bereits über 10 Jahre alt. Ihre menschlichen „Eltern“ sind nämlich auch schon etwas in die Jahre gekommen und können sie daher nicht weiter betreuen. Jetzt dürfen die beiden süßen Kleinen erst einmal auf unsere große Sommerweide in Laaben und sich bei der restlichen Herde erholen!

Zu guter Letzt: Das Gänseküken Sunny haben wir vor ein paar Wochen in Esternberg aufgenommen (wir haben vor gut einem Monat darüber berichtet); damit sie nicht so alleine mit einer Moschusente als Mama aufwachsen muß, haben wir für Sunny zwei kleine Gänsekinder aus einer Mastfabrik freigekauft. Sunny hat Sternchen und Mondi liebevoll angenommen, sie ist sozusagen ihre große Schwester. Das Trio ist nur gemeinsam unterwegs, tagsüber auf der Weide und  die Nacht verbringen sie in einem umfunktionierten Tieranhänger. Sternchen und Mondi schmiegen sich gerne an ihre „große Schwester“ und sind unendlich dankbar, der Tierfabrik
entkommen zu sein!

11.07.2017

Unser langjähriger Tierschutzlehrer, Dr. Friedrich Landa aus Frankenburg in OÖ, schreibt:

„Sg. SPÖ-Mitglieder, für politisch Unparteiische wird es heuer im Herbst schwer, die richtige Wahl zu treffen. Wir sind noch unentschlossen. Denn manche SPÖ-Aktionen sind so zweifelhaft, daß es schwerfällt, eine solche Partei zu wählen.

Da wird in Frankenburg ein "Kinder-Ferienspaß" angeboten, bei dem junge Menschen beim "Fischen für Kinder" lernen sollen, "wie es geht", Tiere zu fangen, zu quälen und zu töten:
Für die Fische ist an einer Angel zu hängen kein Spaß, sondern sehr qualvoll!

"...die gefangenen Fische darfst du natürlich mit nach Hause nehmen."

Erhalten Kinder eine derartige "Einschulung" und wird die Tierquälerei des Fischens als "Sport" vermittelt, wird dadurch die natürliche Fähigkeit der jungen Menschen zu Mitgefühl mit allen empfindungsfähigen Lebewesen geschwächt. Gewalt gegen Tiere, so zeigen wissenschaftliche Studien, geht leicht auch in Gewalt gegen Menschen über, wenn die Fähigkeit zur Empathie durch angelernte Grausamkeit verloren gegangen ist oder vermindert wurde.
Es ist eine Schande, daß eine Partei wie die SPÖ, anstatt die Bereitschaft  zum Tierschutz bei unseren Kindern und Jugendlichen zu fördern, Tierquälerei als glücksverheißende Ferien- und Freizeitbeschäftigung anbietet.“

Dr. Friedrich Landa
"Tierschutz im Unterricht"
Endriegl 7
4873 Frankenburg

PS.: Lehrer, Eltern oder auch Schüler, die gerne im nächsten Schuljahr an ihrer Schule eine oder mehrere Unterrichtseinheiten "Tierschutz im Unterricht" organisieren bzw. anbieten möchten, melden sich bitte schon jetzt bei 0664/3434366 oder info@tierschutz.cc . Nähere Infos dazu auch unter www.tierschutzlehrer.at.