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ANIMAL SPIRIT - Newsletter vom 01.05.2019

Engelberg: Neue Amphibienteiche

01.05.2019

2 neue Amphibienteiche am Gnadenhof Engelberg

Gnadenhof-Leiterin Marion schreibt: „Ganz am Anfang, als wir 2016 das erste Mal den Engelberg besichtigten, sind sie mir sogleich die Teiche aufgefallen: Der eine ganz idyllisch mit Steg, umschlossen von Sträuchern und Erlen, fast wie ein kleiner Park, der andere versteckt und kaum mehr vorhanden. Weiden berührten seine Wasseroberfläche, er drohte bereits zu verschwinden, weil durch den Eintrag von Sedimenten praktisch kaum mehr vorhanden.

Mir war bewußt, ich muß diese bereits selten gewordenen Gewässer und damit auch die Lebensräume für unsere heimischen Amphibien bewahren und schützen. Natürlich gab es sogleich Anfragen von Personen mit Goldfischen, Koi´s, Enten und Gänsen in Not. Mir war jedoch bewußt, daß wenn ich die Teiche mit diesen besetzte, es das Aus für die Amphibien dort bedeutet hätte. Aufgrund der vielen menschlich bedingten Gefährdungen sind die Bestände unserer heimischen  Amphibienarten in den letzten Jahrzehnten sehr stark zurückgegangen.

Sie sind in unserer ausgeräumten Landschaft auf intakte Wanderkorridore, offene Wasserflächen, Hecken, gestufte Waldränder, Stauden und Gräben angewiesen. Genau das bieten die Teiche am Engelberg, für diese so selten gewordenen Wesen. Dort finden sie Nahrung und Schutz. Bereits im ersten Frühling zeigte sich das Paradies für die Natur in seiner ganzen Pracht. Hunderte von Kröten, Frösche, Molche, jede Menge Libellen und viele verschiedene Insekten tummelten sich dort - siehe Video!

Mit der Unterstützung der sehr engagierten Naturschutzgruppe Haibach war es möglich, den unteren Teich mit Hilfe eine Baggers, zu 100% finanziert von Land OÖ/Naturschutz, wieder auszubaggern, um so zu verhindern, daß der Teich irgendwann verschwinde; ganz spontan haben wir dann auch noch einen weiteren - dritten - Teich gegraben, mitten in der Pferdeweide, weil dieser sonnige Ort ideal für Amphibien ist. Es besteht ein natürlicher Wasserzulauf aus dem oberen Teich und schon kurze Zeit später konnten wir beobachten, daß sich die Landschaft zum Positiven verändert.

Vielen Dank an die ehrenamtlichen Helfer, wie z.B. Alfred Glatzmeier, er hat durch sein Engagement dazu beigetragen, den Bereich der Teiche für die Natur zu reaktivieren. Unermüdlich hat er alten Schutt, Möbel, Elektrogeräte, Heuballen etc. herausgeräumt, etwas Licht und Sonne durch sanfte Ausforstung in den Bereich des Wassers gebracht und damit einen wesentlichen Teil der Arbeit auf sich genommen, um wieder ein kleines Paradies für die Natur zu schaffen.“

Um dieses kleine Wildtier-Refugium erhalten und weiter ausbauen zu können, sind wir wie immer auf Ihre Spende angewiesen! Herzlichen Dank.

Tierschutz-Themen: 

Frühlingsputz auf den Gnadenhöfen

01.05.2019

Auch in Esternberg und am Hendlberg tut sich einiges:

Während sich in Esternberg alle Tiere bereits auf den saftigen Frühlingsweiden tummeln (siehe die schöne, erst kürzlich gerettete Kuh Klara am Bild links) war heute am Gnadenhof Hendlberg der „Tag der Arbeit“ – nämlich der Entwurmung aller Schafe angesagt. Das ganze Team half zusammen, unsere Schafherde einzufangen, mit Vitaminen und Selen für die kommende Weidesaison zu versorgen, zu entwurmen und wenn nötig (leider behördlich vorgeschrieben) auch noch zu chippen. Nächste Woche dürfen dann alle auf die frische Sommerweide im Gemeindegebiet von Laaben und werden dort auch demnächst von ihrem dicken Winterfell befreit, also fachgerecht geschoren!

Tierschutz-Themen: 

Brüssel stoppt 5G-Ausbau!

01.05.2019

www.solidarwerkstatt.at: Paukenschlag - Brüssel stoppt 5G-Ausbau!

Bereits mehrmals hat ANIMAL SPIRIT über die immensen und von mainstream-Medien und Politik stets totgeschwiegenen Gefahren des neuen 5G Mobilfunknetzes auf Mensch, Tier und Umwelt berichtet, jetzt sorgt eine Meldung, ausgerechnet aus der „EU-Hauptstadt“ Brüssel, für Aufsehen:

Es ist kaum zu glauben, daß in Brüssel - im politischen Zentrum des freien Marktes – sich die freien Kräfte der „Modernisierung“ einschränken lassen müssen. Und das gehörig, bis zum absoluten Nullpunkt. Nun mit Brüssel ist hier nicht die EU bzw. die EU-Kommission gemeint sondern die Region Brüssel. Diese hat das Projekt Ausbau des 5G-Netzes vorläufig einmal gestoppt.

Eigentlich hat die Belgische Regierung diesen Schritt getan, um ihre Bürgerinnen nicht einer Gefahr auszusetzen.  Der Gefahr, eventuell als Versuchskaninchen für die Mobilfunk- und Internetindustrie mißbraucht zu werden. Es besteht die nicht unbegründete Befürchtung, daß mit dem 5G-Standard die strengen Strahlungsregeln der Stadt Brüssel nicht eingehalten werden können. Dazu muß man wissen, daß in der Stadt Brüssel die strengsten Strahlungsregeln weltweit gelten. Und das mit gutem Grund.

Brüssel widersetzt sich der EU-Kommission

Das Pikante daran: Die Europäische Kommission hat die EU-Mitgliedsstaaten aufgefordert, bis 2020 jeweils eine Stadt in jedem Mitgliedsland, welche für den 5G Standard geeignet scheint, auch 5G-tauglich zu machen. Die Belgische Umweltministerin Céline Fremault hat nun der EU-Kommission einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht: „Ich kann eine solche Technik nicht zulassen, wenn die Strahlungsstandards, die die Bürger schützen sollen, nicht beachtet werden – 5G hin oder her. Die Brüsseler sind keine Versuchskaninchen, deren Gesundheit ich aus Profitgründen verkaufen kann."

„Die Brüsseler sind keine Versuchskaninchen“

Ist so etwas aus der österreichischen Politik ebenso zu hören? Nein, denn wir in Österreich sind schon beim Smart Meter, welcher die 5G-Technologie zur vollen Entfaltung seiner Fähigkeiten benötigt, nicht nur übergangen, sondern bis Dato nur gefrotzelt worden. Wir in Österreich sollen die Versuchskaninchen bei der Einführung solcher Technologien wie Smart Meter und 5G spielen.

Schon der Rechnungshofbericht hat in seinem Prüfbericht zur Einführung des Smart Meter vom Jänner 2019 hat festgestellt, daß „Österreich über keine verbindliche Rechts­grundlage zum Schutz der Allgemeinbevölkerung vor den Einwirkungen durch elektromagnetische Felder verfügt.“ Der Rechnungshof empfahl dem nunmehr zuständigen Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, im Einvernehmen mit den zuständigen Bundesministerien die Erlassung einer Verordnung über den Schutz der Allgemeinbevölkerung vor der Einwirkung durch elektromagnetische Felder zu prüfen.

Rechnungshof fordert Elektrosmog-Verordnung

Aber nicht nur der Rechnungshof stellt der Österreichischen Politik ein schlechtes Zeugnis aus, wenn es um Fürsorge der Gesundheit von uns allen geht. Eine internationale Ärzteschaft stellt fest, daß die Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunkwellen nicht abschließend geklärt ist. Im September 2018 hatten 180 Ärzte aus 36 Ländern in einem offenen Brief ein 5G-Moratorium gefordert, bis die gesundheitlichen Effekte von 5G abgeklärt sind.

Zuerst prüfen – dann entscheiden!

Die zuständigen Ministerinnen sollten eher gestern als heute zu den Themen Smart Meter und G5 aktiv werden. Aber nicht im Sinne der abkassierenden Technik- und Mobilfunkindustrie, sondern im Sinne von Gesundheitsschutz aller Menschen in Österreich, vor noch nicht abschätzbaren Gefahren neuer Technologien! Zuerst müssen die Risiken geprüft und dann erst – basierend auf den Untersuchungsergebnissen – eine Entscheidung getroffen werden. Und nicht umgekehrt!

Siehe auch: http://www.taz.de/!5584878/
https://www.t-online.de/digital/smartphone/id_85555326/5g-netz-versuche-in-genf-und-bruessel-wegen-strahlung-gestoppt.html

Tierschutz-Themen: 

D: Neuer Tiertransport-Skandal

01.05.2019

Tiertransporte: Bund bürgte mit Millionenbetrag

www.fellbeisser.net: Die deutsche Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren umstrittene Lebendtransporte von Rindern ins nicht-europäische Ausland mit Exportgarantieren in Millionenhöhe abgesichert. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

Demnach habe der Bund für zwei Lieferungen von Zuchtrindern nach Ägypten mit insgesamt 3,4 Mio.  Euro gebürgt. Um solche Tiertransporte hatte es zuletzt politischen Streit gegeben, weil Tierschutzbestimmungen auf den langen Transporten möglicherweise nicht eingehalten werden und die Tiere auf dem Weg zum Zielort leiden könnten.

Grünen-Politiker Friedrich Ostendorff sagte der "NOZ" zu den Bürgschaften: "Es ist bestürzend, dass die Bundesregierung diese Geschäfte mit Millionenbeträgen absichert, statt die Tiere vor den tagelangen Transporten in Hitze und Enge zu schützen." Seiner Einschätzung nach ist der Transport nach Ägypten "in keinem Fall" mit europäischen Tierschutzbestimmungen in Einklang, so der Agrarexperte der Grünen-Bundestagsfraktion. "Und nachweislich steht vielen Rindern aus deutschen Ställen nach dem leidvollen Transport und einem kurzen Leben in der Milchproduktion ein grausamer Tod bevor." Ohne die Bürgschaft des Bundes sei den Tieren dieses Schicksal womöglich ganz erspart geblieben.

Neben Rinderexporten sicherte der Bund in den vergangenen Jahren auch weitere Projekte aus dem Bereich Landwirtschaft ab. Das Bundeswirtschaftsministerium nennt 20 Vorhaben mit einem Bürgschafts-Volumen von insgesamt 124 Mio Euro! Darunter Mastställe für Schweine und Geflügel in der Ukraine oder Rußland. In diesem Jahr sicherte der Bund die Lieferung von Schweinestallequipment nach Mexiko mit einer Bürgschaft in Höhe von 14 Mio. Euro ab. Einspringen mußte der Bund dreimal mit insgesamt 33,1 Mio Euro für geplatzte Stall-Projekte in der Ukraine.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

Tierschutz-Themen: 

Datum: 

Mittwoch, 1. Mai 2019