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z.B. 14/12/2018
13.12.2018

Winterfreuden auf unseren drei Gnadenhöfen

Heute ist endlich ein wunderschönes „winter-wonderland“ auf unseren drei Gnadenhöfen eingekehrt: Am Gnadenhof Hendlberg in Laaben, NÖ freuen sich unsere sechs Esel Pinocchio, Philipp, Felix, Rasmus, Amelie und Aurora, die erst kürzlich von der „Sommerweide“ wieder heimgekehrt sind, über den frisch gefallenen Neuschnee und die Traum-Winterlandschaft. Gemeinsam mit unseren 26 Ziegen und 20 Schafen, die ebenfalls erst mit Beginn der Schneefälle heimgekehrt sind, teilen sie sich die obere Hausweide und die 5 Ställe.

Durch den extrem heißen und trockenen Sommer ist heuer das Heu nicht nur extrem teuer, sondern auch besonders schwer zu bekommen. Gott sei Dank haben wir uns noch rechtzeitig mit Heu für unsere insgesamt 500 Tiere auf drei Gnadenhöfen eingedeckt, aber ob es wirklich für den ganzen Winter reichen wird, wissen wir noch nicht… Zu diesem Thema war letzte Woche auch ein Bericht über uns im KURIER zu lesen.

Aber wir unterstützen ja auch noch andere Gnadenhöfe, die dringend Hilfe und Futter für ihre verschiedenen Tiere benötigen, wie z.B. Gabys Gnadenhof in Maishofen (Sbg.) - siehe unser letzter Bericht im Newsletter vom 4.9.2018 - oder Gabriele Zellinger in Haag (NÖ), die gemeinsam nochmal gut 400 gerettete Tiere betreuen: So haben wir ihnen bereits zwei LKWs mit Heu gespendet, ein weiterer ist noch geplant. Jetzt muß aber Gaby Teichmann – wie jedes Jahr – die Jahrespacht von 7.000,- € berappen (die sie nicht hat) und ersucht dafür wieder um Unterstützung: IBAN: AT51 2040 4006 0056 4260. Vielen Dank!

13.12.2018

Diepresse.com: Brasilien - Riesengeschäft mit Eseln für China

Nicht so gut wie unseren Eseln auf den Gnadenhöfen (siehe voriger Artikel) geht es leider den ehemaligen Arbeitseseln aus Brasilien, die zu Hunderttausenden nach China verfrachtet werden, um dort zu Wurst für die Massen zu werden:

Der Bundesstaat Rio Grande do Norte liefert künftig rund 300.000 Esel pro Jahr nach China. Dort werden sie großteils zu Wurst. Ihren Job als Lasttier haben großteils LKWs und andere Fahrzeuge übernommen.

Der Esel (Equus asinus asinus) gilt weltweit als stur und dumm, aber zäh. Ihm bürdete man jahrtausendelang viel auf. In Ländern wie Brasilien aber will ihn keiner mehr haben: Seinen Job als Lasttier haben großteils Lkw und andere Fahrzeuge übernommen – Esel seien nur noch „Verkehrshindernisse“, sagte jüngst José Simplício Holanda, Kabinettschef im Landwirtschaftsministerium des Staates Rio Grande do Norte.

Nun aber macht der arme nordöstliche Bundesstaat plötzlich ein Riesengeschäft mit Eseln,  und zwar mit den Chinesen. Unternehmer aus China kamen in den vergangenen Monaten mehrfach hierher, sahen sich in den Ställen um – und lassen sich künftig pro Jahr 300.000 lebende Esel schicken.

Begehrte Eselmilch

Nur: Auch die Chinesen wollen die Esel nicht als Tragtier, sondern zum Essen: Schon jetzt werden jährlich rund 1,5 Millionen Esel in China zu Salami und Wurst verarbeitet; die meisten kommen aus Nachbarländern wie Indien und Turkmenistan. Für die importierten Eselstuten gibt es aber noch eine andere Verwendung: Ihre Milch ist begehrt als Grundstoff für die Kosmetikindustrie.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.03.2012)

13.12.2018

KURIER.at: Schaf im Garten geschächtet, Diversion für Türken

Angeklagter vergrub den Kadaver, das Fell warf er in die Restmülltonne. "In unserer Religion ist das so", sagte er.

Wegen Tierquälerei mußte sich am Montag ein 52-jähriger Türke am Landesgericht St. Pölten verantworten. Der Mann hatte im August ein Schaf in seinem Garten geschächtet, den Kadaver vergrub er dort, das Fell warf er in die Restmülltonne. Daß er damit gegen das Gesetz verstoßen hatte, wollte er nicht so recht gewußt haben, bei dem Prozeß bekannte er sich aber dennoch schuldig.

"Sie wissen schon, daß das Tier unnötige Qualen gelitten hat?", fragte der Richter den Mann. "Nein, in unserer Religion ist das so", lautete die Antwort. Rechtsanwalt Nikolaus Rast wies darauf hin, daß in Österreich das Recht auf freie Religionsausübung herrsche, aber eben auch das Tierschutzgesetz, das Schächten nur unter Aufsicht und in dafür vorgesehenen Einrichtungen erlaube. "Aus meiner Sicht paßt das nicht zusammen", betonte Rast.

Der 52-Jährige kam mit einer Diversion davon, die Probezeit beträgt zwei Jahre.

PS.: Siehe dazu auch unsere im Sommer aus Anlaß des alljährlichen Kurban Bayrami-Schächt-Opferfestes gestartete Petition gegen das extrem grausame betäubungslose Schächten „im Namen Gottes“!

13.12.2018

www.vegan.eu: Jede Menge Fleisch beim "Klimagipfel" in Polen

In Polen tagt diesen Monat der UN-Klimagipfel. Die Ereignisse korrespondieren mit einem schockierenden Bericht US-amerikanischer Wissenschaftler, der die Realität des menschengemachten Klimawandels unterstreicht und katastrophale ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen prognostiziert. Höchste Zeit also, umzusteuern und die Menschheit vor einer möglichen Katastrophe zu schützen. Ebenso höchste Zeit, sich vorzubereiten auf notwendige Veränderungen, die eintreten werden, wenn der Klimawandel nicht ausreichend aufgehalten werden kann.

So mögen ganze Gebiete der Welt nicht mehr oder nicht mehr in dem Ausmaß durch Menschen bewohnbar sein wie bisher und die weltweite Aufnahme der entsprechenden Bevölkerungen in andere Gebiete müßte geplant werden. Auch müßten ärmere Länder massiv dabei unterstützt werden, wo immer es möglich ist Sicherheitssysteme (zum Beispiel Dämme) zu bauen, damit sie nicht im Wasser versinken.

Der wissenschaftliche Forschungsstand läßt keinen Zweifel über die erforderlichen Schritte, um die Klimakatastrophe aufhalten oder begrenzen zu können. Es sind vor allem zwei Maßnahmen, die unumgänglich sind:

* Abbau von Fleisch- und Milchkonsum, Aufbau einer weltweiten pflanzenbasierten Ernährung. Dieser Schritt würde übrigens nicht nur dem Klimawandel entgegenwirken, sondern zahlreiche weitere Parameter des Umweltschutzes verbessern, wie Landverbrauch, Verhinderung von Wüstenbildung, Schutz der Regenwälder und der Artenvielfalt. Nach einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Oxford ist der Wechsel zu einer pflanzenbasieren, veganen Ernährung der wichtigste Schritt den ein Mensch für den Umweltschutz tun kann. Ein weltweiter Umstieg auf eine vegane Ernährung wurde nach einer anderen Studien Millionen Menschenleben retten, dem Klimawandel entgegenwirken und die Umwelt schützen.

* Ausstieg aus fossilen Energien, wie Kohle oder Öl. Massiver Ausbau (auch über zukunftsträchtige Subventionierung) regenerativer Energien, wie Solarenergie oder Windenergie. Der Ausstieg aus der fleischbasierten Ernährung ist nicht der einzige erforderliche Schritt. Ein massiver Abbau fossiler Energien ist ebenso notwendig.

Zeit zum Warten besteht nicht mehr. Doch bereits das Menü beim Klimagipfel  gibt keinen Anlaß zum Optimismus:

Unter 16 Gerichten waren lediglich zwei vegane Gerichte, nämlich Nudeln mit Gemüse und Maultaschen mit Kohl und Champions. Unter tüchtiger Käsezufuhr gab es drei vegetarische Gerichte. Elf Gerichte strotzen voll Fleisch, von gebackenem Rindfleisch mit Speck und Sauerkraut, Maultaschen mit gebratenem Schweine- und Rindfleisch, über Cheeseburger, Schweinefleisch in Apfelsauce, Curry mit Tiger-Schrimps bis zu Maultaschen mit Ente und Cranberry-Sauce....

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

13.12.2018

Noch ein dringender Spendenaufruf - Anja Fröhlich schreibt uns aus Deutschland:

„Wir haben unseren kleinen Schlacht-Haflinger, den wir über ANIMAL SPIRIT bekommen haben, nun schon 5 Jahre; wir lieben ihn über alles und sind uns für euren Mut machenden Worte von damals unendlich dankbar. „Amadeus“ geht es aber leider zur Zeit schlecht – sogar sehr schlecht. Er hat eine akute Hufrehe auf beiden Vorderhufen mit einer beidseitigen Hufbeinrotation und es droht ein Durchbruch. Zusätzlich ist noch eine Hufbeinknorpelverknöcherung festgestellt worden und er hat EMS (Equines Metabolisches Syndrom). Das alles haben wir in den letzten 2 Wochen erfahren und es sind schon viele Tränen geflossen.

Es gibt hier in der Nähe eine spezielle Hufreheklinik, alles hört sich prima an und er könnte dort auch sofort einziehen. Leider kostet die Klinik im Monat 850,- Euro und das können wir nicht stemmen. Es zerreißt einem das Herz, wenn man aus finanziellen Gründen seinem geliebten Pferd nicht helfen kann. Unsere Frage an euch nun, gibt es die Möglichkeit, daß ihr einen Spendenaufruf für Amadeus starten könntet?

Wir haben auch schon einen Plan aufgestellt: Amadeus bleibt doch hier in seinem gewohnten Stall und wird vom Tierarzt und einem Hufspezialisten engmaschig und intensiv betreut. Wir werden versuchen, alles was ihm hilft und machbar ist, für ihn zu tun. Das ist dann nicht mehr ganz so teuer wie die Klinik und wir denken von der Therapie her nicht weniger gut. Die Kosten sind natürlich trotzdem ziemlich hoch, daher wäre es wunderbar, wenn man durch eine Spendenaktion noch etwas Erleichterung bekommen könnte.

Hier mein Amadeus Paypal Spendenkonto: anjalarafroehlich@gmail.com

Vielen Dank!“

Anja Fröhlich, D-35043 Marburg
Tel. (+49) 06421/4070374, faszination.fell@email.de

 

PS: Zum Aufmuntern noch ein lustiges Video über die erstaunliche Lernfähigkeit und Intelligenz eines Huhnes:
www.youtube.com/watch?v=L7EfLNFRG7M

05.12.2018

In eigener Sache: Tierpfleger/innen gesucht für ANIMAL SPIRIT-Gnadenhöfe Engelberg (Bezirk Schärding, OÖ) bzw. Hendlberg (Laaben, NÖ):

ANIMAL SPIRIT-Engelberg verstärkt sein Team und sucht engagierte/n Mitarbeiter/in für die Betreuung unserer geretteten Gnadenhoftiere, derzeit 23 Pferde und Ponys, 40 Schafe, 55 Hühner, 11 Katzen und 3 Hunde. Landwirtschaftliche Kenntnisse und/oder Erfahrung im Umgang mit Pferden erwünscht.

Regelmäßig anfallende Tätigkeiten:
Schwerpunkt (insbesondere im Sommer) sind landwirtschaftliche Tätigkeiten
Benützung von Traktor und dazugehörigen Geräten (Egge, Mulcher, etc.)
Benützung des Hoftraks und Aufsitzrasenmähers
Mist und Gülle ausfahren (2-3 mal jährlich)
Weidemanagement
Rasenmähen

Vertretungsweise bzw. vermehrt im Winter:
Umgang mit Pferden, Schafen, Hühnern, Hunden und Katzen (Füttern, Wundversorgung nach Vorgabe, striegeln)
Stallarbeit (ausmisten, fegen, Tränker reinigen, allgemein Ordnung halten)

Bei Bedarf anfallende Tätigkeiten:
Reparaturen an Maschinen soweit selbst möglich
Tiertransporte mit Pferdeanhänger (E zu B Führerschein wünschenswert)
Schneeräumen

Sonstiges:
eigene Hunde können bei Verträglichkeit mit zur Arbeit gebracht werden

ANFORDERUNGSPROFIL:
Affinität und Liebe zu Tieren
Praxis oder Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich (Stallwirtschaft)
Führerschein B, ggf. auch Führerschein F (Traktor)

WIR BIETEN:
Voll- oder Teilzeitbeschäftigung im Ausmaß von 20-40 Wochenstunden
Arbeitszeit erfolgt im Rahmen von ca. 7 - 18 Uhr, jedes 3. Wochenende Dienst bzw. nach Vereinbarung
Angemessene Entlohnung nach Vereinbarung, je nach Vorkenntnissen bzw. ob Wohnen vor Ort möglich/gewünscht.

BEWERBUNGEN mit Lebenslauf und Foto bitte richten an:
Hofleiterin Marion Reisinger, engelberg@animal-spirit.at und in cc an office@animal-spirit.at

PS.: Ab kommendem Frühjahr (März/April) suchen wir auch wieder eine/n TierpflegerIn für den Gnadenhof Hendlberg in Laaben, NÖ. Gerne auch schon früherer Beginn möglich. Bewerbungen dafür bitte direkt an office@animal-spirit.at

05.12.2018

www.change.org: Weihnachten, Kirche und Massentierhaltung - eine Weihnachtslektüre zum Nachdenken

Von Vladislav Altbregin

Bald feiern wir wieder das Fest der Hoffnung, der Besinnlichkeit und der Liebe. Eine sehr selektierte Liebe, denn sie bezieht sich nach der Definition der meisten Menschen einzig auf die eigene Spezies. Die anderen Lebewesen schlachten und verspeisen wir zur Feier dieses Tages. Das ist völlig OK und normal - sagt unsere Gesellschaft.

Ich habe mir oft die Frage gestellt, warum unsere westliche Gesellschaft des 21. Jahrhunderts in großen Teilen ignoriert, wie viel Leid, welches gewaltige Ausmaß an Zerstörung und gesundheitliche Gefährdungen dieser gigantische Konsum mit sich bringt, der einzig durch Massentierhaltung ermöglicht wird. Nach wie vor reflektieren nur sehr wenige, was Massentierhaltung für Tier, Mensch und Umwelt bedeutet.

Über unsere Medien haben wir Zugang zu sämtlichen relevanten Informationen. Wer lesen kann, wer in der Lage ist, einen Fernseher ein- und auszuschalten, hat davon gehört. Trotzdem blenden wir aus, verweigern wir Veränderung oder gehen diese nur sehr zögerlich an.

Die Tierfabriken-Industrie wird sogar durch Subventionen mit öffentlichen Geldern gezielt fördert. Der deutsche „Bund für Umwelt und Naturschutz“ erfaßte bereits 2008/2009 in einer Studie, daß die EU allein in Deutschland jährlich die sogenannte Intensivhaltung von Schweinen und Geflügel mit mehr als einer Milliarde Euro subventionierte. Steuergelder, die ich liebend gerne anderweitig investiert gesehen hätte.

Und dann wäre noch die Kirche. Unsere erstaunliche Fähigkeit, über all das verursachte Leid hinwegzusehen, es als „Normalität" hinzunehmen, ist eng mit dem christlichen Glauben verknüpft. Sie hat dafür gesorgt, daß die Ideologie des Karnismus und der Glaube an die Minderwertigkeit von Tieren über die Jahrhunderte fest in unserem Denken verwurzelt wurde und somit ermöglicht, daß die meisten Menschen Tierleid für unsere Ernährung als notwendiges Opfer (seitens der Tiere) akzeptiert haben, ohne dabei moralische Schuld zu empfinden.

Die Massentierindustrie feiert bald 100sten Geburtstag

In den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts, zu einer Zeit, als die Kirche noch weit größeren Einfluß auf Gesellschaft und Politik hatte als heute, wurden im US Bundesstaat Delaware die ersten Massenzuchtanlagen für Hühner in Betrieb genommen, der erste mit einem Bestand von ca. 500 Tieren. Heute werden weltweit ca. 21 Milliarden (!) Nutztiere pro Jahr in Massentierhaltung gehalten und in Massenschlachtung getötet (Anm.: Insgesamt sind es weltweit sogar mehr als 60 Milliarden Landtiere – plus ca. 3 Billionen Fische -, die jährlich für unseren Fleisch-, Fisch-, Eier- und Milchkonsum leiden und sterben müssen!). In nur knapp 100 Jahren entstand eine gewaltige Industrie in Dimensionen, die kaum noch vorstellbar sind.

Massentierhaltung wurde mit rasanter Geschwindigkeit zu einem wesentlichen Faktor der menschlichen Existenz und vereinnahmt heute mehr als zwei Drittel der zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Nutzflächen. Allein die OS-Gesellschaft „Tyson Foods", das zweitgrößte Fleischunternehmen der Welt, schlachtet 42 Millionen Hühner, 170.000 Rinder und 350.000 Schweine - pro Woche!

Die weltweiten Auswirkungen sind dramatisch für Mensch und Tier

Massentierhaltung ist mitverantwortlich für die Abholzung des Amazonas-Regenwalds und die Überfischung der Weltmeere. Achtzig Prozent des Welt- Soja -Ertrages und ein Drittel des gesamten Fischfangs werden für die Fütterung der Tiere benötigt. Massentierhaltung läßt große Agrarkonzerne kleine Bauern von ihrem Land vertreiben und verseucht durch in der Gülle enthaltenen Nitratstickstoff, durch Hormone und Medikamentenrückstände unser Grundwasser. Diese verunreinigen nicht nur die Trinkwasserbestände sondern gelangen von den Äckern letztendlich in Seen und Meere. In der Ostsee kommt es durch den Düngereintrag deswegen inzwischen jährlich zu riesigen Algenblüten, die dem Wasser Sauerstoff entziehen und dann zu Fischsterben führen.

1 kg Fleisch entspricht der Fahrt von Berlin nach Rom in der CO2 Belastung

Bei der Verdauung – v.a. der Wiederkäuer - entsteht Methan. Die Mengen sind riesig: etwa 200 Liter pro Rind und Tag. Wie nachhaltig die Massentierhaltung am anthropogenen Treibhauseffekt mitwirkt, veranschaulicht die Studie des Österreichischen Geophysikers Kurt Schmidinger. Er hat das Standard Modell zur Berechnung von Ökobilanzen erweitert.

In dieser Bilanz kommen auf 1 kg Fleisch aus Europa bis zu 27 kg Kohlendioxid. Die Bilanz für in Südamerika erzeugtes Fleisch ergibt ein noch besorgniserregenderes Ergebnis: hier wurden 59 kg Kohlendioxid pro kg errechnet. Wird dazu noch der Verlust an CO2 Speicherfähigkeit der natürlichen Vegetation mit einbezogen, die für den Anbau von Futterpflanzen weichen mußte, summiert sich der Verbrauch auf 335 Kilogramm C02 , für nur ein Kilogramm Fleisch! Dieser Verbrauch entspricht der Fahrt in einem europäischen Durchschnittsauto von Berlin nach Rom.

Massentierhaltung ist ein wichtiger Grund, warum sich multiresistente Keime rasant ausbreiten konnten.

Die Tiere werden, bedingt durch Zucht und Haltungsbedingungen beständig anfälliger für Infektionen. Geschwächte und gestreßte Tiere, globale Transporte und die Ansammlung von unnatürlich großen Tierbeständen auf engstem Raum bieten ideale Bedingungen für jede Art von Keim. Daher wird der Einsatz von Antibiotika, in der Masthaltung flächendeckend benötigt und großzügig eingesetzt. Nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz verkaufen Pharmafirmen allein in Deutschland jährlich über 1.450 Tonnen Antibiotika an Tierärzte!

Die häufigen Antibiotikagaben erhöhen das Risiko, daß sich resistente Bakterien bilden, die uns wieder in die Zeit vor der Erfindung von Antibiotika zurückwerfen, in der jeder Infekt, jede OP ein Todesrisiko darstellt. Ein Szenario, das dank Massentierhaltung jeden Tag Realität werden könnte.

Anders als die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Massentierhaltung sind die Konsequenzen für die betroffenen Tiere für jedermann leicht nachvollziehbar. Nie vorher gab es eine Zeitepoche oder eine Kultur, in der Menschen Tiere so grausam und in solcher Zahl gequält, gefoltert und getötet haben: Damit sich die Schweine nicht gegenseitig Ohren und Schwänze abbeißen, schleift man ihnen die Eckzähne weg. Damit sich die auf engstem Raum zusammengepferchten Hühner nicht blutig hacken, kupiert man ihnen Schnabelspitzen und Zehenglieder, alles ohne Betäubung. Damit die männlichen Ferkel den störenden Ebergeruch verlieren, schneidet man ihnen die Hoden ab, ohne Betäubung.

Kälbchen werden nach der Geburt von der Mutter separiert und maschinell ernährt. 40 Millionen Küken werden am Tag ihrer Geburt als Abfallprodukte zerschnitten und zerhackt. Masthühner werden zu Krüppeln gemästet, die unter ihrer eigenen Fleischlast zusammenbrechen.

Wir muten den Tieren Lebensbedingungen zu, die sie verrückt machen und den ständigen Einsatz von Psychopharmaka und Antibiotika erfordern. Der Folter in den Tierställen folgt die Qual der Tiertransporte. In viel zu engen Fahrzeugen, in denen sich die Tiere erneut gegenseitig verletzen und abwechselnd unter Hitze und Kälte leiden, kommt es zu Knochenbrüchen und schweren Verletzungen.

Ein hoher Prozentsatz stirbt vor Angst und Streß bereits auf dem Weg zum Schlachthof, wo selbst das Sterben noch zur Qual wird, weil die Tiere oft nicht richtig betäubt und bei vollem Bewußtsein abgestochen werden.

Wie ist so viel Grausamkeit vereinbar mit unserem christlichen Glauben des Mitgefühls und der Barmherzigkeit? Dabei hatte das Christentum, die Religion, die in der westlichen Kultur unser Weltbild, unser Denken und Handeln bis in die heutige Zeit prägt, und deren Anhänger heute auf zirka 1,9 Milliarden geschätzt werden, in ihren Anfängen ein völlig anderes Verhältnis zum Tier. Man findet viele Hinweise, daß Vegetarismus bei den Urchristen sehr verbreitet war.

Diese Haltung änderte sich jedoch grundlegend, als im 4. Jahrhundert Kaiser Konstantin in Rom an die Macht kam, und das Christentum zur Staatsreligion machte. Er bestand auf Fleisch und Weingenuß, welches die Urchristen beides ablehnten und setzte seine neuen Ansichten unter Gewaltanwendung durch. Das dunkle Zeitalter, des durch die christliche Religion sanktionierten Tierleids, begann.

Beim Konzil von Ancyra im Jahr 314 legt die mittlerweile sehr mächtig gewordene Kirche im Kanon XIV fest, daß Priester, die auch das zusammen mit Fleisch gekochte Gemüse nicht essen, als „Ketzer" zu entlassen seien.

Im Mittelalter läßt die kirchliche Inquisition sogar Menschen aufhängen, die sich weigerten, Tiere zu töten. Als Beweis ihres „rechten" römisch-katholischen Glaubens, müssen Verdächtige z. B. öffentlich ein Tier schlachten. Auch wird den Tieren durch die Kirchenheiligen Augustinus und Thomas von Aquin eine unsterbliche Seele abgesprochen. Damit werden sie ausdrücklich vom „Heil in Christus" ausgeschlossen.

Die Abwertung und die Freigabe zur Ausbeutung unserer tierischen Mitgeschöpfe wurde somit über die Religion in die Politik, in die Moralvorstellungen und Schulen des kirchengeprägten Abendlandes eingepflanzt. Mit der kirchlichen Missionierung der restlichen Welt wurde diese Ethik auch in ferne Kontinente getragen.

Und so ist es für viele Menschen möglich, guten Gewissens, erst in der Kirche von der „gnadenbringenden Weihnachtszeit" zu singen und anschließend im gemütlichen Heim einen Braten zu verzehren. Ein Braten, der einmal ein fühlendes, intelligentes Lebewesen war, das dank Massentierhaltung mehr Leid in seinem kurzen Leben erfahren mußte, als sich die meisten von uns auch nur ansatzweise vorstellen können.

05.12.2018

www.animalequality.de: Über Gefühle, Freundschaften und Intelligenz der ("Nutz"-)Tiere:

Sicher wissen Sie bereits eine Menge über Hunde, Katzen und andere Tiere, die wir typischerweise als Haustiere bezeichnen. Vielleicht wohnt bei Ihnen sogar ein vierbeiniges Familienmitglied. Aber wußten Sie schon, daß sich sogenannte Nutztiere und Haustiere in ihren Bedürfnissen und Verhaltensweisen ganz ähnlich sind?

1. Schweine gehören zu den schlausten Tierarten der Welt

Wenn wir Schweine auf Lebenshöfen beobachten, dann zeigen sie ähnliche Verhaltensweisen wie Hunde: Sie hören auf ihren eigenen Namen, wackeln mit dem Schwanz und lernen kleine Tricks wie “Sitz” mit Freude - solange ein Leckerli für sie dabei herausspringt. Forscher haben sogar herausgefunden, daß Schweine über ein Ich-Bewußtsein verfügen. In der Massentierhaltung werden Schweine unter grausamen Bedingungen gehalten und können ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben. In den meisten Fällen fühlen Schweine in ihrem gesamten Leben nicht ein einziges Mal Sonnenlicht auf ihrer Haut.

2. Lachse können unter Depressionen leiden

Lachse auf Fischfarmen können an Depressionen erkranken. Eine Studie aus dem Jahr 2016 zeigte auf, daß sich die Population von Lachsen auf Fischfarmen durch sogenannte “drop-outs” auszeichnet – das sind Fische, die sich ohne jeden Lebenswillen an der Oberfläche treiben lassen. Laut dieser Studie ist ein Viertel aller Lachse in Gefangenschaft träge, verkümmert und verweigert Nahrung. Diese Fische wiesen bei Untersuchungen hohe Werte des Streßhormons Cortisol auf. Der Serotoninspiegel der Tiere ähnelte dem von depressiven Säugetieren. Sie reagierten außerdem nicht mehr auf weitere Streßeinwirkungen.

3. Kühe sind sanft und voller Güte

Sie lieben die Aufmerksamkeit von freundlichen Menschen und wissen eine entspannende Bauchmassage oder ein sanftes Ohrenkraulen sehr zu schätzen. Selbst Kühe, die in der Vergangenheit schlecht behandelt wurden, können mit der Zeit vergeben und lernen, Menschen wieder zu vertrauen. Auch untereinander bilden Kühe enge soziale Beziehungen, die ihnen in der Massentierhaltung gänzlich fehlen. In der Tierindustrie werden Kälber bereits kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt und ganz allein in enge Boxen gesperrt. Sie werden nie ihr natürliches Bedürfnis nach sozialen Beziehungen ausleben dürfen.

4. Hennen kommunizieren mit ihren Kindern - durch die Eierschale hindurch

Bereits während die Küken im Ei heranwachsen, entwickeln sie eine enge Bindung zu ihrer Mutter. Sie kommunizieren mittels bestimmter Laute durch die Eierschale hindurch: So kann eine Mutter z. B. durch ein spezielles Piepen ihre aufgebrachten Küken in einer Streßsituation beruhigen. Nach dem Schlüpfen lernen die Küken viel von ihrer Mutter. Und falls der Nachwuchs einmal von der Henne getrennt wird, stoßen beide ganz spezifische Rufe aus, bis sie wieder zueinander gefunden haben. In der Tierindustrie bleibt den Hühnern solch eine soziale Beziehung verwehrt, denn ihnen werden die Eier - und damit ihre Küken - direkt nach dem Legen weggenommen.

Der Unterschied zwischen sogenannten Haus- und Nutztieren besteht nur in unseren Köpfen, denn alle Tiere verdienen unseren Schutz und unseren Respekt. Animal Equality und ANIMAL SPIRIT sind der Meinung, daß es kein Lebewesen verdient hat, sein Dasein unter den brutalen Bedingungen der Massentierhaltung zu fristen. Stehen wir gemeinsam für eine bessere Zukunft für alle Tiere ein - egal ob sie Fell, Federn oder Schuppen haben.

05.12.2018

www.ciwf.org: Die faszinierende Welt der Fische (Eine neue Kampagne unserer englischen Partner-Organisation CIWF - Compassion in World Farming)

Unter der Wasseroberfläche offenbart sich uns eine faszinierende Welt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse beweisen, daß Fische empfindliche, intelligente und emotionale Tiere sind, die weit mehr können, als wir je gedacht haben. Sie fühlen Schmerzen, sie benutzen Werkzeuge und sie bilden soziale Bindungen.

ES IST ZEIT, FISCHE ZU ERSETZEN

Aber Fische müssen auch geschützt werden. In riesigen Unterwasserfabriken oder, wenn sie aus ihren Käfigen im Meer gezogen werden, werden Fische auf grausamste Weise geschlachtet. Fische leiden jedes Jahr leise billionenfach.

SCHAUEN SIE SICH BITTE DIESES VIDEO AN (auf englisch)

Das Wasser ist erfüllt von der unglaublichen Intelligenz, den Persönlichkeiten und dem komplizierten Leben der Fische. Die neue CIWF-Kampagne soll das Bewußtsein für diese Entdeckungen schaffen und das in politisches Handeln umwandeln.

Es ist Zeit, Fische neu zu überdenken: Helfen Sie mit einem email an die jeweilige Regierung Ihres Landes, das Leiden der Fische während der Schlachtung zu minimieren

Sehr geehrte Ministerin,

in der Europäischen Union werden hunderte Millionen von Fischen auf unmenschliche und illegale Weise abgeschlachtet und ich möchte die Regierung dringend dazu anhalten, die Einhaltung der EU-Schlachtverordnung sicherzustellen, um Fischen den Schutz zu bieten zu können, den diese verdienen.

Fische sind fühlende Wesen und sind, genau wie andere Nutztiere, in der Lage Qualen und Schmerzen zu empfinden. Sie müssen geschützt werden, doch in der gesamten EU werde Fische auf unmenschliche Weise getötet. Einige Fische werden in Wasser gesetzt, das Kohlendioxid enthält und ein Zucken bei den Fischen verursacht, wodurch diese um ihr Leben kämpfen. Viele von ihnen landen in großen Becken, die mit Eiswasser gefüllt sind. Dort bleiben sie bei Bewußtsein, ersticken jedoch langsam während eines Prozesses, der bis zu 40 Minuten dauern kann. Viele Länder nutzen Schlachtwerkzeuge, deren Effektivität als nicht wissenschaftlich erwiesen gilt. Eine kürzlich von Compassion in World Farming (CIWF) bei der Schlachtung von Fischen in der EU durchgeführte verdeckte Ermittlung hat den Umfang des Problems gezeigt und die Notwendigkeit von sofortigen Maßnahmen hervorgehoben. 

Fische sollten durch die EU-Schlachtverordnung geschützt sein, da diese fordert, daß die Tiere beim Töten nicht unnötig leiden müssen. Gemäß der Europäischen Kommission kann dieser Verordnung entsprochen werden, indem die Richtlinien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) zur Betäubung und Tötung von Zuchtfischen, der sich alle Mitgliedstaaten verschrieben haben, befolgt werden.  Ein aktueller Bericht der Kommission ist zu der Schlußfolgerung gekommen, daß die meisten Mitgliedsstaaten, die geprüft wurden, derzeit gegen diese Richtlinien verstoßen. Viele Erzeuger nutzen Schlachtverfahren, die von der OIE als unmenschlich angesehen werden.

Das Leiden der Fische beim Schlachten ist eines der größten Tragödien für das Wohlergehen von Tieren in unserer Zeit.  Humanere Schlachtverfahren stehen für Fische zur Verfügung – z. B. elektrische oder perkussive Betäubung. Doch viele Erzeuger benutzen dennoch grausame und veraltete Methoden. Die Mitgliedsstaaten müssen die EU-Gesetzgebung befolgen und ich bitte das deutsche Landwirtschaftsministerium darum, unverzüglich Maßnahmen zu durchzuführen, die humanere Schlachtmethoden sicherstellen.

 

05.12.2018

Das Therapie-Pferd:

Ein versöhnliches und sehr berührendes Video (auf englisch, aber die Bilder sprechen für sich) über ein Pferd, welches zu schwerstkranken Menschen ins Spital gehen darf und ihnen durch seine Empathie unermeßliche Freude schenkt!:

www.facebook.com/sanne.ulbrich/videos/2216794571745491/UzpfSTEwMDAwMTQyMjM0NTc4MjoyMTc1NzAwMjU1ODIwNjk4/?fref=pb&hc_location=friends_tab

oder auch auf Youtube

 

29.11.2018

Alternatives und sinnvolles Weihnachtsgeschenk gesucht?: Geschenk-Patenschaften

Sie suchen noch ein passendes und sinnvolles Geschenk für das kommende „Fest der Liebe“? Viele der mehr als 500 von ANIMAL SPIRIT geretteten Gnadenhoftiere haben noch keine Patenschaft und würde sich sehr über eine solche freuen! Ein ideales und zudem noch sehr persönliches Weihnachts-Geschenk. Sie unterstützen damit nicht nur das Patentier selbst, sondern indirekt natürlich auch alle anderen Tiere auf unseren Gnadenhöfen sowie unsere sonstige Tierschutz- und Öffentlichkeitsarbeit. Und Sie können natürlich „Ihr“ Patentier jederzeit auf einem unserer drei Gnadenhöfe Hendlberg, Esternberg und Engelberg in NÖ bzw. OÖ besuchen.

Wenn Sie selber keine Patenschaft übernehmen wollen (bzw. schon eine haben) können Sie gerne eine als sinnvolles Weihnachtsgeschenk – z.B. für ein Jahr oder auch länger – verschenken (Sie können das im Formular bei Patenschaft verschenken entsprechend ankreuzen).  Die entsprechende Patenschaftsurkunde würden wir dann – gemeinsam mit einem kleinen Geschenk – entweder an Sie oder gleich direkt an den/die Beschenkte/n schicken, wie eben gewünscht.

Verschenken Sie eine Tierpatenschaft mit Herz und unterstützen Sie so das Leben eines geretteten Tiers und unsere Arbeit. Ihre Spende wird immer für die gesamte Tiergruppe verwendet und so kommt Ihre Unterstützung auch allen Tieren zu Gute.
Eine Patenschaft kann jederzeit schriftlich oder auch per Anruf gekündigt werden. Sollte das Tier versterben, informieren wir Sie und den Beschenkten selbstverständlich gleich und Sie können gemeinsam überlegen, ob Sie auch weiterhin eines unserer anderen Tiere unterstützen möchten.

Verschenken Sie echte Tierliebe zum Weihnachtsfest – Eine Tierpatenschaft hilft weitere Tierleben zu retten!

Nähere Infos bei eva@animal-spirit.at, unter (+43) 02774-29330 oder auf unserer Homepage www.animal-spirit.at

29.11.2018

OTS.at - Greenpeace-Test: Österreichische Gewässer mit Antibiotika und Pestiziden belastet

Untersuchung in zehn EU-Staaten zeigt Umweltverschmutzung durch Massentierhaltung – Umweltmediziner Hutter: Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung strenger reglementieren

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in zehn EU-Staaten insgesamt 29 Gewässer in Regionen mit intensiver Tierhaltung untersucht. Antibiotika wurden in 70 Prozent aller europäischen Proben nachgewiesen, Pestizide in 100 Prozent. Getestet wurden auch drei österreichische Gewässer in der Steiermark und in Oberösterreich, in Gegenden mit einer besonders hohen Dichte an Schweineställen. Die Ergebnisse zeigen eine besorgniserregende Schadstoffbelastung. Pro Probe wurden in Österreich bis zu fünf Tierarzneimittel, darunter mehrere Antibiotika, und bis zu 38 verschiedene Pestizide festgestellt. Dies ist der dritthöchste Pestizidwert, der in Europa gefunden wurde. Greenpeace verlangt nun Maßnahmen seitens der Politik. Landwirtschaftsministerin Köstinger und Gesundheitsministerin Hartinger-Klein dürfen die Risiken der Massentierhaltung für Umwelt und Gesundheit nicht weiter ignorieren, fordert die Umweltschutzorganisation.

Industrielle Tierhaltung ist eine Gefahr für unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Die Cocktails an Schadstoffen, die durch dieses System entstehen, schaden unseren Flüssen. Auch für uns Menschen ist das mittelfristig ein gesundheitliches Risiko. Antibiotika, die aus der Massentierhaltung in die Umwelt gelangen, erhöhen die Gefahr von Resistenzen“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. „Angesichts dieser Ergebnisse müssen jetzt bei den Verantwortlichen alle Alarmglocken schrillen“.

In Österreich wurden Proben aus dem Schwarzaubach und der Stiefing – beide in der Steiermark - sowie aus dem Sipbach in Oberösterreich genommen. Dabei wurden pro Probe vier bis fünf verschiedene Tierarzneimittel festgestellt, davon jeweils zwei bis drei verschiedene Antibiotika. Knapp Dreiviertel aller Antibiotika in der Tierhaltung gehen in Österreich an Schweine. Der hohe Antibiotika-Einsatz führt dazu, dass sich immer mehr Bakterien abhärten und somit Resistenzen gegenüber wichtigen Medikamenten entwickeln. Diese Super-Keime können auch uns Menschen gefährlich werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Antibiotika-Resistenzen als eine der drei dringendsten Probleme für die öffentliche Gesundheit ein.

Auch Assoz.-Prof. DI Dr. med. Hans-Peter Hutter, Sprecher der ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt, warnt anlässlich der Greenpeace-Testergebnisse vor Resistenzen: „Überhaupt keine Frage: Der schlampige Umgang in der Humanmedizin mit Antibiotika führt zu großen Resistenzproblemen. Trotzdem ist es zweifellos so, dass intensive Tierhaltungen ebenfalls zur Antibiotikaresistenz maßgeblich beitragen. Resistenzentwicklungen haben gravierende Folgen für die medizinische Behandlung von Patientinnen und Patienten. Häufig sind Infektionen mit resistenten Bakterien schwer therapierbar, in bestimmten Fällen sind sie sogar unheilbar. Daher ist der Umgang mit diesen lebensnotwendigen Medikamenten selbstverständlich auch in der Tierhaltung streng zu reglementieren.“

Zur Belastung der untersuchten Gewässer durch Antibiotika kommt die Verschmutzung mit einer Vielzahl verschiedener Pestizide hinzu: 27 im Schwarzaubach, 38 in der Stiefing und 20 im Sipbach. Der Pestizidwert der Stiefing ist der dritthöchste, der in Europa gefunden wurde. „Die Landwirtschaft in den beprobten Regionen ist vor allem dem intensiven Anbau von Futtermitteln wie etwa Mais gewidmet, um die zehntausenden Schweine vor Ort zu versorgen. Wir können daher davon ausgehen, dass ein wesentlicher Anteil der Pestizide aus dem Anbau von Futtermitteln stammt“, erklärt Theissing-Matei.

Nun sei die Politik gefordert. „Unser Test zeigt: Es ist höchste Zeit zu handeln. Allen voran Landwirtschaftsministerin Köstinger und Gesundheitsministerin Hartinger-Klein dürfen die Umwelt- und Gesundheitsrisiken der Massentierhaltung nicht länger ignorieren“, fordert Theissing-Matei. Es brauche endlich ein ambitioniertes Antibiotika-Reduktionsprogramm für die Tierhaltung, beginnend mit der Schweinehaltung. Dazu seien bessere Haltungsbedingungen und niedrigere Besatzdichten notwendig. Außerdem seien Änderungen bei den Agrarförderungen erforderlich. „Anstatt zerstörerische Massentierhaltung zu fördern, sollten wir viel mehr unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern dabei unterstützen, auf eine bessere Tierhaltung umzusteigen“, fordert Theissing-Matei.

Hier finden Sie den Greenpeace-Report „Dirty Waters – Wie Massentierhaltung Flüsse in Europa verschmutzt“: https://goo.gl/VUpS1E

Hier finden Sie die Österreich-Ergebnisse im Detail: https://goo.gl/owyVJ7

Bildmaterial von den Probenahmen finden Sie unter https://goo.gl/GEXXzu Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung kostenlos zur Verfügung (© Greenpeace / Mitja Kobal)

29.11.2018

www.t-online.de: Ein Reisender hat in Spanien eine brutale Jagdszene gefilmt. Sie zeigt, wie Jagdhunde einen Hirsch von der Klippe drängen. Das Video entfacht eine Diskussion.

Dieses Video ist schwer zu ertragen: Zu sehen sind ein Dutzend Hunde, die einen Hirsch an eine steile Klippe drängen. Bei dem Kräftemessen verliert ein Hund nach dem anderen das Gleichgewicht und stürzt in den Abgrund. Trotzdem ruft der Jäger seine Tiere nicht zurück. 

Das Video sorgt nun für heftige Diskussionen in Spanien. Es wurde von einem Dokumentarfilmer bei Herreruela im Westen des Landes aufgenommen. Später lud er es auf Twitter hoch. In Spanien sind grausame Hetzjagden bis jetzt teils legal. In vielen anderen Ländern in Europa ist das nicht der Fall. 

Spanische Jagdverbände sind "bestürzt"

Nun sind vom Verhalten des Jägers im Video angeblich sogar die spanischen Jagdverbände "bestürzt", berichtete die spanische Zeitung "20minutos". Auch mehrere spanische Politiker haben reagiert.

Einer von ihnen ist Pablo Iglesias Turrión, Generalsekretär der linkssozialistischen Partei Podemos. Die Verantwortlichen für diese Brutalität sind Kriminelle, schrieb er und teilte das Video auf Twitter. Der Jäger müsse bestraft werden.

HIER gehts zum bestürzenden (abstürzenden) Video

29.11.2018

wildbeimwild.com: Psychopathen, Narzißten, Sadisten und Hobby-Jäger teilen einen „dunklen Kern“

Laut einer Studie besteht eine Verbindung zwischen dunklen Charaktereigenschaften und der Tendenz, die eigenen Interessen immer über alles zu stellen. Leute wie zum Beispiel Hobby-Jäger, quälen oft und auch gerne.

[...]

Beim Töten von Tieren Freude haben: Trophäenjagd

Wie ticken Hobby-Jäger? Laut einer Studie, die der Wissenschaftler Marc Bekoff, in „Psychology Today“ vorstellte, geht es auch darum, Kosten zu signalisieren. Für die Jagd auf die größten und am schwierigsten zu jagenden Tiere werden große Summen bezahlt und man will zeigen, daß man es sich leisten kann, für die Fotografie eines getöteten Tiers einen exorbitanten Preis zu zahlen. Es geht um Status und Angeberei: Ein Löwe ist ein wie ein Cadillac, eine Yacht oder eine Villa mit den Köpfen geschossener Tiere an den Wänden.

Und wie kann man besser seinen Status zeigen, als mit Bildern in den sozialen Medien, auf denen man mit einem makabren Grinsen neben einem toten Tier steht? Wenn man es aber näher betrachtet, steckt hinter dieser Zurschaustellung mehr als ein blödes Grinsen. Denn laut einer Studie wollen Jäger, die ihr “freudiges Lächeln” neben Tierleichen zeigen, zum Ausdruck bringen, daß die Gefahr der Jagd und das Töten der Tiere viel grösser sind, als man gemeinhin denkt. Der Forscher Chris Darimont sagt dazu: „Man kann ein freudiges Lächeln nicht vormachen, man kann das nicht auf Befehl tun. Natürlich macht das Töten eines Tiers einen Jäger sehr glücklich, aber noch glücklicher sind sie, wenn sie nicht ein kleines, sondern ein richtig großes Tier einer Art getötet haben.“

Auch die Kriminalistin Xanthe Mallett studierte Leute, für die das Jagen ein Hobby ist, und kam zum Schluß, daß sie eine ‚dunkle Triade‘ von Persönlichkeitszügen aufweisen. Dazu gehören Narzißmus, Machiavellismus und Psychopathie – die gleichen Charakterzüge, die man bei Leuten findet, die Menschen ermorden. Und es gibt noch mehr Ähnlichkeiten: Hobby-Jäger planen ihre Jagd sehr genau – und sie löschen voller Freude ein Leben nach dem anderen aus, um ihre eigenen abnormen Wünsche zu erfüllen. Wenn Hobby-Jäger auf Opposition stoßen, kommen sie schnell mit Begriffen wie “Bestand regulieren“, „Umweltschutz“ und „Entschleunigen“. Aber wer Tiere als solche liebt und möchte, daß man sie in Ruhe läßt, statt sie zu zerstückeln, glaubt das nicht. Diese Leute sind Mörder, sie sammeln Leichen als Trophäen. Alles, was sie damit „gewinnen“, ist die Abscheu anderer Menschen, wenn diese sehen, wie sich die Hobby-Jäger für das freudige Töten von Tieren selber beweihräuchern.

29.11.2018

Aber es gibt Gott sei Dank auch (wenige) andere, nämlich positive Beispiele von (ehemaligen) Jägern:

DieGanzeWoche.at: Der geläuterte Jäger

Jahrzehntelang war Rudolf Winkelmayer aus Pachfurth (NÖ) leidenschaftlicher Jäger. Mehr als 100 Tiere hat der ehemalige Tierarzt in seinem Leben geschossen, war sogar auf Jagdreisen in Afrika. Bis er vom Töten genug hatte. Heute isst er nicht einmal mehr Fleisch.

Wenn Dr. Rudolf Winkelmayer, 63, heute in den Wald geht, dann um das Zwitschern der Vögel zu genießen oder um in gesunder Luft zu laufen. Vor zehn Jahren war das noch anders. Da verschlug es den pensionierten Tierarzt in den Wald, um Tiere zu töten. „Ich komme aus einer Jägerfamilie. Mein Vater war Jäger und hat mich schon als Kind oft zur Jagd mitgenommen. Mit 16 Jahren habe ich dann die Jagdprüfung gemacht und gleich meinen ersten Rehbock geschossen. Ich war natürlich stolz, bin aber danach in Tränen ausgebrochen. Damals konnte ich meine Gefühle nicht einordnen. Rückblickend weiß ich nun, dass ich Mitleid mit dem Bock hatte“, erzählt Winkelmayer, der eine Tierarzt-Praxis in Pachfurth (NÖ) führte und auch heute noch dort lebt.

Über die Jahre hat sich Winkelmayer einen Freundeskreis aus Jägern aufgebaut, mit denen er regelmäßig Jagdreisen unternahm. „Ich war oft unterwegs. In Afrika habe ich Antilopen, Büffel und Leoparden geschossen, Elche in Norwegen. Damals fand ich das in Ordnung. Heute widert mich das an“, meint der ehemalige Amtstierarzt, der auch heimische Tiere wie Rehe und Hirsche erlegte.

„Insgesamt waren es um die 100 Stück Schalenwild, dazu gehören Rotwild oder Schwarzwild, die ich in meinem Leben geschossen habe. Aber auch Niederwild wie Hasen oder Fasane kamen vor meine Flinte. Doch die zählt ein Jäger nicht mit“, sagt Winkelmayer, der meint, aus Spaß geschossen zu haben, wie es 90 Prozent der Hobbyjäger in unserem Land tun würden. „Kein Jäger geht an einem kalten, verregneten Novembermorgen des Naturschutzes wegen in den Wald.“

Lesen Sie den ganzen Artikel in DGW HIER

22.11.2018

Esel und andere Tiere in Ägypten brauchen wieder unsere Hilfe!

Liebe TierfreundInnen,

unsere Tierpflegerin am Gnadenhof Hendlberg, Denise Holubar, war vor ein paar Wochen auf wohlverdientem Kurz-Urlaub in Hurghada/Ägypten. Dort hat sie natürlich auch das Tierheim Bluemoon besucht, das wir ja nun bereits seit neun Jahren unterstützen! So war sie schon sehr neugierig, wie ihre „Kollegen“ in der Wüste arbeiten würden. Denise berichtet:

„Monique Carrera und ihr Team haben mich sehr herzlich empfangen. Und so habe ich mich auch gleich in diese „grüne Oase“ verliebt, die sie dort geschaffen haben. Es ist ein zauberhafter Ort, den die Tiere offensichtlich genießen. Sie haben genug Wasser und Futter, Bäume, die Schatten werfen, und alle Mitarbeiter sind sehr lieb zu ihnen. Die Stimmung ist unbeschwert und fröhlich. Ich war live dabei, als ein Einheimischer einen angefahrenen Hund gebracht hat, der gleich behandelt wurde. Vor ein paar Jahren noch wäre er elend im Straßengraben gestorben, hat Monique gesagt, aber jetzt hilft die Bevölkerung mit und die Menschen helfen sogar verletzten Tieren. Das ist eine tolle Entwicklung!“

Weil die Tierklinik so engagiert arbeitet, werden aber immer mehr Medikamente benötigt – siehe auch das PDF der aktuellen Aussendung, die diese Woche zur Post gegangen ist! Hier sind auch einige berührende Tiergeschichten zu lesen, wie Bluemoon arme halbtote Tiere aufgenommen und wieder gesund gepflegt hat.  Deshalb bitte ich Sie herzlich, dem Tierheim Bluemoon auch heuer wieder eine Spende zukommen zu lassen.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRT

22.11.2018

Gnadenhof Esternberg: Kuh Eva vor Schlachter gerettet!

Nachdem – wie berichtet – kürzlich unsere alte Grauvieh-Kuh Bora verstorben ist, gab es auf unserem Gnadenhof Esternberg in OÖ wieder einen freien Rinderplatz. Aber der blieb nicht sehr lange unbesetzt, denn schon kurz darauf meldete sich ein Tiroler Bauer bei uns, der es nicht übers Herz brachte, seine Kuh Eva zum Schlachter bringen zu lassen. Tierpfleger Jan berichtet von der Ankunft:

„Der Tiroler Landwirt Klaus, der langsam aber sicher die Milchwirtschaft an den Nagel hängen will, hat uns bereits 5 ehemalige Milchkühe, nämlich Amsi, Gamsi, Rösli, Heidi sowie die mittlerweile verstorbene "Zirbe" anvertraut. Nun legt er erneut die Verantwortung, dieses Mal über die Fleckvieh-Kuh „Eva“, gut erkennbar durch die beeindruckend gebogenen Hörner, in unsere Hände.

Da neulich unsere treue alte Grauvieh-Kuh „Bora“ an Altersschwäche verstarb und damit ein Platz für eine weitere Kuh frei wurde, sagten wir ohne lange Überlegungen zu, Eva bei uns aufzunehmen. An einem nebeligen Donnerstag Vormittag erwarteten alle MitarbeiterInnen des Gnadenhofs Esternberg die ganz besondere Lieferung aus Tirol. Langsam und vorsichtig fuhren die beiden Besitzer den Tieranhänger auf die traumhafte Weide, wo unsere Kuhherde bereits mit neugierigen Blicken wartete. Als die Tür des Transporters geöffnet wurde, erblickte uns das Gesicht einer erleichterten Kuh, müde von der langen Reise aus den schönen Tiroler Alpen, die nicht lange zögerte und mit einem erfreuten und dennoch vorsichtigen "Muuuuuh!" ihre neuen (und alten) Artgenossen begrüßte…

Innerhalb kürzester Zeit war bereits die gesamte Schar eingetroffen, um den Neuzugang zu betrachten, allen voran Evas ehemalige Stallgenossin Rösli. Auch Amsi, Gamsi und Heidi erkannten ihre alte Freundin sofort und beschnupperten sie voller Freude, nachdem Eva die ersten Schritte aus dem Hänger wagte (siehe Fotos). Unsere junge und noch recht verspielte Grauvieh-Kalbin Hanni war sichtlich begeistert von dieser neuen Spielgefährtin. Sie rannte und sprang völlig euphorisch um Eva herum und wich ihr gar nicht mehr von der Seite... Berti, der große und sanfte Chef der Herde, blieb entspannt auf Abstand und betrachtete das Geschehen aus der Entfernung, als hätte er Eva von der ersten Sekunde akzeptiert.

Bauer Klaus war natürlich sehr erfreut darüber, daß ihn seine ihm ans Herz gewachsenen Kühe nie vergessen hatten und nach all den Jahren, die verstrichen waren, nach wie vor auf seine Zurufe reagierten und sogar antworteten. Erfreut über den Kurzbesuch ihrer liebevollen Besitzer kamen sie angerannt und ließen sich keine Liebkosung entgehen. In diesem Moment waren sich alle Anwesenden, sowohl die MitarbeiterInnen des Gnadenhofes als auch die ehemaligen Besitzer von Eva, einig: Hier hat sie ihr neues Zuhause gefunden. Hier kann sie sich nun für hoffentlich viele Jahre über saftige Wiesen, gut eingestreute Ställe für die kalten Jahreszeiten und die Zuneigung ihrer Artgenossen, aber auch die unserer TierpflegerInnen freuen."

22.11.2018

Bereits des Öfteren haben wir über den schweren Animal Hoarding-Fall der sogenannten „Pferdeoase“ in NÖ berichtet.

Heute Abend berichtet sogar der ORF in Schauplatz Gericht (ORF 2, 21:05 Uhr) darüber (darin auch ein Interview mit ANIMAL SPIRIT-Obmann Dr. Franz-Joseph Plank):

„Am Schauplatz Gericht“-Reportage „Freunde werden Feinde“

Am 22. November um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - In der aktuellen „Am Schauplatz Gericht“-Ausgabe von Gudrun Kampelmüller und Maria Zweckmayr geht es am Donnerstag, dem 22. November 2018, um 21.05 Uhr in ORF 2 um ehemalige Freunde, die zu erbitterten Feinden geworden sind. Nachbarn machen einander das Leben zur Hölle, ein Opa und sein Enkel gehen aufeinander los, und Tierschützer, die sich früher gemeinsam für das Wohl von Pferden eingesetzt haben, zeigen einander jetzt wegen Tierquälerei an.

„Niemals bin ich eine Tierquälerin, ganz im Gegenteil, das Ganze ist eine furchtbare Hetzjagd!“, meint Frau H., die im Weinviertel einen Verein betreibt, in dem etwa 130 Tiere, hauptsächlich Pferde, Ponys und Esel, ihren Lebensabend verbringen. Sie würde zu Unrecht ständig angezeigt und der Tierquälerei bezichtigt. Der Vorwurf lautet: „Animal Hoarding“, also unkontrolliertes Sammeln und Züchten von Tieren. Die Pferde hätten zu wenig Platz und würden so schlecht gepflegt, daß sie chronisch krank werden und manche sogar verenden. Der ärgste Widersacher von Frau H. ist Tierarzt Dr. P., ein ehemaliger Mitstreiter. Er und viele Ex-Mitglieder des Vereins würden aus Neid Hetze betreiben und sie bei der Behörde verleumden. „Das stimmt überhaupt nicht“, kontert Dr. P., der selbst mehrere Gnadenhöfe betreibt. „Diese Frau ist finanziell und psychisch nicht mehr in der Lage, Tiere zu halten“.

22.11.2018

www.abschaffung-der-jagd.de: Auf der Jagd nach Wildschweinen in Rheinland-Pfalz: Jäger erschießt Frau in ihrem Garten

Ein Jäger feuerte letzten Sonntagnachmittag auf Wildschweine – dabei hat er aus Versehen eine 86-jährige Frau erschossen, die sich in ihrem eigenen Garten im deutschen Dalberg (Kreis Bad Kreuznach) aufhielt. Dies meldet der SWR am 19.11.2018 und berichtet, daß es sich nach Angaben des zuständigen Oberstaatsanwalts bei dem Schützen um einen 60-jährigen, sehr erfahrenen Jäger handle. Gegen den Jäger wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

„Bereits am Wochenende zuvor hatte es einen Jagdunfall im Landkreis Bad Kreuznach gegeben“, so der SWR. Bei einer Treibjagd hat sich ein Jäger aus Versehen selbst angeschossen und wurde schwer verletzt.

Tote und Verletzte: Schluß mit der Hobbyjagd!

Es könnte jedem von uns passiert sein: Stellen Sie sich vor, sie sitzen am Sonntagnachmittag in Ihrem Garten. Plötzlich hören Sie einen Knall und eine Kugel trifft Ihren Mann, Ihre Frau, Ihre Oma, Ihr Kind - oder Sie selbst. Ein Jäger hat in der Nähe Ihres Gartens ein Wildschwein oder einen Hasen schießen wollen. Oder stellen Sie sich vor, Sie sind mit dem Auto auf der Bundesstraße unterwegs. Plötzlich durchschlägt die Kugel eines Jägers die Scheibe und trifft Ihren Beifahrer - oder Sie selbst. Jäger haben im Feld neben der Bundesstraße eine Treibjagd veranstaltet.

Beide Situationen haben sich in der aktuellen Jagdsaison inzwischen mehrfach ereignet:

Am Sonntag, den 18. November 2018, hat ein Jäger eine 86-jährige Frau in deren eigenen Garten tödlich getroffen - er wollte eigentlich auf Wildschweine schießen.

Am 12. August wurde ein 47-jähriger Mann auf einer Bundesstraße in Bayern von einem Projektil aus einem Jagdgewehr tödlich getroffen - die Gewehrkugel durchschlug die Scheibe auf der Beifahrerseite, als fünf Jäger in einem angrenzenden Maisfeld auf Wildschweine schossen.

Am 14. Juli wurde ein 6-jähriges Mädchen im thüringischen Großsaara durch einen Schuss schwer verletzt - Jäger hatten am Rand der Gartenanlage eine Gesellschaftsjagd veranstaltet.

Am 12. Juli war ein 36-jähriger Autofahrer von Schrotkugeln in den Hals getroffen worden, als ein Jäger im westfälischen Wandhofen Jagd auf Tauben machte.

Weitere tödliche Jagdunfälle ereigneten sich am 18. Juli bei einer Erntejagd in Thüringen und am 16. Juli bei einer Gänsejagd im Münsterland.

Wie viele Menschen müssen noch leiden und sterben, bis die Hobbyjagd endlich verboten wird?

Initiative zur Abschaffung der Jagd, www.abschaffung-der-jagd.de

22.11.2018

www.awake2paradise.com: Neuer Bewußtseins-Film „Awake2Paradise“ – Ein Reiseführer ins Leben

Letzten Sonntag fand im rstlos ausverkauften riesigen Wiener Gartenbau-Kino die Welt-Premiere des sehr berührenden und "aufweckenden" Films „Awake2Paradise“ statt. U.a. finden sich auch viele Sequenzen über gesunde und v.a. tierleidfrei Ernährung darin - äußerst sehenswert!:

"Wir befinden wir uns an einem Punkt in unserer Evolution, an dem unser Handeln über unser Überleben und das unzähliger Spezies entscheidet.

Was aber ist die grundlegende Ursache für unseren Zerstörungsdrang gegenüber uns selbst, anderen Lebewesen und der Erde?

Und – ist es zu spät – oder haben wir noch eine Chance das Paradies auf Erden zu leben?

Mit diesen Fragen im Gepäck macht sich Catharina Roland auf eine neue, transformierende Reise, um Wissenschaftler, Coaches und Visionäre zu befragen, wie wir wieder in Balance kommen können.

In berührenden Bildern, gewürzt mit bewegenden Geschichten und inspirierenden Interviews zeigt der Film, wie unsere innere und äußere Gesundheit und die Gesundheit der Erde in einem untrennbaren Kreislauf miteinander verbunden sind, zeigt viele Lösungen und inspiriert die Zuschauer zu der Veränderung zu werden, die wir uns in der Welt wünschen.

Denn um das Paradies im Außen zu erschaffen, gilt es zuerst, das Paradise in uns zu finden und genau dafür öffnet der Film die Türen…".

Hier geht’s zum Trailer: www.awake2paradise.com

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