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z.B. 18/09/2020
16.09.2020

Türkischer Schächter verklagt RespekTiere!

Mitte August haben wir mittels eines anonym zugespielten Videos darüber berichtet, wie ein türkischer Tier-Schächter aus Laaben, Bezirk St. Pölten-Land seine Tiere nicht nur schwer mißhandelt, sondern auch gesetzwidrig agiert hat. ANIMAL SPIRIT und RespekTiere haben daher gleichzeitig sowohl dieses Videomaterial als auch eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft St. Pölten geschickt. Daraufhin hat sich sogar Landesrat Waldhäusl (FPÖ) dazu geäußert (siehe OTS vom 19.8.2020), allerdings ist seither nicht allzu viel passiert. Auch ein weiterführendes Schreiben von ANIMAL SPIRIT an Waldhäusl blieb bis dato unbeantwortet. Dafür ist nun eine Gegenanzeige dieses brutalen Schächters an RespekTiere eingetrudelt:

Brutaler Schächter verklagt RespekTiere!
Dieser Tage traf ein RSA-Brief ein; solches Postwerk verheißt fast nie Gutes - aber der Brief schlug dann doch dem Fass den Boden aus! Tatsächlich verklagt jener Schächter, von welchem wir hoch brisantes Video-Material veröffentlichten, Material, das dem Vernehmen nach eine völlig illegale Schächtung zeigte, nun im Umkehrschluß Tom von RespekTiere...

Es geht dabei um 'Besitzstörung' und eine Summe von letztendlich mehr alles in allem mehr als 1.600 Euro, welche natürlich äußerst schmerzvoll zu bezahlen wäre - vor allem auch deshalb, weil besagter Wüterich drei TierschützerInnen vor einigen Wochen auf unfaßbare Art und Weise, völlig blutüberströmt und mit irrem Blick, attackiert und bedroht hatte; nur das Einschreiten seiner Mitarbeiter, welche ihn zurückhielten, verhinderte wohl eine völlige Entgleisung der Situation.
Allerdings, unsere diesbezügliche Anzeige wurde nun ebenfalls retourniert - und zwar als 'Verständigung vom Absehen von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens'... also irgendetwas läuft da schief im Staate Österreich!...

Eine Gerichtsverhandlung ist für Ende Oktober angesetzt!“

Aktuelle Meldung dazu:

ORF.at: "Das Schlachten ohne Betäubung nach jüdischen und muslimischen Riten darf aus Sicht des zuständigen Rechtsgutachters in der Europäischen Union nicht verboten werden. Das widerspräche der in der europäischen Grundrechte-Charta verankerten Religionsfreiheit..."

16.09.2020

Aufruf zur morgigen Demo in Wien
zur Gewissens- und Meinungsfreiheit von Ärzten (betrifft letztlich auch unsere Tierschutz-Arbeit):

17.9.2020, 15 bis 17 Uhr: Protest-Demonstration gegen die Ärztekammer vor deren Haus, 1010 Wien, Weihburggasse 10-12. Dem neben DDr. Jaroslav Belsky mutigsten Corona-Aufklärungsarzt in Österreich, Dr. Peer EIFLER, soll die Ärztekammer diesen Donnerstag wegen seiner fundierten Maßnahmenkritik Berufsverbot erteilen und ihm die weitere Praxistätigkeit (und damit seine finanzielle Existenzgrundlage) unmöglich machen! Bei einer derart ungeheuerlichen Vorgangsweise muß zumindest ein möglichst deutlicher Protest der "Zivilgesellschaft" sichtbar werden!

Vor wenigen Tagen wurde auch die Ärztin Dr. Konstantina RÖSCH aus den gleichen Gründen aus dem Landeskrankenhaus Graz fristlos entlassen! Hier ihre Youtube-Stellungnahme dazu.

Die Demonstration vor der Ärztekammer soll daher eine Solidaritätskundgebung sowohl für Dr. Eifler als auch für Frau Dr. Rösch sein! Siehe auch Peer Eifler im Bittel-TV-Interview "David gegen Goliath - ein Arzt steht auf".

Bitte möglichst zahlreich zur morgigen Demo in 1010 Wien kommen!

16.09.2020

Fohlenrettungen gehen weiter

Bereits nächste Woche sind wir von ANIMAL SPIRIT wieder vor Ort, u.z. sowohl bei der Noriker-Hengstfohlenversteigerung in Maishofen (Salzburg), als auch noch einmal in Tirol für die restlichen Haflinger. Wie berichtet konnten wir ja bereits vor 10 Tagen 14 Haflingerfohlen freikaufen und auf gute Plätze in Österreich und Deutschland vermitteln. Dank vieler Anmeldungen von ÜbernehmerInnen hoffen wir auch, alle weiteren, die wir ersteigern können ebenfalls gut unterzubringen – in Maishofen sollen es noch einmal 16 Norikerkinder werden!

Mehr zu den Hintergründen der jährlichen „Schlacht“-Fohlen bzw. wie es ihnen auf deren neuen Plätzen geht in unserem aktuellen Folder.

Bis zum 20. Oktober werden wir jedenfalls auf weiteren Versteigerungen sein, v.a. im Salzburgerland, und noch möglichst viele Fohlen freikaufen – wir werden laufend darüber berichten. Wer noch einen guten Lebensplatz für das eine oder andere Fohlen anzubieten hat und jemanden weiß, der eines oder zwei per Schutzvertrag übernehmen kann, bitte bald bei tanja@animal-spirit.at oder unter (+43) 02774-29330 melden.

Vielen Dank auch allen, die uns bereits bei dieser aufwendigen Rettungsaktion unterstützt haben, aber auch für weitere Spenden sind wir sehr dankbar!

16.09.2020

Kükentöten: Verbot soll 2022 kommen – doch was bedeutet das für die Tiere?

PETA.de: Seit Jahren stehen die grausamen Tötungen der nur wenige Stunden alten Küken in der Eierindustrie in der öffentlichen Kritik. Bisher beteuerten verschiedene deutsche Bundeslandwirtschaftsminister, darunter Julia Klöckner, dass es ein Verbot des Kükentötens geben soll. Jetzt hat Klöckner einen Gesetzentwurf für das entsprechende Verbot vorgelegt: Ab Januar 2022 soll das Töten männlicher Küken verboten sein. Züchter sollen dann das Geschlecht der Tiere vor dem Schlüpfen bestimmen und die Eier mit männlichen Küken aus der Brut entfernen. Dies ist jedoch meist erst nach neun bis 14 Tagen möglich – nach etwa 21 Tagen schlüpfen Küken. Bereits nach sieben Tagen empfinden die Kükenembryos im Ei Schmerz. Eine Verschärfung des Gesetzes ist daher ab 2024 vorgesehen, dann sollen die männlichen Küken schon vor dem siebten Bruttag aussortiert werden. Dieses zweistufige Verbot begründet die Ministerin damit, dass die Branche genügend Zeit benötige, um sich umzustellen.

Millionen Küken werden in der Eierindustrie getötet

Männliche Küken werden bisher nur wenige Stunden nach dem Schlüpfen getötet. Der traurige Grund: Sie legen keine Eier und legen nicht genügend Gewicht zu, um gewinnbringend erst gemästet und dann geschlachtet zu werden. Für die Industrie sind diese Küken somit unwirtschaftlich, sodaß sie am Fließband aussortiert und anschließend vergast werden. 2019 stieg die Anzahl der getöteten Küken erneut um drei Millionen Tiere auf eine Zahl von über 45 Millionen getöteter Küken (in Österreich sind es ca. 9 Millionen pro Jahr!) Die steigende Anzahl hängt mit der Nachfrage nach Eiern zusammen: Je mehr Eier gekauft werden, desto mehr Hennen benötigt die Industrie. Statistisch schlüpfen etwa gleich viele männliche wie weibliche Nachkommen, für jede Henne muß also ein männliches Küken getötet werden.

Das Verbot scheint ein Schritt in die richtige Richtung zu sein. Doch unabhängig davon, daß die Industrie weitere Jahre für die Umstellung Zeit bekommt und daher bis 2024 weitere Millionen schmerzempfindende Küken in ihren Eiern getötet werden, leiden unzählige weitere Küken, Hennen und Hähne in der Legehennen- und Eierindustrie. Hinzu kommen massenweise weibliche Küken, die kurz nach der Geburt getötet werden: Brütereien produzieren nämlich immer zu viele Tiere, falls weniger Küken als erwartet schlüpfen, denn an die Eierbetriebe müssen eine exakte Menge Hennen liefern. Ein makabres Geschäftsmodell!

Deshalb muß das Gesetz alle Tierkinder in den Brütereien einbeziehen – auch weibliche Tiere, Enten und Gänse. Ebenfalls müssen die Küken geschützt werden, die etwas länger für den Schlupf benötigen. Die Eier mit den Küken, die kurz vor dem Schlupf stehen, werden bislang in einem Schredder zermalmt.

Was Sie tun können

Jeder Kauf von Eiern oder verarbeiteten Produkten mit Eiern unterstützt das Leid der Tiere. Nur eine vegane Lebensweise kann langfristig die industrielle Ausbeutung von Tieren verhindern. Der Mensch braucht für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung keine Eier. Inzwischen gibt es zahlreiche Ei-Alternativen für die verschiedensten Einsatzbereiche.

Siehe dazu auch die OTS vom 14.9.2020: Frankreich und Deutschland beschließen Verbot von Kükentötung – warum nicht auch Österreich?

09.09.2020

Erste 14 Haflingerfohlen gerettet

Die heurigen Fohlenfreikäufe haben mit letztem Wochenende begonnen: In Kitzbühel, wo wir bereits die letzten Jahre sehr gut mit dem dortigen Zuchtverband zusammengearbeitet haben, konnten wir die ersten 14 der bereits von der Zucht ausselektierten Fohlen freikaufen und an ausgesuchte Plätze in Österreich und Deutschland vermitteln. Mittlerweile sind alle – trotz schikanöser Corona-Grenzkontrollen - gut an ihren neuen Lebensplätzen angekommen. Mehr zu den Hintergründen der jährlichen „Schlacht“-Fohlen bzw. wie es ihnen auf deren neuen Plätzen geht in unserem aktuellen Folder.

Den Kitzbüheler Haflingerfohlen geht es jedenfalls den gesamten Sommer über bestens, wie sich Dr. Plank jüngst selbst überzeugen konnte und in diesem kurzen Video zu sehen ist. Auf der Sintersbachalm bei Jochberg in Tirol dürfen jeden Sommer bis Mitte September – je nach Wetterlage - auf sagenhaften 600 ha Fläche und ca. 2000 m Höhe bis zu 100 Haflinger (inklusive ca. 30 Fohlen) in schier unendlicher Freiheit und Unbeschwertheit verbringen. ANIMAL SPIRIT bemüht sich daher jedes Jahr, für möglichst alle dieser wunderschönen Tiere einen guten Platz zu finden.

In den nächsten Wochen werden wir dann auf den verschiedenen Norikerfohlen-Versteigerungen im Salzburgerland sein und auch nochmals für Haflinger in Tirol. Wer noch einen guten Lebensplatz für das eine oder andere Fohlen anzubieten hat und jemanden weiß, der eines oder zwei per Schutzvertrag übernehmen kann, bitte bald bei tanja@animal-spirit.at oder unter (+43) 02774-29330 melden. Vielen Dank auch allen, die uns bereits bei dieser aufwendigen Rettungsaktion unterstützt haben, aber auch für weitere Spenden sind wir sehr dankbar!

09.09.2020

"Ein Leben geht, ein anderes wird gerettet"

Gnadenhof Esternberg-Leiterin Anita schreibt: „Unser altes Röslein, eine ausgediente Milchkuh, welche auf unserem Gnadenhof noch fünf glückliche Jahre verbringen durfte, hat die Reise über die Regenbogenbrücke in den Kuhhimmel angetreten. Es sind immer bewegende Szenen, wenn sich die anderen Rinder zum letzten Geleit und Abschiednehmen beim verstorbenen Artgenossen versammeln. Heidi ihre Freundin, mit der sie ein Kuhleben lang befreundet gewesen ist, war die erste, die sich von der verstorbenen Rösli verabschiedete; nach und nach zog dann die restliche Herde an ihr vorbei…

Sobald ein Tier bei uns den Weg des irdischen verläßt, können wir ein anderes Tierleben retten. Viele Tiere, die auf der Suche nach einer letzten Zuflucht sind, stehen auf unseren Wartelisten, aber leider können wir nicht alle retten. Nachdem im Frühjahr auch unsere alte Milchkuh Gamsi verstorben war, haben wir jetzt zwei alte ausgediente Kühe von einem Bauern übernommen, der mit der Milchwirtschaft aufhört. Er hatte sich nichts sehnlicher gewünscht als daß seine geliebten Kühe für ihre „geleistete Arbeit“ für den Menschen nicht mit dem Tod am Schlachthof bestraft würden. Der Landwirt konnte es kaum glauben und war den Tränen nahe, als er unsere Nachricht bekam. Seine Worte: „Es ist so ein großes Glücksgefühl für mich, wie wenn ich einen 6-er im Lotto gewonnen hätte“.

Gestern war es dann soweit: bei strahlendem Sonnenschein packte er seine Helga und Rosina in den frühen Morgenstunden in den Anhänger, um die lange Reise von Tirol nach Esternberg (OÖ) anzutreten. Am frühen Vormittag kam die Truppe gutgelaunt und voller Freude am Gnadenhof an. Unsere Rinderherde war bereits auf den Weiden unterwegs und alle kamen sofort angerannt um zu sehen, wer aus dem Hänger aussteigt. Eine Aufregung und ein Gebrülle, das man sonst von den gemütlichen Rindern nicht kennt. Die Laderampe wurde geöffnet und mit ruhigen Zureden des Bauern bewegten sich die „sanften Riesen“ langsam und rückwärts aus dem Anhänger, wo sich alle Ochsen und Kühe versammelt hatten, um die Neulinge begrüßen zu können. Die einen machen das ruhig und die anderen etwas stürmischer, die Rangordnung in der Herde wird geregelt. Dieses Schauspiel zu beobachten ist immer wieder erstaunlich und schön zugleich. Rosina und Helga sind schon mit der Herde unterwegs, die den beiden die besten Plätze zum Grasen und die kühlen Plätze für die Mittagshitze zeigt.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit, indem Sie eine Patenschaft für Helga oder Rosina übernehmen! Vielen Dank.“

09.09.2020

Madame Pfau und ihre Küken suchen Platz

Gnadenhofleiterin Anita schreibt nochmal: „Auf dem Gnadenhof in Esternberg beherbergen wir unseren Pfau William, seine Freundin Kathie sowie Pfauendame „Madame Pompadour“, die uns eines Tages noch zugeflogen ist. William ist meistens damit beschäftigt, Hähne zu jagen und zu attackieren oder ab und zu unseren Ziegenbock Quirin, der manchmal aus dem Gehege ausbüxt. Die beiden Pfauendamen stolzieren am Hofgelände umher und suchen sich Leckerbissen in unseren Wiesen und Hecken. Am Abend verzieht sich das Trio in unseren Heustadel auf die obersten Holzbalken, wo sie bestens vor Fuchs und Marder geschützt sind.

Seit Wochen war uns aufgefallen, daß Madame Pompadour nur noch sporadisch zu sehen war. Der Grund dafür stellte sich bald heraus: Die Mitarbeiter entdeckten die Pfauendame bei heftigem Starkregen am Dach unseres Unterstandes für Pferde. Unter ihrem Gefieder verbarg sie fünf kleine Pfauenküken. Beherzt stiegen die Tierpfleger auf das Dach, um Madame Pompadour und ihre Kinder einzufangen und in unserer Geflügel-Quarantäne in Sicherheit zu bringen. Die Fünflinge wachsen und gedeihen, wir suchen für die Pfaukinder nun gute Plätze auf Lebenszeit. Wir würden es begrüßen, für die prächtigen Vögel einen Lebensplatz zu finden (Abgabe nur mit Schutzvertrag), wo sie in Freiheit gehalten werden, aber für die Nacht und schlechte Witterung einen Stall beziehen können. Da Pfauen im Familienverband leben, würden wir die Küken gerne paarweise vermitteln."

Info unter: anita@animal-spirit.at oder (+43) 0676-4000 940.

09.09.2020

Tierschutz kritisiert Entwurf zum Bundesjagdgesetz - Offener Brief an Klöckner

presseportal.de: In einem offenen Brief an die deutsche Landwirtschaftsministerin Klöckner kritisieren 16 Tier- und Naturschutzorganisationen den aus ihrer Sicht verfassungswidrigen Entwurf zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes. Die Tierschützer fordern das Bundesministerium auf, den Tierschutz bei den Überlegungen mit einzubeziehen und Alternativen zum erhöhten Abschuss von Rehen und anderen Wildtieren in Erwägung zu ziehen. Ziel des Gesetzgebers ist es in diesem Fall, mittels einer noch intensiveren Jagd auf Rehe - es soll zwischen Waldbesitzern und Jägern jeweils ein Mindestabschuss vereinbart werden - eine Naturverjüngung des Walds ohne Schutzmaßnahmen zu erreichen.

Das Grundgesetz gebietet es, daß es zur Erreichung dieses Ziels nicht zu einer Verschlechterung des Staatsziels Tierschutz kommen darf. Vielmehr wäre es Aufgabe des von Klöckner geleiteten Bundesministeriums, zumindest nach Alternativen zu schauen und Abwägungen zu treffen zwischen dem theoretisch möglichen Totalabschuß von Rehen und Hirschen und milderen Maßnahmen. Das ist wohl nicht passiert. Ebenso hat man die Chance verpaßt, bereits im Vorfeld der Novellierung Vertreter des Tierschutzes mit einzubinden.

Es gibt zahlreiche Ansätze für mildere, nicht letale Maßnahmen. Eine von Tier- und Naturschutzorganisationen vorgebrachte Option ist die radikale Kürzung der Jagdzeiten auf etwa drei Monate im Jahr. So spricht sich Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland dafür aus, die Jagdzeiten erheblich zu reduzieren: "Wenn es neun Monate im Jahr keinerlei Jagddruck gäbe, würden die Rehe ihre Scheu ablegen und verstärkt dorthin zurückkehren, wo ihr eigentlicher Lebensraum ist - in die Fluren, am liebsten auf die Wiesen. Wenn andererseits im Januar und Februar, selbst im März noch Drückjagden stattfinden und Jäger künftig auch mit Nachtzielgeräten den Tieren nachstellen, muß sich niemand wundern, wenn es zu verstärktem Verbiß in den Wäldern kommt."

Weitere Optionen sind Schutzmaßnahmen zum Beispiel bei kompletten Neuaufforstungen, die Förderung von wildtierfreundlichen Übergangszonen zwischen Flur und Wald, der komplette Verzicht auf die Jagd während der Nachtstunden, die Schaffung von jagdfreien Flächen, nicht zuletzt auch durch die Anerkennung von Gründen des Tier- und Naturschutzes bei der jagdlichen Befriedung von Grundstücken durch natürliche und (!) juristische Personen.

Eine weitere wichtige Forderung ist es, endlich auch klarstellend in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen, daß die Tötung eines jeden Tieres eines vernünftigen Grundes bedarf, so wie es das Tierschutzgesetz verlangt und diese Gründe dort auch konkretisiert werden.

Offener Brief als PDF

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02.09.2020

10 Tiere aus Tirol gerettet

Letztes Wochenende war unser Mitarbeiter Peter im schönen Tirol, um 10 Tiere vom Haus einer älteren Dame abzuholen, die sie nicht mehr versorgen konnte, weil sie ins Pflegeheim übersiedeln mußte: Das Pony „Kevin“, die Eselstute „Gretl“ – beide sind jetzt am Gnadenhof Esternberg – sowie für den Gnadenhof Hendlberg 3 Kaninchen und 5 Katzen. Allen Tieren geht es gut und haben sich schon bei uns eingelebt, nur die Katzen sind noch etwas verschreckt...

Siehe dazu auch unser kurzes Video von der Tierrettung auf Youtube!

Wenn die Katzen sich vom Übersiedlungsstreß einigermaßen beruhigt haben werden – sie dürfen jetzt zusammen in einem eigenen Zimmer wohnen – werden wir auch die eine oder andere vermitteln können. Sie sind ca. 6-7 Jahre alt, kastriert und geimpft, Anfragen unter office@animal-spirit.at. Genaueres dann in einem der nächsten Newsletter.

02.09.2020

Wir starten wieder mit unseren heurigen „Schlachtfohlen“-Rettungen

Wie bereits im letzten Sonder-Newsletter „Es geht um Leben oder Tod“ angekündigt, beginnen bereits übermorgen unsere heurigen „Schlachtfohlen“-Freikäufe. Da werden wir in Tirol die ersten 13 Haflingerfohlen retten, welche schon letztes Wochenende in Ebbs von der Zucht ausselektiert worden sind und daher einem ungewissen Schicksal entgegensehen würden, wenn wir sie nicht freikaufen und vermitteln würden. Für alle haben wir bereits einen guten privaten Platz in Österreich bzw. Deutschland, wohin sie auch gleich am Freitag mit einem kleinen Transporter gebracht werden.

Wer noch einen guten Lebensplatz für das eine oder andere Fohlen anzubieten hat und jemanden weiß, der eines oder zwei per Schutzvertrag übernehmen kann, bitte bald bei tanja@animal-spirit.at oder unter (+43) 02774-29330 melden. Vielen Dank auch allen, die uns bereits bei dieser aufwendigen Rettungsaktion unterstützt haben, aber auch für weitere Spenden sind wir sehr dankbar!

Näheres dazu auch in unserer gestrigen APA-OTS-Presseaussendung „Schlachtfohlen-Rettungen beginnen wieder“

02.09.2020

HÜHNER SUCHEN SCHLACHTFREIES ZUHAUSE!
Diese Nachricht aus OÖ erreichte uns: „Bitte helft alle mit, es ist eine Riesen-Rettungsaktion für Hühner geplant!

WANN: Mitte Oktober 2020
WER: 1,5 Jahre junge, weiße BIO-Legehennen (Lohmann Sandy), die zum Schlachter müssen, obwohl sie noch mehrere Eier in der Woche legen (Freilandhennen).
WIEVIELE: 2800 Hühner
WO: 4720 Kallham, OÖ
KOSTEN: 1,50 pro Huhn (Pauschale für private Abnehmer, damit wir die Tiere an die Gnadenhöfe kostenlos abgeben können).
UHRZEIT: die Selbstabholungen können nicht vor 20 Uhr beginnen, da wir warten müssen, bis die Tiere auf den Stangen im Stall sitzen.
Falls Ihr Hühnertaxis in Anspruch nehmt, Zustellung nicht vor 22/23 Uhr möglich!
KONTAKT: Bernadette 0676/842825554

Bitte meldet Euch direkt bei mir, wenn Ihr Hühner nehmen könnt und ihnen ein schlachtfreies Zuhause und einen Raubtiersicheren Stall garantiert!

FOLGENDE DATEN BITTE GLEICH BEI RESERVIERUNG BEKANNT GEBEN:
- Vor- und Nachname
- Anschrift
- Telefonnummer
- Anzahl der Hühner, die Ihr garantiert verbindlich nehmen werdet und falls ihr einen Hahn auch dazu nehmen könnt, bitte gleich bekanntgeben!

Es ist geplant HÜHNERTAXIS in die anderen Bundesländer zu organisieren, hierzu suchen wir bitte dringend FREIWILLIGE FAHRER mit eigenem PKW!“

02.09.2020

In Japan beginnt wieder die Jagd auf Delfine

Kleinezeitung.at: Behörden rüsten sich für Protestmaßnahmen, sie üben bereits das Abfangen kleiner Boote.

Vor Japans Küsten beginnt wieder die Jagd auf Delfine und andere kleine Walarten. Im Vorfeld der von September bis März dauernden Treibjagd wurden im Walfangort Taiji, wo die meisten Delfine gefangen werden, Maßnahmen gegen mögliche Protestaktionen getroffen.

So übten laut örtlichen Medien Einsatzkräfte das Abfangen kleiner Boote. Auch Drohnen wurden verboten. Die Polizei errichtete für die Dauer der Jagd eine vorübergehende Wache. Taiji ist Schauplatz des Oscar-gekrönten Dokumentarfilms "Die Bucht" (siehe Trailer), mit dem das alljährliche Gemetzel zu trauriger Berühmtheit gelangt war.

Laut Tierschützern zeigt die andauernde Kritik an der Treibjagd in Japan Wirkung. "In den letzten 18 Jahren ist die Anzahl der gejagten Delfine und Kleinwale in Japan um 93 Prozent zurückgegangen", berichtete Sandra Altherr, Meeresexpertin von Pro Wildlife. Die Organisation fordert seit Jahren ein Ende der Delfinjagd in Japan, auch wenn in anderen Ländern inzwischen weit mehr Delfine gejagt würden, zum Beispiel in Peru, Nigeria, Brasilien oder Indien.

Jungtiere werden lebend verkauft

In Taiji sei die Jagd nur noch rentabel, weil dabei auch Jungtiere für den Verkauf an Delfinarien gefangen werden, hieß es. Während die Zahl der getöteten Delfine in Japan insgesamt stark zurückgegangen sei, würden in Taiji immer mehr Delfine und Kleinwale lebend gefangen. Im Jahr 2001 seien es noch 35 Tiere gewesen, 2018 bereits 241. Sie würden für Tausende Dollar pro Tier an Delfinarien verkauft, vor allem im Land selbst sowie in China, der Türkei und in Thailand.

Bei der Jagd treiben Fischer die Delfine in einer Bucht zusammen, indem sie durch Hämmern auf ins Meer gehaltene Metallstangen den Orientierungssinn der Tiere lahmlegen. Die schönsten Exemplare werden im Auftrag der Delfinarien aussortiert, die übrigen werden in einer Nachbarbucht abgeschlachtet. Den Vorwurf im Westen, das Abschlachten sei grausam, weisen die Menschen vor Ort immer wieder zurück. Anders als früher, als Harpunen in die Delfine getrieben wurden, wende man seit dem Jahr 2008 eine auf den Färöer-Inseln entwickelte Methode an.

Dabei würden die Fischer das Rückenmark durchtrennen, was zu einem starken Blutverlust und damit zu einem relativ schnellen Tod führe. Bis das Tier tot sei, dauere es etwa zehn Sekunden. Kritiker halten dagegen, daß es bei großen und im Todeskampf herumwirbelnden Tieren wie Delfinen schwierig sei, das Rückenmark gezielt zu durchtrennen.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

25.08.2020

Bei den Fohlen geht es jetzt wieder einmal um Leben oder Tod: Bitte lesen und rasch spenden!

Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,

in den nächsten Wochen sind wir wieder auf den Pferdemärkten in Österreich unterwegs, um möglichst viele Fohlen vor dem Schlachthof zu retten - siehe auch unsere neueste Aussendung "Jedes überlebende Fohlöen ist ein Glücksbringer", das heute zur Post gegangen ist!
Wie jedes Jahr erwartet auf diesen sogenannten traditionellen Pferdemärkten viele Haflinger- und Norikerfohlen in Österreich und Süd-Deutschland nichts als der Tod.

Nach nur wenigen Lebensmonaten werden sie dort zum Kilopreis an Mastbetriebe verschachert. Dann nach kurzer qualvoller Mast getötet. Das wollen wir nicht zulassen!

ANIMAL SPIRIT setzt sich seit 2003 für diese Fohlen ein. Eine beeindruckende Pferdeherde von 900 Tieren konnten wir bisher retten und auf guten Plätzen unterbringen.

Bitte spenden Sie, damit wir auch heuer wieder möglichst viele Fohlen freikaufen können. Es eilt!

Je mehr Geld wir in unserer Kassa haben, umso mehr Fohlen können wir retten.

Herzlichen Dank und viele Grüße,

Dr. Franz-Joseph Plank

18.08.2020

Sonder-Newsletter: Zugespieltes Video zeigt brutales betäubungsloses Schächten in NÖ. Anzeige und Presseaussendung

Heute haben die beiden Tierschutz-Organisationen ANIMAL SPIRIT und RespekTiere jeweils eine Anzeige gegen einen niederösterr. Schächt-Betrieb bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten eingebracht. Darin enthalten ein Video von zwei Rinder-Schächtaktionen auf diesem Betrieb, die verschiedene Tierschutz-Verstöße aufzeigen. Wir haben zusätzlich eine OTS-Presseaussendung verfaßt mit dem Titel „Brutales betäubungsloses und teils illegales Schächten in NÖ aufgedeckt“.

Dieser Betrieb eines türkischstämmigen „Landwirtes“, der auf seinem Hof auch einen Schächt-Schlachtraum betreibt, hat deswegen eine besondere Brisanz, weil er zum einen in derselben Gemeinde wie der Tierschutzhof von ANIMAL SPIRIT ansässig ist und zum anderen der Betreiber schon mehrmals durch besondere Aggressivität – nicht nur gegenüber Tieren, sondern auch gegenüber Menschen (siehe auch auf Youtube "Schwer verletzte Kuh auf Bauernhof in Laaben - ihrem Schicksal überlassen" – sowie durch diverse Tierschutz-Verstöße aufgefallen ist. Mehr dazu in der heutigen OTS-Presseaussendung.

Wir werden Sie über den Fortgang der Anzeige und ob vonseiten der Behörden nun endlich Konsequenzen gezogen werden auf dem Laufenden halten.

APA-OTS: ANIMAL SPIRIT - Brutales betäubungsloses und teils illegales Schächten in NÖ aufgedeckt - Anzeige

Anonym zugespieltes Videomaterial über grausames Schächten auf Betrieb in Laaben offenbart schon länger bestehenden Skandal von illegalen Schächtungen

Vor zwei Tagen wurden dem Tierschutzverein ANIMAL SPIRIT mit Sitz in Laaben, NÖ, zwei Videosequenzen anonym zugespielt: Darauf zu sehen ist je ein männliches und weibliches Rind, welche auf dem Betrieb eines türkischstämmigen "Landwirtes" ohne Betäubung geschächtet werden, siehe HIER. Wir haben das gesamte Videomaterial heute, ergänzt durch eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft St. Pölten geschickt. Auch vonseiten des Vereins RespekTiere.at, dem ebenfalls dieses Video zugespielt wurde, ergeht heute eine Anzeige gegen besagten Türken wegen dieser Schächtungen; dieser Verein hatte ihn wegen Nötigung und gefährlicher Drohung bereits Anfang August – während des muslimischen Schächt-Opferfestes „Kurban Bayrami“ – angezeigt (siehe HIER).

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: „Diese erschütternde Video – man kann es sich kaum bis zum Ende ansehen, obwohl wir in Jahrzehnten der Tierschutzarbeit schon viel an Grausamkeiten haben anschauen müssen – zeigt brutale Szenen des in gewissen Kulturen "ganz normalen“ betäubungslosen Schächtens von zwei Rindern auf diesem Hof in Laaben, Bezirk St. Pölten-Land. Es beweist zum einen, daß die nach dem Tierschutzgesetz (TSchG) § 32, Abs 5 vorgeschriebene Betäubung nicht UNMITTELBAR nach dem Schächtschnitt durch den gestreckten Hals erfolgt (sondern erst ca. 1 Minute später, als sich das jeweilige Rind bereits in entsetzlicher qualvoller Todespanik befindet) und zum anderen, daß kein Tierarzt, der nach TschG § 32, Abs 5 verpflichtend anwesend sein müßte, bei der Schächtung vor Ort war. Außerdem wurde dieses Video außerhalb der Zeit des muslimischen Schächt-Opferfestes Kurban Bayrami aufgenommen, aber lediglich für diesen kurzen Zeitraum besteht für diesen "Landwirten" laut Zeugenaussagen eine Bewilligung, Schächtungen überhaupt durchführen zu dürfen. Derselbe Zeuge gibt zudem an, daß besagter Herr in wöchentlichen Abständen eigenhändig Schächtungen durchführt, wofür er gar keine Konzession hat, da er kein ausgebildeter Schlachter ist. Wir haben dieses Beweis-Video mit heutigem Tag (18.8.2020) an die Staatsanwaltschaft St. Pölten weitergeleitet, mit einer Sachverhaltsdarstellung über diese vorsätzliche Tierquälerei und die anderen Gesetzesverstöße nach dem TSchG.“

Am Ende dieses Video-Zusammenschnitts sieht man – aufgenommen von einem Mitarbeiter von ANIMAL SPIRIT – etliche auf der Wiese und Bundesstraße 19 herumlaufende Jungrinder, die letzten Sonntag, den 16.8.2020, vom Betrieb des Herrn Özay ausgebrochen und sogar bis auf eine der Weiden von ANIMAL SPIRIT gelaufen sind. Das wiederum zeigt, daß die Rinder, die meist nur kurz vor dem Geschächtetwerden von überall her zugekauft werden, sich auf diesem Hof nicht heimisch fühlen und instinktiv lieber das Weite suchen...

Dr. Plank abschließend: „Dieser türkische "Landwirt", der seinen Schächtbetrieb kurioserweise in derselben Gemeinde betreibt, wo sich auch der Haupt-Gnadenhof von ANIMAL SPIRIT befindet, ist uns schon seit etlichen Jahren mit diversen Tierquälereien immer wieder negativ aufgefallen. Dazu zählen nicht nur die „ganz normalen“, sich alljährlich beim Schächtopferfest Kurban Bayrami wiederholenden Gemetzel und Todesschreie der Rinder und Schafe auf seinem Hof, die v.a. für die unmittelbar daneben wohnenden Nachbarn schier unerträglich geworden sind. Wir haben den Hof auch schon mehrmals angezeigt, z.B. wegen einem Tiertransporter, der dort in glühender Sommer-Hitze einfach abgestellt wurde oder wegen eines festliegenden Rindes, welches mit dem Traktor aus dem Stall gezogen und dort im Regen ohne weitere Versorgung oder tierärztliche Hilfe liegengelassen worden wurde. Aber jedesmal sind die Anzeigen an die BH St. Pölten im Sand verlaufen. So hoffen wir, daß zumindest diesmal – durch dieses neue Beweismaterial und die Anzeige an die Staatsanwaltschaft – der Sache gründlich nachgegangen und diesem aggressiven Schächter ein für allemal das Handwerk gelegt wird!“

13.08.2020

5 Katzenkinder suchen noch immer ein Lebensplatzerl

In unserem Newsletter vom 26. Juli haben wir unsere fünf – nunmehr gut 3-monatigen - Babykatzen zur Vermittlung vorgestellt. Es haben sich zwar einige Leute gemeldet, aber leider hat dann letztlich doch keiner eine genommen…

Hier also nochmal die Bitte, die 5 süßen Katzenkinder doch mal am Gnadenhof Hendlberg in Laaben zu besuchen und anzuschauen. Die Hübschen werden gegen eine kleine Schutzgebühr (wir hatten einiges an Tierarztkosten) abgegeben. Am besten vorher bei unseren Tierpflegerinnen Denise und Sandra anmelden unter 02774-29330 oder an office@animal-spirit.at schreiben. Vielen Dank!

13.08.2020

Arbeitsbesuch am Gnadenhof Esternberg, OÖ von ANIMAL SPIRIT

Der Organisator der Freiwilligen-Gruppe der Sathya Sai Organisation, Peter Günczler, schreibt: „Nach mehreren Corona- und wetterbedingten Verschiebungen war es am Donnerstag und Freitag, 6. und 7. August so weit, daß wir, die österreichische Sathya Sai Organisation, dem Gnadenhof Esternberg unseren Arbeitsbesuch abstatten konnten. Prächtiges Sommerwetter begleitete uns, am Freitag war es schon ordentlich warm! TeilnehmerInnen aus Ober- und Niederösterreich, der Steiermark und Wien waren gekommen.

Dieser Besuch war besonders sinnvoll, weil das Team von Esternberg zurzeit geschwächt ist durch das Fehlen eines Mitarbeiters (siehe Bericht oben), der einen schweren Waldunfall erlitten hat und jetzt an allen Ecken und Enden fehlt. So manche wichtige Arbeit war neben der täglichen liebevollen und einfühlsamen Betreuung der vielen Tiere (Kühe, Pferde, Esel, Schafe, Ziegen, Hängebauchschweine, Katzen, viel Federvieh und manche mehr) liegengeblieben.

So konnten wir dazu beitragen, daß das gesamte Holz für den Winter aus dem Wald geholt und eingelagert werden konnte. Auch halfen wir kräftig mit bei der Rodung eines Brennessel Felds, der Säuberung eines Hühnerzauns von Unkraut, bei der Neugestaltung des Dankegartens für den verstorbenen Gönner Gerd Viebig und beim Ausmisten der Enten- und Hühnerställe.

Anita war eine wunderbare Gastgeberin und verwöhnte uns mit veganem Mittagessen und Nachmittagsjause, die wir gemeinsam mit dem Gnadenhof-Team einnahmen. Wir waren mit großer Freude an der körperlich durchaus fordernden Arbeit und fühlten einen großen, oft erstaunlichen Kräftezuwachs! Freitag Nachmittag verließen wir dankbar und sehr befriedigt Esternberg.“

PS: Wir danken herzlich der fleißigen Truppe von Peter Günczler und freuen uns auf einen weiteren Besuch im nächsten Jahr!

13.08.2020

Unsere Doppelmoral des Fleischessens

www.deutschlandfunkkultur.de: "Wir begrenzen Tierversuche und hätscheln unsere Hunde, trotzdem halten wir Nutztiere unter schlimmsten Bedingungen. Das ist heuchlerisch. Eigentlich müßten wir auch die Massentierhaltung beenden", meinen Adriano Mannino und Nikil Mukerji.

„Replace, Reduce, Refine“ – das 3R-Prinzip hat die Gesetzeslage zu Tierversuchen stark geprägt: Tierversuche sind durch Alternativen zu ersetzen, ihre Anzahl ist zu reduzieren und die Versuche sind so zu verfeinern, daß die Tiere möglichst wenig leiden. Der biomedizinischen Forschung ist es verboten, auch nur ein Tier zu töten, wenn sie nicht nachweisen kann, daß dazu keine Alternativen existieren. Dieser Nachweis ist gegenüber einer Ethikkommission zu erbringen, die jeden Tierversuch beurteilt. Die Zahl der Versuchstiere beläuft sich in Deutschland auf rund drei Millionen pro Jahr.

Massenschlachtungen sind ethisch nicht zu rechtfertigen

Die Landwirtschaft dagegen tötet (nur in Deutschland) jedes Jahr mehr als 700 Millionen Tiere (in Österreich sind es weit über 70 Millionen!). Es handelt sich um gesunde Tiere, die nach einem kleinen Bruchteil ihrer Lebenserwartung geschlachtet werden. Im Gegensatz zur medizinischen Forschung muß die Landwirtschaft dabei keinerlei Nachweis erbringen, daß die Tiertötungen alternativlos und notwendig sind.

Die Frage muß erlaubt sein: Warum eigentlich erfordert nicht auch jede Schlachtung das Placet einer Ethikkommission? Warum gilt das 3R-Prinzip nur für die Forschung? Das scheint hochgradig widersprüchlich: In der medizinischen Forschung stehen Gesundheit und Leben von Menschen auf dem Spiel, die Fleischproduktion dagegen dient nur unserer Gaumenfreude.

Mitunter wird eingewandt, der Fleischkonsum sei ein vitales Bedürfnis des Menschen und ein notwendiger Bestandteil unserer Ernährung. Die wissenschaftliche Empirie spricht nicht dafür: Eine fleischfreie Ernährung ist möglich!

Und selbst wenn man Fleisch für gesundheitlich notwendig hält, so muß man einräumen, daß unser Fleischkonsum derzeit weit über dem gesundheitlichen Optimum liegt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Reduktion um rund zwei Drittel. Daraus folgt: Mindestens zwei Drittel der über 700 Millionen Schlachttiere werden völlig unnötig getötet. Das ist aus ethischer Sicht nicht zu rechtfertigen.

Massentierhaltung verletzt Rechte von Tieren und Menschen

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Und unterschreiben Sie die neue Petition von PETA gegen Tiertransporte in Nicht-EU-Staaten!

06.08.2020

Brutale Szenen beim muslimischen Schächt-Opferfest!

Die muslimischen Schächttage des Kurban Bayrami-Opferfestes sind vorbei, wie haben im letzten Newsletter und auch in einer OTS-Presseaussendung darüber berichtet. Auch in den letzten Jahren haben wir immer wieder, als eine von nur 2 TS-Organisationen in Österreich, über dieses Thema berichtet, siehe u.a. HIER, HIER, HIER oder HIER.

Nachfolgend sehen Sie den erschütternden Bericht der Tierschutzorganisation RespekTiere.at, die an diesem Tag, dem 1. August, u.a. auf dem Hof des türkischstämmigen Nihat Özay in Laaben, NÖ, anwesend waren, wo regelmäßig – angeblich sogar tlw. illegal bzw. gesetzwidrig – betäubungslos geschächtet wird. In diesen Tagen waren es Hunderte Tiere, eine Anzeige ist daraufhin erfolgt. ANIMAL SPIRIT wird jedenfalls – gemeinsam mit RespekTiere – weiter an diesem Fall dranbleiben, recherchieren und ggf. weiteres dazu berichten!

Hier zuvor noch der link zu einer neuen Petition gegen des betäubungsloses Schächten: SOFORTIGES SCHÄCHTVERBOT - Religionsfreiheit darf nicht über Tierschutz stehen!

RespekTiere.at: Unfaßbarer Eklat bei den Anti-Schächttagen – bis hinter die Ohren in Blut getauchter Schlachthofbetreiber rastet völlig aus!

"Was waren das für Szenen? Ungläubig reiben sich geschockte Tierschutz-AktivistInnen selbst jetzt noch die Augen! Sich wieder einmal dramatisch bewußt geworden, welche unbeschreibliche Grausamkeit, welche ansatzlose Brutalität, die Tierausbeutungs-Industrie und ihre Akteure immer wieder verkörpern. Welche Menschen es oft sind, die da auf andere Menschen und noch viel schlimmer auf ihnen völlig ausgelieferte Tiere losgelassen werden.

RespekTiere erhält kurz nach Mittag des 1. August einen dringenden Anruf – ein Wanderer ist am anderen Ende der Leitung, und der erzählt Furchtbares: bei einem Schächter in Laaben, NÖ, wo zu den Opfertagen in diesem Jahr unfaßbare mehr als 200 Rinder (!) einen furchtbaren Tod erfahren sollen, wären die Schreie der armen Tiere unerträglich. Selbst oben auf den Hügeln konnte er es kaum aushalten, derart Zeuge von vermeintlicher Tierquälerei zu werden. Verrat an den Tieren, verübt u.a. von feigen Politikern, Bürokraten (und Amtstierärzten), die aus irregeleiteter Humanitätsfaselei ‚Religionsfreiheit‘ in der Verfassung wertvoller als Tierschutz einordnen. Die nie in der Realität dem unbetäubten Tod durch Kehlschnitt ins Auge gesehen haben…

Wenn die Religion gegen die Grundwerte des Lebens geht, wieviel von Religion bleibt dann noch übrig? Welcher Gott kann den unbetäubten Tod von – alleine an den ‚Opfertagen‘ geschätzten weltweit fast 1 Milliarde -  Tieren verlangen? Ein Gott der Güte? Der Barmherzigkeit? Der Nächstenliebe? Nicht ein Gott, den man Allah nennt; denn der sagt ganz eindeutig, daß, rettet man ein Tier, dies zweifach im Paradies vergütet wird.

Beim Ort des Geschehens angekommen, trauen wir zuerst den eigenen Augen nicht – Volksfeststimmung dort in der absoluten Peripherie, rund um besagten Bauernhof parkt eine Hundertschaft an Fahrzeugen, die weitläufigen Wiesen als einzige Picknickfäche. Spielende Kinder überall, Menschen im Schatten der Bäume, Familientreffen. Gelächter. Fast idyllisch wäre die Szenerie, würde das Unsagbare nicht buchstäblich in der Luft liegen – denn es ist der Geruch des Todes, welcher jede andere Emotion übertüncht.

Wir bewegen uns nun geradewegs in das Geschehen – trotz leichtem Unwohlsein mitten hinein, aber wie sonst sollen wir uns einen Überblick schaffen? Überall Menschen, stehend, sitzend, scherzend, rauchend, lachend. Blut an den Händen. Wir werden Anzeige erstatten, alleine deswegen, weil an der Hofzufahrt ein riesiger Container abgestellt ist, der so voller Leichenteile kurz vor dem Überquellen steht. Apokalypse now – ein Kopf ragt aus einer unfaßbaren Menge an Eingeweiden, ein Bild direkt aus der Hölle (siehe Fotos).

Ein junger Mann eilt herbei: ‚Tierschützer‘, hier als Schimpfwort gebraucht, jemand hat unsere Gesichter erkannt aus der Menge, und er hat bereits die Polizei gerufen. Hiergeblieben, flegelt uns der Mann plötzlich an, ein zweiter kommt hinzu. Ein dritter. Ein vierter. Tobende umringen uns. Die so urplötzlich entartete Situation erscheint brenzlig, würde man im Normalfall denken. Wirklich bedrohlich. Ein von oben bis unten blutüberströmter Mann, frisch aus dem Schlachthaus und offensichtlich der Eigentümer, läuft plötzlich wie ein Bulldozer – die Gesichtsfarbe rot wie seine Blutkleidung – aus hundert Meter Entfernung auf uns zu, tobend, schreiend. Kommt, Corona läßt grüßen, bis auf 2 Zentimeter heran, spuckend, fluchend, von allen guten Geistern verlassen. JETZT ist es bedrohlich!

Totale Ekstase in Form eines in absolute Rage geratenen Schlächters. Eines, von dessen Kleidung das frische Blut in dicken Strömen rinnt. Wird von den Söhnen, von anderen Männern, zurückgehalten. Immer wieder. Ein entartetes Antlitz wie das eines Dämonen. Eines solchen, der alle Nerven verloren hat. Knapp vor der Straße, jetzt eskaliert es völlig. Er stürmt erneut nach vor, jetzt ist das Faß endgültig übergelaufen. Ja, so sieht ein Mensch aus, der töten möchte. Der tötet. Ohne jeden Abstrich. So tobend, daß ihn nur einige Männer in Gemeinschaft zurückhalten können, beim Versuch, sich loszureißen, stürzt er schließlich. Reißt die Männer mit sich. Nur ein Mann aus der Runde behält wirklich die Nerven: es ist wahrscheinlich der Sohn des Berserkers. Der uns immer wieder ermahnt: Bitte bleibt nicht stehen. Bitte geht weiter. Weil er wohl weiß, wozu ein Mensch ohne jede Hemmschwelle fähig ist.

Den Augenblick des Stürzens nutzen wir. Entkommen aus dem Ring. Und finden uns auf der Straße wieder. Wir fahren zur Polizei, die wir trotz der dauernden Bekundungen der Schächter bisher noch nicht angetroffen hatten. Angekommen am Posten ist es zuerst auch ein bißchen skurril. Denn tatsächlich müssen wir regelrecht darum bitten, eine Anzeige überhaupt nur verfassen ‚zu dürfen‘. Jene des Herr Özay ist längst notiert, und ja, die Streife war auch am ‚Tatort‘ (jenem Ort also, wo völlig friedliche Menschen von einem blutverschmierten Schlächter und einer Horde außer Rand und Band Geratener in eine äußerst bedrohliche Situation gebracht worden sind, in eine Situation, die gut und gerne in einer Katastrophe enden hätten können…).“

Eine Aktivistin findet die richtigen Abschlussworte: ‚Als der Mann, über und über voller frischem Blut, mit hochrotem Kopf auf uns zustürmte, als ich sah, wie weitere Männer folgten, um uns zu umzingeln, da hatte ich wirklich Angst. Als er sich auf uns stürzte, schreiend und spukend, als ich seine unterlaufenen Augen sah, die fast aus dem Kopf sprangen, da habe ich kurz abgeschlossen. Jetzt ist es aus, dachte ich. Nein, es war nicht nur Angst, es war Todesangst! Im Nachhinein peinigt mich ein Gedanke: wenn jemand so austicken kann, noch dazu, wo hunderte Menschen rundherum stehen, allesamt ZeugInnen, wie kann man einen solchen auf Tiere loslassen? Welche unvorstellbaren Qualen wird ein Mann mit einem derartigen Nervenkostüm, mit einer derartigen Mentalität, wohl den völlig hilflos Ausgelieferten antun, wenn sich diese zu wehren versuchen? Ich werde die Bilder des heutigen Tages jedenfalls nie vergessen.‘

06.08.2020

Dank an Claudia Pavischitz!

Vor einigen Tagen bekamen wir eine äußerst großzügige Spende von einer lieben Unterstützerin, die sie uns im Namen ihrer verstorbenen Tochter Claudia Pavischitz zukommen ließ.

Ihre Claudia war ein unglaublich tierliebes Mädchen, das schon in jungen Jahren in alle Vierbeiner und besonders in Pferde vernarrt war und die ein gutes Gespür für sie hatte. So war in Kinderjahren Claudias beste Freundin die eigentlich bissige Haflingerstute Gundi, die ihr durch schwere Zeiten half und nur bei ihr zutraulich und vertrauensvoll war – eine Seelenverwandte! Claudia war mit gerade einmal acht Jahren die damals österreichweit jüngste Reiterpaß-Absolventin, mit zwölf Jahren trat sie erfolgreich zur Reiternadel an. Aber auch mit zahllosen anderen Tieren hat Claudia ihr Leben geteilt, mit Wellensittichen, Ratten, Frettchen, Meerschweinchen, Hunden und Katzen, und alle in ihr großes Herz geschlossen. Kein Tier, das sie nicht mit großer Zivilcourage vor schlechter Behandlung gerettet oder für das sie sich nicht eingesetzt hätte! Schon als kleines Mädchen trat sie einmal völlig furchtlos einem Riesenlackel von Mann entgegen, der seinen Hund vor ihren Augen geschlagen hatte und schrie ihn dermaßen an, daß dieser vor Verblüffung von seinem Hund abließ.

Dieses riesengroße Herz für Tiere hatte tragischerweise einen angeborenen Herzfehler, und trotz Operation wurde Claudia mit nur sechsundzwanzig Jahren aus dem Leben gerissen. Die Lücke, die sie bei ihren geliebten Menschen und Tieren hinterlassen hat, ist riesengroß. Aber wenn an sie gedacht wird, soll nicht der Schmerz des Verlustes, sondern die Erinnerung an Claudias innige Freundschaft mit und bedingungslose Liebe zu allen Vierbeinern im Vordergrund stehen. Menschen wie sie sind so wichtig in der Tierschutzarbeit, weil sie allein schon durch ihr couragiertes Handeln aufzeigen, daß der Umgang mit Tieren ein ganz anderer, als heutzutage meistens praktiziert, sein kann, nämlich getragen von Fürsorge und Respekt gegenüber anderen Lebewesen.

Wir werden diese Spende im Sinne von Claudia zum Großteil für den Fohlenfreikauf verwenden,  damit ihre Tierliebe über ihren Tod hinaus in den Haflinger- und Norikerfohlen weiterleben kann.

Danke Dir liebe Christl im Namen vom ganzen ANIMAL SPIRIT-Team!

06.08.2020

Covid-19: Bluthochdruck verdoppelt das Sterberisiko

www.dr-schnitzer.de: Ausheilen ist die klügere Alternative

'wissenschaft.de' schrieb am 5. Juni 2020: 'Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, daß bei Menschen mit Vorerkrankungen Covid-19 häufiger schwer verläuft und sie auch eher an den Folgen der Infektion sterben – das gilt unter anderem für Menschen mit Bluthochdruck ...'

'... In Deutschland leiden rund 20 bis 30 Millionen Menschen unter einem zu hohen Blutdruck – und längst nicht alle davon sind Senioren in fortgeschrittenem Alter. So weist beispielsweise jeder fünfte Mann im Alter von 40 bis 49 Jahren zu hohe Werte auf und selbst Kinder können schon unter zu hohem Blutdruck leiden. Beobachtungen im Zuge der Corona-Pandemie legen schon länger nahe, daß Bluthochdruck-Patienten zu den Risikogruppen für einen schweren Verlauf von Covid-19 gehören ...'

Seit mehr als einem halben Jahrhundert versuche ich, die Menschen durch Aufklärung zu einer gesünderen, artgerechteren Ernährung zu bewegen - intensiv seit 1963. Artgerechte Ernährung ist die wichtigste Voraussetzung natürlicher Gesundheit für Mensch und Tier.

Hinzu kommt, daß die herrschende Politik zunehmend Zensur ausübt. So ist es seit Herbst 2018 nicht mehr erlaubt, Jemandem eine Email zu schicken, der das nicht vorher ausdrücklich per 'Double-Check-In' gestattet hat. Absurdes bestätigt die Absicht: Jemanden um eine solche Erlaubnis zu fragen, ist ebenfalls nicht erlaubt! Eine der Folgen ist - siehe oben - daß die Hälfte der deutschen Bevölkerung an Bluthochdruck leidet und nicht informiert werden darf warum, und wie dieses gefährliche Leiden innerhalb weniger Wochen geheilt werden kann, wie wir auch durch eine wissenschaftliche Studie bewiesen haben:

Auswertungen der Studie über die Effektivität der Ernährungsmaßnahmen zur Normalisierung des Blutdrucks