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Ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens

Barbarisches Schächten "im Namen Gottes" muß ausnahmslos verboten werden!

2018 hat das islamische Schächt-Opferfest „Kurban Bayrami“ vom 21. bis 24. August stattgefunden. Obwohl vor diesem "Opferfest" einiges darüber berichtet wurde, daß betäubungsloses „rituelles“ Schächten durch einen Erlaß des "Tierschutz“-Ministeriums – zumindest für sog. „Hinterhof-Schlachtungen“ - eingeschränkt werden soll, ändert das nichts an der grundsätzlichen Diskrepanz, daß sog. „Religionsfreiheit“ dem Tierschutz übergeordnet ist! Diese Tatsache erlaubt somit seit Jahr und Tag, daß Anhängern jüdischer oder moslemischer Glaubensgemeinschaften „im Namen Gottes“ bzw. archaischer „Traditionen“ erlaubt ist, Tiere bei vollem Bewußtsein aufzuschneiden und ausbluten zu lassen. Nach § 32 Abs 5,5 TSchG wäre zwar vorgeschrieben, „die Tiere unmittelbar nach Eröffnen der Blutgefäße wirksam zu betäuben“ (sog. post-cut-stunning), doch das ist einerseits völlig impraktikabel und andererseits wird es auch so gut wie nie kontrolliert bzw. exekutiert.

Hier vollziehen sowohl Gesetzgeber als auch die kontrollierenden Behörden einen Kniefall vor völlig veralteten, anachronistischen religiösen Vorschriften, die in dieser Form aber weder im Koran noch in der Thora niedergeschrieben sind. ANIMAL SPIRIT kämpft seit vielen Jahren gegen diese absurden Vorschriften, denn Tierquälerei ist auch dann noch Tierquälerei, wenn sie "im Namen Gottes" geschieht. Vor allem diese jährlich tausendfach stattfindenden „Hinterhof-Schlachtungen“ - aber auch die "legalen" Schächtungen - können oder wollen gar nicht wirksam kontrolliert oder gar unterbunden werden, wie uns auch ein dafür zuständiger Amtstierarzt anvertraut hat: Er traue sich gar nicht zu so einem Massaker hin, wenn da blutverschmierte bärtige Männer mit langen Messern herumlaufen würden…

Gründe für archaische Tierquälereien im Namen Gottes sind im 21. Jahrhundert obsolet

Der Grund für dieses archaische Treiben liegt im Judentum in der Erzählung der Beinahe-Opferung Isaaks (Genesis 22,1-19) durch Abraham, und im Islam das Gedenken an den Propheten Ibrahim, der bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern. Nach islamischem Glauben sollte jeder wirtschaftlich Bessergestellte ein Tieropfer bringen. Nur - weshalb die Tiere auch heute noch bewußt und vorsätzlich langsam und betäubungslos zu Tode gequält werden, ist nicht nachvollziehbar. In Österreich leben mittlerweile weit über 700.000 Menschen islamischen Glaubens. Leider halten sich viele von diesen nicht an das hier bestehende Betäubungsgebot (wohlgemerkt erst nach dem Schächtschnitt!) und schlachten Tiere – insbesondere anläßlich des Kurban Bayrami Opfer-Festes – tierschutzgesetzwidrig und qualvoll ohne jegliche Betäubung und ohne Anwesenheit des laut Gesetz vorgeschriebenen Tierarztes. Zudem gilt das Schächten als Initiationsritus im islamischen Bereich, wobei ca. 14-jährige Burschen im Beisein der Familie einem lebenden Tier - mitten in Österreich -  die Halsschlagader durchschneiden müssen, was diese oft nur aufgrund des sozialen Drucks tun, und sicher mit zitternder Hand und unter enormen Schmerzen und langem, qualvollem Todeskampf für das Tier. Natürlich geschieht so etwas nicht offiziell, der offiziell zertifizierte Schlachter, bei dem das grausame Treiben abläuft, verläßt derweil gegen entsprechendes Trinkgeld den Raum, wie uns ein Insider berichtet hat. Ein harmonisches Zusammenleben aller Bevölkerungsschichten kann jedoch nur gedeihen, wenn solche Tierschindereien unterlassen und gültige Gesetze respektiert werden. Eine „In-Ohnmacht-Versetzung“ der Tiere durch reversible Elektrobetäubung wird nämlich von maßgeblichen islamischen Religionsautoritäten als absolut religionskonform angesehen – ebenso mittlerweile auch eine gottgefällige Geldspende, gegeben an Arme. Es bestünde also für Muslime in Österreich gar kein Grund, betäubungslos zu schächten. Ganz abgesehen davon, daß niemand gezwungen ist, überhaupt Fleisch zu essen.

In vielen europäischen, auch EU-Ländern, wie z. B. den Niederlanden, der Schweiz, Norwegen, Schweden, Dänemark, Polen, Island und Liechtenstein gibt es längst ein Schächtverbot. Die barbarische Art des grauenvollen Tötens ist dort strikt und zu Recht verboten - denn Schächten bedeutet für die Tiere den grausamsten aller vorstellbaren Tode. Schächten ist unvereinbar mit Tierschutz, Zivilisation, Aufklärung und Empathie. Beim Schächten wird das Entbluten des Tieres durch einen Schnitt durch den Hals , das heißt durch die Speise- und Luftröhre bis auf die Wirbelsäule, bei vollem Bewusstsein durchgeführt, was einen sehr langsamen, unvorstellbar qualvollen Tod bedeutet. Nähere, veterinärmedizinisch belegte Beschreibungen dieses grausamen und langsamen Todes erspare ich Ihnen hier aufzulisten... (Schächtszenen sind für Interessierte auf diesem von uns auf Youtube gestellten Video zu sehen). Nur so viel: Die Legalisierung bedeutet eine vollständige Abkehr von Zivilisation, Menschlichkeit und Empathie, man kann es getrost als Rückkehr in die Steinzeit bezeichnen. Zudem bedeutet es eine Bankrotterklärung an sämtliche Integrationsziele, weil sie eine "Gesellschaft in der Gesellschaft" - mit ihren eigenen, archaischen Gesetzmäßigkeiten - noch weiter fördert.

Aus all diesen Gründen fordern ANIMAL SPIRIT und Tausende weitere Tierfreunde von der Politik und besonders von der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung, endlich ein absolutes Verbot des betäubungslosen Schlachtens - ohne jegliche Ausnahmen – gesetzlich zu verankern. Wir appellieren zudem an alle zuständigen Bezirks- und Veterinärbehörden, die seit 2013 in der Verfassung verankerte Staatszielbestimmung Tierschutz endlich wirksam umzusetzen, keine Ausnahmegenehmigungen zum betäubungslosen Schächten zu erteilen, sowie besonders während des alljährlichen Kurban Bayrami-Opferfestes auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, Schlachtvorschriften und Hygienebestimmungen zu achten. Illegal geschächtete Tiere müssen beschlagnahmt und Landwirte, welche die Tiere verkaufen, obwohl sie annehmen müssen, daß diese gesetzwidrig geschächtet werden sollen, oder gar solche tierschutzwidrigen Schlachtungen auf ihrem Hof dulden, müssen ebenfalls bestraft werden. Durch pathologische Untersuchungen kann übrigens jederzeit bei einem getöteten Tier noch im Nachhinein festgestellt werden, ob es mit oder ohne Betäubung geschächtet wurde.

Siehe dazu auch unser Offener Brief an Vizekanzler HC Strache, sowie in Kopie an sämtliche ÖVP- und FPÖ-Regierungsmitglieder, abgesandt am 30. August 2018.

Da Österreich aktuell den EU-Ratsvorsitz innehat, ersuchen die Unterzeichnenden zudem die Mitglieder der österr. Bundesregierung, dieses wichtige Thema Schächten auf die Agenda zu setzen, denn es geht hier um viel mehr als "nur" um Tierschutz!

Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT

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