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z.B. 22/06/2018
22.05.2018

20 Hühner von „Toni´s Freilandeier“ am Gnadenhof Engelberg eingezogen -Video!

Letztes Pfingst-Wochenende wurden 20 der Hühner, die wir bei der letzten Rettungsaktion von Toni´s Freilandhühnern (siehe HIER) mitgenommen haben, auf unseren dritten Gnadenhof „Engelberg“ gebracht. Dort durften sie gleich in den kleinen Stall mit riesigem Auslauf und viel frischem Gras, wovon sie natürlich begeistert waren. In nächster Zeit werden sich über die Organisation www.rettedeinhuhn.at noch ein paar Hähne sowie weitere Hühner aus einem anderen Stall, wo die Tiere sonst zum Schlachter gekarrt worden wären, dazu gesellen. Platz haben wir jedenfalls genug. Ihr erster Ausflug ins neue Gehege sehen Sie HIER auf YouTube.

Genauso wie die mittlerweile 19 Pferde und Ponys, die jetzt schon am Engelberg leben und die Frühlingsweide genießen. Besonders Barrichello (siehe Foto), der Haflinger-Wallach, den wir bereits 2005 am Schlachtfohlenmarkt in Maishofen freigekauft hatten (siehe letzter Newsletter HIER) und jetzt – nach einer langen Odyssee - wieder bei uns gelandet ist, genießt es, jetzt endlich in einer (ausbruch-) sicheren Weide und Herde zu sein; er hat sich auch schon bestens integriert und mit den anderen angefreundet.

22.05.2018

Ziegenbock „Cornelius“ vor dem Schlachter gerettet:

Letztes Wochenende konnten wir auch noch einen (bereits kastrierten) Buren-Ziegenbock, der seinem älteren Halter in NÖ wegen seiner riesigen Hörner zu gefährlich geworden war und daher ans Schlachten gedacht hatte, retten. Eigentlich hatten wir schon überlegt, ihn selber auf unseren Gnadenhof Hendlberg aufzunehmen, waren uns aber nicht sicher, ob er wegen seiner Kraft, der riesigen Hörner und auch seiner Scheuheit bei uns integrierbar sein würde. Aber „zufällig“ meldete sich genau zu diesem Zeitpunkt eine Frau mit einem kleinen privaten Hof im Waldviertel, der ihr Bock gerade gestorben war und daher für ihre Ziege „Silvia“ quasi wieder einen Partner suchte. Kurzerhand vernetzten wir beide Anliegen und fuhren mit Pferdehänger und Betäubungsgewehr zum Hof des Ziegenbocks: Da sich „Cornelius“ gerade im Stall befand, genügte eine kleine Beruhigungsspritze, um ihn in den Hänger zu führen und die knapp eine Stunde zum neuen Platz zu fahren.

Dort angekommen freundete er sich auch gleich mit der hübschen Ziegendame Silvia an und hat auch bald gegenüber den Menschen seine übergroße Angst abgelegt, wie die neue Besitzerin Waltraud uns heute mitgeteilt hat: „Es geht sehr gut mit den beiden und Cornelius ist schon viel zutraulicher. Silvia mag ihn, doch hat sie schon gelernt, vorsichtig seinen Hörnern auszuweichen... Silvia ist wie immer sehr anschmiegsam, und Cornelius macht es ihr beinahe nach, doch halte ich zu ihm lieber Abstand wegen seiner riesigen Hörner...ich sehe ihm an, daß er ein sanftes Wesen hat und wir einander vertrauen dürfen... Ich glaube, die beiden sind glücklich miteinander und fühlen sich jetzt schon ganz zu Hause..."

Mit ganz lieben Grüßen, Waltraud & Family 

22.05.2018

Nochmal zum Thema Wolf:

Letzte Woche gab es wieder einmal eine „Wortspende“ seitens des österr. Bauernbundes (ÖVP) zum Thema Wolf, diesmal gar von seinem Präsidenten, dem NR-Abgeordneten Georg Strasser. Und wieder bekommt man als „Normalbürger“ und Nicht-Jäger den Eindruck, daß derzeit nichts Gefährlicheres in Österreichs Landen unterwegs ist als DER WOLF! 

Zitat aus dieser OTS-Presseaussendung vom 18. Mai: “Kommt der Wolf, stirbt die Almwirtschaft... Wölfe kommen bis zu den Höfen. Diese Situation ist nicht nur für unsere Tiere, sondern auch für die Menschen gefährlich”.

Vier Lämmer und ein Schafbock gehen angeblich laut DNA-Analyse auf das Konto eines Wolfes im Pongau (Salzburg), fünf Tiere also, die für die Wolfsgegner in ganz Österreich ein willkommener Anlaß sind, wieder ins Horn der Uralt-Ängste “Der Wolf ist gefährlich, der Wolf muß weg” zu blasen. Statt auf eine unbürokratische, rasche Entschädigung für die betroffenen Bauern und auf wirksame Abschreckungsmaßnahmen wie Herdenschutz-Hunde oder sogar –Esel (https://de.wikipedia.org/wiki/Herdenesel) zu setzen, juckt es Waidmänner und –frauen sogleich in den Fingern und sie erhoffen sich von der Politik endlich eine – sogar EU-rechtswidrige - Freigabe von Wolfsabschüssen. 

Wenn man zusammentragen würde, wie viele Nutztiere von Jägerinnen und Jägern “versehentlich” erlegt werden und die auf Almen üblichen Todesfälle (immer wieder stürzen Tiere dort in den Tod, oder brechen sich ein Bein und verenden) berücksichtigt, dürfte die Zahl der wirklich dem Wolf zuordenbaren Opfer gerade mal im Promillebereich liegen. Aber die Jägerschaft muß ihm halt immer wieder was ans Zeug flicken, sie kann es nicht ertragen, daß es da „Konkurrenz“ zu ihrer Jagdleidenschaft geben könnte. 

Apropos Jägerschaft: ANIMAL SPIRIT bekam kürzlich erneut Unterlagen eines ehemaligen Berufsjägers zugeschickt, die bildhaft die Grausamkeit der v.a. im Salzburgischen (u.a. Max Mayr-Melnhof) immer noch erlaubten Jagdgatter dokumentieren: „In den viel zu kleinen Wildgattern mit hohen Rotwildbeständen entstehen panikartige Ausbruchversuche am Gatterzaun, die sehr schmerzhafte Verletzungen verursachen und die teilweise zum Tod führen. Die Wildtiere erleiden zudem extremen Streß, der sehr häufig auch Fehlgeburten zur Folge hat…“.

22.05.2018

Petition Regenwald.org: Fotografieren verbieten? Ministerin will Tierquäler schützen.

Sie kennen bestimmt solche Fotos und Videos: Schweine und Hühner, die in beklagenswertem Zustand in dreckigen Ställen leben, Qualen leiden. Die Belege dafür stammen meist von Tierschutz-Aktivisten, die in Ställe einbrechen. Anders sind die Beweise nicht zu beschaffen. Die Aktionen der Tierschützer sind nötig – leider. Denn häufig versagen die Behörden bei Kontrollen oder vertuschen die Mißstände.

Doch die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) diffamiert die Tierschützer als „selbsternannte Stallpolizei“ und will sie härter bestrafen. Die Ministerin greift damit die Falschen an. Statt kriminelle Tierhalter konsequent zu verfolgen, kriminalisiert sie die Tierschützer, die Gesetzesverstöße und Mißstände aufdecken.

Bitte fordern Sie mit uns: Tierschützer dürfen nicht kriminalisiert werden. Vielmehr müssen Unternehmer bestraft werden, in deren Betrieben Tiere gequält werden. Tierschützer sind keine Verbrecher!

HIER gehts zur Petition!

13.05.2018

Nochmal 72 Hühner von „Toni´s Freilandeier“ gerettet

Gestern, am 12. Mai 2108, war für einige Tausend ehemalige Legehühner und Hähne von der in Konkurs geschlitterten Firma „Toni`s Freilandeier“ (siehe u.a. DIE PRESSE "Tonis Freilandeier insolvent" vom 12.12.2017) die letzte Chance, einen guten Lebensplatz zu finden und nicht am Schlachthof zu landen.  Die Tierschutz-Organisation „www.rettedeinhuhn.at“ unter der rührigen Obfrau Nina Hofstädter hat es geschafft, innerhalb der letzten Wochen praktisch alle übrig gebliebenen mehr als 7.000 Hennen und Hähne an private Plätze und auch an ein paar Freilandbauern zu vermitteln (einige davon wurden allerdings auch von den Noch-Angestellten irgendwohin verkauft…). Gestern mußten jedenfalls die letzten Hühner vom ehemaligen Vorzeigehof des Freiland-Pioniers Toni Hubmann in Glein bei Knittelfeld (Stmk) abgeholt werden, weil sie sonst unweigerlich morgen beim Schlachter gelandet wären. So kamen am Abend Dutzende PKWs, Lieferwägen mit und ohne Pferdehänger und eben auch wir von ANIMAL SPIRIT, um noch möglichst allen dort verbliebenen Hühnern einen guten Lebensplatz zu verschaffen – was letzten Endes auch - sogar bis zum letzten Hahn - geglückt ist! Herzlichen Dank an die OrganisatorInnen!

Mit den Hühnern von den beiden letzten Wochenenden hat ANIMAL SPIRIT somit insgesamt 148 ehemalige Toni´s Hühner aufgenommen bzw. an gute private Freilandplätze vermittelt. Die letzten 32 sind letzte Nacht kurz nach Mitternacht wohlbehalten am Hendlberg angekommen – siehe Fotos -, wo sie nun ihre neue Freiheit in einer kleinen Einheit genießen dürfen. Einige von ihnen kommen demnächst auf unseren neuen Gnadenhof Engelberg in OÖ, wo gerade noch der Stall fertiggestellt wird; hier werden sie dann die neue "Hühnerkolonie Engelberg" begründen…

Das Video von unserer ersten Rettungsaktion am 30. April können Sie nochmals HIER sehen.

13.05.2018

www.tierschutzbuero.de: Gedanken zum heutigen Muttertag

Am heutigen Sonntag ist wieder Muttertag. Überall auf der Welt danken und gratulieren Kinder ihren Müttern zurecht für all das, was sie für sie getan haben und feiern ihre Bindung zueinander. Doch was für uns Menschen relativ normal ist, dürfen Tiere in der Nutztierhaltung nie erleben: die Liebe zwischen Mutter und Kind.

Genau wie bei Menschen, ist auch bei Schweinen, Kühen, Hühnern oder Enten die Beziehung zwischen Mutter und Kind eine ganz besondere. Genau wie wir Menschen, fühlen auch im Tierreich Mutter und Kind die ganz besondere Bindung, die zwischen ihnen besteht. Und genau wie bei uns Menschen, gibt es auch für Tiere keine schrecklichere Vorstellung, als das Kind entrissen zu bekommen. Doch genau das ist die schlimme Normalität in der Massentierhaltung! Sauen werden in viel zu engen Kastenständen gehalten und haben nur einen Zweck: möglichst viele Ferkel zu produzieren. Dafür werden sie in regelmäßigen Abständen besamt und dann kurz vor der Geburt in Abferkelbuchten gebracht. Eng eingepfercht dienen sie nur als Milchmaschinen für die Ferkel. Nie können sie ihren Ferkeln die Liebe schenken, die sie möchten. Und nach wenigen Wochen werden ihnen die Ferkel entrissen, wenn diese nicht schon vorher verendet oder von Mitarbeitern totgeschlagen wurden, weil sie zu schwach waren. Im Leben einer Zuchtsau gibt es keinen liebevollen Muttertag. Auch viele Hühner sind nur als Zuchttiere zur Nachwuchsproduktion eingesetzt. Während ihren weiblichen Nachkommen das gleiche Schicksal wie ihnen selbst blüht, landen die männlichen Küken meist im Schredder – denn es gibt in der Nutztierindustrie keine Verwendung für sie. Nie haben sie die Möglichkeit, das liebevolle Band zwischen Mutter und Kind zu erfahren. 

Und auch Kühe und Kälber in der Milchindustrie erleben nur Leid anstatt Liebe. Direkt nach der Geburt wird der Mutter ihr Kind entzogen. Die Milch, die sie eigentlich für ihr Kälbchen produziert, wird ihr abgemolken, um dem menschlichen Verbraucher verkauft zu werden. Ihre gerade geborenen Kinder sieht die Kuh in der Regel nie wieder – männliche Kälber werden zur Fleischproduktion “aufgezogen” und Weibliche erwarten das gleiche Schicksal wie ihrer Mutter: ein Leben als Gebär- und Milchmaschine, ohne den eigenen Kindern je Liebe schenken zu können. Solange das System der Massentierhaltung weiter besteht, wird sich auch an diesem Prozedere nichts ändern. Daher muß dies endlich ein Ende haben! Denn alle Mütter und Kinder haben es verdient, die Möglichkeit zu haben, ein liebevolles Leben miteinander zu haben – egal ob Mensch oder Tier!

13.05.2018

Freiwilliger Arbeitseinsatz am Gnadenhof Hendlberg

Gestern Samstag waren gleich 16 Personen – darunter 4 Kinder - bei uns am Gnadenhof Hendlberg zu Besuch, um uns einen Tag lang unentgeltlich bei diversen Arbeiten zu helfen. Initiiert hat diese lobenswerte Aktion Herr Peter Günczler aus Wien, der erst letzten Dezember von unserer Existenz und unserem Gnadenhof durch einen KURIER-Artikel erfahren hat und gleich so begeistert war, daß er 15 weitere Freiwillige organisiert hat. An notwendigen Arbeiten mangelt es ja - gerade jetzt im Frühling - ohnehin nicht, und so wurden die Freiwilligen in einzelne Trupps aufgeteilt: Die einen reinigten das große Kaninchen-Gehege, andere betonierten die Steher für einen neuen Zaun (der alte war im Winter durchgemorscht), andere strichen den neuen Meerschweinchen/Kaninchenstall, wieder andere verschiedene Zäune und auch in unserem schönen „Dankegarten“ fand sich genügend „Unkraut“ zum Jäten. Und für 2 ältere Damen ließ sich auch noch genügend Arbeit im Büro finden - beim Einkuvertieren von diversen Aussendungen, siehe auch die extra Einladung im nächsten Artikel.

Hiermit bedanken wir uns nochmals ganz herzlich bei Herrn Günczler und den vielen Freiwilligen und hoffen, daß diese tolle Aktion Schule machen wird!

13.05.2018

Einladung zu zwei Veranstaltungen/Führungen in Wiener Museen

Hiermit möchten wir alle UnterstützerInnen von ANIMAL SPIRIT herzlich zu zwei besonderen Gemeinschaftsveranstaltungen in Wien einladen. Als Mitglieds-Organisation bei der Initiative „Vergissmeinnicht.at“ organisiert diese anläßlich der kommenden „Woche des Guten Testaments“ auch im heurigen Jahr wieder zwei Kultur- und Informations-Veranstaltungen mit Sonder-Führungen in Wien: 1. ins Welt-Museum am Heldenplatz und 2. ins Dom-Museum am Stephansplatz. Bei beiden Veranstaltungen werden natürlich auch wir von ANIMAL SPIRIT wieder mit einem kleinen Infostand vertreten sein und Obmann Dr. Franz-Joseph Plank wird persönlich für Gespräche und Informationen zur Verfügung stehen.

1. VERANSTALTUNG WIEN, 24. Mai 2018, Welt-Museum:

Ort: Weltmuseum, Heldenplatz, 1010 Wien

Datum: 24. Mai 2018

Programm: 16:45 Eintreffen der Gäste
17:00 – 18:00 Führung durch die Sammlung
18:00 – 18:30 Begrüßung durch Dr. Sabine Haag (Generaldirektorin des KHM) und Vorstellung der Organisationen
18:30 – 19:15 Interview über Erbrecht, Testament sowie Patientenverfügung mit Notar
19:15 – 19:35 Fragen und Antworten
19:35 – 20:30 Come together

2. VERANSTALTUNG WIEN, 6. Juni 2018, Dom-Museum:

Ort: Stephanisaal, Stephansplatz 3, 1010 Wien

Datum: Mittwoch 6. Juni 2018

Programm: 16:45  Eintreffen der Gäste
17:00 – 18:00 Führung durch das Dom Museum
18:00 – 18:30 Begrüßung und Vorstellung der Organisationen im Stephanisaal
18:30 – 19:15 Interview über Erbrecht, Testament + Patientenverfügung mit Notar Stockinger
19:15 – 19:35 Fragen und Antworten
19:35 – 20:30 Come together

Sollten Sie bei einer (oder gerne auch bei beiden) dieser besonderen Veranstaltungen dabei sein wollen, ersuchen wir um Ihre Anmeldung, entweder unter office@animal-spirit.at oder einfach im Büro anrufen: 02774-29330. Vielen Dank!

13.05.2018

"Frontal 21": Wurst mit neun Prozent Fleischanteil ausgezeichnet

Wie gefährlich ist Separatorenfleisch? ZDF-Reporter setzen Prüfern gepanschte Ekel-Wurst vor - die vergeben Gütesiegel!

Die Sendung "Frontal 21" gründet eine Scheinfirma, läßt sich zeigen, wie bei Wurst gepanscht wird und setzt die gepanschten Produkte anschließend Qualitätsprüfern vor. FOCUS Online hat mit einem Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie gesprochen, wie gefährlich Separatorenfleisch ist. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat eine gepanschte Wurst aus Fleischabfällen mit dem silbernen DLG-Preis prämiert. Das berichtete das ZDF-Magazin "Frontal 21" am 10. April 2018. Doch die Geflügelwurst bestand nur zu neun Prozent aus Fleisch, zu 27 Prozent aus Wasser und zu 46 Prozent aus so genanntem Separatorenfleisch. Das sind Abfälle aus der Fleischproduktion. Der vom Knochen abgepreßte Brei gilt laut Lebensmittelrecht nicht als Fleisch und muß gekennzeichnet werden. Außerdem war der Wurst ein handelsübliches Pulver aus Schlachtblutplasma beigemengt, das eine hohe Wasserzugabe kaschiert. Die Zutaten wurden gegenüber der DLG verschwiegen.

Separatorenfleisch kann Krankheiten übertragen

Wie gefährlich Separatorenfleisch ist, hat FOCUS Online Georg Krupp gefragt. Er ist Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie der Radprax-Gruppe aus dem Krankenhaus Plettenberg. Der Mediziner erklärt: Durch seine Nähe zu Rückenmark, Nerven und hirnähnlichen Strukturen besteht ein erhöhtes Risiko, daß Separatorenfleisch ernste Krankheiten überträgt - etwa Erkrankungen des Gehirns oder sogenannte Slow-Virus-Erkrankungen. Auch das zur Jahrtausendwende ausgebrochene BSE, als Rinderwahn bekannt, konnten Forscher schließlich auf Separatorenfleisch von Rindern zurückführen. Seitdem ist es in der europäischen Gemeinschaft verboten, erklärt Krupp. Da Wissenschaftler bislang keinen Zusammenhang zwischen Separatorenfleisch von Schweinen oder Geflügel und den genannten Erkrankungen nachweisen konnten, ist dieses weiterhin erlaubt, aber kennzeichnungspflichtig.

Selbst ein Produkt mit einem geringen Anteil von einem Prozent Separatorenfleisch müßte einen entsprechenden Hinweis tragen. "Man kann aber davon ausgehen, daß es untergejubelt, aber nicht gekennzeichnet wird. Denn sonst würde es der Verbraucher vermutlich nicht essen wollen", schätzt Krupp. Geschmacklich gebe es für den Verbraucher keine Möglichkeit, Separatorenfleisch zu erkennen. Der Arzt warnt außerdem vor einem weiteren Risiko: Durch seinen Herstellungsprozeß hat Separatorenfleisch eine andere Oberflächenstruktur als etwa ein Stück Steak. Diese macht es anfälliger für Bakterien.

Qualitätsprüfer prämieren gepanschte Wurst

Ein DLG-Sprecher betonte, daß der Lebensmittelhersteller die Verantwortung für seine Produkte trage. Separatorenfleisch sei bei der DLG-Qualitätsprüfung von vorneherein ausgeschlossen. Warum die gepanschte Wurst nicht auffiel, sondern mit Silber prämiert wurde, konnte die DLG nicht erklären. Die Gesellschaft ist nach eigenen Angaben die führende Organisation der Land-, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. Sie zeichnet jährlich Lebensmittel in Gold, Silber und Bronze aus. Alle ausgezeichneten Produkte müssen Labortests sowie Zubereitungs-, Verpackungs- und Kennzeichnungsprüfungen bestehen.

Materialwert von lediglich 59 Cent pro Kilo

Nach offiziellen Angaben werden in Deutschland rund 70.000 Tonnen Separatorenfleisch pro Jahr verarbeitet. "Frontal 21" hat alle verarbeitenden Betriebe angefragt. Kein Unternehmen wollte offenlegen, in welchen Produkten der billige Fleischbrei landet. Die gepanschte, aber mit Silber prämierte Geflügelwurst hatte aufgrund des hohen Wasseranteils und des billigen Separatorenfleisches einen Materialwert von lediglich 59 Cent pro Kilo. Im Supermarkt könnte sie aber für mehr als sieben Euro über die Theke gehen, sagen Fachleute. "Frontal 21" hat die Herstellung der Wurst in einer Reportage begleitet.

02.05.2018

76 Hühner von „Toni´s Freilandeier“ gerettet - Video

Letzten Montag, dem „Fenstertag“, konnte ein Team von ANIMAL SPIRIT immerhin 76 Hühner aus der Konkursmasse von „Toni´s Freilandeiern“ – organisiert durch die rührige Plattform www.rettedeinhuhn.at - retten. Sie wären in den nächsten Tagen allesamt zum Pauschalpreis an den Schlachthof verkauft worden, obwohl sie noch voll in der Legephase stehen bzw. tlw. sogar noch Junghennen (also vor dem Beginn der Legeperiode) sind. So fuhren wir zum Abholplatz bei Mariazell (Stmk.), verluden die Hühner in die bereits vorbereiteten 8 Transportkisten, verstauten sie in unseren großen Pferdehänger und brachten sie auf zwei unserer drei Gnadenhöfe, Hendlberg (Laaben, NÖ) bzw. Esternberg (OÖ). Einige von ihnen konnten wir auch auf guten Privatplätzen unterbringen, wo sie natürlich ebenfalls nicht geschlachtet, dafür aber optimal im Freiland gehalten werden. Inzwischen sind alle Hühner gut angekommen, haben sich gleich bestens in die jeweiligen Herden integriert und freuen sich ihres neuen zweiten Lebens – siehe Bilder und Video.

Sollten sich noch weitere private Interessenten bei uns melden, so würden wir ggf. einen weiteren Rettungstransport organisieren - angeblich sind insgesamt noch mindestens 5000 Hühner zu vergeben! In dem Fall bitte gleich bei uns im Büro melden unter tanja@animal-spirit.at oder 02774-29330. Auch über die eine oder andere Patenschaft für eines unserer geretteten Hühner würden wir uns freuen – z.B. auch als sinnvolles Geschenk für den kommenden Muttertag -, siehe HIER oder unter eva@animal-spirit.at .

02.05.2018

Haflinger-Wallach „Barrichello“ – nach langer Odyssee zurück bei ANIMAL SPIRIT

ANIMAL SPIRIT hat den Haflinger-Wallach „Barrichello“ - als halbjähriges Fohlen - bereits 2005 vom Schlachtfohlenmarkt in Maishofen – wo wir seit 2003 jeden Herbst auf mehreren Auktionen dabei sind – freigekauft und an eine Familie aus NÖ vermittelt. Doch leider konnten sie ihn - aus finanziellen Gründen, da sie in Konkurs gegangen sind - nicht behalten, und wir vermittelten ihn auf einen anderen Platz im Weinviertel. Doch auch dort wurde er leider nicht optimal gehalten und gefüttert und wir mußten ihn ein weiteres Mal herausholen und brachten ihn diesmal auf ein schönes Reitercenter in Gerasdorf: hier wurde er aufgefüttert und hier hat ihn auch die neue Besitzerin (Dagmar) liebevoll betreut, geimpft, entwurmt, gechipt und ausgebildet – aber nur für sich privat, nicht für den Schulbetrieb. Mit Bodenarbeit und Beziehungsarbeit konnte sie am – bis dahin leider völlig unerzogenen - Wallach einiges erreichen. Auch seine „Unarten“ konnten so großteils eingeschränkt werden. Und jedes Jahr hat Dagmar ihm den Sommer lang eine Herdenhaltung auf einer Sommerweide ermöglicht. Im Winter wurde er in der Box und mit ganztägigem Koppelgang gehalten. Er wurde mit Bodenarbeit, Beziehungsarbeit, Horse Agility, Arbeit an der Longe, Clickertraining soweit beschäftigt, daß er bislang psychisch und physisch ausgelastet war.

Leider bekam Dagmar aber in der letzten Weideperiode immer wieder Schwierigkeiten mit den Halterbetrieben, weil Barrichello angeblich sämtliche Stromzäune durchreißen würde und deshalb nicht mehr haltbar wäre. Und weil Dagmar jetzt auch noch ein Baby bekam, konnte sie ihn leider nicht mehr halten und hat sich schweren Herzens an uns gewandt, ob wir ihn nicht endgültig übernehmen könnten. Und so sagten wir zu, um dem nunmehr 13-jährigen Barrichello endlich einen sicheren Lebensplatz zu bieten – nach seiner jahrelangen „Odyssee“. Da wir ja seit letztem Jahr am Gnadenhof Engelberg (OÖ) – dank einer Erbschaft und vieler SpenderInnen - die neue automatisierte Futterstation mit Aktiv-Bewegungsstall für Pferde haben, können wir auch „schwierigere Patienten“ bestens integrieren. Barrichello ist also gestern, am 1. Mai bei uns eingezogen und wider Erwarten hat er sich gleich bestens integriert. Er tobt gerade mit seinem neuen besten Freund, dem Pony "Zwernase", das ihm sämtliche Stalltüren öffnen kann, auf unserer Frühlingsweide herum. jetzt hat er also endlich seinen Lebensplatz bei ANIMAL SPIRIT gefunden – siehe Bilder von heute!

02.05.2018

Nachdem wir ja letzte Woche eine APA-OTS-Aussendung zum Thema Halali auf die Wölfe in NÖ, angeführt vom Landesjägermeister Josef Pröll, ausgeschickt haben, die auch in der auflagenstarken Zeitung ÖSTERREICH ihren Niederschlag gefunden hat, folgt heute dazu eine OTS des WWF:

WWF: Köstinger erteilt „Wolf-Freihaltezonen“ eine klare Absage

Jagd- und Agrarverbände blitzen bei Umweltministerin ab – WWF für rechtskonformes Wolfs-Management mit mehr Forschung, Herdenschutz und Entschädigung – Wolfsgipfel notwendig

(Wien/OTS) - Umweltministerin Elisabeth Köstinger erteilt den von Bauernbund, Landwirtschaftskammer, und Jagd Österreich geforderten „Wolf-Freihaltezonen“ eine klare Absage. „Die Einrichtung von Wolf-Freihaltezonen ist mit dem derzeitigen Schutzstatus des Wolfs laut Fauna/Flora/Habitat- Richtlinie nicht vereinbar. Wölfe sind eine in allen Mitgliedsstaaten streng zu schützende Tierart“, schreibt Köstinger in einer Anfragebeantwortung an den NEOS-Abgeordneten Gerald Loacker. „Damit bestätigt die Umweltministerin unsere Linie. Wolf-Freihaltezonen widersprechen geltendem EU-Recht und sind auch naturschutzfachlich absurd, weil sich ein freilebendes Wildtier nicht an künstlich festgelegten Grenzen orientiert“, reagiert WWF-Experte Christian Pichler. 

Der WWF Österreich fordert von der Politik ein rechtskonformes Wolfs-Management mit konkreten Herdenschutzmaßnahmen sowie höheren Entschädigungszahlungen für Landwirte, falls Schäden auftreten. Parallel dazu braucht es deutlich mehr Forschung, Information und Beratung, samt deutlich besserer Zusammenarbeit der Bundesländer. Daher schlägt der WWF einen eigenen Wolfsgipfel vor, der die zukünftigen Schritte gemeinsam mit allen wichtigen Stakeholdern aus Politik, Jagd, Landwirtschaft und Naturschutz vorbereitet. „Wölfe sind weder reißende Bestien noch Kuscheltiere. Daher braucht es rechtskonforme und ausgewogene Lösungen, die bundesweit abgestimmt sind“, begründet Pichler den Wolfsgipfel, der von Umweltministerin Köstinger einberufen werden sollte.

Köstinger bekräftigt in ihrer Anfragebeantwortung richtigerweise, daß für Wölfe ein besonderes EU-Schutzregime gilt, von dem nur in bestimmten begründeten Einzelfällen abgewichen werden dürfe. „Damit sind die populistischen Forderungen nach einem niedrigeren Schutzstatus samt Abschußquoten einmal mehr als unrealistische Scheinlösungen enttarnt. Wer nur auf diese Schiene setzt, läßt auch die von Schäden betroffenen Landwirte allein im Regen stehen“, bekräftigt Pichler die Notwendigkeit eines ausgewogenen und konstruktiven Vorgehens der Politik. „Das erwartet sich auch die Mehrheit der Bevölkerung, die den Wolf kein zweites Mal ausrotten will“, verweist Pichler auf repräsentative Umfragen zur Rückkehr des Wolfs nach Österreich.

„Auch der Bund muß sich endlich aktiv engagieren und seine koordinierende Rolle gegenüber den Ländern stärker wahrnehmen. Denn das Thema wird sich nicht von selbst lösen“, sagt Pichler. Ergänzend zum Wolfsgipfel mit allen Stakeholdern brauche es daher eine ausreichend finanzierte und entscheidungsstarke Koordinationsstelle, die zum Beispiel Herdenschutzmaßnahmen gezielt unterstützt und erfolgreiche Maßnahmen anderer europäischer Länder auch in Österreich umsetzt.

02.05.2018

nnz-online.de: Herdenschutz statt Wolfsbejagung: Der Tag des Wolfes

(Anm.: Gleiches gilt natürlich auch für die dzt. in Österreich vonseiten der Jägerschaft tlw. aggressiv geführte „Wolf-Diskussion“ und die immer lauter werdenden Rufe nach deren Abschuß)

Der NABU Thüringen (Ost-Deutschland) mahnte am 30.04., dem „Tag des Wolfes“, zur Besonnenheit beim Thema Wolf. CDU/CSU und FDP sollten nicht den Wolf zum Sündenbock machen, um auf billigen Stimmenfang nach Wählern zu gehen. Die Naturschützer fordern vielmehr konstruktive Lösungen wie eine nachhaltige Unterstützung von Weidetierhaltern sowie die Ausweitung der Förderkulisse für Herdenschutzmaßnahmen auf ganz Thüringen.

Schäfer und Weidetierhalter wünschen sich für ihre tägliche Arbeit und beim Thema Wolf mehr Unterstützung. Diese Situation nutzen einige Politiker – vornehmlich von CDU/CSU und FDP – zur Verbreitung ideologisch gefärbter Märchenklischees, anstatt nach konstruktiven Lösungen zu suchen. Sie möchten den Wolf "regulieren", "scheu schießen", "bewirtschaften" oder einer "Schutzjagd" unterstellen. „Die Jagd auf den Wolf löst weder die realen, wirtschaftlichen Probleme von Schäfern und anderen Weidetierhaltern, noch kann sie einen wirkungsvollen Herdenschutz ersetzen“, sagt Martin Schmidt, der Vorsitzende des NABU Thüringen. „Wir halten diese von skurrilen Begrifflichkeiten geprägte Diskussion für weitgehend überflüssig. Der Freistaat hat bereits einen Managementplan für den Wolf in Thüringen, der ganz klar auch den Umgang mit auffälligen Wölfen regelt.“

Wer nach der Bejagung des Wolfes ruft, offenbart möglicherweise mehr Interesse an einer Trophäe über dem heimischen Sofa als den Willen den Betroffenen brauchbare Lösungen in Form von wirtschaftlichen Hilfen anzubieten. Schon einmal wurde der Wolf in Deutschland gejagt und ausgerottet. Schutzbemühungen haben dazu geführt, daß er sich wieder auf natürliche Weise ausbreiten kann. Von der Rückkehr der Wölfe sind Schäfer und Weidetierhalter tatsächlich betroffen. Aber viele Politiker, die jetzt laut nach einer Bejagung des Wolfes rufen, haben im Wesentlichen zu verantworten, daß Schäfer und Weidetierhalter in den letzten Jahrzehnten bei der Verteilung der nicht geringen Agrarförderungen immer weiter vernachlässigt oder übergangen worden sind und auch ohne Wolf am Rande der wirtschaftlichen Existenz stehen. Von den satten Förderprämien profitieren noch zu oft industriell strukturierte Agrargroßbetriebe mit teils fragwürdiger Massentierhaltung und dem Anbau von pestizidbelasteten Monokulturen, wie Mais und Raps. „Mit Natur- und Artenschutz hatte diese Förderpolitik bislang nicht viel zu tun. Schäfer und Weidetierhalter verstehen wir dagegen als unsere Partner im praktizierten Natur- und Artenschutz. Sie liefern uns beste Naturprodukte“ erklärt Martin Schmidt. „Landwirtschaftliche Leistungen für den Naturschutz müssen endlich honoriert werden. Bei den aktuellen Verhandlungen über die Zukunft der Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) nach 2020 müssen die Weichen in diese Richtung gestellt werden. Dann müssen Schäfer und Weidtierhalter auch nicht mehr um ihre Existenzen bangen.“

Unterstützung erhalten Schäfer momentan vom Umweltministerium durch die Thüringer Förderrichtlinie Wolf sowie die geplante Schaf- und Ziegen-Prämie mit der Schäfer zukünftig 25 Euro pro Muttertier und Jahr erhalten. „Wenn wir die Sorgen und Nöte der Menschen zum Thema Wolf ernst nehmen möchten, dann müssen wir über Lösungen diskutieren, die intelligent und sinnvoll sind. Aus unserer Sicht ist es deshalb wichtig, auch die Förderkulisse für Herdenschutzmaßnahmen auf ganz Thüringen auszweiten“, fordert Silvester Tamás, der Sprecher der Landesarbeitsgruppe Wolf im NABU Thüringen. „Dies ist durchaus sinnvoll, denn es ist jederzeit mit der Einwanderung von Wölfen aus den angrenzenden Bundesländern mit bereits etablierten Wolfsvorkommen zu rechnen. Der jüngste Wolfsnachweis aus dem Saale-Orla-Kreis zeigt dies deutlich und die Schäfer wünschen sich gerade jetzt beim Austrieb ihrer Weidetiere schnelle und unbürokratische Hilfe.“

Aus Sicht das NABU ist die Bejagung des Wolfes keine Lösung, denn die Herden müssen geschützt werden, egal ob ein Wolf oder mehrere Wölfe in einer betroffenen Region leben. Bund und Länder sind nun in der Pflicht, gemeinsam mit den Weidetierhaltern und Fachgremien solide und nachhaltige Lösungen zu erarbeiten, die ein konfliktarmes miteinander von Mensch, Wolf und Schaf ermöglichen. Der NABU Bundesverband fordert in diesem Zusammenhang auch die Einrichtung eines nationalen Herdenschutzzentrums.

Siehe auch: Aufruf zur Großdemo für den Wolf am 5. Mai in Berlin!
Heute vor zwei Jahren wurde „Kurti“ in Deutschland als erster Wolf in ministerialem Auftrag erschossen. Zweifel an dieser Entscheidung bleiben bis heute und unser damaliger massiver Widerstand wirkt nach und muß weiter aufrecht erhalten werden!
R.I.P. Kurti!
Wir werden uns unerschütterlich weiter dafür einsetzen, daß Du und „Zottel“ nicht zu Präzedenzfällen werden und statt auf Abschüsse ein zielgerichtetes Herdenmanagement Einzug hält!
Deshalb kommt alle am 5. Mai nach Berlin vor den Bundestag, (14-16 Uhr) um gegen die wolfs- und lebensfeindlichen Pläne der GroKo aufzustehen.
Hier geht‘s zur Veranstaltung: www.facebook.com/events/198360427563896/?ti=icl

02.05.2018

Neue Petition unserer englischen Partner-Organisation CIWF: „Zum Glück sind Sie kein Tierfabriks-Kaninchen“!

Im März 2017 reagierte das Europäische Parlament auf den Druck von Compassion in World Farming (CIWF)-Anhängern und auf den Schutz von Zuchtkaninchen. Diese historische Abstimmung für das Ende der Käfighaltung in der Kaninchenmast war ein echter Durchbruch. Aber wir müssen den Druck aufrecht erhalten, damit sich auch im Gesetz etwas ändert. Senden Sie bitte eine E-Mail an Ihren Landwirtschaftsminister.

99% der in Europa gezüchteten Kaninchen für die Fleischerzeugung werden in Käfigen gehalten, oft auf kleinstem Raum, in dem die natürlichen Verhaltensweisen stark beeinträchtigt sind. Sie können nicht hoppeln, nicht springen, sich nicht strecken, sie können nicht wählen ob sie gerade alleine sein oder beieinander liegen wollen. Das wegweisende Parlamentarische Votum, um das Ende der Käfighaltung von Kaninchen zu fordern, war ein großer Erfolg. Und es kam nur, nachdem CIWF (und ANIMAL SPIRIT)- UnterstützerInnen über 600.000 Unterschriften gesammelt, schriftliche Briefe und E-Mails und sogar Kinderzeichnungen, die das artgerechte Leben der Kaninchen darstellen, an die zuständigen Stellen geschickt hatten.

Nun liegt es an den Landwirtschaftsministern, das Wohlergehen der Kaninchen zu einer Priorität zu machen und die Europäische Kommission davon zu überzeugen, ein neues Gesetz einzuführen. Bisher haben diese Minister nichts unternommen. Aber vereint können wir unsere Stimme erheben. Die Käfighaltung von Kaninchen ist Grausamkeit in ungeheuerlichem Ausmaß. Es ist unmenschlich und unnötig. Bitte schreiben Sie an Ihren Minister und bitten Sie ihn, das Wohlergehen von Kaninchen auf die Tagesordnung der bevorstehenden Landwirtschaftsratssitzungen zu setzen.

HIER geht’s zur (englischen) Petition

23.04.2018

Frühlingserwachen auch am Gnadenhof Hendlberg, 5 neue Kaninchen

Wie in unserem letzten Newsletter berichtet dürfen jetzt schon alle unsere Gnadenhof-Tiere – zumindest stundenweise - hinaus auf die Frühlingsweiden. So auch am Ur-Gnadenhof Hendlberg in Laaben/NÖ: Eselfohlen Aurora (siehe Titelbild), im Juni erst ein Jahr alt, freut sich über die üppigen Kräuter am Hendlberg, gemeinsam mit ihrer Mutter Amelie und den Kumpanen Rasmus, Felix, Philipp und Pinocchio. Oberhalb davon weiden unsere Schafe, die aber schon in Bälde auf die wunderschöne Sommerweide dürfen - bis ca. November oder bis zum ersten Schnee. Auch Kuh Annemarie, Altpony Benjamin und die Ziegen Viktor, Tina und Mona erfreuen sich über einen der ersten Tage auf der Hausweide.

Letztes Wochenende sind auch noch 5 Kaninchen bei uns am Hendlberg eingezogen: Die 4 weißen Zwergkaninchen stammen aus einer Zucht in NÖ und da sie für den „Schönheits-Wettbewerb“ nicht „schön“ genug waren, wären sie einfach „entsorgt“ worden. Ein tierfreundlicher Nachbar hat sie in letzter Minute gerettet und zu uns auf den Gnadenhof gebracht. Die beiden Rammler hat Dr. Plank gleich einmal fachgerecht kastriert, die Häsinnen dürfen sich schon jetzt mit den anderen im neu eingeweihten und allseitig gesicherten Meerschweinchen-Außengehege tummeln.

Dem fünften Kaninchen, „Levi“ ebenfalls aus dem Tierschutz, ist kürzlich seine Gefährtin verstorben und so haben es seine Besitzer schweren Herzens ebenfalls zu uns gebracht und auch gleich eine Patenschaft übernommen. Für die 4 weißen Zwergkaninchen werden allerdings noch Paten gesucht – siehe HIER oder bei eva@animal-spirit.at melden!

23.04.2018

APA-OTS: NÖ Landesjägermeister Pröll und das Märchen vom bösen Wolf

ANIMAL SPIRIT: Für 34.000 Jäger ist in Niederösterreich Platz, aber nicht für ein paar Wölfe?

Josef Pröll, seines Zeichens Landesjägermeister von NÖ, Ex-ÖVP-Obmann und Ex-Finanzminister (Stichwort: Hypo-Zwangsverstaatlichung auf Kosten der Steuerzahler) und Neffe des „schwarzen Paten“ von NÖ, Erwin Pröll, hat sich wieder einmal in einer Presseaussendung vom letzten Wochenende zum Thema Wolf zu Wort gemeldet: Darin stellt er fest, daß sich Niederösterreichs Jäger klar gegen den Wolf in NÖ aussprechen. Laut Pröll drohen angeblich finanzielle Schäden in Millionenhöhe, verursacht durch ein paar getötete Schafe. Er spielt damit ganz bewußt mit der alten Ur-Angst vor dem „bösen Wolf“, um wieder einmal zum Halali und Mord an ein paar wenigen Individuen dieser wunderbaren Wildtierart blasen zu können.

Ebenso sorgt die Aussage Prölls, die Anzahl der Wölfe sei vor allem ein landwirtschaftliches, touristisches und regionales Problem, für Unverständnis in der „Normal“-Bevölkerung. Dazu Tierschützer Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: „Wo bitte, abgesehen von einigen gerissenen Weidetieren, leidet die Landwirtschaft unter der Wolfspopulation? Sind Wölfe schon beim Maisfressen oder beim Baum-Verbiß gesichtet worden? Oder haben sie gar Touristen und Wanderer bedroht? Ist es nicht vielleicht eher so, daß Wölfe für den Tourismus ein (weiteres) Zugpferd darstellen und vielleicht auch gegen die – jäger-gemachte - Überpopulation der Rehe und Wildschweine helfen könnten? Aber Jäger sehen in Wölfen und anderem „Raubzeug“ – wie z.B. dem Fuchs, der derzeit wieder vermehrt mit Fallen bejagt wird, wie uns erst heute eine entsetzte Augenzeugin aus NÖ berichtet hat – nichts als eine Konkurrenz ihrer Jagd-Leidenschaft.“

Auch der bekannte Biologe, Verhaltensforscher und Leiter des Wolf Science Center Ernstbrunn, Prof. Kurt Kotrschal, bestätigt das (in der NÖN): „Der Wolf gehört nun einmal in die freie Wildbahn. Wenn der Wolf zurückkommen soll, dann muß der Mensch auch den Lebensraum mit ihm teilen, und wir müssen lernen, wieder mit Wolfsrudeln zu leben, wie es vor der Ausrottung des Wolfes der Fall war. Die größte Gefahr ist sicherlich, daß wir Menschen glauben, daß Natur ausschließlich ein Wirtschaftsraum ist und daß alles, welches diesen bedroht, mit der Flinte getötet werden muß. Wir müssen akzeptieren, daß dieser Lebensraum nicht nur uns alleine gehört.“

Josef Pröll will sich auch weiter für die Frühjahrsbejagung der Waldschnepfe einsetzen, da spricht er sich sogar gegen die EU-Bürokratie aus, die allzu sehr in die "kleinen Dinge" der Menschen eingreife. Dr. Plank kommentiert: „Also wenn es um die Jäger und ihre Mords-Leidenschaft geht, darf sogar die EU-Einpeitscherin erster Klasse, nämlich die ÖVP, auf einmal die EU-Bürokratie kritisieren, welche sich ja bekanntlich seit dem Anschluß 1995 in alle noch so kleinen Angelegenheiten der Bürger einmischt.“

Überwiegende Mehrheit der Bevölkerung sieht Auswüchse und Gefahren der Jagd kritisch

Die Einstellung der Jäger zeigt sich auch sehr schön in weiteren Aussagen des Herrn Landesjägermeisters, nämlich die von den Jägern so ungern gesehene Waldnutzung durch die „Freizeitgesellschaft“: „Ein Jäger muß zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Joggern oder Mountainbikern rechnen". Ja, das muß er tatsächlich, weil der Wald, spätestens seit Bruno Kreisky, heute für alle Menschen als Erholungsraum offensteht und nicht nur – wie in Zeiten des Feudalismus - für ein paar grünberockte Freizeitmörder, die möglichst ungestört ihrem blutigen Hobby nachgehen wollen. Die Jäger hätten nämlich den Wald auch heute noch gerne für sich alleine, dementsprechend laufen Begegnungen zwischen Spaziergängern und Jägern oft sehr unerfreulich bis aggressiv ab: man wird – besonders am späteren Nachmittag oder in Begleitung eines Hundes – regelmäßig angepöbelt, was man denn hier zu suchen habe. Wege werden mit Ästen verrammelt oder Schilder aufgehängt, die besagen, daß man doch bitte gefälligst auf den Wegen zu bleiben habe... 34.000 Waidmänner und -frauen, also ganze zwei Prozent der NÖ Bevölkerung, befinden sich offenbar noch immer im Glauben, sie könnten 1,6 Millionen Einwohnern Vorschriften machen – leider oft gedeckt durch eine nicht weniger schwarze Landespolitik, welche sich die Jagdgesetze, die einem modernen Tier- und Umweltschutz meist diametral entgegenstehen, selber schreibt…

Dr. Plank abschließend: „Die „Normal“-Bevölkerung, also die 98% der Nicht-Jäger, erkennt immer mehr, welche Gefahren von den Jägern ausgehen, die viel zu sorglos im Umgang mit ihren Waffen sind und Unfälle verursachen, die nicht nur Wild- und Haustier-, sondern sogar regelmäßig Menschenleben kosten. Die Menschen erkennen, daß die Jagd eine reine Lustbefriedigung darstellt, die mit Natur- und Umweltschutz wenig zu tun hat: wie viele Tonnen giftiger Bleikugeln liegen in den Wäldern, welche Auswirkungen hat die Bejagung auf die Wildschweinpopulation (nämlich deren explosionsartigen Anstieg) und welche Auswirkungen haben die Tonnen von Mais, die in die Futterkrippen, praktischerweise immer nahe der Hochstände, gekippt werden (Krankheiten und langsames Siechtum des Rehwildes)? Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Jagd daher inzwischen ab, das ist keine „radikale Minderheit“ mehr, so oft das Landesjägermeister Josef Pröll auch behaupten mag.“

23.04.2018

Wieder neue Baustelle am Gnadenhof Hendlberg

Wie bereits mehrfach berichtet, hat uns der private Straßenbau durch unseren Gnadenhof in den letzten Jahren nicht nur viel Geld, Zeit und Nerven gekostet, sondern hatte sich – bedingt durch die Rüttelarbeiten an der Straße - der Zubau vom ANIMAL SPIRIT-Büro so sehr gesenkt, daß er jetzt - mitsamt dem Kamin - aus Sicherheitsgründen abgerissen werden mußte. Die Versicherung der Baufirma hat allerdings keinen Cent gezahlt, trotz unserer Eingabe vor Gericht!

Also haben wir das wohl oder übel wieder einmal selbst in die Hand genommen, den Altbau abgerissen, eine ordentliche Vertiefung fürs neue Fundament gegraben und heute mit fast 7 m3 Beton aufgefüllt. Dieser muß nun 4 Wochen „rasten“ und erst dann können wir mit den Aufbauarbeiten für den neuen Vorbau (als dringend benötigter Büro-Lagerraum) beginnen. „Mädchen für alles“ Peter (er ist gleichzeitig Vorstandsmitglied und arbeitet nun genau 10 Jahre unermüdlich am und für den Hendlberg) und sein Helfer Asamat leisten wie immer ganze Arbeit!

Wer uns bei dieser leider notwendig gewordenen neuen Investition unterstützen möchte und kann, kann das gerne HIER tun. Vielen Dank!

23.04.2018

Gnadenhof Esternberg: Kinder spenden für die Tiere

Gnadenhofleiterin Anita schreibt: „Schon als Kleinkind kam Christina D. aus der Gemeinde Esternberg regelmäßig mit ihrer Mama auf unseren Gnadenhof, weil sie die Tiere lieben, sie gerne streicheln und mit Leckerlis verwöhnen dürfen. Die Jahre gingen ins Land, Christina ist jetzt schon ein großes Mädchen, aber die Liebe zu den Tieren hat sich nur noch verstärkt.

Das Mädchen weiß, daß unsere Höfe auf Spenden angewiesen sind, deshalb hatte sie die Idee, in ihrer Werkstatt eine Spendenbox für Animal Spirit zu plazieren. Sie erzählte auch allen möglichen Leuten von dem Paradies, welches die Tiere am Gnadenhof genießen dürfen und konnte dadurch im Bekanntenkreis noch weitere Spenden sammeln.

Auch in der Volksschule machte sie ihre Mitschüler und die Lehrerin auf den Gnadenhof im Ort aufmerksam. Die Kinder besuchten uns also letzte Woche, sie waren alle begeistert und wollten sich ebenfalls an der Spendenaktion beteiligen: Stolze 300,- € hat die kleine Rasselbande so für uns sammeln können! Die Kinder strahlten vor Freunde, als sie uns das Geld persönlich überreichen durften. Auch unsere Tiere lieben Kinder und so bedankten sie sich quasi persönlich für die Hilfe, wie auf den Fotos gut zu erkennen ist…

Die Faszination, die Tiere auf den Menschen ausüben, ist einfach wunderbar, man kann es kaum in Worte fassen und für uns sind solche Tage immer sehr be-rührend.

Ein großes Dankeschön an die Kinder der 4. Klasse Volksschule Esternberg, der Lehrerin, der Mama Marianne und natürlich Christina!“

23.04.2018

In einem unserer letzten Newsletter haben wir bereits über den geplanten Bau einer weiteren Hühner-Massentierhaltungsanlage bei St. Valentin im westlichen Niederösterreich berichtet und auf die Petition dagegen bzw. die Homepage der Bürgerinitiative (www.wollen-wir-nicht.at) verwiesen: Der Abstand zu den Häusern wäre groß genug, um lästige Gerüche von den Anrainern fernzuhalten, so die behördliche Meinung zur geplanten Tierfabrik, wo dann neben dem Tierleid auch noch ca. 800 Tonnen Hühnermist pro Jahr anfallen würden.

Heute haben sich auch die Grünen NÖ in einer OTS-Aussendung dazu zu Wort gemeldet:

Helga Krismer: Geplanter Tierfabrik in St. Valentin den Hahn zudrehen

Grünen NÖ: Wir brauchen Alternativen zum Tierleid und mehr Schutz der AnrainerInnen

Durch die Errichtung einer Hühnermastfarm in St. Valentin würde eine Tierfabrik mit ca. 39.000 Hühnern auf einer Fläche entstehen. Die Klubobfrau der Grünen NÖ Helga Krismer dazu: „Die 39.000 Hühner werden mit gasbetriebener Heizung und Kraftfutter mit hoher Wahrscheinlichkeit mit gentechnikveränderten Soja gemästet. Der Druck auf Hühnermäster ist enorm: wenig Profit. Übrig bleibt die hohe Belastung durch Staub, LKW Transport und Tonnen von Hühnermist. Daß 2018 weiter in dieser Form produziert wird, ist ein Schildbürgerstreich.“ Die Grünen NÖ sehen einen klaren Trend zu immer größeren Ställen und Tierzahlen in der Landwirtschaft: Der Bauwerber, ein Landwirt, wünscht sich am Siedlungsrand liegenden Standort, rund 200 Meter von den nächsten Wohnhäusern entfernt, eine 100 mal 20 Meter große Halle auf seinem Grund und Boden, wo man ab der Fertigstellung in 7 Durchgängen pro Jahr jeweils ca. 39.000 Hühner zu mästen gedenkt (ab 40 000 Tieren hätte der Gesetzgeber eine Umweltverträglichkeitsprüfung verlangt).  

„Die Baubehörde ist die einzige Hürde und die braucht auf Emissionen nicht viel einzugehen. Die ÖVP in diesem Lande wehrt sich seit mehr als 10 Jahren gegen Verbesserungen für Mensch (AnrainerInnen) und Tier. Geht es nach schwarz-blau wird die Umweltverträglichkeitsprüfung noch lockerer (auch Masthühner ab 40.000) und Aufdecken von Tierleid wird ein Kapitalverbrechen. Es braucht daher einen radikalen Wandel in der Produktion tierischer Lebensmittel. In dieser Angelegenheit muß auch die NÖ Landesregierung dieser Massentier-Hühnerfarm in St. Valentin den Hahn zudrehen“, schließt Helga Krismer ab. 

16.04.2018

Frühlingserwachen auf den Gnadenhöfen…

Letztes Wochenende war ANIMAL SPIRIT-Obmann Dr. Plank wieder einmal zu Besuch auf unseren beiden oberösterreichischen Gnadenhöfen Esternberg und Engelberg (beide im Bezirk Schärding, Innviertel). So konnte er erneut miterleben, nicht nur wie wohl sich alle Tiere fühlen, sondern auch ihre ersten Stunden auf den frischen Frühlingsweiden. In Engelberg durften am Sonntag zunächst die vier großen Pferde Conner, Ozelot, Quider und Lara auf die Hausweide: ihre Freude über die frischen Gräser und die dazu gewonnene Freiheit war übergroß, wie man auf dem kurzen Video und den Fotos sehen kann. Nicht, daß sie den Rest des Jahres in einer Box eingesperrt wären – sie haben ja seit letztem Herbst die tolle Futterstation mit Bewegungsstall für die Senioren -, aber so eine große Naturweide ist halt doch etwas anderes…

Auch die sechs, noch etwas scheuen Kamerunschafe, die wir letzten Herbst aus verwahrloster Haltung befreit haben, freuen sich über das frische Grün, gemeinsam mit den restlichen 29 Schafen am Engelberg.

Übrigens – bereits jetzt zum Vormerken: für Sonntag, den 2. September planen wir hier unser erstes Hoffest, nähere Infos dazu werden folgen.