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z.B. 30/06/2020
30.04.2020

Italien: Unterstützung für von der Fleischindustrie angegriffene Journalisten

www.pressenza.com: Mit einer noch nie dagewesenen Heftigkeit wurde in Italien versucht, Journalisten, die über die Zustände in der Massentierhaltung und deren fatale Folgen für Mensch, Tier und Umwelt berichteten – u.a. auch die Begünstigung der Verbreitung von gefährlichen Viren -, zum Schweigen zu bringen.

Im Detail geht es um vier Journalisten, die in Sendungen des italienischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks Rai (Radiotelevisione Italiana) unbequeme Wahrheiten ans Licht brachten, indem sie über die Auswirkungen der Massentierhaltung auf Klima, Umwelt und Gesundheit – auch im Hinblick auf die aktuelle Corona-Krise – berichteten, und diese in Zusammenhang mit dem derzeitigen Niveau der Fleischproduktion und des Fleischkonsums stellten:

In der Sendung „Sapiens – Un solo pianeta“ vom 28. März auf Rai 3 sprach Mario Tozzi darüber, wie die globale Fleischproduktion zu Abholzung, Umweltverschmutzung, Schädigung der Ressourcen Wasser und Boden sowie zum Verlust ganzer natürlicher Lebensräume beiträgt, die seit jeher ein grundlegendes Element unseres Ökosystems sind.

Am 29. März berichtete Sabrina Giannini in der Sendung „Indovina chi viene a cena – Il virus è un boomerang“ ("Rate mal, wer zum Abendessen kommt - das Virus ist ein Bumerang") ebenfalls auf Rai 3, über die Folgen der Fleischproduktion, die die Verbreitung von Viren begünstigt, und wie der enorme Einsatz von Antibiotika in der Intensiv-Tierhaltung zu Antibiotikaresistenzen führt, einem Phänomen, das bereits jetzt schwerwiegende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit hat und in Zukunft für die gesamte Menschheit immer gravierender werden wird.

In einer Sendungen der Reihe „Report“ (Rai 3) berichteten Sigfrido Ranucci und Luca Chianca am 13. April über das Gülle-Problem, bei dem große Mengen Ammoniak und Nitrate freigesetzt werden, was unter anderem auch zu einer hohen Luftverschmutzung führt, insbesondere in der Lombardei, ein Faktor, der die Verbreitung von Viren und das Auftreten von Atemwegserkrankungen zu begünstigen scheint.

In ihren Recherchen beriefen sich die Journalisten auf wissenschaftliche Daten, Fakten und Quellen international anerkannter Institutionen wie der FAO (Food and Agriculture Organization) der Vereinten Nationen und der WHO (World Health Organization) der Vereinten Nationen sowie auch dem EU-Kommissar für Umwelt und Ozeane Virginijus Sinkevičius, der von der New York Times wie folgt zitiert wird:

Die Massentierhaltung spielt in der aktuellen Pandemie eine Rolle, mit starken Indizien dafür, daß die Fleischproduktion, nicht nur in China, zu COVID-19 beigetragen hat.“

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30.04.2020

wildbeimwild.com: Leitkultur: Zur Jagdkritik

Ökonomisch-ökologischer Rahmen

Agrarwirtschaft, Forstwirtschaft, Klimawandel und Jagd auf der einen Seite sowie die Zersiedelung unberührter Naturlandschaft auf der anderen Seite sind primär verantwortlich für die drastische Reduzierung der Artenvielfalt.

Die intensive agrarchemische Landwirtschaft raubt der Tierwelt den Lebensraum; überlebende Tiere werden durch ausufernde Bejagung sukzessive an den Rand des Aussterbens getrieben.

Die Forstwirtschaft ist an einer Gewinnmaximierung der Holzerträge orientiert. Das Schlagwort „Wald vor Wild“ definiert die Situation – Waldtiere sind der Störfaktor dieser Industrie. Waldschäden durch Verbiss sind oftmals Vorwand, Wildtiere gewaltsam an einen nach wirtschaftlichen Interessen definierten Normbestand anzugleichen. Die Natur wird zu einem Freiland-Industriekomplex und Open-Air-Schlachthaus für Hobby-Jäger umgebaut.

Psychologisch-pathologische Komponente

Felder und Wälder sind zum Teil in Privatbesitz, zum Teil in Staatsbesitz. Der Staat ist per Verfassung Sachwalter des Volksvermögens; Wildtiere gehören somit dem gesamten Volk (Res nullius) und nicht einer Minderheit von Hobby-Jägern, die sich zum alleinigen Nutzer der Wildtiere aufgeschwungen hat. „Natur- und Tierschutz“ durch Hobby-Jagd findet praktisch nicht statt, Trophäenkult und Schiessvergnügen sind vorrangig. Die Jagd ist ein weitgehend lustbetonter und breit gestreuter Arten-Terrorismus.

Jagd ist die letzte legale Möglichkeit, in Friedenszeiten mit der Waffe ungestraft zu töten. Sie ist die letzte Möglichkeit, dem Tötungstrieb hemmungslos nachzugehen. Waffenbesitz birgt – wie Beispiele drastisch belegen – immer die Gefahr des Missbrauchs.

Anzutreffen sind in diesem Umfeld vorwiegend mental entsprechend gelagerte Individuen, denen Mitgefühlsfähigkeit hochgradig fehlt. Ein Blick in Jägerzeitungen oder sozialen Medien bestätigt dies und offenbart regelmässig ein beängstigendes Tötungsvergnügen und Waffenkult.

Der Neurologe und mehrfach ausgezeichnete Psychoanalytiker und Schriftsteller Paul Parin erklärte in seinem viel beachteten Buch „Die Leidenschaft des Jägers“ (Europäische Verlagsanstalt, 2003): „Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selber aufhebt … Und weil es sich bei der Jagd um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt – um ein Fieber eben –, geht es … um sex and crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.“

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24.04.2020

O-Bein-Schaf Toni P. erfolgreich operiert

Gnadenhof Engelberg-Leiterin Marion schreibt: „Toni ist mit seiner Familie durch eine behördliche Zwangsabnahme zu uns gekommen, siehe Newsletter vom 03.04.2020. Seine Beine sind wahrscheinlich wegen Inzucht extrem deformiert. Eine Operation war leider unumgänglich (siehe Foto links), weil er – trotz seiner Jugend - durch seine Behinderung bereits Probleme beim Laufen hatte. Für mich war von Anfang an klar, auch wenn es nur den Hauch einer Chance gibt, würden wir dem kleinen Schafbock helfen. Er ist nicht perfekt, aber sein bezauberndes Gesicht und sein wacher Blick sagen mir, daß er leben will und er hat ein Recht auf Leben. Nur allzuoft wird viel zu schnell eines beendet (vom millionenfachen Massenmord für den kurzen Gaumenkitzel beim Fleischkonsum will ich gar nicht erst reden).

Die OP war übrigens ein toller Erfolg, Toni marschiert bereits jetzt - trotz Stützverband – wieder wesentlich flotter durch seine Krankenbox (siehe Foto unten). Nun brauchen wir aber Ihre Hilfe, um die hohen Tierarztkosten zu stemmen (es war sogar ein Human-Chirurg an der OP beteiligt, siehe Foto). Auch habe ich bereits von lieben Freunden einige Spenden für Tonis OP gesammelt und vom  Tierarzt haben wir einen wirklich moderaten Preis für diese aufwendige Operation bekommen;  aber das kleine Schaf muß jetzt noch mindestens 5 Wochen in der Klinik bleiben. Trotzdem belasten solch außerordentliche Ausgaben unser Budget stark, wir hoffen auf Ihre Unterstützung. Gerne können Sie auch noch eine Patenschaft für Toni übernehmen. Vielen Dank!"

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Albert Schweitzer (1875-1965, elsässischer Theologe und Missionsarzt; Friedensnobelpreisträger 1952).

24.04.2020

Gnadenhof Hendlberg: Henry & Emil entwickeln sich prächtig

Mittlerweile gedeihen unsere beiden Lämmchen Henry + Emil, beide von ihrer Mutter nicht angenommen, bei uns prächtig. Auch dank der fürsorglichen Ersatzmama Sandra – siehe Foto links beim heutigen morgendlichen Füttern. Ansonsten kommen sie schon langsam ins Flegelalter, tollen herum, spielen lustig miteinander und gehen auch liebend gerne gemeinsam mit der Hunde- und Ponymeute spazieren, siehe facebook-Video.

Hier ein weiterer lustiger facebook-link von den beiden in ihrer Stall-Box, in der sie jetzt schon brav über Nacht bleiben (sie schlafen seit kurzem nicht mehr in Sandras Bett) bzw. Hier.

24.04.2020

Heute, 24. April 2020, ist internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche. Gerade für die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen gegen die angebliche Corona-Pandemie, müssen wahrscheinlich weitere 100.000e oder gar Millionen unschuldiger Tiere in grausamen Versuchen sinnlos leiden und sterben (siehe auch die gestrige APA-OTS des Bundes der Tierversuchsgegner „Coronavirus: Schneller als Tierversuche!“)!

Jetzt gibt es zum Thema auch ein neues eindrückliches Animationsvideo der „Ärzte gegen Tierversuche“: „Was wäre, wenn Tierversuche abgeschafft wären?:
Wir hören immer wieder von Horrorszenarien, was alles passieren würde, wenn es keine Tierversuche mehr gäbe. Wir hätten keinen medizinischen Fortschritt und keine Medikamente mehr, Menschen würden sterben. Da der Tierversuch aber auf den Menschen nicht übertragbar ist, im Sinne einer Vorhersagekraft, und damit für den medizinischen Fortschritt ein Umweg oder gar eine Sackgasse darstellt, ist schnell verständlich, dass die oben genannten Szenarien reine Panikmache und eine gescheiterte Argumentation der Tierversuchsbefürworter sind. Was würde also passieren, wenn Tierversuche abgeschafft werden? Dieses Szenario haben wir durchgespielt.“

Sehen Sie das interessante Video HIER (es kommen keine grausamen Szenen darin vor!).

24.04.2020

Petition gegen weiteren 5G-Ausbau in Österreich

Die gesundheitlichen Auswirkungen der neuen Mobilfunk 5G-Technologie auf Menschen, Tiere und Natur sind besorgniserregend und wir haben auch bereits mehrfach darauf hingewiesen, siehe u.a. HIER !

Zahlreiche führende Wissenschaftler kamen nämlich zu dem Schluß, daß hochfrequente elektromagnetische Strahlung für den Menschen als eindeutiges Karzinogen (Gruppe 1, also stark krebserregend) einzustufen ist.

In vielen Städten Europas wurde der Ausbau des 5G Netzes nicht genehmigt und auch die Regierung von Belgien hat schon im letzten Jahr kein 5G Netz in ihrem Lande erlaubt. 

Nähere Infos dazu auf  www.diagnose-funk.org bzw. (auf englisch) auf www.5gspaceappeal.org

Derzeit – wohl auch wegen der momentan allerorts herrschenden Corona-Hysterie - hat die österr. Bundesregierung die Versteigerung weitere 5G Frequenzen gestoppt.

Es ist daher nun möglich, eine Parlamentarische Bürgerinitiative (Online Petition) gegen den weiteren Ausbau des 5G-Netzes in Österreich zu unterschreiben. Hier der Link dafür: www.parlament.gv.at/SEC/Zustimmen.shtml?ityp=BI&gpCode=XXVII&inr=21

Sollten Sie ebenfalls für den Stopp des 5G-Netzes sein, so freuen wir uns, wenn Sie die Petition unterzeichnen und sie auch an Ihre FreundInnen und Bekannte weiterleiten.

17.04.2020

Gnadenhof-News zu Ostern: Friede, Freude, Sonnenschein!

Das vergangene Oster-Wochenende war für unsere knapp 600 geretteten Gnadenhof-Tiere keineswegs von erzwungenem Eingesperrtsein, gegenseitigem Besuchsverbot und Maskenzwang geprägt, sondern – wie es sich für glückliche Mitgeschöpfe gehört – von Freiheit, ungezügelter Bewegung sowie viel Lebenslust und Sonne. Das sieht man auch auf dem am Gnadenhof Engelberg gedrehten Kurz-Video über den ersten Weidegang der dortigen 22 Pferde und Ponys.

Auch das im Februar vor der Mast und dem Schlachter gerettete Kalb „Mirabelle“ hat nun ihr endgültiges Zuhause gefunden, u.z. am Gnadenhof Esternberg (nur 10 min. von Engelberg entfernt, siehe Foto links), wo sie nun gemeinsam mit dem etwas kleinwüchsigen Kälbchen „Rainbow“ (wir haben im letzten Newsletter über sie berichtet) aufwachsen darf. Auch dort sind bereits alle Tiere auf den verschiedenen Weiden und genießen ihr Leben in der Frühlingssonne.

17.04.2020

Tiroler Jagd-Massaker: „Erlegung erfolgte professionell“: Tötungsgatter-Causa offenbart teuflische Absichten

RespekTiere.at: Wir erinnern uns noch an die furchtbaren Bilder vor gut 2 Monaten aus jenem Tötungsgatter in der kleinen Ortschaft Kaisers in Tirol, wo aufgrund drohender TBC-Gefahr Dutzende Hirsche und Hirschkühe, manche davon hochschwanger, von Amtswegen einfach niedergemäht worden waren. Der Aufschrei war groß; 'nie wieder', wurden alle Verantwortlichen hernach zitiert, nie wieder darf und wird ein derartiges Gemetzel stattfinden...
Wir wären jedoch nicht in Österreich, hätte die Angelegenheit nun nach dem Abklingen der Protestwelle keine drastische Kehrtwendung erfahren: Vorwürfe gegen die Obrigkeit drehen sich 'bei uns' ganz schnell um, besonders offensichtlich im 'heiligen Land Tirol'. Im Wimpernschlag sind da Amtswürden von jeglicher Schuld wieder freigesprochen, und weil es aber immer irgendwelche Schuldige braucht, so bläst der Wind plötzlich denen entgegen, die das Unfaßbare in die Welt getragen haben. Ganz in diesem Sinne verfaßte die 'Tiroler Tageszeitung' nun einen wahrhaft bemerkenswerten Artikel, tituliert mit „Keine Tierquälerei bei Gatterjagd in Kaisers: „Erlegung erfolgte professionell“. Somit wäre das Problem für die Verantwortlichen gelöst…

Siehe dazu der Leserbrief einer besorgten Tierschützerin aus Tirol:
(wurde auszugsweise sogar am 19.4.20 auf KRONE.at veröffentlicht!)

Reduktionsgatter Kaisers - Bilanz eines verordneten Blutbads
Wer in einem Haushalt lebt, weiß, daß unter den Teppich-Kehren auf Dauer nicht die sauberste Methode ist.  Doch zu Beginn stand ein perfider Plan: Ein Amtstierarzt, der ein Tötungsgatter mit ferngesteuerten Falltüren bauen läßt, der dafür sorgt, daß die Wildtiere in der Umgebung nicht mehr gefüttert werden, um den Leidensdruck durch Hunger zu steigern und sie dadurch in die Todeszone zu locken, wo das langersehnte Futter bereitsteht.
Für alle, die es nicht wissen - Rotwild ist ursprünglich ein Auentier, das vom Menschen aus seinem natürlichen Lebensraum verdrängt wurde, hinein in den Wald, hinauf in höhere Lagen. Dort kann es in schneereichen Wintern nicht überleben und ist auf Fütterung angewiesen. Für unsere Bauern ist der Futterverkauf an die Jagd eine wichtige Einnahmequelle, genauso wie die Jagdpacht für unsere Gemeinden. Jagd und Hege durch den Menschen sind Teil unserer ländlichen Identität, sie sichern Arbeitsplätze, pflegen unsere Kulturlandschaft und haben Tradition.

Doch zurück nach Kaisers. Unter dem Deckmantel der TBC-Bekämpfung wurde ein Verbrechen begangen, eine ganze Jagd ist am Boden, die ehemalige Fütterung ein Kriegsschauplatz. Der entstandene Schaden für Mensch und Tier ist enorm. Wochenlang wurde im Vorfeld in den Medien berichtet, und als die kritischen Stimmen immer lauter wurden, mußte es geschehen, bevor es zu spät war. Ein Wochenende mit Sturm und Schnee wurde ausgenützt, ein Schütze wurde organisiert, der mit einem Helfer bereit war, auf eine Gruppe ausgehungerter, in Todesangst umherlaufender Fluchttiere zu schießen, bis nach 45 Minuten, so lauten zahlreiche Augenzeugenberichte, auch der letzte Atemzug im Gatter getan war.
In der Schonzeit ließen die Behörden das Feuer eröffnen auf hochträchtige Hirschkühe in Begleitung ihrer Kälber, auf Hirsche, deren Abschuß schon erfüllt war und die gar nicht hätten getötet werden dürfen. Als das Gatter geschlossen wurde, befanden sich 34 Tiere darin, nur 20 hätten laut Verordnung getötet werden sollen. Der Amtstierarzt selbst war bei der Tötung nicht vor Ort, er kam erst später, hastig wurden Proben genommen und Trophäen entfernt. Sie verschwanden. Ungewöhnlich schnell lagen Ergebnisse vor über offizielle TBC-Träger unter den Tieren, jedoch wurde kein Test durch unabhängige Stellen zugelassen.

Wir, die kritischen Stimmen, sind nicht gegen die Bekämpfung von Seuchen, denn TBC bringt viel Leid über Mensch und Tier. Bei uns wurden stets ganze Rinderbestände auf Verdacht gekeult, trotz hoher Fehlerquote. Zum großen Glück haben wir im Bezirk Reutte schon seit 3 Jahren keine TBC-Fälle mehr bei Rindern. Unser Credo ist und bleibt: Auch bei der Seuchenbekämpfung heiligt der Zweck nicht alle Mittel!

Und die Menschen? Kaisers wurde aufmerksam auf das Massaker in jener Nacht, denn trotz Wegsperre aufgrund der Lawinensituation wurde der Weg geöffnet und die Panik im Gatter ab dem ersten Schuß ließ sich nicht verbergen. Die Gemeindebürger von Kaisers hatten ihre Plakate gegen das Gatter umsonst angefertigt, die medialen Bemühungen hatten nicht geholfen. Überhaupt hat niemand den Menschen dort geholfen, sie haben in einen Abgrund gesehen, blutgetränkte Pfosten, zerfetzte Körper, gebrochene Beine - eigentlich hätte es ein Kriseninterventionsteam gebraucht.
Dann kamen die Bilder des Massakers an die Öffentlichkeit, zumindest in die sozialen Medien, denn für die Öffentlichkeit waren sie zu hart und Zeitung und Fernsehen durften sie deshalb nicht zeigen. Doch die Bilder wirken bis heute und sprechen für sich. Für die Zeitung zerrten die Henker leblose Körper vom blutgetränkten Boden auf sauberen Schnee. Es erinnerte dann irgendwie an eine Jagdszene. Es hagelte Anzeige um Anzeige wegen schwerer Tierquälerei, auch von angesehenen gerichtlich beeidigten Sachverständigen - und was ist passiert? Die Ermittlungen wurden eingestellt, bevor sie beginnen konnten! Ein ganzes Dorf steht nun als Lügner da, als könnten die Menschen in Kaisers die Uhr nicht richtig lesen! Viele dort wissen, daß es 45 Minuten dauerte, bis alle Tiere zu Boden gegangen waren, doch die Behörden sprachen von 16 Minuten! Jeder, der einen Funken Verstand sein Eigen nennt oder die Bilder gesehen hat, kann sich vorstellen, was die Kreaturen erlebt haben müssen, unter Beschuß in einem Zaun! Wenn das keine Qual ist, was ist dann bitte eine Qual? Für wie dumm werden die Menschen in unserem Land gehalten?
Doch Zeugen wurden erst gar nicht angehört, die Gemeindebürger von Kaisers wurden gedemütigt und bloßgestellt. Ausgerechnet Kaisers als jahrelanges Aushängeschild homogener ÖVP-Parteitreue!

Zurecht können wir um unsere Kinder fürchten, wenn solche Menschen wie etwa der Schütze und sein Gehilfe frei und ungesühnt herumlaufen. Von den verantwortlichen Behörden, die wir mit unseren Steuergeldern bezahlen, will ich hier gar nicht erst anfangen zu sprechen. Es kam keine Silbe des Bedauerns, der Erklärung oder Rechtfertigung. Zuerst hieß es von offizieller Seite, das werde nie wieder passieren. Und jetzt? Jetzt kam sogar ein Lob für die so saubere Vorgehensweise! - Das spricht für sich, das brauche ich gar nicht weiter zu kommentieren.

Werden wir es vergessen? So wie es die ungnädigen Herrschaften der Behörde von uns braven Bürgern erwarten? Die Petition zum Verbot von Reduktionsgattern und für personelle Konsequenzen im Land Tirol haben bisher knapp 3100 Menschen unterzeichnet (siehe ).  Wird der Aufschrei ungehört verstummen?

Liebe Leser, auch auf die Gefahr hin, daß ich mir keinen Gefallen tue, mußte ich diesen Brief schreiben, denn noch herrscht in unserem Land Meinungsfreiheit und ich kann dazu einfach nicht schweigen. Jemand muß aufstehen und den Stimmlosen seine Stimme geben!

Mag. Christine Eberle-Haas

17.04.2020

www.spiegel.de: Coronakrise: Zoo erstellt Notschlachtplan für seine Tiere

Die Besucher bleiben weg, doch die Kosten laufen weiter: Tierparks trifft die Corona-Pandemie hart. Nun wird es für einige finanziell eng. In Neumünster plant man schon für den Ernstfall.

Vitus wäre als Letzter dran. 3,60 Meter lang, 600 Kilogramm schwer, weißes Zottelfell: Der Eisbär des Tierparks Neumünster steht ganz unten auf einer Liste, die zurzeit unter Tierliebhabern für Aufsehen sorgt. Es ist ein Notfallschlachtplan. Der Plan legt fest, in welcher Reihenfolge die Tiere des Parks getötet würden - sollte wegen der Coronakrise die Versorgung nicht mehr möglich sein.

Zoodirektorin Verena Kaspari bezeichnet diesen Vorgang zwar als den "worst worst case", also als den absoluten Ernstfall. Wenn aber ein Futterlieferant in der Krise nicht mehr liefern könnte oder der Zoo kein Geld mehr habe, um Futter zu kaufen, dann "würde ich Tiere schlachten, um andere Tiere zu füttern", sagte Kaspari in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Mit ihrer Not ist Zoodirektorin Kaspari nicht allein. Zoos und Tierparks trifft die Coronakrise besonders hart. Die Einnahmen fallen derzeit komplett aus, da keine Besucher mehr kommen dürfen. Spenden und Tierpatenschaften bleiben aus, weil viele Privatpersonen und Unternehmen selbst in der Krise finanzielle Sorgen haben. Gleichzeitig laufen die Kosten für Futter und Pflege der Tiere weiter – und auch die Tierpfleger können kaum in Kurzarbeit geschickt werden.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

Siehe auch Zoo Neumünster hat schon Liste, welche Tiere er als erstes schlachtet!

17.04.2020

Wildtiere übertragen Erreger wie Coronaviren / Jährlich hunderttausendfacher Import von Wildtieren

www.prowildlife.de: Zwölf Tier- und Artenschutzverbände fordern die Bundesregierung in einem gemeinsamen Brief auf, Einfuhren von lebenden Wildtieren zu verbieten, um die Ausbreitung ansteckender Krankheiten einzudämmen. Forscher gehen davon aus, daß die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Viruserkrankung Covid-19 auf einem Wildtiermarkt in China ausbrach.

Das Corona-Virus hält derzeit die Welt in Atem. Als Ausgangspunkt für die Pandemie gilt ein Wildtiermarkt in China. Experten warnen seit langem vor den Gesundheitsgefahren des Tierhandels. Er ist nicht nur aus hygienischer und medizinischer Sicht bedenklich, sondern oft auch aus Arten- und Tierschutzsicht katastrophal. Millionen Wildtiere werden jedes Jahr aus der Natur gefangen und rund um den Erdball gehandelt. Lebend landen sie als Haustiere in Käfigen, tot als Fleisch, Leder oder Medizinprodukte auf Märkten und in Geschäften. Die Staatengemeinschaft reagiert bisher nur sehr unzureichend auf diese Risiken. Pro Wildlife setzt sich für eine massive Beschränkung des Handels mit Wildtieren ein. Für viele Tierarten konnten wir bereits einen besseren Schutz erreichen. Wir klären über die Gefahren des Handels auf und appellieren gemeinsam mit weiteren Verbänden an die Bundesregierung sowie an verschiedene internationale Gremien, die Einfuhr lebender Wildtiere und den Handel auf Tiermärkten generell zu stoppen. 

Die Anzahl neuauftretender Infektionskrankheiten ist stark gestiegen und 75 Prozent dieser Krankheiten haben einen tierischen Ursprung. Der erzwungen nahe Kontakt zum Menschen führte bereits in der Vergangenheit zur Übertragung gefährlicher Erreger wie beispielsweise SARS, MERS, Ebola, HIV, Bornaviren, Affenpocken und Vogelgrippe.

Der Handel mit Wildtieren stellt zudem eine ernstzunehmende Bedrohung für viele Arten dar. Der Weltbiodiversitätsrat IPBES benennt die direkte Ausbeutung der Natur als einen der fünf Hauptgründe für das Artensterben. Bereits 2013 einigte sich die Große Koalition auf ein Importverbot für Wildfänge, das jedoch nie umgesetzt wurde.

In der Vergangenheit reagierte die EU mit einem Importverbot für Wildvögel auf die Vogelgrippe H5N1. China handelte nun nach dem Auftreten von SARS-CoV-2 und beschloss eine dauerhafte Beschränkung des Handels mit und des Verzehrs von Wildtieren. „Deutschland und die EU haben es bisher versäumt, den Handel mit Wildtieren zu beschränken. Sie müssen nun dringend nachziehen, um die Menschen vor weiteren Erregern zu schützen“, so Artenschutz-Expertin Katharina Lameter.

10.04.2020

5 neue Ziegen am Gnadenhof Hendlberg

Der derzeitige Corona-Wahnsinn ist zwar leider noch immer in aller Munde und in allen Medien, aber unsere tägliche Tierpflege auf den drei Gnadenhöfen kann sowie die Tierrettungen dürfen keine Pause oder auch nur Kurzarbeit machen. Denn unsere rund 600 Tiere brauchen uns ja jeden Tag!

So z.B. Ziegendame Fabella, die wir letzten November mit ihren beiden erwachsenen Söhnen Bruce und Elvis gerettet haben, und die uns nun ganz unerwartet noch ein weiteres Ziegenkitz geboren hat: der kleine Gilbert weicht der Mama nicht von der Seite und sie ihrerseits wacht ständig mit Argusaugen auf ihn, damit ihm ja nichts passiert. Derweil sind die beiden noch von der restlichen Herde getrennt untergebracht, damit sie geschützt und ungestört sein können.

Letztes Wochenende haben dann unsere TierpflegerInnen Sandra und Michael – nach einem dringenden Notruf am Palmsonntag (!) – noch 4 weitere Zwergziegen aus einer schlimmen Haltung im nö Waldviertel gerettet: Die Ziegenmädchen "Elly" und "Trudy", sowie die beiden kastrierten Böcke "Thor" und "Stuart Little". Ihre Klauen waren der Horror – wir haben diese inzwischen geschnitten, alle 4 Ziegen entwurmt und aufgepäppelt. Nun sind sie - derzeit noch einigermaßen scheu - in einem eigenen Gehege untergebracht und fühlen sich schon sehr wohl bei uns.

Wer eine Patenschaft für eine der 5 neuen Hendlberg-Bewohner abschließen will, bitte Hier online anmelden oder auch direkt bei eva@animal-spirit.at.

Im Übrigen wünscht das gesamte Team von ANIMAL SPIRIT allen unseren Freunden und UnterstützerInnen – trotz aller derzeitigen Zwangsmaßnahmen (wer dagegen was unternehmen will, kann HIER eine Petition unterschreiben!) – ein gesegnetes und frohes Osterfest!

09.04.2020

Rainbow, das gerettete „Osterkalb“

Gnadenhof Esternberg-Leiterin Anita schreibt. „Unverhofft kommt oft: so wie kürzlich der Hilferuf von einer Bäuerin aus der näheren Umgebung. Die Landwirtin erzählte uns die Geschichte von „Rainbow“, einem kleinen Fleckviehkälbchen; bei ihr wurde nach der Geburt eine Kleinwüchsigkeit festgestellt. Normalerweise kommen solche Kälber mit wenigen Wochen oder Monaten zur Schlachtbank. Die Landwirtin brachte es aber nicht übers Herz, dieses kleine, hilflose Wesen dem Metzger zu überlassen. Sie hat es nämlich aufgepäppelt und gut versorgt, das Kälbchen folgte ihr sogar auf Schritt und Tritt.

Dann hatte sie aber von unserem Gnadenhof gehört und suchte um Aufnahme von Rainbow an. Eigentlich nehmen wir momentan keine Tiere mehr auf, da all unsere Plätze belegt sind. Der Umstand, daß es sich hier um ein kleinwüchsiges Kälbchen handelt, hat Rainbow aber dann das Leben gerettet, weil wir sie in unsere Zeburinderherde integrieren können). Nach einer Teambesprechung waren wir uns einig, daß sich für die kleine Rainbow noch ein Lebensplatz bei uns ausgehen sollte.

Gestern, am 8. April wurde Rainbow von der überglücklichen Landwirtin in einem mit viel Stroh eingestreuten Tieranhänger angeliefert. Rainbow stieg brav aus dem Anhänger aus und ließ sich in unseren Innenhof führen, wo sich schon alle Esel und Pferde versammelt hatten, um das braun-weiß gefleckte Kälbchen neugierig zu begutachten. Kaum machte das zierliche Kuhkind ein paar Schritte, liefen die Esel in größter Panik davon, so als wenn der Teufel hinter ihnen her wäre…

Unser Ponymix Pumuckel versuchte gar, den Neuankömmling ins Ohr zu zwicken, was Rainbow aber geschickt abwehrte. Unsere großen Pferde Max (siehe Foto), Energy, Moritz und Prince mußten sie auch gleich alle mal beschnuppern. Nach ein paar Stunden hatte sich die erste Aufregung gelegt und Rainbow verbrachte die erste Nacht in einem schönen Stall mit gutem Heu und ihrer Lieblingsmahlzeit, welche uns ihre Bäuerin noch mitgebracht hatte. Und schon morgen bekommt Rainbow eine Spielgefährtin, nämlich das Kälbchen Mirabelle, welches den Winter auf unserem Gnadenhof am Hendlberg zugebracht hat - siehe HIER.

Wir würden uns für die kleine Rainbow liebe Menschen wünschen, die für das gerettete Kälbchen eine Patenschaft übernehmen! Vielen Dank.

09.04.2020

Erste Stadt in China verbietet Verzehr von Haustieren

www.bild.de: Trotz internationaler Kritik werden in einigen Regionen Chinas immer noch Haustiere gegessen. Shenzhen ist die erste Metropole des Landes, die den Verkauf und Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch künftig verbietet.

„Hunde und Katzen als Haustiere haben eine viel engere Beziehung zum Menschen aufgebaut als alle anderen Tiere“, erklärt die Stadtverwaltung in einer Anordnung. „Dieses Verbot entspricht auch der Forderung und dem Geist der menschlichen Zivilisation.“

Das neue Gesetz tritt am 1. Mai in Kraft. Auch der Verzehr von Fröschen, Schlangen und Schildkröten soll dann verboten sein. Allerdings droht bei Verstoß nur eine geringe Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 19 Euro.

Chinas Regierung hatte bereits Ende Februar den Handel und Konsum von Wildtieren verboten. Der Ursprung des Corona-Virus wird in einem Tiermarkt in der Millionenmetropole Wuhan vermutet, auf dem auch Wildtiere verkauft worden sein sollen. Wissenschaftler gehen davon aus, daß das Virus von Tieren auf den Menschen übertragen wurde.

Siehe auch www.sn.at: Chinas Regierung untersagt den Verzehr von Wildtieren

09.04.2020

Petition: Lebendtiermärkte verbieten!

animalequality.de: Mit unserer Petition wollen wir die Vereinten Nationen auffordern, sämtliche Lebendtiermärkte zu verbieten. Seit dem Start der Kampagne vor rund 1 Woche haben wir mittlerweile schon über 295.000 Unterschriften gesammelt.

Einige der weltweit einflußreichsten Stimmen haben sich nun zu Wort gemeldet. Der Immunologe Dr. Anthony Fauci, Direktor des US-amerikanischen Forschungszentrums National Institute of Allergy and Infectious Diseases, erklärte: “Ich denke, [diese Märkte] sollten umgehend geschossen werden.” 

Am Montag verwies die amtierende Generalsekretärin für die Biodiversitätskonvention der Vereinten Nationen, Elizabeth Maruma Mrema, sowohl auf die Risiken, die von Lebendtiermärkten ausgehen, als auch auf den Zusammenhang zwischen der zerstörerischen Ausbeutung der Natur und der Entstehung neuer Krankheiten.

Es wird immer deutlicher, daß wir eine sofortige, globale Schließung der Märkte brauchen – für die Gesundheit und Sicherheit aller.

Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition noch heute und teilen Sie die Kampagne mit Ihren Freunden und Bekannten.

Animal Equality liegen Aufnahmen von Lebendtiermärkten aus China, Vietnam und Indien vor. WissenschaftlerInnen vermuten, daß in solchen Märkten der Ursprung von Pandemien wie SARS und COVID-19 liegen könnte. Aufgrund der Gefahr für die öffentliche Gesundheit, die diese Märkte darstellen, sowie des immensen Leids, das den Tieren dort zugefügt wird, müssen Lebendtiermärkte endlich verboten werden.

03.04.2020

Unsere Flaschenkinder Henry & Emil wachsen und gedeihen

Vorletzte Woche war ein Team von Servus-TV bei uns am Gnadenhof Hendlberg und hat unseren neuen Star, das Lämmchen Henry, samt Tierpflegerin Sandra „interviewt“. Den sehr gelungenen Beitrag können Sie noch die nächsten 4 Wochen hier in einem 2-minütigen Video sehen!

Henry hat ja nun vor einer Woche noch einen süßen Spielgefährten bekommen – das Walisische Schwarznasen-Lämmchen „Emil“. Es wurde ebenfalls von seiner Mutter verstoßen und so haben wir es der Züchterin abgekauft und „Mama“ Sandra zieht ihn nun ebenfalls mit der Flasche auf. Sie wachsen unter ihrer liebevollen Fürsorge täglich zusehends, sind  quicklebendig, tollen im Hof herum und folgen ihr auf Schritt und Tritt, auch ins ANIMAL SPIRIT-Büro am Hendlberg. Am liebsten gehen sie allerdings mit der ganzen Hundetruppe spazieren oder laufen ihrer Freundin, der Hofhündin Stella, nach. Man darf gespannt sein, ob sie sich später einmal daran werden erinnern können, daß sie keine Hunde sondern eben Schafe sind…?

Was allerdings in diesem ServusTV-Beitrag einer kleinen Korrektur bedarf: Die genannten Zahlen unserer Tiere – z.B. mehr als 600 insgesamt – beziehen sich natürlich nicht auf den Gnadenhof Hendlberg alleine, sondern auf alle unsere 3 Höfe. Und – sie haben leider vergessen, den Vereinsnamen ANIMAL SPIRIT zu erwähnen, denn leider weiß ja nicht jede/r in Österreich, wohin der Gnadenhof Hendlberg gehört. Aber jedenfalls danken wir der Redaktion für den sehr gelungenen Beitrag!

03.04.2020

Freud und Leid – die berührende Geschichte von geretteten Schafen

Gnadenhof Engelberg-Leiterin Marion schreibt: „Wegen einer behördlichen Zwangsabnahme haben wir im Februar fünf stark abgemagerte, verwahrloste und zum Teil vermutlich durch Inzucht behinderte Schafe bei uns am Engelberg aufgenommen. Drei Schafböcke, wovon zwei eine erhebliche Fehlstellung der Vorderbeine aufweisen (vermutlich Vater und Sohn), wurden vorübergehend am Nachbargnadenhof untergebracht und sofort kastriert. Die Deformation der Beine bei dem älteren Schafbock war so stark, daß er kaum mehr stehen konnte. Der behandelnde Tierarzt des Gnadenhofes hat eine Euthanasie empfohlen, weil eine schmerzfreie Bewegung nie mehr möglich sein würde. Die zwei Schafdamen sind sofort zu uns übersiedelt, beide waren leider trächtig und stark untergewichtig. Eine war durch die bereits fortgeschrittene Trächtigkeit so sehr geschwächt, daß sie nicht mehr auf die Beine kam. Um sie zu retten, mußten wir die Geburt einleiten. Ein kleiner Bock - wir tauften ihn Fin - kam lebend zur Welt. Seine Schwester starb sofort nach der Geburt.  Fin hat noch drei Tage gekämpft und leider auch verloren. Er ist in meinen Armen gestorben, nie mehr werde ich sein Weinen vergessen, er hat aufgehört zu atmen und kurze Zeit später hörte sein kleines Herz auf zu schlagen. Seine Mama haben wir auch verloren, sie hat die schwere Geburt und den Verlust ihrer Lämmchen nicht überlebt.

Warum passiert so etwas, warum nehmen sich Menschen Tiere und füttern sie nicht? War es wieder mal Überforderung? Es scheint die Lieblingsentschuldigung für „Landwirte“ zu sein, die ihre Tiere völlig verwahrlosen lassen. Mit Repressalien haben diese Unholde sowieso nicht zu rechnen, sie werden nicht einmal rechtlich verfolgt, geschweige denn, wird ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Da werden schon eher Gnadenhöfe, die ihre Tiere vorbildlich halten, von den Behörden aufs Äußerste schikaniert – so geschehen erst letztes Jahr am Hendlberg. Das Recht, so scheint es, liegt zumeist auf der Seite der Tierquäler und der Tierschutz muß dann die Kosten tragen für Tierarzt und die intensive Betreuung der Tiere. Die Behörden, die einem die verwahrlosten Tiere übergeben haben, zahlen keinen Cent dafür…

Das zweite weibliche Schaf hat vor zwei Wochen ein gesundes Mädchen – „Conny“ - zur Welt gebracht. Sie trinkt bei der Mama "Petra" und gedeiht prächtig, die Freude über das Lämmchen ist riesig. Natürlich brauchen wir für die kleine Conny und ihre Mama dringend eine Patenschaft, auch um die hohen Tierarztkosten für solche Fälle stemmen zu können!

03.04.2020

Nachruf auf Barbara Rütting, 1928-2002

Letzten Samstag ist 92-jährig die unermüdliche Kämpferin für Frieden, Umwelt und Tierrechte, Barbara Rütting, verstorben. ANIMAL SPIRIT-Obmann Dr. Franz-J. Plank kannte sie noch persönlich, hat sie doch u.a. 1990 bei der Präsentation seines Buches „Zeitbombe Tierleid“ in Wien eine flammende Rede für Tierrechte gehalten. Und am 12. Jänner dieses Jahres kam ihr letzter Newsletter, der mit folgenden Worten begann:

„Liebe Freundinnen und Freunde, die Welt braucht eine Umarmung! [Anm.: Was für eine Empfehlung in Zeiten des staatlich verordneten Corona-Wahns und „social distancing“]. Wenn man eine Umfrage starten würde: Sind Sie für den Krieg oder den Frieden, würde wohl jede Antwort lauten: Selbstverständlich für den Frieden! Wie kommt es dann, daß zurzeit so viele Kriege toben wie wohl kaum jemals zuvor? Überall flüchtende Menschen – wie ist das möglich? Schon der jahrhundertealte (falsche) Mythos trägt dazu bei, daß, wer den Frieden will, den Krieg vorbereiten müsse. Nein, wer den Frieden will, muß den Frieden vorbereiten!...“ Lesen Sie ihren ganzen letzten Newsletter HIER:

Bis zuletzt war Barbara hochaktiv und auch bei relativ guter Gesundheit, war sie doch jahrzehntelang Vorkämpferin für gesunde, biologische und v.a. vegetarisch-vegane Ernährung. So hat sie sich mit ihren zahlreichen (Koch-)Büchern schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt. Barbara spielte in ihren früheren Jahren in 45 Kino- und Fernsehfilmen mit. Legendär ist ihre Rolle als "Geierwally" in dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1956. Im Anschluß ließ sie sich zur Gesundheitsberaterin ausbilden. Mit Gesundheitsratgebern und Kochbüchern für Vollwertküche erlebte sie eine zweite erfolgreiche Karriere – sie gilt daher als Wegbereiterin der vegetarischen Ernährung. Um gesellschaftspolitisch etwas zu bewirken, engagierte sie sich bis ins hohe Alter auch in der Politik: Erst bei den Grünen (von denen sie sich später allerdings distanzierte), für die sie sechs Jahre im bayerischen Landtag saß und zuletzt bei der deutschen V-Partei.

Wir vermissen dich Barbara, du warst eine der letzten großen „alten“ und mutigen Kämpferinnen für die Sache der in unserer Gesellschaft so vernachlässigten Tiere, der Umwelt und des Friedens. Mögest du in der anderen, jenseitigen, lichtvolleren Welt von deinen lieben tierischen Freunden umgeben und behütet sein!

03.04.2020

Offener Brief für sofortigen Stop der Tiertransporte und Unterstützung von Gnadenhöfen!

Diesen Brief an BK Sebastian Kurz und die österr. Bundesregierung hat uns eine Tierfreundin geschickt, mit dem Ersuchen, ihn bei uns zu veröffentlichen:

„Sehr geehrter Herr Kurz, sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung!

Auch wenn wir uns durch Corona in schwierigen Situationen befinden, möchte ich dringend darauf hinweisen, daß gerade in diesen Zeiten erstrecht auf die Not der Tiere, - ALLER Tiere -  geachtet werden muß! Da den Tieren sowieso immer für und v.a. wegen den Menschen viel Leid zugefügt wird, sollte dies nicht gerade jetzt noch mehr verstärkt werden!

Ich appelliere an Sie und unsere Regierung, Lebend-Tiertransporte ins Ausland SOFORT einzustellen! Die Tiere sollen nicht tagelang an Grenzen in sowieso unzumutbaren Umständen auf den Transportern ausharren müssen; und auch nach Corona möchte ich – genauso wie ein Großteil der Bevölkerung -, daß Lebend-Transporte von Rindern, Kälbern, Schweinen, Schafen, Pferden und Geflügel, etc., die über tausende von Kilometern durch aller Herren Länder unter horrenden Zuständen gekarrt werden, verboten werden! Denn in Länder, denen das Wort Tierschutz sowieso ein Fremdwort ist, sollten überhaupt keine Tiere lebendig transportiert werden – nicht JETZT und auch danach nicht mehr!

Es muß sich unbedingt dringend etwas ändern - und zwar sofort! Wie schnell man neue, vorher undenkbare Gesetze der Freiheitseinschränkung, beschließen kann, sieht man gerade jetzt in dieser Krisenzeit - und das sollte auch gerade zum Schutz derer, die keine Stimme haben und uns Menschen hilf-und schutzlos ausgeliefert sind, sofort umgesetzt werden.

Weiters möchte ich an unsere Regierung appellieren, gerade jetzt in der Coronakrise, die Tierheime und Gnadenhöfe nicht im Stich zu lassen! Es müssen aus den 38 Milliarden €, die plötzlich „aus dem Hut gezaubert“ worden sind, auch unbedingt Gelder für diese Einrichtungen bereitgestellt werden, um Futter und sonstige Versorgung der Tiere sicherzustellen! Tierheime und Gnadenhöfe kämpfen ohnehin immer ums nackte Überleben, aber durch Corona wird dies noch verstärkt!

Ich bitte Sie daher dringend, lassen Sie unsere Tierheime und Gnadenhöfe nicht im Stich und lassen Sie die Lebend-Tiertransporte mit SOFORTIGER WIRKUNG stoppen! Ich danke Ihnen schon jetzt, im Vertrauen darauf, daß Sie im Sinne der Tiere genauso schnell handeln, wie jetzt in der Coronakrise!         

Mit freundlichen Grüßen, Silvia S.“

03.04.2020

Wegen Corona-Quarantäne:

www.oe24.at: Kurioses Video - Bergziegen erobern leere Straßen von Küstenort

''Es gibt einfach keinen Weg, die Tiere zu stoppen'' – Video zeigt wahrlich kuriose Szenen aus Großbritannien.

Llandudno. Eine Herde wilder Kaschmir-Ziegen hat während der Corona-Pandemie die fast menschleeren Straßen des britischen Seebads Llandudno erobert. Die Tiere kamen von einem kleinen Berg im Norden von Wales herunter und tummeln sich seitdem in dem Ort an der Irischen See. Ihre Lieblingsspeise: die Hecken in der Gemeinde.

Manche Einwohner nennen die Ziegen "Vandalen", da sie nicht zum ersten Mal durch die Stadt ziehen und unter anderem schon die neu gepflanzten Bäume vor einer Schule vernichtet haben. Sie sollen von Tieren abstammen, die Königin Victoria (1819 bis 1901) einst geschenkt bekommen hat. "Es gibt einfach keinen Weg, die Tiere zu stoppen", zitierte die Zeitung "The Guardian" einen Vertreter der Stadt.

27.03.2020

Gnadenhof-Frühlings-Aussendung:

Auch wenn sich im Moment alles um die dramatischen Auswirkungen der „Corona-Krise“ auf unser aller Leben dreht – mit noch nie dagewesenen Freiheitseinschränkungen und Zwangsmaßnahmen - die Tiere auf unseren drei Gnadenhöfen sind davon gänzlich unbeeindruckt - wie auch unser Lämmchen Henry (siehe Bild links oben mit seiner "Mama" Sandra). Sie haben weiter Hunger, brauchen Zäune und Unterstände. Außerdem hat das Sturmtief „Sabine“ im Februar unseren Gnadenhof in Esternberg voll erwischt und enorme Schäden angerichtet. Einer unserer Tierpfleger wurde noch dazu bei den Aufräumarbeiten im Wald schwer verletzt und fällt daher wohl für Monate aus – ein weiterer darf nicht kommen wegen „Corona“. Wir versorgen die Tiere natürlich weiter, aber mit zusätzlichen Belastungen für die restlichen TierpflegerInnen. Zudem müssen wir einen neuen Rinderunterstand bauen und 150 Meter Zaun wieder errichten.

Zur Behebung der Sturmschäden kommen noch die üblichen Reparaturen, die nach dem Winter sowieso jedes Jahr anfallen. Das alles müssen wir jetzt rasch durchführen, denn die Tiere drängen schon ins Freie. Sie wittern die milde Luft, die ersten Sonnenstrahlen kitzeln auf ihren Nasen im Stall und es duftet schon nach frischem Grün. Wir hoffen, daß uns viele Spenden erreichen, damit wir alles rechtzeitig schaffen.

Im Folder, der heute zur Post ging und auch auf unserer Homepage zu sehen ist, stellen wir Ihnen einige unserer Schützlinge genauer vor, damit Sie sich ein Bild machen können, wem Sie mit Ihrer Spende helfen. Vielleicht möchten Sie ja sogar für ein Tier eine Voll- oder Teilpatenschaft übernehmen oder einfach an eva@animal-spirit.at schreiben oder im Büro anrufen: (+43) 02774-29330. Denn ohne die Unterstützung vieler TierfreundInnen ist unsere Arbeit für diese Tiere nicht möglich.

Dafür herzlichen Dank und einen lieben Gruß,

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann