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z.B. 25/09/2021
11.08.2021

Junge Kaninchen suchen noch ihren Lebensplatz!

Wie vor gut einem Monat berichtet (siehe animal-spirit.at/news/80-kaninchen-befreit) haben wir Anfang Juli ca. 80 Kaninchen (!) aus einem Animal Hoarding-Fall in NÖ befreien – und teilweise auch schon vermitteln – können. 19 davon sind noch immer am Gnadenhof Hendlberg in unseren Auffang-Boxen untergebracht. Die jungen Rammler sind mittlerweile bereits kastriert und könnten nun alle – wie auch die Weibchen – vermittelt werden. Teilweise sind sie noch etwas scheu, aber mit ein wenig Beschäftigung und Zuwendung wird sich das sicherlich geben.

Wer Interesse an (zumindest zwei) ca. 4-5 Monate jungen Kaninchen hat und einen guten Lebens-Platz bieten kann, bitte schreiben an eva@animal-spirit.at oder direkt bei den Tierpflegerinnen anrufen unter (+43) 0676-705 93 63. Vielen Dank!

11.08.2021

Pferde zu Sportgeräten degradiert: Olympischer Reitsport als „Gipfel der Tierquälerei“

Nach dem Skandal um den Olympischen Fünfkampf, wo auf ein gestreßtes, sich verweigerndes Pferd von einer deutschen Springreiterin eingeprügelt wurde (siehe u.a. HIER), hier ein Interview mit der PETA-Expertin zum Reitsport generell in der Frankfurter Rundschau:

fr.de: Ob Springreiten, Vielseitigkeit oder Dressur. Professioneller Reitsport ist Tierquälerei – sagt Expertin Jana Hoger von Peta Deutschland.

Tokio – Kaum ein Sport, bei dem Deutschland so erfolgreich ist wie beim Reiten. Auch bei Olympia 2021 feierte das deutsche Team mehrere Medaillen. Doch der Reitsport ist umstritten, der Vorwurf der Tierquälerei gegen die AthletInnen scheint allgegenwärtig.

Ob nun das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde liegt, oder ob dort ein Mensch gar nichts zu suchen hat, darüber spricht die FR mit Jana Hoger, Expertin der Tierrechtsorganisation Peta Deutschland e. V.

Frau Hoger, sollte man überhaupt auf Pferden reiten?

Der Körper eines Pferdes ist nicht dafür gemacht, Menschen oder andere große Lasten zu tragen. Reiten bedeutet, daß ein Mensch entscheidet, sich auf den Rücken eines Pferdes oder Ponys zu setzen. Durch Reiten im falschen Sitz, großes Gewicht oder unnatürliche Bewegungen können bei den Tieren beispielsweise Rückenerkrankungen wie „Kissing Spines“ hervorgerufen werden.

Also am besten gar kein Reitsport?

Peta steht dem Pferdesport allgemein kritisch gegenüber, weil die Bedürfnisse der Tiere meist unberücksichtigt bleiben. Wenn also überhaupt geritten wird, dann sollten die natürlichen Bewegungsabläufe des Pferdes berücksichtigt werden und auf „Hilfsmittel“ wie scharfe Gebisse, Peitschen und Gerten gänzlich verzichtet werden. Wer sein Pferd liebt, sollte versuchen, den engen Kontakt zu dem Tier nicht über Reiten aufzubauen, sondern durch zahlreiche andere Möglichkeiten: Bodenarbeit, Spaziergänge oder spielerische Übungen.

Sie würden aber zustimmen, daß der Reitsport positive Effekte auf das Verhältnis zwischen Mensch und Tier haben kann?

Ja, wenn der Kontakt auf Augenhöhe geschieht. Pferde sind sensitive und sehr intelligente Tiere. Sie befreunden sich „mit ihrem Menschen“ eng, und sind auch für uns sehr gute Lehrmeister für Körpersprache. Gerade Kinder können so ein gesundes Mensch-Tier-Verhältnis aufbauen. Indem sie die Tiere von der Weide holen, sie putzen und pflegen. Aber auch dafür muß kein Pferd geritten werden.

03.08.2021

Liebe TierfreundInnen,

erstmals möchten wir Sie auf ein Streunerkatzenprojekt in Brasilien aufmerksam machen, von dem wir – v.a. wegen der Corona-Krise – dringend um Hilfe gebeten wurden. Denn es hat sich offenbar mittlerweile bis nach Brasilien herumgesprochen, daß die UnterstützerInnen von ANIMAL SPIRIT ein Herz für Tiere in Not haben. Von dort, genau aus Salvador da Bahia, hat uns kürzlich ein dramatischer Hilferuf erreicht. Es geht um immer mehr Straßenkatzen. Die Menschen in den ärmeren Stadtvierteln werden mit der Streunerpopulation nicht mehr fertig, die als Folge der Corona-Krise in rasendem Tempo gewachsen ist.

Wir haben uns genau angehört, was die TierschützerInnen vom Verein Bichanada berichtet haben (eine Mitarbeiterin unseres fundraising-Teams kennt diese engagierten Menschen persönlich). Sie sind mit vollem Engagement dabei und haben schon eine gute Basis geschaffen, den Katzen und Menschen zu helfen. Es fehlt aber wie oft leider am Geld.

Bitte lesen Sie in unserem neuen Folder "Immer mehr Katzen in Salvador da Bahia", warum die Situation so schlimm geworden ist und unterstützen Sie uns mit einer Spende. Die Zahl der Katzen muß durch Kastrationen wieder kleiner werden, Impfungen sollen sie auch wieder gesünder erhalten. Es ist wichtig, das sofort anzugehen, damit die Stimmung in der Bevölkerung nicht weiter gegen die Katzen kippt. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann

03.08.2021

Heftige Proteste beim heurigen Schächt-Opferfest in Laaben:

Beim vergangenen islamischen Schächt-Opferfest gab es wieder heftige und lautstarke Proteste, u.a. in Laaben, der Heimatgemeinde von ANIMAL SPIRIT (wir haben im Vorfeld mehrfach darüber berichtet). Über unsere Aktionen berichteten u.a. die NÖN in verschiedenen Ausgaben (zB. HIER bzw. HIER) sowie die Zeitung ÖSTERREICH.

ANIMAL SPIRIT war 3 Tage lang mit 2 Transparenten vor Ort (siehe Fotos). Bei der größeren Kundgebung am 22.7.2021, direkt vor dem Schächt-Hof des türkischstämmigen Nihat Özay, war auch der Verein RespekTiere vertreten. Bereits im letzten Jahr wurden auf diesem Hof massive Tierschutzverstöße festgestellt und angezeigt (siehe HIER), u.a. durch ein anonym zugespieltes Video (siehe https://youtu.be/K876GNoPG1k) von einem illegal durchgeführten Schächtvorgang an einem Rind, ohne Tierarzt und vorgeschriebener Betäubung nach dem Schächtschnitt.

Solange diese bestialische und völlig sinnlose Tierquälerei anhält und weiterhin (teilweise) erlaubt ist, werden wir nicht lockerlassen, und auch die nächsten Jahre immer wieder mit Protesten und Presseaussendungen darauf aufmerksam machen, bis die Politik endlich ein ausnahmsloses Verbot dieser Barbarei erläßt. Immerhin ist das ja explizit in der EU möglich (siehe https://www.ots.at/redirect/dw) und haben es auch europäische Länder wie Norwegen, Schweden, Dänemark, Schweiz, Holland, Polen, Island und Liechtenstein vorgemacht, wo betäubungsloses Schächten bereits verboten ist!

03.08.2021

Gnadenhof Esternberg: Ein tierisch-toller Geburtstag

Hallo, mein Name ist Ina: ich komme aus Blindenmarkt (nähe Amstetten, NÖ). Mein Freund, meine Mama und ich durften zu meinem 16. Geburtstag (22.07.2021), die wundervollen Tiere am Lebenshof Esternberg besuchen. Ich träume davon, eines Tages selbst viele gerettete Tierseelen zu beherbergen und wollte schon, seit ich mich erinnern kann, unbedingt einen Gnadenhof besuchen. Tiere liebe ich über alles, wurde mit fünf Jahren vegetarisch und mit 12 vegan. So durfte ich nun endlich "Nutztiere" begegnen, ohne ihr Leid mitbekommen zu müssen. Denn den Tieren auf diesem Hof geht es ausgezeichnet. Ich bin zutiefst davon überzeugt, daß wir Menschen gemeinsam mit allen Erdbewohnern und nicht von ihnen leben sollen! Wie unsere Gesellschaft mit Tieren umgeht, ist nicht in Ordnung, doch das begreifen leider viele nicht.

Die Bewohner des Hofes hatten alle riesiges Glück, fast alle ihrer Art hätten niemals die Chance, so ein glückliches Leben führen zu können. Eine Kuh ohne Hintergedanken über ihr trauriges Schicksal zu streicheln, ist ein Herzenswunsch, den ich mir nun erfüllen konnte. Beim Anblick all dieser Tiere, wie dankbar und zufrieden sie sind, ging mir und meiner Familie das Herz auf. Egal ob Ziege, Esel, Kuh oder Gockelhahn - jedes Tier ist ein Individuum mit einzigartigem Charakter und alle haben dort eines gemeinsam: ein Happy-End.  Die MitarbeiterInnen betreuen ihre Schützlinge mit Herz, die Tiere geben ihnen diese Herzlichkeit natürlich auch zahlreich zurück. Das bewirkt eine positive Stimmung überall in der Luft.

Unglaublich ist für mich, wieviel Arbeit die Menschen am Hof den ganzen Tag über haben. Die Tiere geben ihnen so viel, daß sich das Schuften lohnt. Für mich war es sehr schön zu sehen, daß die TierpflegerInnen ausstrahlen, wie erfüllt sie selbst das Leben am Gnadenhof macht. Sie haben sich ihr eigenes Fleckchen Paradies geschaffen und Grund dafür ist rein ihre Tierliebe, nicht das Verlangen nach Profit. Das gesamte Areal ist in exzellentem Zustand und doch bemüht man sich ständig, das Leben der Hofbewohner zu verbessern. Auch wenn es sehr viele davon gibt, kommt keiner zu kurz und alle werden mit liebevoller Pflege, Gesundheitsbetreuung und Streicheleinheiten versorgt. "Artgerechte Haltung" ist untertrieben: Riesige Ausläufe, Teichanlagen, Weideflächen, kuschelige Ställe und sandiger Untergrund zum Wälzen sind nur ein paar Gegebenheiten, die die Tiere nutzen.

Ich wünsche mir für die Zukunft, daß ihr die vielen verdienten Spenden bekommt, damit euer Tierparadies weiterhin Gutes bewirken kann; daß die Menschheit endlich tierlieb wird und mehr Lebenshöfe gegründet werden.

Vielen Dank für dieses tolle Erlebnis, mir hat es bei euch sehr gut gefallen - die Nähe dieser 4- und 2-Beiner hat mich wirklich glücklich gemacht. Zwischen Haus- und Bauernhofstieren sollten wir nicht unterscheiden; sie verdienen alle ein schönes Leben und können uns Menschen ja so viel geben, ohne ausgebeutet zu werden. Ja, auf dem Gnadenhof Esternberg würde man wahrlich gerne Tier sein wollen!

03.08.2021

Zum Abschluß noch ein sehr erquickendes Video über die unbändige Freude der Ferkel beim Geduschtwerden!

https://youtu.be/qVlY-8VLU_o

21.07.2021

Schächtfest Kurban Bayrami: ANIMAL SPIRIT macht Transparent-Aktionen in Laaben

Heutige APA-OTS: Nachdem gestern wieder das islamische Schächt-Opferfest „Kuban Bayrami“ begonnen hat (siehe www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210719_OTS0081 ), hat ANIMAL SPIRIT seit gestern 2 Transparente vor dem türkischen Schächt-Schlachthof in Laaben aufgespannt (siehe Fotos). Die große Wiese vor dem Hof war mit ca. 100 Autos zugeparkt, deren Besitzer sich garantiert frisch und betäubungslos geschächtete Leichenteile abholten. Gegenüber, auf öffentlichem Grund, stand ein Anhänger mit dem gut sichtbaren Transparent „Brutalste Tierquälerei „im Namen Gottes“ – SCHÄCHTEN endlich VERBIETEN“. Doch da wir nicht den ganzen Tag Zeit hatten, das Transparent zu bewachen, wurde es kurze Zeit später von den Türken wieder abmontiert. Wir werden daher heute für eine gewisse Zeit selbst dort stehen und das Transparent einfach hochhalten! Ein weiteres Transparent mit der Aufschrift „Bestialische Tierquälerei: Nach 200 Metern rechts!“ steht allerdings bis jetzt auf einer privaten Wiese gut sichtbar eben 200 Meter vor dem Hof in Richtung Neulengbach (Norden).

Eine größere Kundgebung ist dann für morgen, den 22.7.2021, 10 Uhr vor dem Schächt-Hof des Nihat Özay, 3053 Laaben 22, geplant, ANIMAL SPIRIT gemeinsam mit RespekTiere. Bereits im letzten Jahr wurden auf diesem Hof massive Tierschutzverstöße festgestellt und angezeigt (siehe Schächtorgie: Brutale Szenen).

Dazu Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: „Wir werden nicht lockerlassen, auch wenn das Thema betäubungsloses Schächten - eines der sinnlosesten und gleichzeitig grausamsten Rituale - noch immer ein Tabu-Thema ist und auch von den meisten Tierschutz-Organisationen aus „politischer Korrektheit“ ignoriert wird, bis die Politik endlich ein ausnahmsloses Verbot dieser Barbarei erläßt. Immerhin ist das ja explizit in der EU möglich (siehe https://www.ots.at/redirect/dw) und haben es auch europäische Länder wie Norwegen, Schweden, Dänemark, Schweiz, Holland, Polen, Island und Liechtenstein vorgemacht, wo betäubungsloses Schächten bereits verboten ist! Zudem müssen die Behörden endlich rigorose Kontrollen – besonders in diesen Tagen des Kurban Bayrami – durchführen und Verstöße gegen bestehende Gesetze streng bestrafen (wie z.B. Schaftransporte im Kofferraum, Schwarz-Schächtungen auf Bauernhöfen oder am Feld, etc.) oder eben nicht ordnungsgemäß durchgeführte Schächtungen.“

Siehe dazu auch „Das betäubungslose Schächten von Tieren im Focus des 21. Jahrhundert“

sowie Archaische Tieropferungen auch in Deutschland und Österreich…

21.07.2021

Tiere leiden unter dem Hochwasser Auch Rehe, Hunde und Ponys kämpfen in den Fluten

amp.tagesspiegel.de: In Trier gelang den Helfern eine besondere Evakuierungsaktion. Mehr als 60 Haustiere konnten sie retten. Überschwemmte Straßen, Felder und Wälder: Der Lebensraum vieler Tierarten ist vom Hochwasser zerstört und fordert auch etliche Opfer unter den Tieren. Ebenso sind Tierschutzvereine, Tierheime und Tierhalter in den Hochwasserregionen schwer betroffen.

In Trier startete die Feuerwehr gestern eine besondere Evakuierungsaktion. Aus dem überschwemmten Stadtteil Ehrang brachte sie in der Nacht zum Freitag mehr als 60 Haustiere in Sicherheit. Tierbesitzer, die am Donnerstag wegen der Flut schnell ihre Häuser verlassen mußten, hätten um ihre zurückgelassenen Haustiere gebangt, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Freitag in Trier.

„Ich kann das total gut nachvollziehen, weil es ein Tier ist, das man einfach gerne hat und das zum Leben gehört“, so Dreyer. Feuerwehrleute hätten eine Liste erstellt und seien dann mit Gummistiefeln in die entsprechenden Häuser gegangen, um die Tiere zu holen, teilte der Sprecher der Stadt mit. Teils sei auch ein Radlader eingesetzt worden. Hunde, Katzen und andere Vierbeiner seien nun im Tierheim Trier-Zewen vorübergehend untergebracht. Die rheinland-pfälzische Regierungschefin sagte zu der Rettungsaktion: „Es ist schon wichtig für die Menschen, daß sie einfach auch sehen, daß auch auf ihre ganz persönlichen Belange geschaut wird.“ 

Ponys aus den Fluten gerettet 

Auch die Tierrettung Essen wies bereits gestern auf ihrer Facebookseite darauf hin, daß sich Tierbesitzer jederzeit an die Leitstelle in Essen wenden könnten, sollten Haus- oder Nutztiere aufgrund der Wassermassen eingeschlossen sein und evakuiert oder gerettet werden müssen. Sie rückten zu mehrfachen Einsätzen aus.

PS: Auch der Gnadenhof von Gaby Teichmann in Maishofen (Salzburg), wurde schwer von den Unwettern getroffen: Sämtliche Weiden sind voll mit Schlamm und ein Esel mußte sogar von der Feuerwehr daraus befreit werden. Um den Schlamm wieder wegzuräumen braucht sie eine private Firma und bittet wieder einmal um Unterstützung. Ihre Kontonummer: IBAN: AT51 2040 4006 0056 4260. Vielen Dank!

15.07.2021

Neues von den Gnadenhöfen

1. Engelberg: 2 Puten als „Geschenk“

Gnadenhof-Leiterin Marion schreibt: „Ob wir zwei junge Truthühner - Isidor und Elsa - aufnehmen könnten, fragte mich eine Dame aus der näheren Umgebung. Ein Bekannter hätte 2 Truthühner zum Geburtstag als Geschenk bekommen, wollte das „Geschenk“ aber nicht haben. So hat die Familie die Truthähne erstmal in das Einfamilienhaus übernommen. Die ganze Familie war nach kurzer Zeit überrascht, wie liebenswert und freundlich die großen Hühnervögel waren und der Gedanke an ein selbst gezogenes Putenschnitzel war schnell wieder vergessen…

Die Puten besetzten gleich die besten Plätze auf den Liegestühlen am Pool (Bild unten), waren zu allen Menschen freundlich und vor allem für die Kinder eine Bereicherung. Nachdem der Hahn Isidor aber bald mit seinen Balzrufen in der Siedlung loslegte, waren die Nachbarn leider nicht sonderlich begeistert und verlangten - sehr zum Leidwesen der Familie -, daß die Tiere wegkommen müßten. So haben wir uns wieder einmal bereit erklärt, die beiden zu übernehmen und sind nun – hier am Engelberg - ebenfalls begeisterte Putenhalter. Es sind äußerst spannende Wesen, die Geräusche der Truthähne sind herzallerliebst und gar nicht störend; wenn sie über die Wiese gelaufen kommen, hat das etwas von Jurassic Park.

Wir möchten mit dieser Geschichte wieder einmal darauf aufmerksam machen, daß Tiere – egal von welcher Art - als Geschenk völlig ungeeignet sind!“
 

2. Hendlberg: Video von Annemarie und Annabelle - endlich auch auf der Sommerweide, gemeinsam mit den Lamas Paolo und Pedro

15.07.2021

Gnadenhof Esternberg: Schülerbesuch und Tierische Freunde

Gnadenhofleiterin Anita schreibt: „28 Kinder und 3 BetreuerInnen der nahe gelegenen Mittelschule Schardenberg statteten unserem Gnadenhof in Esternberg am 6. Juli einen Besuch ab. Nach einer kurzen Einführung über das Wirken der Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT ging es schon los, die Tiergehege zu besuchen. Das fröhliche Treiben der Moschusenten, Hühner und Gockerl und der Truthenne Trudi brachte die Kinder sofort zum Lachen. Auch unsere Ochsen und Kühe, die völlig frei umherlaufen, beeindruckten die Kids sehr. Rocki, unser schwarz-weißer Kater, folgte der Gruppe in alle Tierunterkünfte.

Im Ziegen- Lama- und Zebu-Gehege rannten die – noch nicht ganz zahmen – Zebu-Rinder erstmal verstört an den Besuchern vorbei, um auf der Wiese dem Trubel zu entgehen. Die Ziegen allerdings, mit ihren teilweise mächtigen Hörnern, suchten gleich den Kontakt zu den Kindern, um auch mal einen kleinen Stubser auszuteilen. Rudi, das schwarze Lama mit der abgebissenen Lippe, sorgte für viel Gaudi, denn er ließ es sich nicht nehmen, die Besucher ganz genau im Gesicht zu beschnuppern, oft näher als es ihnen lieb war. Denn Rudi liebt es sehr, seine Liebkosungen auszuteilen.

Max, der stämmige Noriker mit seinem sanften Gemüt, ist die Attraktion im Pferdestall. Unsere 25 Esel, die lustigen Gesellen, sind die absoluten Highlights für die Besucher. Sie suchen ganz besonders den Kontakt zu Menschen, wollen gestreichelt und liebkost werden. Kevin, das Zwergpony, war der absolute Superstar und umringt von allen Kindern (siehe Foto).

Kinder und Lehrkräfte sammelten bereits im Vorfeld Spenden für die Tiere vom Gnadenhof Esternberg. Freudig übergab die Lehrerin Silvia die Spende unter der „strengen Aufsicht“ von Minischwein Nikita an Gnadenhofbetreuerin Anita. Ganz herzlichen Dank für die tolle Unterstützung! Erfüllt von den „tierischen Eindrücken“ verabschiedete sich die Gruppe."

15.07.2021

Bürgerinitiative oekoreich fordert Verbot von Kälbertransporten vor 5. Lebenswoche

Deutschland bereitet aktuell Verbot vor, österreichische Experten warnen vor Immunschwäche der Jungtiere, die zum Tod nach Transporten führen kann

OTS.at: In Deutschland steht Medienberichten zufolge ein großer Fortschritt im Sinne des Tierwohls bevor. Auf Antrag des Landes Niedersachsen wird sich der deutsche Bundesrat bald mit einem Verbot von Kälbertransporten vor Vollendung der 4. Lebenswoche befassen. Das Land stützt sich dabei auf die Einschätzung der Bundestierärztekammer, wonach durch die immunologische Lücke vor diesem Lebensalter kein ausreichender Schutz gegeben sei. 

Das ist in Österreich naturgemäß nicht anders. Hier hat der Tiertransporte-Experte und Veterinärmediziner Alexander Rabitsch kürzlich darauf hingewiesen, daß seinen Untersuchungen zufolge gerade diese Jungtiere auch nach rein innerösterreichischen Transporten in vielen Fällen sterben. Diese seien bis zu 18 Stunden unterwegs und werden über hunderte Kilometer von einer Sammelstelle zur nächsten gekarrt.  

Die Forderung der Experten lautet daher, daß Kälbertransporte vor der 5. Lebenswoche gesetzlich untersagt werden müssen. Auch danach dürfen Transporte von nicht-entwöhnten Tieren nicht länger als 8 Stunden dauern, inklusive Be- und Entladezeiten an Sammelstellen. Ausnahmen soll es lediglich für Eigentransporte durch BäuerInnen in einem Radius von 50 Kilometern geben. Damit dürften dann auch allfällige Einwände aus der Landwirtschaft beseitigt werden. 

„Wenn Österreich nicht beim Tierschutz hinter Deutschland zurückfallen will, dann muß die Bundesregierung jetzt aktiv werden. Es sagt einem der gesunde Menschenverstand, daß Kälber im Alter von wenigen Tagen nicht transportiert werden sollten. Doch auch die Gutachten der Fachexperten beweisen die Schädlichkeit dieser Transporte, die in keinster Weise mit dem in der österreichischen Verfassung verankerten Tierschutzanspruch in Einklang zu bringen sind. Es muß daher unmittelbar ein Transportverbot ausgesprochen werden, damit nicht noch mehr arme Kälber auf innerösterreichischen Transporten sterben“ so Sebastian Bohrn Mena, Sprecher der Bürgerinitiative oekoreich und Bevollmächtigter des Tierschutzvolksbegehrens.

Und Tierarzt Alexander Rabitsch ergänzt: „Gesellschaftspolitisch bedarf es darüber hinaus eines Nachdenkens über die moralisch angemessene Behandlung von Tieren, über deren Leben, Leiden und Sterben“. Die Publikation "Tiergesundheitliche und tierschutzrechtliche Folgen innerösterreichischer Langstreckentransporte nicht-entwöhnter Kälber" erschien kürzlich im Fachjournal "Tier- und Artenschutz in Recht und Praxis" und kann hier nachgelesen werden.

15.07.2021

WWF-Analyse: Österreich ist weltweit fünftgrößter Importeur von frischen Hai-Filets

200 Tonnen Haiprodukte wurden zwischen 2012 und 2019 nach Österreich importiert und überwiegend hierzulande konsumiert – 36 Prozent der 1.200 Hai- und Rochenarten gefährdet

OTS.at: Laut einer WWF-Analyse des internationalen Handels mit Haien und Rochen wurden zwischen 2012 und 2019 insgesamt 200 Tonnen frisches Haifleisch, gefrorene Haiprodukte sowie Haiflossen nach Österreich eingeführt – und zum überwiegenden Teil hierzulande konsumiert. Beim Import von frischen Hai-Filets liegt das Binnenland den Berechnungen von ForscherInnen im Auftrag der Umweltschutzorganisation zufolge sogar weltweit an fünfter Stelle. So trage auch Österreich zur Ausbeutung der 1.200 bekannten Hai- und Rochenarten bei, von denen 36 Prozent vom Aussterben bedroht sind. "Der Treiber im globalen Haihandel sind nicht nur teure Flossen, sondern auch Haifleisch, das meist als billiger Fischersatz dient. Haifleisch landet auch bei uns in der Kantinenverpflegung oder in Mischprodukten. Das ist den Menschen oft gar nicht bewußt", erklärt Simone Niedermüller, Meeresexpertin des WWF Österreich. Sie fordert, Kontrollen, Transparenz sowie Rückverfolgbarkeit in Österreich und der EU zu stärken, um letztlich auch den illegalen Handel mit geschützten Arten zu unterbinden.

Denn gerade in Urlaubsländern wie Italien und Kroatien grassiert der Etikettenschwindel mit Fischprodukten. „DNA-Tests zeigen, daß illegal vermarktetes Haifleisch oft als Schwertfisch deklariert wird. Das birgt auch gesundheitliche Risiken, da der Quecksilbergehalt bei einigen Hai-Arten weit über den gesetzlichen Grenzwerten liegt“, warnt Niedermüller. Insgesamt zeichnen EU-Staaten im Untersuchungszeitraum für 22 Prozent des globalen Handels mit Haifleisch verantwortlich. Spanien ist der weltweit größte Exporteur, Italien der größte Importeur und die EU der wichtigste Zulieferer für Ost- und Südostasiatische Märkte. In den acht Jahren wurde weltweit Hai- und Rochenfleisch im Wert von 2,6 Milliarden US-Dollar gehandelt. Österreich führte Haiprodukte im Wert von über 2,7 Millionen US-Dollar ein. Wieder ausgeführt wurden Haifleisch und -flossen im vergleichsweise geringen Wert von 57.000 US-Dollar.

„Österreich ist ein Transitland für Haiprodukte, der überwiegende Teil wird aber hierzulande konsumiert“, sagt WWF-Expertin Niedermüller. So zum Beispiel Schillerlocken – ein geräuchertes Produkt, das vor allem aus Dornhaien hergestellt wird. Obwohl dies ausgewiesen werden muß, passiere dies oftmals nicht, was Konsumentinnen und Konsumenten in die Irre führe, kritisiert der WWF. „Auch wenn Österreich ein kleines Land ist, kann man mit der strengen Umsetzung von Deklarierungsvorschriften sowie rigorosen Ein- und Ausfuhr-Kontrollen viel dazu beitragen, den Handel von Haien transparenter und nachhaltiger zu gestalten“, appelliert Niedermüller.

Hintergrund
Von den zwischen 2012 und 2019 etwa 200 Tonnen nach Österreich importierten Haiprodukten entfallen über 50 Prozent auf Frischfleisch (109 Tonnen, davon 97 Tonnen Hai-Filets), fast 50 Prozent auf gefrorenes Fleisch (91 Tonnen) und ein geringer Teil auf Flossen (0,2 Tonnen.) Haie sind besonders gefährdete Meerestiere, da sich ihre Bestandszahlen nur schwer erholen. Sie neigen zu langsamem Wachstum, später Geschlechtsreife und langen Tragezeiten mit nur wenig Nachwuchs. Manche Populationen sind in den letzten Jahren um 95 Prozent eingebrochen. 36 Prozent der 1.200 Hai- und Rochenarten gelten als gefährdet.

Download des Reports ‚The Shark and Ray Meat Network‘

Siehe auch der heutige Artikel in den SN: „Österreich importiert viel Haifleisch“

08.07.2021

Animal Hoarding: ANIMAL SPIRIT befreit über 80 Kaninchen!

Letztes Wochenende haben wir wieder einmal eine große Tierbefreiungs-Aktion gestartet, diesmal mit Dutzenden Kaninchen aus einer typischen „Animal Hoarding“-Haltung. Will heißen, die „Besitzerin“ aus dem Bezirk St. Pölten-Land hatte jede Menge Kaninchen -männlich und weiblich durcheinander, wodurch sie sich natürlich buchstäblich „wie die Karnickel“ vermehrt haben und sie letztlich damit völlig überfordert war. Immerhin hat sich die Frau dann selbst an uns gewandt und um Hilfe gebeten, ob wir sie nicht nehmen und/oder vermitteln könnten. Bis gestern haben wir somit – mit tatkräftiger Unterstützung des Wiener Tierschutzhauses („Tierschutz Austria“) – über 80 Kaninchen aus dieser katastrophalen Haltung befreit.

Viele der weiblichen Tiere sind natürlich trächtig und daher wird die Kaninchen-Vermehrung vorerst noch weiter gehen. Selbstverständlich werden so bald als möglich sämtliche männlichen Tiere kastriert und vorerst sind sie natürlich von den weiblichen getrennt gehalten. Am Gnadenhof Hendlberg sind vorläufig 19 Tiere in 3 getrennten Gruppen (männliche, weibliche und vermutlich trächtige), der Rest wurde entweder bereits vermittelt oder ist derweil im Wiener Tierschutzhaus untergebracht. Die großteils noch sehr jungen Tiere sind sehr ängstlich und gestreßt, da sie praktisch keinen menschlichen Umgang gewöhnt waren. Aber das sollte sich in Bälde einigermaßen legen, sobald sie merken, daß man es gut mit ihnen meint und nichts Böses will.

Dies bedeutet natürlich auch wieder ein neuerliche (unerwartete) finanzielle Belastung für unseren Verein – nach der erst kürzlich erfolgten Befreiung von bald 30 Pferden im Bezirk Wels-Land (wir haben mehrmals darüber berichtet). Wer uns also hierbei unterstützen will, kann das gerne HIER tun oder unter der Kontonummer der ERSTE Bank: AT21 2011 1843 5610 4300. Denn wir benötigen viele zusätzliche Mittel für die anstehenden Kastrationen, das Futter und die tierärztliche Versorgung. Aber gesucht werden auch weitere artgerechte Plätze, Anfragen bitte an office@animal-spirit.at oder unter Tel. (+43) 02774-29330.

Die gute Nachricht: Die Frau hat zugestimmt, keine weitere Zucht mehr betreiben und nur ein paar wenige behalten zu wollen, die sie auch kastrieren lassen wird.

08.07.2021

15 Jahre ANIMAL SPIRIT-Esternberg!

Als „Urgestein“ und Mitbegründerin von ANIMAL SPIRIT-Esternberg schreibt Gnadenhof-Leiterin Anita: „Ich darf mich sehr glücklich schätzen und blicke mit Freude im Herzen auf 15 Jahre wunderbare - zwar körperlich anstrengende – aber Geist und Seele erfüllende Aufgabe zurück. Zuerst möchte ich mich bei unserem Obmann Dr. Franz-J. Plank bedanken, für sein Vertrauen, die Gestaltung und die Konzeption des Hofes in unsere Hände zu legen, und immer ein „offenes Ohr“ für unsere Pläne zu haben. Des Weiteren ein herzliches „Vergelt´s Gott“ an unsere SpenderInnen, ohne die dieser „Ort der Zuflucht“ nicht entstanden wäre.

Unser „großes Kapital“ des Hofes sind auch unsere langjährigen Mitarbeiter Josef, Jan, Ladi, Michi, Roland, Rosi, Sabine, Sadat und Sepp, die unermüdlich für das Wohl der Tiere sorgen und dem Hof seine „eigene Handschrift“ mit den liebevoll gestalteten Ställen, Unterständen und Holzzäunen, die in Eigenleistung entstanden sind, immer mit dem Anspruch das Beste für die Tiere – aber dennoch im Einklang mit der wunderschönen Natur -dem Hof seinen eigenen Charakter zu geben. Ebenfalls möchte ich mich bei unseren hilfsbereiten Bürodamen bedanken, die uns immer mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es um die (leidige) Bürokratie geht.

Viel hat sich getan seit den Anfängen im Juni 2006, als die ersten Tiere Einzug hielten. Derzeit bewirtschaften wir auf unserem Hof eine Fläche von 22 ha, davon sind 6 ha Wald. Den größten Teil unserer weitläufigen Weiden nutzt unsere große Rinderherde, vier große Ochsen und elf „ausgediente“ alte Milchkühe, ein kleinwüchsiges Kalb und Mirabell, die fröhliche Jungkuh. Zwei Offenstallungen sorgen dafür, daß sich die Rinder bei schlechter Witterung in einen gut mit Stroh eingestreuten Bereich zurückziehen können, wenn sie nicht über die weitläufigen Wiesen streifen. Es ist ein traumhafter Anblick, die glücklichen Rinder zufrieden zu beobachten.

Neben der Kuh-Offenstallung befindet sich das große Schweinegehege, mit Stallungen, einem Freßbereich und viel Weide zum Wühlen und natürlich mit großen Suhlen für die „Körperpflege“. Das Hausschwein „Faggi“ lebt mit dem Halbwildschwein - „Prinzessin“ Mia – in einem extra Gehege, abgetrennt von unseren Halbwildscheinen Ludo, Waldtraud, Wilhelmine, Wompi, Wim, Wendelin und Wumpi. Der Tagesablauf der Schweine besteht hauptsächlich aus Fressen, Schlafen, in der Suhle liegen und das Leben genießen. Auch sie können Tag und Nacht nach Belieben ins Freie.

Fröhlich geht es bei den vierundzwanzig Ziegen, den zwei Lamas und den vier Zeburindern zu: alle bewohnen gemeinsam ein großes Gehege mit Innen- und Offenstall. Eine große Weide neben dem Wald lädt zum Grasen ein. Rudi und Anton, die beiden Lamas, sind meistens mit sich selbst beschäftigt, Rudi ist der „Chef“ und Anton muß sich fügen. Unsere vier Zebus haben sich gut eingelebt, Leonhard mit seinen stattlichen Hörnern kommt meistens gleich angerannt, sobald man das Gehege betritt, neigt sein Haupt und will zwischen den Hörnern gekrault werden. An den heißen Tagen verzieht sich das Quartett in die kühlste Box des Hauptstalls.

Max der Noriker, Moritz der Huzule, Energy das Warmblut, Rabenschwarz das Pony und unser belgisches Warmblut Prince mit seinem Eselfreund Sunny bewohnen den schönen Stall in Holzbauweise (mit weitem Blick über die Donau bis nach Niederbayern hinüber), den wir dank einer Erbschaft 2016 bauen konnten. Auch diese Gruppe kann Tag und Nacht ins Freie.

Im Innenhof befindet sich der größte Stall, gut mit Holz isoliert. Hier wohnen unsere alten Pferde, zum einen bekommen sie dreimal am Tag eingeweichtes Müsli, zum anderen können wir sie gut beobachten. Die Pferde teilen sich die Unterkunft mit unseren 25 Eseln, die immer zu Späßen und Unfug aufgelegt sind. Im hinteren Teil des Stalles gelangen die Tiere über ein Tor auf die Weide.

Im Innenhof haben wir 2020 ein schönes isoliertes Lazarett in Holzbauweise mit großen Fenstern gebaut, alles nach eigenen Ideen und auf die Bedürfnisse von kranken Geflügeltieren ausgerichtet. Im Außenbereich befindet sich das Sommergehege von unseren Minischweinen Pua und Nikita, eine isolierte Hütte bietet Schutz vor jeder Witterung und die Wiese ist eine Paradies zum Wühlen.

Der alte verwunschene Ziergarten wurde zum Geflügelgehege umgestaltet. Hier tummeln sich 45 Gänse, 50 Enten, und 30 Hühner. Vom Ziergarten aus haben sie Auslauf auf große Weideflächen, überall am Gelände befinden sich selbstgebaute Hütten, die mit Naturmaterial ausgestattet wurden. Damit sich die Tiere immer am frischen, fließenden Wasser laben können, haben wir keine Mühen gescheut, unser Überwasser selbst mittels unterirdischen Leitungen zu vielen „Tränkebecken“ zu leiten, und die Tiere haben so selbst im Winter immer fließendes Wasser. In den Geflügel-Gehegen befinden sich drei große Teiche, die wir auch in Eigenleistung saniert und nach den Bedürfnissen der Tiere angelegt haben.

Das Hühnergehege steht zur Renovierung an: das Material für einen stabilen, hohen, Marder-sicheren Metallzaun liegt vor Ort, die Baumaßnahmen werden von unseren Mitarbeitern selbst durchgeführt. Sobald dieses Projekt abgeschlossen sein wird, können wir mindestens 100 weitere Hühner vor dem Tod am Schlachthof retten.“

Unser jüngster Tierpfleger Jan fügt noch hinzu: „In all den verstrichenen Jahren des Aufbaus, der anhaltenden Renovierungsarbeiten und Anpassungen zum Wohle unserer Schützlinge haben wir immer unser natürliches Umfeld und seine Bewohner im Hinterkopf behalten, um ihnen, trotz unseres Eingriffes in dieses kleine, aber vielfältige Ökosystem, ein neues Zuhause, eine Zuflucht zu bieten, damit ihnen die Möglichkeit zur Verfügung steht, mit unserer Hof-Infrastruktur bestmöglich zu koexistieren. Mit viel Schweiß, Geduld und Teamwork konnten wir unseren gemeinsamen Traum erfüllen und eine naturnahe Umgebung für unsere wildlebenden Freunde schaffen. Benjeshecken, aus Ästen bestehende Naturzäune, Teiche, die von unserem Wassergeflügel genutzt, aber auch sehr gerne von Wildenten besucht werden, und Froschtümpel bilden eine wunderbare Harmonie mit unseren Gehegen und bieten sowohl unseren "Klienten", als auch unseren wilden Gästen, ein behagliches Zuhause.
Die Jahre vergehen wie im Flug, die Tiere wachsen einem mit jedem Jahr noch mehr ans Herz und es ist ein unbeschreiblich schöner Lebensweg, den wir mit unseren Mitgeschöpfen im Einklang gehen. Ungebrochen ist die Liebe zu unserem Hof „ANIMAL SPIRIT-Esternberg“. Wir gemeinsam haben noch so viele Pläne und Ideen zum Wohl unserer  Gnadenhofbewohner, und hoffen deshalb auf eine gute Zukunft. In diesem Sinne auf die nächsten 15 Jahre…“

08.07.2021

Neues von unserem Partner-Projekt „Dog Care Clinic" (DCC) in Sri Lanka:

Dog Care Clinic goes Cow Care Clinic!

ANIMAL SPIRIT unterstützt die DCC ja bereits seit mehr als 3 Jahren (siehe auch unsere Frühjahrs-mailing „Streunerhunde: Auch Romy leidet wegen Corona“. Kürzlich haben wir die erfreuliche Nachricht erhalten, daß dort – trotz aller Schwierigkeiten mit „Corona“ – nicht nur weiterhin  sehr vielen Hunden erfolgreich geholfen wird, sondern auch „Nutztiere“ – konkret 9 Rinder - aufgenommen worden sind. So schreibt uns DCC in einem Newsletter: „Es ist uns gelungen unsere Projekte und Programme nicht nur erfolgreich fortzuführen, sondern diese auch auszubauen. Wer uns in den sozialen Medien folgt, weiß bereits, daß wir nun auch Nutztiere in der DCC aufnehmen und derzeit neun Rinder bei uns haben. Seit Mai 2021 nehmen wir auch in Not geratene Nutztiere auf. Alles begann mit Bulle Rudi, den wir von der Straße retteten.

Tausende Menschen in Sri Lanka hatten das Video eines behinderten Bullen gesehen, der sich mühsam durch den mörderischen Verkehr schleppte. Aber keiner rettete ihn! Wir hatten große Sorge, daß Rudi irgendwann angefahren werden würde und bereiteten daher in einer Hauruck-Aktion alles für seine Rettung vor. Kurz darauf konnten wir Rudi in Sicherheit bringen.

Da Rudi nicht alleine bleiben sollte, retteten wir eine Kuh und ihr Kalb vom Schlachter. Dort standen noch drei weitere Kühe mit ihren Kälbern im Dreck neben den bereits getöteten Artgenossen. Auch diese Tiere haben wir freigekauft und vor dem Tod beim Schlachter gerettet. Dies war der Anfang eines neuen Kapitels der DCC, denn wir schenken nun auch Nutztieren in Not ein Leben in Sicherheit. Siehe auch der Bericht auf der DCC-Homepage!

Natürlich ist dies mit enormen Kosten verbunden. Der neue Klinikbereich befindet sich noch im Aufbau. Wir benötigen weiteres Personal für die Versorgung der Huftiere und müssen auch die zusätzlichen Futterkosten stemmen.“

Wer die Dog Care Clinic e.V. direkt unterstützen will kann das online tun unter oder auf das deutsche Konto IBAN DE 6769 4500 6501 5096 9221, BIC SOLADES1VSS. Vielen Dank!

08.07.2021

EU-Kommission kündigt Käfigverbot an

albert-schweitzer-stiftung.de: Die EU-Kommission hat am 30. Juni 2021 Geschichte geschrieben: Sie kündigte an, ein EU-weites Verbot für Käfige in der landwirtschaftlichen Tierhaltung auf den Weg zu bringen.

Die Kommission plant, Käfige für über 300 Millionen Hühner, Sauen, Kälber, Kaninchen, Enten, Gänse und andere sogenannte Nutztiere bis 2027 abzuschaffen. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides und Kommissionsvizepräsidentin Věra Jourová gaben dies auf einer Pressekonferenz als Antwort der Kommission auf die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „End the Cage Age“ bekannt. Die EBI [auch unterstützt von ANIMAL SPIRIT] wurde von einer überwältigenden Anzahl von 1,4 Millionen EU-BürgerInnen unterzeichnet und ist damit die erste erfolgreiche Initiative für landwirtschaftlich genutzte Tiere.

Die Kommission beabsichtigt, „bis Ende 2023 einen Legislativvorschlag vorzulegen, um die Verwendung von Käfigsystemen für alle in der Initiative genannten Tiere schrittweise zu beenden und schließlich zu verbieten.“ Sie wird LandwirtInnen bei der Umstellung unterstützen und auch die Vorgaben für importierte Produkte aus Nicht-EU-Ländern prüfen. Bis Ende des nächsten Jahres wird die Kommission die Details des Gesetzesvorschlags klären. Ein konkreter Entwurf soll im Jahr 2023 vorgelegt werden und benötigt dann die Zustimmung des EU-Parlaments und des EU-Rats. Der Gesetzesvorschlag wird Teil der laufenden Überprüfung der Tierschutzvorschriften im Rahmen der „Farm to Fork“-Strategie sein.

Mahi Klosterhalfen, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und Mitinitiator der EBI, freut sich: „Das ist ein historischer Tag! Die Menschen in Europa nehmen Tierleid nicht mehr einfach hin. Sie haben ihre Forderung nach einem Wandel in der Tierhaltung laut und deutlich formuliert und die EU-Kommission hat das als Handlungsauftrag angenommen. Europa hat jetzt DIE Chance, mehr als 300 Millionen Sauen, Kälber, Hennen, Kaninchen und andere Tiere aus dieser grausamsten aller Haltungsformen zu befreien und das Käfigzeitalter endlich zu beenden! Wir NGOs werden genau beobachten, was nun passiert, damit die Agrarlobby das Vorhaben nicht kippt.“

28.06.2021

Neues aus der Fernreith: Das erste Fohlen aus der Rettungsaktion im Bezirk Wels-Land ist da.

Vergangenes Wochenende konnten wir nochmals 2 Hengste aus dem verwahrlosten Hof in der Gemeinde Gunskirchen, OÖ, herausholen (wir haben mehrmals darüber berichtet) und gleich auf ihren neuen Lebensplatz bei Pferdefreunden bringen. Nun hoffen wir, daß auch die restlichen 7 Hengste bald einen guten Platz finden werden. Anfragen bitte an Marion R. vom Gnadenhof Engelberg unter 0676-705 93 53.

Marion berichtet zudem von weiteren erfreulichen Entwicklungen: „Bei der Pferderettung im Bezirk Wels-Land haben wir ganz am Anfang die völlig abgemagerten, entkräfteten und verletzten Stuten, von denen einige trächtig waren, in Sicherheit gebracht. Zwei der Stuten wurden vorübergehend bei einer Tierärztin untergebracht. Sie hängen sehr aneinander, wir wollten sie vorerst nicht trennen. Mein Wunsch, für die beiden einen gemeinsamen Lebensplatz zu finden, erschien uns vorerst unrealistisch, wurde aber dank eines ganz besonderen Pferdefreundes aus dem Bezirk Mondsee Wirklichkeit!

Gestern erhielten wir dann die schöne Nachricht: Der erste Nachwuchs ist da und wohlauf (siehe Foto oben). Obwohl die Stute wahrlich nicht gut in Form war, hat sie doch ein gesundes Stutfohlen zur Welt gebracht. Die Freude bei dem neuen Besitzer ist groß, das Pferdemädchen wunderschön, Mutter und Tochter geht es gut.

Auch konnten wir zwei seitens der Behörde abgenommene Hengste - sie waren lange Zeit in einem finsteren Verlies gemeinsam eingesperrt - an pferdeliebende Menschen vermitteln. Noch stehen sie ob ihres schlechten Zustandes in der Tierklinik, können aber bald die Reise ins neue Zuhause antreten.

Immer wieder ist es für uns wie ein ganz besonderes Wunder und eine Belohnung für all die Mühe, daß bisher für alle geretteten Pferde ein artgerechter Endplatz gefunden werden konnte. Die Kosten für die Rettung der vielen Pferde in der Fernreith belasten unser Budget sehr, es ist auf so große Tierrettungen nicht ausgelegt, wir würden uns sehr über Ihre Unterstützung freuen.“

28.06.2021

Robert Tönnies stellt sich gegen die gesamte deutsche Schlachtindustrie

wiwo.de: Bei der Betäubung von Schweinen in Schlachthöfen kommt es immer wieder zu massiven Verstößen. Auch der städtische Schlachthof in Kulmbach steht in der Kritik. Robert Tönnies will etwas Entscheidendes ändern und zieht damit den Unmut der Branche auf sich.

Es sind furchtbare Aufnahmen, die die Tierschutzorganisation „Soko Tierschutz“, kürzlich öffentlich machte. Sie hatte heimlich an einer Gondel, mit der Schweine in eine CO2-Grube hinuntergefahren werden, eine Kamera installiert und die Aufnahmen dem TV-Magazin „Report Mainz“ zur Verfügung gestellt. Die Aufnahmen aus dem städtischen Schlachthof in Kulmbach zeigen den quälenden Todeskampf der Tiere, der teilweise bis zu einer Minute dauert. Ob es dann allerdings auch wirklich betäubt ist, ist oft nicht sicher. Dabei soll ein Schwein eigentlich nicht bei Bewußtsein getötet werden. Das schreibt die Tierschutz-Schlachtverordnung vor. Demnach soll ein „schnell und unter Vermeidung von Schmerzen oder Leiden in einen bis zum Tod anhaltenden Zustand der Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit versetzt“ werden muß.

Konfrontiert mit den Aufnahmen gibt Schlachthofleiter Dirk Grühn zu Protokoll, daß die Betäubung mit Kohlendioxid eine „suboptimale Betäubung“ sei. „Die Abwehrreaktion der Tiere in der Gondel, die ist lang, die geht 20 bis 30 Sekunden definitiv, und teilweise länger“, sagt er: „Das ist eigentlich zu lang.“ …

Der Neffe von Schlachtmogul Clemens Tönnies und Mitgesellschafter des Fleischkonzerns Tönnies in Rheda-Wiedenbrück kennt den Schlachthof in Kulmbach bestens. Zusammen mit Professor Klaus Troeger vom Kulmbacher Institut für Sicherheit und Qualität bei Fleisch vom Max-Rubner-Institut (MRI) arbeitet er seit Monaten an einer Alternative zur CO2-Betäubung: Helium. Studien von Tröger hätten ergeben, daß bei Schweinen mit dem Betäubungsgas Helium in diesem Bereich „herausragend positive“ Ergebnisse erzielt werden können, da im Gegensatz zum heute in der Industrie üblichen Betäubungsgas CO2 „aversive Reaktionen vollständig vermieden werden“ können, heißt es im Vertragstext, den die Bernd-Tönnies-Stiftung schon vor Monaten mit der Stadt Kulmbach unterzeichnete. Und weiter: „Ungeachtet dieser Tatsache wird dieses Verfahren bisher in der Praxis nicht angewandt, da es bisher an einer im Schlachtbetrieb einsetzbaren, praxistauglichen Betäubungsanlage fehlt und die Schlachtwirtschaft und deren Ausrüster am alten Verfahren festhalten.

Stiftung spendiert Millionen

Die Bernd-Tönnies-Stiftung, die den Namen von Roberts Vater und Gründer des Tönnies-Konzerns trägt, werde daher in Zusammenarbeit mit Tröger als Projektleiter am Schlachthof Kulmbach eine Pilotanlage erstellen, die den Anforderungen der Praxis gerecht wird. Die gewonnenen Erkenntnisse, Schutzrechte und Patente werde die Stiftung der Branche zu kostendeckenden Gebühren zur Verfügung stellen, um das Tierwohl bei Betäubung und Schlachtung nachhaltig zu verbessern. Das Pilotprojekt in Kulmbach soll von der Stiftung, in der Robert als Vorsitzender des Kuratoriums fungiert und seine Frau die Geschäfte führt, mit einer niedrigen, einstelligen Millionensumme finanziert werden. … Zwar wurden von allen großen Schlachtkonzernen immer wieder Studien und Forschungen zu Alternativen finanziert. Geändert hat sich jedoch bis heute nichts. CO2 ist nach wie vor die billigste Art und Weise der massenhaften Tierbetäubung.

28.06.2021

Norwegen: Wal-Versuche für das Tierwohl? Kritik an Experiment

fr.de: Darf man junge Wale kurzfristig Streß aussetzen, um Lärmfolgen für ihre Artgenossen besser zu verstehen? In Norwegen hält man das für angemessen. Tierschützer und Walforscher laufen Sturm.

Oslo (dpa) - Auf den Lofoten im hohen Norden Norwegens sind große Unterwassernetze zwischen felsigen Inseln gespannt, um junge Zwergwale auf ihrem Weg durch das Europäische Nordmeer abzufangen. An den Meeressäugern sollen mehrstündige Hörversuche vorgenommen werden, um zu erforschen, welche Auswirkungen menschlicher Lärm auf die Tiere hat. Tierschützer und auch Wissenschaftler halten die Experimente für fragwürdig. Darf man wilde Tiere unter Streß untersuchen, um Daten für das vermeintliche Wohlergehen ihrer Artgenossen zu sammeln?

Nun sind Hörversuche bei Tieren nicht ungewöhnlich. ... Ein wesentlicher Unterschied zum jetzigen Experiment ist, daß es sich bei den Walen um wilde Tiere handelt. Im Walfangland Norwegen hat die zuständige Lebensmittelbehörde das Experiment genehmigt. Ziel ist, Erkenntnisse zu gewinnen, welche Lärmquellen schädlich für Wale sind. „Wissen darüber, wie menschliche Aktivitäten wilde Tiere stören, wird immer zum Nutzen der Tiere sein“, heißt es von der Behörde. „Wir glauben, daß das auch hier der Fall ist.“

Wale sind auf ihren Reisen durch die Ozeane auf Kommunikation per Schall angewiesen. Vom Menschen verursachter Lärm kann dabei stören. Auf den Lofoten sollen im Laufe dieses und der drei folgenden Sommer insgesamt bis zu zwölf Wale gefangen und maximal sechs Stunden lang Tests unterzogen werden. Neben Bluttests sind mit Hilfe von Elektroden auch Untersuchungen ihres Hörvermögens geplant, während die Tiere zwischen zwei Flößen gehalten werden. Falls nötig, sollen sie betäubt werden. Schließlich werden ihre Rückenflossen mit Satellitensendern ausgestattet, bevor sie wieder freigelassen werden.

Die norwegische Behörde glaubt, die Belastung der Tiere sei gerechtfertigt. Lärm sollten die Wale nicht ausgesetzt werden, vielmehr gehe es darum, den leisesten Lärmpegel zu finden, den sie hören könnten. „Wir glauben, daß die Ergebnisse des Experiments sowohl dem Zwergwal als auch anderen Walarten zugute kommen werden, während wir mehr darüber lernen werden, wie Lärmbelästigung im Ozean diese Tiere stören kann.“

28.06.2021

Schwan jagt Ente – Ente jagt Schwan

burgenland.orf.at: Am Neufelder See ist es am Wochenende zu einem spannenden Revierkampf gekommen. Anfangs scheint ein Schwan eine Ente aus seinem Revier vertreiben zu wollen, aber dann reicht es der Ente und sie dreht den Spieß um.

Rupert Johann Schicho aus Neufeld gelangen spannende Aufnahmen von der Tierwelt. Diesmal hielt er einen Revierkampf am Neufelder See mit seiner Kamera fest.

Und: Stier jagt Torero!

Hier noch ein kurzes Video von einem Stier-Kampf, wo diesmal der Stier den Spieß buchstäblich umgedreht hat…: https://gfycat.com/grandampledutchsmoushond