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Wendy und Sindy gerettet

26.01.2018

Neu am Gnadenhof Engelberg: Wendy und Sindy aus schlimmer Haltung gerettet

Einer von vielen Notrufen erreichte ANIMAL SPIRIT kürzlich wieder, und die Mitarbeiterinnen konnten wieder einmal nicht nein sagen: In einem Stall in Niederösterreich war ein alter Mann, ehemaliger Schweinezüchter, nicht mehr in der Lage, seine beiden Pferde – den braunen Warmblutwallach „Wendy“ und seine Schimmel-Gefährtin „Sindy“ – ordentlich zu versorgen. Sie waren die meiste Zeit sich selbst überlassen, ja bekamen nicht einmal mehr genügend Futter, geschweige denn tierärztliche Versorgung oder auch nur Entwurmungen. So schlugen seine Enkel, die ganz woanders wohnten und mit Landwirtschaft oder Tierhaltung nichts am Hut hatten, Alarm und baten uns um Hilfe, ob wir die beiden nicht übernehmen könnten. Eigentlich hatten wir ja – zumindest solange der Winter dauern würde, Aufnahmesperre vereinbart, denn auch am neuen Gnadenhof Engelberg sind inzwischen alle Stallplätze belegt. Aber die dortigen Tierpfleger Marion und Sascha nahmen sich ein Herz, bauten kurzerhand einen Teil der Gerätehalle zu einer Notbox um und entschlossen sich, die beiden doch noch aufzunehmen, um ihnen einen möglichst schönen und not-freien Lebensabend zu ermöglichen.

Letztes Wochenende war es dann soweit: Ein Fünfer-Team von ANIMAL SPIRIT fuhr zu dem nö. Stall, damit bei der Verladung nur ja nichts schief gehen würde. Auch eine Beruhigungsspritze war bereit, falls die beiden Pferde, die noch nie verladen worden waren, nicht auf den Hänger gehen sollten. Aber dann ging alles erstaunlich einfach und Wendy ging, nur gelockt von ein paar Leckerlies, ganz brav auf den Hänger und seine Gefährtin Sindy folgte ihm auf dem Fuß. Sogleich fuhren Sascha und Marion los, um sie möglichst bald auf ihren neuen Lebensplatz auf den Engelberg zu bringen.

Dort angekommen war es erst mal tief winterlich – siehe Video und Fotos -, aber das störte die beiden nicht im geringsten und sie erkundeten gleich mal die extra für sie eingezäunte, tief verschneite Hausweide. Auch in ihrer geräumigen vorläufigen Box fühlen sie sich sichtlich wohl, solange sie nur zusammen sein können. Wir werden sie in den nächsten Tagen und Wochen langsam auffüttern, entwurmt und Zähne geschliffen wurde bereits; dann sind wir sicher, daß sich die beiden bei uns gut einleben und integrieren werden und daß sie bereits im Frühjahr nicht wiederzuerkennen sein werden – wie auch unsere Juna, die ja ebenfalls als „Gerippe“ bei uns angekommen ist…

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