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z.B. 20/02/2019
20.02.2019

Gnadenhof Esternberg: Ochse Peter ist nun seine Sorgen los...

Wie berichtet kamen ja vor 3 Wochen nochmal drei große Rinder auf unseren Gnadenhof Esternberg in OÖ. Obwohl wir eigentlich schon übervoll sind, haben wir uns dazu entschlossen, sie aufzunehmen, nachdem die Besitzerin, welche die drei dereinst selbst vor dem Schlachter gerettet hatte, verstorben war. Mutterkuh Klara und Tochter Ophelia sind sehr friedlich und haben sich auch gleich in unsere Kuhherde integriert. Nicht so der Ochse Peter, der sich erst einmal Rangkämpfe mit unseren alten Ochsen Berti und Felix lieferte, etliche Kühe besprungen und so einige Unruhe in die Herde gebracht hat. Also haben wir uns entschlossen, ihn noch einmal nachkastrieren zu lassen, weil die Hoden seinerzeit nicht entfernt, sondern nur die Samenstränge gequetscht worden waren und somit offensichtlich noch einiges an Testosteron vorhanden war…

Gestern war dann der große Tag, an dem wir ihn vom Hoftierarzt in Narkose legen und (nochmals) kastrieren ließen. Er hat jetzt alles gut überstanden und wir hoffen, daß nun bald wieder Ruhe und Frieden am Gnadenhof einkehren wird. Sobald der Schnee weg ist, wollen wir auch mit dem Bau eines zusätzlichen Unterstands für die drei Neuen beginnen. Im Übrigen würden sich die drei - Klara, Ophelia und Peter – noch über je eine Patenschaft freuen! Näheres HIER, unter eva@animal-spirit.at oder (+43) 02774-29330. Vielen Dank!

20.02.2019

Gabys Gnadenhof braucht wieder dringend Hilfe!

Letztes Wochenende stattete ANIMAL SPIRIT-Obmann Dr. Plank dem privaten Gnadenhof von Gaby Teichmann in Maishofen (Salzburg) wieder einen Besuch ab. Gaby hat nicht nur mit dem heuer dort extrem schneereichen Winter zu kämpfen, sie muß jetzt auch noch die Futterknappheit, bedingt durch den letzten extrem trockenen Sommer, überstehen. Wir haben ihr diesen Winter ja schon zweimal eine Heulieferung zukommen lassen und erst kürzlich hat sie von einer anderen Tierfreundin nochmal eine teure LKW-Ladung aus Deutschland bekommen (in Österreich scheint es gar keines mehr zu geben!). Aber diese Fuhre reicht nur mehr für maximal einen Monat, um ihre mehr als 200 Tiere, darunter die meisten Huftiere (Pferde, Ponys und Esel), aber auch 5 gerettete Zeburinder, sowie etliche Lamas, Ziegen und Schafe, durchzubringen. Dazu gibt es noch jede Menge hungrige Katzen, auch solche, die von Nachbarhöfen zu ihr kommen, weil sie dort nichts zu essen bekommen…

Was nach diesem einen Monat werden soll, weiß sie nicht, denn der Winter dauert hier sicher noch bis Ende April, bis wieder ein bißchen frisches Gras wächst. Wer Gaby Teichmann also bei den derzeit sehr teuren Heukosten (gut das Dreifache des normalen Preises) unter die Arme greifen will, bitte gleich direkt mit ihr in Verbindung setzen (sie ist nur per Telefon erreichbar!): +43- (0) 650-9560158. Ihre Kontonummer, IBAN: AT51 2040 4006 0056 4260.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, im Namen all ihrer geretteten Tiere!

20.02.2019

EU-Parlament verlangt schärfere Regeln für Tiertransporte

www.sueddeutsche.de: Nachdem ein Bericht des EU-Agrarausschusses gravierende Verstöße beim Handel mit Tieren festgestellt hat, fordert das EU-Parlament schärfere Regeln für Tiertransporte.

Damit sich die Lage für die Tiere tatsächlich verbessert, müssten nun die Mitgliedsländer handeln. Tierschützer freuen sich über den Vorstoß und fordern, daß Deutschland die Transporte in Drittländer komplett verbietet.

Für Tierschützer ist es ein erster Erfolg: Das EU-Parlament hat am Donnerstag schärfere Regeln und mehr Kontrollen für Tiertransporte gefordert. Ein Bericht des Agrarausschusses hatte zuvor gravierende Verstöße im Handel mit Rindern, Schweinen, Schafen und anderen Tieren festgestellt, die oft über lange Strecken quer durch Europa und darüber hinaus verschickt werden.

Zwar ändert sich nun erst einmal nichts, jetzt sind Kommission und die Mitgliedsländer am Zug. Das Parlament will im Einzelnen die Transportbedingungen für Tiere verbessern, Kontrollen verschärfen und Transporte in Drittstaaten unterbinden, wenn dort EU-Bestimmungen nicht eingehalten werden. Zwar gelten europäische Vorschriften bis zum Zielort, etwa in der Türkei oder im Libanon. Was aber jenseits der Außengrenzen passiert, läßt sich in der Regel nicht kontrollieren.

Die Forderung, Tiertransporte auf maximal acht Stunden zu begrenzen, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagt Martin Häusling, Agrarexperte der Grünen im EU-Parlament. Der aktive Tierschutz müsse zurück auf die politische Agenda, verlangt die SPD-Europa-Abgeordnete Maria Noichl. Grüne, Sozialdemokraten, aber auch andere Parteien setzen sich für Verbesserungen ein. Widerstand kam dagegen aus den Reihen der konservativen EVP-Fraktion, zu der auch CDU/CSU gehören. Robert Habeck, Grünen-Chef im Bundestag, sieht nun die Bundesregierung in der Pflicht. "Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner muß sich in der EU und darüber hinaus für ein generelles Verbot des Exports von Tieren zur Schlachtung einsetzen", forderte er. Tierschützer lobten die Entscheidung.

Die Zustimmung des EU-Parlaments zeuge vom Veränderungswillen auf EU-Ebene, hieß es bei Pro Vieh. Deutschland müsse nun mit gutem Beispiel vorangehen und Tiertransporte in Drittländer ganz verbieten. Aus dem Agrarministerium hieß es, Klöckner mache sich auf EU-Ebene dafür stark, daß Schlachttiere nicht länger als acht Stunden transportiert werden. Zuchtverbände lehnen dagegen ein solches Exportverbot ab. Der Handel mit lebendem Zucht- und Schlachtvieh ist ein Milliardengeschäft, allein Deutschland exportierte 2017 Tiere im Wert von 1,3 Milliarden Euro.

Daß Tiertransporte 5000 Kilometer und mehr zurücklegen, ist keine Seltenheit. Auf langen Routen bekommen die Tiere kaum Pausen und werden oft nicht ausreichend versorgt. Tierschützer dokumentieren und monieren diese Mißstände seit Jahren und verlangen von der Kommission ein härteres Durchgreifen. Auch Tierärzte sehen Handlungsbedarf. Veterinäre in Bayern hatten sich zuletzt geweigert, Transporte in Drittländer wie Usbekistan zu genehmigen.

20.02.2019

Petition gegen das Robbenschlachten

Peta.de: Schon bald werden wieder Schiffe in See stechen, deren Passagiere böse Absichten verfolgen. In wenigen Wochen beginnt Kanadas jährliches Robbenschlachten. Viele der Robben, die dann getötet werden, haben gerade erst damit begonnen feste Nahrung zu sich zu nehmen oder schwimmen gelernt. Trotzdem werden sie vor den Augen ihrer verzweifelten Mütter erschossen oder kaltblütig erschlagen:

Im Frühling kommen die grönländischen Sattelrobben an Kanadas Küsten, um dort auf den Eisschollen ihre Babys zu bekommen. Gleichzeitig zieht dieses Ereignis Arbeiter einiger weniger Fischerei-Großunternehmen aufs Eis. Zehntausende der liebenswürdigen Tiere werden grausam erschlagen oder erschossen, um ihre Felle auf dem internationalen Pelzmarkt verkaufen zu können. Zumeist werden die Robbenbabys im Alter von höchstens drei Lebensmonaten abgeschlachtet. Einige Tiere werden angeschossen, können ins Wasser fliehen und verbluten dort. In der Regel werden die Tiere jedoch von den Robbenjägern erschlagen, doch auch das gelingt nicht immer. Die Jäger zertrümmern ihre Augen, Wangen oder den Mund und ziehen sie dann an Schiffshaken über das Eis und häuten sie häufig sogar bei lebendigem Leib!

Unterzeichnen Sie HIER die Petition!

20.02.2019

Notfall: Blinde Hündin Mazika!

Folgenden Hilfs-Aufruf haben wir kürzlich wieder hereinbekommen: „Ich bin Rentnerin und lebe in Ungarn, durch meinen Tierarzt hat es sich im Laufe der Zeit ergeben, daß ich immer wieder verwaiste Welpen aufziehe. So kam auch Mazika zu mir, ein Tierheim wußte nicht wohin mit ihr, da sie kurz nach der Aufnahme Babys bekam. Ich habe sie in meinen Haushalt aufgenommen. Nur ist Mazika leider nicht sehr sozial. Wir leben hier seit 8 Monaten im Ausnahmezustand. Ich habe es einige Zeit immer wieder versucht, aber es ist nicht machbar und Mazika ist bisher leider auch nicht vermittelbar. Wir sind alle komplett überfordert. Mazika kann mit meiner Hündin überhaupt nicht, sie regt sich schon auf, wenn sie sie draußen nur Wasser trinken hört und den Kater hat sie zum Fressen gern… Ich weiß mir keinen Rat mehr, möchte sie aber auch nicht in ein ungarisches Tierheim geben, weil sie da als blinder Hund völlig fehl am Platze wäre.

Mazika ist geschätzte 6 bis 10 Jahre alt. Kommt mit Rüden gut zurecht, nur Katzen und Hündinnen mag sie nicht. Sie selbst kommt mit ihrer Blindheit sensationell zurecht, sie fängt sogar Häppchen aus der Luft. Sie ist ansonsten eine liebe Hündin, aber hier bei mir eine Katastrophe und meine Nerven schleifen langsam am Boden. Mazika ist medizinisch voll versorgt, ich habe sie kastrieren und ihre leere Augenhöhle verschließen lassen. Laut Tierarzt kann das verbliebene Auge so bleiben. Natürlich würde ich für die Kosten der Reise aufkommen."

Nähere Infos & Kontakt: Karin Stilhoff
Email: karin_stilhoff@yahoo.com
Tel.: 0036 31 330 76 54

10.02.2019

Den vier Lämmern am Gnadenhof Engelberg geht’s gut!

Wie im letzten Newsletter berichtet, freuen wir uns ja derzeit auf unserem Gnadenhof Engelberg in OÖ über vierfachen Lämmer-Nachwuchs. Zwar unerwartet und keineswegs geplant – die Schafe hatten wir im Herbst vor dem Schlachter gerettet und von einer Alm übernommen (siehe HIER), wo leider auch ein unkastrierter Bock dabei war –, aber dennoch höchst allerliebst, wie sich die vier Kleinen nun ihres neuen Lebens freuen: der schwarze „Rüdiger“, die gescheckte „Elisa“ und die beiden jüngsten weißen Zwillinge „Franzl und Sissy“. Franzl, der kleinste von allen, braucht noch zusätzliche Flaschenmilch und ist daher – wie auch Rüdiger – sehr menschenbezogen. Rüdiger ist zwar inzwischen schon recht groß und kräftig, trinkt auch schon regelmäßig bei Mutter „Wilma“, aber jedesmal wenn Tierpflegerin Marion mit dem Fläschchen für Franzl ankommt, stürmt er gleich herbei, weil er meint, er bräuchte auch noch seinen Anteil…

Elisa kann sich mittlerweile schon über eine Patenschaft freuen, Rüdiger, Franzl und Sissy warten aber noch. Wie wär´s z.B. mit einem passenden Valentinsgeschenk für nächste Woche – quasi ein lebendes Lämmchen statt absterbender Blumen aus Afrika? Ein Geschenk, das sogar sein ganzes Leben auf einem Vorzeige-Gnadenhof verbringen darf, ohne jemals Angst vor einem tagelangen Transport und dem Schlachtmesser – wenn nicht sogar dem grausamen Schächttod (s.u.) – haben zu müssen!?

Rüdiger, Franz uns Sissy würden sich daher sehr über eine Patenschaft freuen! Egal ob online, per email an eva@animal-spirit.at oder per Telefon: (+43) 02774-29330. Vielen Dank!

10.02.2019

www.maz-online.de: Unbekannte schächten fünf trächtige Schafe – Kamera filmt alles

Ein unfaßbares Verbrechen: Fünf trächtige Schafe haben Unbekannte auf einer Weide bei Klein Ilsede (Niedersachsen) auf brutale Weise mit Messern geschlachtet, das Fleisch in Müllsäcken davon geschleppt. Bilder einer Überwachungskamera zeigen die Täter. Besitzerin Pia Braune stellte die grausame Tat am darauffolgenden Morgen fest: Die Überreste der Tiere fand sie in einem nahegelegenen Graben.

Braune betreibt seit 2015 eine Hobby-Schafzucht, zu der bis vor kurzem noch 13 Tiere gehörten – nach der Tat am vergangenen Freitagabend sind nur noch acht übrig. Ohne Betäubung schnitten die drei Täter den Tieren die Kehlen durch und schnitten das Fleisch heraus, das sie in Säcken davon schleppten.

Bereits Schafe von der Weide gestohlen

Braune vermutet, daß die Täter wußten, was sie tun: Die Überreste der Tiere ließen auf eine professionelle Vorgehensweise schließen. „Außerdem müssen sie zumindest nach der ersten Schlachtung gesehen haben, daß die Schafe trächtig waren. Den Tieren selbst konnte man es noch nicht wirklich ansehen, in zwei Monaten sollten die Lämmer geboren werden“, so Braune.

Es war nicht das erste Mal, daß Braune den Verlust von Schafen zu beklagen hat: Bereits im August 2016 war eines ihrer Tiere von der Weide spurlos verschwunden, zwei weitere mußte die Besitzerin im vergangenen April als gestohlen melden – deshalb hatte sie auch eine Überwachungskamera installiert.

„Diesmal allerdings haben die Täter die Schafe direkt vor Ort geschlachtet“, schildert Braune. „Ganz offensichtlich haben sie das Fleisch mitgenommen, die Überreste wie die Köpfe und Eingeweide haben sie in einem Graben nahe der Weide entsorgt.“

Frage zum Schluß: Könnte es sich bei diesen "Unbekannten" etwa (wieder) um muslimische „Kulturbereicherer“ handeln, bei denen das betäubungslose Schächten zum „normalen Alltag“ gehört? Siehe auch unsere Petition „Ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens!

10.02.2019

Tiertransporte D: Im letzten Newsletter haben wir darüber berichtet, daß eine Bayerische Stadt Tiertransporte in ferne Länder verweigert. Jetzt war darüber auch ein TV-Bericht im Bayerischen Rundfunk: www.br.de/mediathek

Revolte der Tierärzte: Rotes Licht für Tiertransporte ins Ausland: Eine trächtige Kuh sollte von Niederbayern aus 5.000 Kilometer bis nach Usbekistan transportiert werden. Schluß damit, sagte der Landshuter Landrat und stoppte den Export. Ein Novum! Auch in Zukunft wolle das Amt die Transporte nicht mehr genehmigen, da für die Amtsveterinäre klar ist, daß beim Transport von lebenden Tieren der Tierschutz regelmäßig auf der Strecke bleibt. Der Zuchtverband möchte weiter für die lukrativen Exporte von Schlacht- und Zuchtvieh kämpfen - und verhängte erstmal ein allgemeines Redeverbot.

Siehe auch: www.bauernzeitung.ch: Tierärzte fordern Moratorium für Tiertransporte nach Drittstaaten

sowie www.stuttgarter-nachrichten.de: Mehr Verstösse bei Tiertransporten

10.02.2019

Mysteriöses Vogel- und Bienensterben durch geplanten 5G-Mobilfunknetz-Ausbau?

Bereits mehrmals haben wir in unseren Newslettern auf die (un)absehbar schädlichen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt durch den massiv geplanten Ausbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes hingewiesen (siehe "Tödlicher Mobilfunk" und "100e Vögel sterben"). Viele weitere Berichte im Internet bestätigen das: 5G ist der gravierendste Eingriff des Menschen in die Natur in der gesamten Menschheitsgeschichte! Durch die exponentielle Erhöhung der Strahlenbelastung ist nicht nur unsere körperliche Unversehrtheit dramatisch bedroht, sondern sie ist auch Türöffner für die Totalüberwachung der Menschheit...

Siehe www.kla.tv/13829 : Dieser zweite Weckruf zeigt an sieben konkreten Beispielen ein stetig wiederkehrendes Muster auf: Schädigungen durch Mobilfunkstrahlung werden trotz unbestreitbarer Faktenlage von der Mobilfunklobby, Politik und Medien kategorisch abgestritten. Offensichtlich sollen Schäden durch Mobilfunkstrahlung nicht ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Siehe auch www.kla.tv/13770 .

10.02.2019

Ich bin es, der Fisch: So viel Selbstbewußtsein verstört Forscher

diepresse.com: Der Putzerfisch erkennt sich offenbar selbst im Spiegel. Das wirft unsere Hierarchie der geistigen Fähigkeiten von Tieren über den Haufen.

Von Karl Gaulhofer
Am Anfang taten die Tiere noch das, was die Wissenschaft von ihnen erwartete. Die Gemeinen Putzerfische attackierten ihre Konterfeis im Spiegel, den das deutsch-japanische Zoologenteam ins Aquarium gestellt hatte. Bald aber realisierten sie, daß der vorgespiegelte Artgenosse kein Eindringling in ihren Schwarm war. Und führten seltsame Tänze auf: Manche drehten sich kurz um, mit dem Bauch nach oben, was sonst kein gesunder Fisch macht. Ganz so, als wollten sie testen, ob das Spiegelbild die Bewegung mit vollzieht – Grimassen oder Gesten fallen dafür bei ihnen ja aus. In einer dritten Phase verharrten sie dann ganz ruhig vor dem Spiegel und schauten sich selbst lange an.

Wirklich „sich selbst“? Um das zu klären, injizierten ihnen die Forscher ein wenig Farbe unter die Haut, an einer für sie nicht sichtbaren Stelle. Der braune Fleck sah aus wie die Parasiten, die der Putzerfisch sonst von der Haut von Wirtsfischen putzt. Was machten sie, als sie den Fleck im Spiegel entdeckten? Sie drehten sich immer wieder in eine Position, in der sie ihn gut betrachten konnten, und schwammen dann zum rauhen Beckengrund, um ihn von der Kehle oder der Seite wegzukratzen. Die Forscher aber kratzten sich am Kopf. Sie waren verwirrt. Denn das mit dem Farbfleck gilt als Lackmustest dafür, ob ein Tier sich selbst erkennt, so wie wir Menschen. Nur eine Handvoll Arten besteht den Test: Menschenaffen, asiatische Elefanten, Delphine und Elstern (als einzige Vögel). Es sind Tiere mit bekannt hoher Intelligenz. Alle anderen fallen durch, auch viele Affen oder die sonst so schlauen Papageien, die sogar ansatzweise logisch denken können. Rotkehlchen etwa hören nicht auf, mit dem Schnabel wütend auf den Spiegel zu hämmern. Hunde und Katzen sind erst verwirrt über das Spiegelbild, später ignorieren sie es. Und Fische? Sie gelten unter den Wirbeltieren, salopp gesagt, nicht gerade als die Hellsten. Daß nun ein sozial kompetenter, aber sonst unauffälliger kleiner Knochenfisch alle Phasen des Tests besteht und sich funktional genauso verhält wie hochentwickelte Menschenaffen, wirft die von der Biologie entworfene kognitive Hierarchie über den Haufen. Man merkt den Autoren der Arbeit (Plos Biology, 7. 2.) an, daß sie ihrer eigenen Entdeckung nicht so recht trauen.

Elefantenkuh als Verkehrspolizistin

Zum Abschluß ein wunderschönes Kurzvideo, wie eine asiatische Elefantenkuh „Verkehrspolizistin“ spielt, um ihre Familie sicher über eine Autostraße zu geleiten!

01.02.2019

Rettung einer Rinderfamilie und zweier Ziegen am Gnadenhof Esternberg

Gnadenhofleiterin Anita schreibt: „Kuhmutter Klara, der Vater Peter (mittlerweile kastriert) und Nachwuchs Ophelia führten ein beschauliches und artgerechtes Leben bei einer religiösen Gemeinschaft im Ostallgäu. Das Schicksal – nämlich das Ableben der Gründerin und Obfrau - setzte dem Leben im Einklang mit Natur und Schöpfung für die dort lebenden Menschen und Tiere ein trauriges Ende: der Hof muß jetzt verkauft werden, Mensch und Tier brauchen eine neue Unterkunft. Der größte Wunsch der Gemeinschaft war ein gesichertes Leben für ihre geliebten Tiere auf dem Gnadenhof ANIMAL SPIRIT in Esternberg, wo bereits der sanftmütige riesige Ochse Berti lebt, den die Gemeinschaft im Jahr 2006 vor dem Schlachthaus bewahrte und zu uns brachte.

Das ist nun eine sehr große Herausforderung für das gesamte Team in Esternberg. Wir haben lange überlegt, wie wir diese – wegen des akuten Platzmangels - nicht ganz einfache Aufgabe lösen könnten. Die Rinder sind keinen Offenstall gewöhnt, und wir könnten sie erst im Frühjahr zu unserer übrigen Rinderherde übersiedeln. Immerhin haben Klara, Peter und Ophelia eine Erbschaft mitbekommen, mit dem Geld muß jetzt der bestehende Kuhstall erweitert und saniert werden.
Bei widrigsten Witterungsverhältnissen traf das Rinder-Trio letztes Wochenende in Esternberg ein. Die Entladung gestaltete sich sehr turbulent und gefährlich, letztendlich hat aber alles gut geklappt. Klara, Peter und Ophelia haben vorläufig einen großen isolierten Stall, ein warmes Strohbett, duftendes Heu und frisches Wasser. Den Mitarbeitern gilt hier ein besonderer Dank, sie haben sehr viel Arbeit auf sich genommen, damit die Tiere gerettet werden konnten.“

Klara, Peter und Ophelia würden sich sehr über Patenschaften freuen.

Auch die Ziegen Ottilia und Viola kamen kürzlich nach Esternberg:

Ottilia und Viola wurden vor Jahren von den Vorbesitzern vor dem Schlachter gerettet. Sie führten ein gutes Leben bei tierlieben Menschen, wo sie eigentlich bis zu ihrem Lebensende bleiben sollten. Nachdem die tierliebe Vorbesitzerin verstarb, mußte auch für die beiden ein neuer Platz gefunden werden – und der fand sich ebenfalls am Gnadenhof Esternberg, nachdem dies auch ihr letzter Wunsch war.

Auch Ottilia und Viola würden sich über eine Patenschaft sehr freuen.

01.02.2019

Mittlerweile vierfacher Lämmer-Nachwuchs am Gnadenhof Engelberg

Wie im letzten Newsletter berichtet, wurden unsere Mitarbeiterinnen auf unserem dritten Hof Engelberg mit 2 Lämmer-Geburten von den geretteten Schafen überrascht. Inzwischen hat uns noch ein drittes Mutterschaf - Renate - von dieser Almweide (siehe 6 Schafe gerettet) junge Lämmchen geschenkt, u.z. sogar Zwillinge! Wir haben die beiden Franz und Sissy getauft… Noch sind sie ein bißchen schwächlich und werden daher von den Tierpflegerinnen Marion und Manuele fürsorglich - zusätzlich zur Muttermilch - mit der Flasche aufgezogen. Außerdem dürfen sie sich hin und wieder in der guten Stube des Wohnhauses aufwärmen.

Die beiden „Erstgeborenen“ Rüdiger und Elisa sind inzwischen schon sehr munter und übermütig, wurden von ihren Erstlingsmüttern – durch unsere „Nachhilfe“ – angenommen und laufen lustig in der großen Schafherde mit. Bleibt zu hoffen, daß uns nicht auch noch das vierte Schaf von dieser Almweide mit weiterem Nachwuchs „beglückt“…

Auch Franz uns Sissy würden sich natürlich sehr über eine Patenschaft freuen!

01.02.2019

Mietfrei wohnen am Gnadenhof Animal Spirit in OÖ, Nähe Passau, gegen Mithilfe

Wir suchen eine/n tier- und menschenfreundliche/n, rüstigen Pensionisten/in (Rentner/in) für unseren ANIMAL SPIRIT-Gnadenhof Esternberg. Die Aufgabe würde lediglich darin bestehen, am Hof zu wohnen und zu leben, und gelegentlich auch mal (über Nacht) alleine auf das Gehöft aufzupassen. (Die Tiere werden selbstverständlich tagsüber von unseren TierpflegerInnen versorgt). Gelegentliche freiwillige Mithilfe bei leichteren Arbeiten würde ebenfalls gerne gesehen.

Wir stellen ein uriges Zimmer (ca. 25 qm) im Nebengebäude mit Gewölbedecke, Zentralheizung und gemütlichen Holzofen zur Verfügung. Darunter befindet sich ein eigenes Badezimmer mit Dusche und WC. Im Haupthaus gibt es eine große Gemeinschaftsküche, es besteht aber auch die Möglichkeit eine Kochgelegenheit im Zimmer oder Vorraum einzubauen.

Wir haben an eine/n Mitbewohner/in gedacht, der/die das Leben auf dem Land schätzt, Ruhe und Einsamkeit liebt und mit einer einfachen Unterkunft zufrieden ist. Es sollte die „Chemie“ für beide Seiten gut passen.

Wir freuen uns auf Deinen Anruf: Gnadenhofleiterin Anita: +43 676 4000 940 oder Mail an anita@animal-spirit.at

Gnadenhof Animal Spirit, A-4092 Esternberg, Schacher 9

01.02.2019

Mutige Entscheidung einer bayerischen Amststierärztin, an der sich viele - va. auch österreichische - Kollegen ein Beispiel nehmen sollten!:

www.nordbayern.de: Bayerische Stadt verweigert Tiertransporte in ferne Länder

"Es ist Tierquälerei, wenn Rinder Tausende Kilometer transportiert werden"

LANDSHUT - Immer wieder werden Rinder, Kühe oder Schweine quer durch Europa transportiert, um dann geschlachtet zu werden. Das Veterinäramt im niederbayerischen Landshut will der Praxis jetzt einen Riegel vorschieben - und hofft auf Rückendeckung der Regierung.

Es sollte nach Usbekistan gehen, eine Reise von 5000 Kilometern - eine Reise quer durch Europa. Doch das Veterinäramt im niederbayerischen Landshut stoppte den Transport einer trächtigen Kuh aus ihrem Zuständigkeitsgebiet in den zentralasiatischen Staat. "Für mich ist es Tierquälerei, wenn Rinder aus unserer Region mehrere tausend Kilometer transportiert werden, um dann in Ländern geschlachtet zu werden, in denen es keinen Tierschutz gibt", sagt Peter Dreier dem Bayerischen Rundfunk (BR). Er ist Landrat des Landkreises Landshut - und will künftig keinen solcher Transporte mehr genehmigen.

Konkret heißt das, man verweigere das sogenannte "Vorzeugnis", also die Zulassung. Entsprechende Anweisungen werde man in Zukunft nur noch auf Anweisung des zuständigen Umweltministeriums ausstellen. "Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber hat mir zugesichert, daß sich sein Haus der Angelegenheit annehmen wird", sagt Dreier dem BR. 

Machen sich Amtstierärzte strafbar? 

Immer wieder geraten solche Tiertransporte in die Kritik. Wie der BR berichtet, sehen Experten besonders die Schlachtung in der Türkei, im Nahen Osten, den Mahgreb-Staaten und asiatischen Nachfolgestaaten sowie der ehemaligen Sowjetunion mit Skepsis. Dort gebe es kaum Auflagen, die Tötung der Tiere finde oft unter "tierquälerischen Bedingungen statt".

"Für die Amtstierärztin/den Amtstierarzt die/der einen Tiertransport in ein solches Land (…) genehmigen soll, stellt sich deswegen die Frage, ob sie/er mit dieser Amtshandlung nicht eine Beihilfe dazu leistet, daß an den Tieren - wenn auch erst in einiger räumlicher Entfernung und mit einer mehr oder weniger großen zeitlichen Distanz - der Strafbestand der Tierquälerei verwirklicht wird", zitiert der BR etwa aus dem Fachblatt Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle. Eben jene juristische Einschätzung ist aber umstritten. 

Zuchtverband kündigt Widerstand an 

2015 urteilte der Europäische Gerichtshof, daß Unternehmer auch auf außereuropäischen Teilstrecken an die EU-Transportverordnung gebunden sind. Konkret geht es dabei um Futter- und Ruhezeiten für die Tiere. Im Landshuter Fall regt sich bereits jetzt Widerstand. Wie der BR berichtet, hat der Zuchtverband Mühldorf, der die Kuh exportieren wollte, juristische Schritte angedroht. "Wenn die Auflagen zum Export erfüllt sind, müsse dieses Vorzeugnis auch ausgestellt werden", wird dort Josef Frank vom Zuchtverband zitiert. Das Tier sei auch kein Schlacht-, sondern ein Zuchttier gewesen. 

Siehe auch www.idowa.de

01.02.2019

www.merkur.de: Jagdhunde hetzen Fuchs in Garten

Eine Drückjagd (Treibjagd) führte bis in einen Garten. Ein schwer verletzter Fuchs wurde von Hunden bis dorthin gejagt. Der Jagdverband wehrt sich gegen Vorwürfe.

Geradezu vernichtend für die Jäger-Seite war die Resonanz auf die Drückjagd bei Kerschlach (Deutschland), über die merkur.de berichtet hatte. Dabei hatte eine Meute Hunde einen verwundeten Fuchs bis auf ein Privatgrundstück verfolgt. Florian Pfütze, Vorsitzender des Kreisjagdverbands Weilheim, wehrt sich nun gegen die Vorwürfe. Es täte ihm für Andreas Nicolai Nemitz leid, daß er das habe sehen müssen, hatte Florian Pfütze gesagt. Aber auch: „Was dort stattgefunden hat, ist in Ordnung.“ Wovon Pfütze sprach, war die aus dem Ruder gelaufene Drückjagd in Kerschlach (Pähl), bei der ein Fuchs bis auf das Grundstück von Andreas Nicolai Nemitz verfolgt worden war. Ob erst die Hunde den Fuchs verletzten oder ob er bereits bei der Jagd angeschossen worden war, darüber gehen die Meinungen auseinander. Fest steht nur: Nemitz hat Anzeige erstattet.

Nach der Drückjagd: Kritik an der Jagd auf Füchse an sich

„So etwas Schreckliches habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt“, hatte Nemitz gesagt. Auch viele Leser zeigten sich nach dem Bericht schockiert über den Vorfall. Kritisiert wird vor allem die Jagd auf Füchse als solche. Pfütze hatte diese damit gerechtfertigt, daß die Verbreitung des Fuchsbandwurmes bekämpft werden solle. Leser verweisen dagegen auf Studien, die zeigen, daß Impfköder viel effektiver sind. Von Schonzeit nicht eingehalten bis zur Lust am Töten reichten die Vorwürfe.

Pfütze will das so nicht stehen lassen. „Es tut uns furchtbar leid, aber wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein“, sagt Pfütze. Und: „Was die Hunde geleistet haben, ist in Ordnung. Sie haben ein krankes Tier gestellt und wollten es von seinem Leid erlösen“, sagt er, auch wenn ihm klar sei, daß er nicht vor Ort gewesen sei. Doch die Hunde seien eine eingespielte und „anerkannte Meute gewesen, die wußte, was sie tut“, da habe er sich informiert. [...]

Kommentar vom „Aktionsbündnis Fuchs“:

Nachdem bekannt wurde, daß eine Drückjagd kürzlich in den Privatgarten eines Kerschlachers geführt hatte und ein Fuchs schwer verletzt wurde, meldet sich jetzt das „Aktionsbündnis Fuchs“ zu Wort. Dabei handelt es sich um eine bundesweite Initiative von mehr als 60 Tier- und Naturschutzorganisationen, so die eigene Beschreibung: „Der Fall des mutmaßlich angeschossenen und anschließend von einer Jagdhundemeute gehetzten Fuchses in Kerschlach dokumentiert für alle sichtbar, was in der Treib- und Drückjagdsaison an der Tagesordnung ist. Wäre das Füchslein im Wald gestellt und dort umgebracht worden – wie es vielen seiner Artgenossen ergeht -, hätte niemand davon erfahren.

In der Art und Weise, wie die Jäger diesen Vorfall nun herunterspielen, wird deren Gesinnung deutlich: Man bedauert nicht etwa, daß der Fuchs angeschossen und in Todesangst von der Hundemeute völlig unkontrolliert und außerhalb des Drückjagdgebiets gehetzt und attackiert wurde. Man bedauert nicht, daß er leiden und in Panik und großen Schmerzen um sein Leben laufen mußte, bevor er schließlich doch getötet wurde. Man bedauert lediglich, daß „Außenstehende den Vorfall in Kerschlach hätten miterleben müssen“. Das sei „unschön“, aber etwas „was dort stattgefunden hat“, sei nicht gesetzeswidrig und „in Ordnung“. Hier fehlt jegliches Mitgefühl, Einsehen oder Schuldbewußtsein; es geht den Jägern lediglich um ihr Image. Das Handeln wird nicht hinterfragt und solange kein “Außenstehender“ Zeuge dessen ist, was die Jäger so treiben, stört es offenbar auch niemanden.

24.01.2019

Lämmer-Nachwuchs am Gnadenhof Engelberg

Vorgestern wurden wir auf unserem Gnadenhof Engelberg, OÖ, von einer unerwarteten Lamm-Geburt überrascht: Das Mutterschaf „Wilma“, welches wir erst letzten Oktober gemeinsam mit 5 weiteren Schafen von einer Salzburger Alm vor dem Schächt-Tod gerettet hatten hat uns ein rabenschwarzes männliches Lämmchen geboren. Wir haben es „Rüdiger“ getauft.

Mitarbeiterin Manuela schreibt dazu: „Da ging ich wie jeden Morgen in den Schafstall, um die Tiere zu füttern und nach dem Rechten zu sehen und traute meinen Augen nicht, als ein kleines schwarzes Lämmchen vor mir im Heu lag. Ein zartes "Määh" überzeugte mich davon, daß es echt sein mußte. Sofort waren die fürsorglichen Kamerunschaf-Tanten zur Stelle und leckten es trocken – die eigentliche Mama war sichtlich ratlos, was sie mit dem kleinen blökenden Bündel anfangen soll und kümmerte sich erst mal nicht. Wir haben Wilma dann festgehalten und dem kleinen Rüdiger gezeigt, wo er was zu trinken bekommt. Am zweiten Tag verlor er leider das Interesse am Saugen und darf sich nun stundenweise bei einem Fläschchen Ersatzmilch im Wohnhaus aufwärmen. Am dritten Tag erwachte in Wilma langsam der Mutterinstinkt und mittlerweile kümmert sie sich um ihn und das Säugen klappt auch wieder.

Letzten Herbst wurde uns versichert, daß die weiblichen Schafe mit keinen unkastrierten Böcken zusammen waren, aber das war entweder gelogen oder die Natur hat sich selbst ihren Weg gebahnt. Denn zwei Tage nach Rüdigers Geburt – also heute - hatte ich ein Déjà-vu: Wieder am frühen Morgen ein hell klingendes "Määäh" aus der Ecke. Auf wackeligen Beinen kommt mir ein noch verschmiertes schwarz-weißes Lämmchen entgegen. Mutter Helene zeigt zum Glück sofort Interesse und so bekommt ihr Baby zeitnah die so wichtige Erstmilch.“

Das zweite (weibliche) Lämmchen hat noch gar keinen Namen, aber wenn jemand dafür – oder auch für Rüdiger - eine Patenschaft übernehmen will, darf er/sie gerne den neuen Namen aussuchen! Vielen Dank

24.01.2019

Jahresrückblick 2018

Anfang kommender Woche geht wieder unser Jahresbericht 2018 zur Post, aber schon jetzt ist er online zu sehen, siehe: https://www.animal-spirit.at/themen/aussendungen

In diesem Jahresrückblick können Sie nachlesen, was wir im letzten Jahr alles mit den  Spenden unserer Mitglieder und Förderer erreichen konnten. Und wir möchten Sie darüber informieren, was wir 2019 alles vor haben. An erster Stelle steht natürlich wie immer die Versorgung der Tiere auf unseren drei Gnadenhöfen. Die Fohlenrettungs-Aktion im Herbst wollen wir unbedingt wieder durchführen, auch das Projekt „Tierschutz im Unterricht“ muß weiterlaufen und die Arbeitsesel in Ägypten und Streunerhunde in Sri Lanka wollen wir ebenfalls nicht ihrem Schicksal überlassen.

Damit wir unser umfangreiches Arbeitsprogramm auch umsetzen können, werden wir wieder die Unterstützung vieler TierfreundInnen brauchen. Bitte helfen Sie uns auch weiterhin dabei, damit wir unsere vielfältige und erfolgreiche Arbeit für die Mitgeschöpfe auch heuer mit vollem Elan weiterführen können! Vielen Dank und nochmals das Beste für 2019.

Ihr Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann

24.01.2019

Buchvorstellung: „Konkurrierende Staatsziele – Religionsfreiheit vs. Tierschutz“, von Volker Mariak

Der deutsche Autor Volker Mariak ist Diplom-Soziologe, engagiert sich seit langem für das Staatsziel Tierschutz und beschäftigt sich intensiv mit dieser Thematik. In seinem neu aufgelegten und stark erweiterten Buch „Konkurrierende Staatsziele – Religionsfreiheit vs. Tierschutz“ (Verlag tredition, ISBN 978-3-7469-7640-2) möchte er einen Einblick in die wichtigsten Argumente der Schächt-Problematik ermöglichen, Beispiele des Alltags darstellen und Fragen aufwerfen, die die Schwächen der aktuellen rechtlichen Vorgaben zum Schächten aufzeigen. Auch widmet er der Teilnahme von Minderjährigen an rituellen Schächtungen ein ausführliches Kapitel, in dem sogar ein Artikel über den „SOS Kinderdorfausflug zum Schächten auf Schlachthof“ in Niederösterreich vom 31. August 2018 Erwähnung findet - als brisantes Beispiel für die dringende Notwendigkeit, daß sich Kinder- und Jugendschutz damit auseinander setzten müssen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir nochmals auf unsere letzten August online gestellte Petition für ein ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens, die noch einige Wochen unterschrieben werden kann, bevor wir sie dann – jedenfalls vor dem nächsten Schächt-Opferfest - offiziell an die Regierung übergeben werden, siehe HIER

24.01.2019

www.addendum.org: Woher kommt unser Fleisch?

In Zeiten, in denen die großen metaphysischen Ideen der Religion und der Philosophie ihre Rolle als Sinnstifter menschlicher Existenz eingebüßt haben, messen immer mehr Menschen ihren praktischen Lebensvollzügen quasireligiöse Bedeutung bei: Essen, Sexualität und Sport werden zu raffinierten Bedeutungssystemen ausgebaut, mit strengen Regeln und unterschiedlichen Formen der Observanz, ganz wie früher die Religionen. Dabei hat gerade das Essen immer auch in der Religion eine Rolle gespielt, kaum eine kommt ohne spezifische Speisevorschriften aus, Christen glauben sogar daran, ihren Gründer und Heiland wöchentlich in zweierlei Gestalt zu sich zu nehmen.

Innerhalb der Speisevorschriften hat Fleisch immer eine Sonderrolle eingenommen. Es war neben Kräutern und Gemüse das Hauptnahrungsmittel des steinzeitlichen Jägers und Sammlers, mit der Seßhaftwerdung des Menschen änderte sich seine Beziehung zum Tier: Es wurde vom Hauptnahrungsmittel zum Haus- und Nutztier, der Fleischkonsum sank in der Ackerbau-Gesellschaft. Angezogen hat der Fleischverbrauch erst wieder mit der Industrialisierung, die ab dem späten 19. Jahrhundert auch die Lebensmittelproduktion umfaßte.

Die Art und Weise der Fleischerzeugung – von der Massentierhaltung über unhaltbare Zustände im Tiertransportwesen bis zum Grauen der Schlachthöfe0 – hat immer wieder auch literarische Kritiker auf den Plan gerufen. Upton Sinclair verarbeitete seine Recherchen über die Zustände in der Fleischindustrie Chicagos in seinem 1906 erschienenen Buch „The Jungle“; im Zentrum steht die Beschreibung der Produktionsbedingungen am Fließband. Sinclair deckte eklatante Mängel im Bereich der Hygiene auf, und seine Aufdecker-Arbeit trug Früchte: Der Kongreß verabschiedete den „Federal Meat Inspection Act“, der strengere Hygienevorschriften vorsah.

Etwas mehr als hundert Jahre später verzeichnete Jonathan Safran Foer (er hatte zuvor mit seinem Osteuropa-Roman „Everything Is Illuminated“ für Furore gesorgt, sein aktueller Roman heißt „Here I Am“) einen ähnlichen Erfolg. Aus Anlaß der Geburt seines Sohnes beschäftigte er sich mit der Frage, wie man ein Kind unter zeitgenössischen Bedingungen angemessen ernähren könne. Seine Rechercheergebnisse faßte er in einem 2009 auf Englisch („Eating Animals“) und 2010 auf Deutsch („Tiere Essen“) erschienen Buch zusammen, von dem man ohne Übertreibung wird sagen können, daß es den zunehmend fleischlosen Zeitgeist des jüngeren, urban-intellektuellen Milieus mitgeprägt hat.

Flächendeckend ist zwar ein gewisses Unbehagen an den Bedingungen der Massentierhaltung und den Bedingungen in den industriellen Schlachtbetrieben geworden, eine flächendeckende Abkehr vom Fleischkonsum ist freilich nicht zu erkennen, eher im Gegenteil: Seit den fünfziger Jahren ist der Fleischkonsum in Österreich stark gestiegen. Heute werden in Österreich pro Kopf jährlich mehr als 60 Kilo Fleisch konsumiert. Das hat damit zu tun, daß es so billig ist, viel zu billig, wie Kritiker betonen.

Unser Rechercheteam hat sich alle Stationen der Fleischerzeugung vom Bauernhof über den Transport bis zur Schlachtung und darüber hinaus zur Verarbeitung angesehen. Die Kollegen haben viele Gespräche geführt, Zahlen zusammengetragen und Bilder eingefangen. Auch die Frage, ob Wild das bessere Bio-Fleisch sein könnte, wurde nicht ausgelassen. Auf diese Weise ist eine umfassende Dokumentation entstanden, die sich keiner Lebensweise verschreibt – auch Jonathan Safran Foer ruft übrigens in seinem sehr Fleisch-kritischen „Tiere Essen“-Buch nicht dezidiert zum Vegetarismus auf –, die aber den Leserinnen und Lesern eine ausgewogene Grundlage für eigene Ernährungsentscheidungen liefern sollte.

Mahlzeit. 

24.01.2019

Erinnerung: CIWF-Petition zur Abschaffung der Käfighaltung in Europa

Wie Sie wissen, ist Käfighaltung grausam und Sie wissen vielleicht bereits, daß in Europa über 300 Millionen Tiere gezwungen sind, ihr ganzes Leben oder einen Teil ihres Lebens in winzigen, kahlen Käfigen zu verbringen.

■ Kaninchen und Wachteln leben ihr gesamtes Leben in kahlen Käfigen

■ Enten und Gänse werden mittels Zwangsernährung zur Herstellung von Foie Gras eingesetzt

■ Sauen verbringen ihr Leben wochenlang mit ihren Ferkeln in Käfigen, die so klein sind, daß sie sich nicht einmal umdrehen können

■ Legehühner leben in überfüllten Käfigen (genannt „Volieren“) mit so wenig Platz, daß sie ihre Flügel nicht einmal strecken können

Helfen Sie mit, das Leiden von Millionen Tieren zu beenden!

Heute haben Sie die Möglichkeit, das Leiden von über 300 Millionen Nutztieren mit der Europäischen Bürgerinitiative „Ende des Cage-Zeitalters“ zu beenden.

Wir brauchen 1 Million Menschen, um die Europäische Kommission dazu aufzufordern, diese unmenschliche Behandlung von Nutztieren zu beenden. Befreien wir die Nutztiere!

Möglicherweise ist Ihr Ausweis erforderlich, um die Petition zu unterzeichnen. Aber keine Sorge, die Website wurde gemäß den EU-Richtlinien zertifiziert, um sicherzustellen, daß Ihre persönlichen Daten sicher gespeichert werden. Sobald Ihre Unterschrift bestätigt wurde, werden Ihre Daten gelöscht.