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ANIMAL SPIRIT - Newsletter vom 19.10.2018

Nochmal 10 Pferdeseelen gerettet

19.10.2018

Weitere 10 Pferdeseelen gerettet!

Letzten Dienstag war wiederum ein Team von ANIMAL SPIRIT nach Salzburg und Tirol unterwegs, um für heuer die letzten „aussortierten“ Haflinger- und dazu ein Norikerfohlen freizukaufen, für die wir im Vorfeld gute Plätze in Österreich und Deutschland gesucht und gefunden hatten. Sechs davon gingen mit einer kleinen Pferdetransportfirma an verschiedene Stationen in Deutschland und zwei Hafis nahm AS-Obmann Dr. Plank für NÖ und das Burgenland mit. Inzwischen sind alle wohlbehalten auf ihren neuen Lebensplätzen gelandet – siehe Fotos und YouTube-Video

Allerdings konnte es unsere Marion vom Hof Engelberg wieder einmal nicht lassen, auch noch zwei arme Pony-Seelen – eine davon halbblind – von einem Pferdehändler in OÖ mitzunehmen:

Noch zwei Ponys für den Engelberg:

„Nur ein paar Tage nachdem das Pony „Omi“ bei uns eigezogen ist, läutet wieder mein Telefon. Erneut ist es der Pferdehändler aus dem Innviertel, der zu mir sagt: „Du kannst es jetzt abholen.“ „Wen?“ frage ich. „Na, das blinde Pony.“

Ich wußte von nichts, bekam aber gleich die Erklärung: Ein ca. 4-Jähriges, wahrscheinlich blindes, Pony ist bei ihm gelandet. Wenn wir es nicht nehmen, gibt es nur mehr den Weg zum Schlachter für das kleine Wesen. Weil unser Obmann Dr. Plank am Weg vom Fohlen-retten zufällig in der Nähe war, haben wir uns beim Händler getroffen. Der Händler zeigte uns die Stute, sie stand gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn völlig verstört in einer Box. Der junge Hengst war sozusagen ihr „Blindenhund“. So, was nun? Selbstverständlich haben wir beide mitgenommen und den beiden damit den unvermeidlichen Gang zum Schlachter erspart. Beide sind noch sehr ängstlich, fassen aber langsam Vertrauen. Nun wünschen wir uns für die zwei noch dringend einen Paten, diese dürften dann auch den Namen auswählen!“

Kommenden Dienstag findet ja für heuer die letzte große „Schlachtfohlen“-Versteigerung in Maishofen (Sbg.) statt, bei der natürlich auch ANIMAL SPIRIT wieder vertreten sein wird. Für weitere neun Norikerfohlen haben sich Privatpersonen gemeldet, für die wir Fohlen ersteigern dürfen. Leider liegen die Preise heuer bereits bei 900 bis 1000,- € pro Fohlen, was aber andererseits – zumindest für die noch teureren – bedeutet, daß sich die Vermarktung am Fleischmarkt zunehmend weniger lohnen dürfte. Wer unser Vorhaben (noch einmal) unterstützen will und kann, hier unsere Spendenkontonummer IBAN: AT82 6000 0000 7569 4953 oder auch HIER online. Vielen Dank!

Tierschutz-Themen: 

Findel-Schaf „Mila“

19.10.2018

Findel-Schaf „Mila“

Gestern, 18. Oktober 2018, erreichte das ANIMAL SPIRIT-Büro in Laaben ein Anruf der etwas anderen Art: Eine Frau aus Altlengbach erzählte uns, daß ihr kürzlich ein junges weibliches Schaf zugelaufen sei und niemandem zu gehören scheint. Es sei zwar jetzt in ihrem Garten, aber sie könne es natürlich nicht behalten. Also erklärten wir uns – wieder einmal – spontan bereit, das Schäfchen abzuholen und auf unserem Gnadenhof Hendlberg aufzunehmen. Wir haben die Kleine mit der lustigen kuh-artigen Scheckung „Mila“ getauft, sie ist sehr zutraulich und hat sich auch gleich in die restliche Schafherde, die noch immer den Altweibersommer auf der Weide genießt, integriert – siehe Fotos.

Ihr voriges Schicksal ist uns unbekannt, vielleicht ist es ihr über den Sommer gar nicht so schlecht ergangen; womöglich wäre sie aber demnächst – mit Tausenden weiteren „Schlachtschafen“ – auf einen der vielen Transporter zu einer tagelangen Reise in die Türkei oder gar per Schiff nach Nordafrika – zum grausamen Schächten - gegangen. Kaum zu ertragende Bilder dieser Horror-Transporte waren erst vor 2 Tagen wieder im ORF Weltjournal + zu sehen – die gleichen Szenen wie schon vor 25 Jahren von Manfred Karremann dokumentiert. Es hat sich rein gar nichts geändert, im Gegenteil: es scheint nur immer noch brutaler zu werden, das einzige was zählt ist der Profit – bei Züchtern, Mästern, Händlern und Transporteuren und natürlich insbesonders bei der Institution EU, die diesen ganzen Wahnsinn der millionenfachen systematischen Tierausbeutung legalisiert, teilweise noch subventioniert, verschweigt oder bestenfalls schönredet! Siehe auch der übernächste Artikel über die Kampagne zur Beendigung der Käfighaltung in Europa!

Dazu passend auch die Erinnerung an unsere Petition für ein ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens in Österreich!

Tierschutz-Themen: 

Lebensplatz für Stierkalb Tommy

19.10.2018

Ein Lebensplatz für Stierkalb „Tommy“ am Gnadenhof Esternberg

Corinna M. arbeitete über den Sommer auf einer Alm und lernte dort drei Kälbchen kennen und lieben; allen drei konnte sie letztlich das Leben retten, einer davon, Tommy, ist auf unserem Gnadenhof Esternberg, OÖ untergekommen. Hier ihre berührende Geschichte:

„Wir lernen Tommy Mitte Juni auf einer Alm in Osttirol kennen, wo mein Freund Christian und ich heuer als Hirten für insgesamt 50 Kühe und Kälber verantwortlich sind. Da das Gelände zu unserer auf 1800m gelegenen Hütte sehr steil ist, fahren die Kälber mit der Materialseilbahn hinauf, so auch unser Tommy und seine Gefährtin Hanni. Sie gehören einem Bauern der Almgemeinschaft und sollten den ganzen Tag im Stall verbringen, welcher ein paar hundert Meter von unserer Hütte entfernt liegt. Dies widerstrebt uns natürlich furchtbar und wir holen uns die Erlaubnis des Bauern ein, den beiden im Mai geborenen Kälbern eine kleine Weide einzäunen zu dürfen. Nie werde ich vergessen, mit welcher Freude und Begeisterung Tommy und Hanni zum ersten Mal in ihrem Leben über die herrliche Bergwiese galoppiert, gesprungen und  immer wieder hin und her gerast sind, bis sie schließlich keine Puste mehr hatten.

Da die Mutterkuhhaltung bei vielen Landwirten nicht üblich ist, mußten wir die beiden Kälber jeden Tag zweimal mit Milch füttern. Sie taten uns wirklich leid, so ganz allein, von der restlichen Herde getrennt, denn sie brüllten am Nachmittag oft laut, wenn sie uns mit den Kühen sahen. Also faßten wir nach 2 Wochen den Beschluß, die beiden zu den restlichen Kälbern in unseren Stall zu holen! Anfangs war besonders Tommy noch recht schüchtern und mußte einige Rempler seiner größeren Artgenossen einstecken. Doch schon nach wenigen Tagen schlossen sie sich der Kälbergruppe an und erkundeten mit dieser die weiten schönen Berghänge des Defereggentals.

Ende September war die Zeit des Almabtriebs gekommen und das Herz wurde uns von Tag zu Tag schwerer in der Gewißheit, daß viele dieser wunderbaren Geschöpfe nach diesem schönen Sommer ein schweres, meist tödliches Schicksal – oft noch mit tagelangen quälenden Transporten verbunden - erleiden würden. Die traurige Realität für junge Stiere bedeutet meistens nach 5-6 Monaten Verkauf an einen Händler, Weiterverkauf an einen Mastbetrieb (oft im Ausland bis in die Türkei, Iran oder Nordafrika) und der Schächt-Tod. Außerdem werden Stiere, sollte sie der Bauer als Zucht- oder Maststier behalten, im Winter nicht mehr ins Freie gelassen, weil sie dabei an Gewicht verlieren würden.

Als ich mich von unseren Kälbern unter vielen Tränen in der Seilbahn verabschiedete, faßte ich den Entschluß, alles dafür zu tun, um wenigstens ein paar der kleinsten Stiere zu retten. In den Wochen nach der Alm versuchte ich verzweifelt, einen Platz für unseren Tommy und zwei weitere Stierkälbchen zu finden. Die Zeit drängte, denn Tommy sollte bereits Anfang Oktober an den Händler verkauft werden. Leider erhielt ich von sämtlichen Gnadenhöfen und Bauern nur Absagen... ich war verzweifelt!

Doch unser Tommy hatte ein Riesen-Glück! Der erst kürzlich erfolgte traurige Tod einer älteren Kuh am Gnadenhof Esternberg rettet sein Leben! Am 13. Oktober, einem wunderbar sonnigen Herbsttag, verabschiedet Tommy sich von seiner Freundin Hanni in Osttirol und tritt die 5 Stunden lange Fahrt nach Esternberg an. Er ist sehr aufgeregt und muht oft- weiß nicht, wie ihm geschieht... Doch als wir endlich gegen Abend unser Ziel erreichen, erwartet Tommy bereits ein Empfangs- Komitee: Die Esel scharen sich neugierig um den Anhänger, der Ziegenbock Lanzelot, Pferde, Lamas, Hühner....Sie alle bereiten Tommy einen entspannten Empfang und nach ein paar Minuten frißt und trinkt er auch schon in der feinen großen Box, in welcher es sich Tommy ein paar Tage lang gemütlich machen kann, bevor er seine Artgenossen auf der Weide kennenlernen wird!

Drei Tage vor Tommys Rettung erhalte ich außerdem die glückliche Nachricht, daß unsere ganz kleinen Stierkälber gegen Bezahlung einer Patenschaft einen Lebensplatz bei einer befreundeten Bäuerin in der Steiermark bekommen! Ich kann mich kaum halten vor Glück....

Mit dieser Geschichte möchte ich mich ganz herzlich beim großartigen Team von ANIMAL SPIRIT für seinen unermüdlichen Einsatz für das Leben und Wohl der Tiere bedanken! Weiters möchte ich mit dieser Geschichte Mut machen, daß man helfen kann, wenn man wirklich will! Auch wenn wir dadurch nicht die Welt retten werden, aber zumindest ein paar kleine Seelen...

Tierschutz-Themen: 

Beendigung der Käfighaltung in Europa

19.10.2018

Kampagne zur Beendigung der Käfighaltung in Europa

Bereits vor 2 Wochen haben wir ja auf diese neue Kampagne von „Compassion in World Farming“ (CIWF) aufmerksam gemacht, hier noch einmal die Erinnerung:

In der EU sind Hunderte Millionen von Tieren in Käfigen eingesperrt – ganz legal und großteils lebenslang! Die Tiere können dort ihre wesentlichen Bedürfnisse nicht einmal annähernd ausleben. Fordern Sie mit dieser europaweiten Petition von der EU-Kommission, alle Käfige zu verbieten – sei es für Kaninchen, Hühner, Enten, Gänse oder Wachteln. Die Petition umfaßt auch die körpergroßen Käfige für Muttersauen, die auch als „Kastenstände“ bzw. „Abferkelbuchten“ bezeichnet werden, sowie die immer noch erlaubten Einzelboxen für Kälber.

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition

Als Europäische Bürgerinitiative können wir Druck auf die EU-Kommission ausüben, endlich zu handeln. Allerdings benötigen wir hierfür binnen einem Jahr eine Million gültiger Unterschriften von wahlberechtigten BürgerInnen in der EU. Unterstützen Sie daher diese Bürgerinitiative „End the Cage Age“, um das Käfig-Zeitalter in Europa zu beenden. Wir wollen langfristig selbstverständlich weit mehr für die Tiere als nur ein Verbot der Käfighaltung. Doch dieses überholte Konzept abzuschaffen, ist ein wichtiger erster Schritt. Verlangen Sie daher von der Europäischen Kommission, für ein Ende dieser unmenschlichen Behandlung von Tieren zu sorgen!

Tierschutz-Themen: 

Update „Schlachtkühe“

19.10.2018

Update „Schlachtkühe“

Bereits einige Male haben wir auf Ersuchen von Laura Priscilla aus Norddeutschland um finanzielle Hilfe für ihre Milchkühe angefragt – und fast allen konnte so das Leben gerettet werden. Jetzt geht es aber noch um ein paar „Mastkühe“. Lesen Sie hier ihren aktuellen Bericht und Hilfsaufruf:

ALLE MILCHKÜHE HABEN ES GESCHAFFT/ MASTKÜHE SOLLEN AM 22.10.2018 geschlachtet werden!

Auf diesem Wege noch einmal großen Dank an alle Helfenden in dieser wohl einmaligen und besonderen Nutztierrettung. Auch die letzten verbliebenen Kühe aus der Milchkuhherde brauchen nun nicht mehr um ihr Leben zittern. Es gibt Menschen, die mit ganzem Herzen alles nur Erdenkliche möglich machten und für DIESE Nutztiere da waren: Genau in dem Moment, wo man glaubt, es wäre alles zu spät - es gibt keine Hilfe mehr!

Bereits im Frühsommer wurde eine Gruppe von Milchkühen, die es nicht mehr „wert“ war, der Milchproduktion zu nutzen, zum „Fettgräsen“ raus auf die Weide geschickt. Es gab keinen Weg in den Stall zurück! Das Gras ist nun aufgefressen, die LKWs kommen in Kürze und es gibt nur noch einen Weg - den zum Schlachthof! Ganz junge Kühe - gerade mal drei Jahre alt!

Am 22.10.2018 ist Schlacht-Termin!
1.200,- € will der Bauer als Auslöse pro Kuh!

WER KANN HELFEN? WER MAG HELFEN?:

KTO: LIEBE KUH LIEBE
IBAN: DE05370100500863391500
BIC: PBNKDEFF
PAYPAL: LIEBEKUHLIEBE
MAIL: liebekuhliebe@gmx.de

Laura Priscillia, Mobil: +49 152 37122196

Tierschutz-Themen: 

Datum: 

Freitag, 19. Oktober 2018