Sie sind hier

Themen

Hier findet sich eine Zusammenfassung unserer vielfältigen politischen bzw. aktionistischen Tierschutz-Tätigkeiten und Petitionen. Es werden jeweils die aktuellen Themen aus unseren Newslettern hinzugefügt, sodaß die Bereiche immer am neuesten Stand bleiben.

 

Sie können hier die chronologische Liste nach verschiedenen Themen, Titeln oder auch Daten filtern.

 

Hierzu zählen z.B. unsere alljährlichen Kampagnen bezüglich der Fohlenmärkte bzw. unsere diesbezüglichen Freikauf- und Vermittlungsaktionen, allgemeine (politische) Tierschutz-Themen, unsere Beteiligung an internationalen Tiertransport- oder Anti-Schächt-Kampagnen, unsere Arbeit für die Verbesserung der Tierschutz-Gesetzgebung für Schweine, Geflügeltiere, Kaninchen und andere Tierarten oder für ein/e Einschränkung/Verbot tierquälerischer Jagdpraktiken. Weiters finden Sie hier Berichte über unsere Auslandsprojekte, wie Streunerhunde in Thailand und Eselhilfe in Ägypten, aber bisweilen auch andere Hilfsaktionen bzw. Petitionen, an denen wir uns beteiligen (z.B. gegen das alljährliche brutale Robben-Massaker in Kanada oder die grausamen Schächtpraktiken beim jährlichen Kurban Bayrami-Opferfest). Zudem bringen wir u.a. alternative Sichtweisen über die von WHO oder anderen "Gesundheits"-Behörden ausgerufene "Seuchen" und Zwangsimpfkampagnen. Darüber hinaus auch kritische Beiträge zu Gentechnik, Patentierung von Leben, EU und Tierschutz sowie allgemein zur EU und der daraus resultierenden - oft absurden - verpflichtenden Gesetzgebung für Österreich.

z.B. 25/03/2019
24.03.2019

Petition gegen den Ausbau des 5G-Netzes in Österreich!

Bereits mehrmals hat ANIMAL SPIRIT – als einzige TS-Organisation – auf die enormen Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt durch den geplanten massiven Ausbau des neuen 5G-Netzes hingewiesen (siehe u.a. https://www.animal-spirit.at/news/stopp-dem-5g-mobilfunk ). Nun wurde eine neue Petition dagegen speziell für Österreich gestartet, siehe HIER:

"Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Sebastian Kurz, sehr geehrter Herr Vizekanzler Heinz Christian Strache,

bezugnehmend auf den Offenen Brief von Ärzten vom 28.08.2018, die ihre begründete Sorge bezüglich des geplanten Netzausbaus der neuen Mobilfunkgeneration 5G zum Ausdruck brachten, ist dieser Aufruf nun auch in unserem Land Österreich angelangt.

Diese Ärzte schreiben, daß es heute bereits so sehr viele Menschen gibt, die elektrohypersensibel unter dem sogenannten „Mikrowellensyndrom“ leiden, zu dessen Symptomen Schwindel, (Dauer-)Kopfschmerzen, Epilepsien, Schlaflosigkeit, Depressionen u.v.m. zählen.

Die Zahl der Betroffenen wird sich beim Aufrüsten auf 5G vermutlich stark erhöhen, da die 5G-Technologie mit ihren höheren Frequenzen (im zweistelligen GHz-Bereich) und engmaschig aufgestellten Sendern (ca. alle 100 m! sollen „Kleinzellen“ mit 64 (!) oder mehr Antennen an Straßenlaternen angebracht werden) zu einem erheblichen Anstieg der Strahlenbelastung im Mikrowellenbereich führen wird. Für Details siehe HIER.

Weiters: Die großräumigen Abholzungen, da die Bäume 5G-Netz-Funkwellen stören.

Welche dramatischen gesundheitlichen Auswirkungen dies für Mensch und Tier nach sich ziehen könnte, ist in der internationalen Petition ausführlich dargelegt. Diese wurde von zahlreichen Wissenschaftlern, Ärzten und Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt unterzeichnet. Unsere Petition ist ein Aufruf zum Schutz der Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger in Österreich -- insbesondere der Gesundheit unserer Kinder, für die die steigende Strahlungsintensität u.a. deshalb besonders problematisch ist, weil die vollständige Gehirnentwicklung erst Mitte 20 abgeschlossen ist!

Wir, die Unterzeichner dieser Petition, bitten Sie, Herr Bundeskanzler Sebastian Kurz, und Sie Herr Vizekanzler Heinz Christian Strache, klären Sie vor dem Verkauf der 5G-Lizenzen diese Sachverhalte mit unabhängigen Fach- und Gesundheitsexperten, bevor Sie erlauben, daß wir 24 Stunden am Tag einer noch höheren Zwangsbestrahlung ausgesetzt sind, deren Risiken momentan nicht ansatzweise abschätzbar sind."

Warum ist das wichtig? Weil wir schon heute in Österreich unzählige Elektrohypersensible Mitmenschen haben, die z.T. mit schweren, gesundheitlichen Problemen kämpfen.

Wie die Unterschriften übergeben werden: Ab 5.000 Unterschriften werde ich versuchen eine persönliche Übergabe zu organisieren.
Ich möchte, weil er mir sehr wichtig ist, noch einen Link hinzufügen: Erwartet uns eine strahlende Zukunft?  Infos zum geplanten 5G-Netz
http://www.markusstockhausen.de/trompeter-musiker-komponist/509/infos-zum-geplanten-5g-netz

Und erst vergangene Woche: Versteigerung der Bundesnetzagentur die Frequenzblöcke für den Mobilfunk 5G! – wohin führt sie uns?

Das sollte jeder Nutzer von Mobiltelefonen und W-LAN wissen:

* Wir leben in einem Wirtschaftssystem und jedes Geschäft muß versichert sein.
* Betreiber der Funkanlagen, Hersteller von Mobiltelefonen und W-LAN Produkten können sich nicht  gegen Strahlenschäden versichern.
* Keine Versicherungsgesellschaft übernimmt das Strahlenrisiko.
* EMF Strahlen wurden von der Weltgesundheitsorganisation als 2B Krebsrisiko eingestuft.
* Weder Staat noch Industrie schützen uns vor elektromagnetischen Frequenzen, die wollen nur verdienen.

Deshalb weisen Handyhersteller und W-LAN Gerätehersteller darauf hin, daß gesundheitliche Schäden beim Gebrauch ihrer Geräte entstehen können und wälzen so die Verantwortung auf uns, die Verbraucher ab.

Wir, die Nutzer lesen nicht das Kleingedruckte und schlucken das kommentarlos das Gesundheitsrisiko. Die Krebsrate steigt, Tumorerkrankungen sind zur Volkskrankheit aufgestiegen, immer mehr Kinder erkranken an Krebs und Leukämie.

Das ist der Preis des Fortschritts, den wir bedenkenlos bezahlen!


24.03.2019

krautreporter.de: Warum ich kein Fleisch mehr esse – obwohl ich dachte, daß Vegetarier unrecht haben

Ich dachte, daß ich erfolgreich alle Argumente gegen Fleischverzicht zusammengetragen hätte. Dann besuchte ich einen Schlachthof. Essay von Theresa Bäuerlein:

Vor sieben Jahren habe ich ein Buch geschrieben, das ich eigentlich immer noch gut finde. Es hieß „Fleisch essen, Tiere lieben“, der Untertitel: „Wo Vegetarier sich irren und was Fleischesser besser machen können.“ Die Sache ist die: Ein paar Monate, nachdem das Buch in die Läden gekommen ist, wurde ich selbst zur Vegetarierin.

Es ist schon etwas peinlich, auf einmal eine Sache nicht vertreten zu können, zu deren Verteidigung man ein ganzes Buch geschrieben hat. Zumal ich so gut wie jedes der Argumente, die ich darin aufgeführt habe, bis heute richtig finde. Bis auf eines. Das hatte ich ausgespart, weil es mir nebensächlich vorkam. Letztlich stellte sich aber genau das als der für mich entscheidende Faktor heraus.

Die Erkenntnis kam schleichend und begann an einem Tag, an dem ich durch eine Fabrik ging, in der Schweine geschlachtet wurden. In einem dünnen, weißen Schutzanzug, der mich wie ein Michelin-Männchen aussehen ließ, führte der Geschäftsführer mich an Stapeln roter Plastikkisten vorbei, in denen sich glänzende Innereien und Schweinepfoten türmten. Wir passierten Menschen, die an langen Theken mit scharfen Messern und schnellen Bewegungen an Fleischbrocken herumschnitten, und Räume, in denen die Schweinehälften von der Decke hingen wie rosarote Stoffbahnen. Als wäre Lady Gaga dagewesen, um sich ein neues Fleischkleid schneidern zu lassen.

Die Luft war kalt und schmeckte metallisch und roh. Der Manager fragte ab und zu, ob es mir gut gehe – er wußte ja, daß Zivilisten diese Dinge normalerweise nicht zu sehen bekommen. Ich bejahte zunehmend ungeduldig. Der Mann schien zu glauben, daß er das Riechsalz bereithalten müßte, wenn er die Frau aus der Stadt echtem Blut aussetzte. Aber Anatomie hatte ich schon immer spannend gefunden, und ich stellte interessiert fest, daß Schweineherzen und Menschenherzen sich wirklich extrem ähnlich sehen.

Trotzdem behielt er mich sehr genau im Blick, als wir durch die Tür in den Raum gingen, wo das eigentliche Töten stattfand. „Sie wollen wirklich alles sehen?“ fragte der Geschäftsführer, bevor wir in den abgetrennten Bereich gingen. Ich nickte.

Als ich eine Viertelstunde später wieder herauskam, war ich weder in Ohnmacht gefallen, noch hatte ich mich übergeben. Plaudernd ließ ich mich durch den Rest des Betriebs führen. Erst Monate später merkte ich, daß hinter dieser Tür doch etwas passiert war, das mich für immer verändert hatte, etwas, das überzeugender war als die ganzen rationalen Argumente, die ich in meinem Buch fein säuberlich aufgelistet hatte.

Wenn wir über Fleisch reden, reden wir meistens am Thema vorbei

Ich war noch nie eine große Fleischesserin. Gut, als Kind habe ich einmal geweint, als man mir einen Ring Fleischwurst weggenommen hat, die für den Hund gedacht war. Ich war aber auch ein etwas verfressenes Mädchen. Als ich viele Jahre später das Buch schrieb, ging es mir vor allem ums Prinzip. Weil ich ein großes, grundsätzliches Problem in der Art sah, wie die Menschen in Deutschland und überhaupt den Industrieländern über die Fleischfrage reden. Oft haben die Gespräche eine Hitze, als gehe es um die Frage, ob man Jesus oder Mohammed verehren soll.

Die einen finden Fleisch essen normal und natürlich und werden wütend, wenn sie glauben, daß man sie deswegen zu schlechteren Menschen erklärt – „Man wird ja wohl noch grillen dürfen!“ Die anderen sehen in Döner und Hähnchenschenkeln ein moralisches Dilemma, das man nur durch Verzicht lösen kann. Der springende Punkt ist, daß eigentlich beide Seiten recht haben – und genau das macht die Fronten so starr. Man kann stundenlang in beide Richtungen argumentieren und dabei komplett am Ursprung des Problems vorbeireden. Nämlich, daß die meisten von uns sehr, sehr wenig Ahnung davon haben, wie das System, das unsere Nahrungsmittel produziert, funktioniert.

Zu der Zeit, als ich mein Buch schrieb, war gerade Jonathan Safran Foers internationaler Bestseller „Tiere essen“ erschienen. Foer nagt darin an einer Gewissensfrage: Sollten er und sein neugeborenes Kind Fleisch essen? Man merkt, daß es ein Buch ist, das Foer am Herzen lag. „Tiere essen“ ist ein lesenswertes, nachdenkliches Buch, keine Kampfschrift, die den Lesern mit der Moralkeule ihr Steak vom Teller hauen will. Damit kommt man bei diesem Thema auch nicht weit, weil es schnell etwas Fanatisches hat. Foers wichtigstes Argument lautet, daß Tiere essen nicht von sich aus schlecht ist, sondern eine Frage der Umstände. Wenn fast alles Fleisch, das wir kaufen können, von einem System produziert wird, das Menschen, Tieren und Umwelt schadet, dann solle man es ganz lassen.

Der Titel meines Buchs klang nicht zufällig wie eine Replik auf Foer. Gerade weil das landwirtschaftliche System, dem wir unsere Schnitzel, Döner und Würste entnehmen, so zerstörerisch sei, schrieb ich, spreche umso mehr für Fleisch aus anderen Quellen.

Argumente nicht gegen Fleisch, sondern für ein besseres System

Die Liste der Gründe, warum man das gegenwärtige System ohne Übertreibung als katastrophal bezeichnen kann, ist lang. Da wäre einmal die Futterfrage: Es ist der pure Wahnsinn, Rinder, wie heute üblich, mit hohen Anteilen von Getreide zu füttern. Die Tiere macht das krank, weil ihr Verdauungssystem nicht dafür gedacht ist, es ist energetisch ineffizient und es macht sie zu Nahrungskonkurrenten für den Menschen.

Dabei tun Rinder von Natur aus etwas, das Menschen nicht können: Gras fressen und in Fleisch konvertieren. Schweine und Hühner wiederum waren in der Vergangenheit auf Bauernhöfen wunderbare Abfallvernichter und Resteverwerter. Statt dessen setzt man sie jetzt auf eine Diät aus Getreide und Soja, für das Regenwaldflächen abgeholzt werden. Wie unlogisch das ist, wird noch klarer, wenn man bedenkt, daß weltweit die Hälfte aller Nahrungsmittel weggeschmissen wird.

Die Liste ließe sich noch lang weiterführen. Das System züchtet antibiotikaresistente Keime, drängt allein in Deutschland fast 800 Millionen Tiere im Jahr auf engstem Raum zusammen (das sind 300 Millionen mehr als noch vor 15 Jahren), produziert giftige Abfälle und belastet das Klima laut FAO stärker mit Emissionen als der gesamte globale Transportverkehr.

Das alles aber sind eigentlich nicht Argumente gegen Fleisch. Sondern Argumente für ein besseres System. Eines zum Beispiel, das deutlich weniger Fleisch produzieren, aber Tieren einen sinnvollen Platz geben könnte, als Graskonvertierer und Resteverwerter zum Beispiel, deren Ausscheidungen kein giftiger Müll wären, sondern wertvoller Dünger.

Auf kleineren Höfen mit Platz zum Leben, statt ein Dahinvegetieren mit zehntausenden Nachbarn in Riesenställen. Man kann das rückwärtsgewandt finden, aber, ganz ehrlich: Die bessere Alternative muß erst noch erfunden werden.

Zum ersten Mal schmeckte ich nicht die Wurst, sondern das Tier

Wenn man sich die wütenden Amazon–Rezensionen meines Buchs ansieht, die es natürlich gab, merkt man, daß sich wenige die Mühe gemacht haben, sachlich dagegen zu argumentieren. Dabei gibt es zumindest ein recht naheliegendes, praktisches Gegenargument: Die meisten Menschen haben entweder nicht die Möglichkeit oder keine Lust, Fleisch aus diesen idealen Quellen zu beziehen. Zwar kann man, wenn man nicht das Glück hat, persönlich einen Bauern zu kennen, der ökologische Kreislaufwirtschaft betreibt, beim Einkaufen Schnitzel und Würste mit den strengeren Biosiegeln wählen. Aber dieses Fleisch ist teuer, und den Preis muß man zahlen können – und wollen. Ich habe selbst jahrelang verdutzten Menschen, die mein Buch gelesen hatten und mich dann Tofu essen sahen, gesagt, daß es einfacher und günstiger war, Vegetarierin zu sein.

Aber für mich ist das noch nicht einmal der wichtigste Punkt. Für mich liegt der darin, daß selbst Tiere aus bestem Hause meist in ganz normalen Schlachthöfen landen, wie ich beschrieben habe. Seit jenem Tag in der Fabrik ist das für mich der entscheidende Faktor. Im Moment des Tötens fiel meine ganze sorgfältig ausgearbeitete Argumentation in sich zusammen.

Daß der Manager der Fabrik mich überhaupt dabei zusehen ließ, lag daran, daß er ein Mensch mit guten Absichten war. Im Gegensatz zum größten Teil der Industrie, die Tiere züchtet und zu Fleisch verarbeitet, war er der Meinung, daß es falsch ist, diese Arbeit unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu betreiben. Er fand, daß es wichtig ist, Transparenz zu schaffen und Verbrauchern zu zeigen, wo ihre Schweinefilets herkommen. Er glaubte, daß sein Betrieb vorbildlich war, und daß er nichts zu verstecken hatte.

Also gingen wir an jenem Tag durch eine Tür in einen abgetrennten Bereich, in dem ein kleiner, kräftiger Mann mit Schnurrbart stand, in den Händen ein Gerät, das die Form einer großen Gabel mit zwei Zinken hatte. Ein anderer Arbeiter trieb mit einem roten Plastikpaddel die Schweine heran. Dann sonderte er ein Tier ab und drängte es durch eine Klappe, die in eine kleine Box führte. Blitzschnell setzte der Schnurrbärtige die Zange an den Kopf des Schweins, und das Tier erstarrte, das Gesicht verzerrt von einem bizarren Grinsen, weil die Zange Strom durch sein Gehirn schießt. Betäubt fällt das Tier auf ein Fließband, ein Messer blitzt auf und fährt mit einem schnellen, präzisen Stoß in die Halsschlagader. Dunkelrotes Blut strömt in einem Schwall heraus, als das Tier auf dem Fließband weiterfährt und schon das nächste in die Box gedrängt wird.

1.600 Schweine ließen in diesem Betrieb täglich ihr Leben, das ist unglaublich entspannt im Vergleich zu dem, was die großen Schlachter täglich leisten. Allein die Nummer eins unter den deutschen Schweineschlachtern, die Firma Tönnies, schlachtet in ihrem Hauptwerk in Rheda täglich mehr als zwanzigtausend.

Nach der Besichtigung hatte ich mit dem Geschäftsführer noch bei Kaffee und belegten Brötchen geplaudert. Irgendwie hatte ich jetzt doch mehr Lust auf Käse, aber trotzig griff ich nach der Salami. Ich war doch nicht zimperlich! Aber zum ersten Mal schmeckte ich, als ich in das Brötchen biß, nicht nur die Wurst, sondern das Tier.

Es dauerte Monate, bis ich merkte, daß mir die Lust am Fleisch vergangen war. Mir gefiel diese Art des Tötens am Fließband nicht. Während ich davorstand, war mein Verstand damit beschäftigt gewesen, alle Argumente zu bekräftigen, warum ein ja immerhin doch schmerzloses Schlachten in Ordnung war. Aber als ein Schwein nach dem anderen vor mir verblutete, gab es ganz klar einen anderen Teil in mir, der nicht einverstanden war. Dahinter steckten weder Ekel noch Sentimentalität, sondern einfach Mitgefühl. Und je mehr Zeit verging, desto klarer wurde mir, daß dies ein Teil von mir war, den ich nicht überhören wollte.

Tiere sind keine Ikea-Regale

Das ist natürlich ein rein emotionales Argument. Aber gerade, weil ich mich mit allen rationalen Argumenten auseinandergesetzt hatte, erlaube ich mir in diesem Fall, diesem Gefühl die entscheidende Stimme zu geben. Und ich glaube, daß viel mehr Menschen das tun würden, wenn sie auch einmal an einem solchen Fließband stehen würden.

Manche sagen, daß man, wenn man Fleisch essen will, auch in der Lage sein sollte, ein Tier zu schlachten. Ich sehe das anders. Ich finde es ziemlich sinnvoll, daß es Metzger und Fachleute gibt, die diesen Job erledigen, weil sie viel besser darin sind als irgendein Laie mit Steakhunger. Aber ich denke, daß man mindestens einmal zugesehen habe sollte, um zu verstehen, was es bedeutet. Und welche Art des Tötens man mittragen möchte – wenn überhaupt.

Ich denke, die Tatsache, daß das Töten im Verborgenen stattfindet, macht überhaupt möglich, daß es heute Schlachtfabriken gibt, in denen Schweine in Gruppen mit Kohlendioxid betäubt und dann im Sekundentakt abgestochen werden. Das mag effizient sein, aber in dieser Art, lebendige Tiere am Fließband in Dinge zu verwandeln, als wären sie Ikea-Regale, liegt auch eine enorme Kälte. Und von den Arbeitern, die diesen Job machen, wird etwas Unmenschliches verlangt.

Damit wir uns nicht mißverstehen: Es geht hier nicht um romantische Vorstellungen. Keine Art der Ernährung klammert den Tod aus. Damit wir Käse essen können, sterben Kälber, weil Kühe nur Milch geben, wenn Kälber geboren werden, und die männlichen dabei nur Überschuß sind. Ähnlich sieht es bei Eiern aus. Selbst Bio-Möhren werden mit Hornmehl aus den Klauen und Hörnern von Schlachttieren gedüngt, eine komplett tierlose Landwirtschaft wiederum ist schwierig, wenn sie nachhaltig sein soll (aber nicht unmöglich, wie ich ebenfalls beschrieben habe).

Das Problem ist also nicht, daß der Tod ein Teil unserer Nahrungskette ist. Sondern, daß wir gar nicht mehr wissen, wo unsere Nahrung herkommt, daß wir das noch nicht einmal bemerken und keinen Respekt mehr vor den Tieren haben. So akzeptieren wir Dinge, die wir unerträglich finden würden, wenn sie vor unseren Augen passieren würden.


24.03.2019

Stellungnahme zum geplanten deutschen "Tierwohllabel" 2019 zur Mastschweinehaltung

Von Tierärztin Dr. Karin Ulich, D-Sigmarszell

Zusammenfassung (die ausführliche Stellungnahme können Sie unter diesem link ersehen): Das vom deutschen Landwirtschaftsministerium für Herbst 2019 geplante 3-stufige Tierschutzlabel lehnen wir aus folgenden Gründen ab:

1. Nach unserer Einschätzung sind die Kriterien des Labels teilweise nicht mit dem deutschen und europäischen Tierschutzrecht vereinbar. Darüber hinaus steht die geltende Schweinehaltungs-VO derzeit durch eine Normenkontrollklage auf dem Prüfstand: Es ist zu erwarten, daß sie an das Tierschutzgesetz angepaßt werden muß. Das darf bei der Entwicklung von Label-Kriterien nicht außer acht gelassen werden.

2. Die systemrelevanten und zu Recht kritisierten Mißstände der intensiven Schweinehaltung werden sich auf freiwilliger Basis nicht beseitigen lassen. Das Label dient der Irreführung der Verbraucher.

3. Die dringende Aufgabe des Staates wäre die zielstrebige Beseitigung der wiederholt dokumentierten Widersprüche der gegenwärtigen Schweinehaltung zum Tierschutzrecht.

4. Steuergelder für die Bewerbung des Labels auszugeben halten wir für eine nicht legitime staatlich finanzierte Werbeaktion zugunsten der Schweinemast-Industrie. Das Geld sollte dringend als Grundstock für die Unterstützung von bäuerlichen Betrieben verwendet werden, die ihre Tiere gemäß dem Tierschutzgesetz halten wollen.

Hintergrund: Zahlreiche ethologische, tiermedizinische und juristische Gutachten und Studien kommen zu dem Ergebnis, daß die Schweinehaltungs-Verordnung dem im Grundgesetz § 20a sowie dem in der Präambel des Tierschutzgesetzes ausgedrückten ethischen Grundgedanken nicht entspricht. Sie widerspricht auch dem im Tierschutzgesetz §§ 1 und 2 zugesicherten Schutz der Tiere. Das hierzu im Auftrag von Greenpeace erstellte „Rechtsgutachten zur Frage der Vereinbarkeit der Haltungsvorgaben für Mastschweine mit dem Tierschutzgesetz sowie zur Zulässigkeit einer Verschärfung der Haltungsvorgaben“ (Rechtsanwälte Dr. Davina Bruhn und Dr. Ulrich Wollenteit) ist die jüngste umfassende Veröffentlichung zu dem Thema und dient als Grundlage für die von Berlin angestrengte Normenkontrollklage nach Art.93 Abs.1 Nr.2GG, §§13 Nr.6, 76ff BverfGG gegen die geltende Schweinehaltungs-VO, denn „Was das Gesetz verbietet, kann keine Verordnung zulassen.“ (Prof. Dr. Jens Bülte, NJW 2019)

Zweck des Tierschutzgesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muß das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen und darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, daß ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden und Schäden zugefügt werden....“(§2 TierSchG).

Einschränkungen der artgemäßen Verhaltensabläufe, die zu den so genannten Grundbedürfnissen  gehören, stellen somit einen Verstoß gegen §2 Nr.1 TierSchG dar.

Vor diesem Hintergrund sollen die folgenden Beispiele zu den Grundbedürfnissen die Defizite in den Label-Anforderungen aufzeigen:

Tageslicht: Ein zentraler Punkt in den Haltungsansprüchen von Schweinen ist das zur Verfügung stehende Tageslicht. Zu diesem wesentlichen Aspekt finden sich im Label keine Vorgaben.

Platzangebot und Buchtenstrukturierung: Liege-, Kot- und Futterbereiche (1 Freßplatz pro Tier) sind strukturell zu trennen. Allein daraus ergibt sich ein wesentlich höherer Platzbedarf, als in den Stufen 1 und 2 des Labels vorgesehen (20% bzw. 47% mehr Platz). Doch selbst das zusätzliche Platzangebot ermöglicht  nicht eine Strukturierung der Buchten, wie sie im Kriterium „Buchtenstrukturierung“ gefordert wird. Die vorgeschriebenen Kriterien schließen sich gegenseitig aus.

Nestbaumaterial: Der Muttersau Nestbaumaterial in ständig verfügbarer Reichweite anzubieten, macht nur Sinn, wenn sie es entsprechend ihren Bedürfnissen verwenden kann, was die Käfighaltung der Sauen („Ferkelschutzkorb“) ausschließt!

Säugezeit: Die Stufe 1 unterbietet mit 25 Tagen sogar den zurzeit geltenden gesetzlichen Mindeststandard von 28 Tagen. Die Stufe 2 – 28 Tage - erfüllt ihn genau. Dem Sozialverhalten der Schweine wird erst Genüge geleistet, wenn die Ferkel einige Monate lang bei ihrer Mutter bleiben!

Kastration und Schwänze Amputieren: Beide Maßnahmen sind grundsätzlich verboten. Das Schwänze-Kürzen ist in der EU seit 1994 nur noch in Ausnahmefällen zu gestatten. Wie kann eine verbotene Maßnahme in einem Tierwohllabel (Stufe 1) akzeptiert werden?

Kontrollen: Eine Eigenkontrolle auf Verletzungen und die Gesundheit der Tiere, sowie die Funktion der Stalleinrichtung (Trinkwasser, Luft, Sauberkeit usw.) haben täglich im Rahmen der Fütterung zu erfolgen. Regelmäßige umfassende Kontrollen durch amtliche Tierärzte sind halbjährig durchzuführen. Es reicht nicht aus, die Tränken und Lüftung zu beurteilen!


14.03.2019

Stellungnahme zu Transportgenehmigungen für Tiertransporte, anläßlich der Tierschutztagung der Evangelischen Akademie am 1. bis 3. März 2019

(Diese Stellungnahme wurde von Dr. jur. Christoph Maisack und Tierarzt Dr. Alexander Rabitsch während eines Tagungs-Wokshops am 2. März 2019 in der evangelischen Akademie in Bad Boll entwickelt und vom Plenum beschlossen. Anschließend wurde sie der EU-Agrarministerkonferenz geschickt. Der Erfolg dieser Arbeit hängt sicher mit davon ab, wie stark diese Forderungen von den Medien und der Bevölkerung beachtet werden):

"Vor dem Hintergrund, daß Transporte lebender Tiere mit erheblichen Belastungen für die Tiere verbunden sind und es in der heutigen Zeit keinen vernünftigen Grund für längere Transporte lebender Tiere mehr gibt, lehnen wir solche Transporte grundsätzlich ab.

Solange dieses Ziel nicht erreicht ist, stellen wir an die Agrarministerkonferenz folgende Forderungen:

1. Ein grundsätzliches Verbot des Transports von Nutztieren über mehr als acht Stunden.

2. Die Agrarministerkonferenz (AMK) wird aufgefordert, auf der Basis einer bereits in Arbeit befindlichen Länderliste diejenigen Länder zu identifizieren, in denen Lebendtiertransporte voraussichtlich nicht im Einklang mit allen Vorschriften des Europäischen Tiertransportrechtes durchgeführt werden, und die nachgeordneten Behörden anzuweisen, Transporte in diese Länder nicht mehr zu genehmigen.

3. Kein Export lebender Schlacht-, Mast- und Zuchttiere in außereuropäische Drittstaaten, weil mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden muß, daß die Tiere dort früher oder später unter tierquälerischen Bedingungen geschlachtet werden.

4. Die Frequenz von Kontrollen von Tiertransporten auf der Straße ist risikobasiert zu erhöhen; festgestellte Verstöße sind abschreckend zu sanktionieren.

PS.: Maisack und Rabitsch brachten bereits Anfang des Jahres mit folgender Veröffentlichung Bewegung in die Genehmigungspraxis bei den Tiertransporten in Drittländer: https://amtstierarzt.de/attachments/article/1368/2018_ATD_Heft_4_Artikel_Maisack_Amtstier%C3%A4rztlicher_Dienst_04_2018.pdf


14.03.2019

Deutschland: Anklage gegen Jäger wegen Luchstötung (wildbeimwild.com)

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat das Ermittlungsverfahren wegen illegaler Luchstötung abgeschlossen und dabei einen Teil der Tatvorwürfe mangels Tatnachweis eingestellt sowie im übrigen Anklage zum Amtsgericht Cham wegen unerlaubten Besitzes zweier verbotener Waffen und vorsätzlichem Nachstellen und Töten eines wildlebenden Tieres einer streng geschützten Art erhoben.

Wie bereits wiederholt in den Medien berichtet, wurden Mitte Mai 2015 vier vordere Gliedmaßen von Luchsen im Bayerischen Wald, Bereich Lamer Winkel, aufgefunden. Seither ermittelte die Staatsanwaltschaft Regensburg zunächst gegen Unbekannt, nach Eingang von Hinweisen in der Folge gegen einen konkreten Beschuldigten wegen des Verdachts der Jagdwilderei sowie wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz und das Tierschutzgesetz.

Soweit dem Beschuldigten zur Last lag, die beiden Luchse, deren Vorderläufe im Mai 2015 aufgefunden worden waren, getötet zu haben, wurde das Ermittlungsverfahren gegen den Beschuldigten gemäß § 170 Absatz 2 StPO mangels Tatnachweis eingestellt.

Darüber hinaus wurden beim Beschuldigten Körperteile (Pfoten und Ohren) eines anderen Luchses sichergestellt. Dem Beschuldigten konnte auch nicht nachgewiesen werden, daß er für die Tötung dieses Luchses verantwortlich ist, sodaß auch insoweit das Ermittlungsverfahren eingestellt wurde. Schließlich konnte auch nicht nachgewiesen werden, daß der Beschuldigte in weiteren von ihm gegenüber einem Zeugen behaupteten Fällen Wildtiere illegal getötet hat. Konkrete Ereignisse konnten mangels geeigneter Spuren bzw. Beweismittel nicht mit der notwendigen Sicherheit – auch im Hinblick auf Tathandlung, Tatzeit und Tatort – festgestellt werden.

Im Zuge der sehr aufwendig geführten Ermittlungen ergab ein in Auftrag gegebenes Gutachten, daß die aufgefundenen vier Vorderläufe von zwei wildlebenden Europäischen Luchsen, vermutlich einem männlichen und einem weiblichen Tier stammten. Auf einen der Luchse sei bereits mindestens zwei Monate vor seinem Tod zweimal geschossen worden, wobei das Tier verletzt worden sei, aber offensichtlich noch fliehen konnte.

Bei dem anderen Luchs wurden keine Beschußspuren an den Vorderläufen festgestellt. Bei einer Vergleichsuntersuchung der in den Luchspfoten aufgefundenen Geschoßteile und der beim Beschuldigten im Rahmen des Vollzugs einer richterlichen Durchsuchungsanordnung sichergestellten Munition konnte jedoch keine Übereinstimmung festgestellt werden. Ebensowenig erbrachte die Vergleichsuntersuchung der aufgefundenen Luchspfoten mit den beim Beschuldigten sichergestellten Luchspfoten und Luchsohren eine Übereinstimmung.

Allerdings wurden im Rahmen der beim Beschuldigten erfolgten Durchsuchung weitere Beweismittel sichergestellt, aufgrund derer die Staatsanwaltschaft nunmehr Anklage wegen weiterer Tatvorwürfe erhoben hat. Zum einen wurden im Anwesen des Beschuldigten ein Nachtsicht-/-zielgerät sowie ein Wurfstern aufgefunden. Dem Beschuldigten wird deshalb in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft der vorsätzliche Besitz zweier verbotener Waffen zur Last gelegt.

Dazu passend das berührende Video „Jagd ist ein absoluter Widerspruch zur Natur“


14.03.2019

Kater und blinde Hündin suchen dringend warmen Lebensplatz

Eine langjährige Spenderin von ANIMAL SPIRIT und große Katzenfreundin bittet uns wieder um  Vermittlungshilfe: „Ein kleiner Kater von einem Bauernhof sucht einen guten Platz! Ich habe ihn Anfang Februar zu mir genommen, um ihn aufzupäppeln, von den Parasiten zu befreien und zu kastrieren. Nach einer Woche habe ich ihn auf den Hof zurückgebracht. Er ist abends am selben Tag einen km zu mir gelaufen, obwohl er den Weg nicht kannte. Vor unserem Supermarkt wurde er dann von einem kleinen Mädchen gefunden. Ich hatte mich auf diesem Bauernhof um die Kastration vieler Katzen gekümmert. Im Vorfeld dazu könnte ich noch eine weitere Geschichte erzählen. Aber Ihnen sind solche traurige Geschichten ja nicht fremd.

Der Kleine hat sich mittlerweile prächtig entwickelt und ist ca. 6 Monate jung. Er ist ein großer Schmeichler und sehr anhänglich. Da er in einem Katzenverband aufgewachsen ist, wäre es von Vorteil, wenn in seinem neuen Zuhause schon eine noch jüngere Katze leben würde. Er braucht aufgrund seiner Geschichte einen Freigang ohne gefährliche Straße in der Nähe. Da ich schon mehrere Katzen habe und nur 50 m von der Ortsstraße wohne, hätte ich großen Streß, um ihn nicht dieser Gefahr auszusetzen. Vielleicht wäre es möglich ihn in den Newsletter zustellen?“

Kontakt: Irmgard Riepl, OÖ, (+43) 0650/64 68 438 

Freundliche blinde Hündin aus griechischer Tötung sucht dringend Platz!

Diese weiße Hündin (Fotos unten) wurde kürzlich kastriert (Trichter!) und ist seit ihrer Geburt blind, aber sehr freundlich und umgänglich mit anderen Hunden; sie sucht dringend einen Platz für ihr restliches Leben. Sie ist erst zweieinhalb Jahre jung, war aber die meiste Zeit ihres Lebens in einem griechischen shelter. Jetzt ist sie in dieser staatlichen Tötung gelandet und ihr bleiben nur noch wenige Tage, wenn sich kein Platz für sie findet. Sie könnte von einer Tierfreundin mit dem Auto nach Österreich gebracht werden.

Kontakt und Infos: Anja Renz, +43 (0) 664-153 08 82


07.03.2019

Sabine Gustavik schreibt auf facebook diesen dringenden Hilferuf:

Bei uns am Hof findet am 15.03.2019, 10.00 Uhr eine Pferdeversteigerung statt.
Genaueres und Angabe zu den Pferden findet Ihr unter diesem Gerichts-Link.

Bei echtem Interesse von Tierfreunden, kommt und steigert mit - es sind wirklich ganz Liebe Pferde - und sogar ein Fohlen ist dabei!

Die Versteigerung findet im NÖ Weinviertel, in 2251 Ebenthal, Kellergasse 2 statt !

Teilen erwünscht, sodaß sie vielleicht ein zu Hause mit einen Lieben verantwortungsvollen Besitzer finden. Danke!


07.03.2019

Stopp der fünften Generation Mobilfunk (5G)

Bereits mehrmals haben wir in unseren Newslettern - als einzige TS-Organisation - vor den immensen Gefahren für Mensch, Tier und Natur der sich in Vorbereitung bzw. teilweise auch schon in Ausbau befindenden neuen Mobilfunk-Technologie 5G (siehe u.a. die heutige Presseaussendung von T-Mobile) berichtet – siehe z.B. HIER.

Auf der Seite www.stoppt-5g.de sind unter der Überschrift "Stopp der fünften Generation Mobilfunk (5G)" viele weitere interessante Informationen zu dem Thema zu finden: Seit den 90er-Jahren sind inzwischen mehrere Generationen umstrittener Mobilfunktechniken aufgestellt und in Betrieb gesetzt worden.

Bereits von Anfang an warnten namhafte Fachleute vergebens vor der Einführung einer breitangelegten Mikrowellentechnik für die Öffentlichkeit. Seit der Einführung dieser Techniken sind die Krankenstände bedenklich gestiegen und immer mehr Straßen in den Hauptstrahlungsrichtungen der Mobilfunkanlagen gelten als „Krebsstraßen“. Trotz weiterer warnender Ausführungen von Fachleuten, Einrichtungen und Ärzte-Appellen wird an diesen Technologien immer noch festgehalten. Selbst die Einstufung dieser Technologien in die Liste der „krebserregenden Stoffe“ durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zu keinem Stopp geführt. Zudem sollen jetzt weitere Techniken mit dem Namen „5G“ dazu kommen. In den Massenmedien wird den Menschen nach wie vor die vermeintliche Notwendigkeit mit all dem angeblichen Komfort angepriesen. Über die wirklichen Hintergründe und Gefahren wird aber geschwiegen.

Diese Webseite hat sich zur Aufgabe gemacht, genau hier anzusetzen und mit Links zu bestehenden Internetseiten weiterzuhelfen, um hier Licht ins Dunkel zu bringen. Die geplante Installation der 5. Generation des Mobilfunk (5G), trotz aller bereits vorliegenden Studien, ist ein Angriff auf das Leben vieler Menschen und muß verhindert werden.

Eine große Sammlung an Informationen zum Thema Mobilfunk finden sich auf der Seite von www.ulrichweiner.de
Speziell zu 5G: https://ul-we.de/category/faq/5g-nachfolger-von-lte-faq/
Aufgezeichnete Vorträge: https://ul-we.de/category/faq/vortrage/
Weitere Medienbeiträge: www.youtube.de/funkwissen

Mehr dazu auch im Video https://www.kla.tv/13940?autoplay=true

Und in einer 44-Seiten Broschüre zum Thema, sowie unter https://goetterfunke.jimdo.com/5g/

Oder die satirische Reportage „5G – Tausende neuer Mobilfunksender spalten die Bevölkerung – Beispiele aus Bayern“.

Petition dazu: https://weact.campact.de/petitions/stoppt-den-netzausbau-von-5-g


07.03.2019

Jugend begehrt auf für mehr Klimaschutz

Von Dr. Johann Georg Schnitzer, www.dr-schnitzer.de

Dem Beispiel der 16-jährigen schwedischen Schülerin Greta Thunberg folgend, organisieren Schüler und Schülerinnen in ganz Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt am letzten Tag der Schulwoche - dem Freitag - Demos für den Klimaschutz. Auf ihrer Website 'Fridays for Future` ( https://fridaysforfuture.de/ ) schreiben sie: 'Die Treibhausgas-Emissionen steigen seit Jahren, noch immer werden Kohle, Öl und Gas abgebaut'.

Deren Endprodukt ist Kohlendioxid CO2. Nun sollte man Folgendes darüber wissen: CO2 ist für das Leben und Wachstum der Pflanzen ebenso wichtig wie der Sauerstoff O2 in der Luft und im Wasser für das Leben der Menschen und Tiere. Außerdem: Der CO2-Gehalt der Atmosphäre hat den Sättigungswert der Klimawirksamkeit nahezu erreicht. Eine weitere Erhöhung hat nur noch eine geringe Auswirkung von weniger als 1° C auf die Durchschnittstemperatur. Darauf weist Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner hin: www.hanspenner.de/klimawandel.htm.

Siehe dazu außerdem den Beitrag 'Wie groß ist eigentlich der CO2-Klimaeinfluß?' von Dipl.-Ing. Peter Dietze www.fachinfo.eu/dietze2018.pdf. Die Leitseite zu allen von Dr. Hans Penner veröffentlichten Fachbeiträgen ist www.hanspenner.de.

Wirklich klimaschädlich ist hingegen Methan. SPIEGEL ONLINE hat schon 2009 darüber berichtet: www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weltklima-methan-wirkt-gefaehrlicher-als-angenommen-a-658141.html .

Methan entsteht vor allem in den Mägen von Tieren, die der Mensch in großer Zahl (Massentierhaltungen!) aufzieht, um sie dann zu schlachten und zu essen. Für den Anbau von Futter für diese Tiere wird so viel Ackerfläche gebraucht, daß für den Anbau von Nahrung für die Menschheit Fläche fehlt und ärmere Völker hungern und teils verhungern müssen. Zudem wird für Tierfutteranbau viel Regenwald vernichtet, und die Massen an Tierfäkalien verseuchen das Grundwasser.

Die reicheren Völker werden so zwar satt auf Kosten der ärmeren, aber weil ihre Ernährungsgewohnheiten für den Menschen nicht artgerecht sind, werden sie gleichzeitig davon chronisch krank, und sie verlieren sogar zunehmend ihren Verstand, wie unschwer an weltweiten und nationalen Krisen zu erkennen ist. Während früher die Menschen mit zunehmendem Alter Weisheit erlangten, werden sie heutzutage in rasch zunehmender Zahl schon ab mittlerem Lebensalter schwachsinnig (dement).

Daß Politiker nichts zur Beendigung dieser Katastrophen unternehmen und keine Gesundung von Mensch und Umwelt in Angriff nehmen, liegt an zahlreichen massiven wirtschaftlichen Interessen, die mit den heutigen Zuständen verbunden sind oder diese sogar direkt verursachen. Siehe dazu mehr in 'Arbeitsvisionen II für Europa - Gesundheit statt Krankheitsunwesen'  www.dr-schnitzer.de/emailnachrichten-arbeitsvisionen-II-fuer-europa.html .

Was möglich wäre und vielleicht sogar möglich wird, wenn die heute rebellierende Jugend erst einmal den wirklichen Einblick in diese Zusammenhänge gewinnt, zeigt unter anderem dieser Beitrag: Artgerechte Ernährung - eine kluge Entscheidung
www.dr-schnitzer.de/emailnachrichten-artgerechte-ernaehrung-kluge-entscheidung.html 


27.02.2019

Forderungskatalog zum Tierschutzvolksbegehren präsentiert

Gestern fand in Wien eine Pressekonferenz des sich in Vorbereitung befindenden österreichischen Tierschutzvolksbegehrens statt. Unabhängige ExpertInnen kommentierten darin die Wechselbeziehungen von Tierschutz zu Landwirtschaft, Umweltschutz, gesunder Ernährung und Auswirkungen aufs Klima. Auch ein Vertreter von ANIMAL SPIRIT war anwesend und wir können nach den ersten Eindrücken dieses Volksbegehren gerne unterstützen!

Unter dem Motto „Tierschutz ist ein Volksbegehren“ stellten die Fachleute unter der Federführung von Niki Entrup, Gründer der Agentur „Shifting Values“, den von ihnen entwickelten Forderungskatalog vor, der auch die Grundlage zur Registrierung beim Innenministerium bildet. Wichtig ist uns darin v.a. auch der Ansatz, einen besseren und tiergerechteren Umgang mit den sog. „Nutztieren“ zu erreichen, seit Jahren auch eines der Hauptanliegen von ANIMAL SPIRIT. Weitere Hauptforderungen, die wir ebenfalls unterstützen sind: Ende der Qualzuchten, Reduzierung der Langzeit-Tiertransporte (max. 4 Stunden), Förderung von Hofschlachtungen und Mobilen Schlachthöfen, Verbot von schmerzhaften Eingriffen, Amputationen und Kükentötungen, gentechnikfreie und artgemäße Fütterung; Umschichtung öffentlicher Fördermittel in Richtung Tierwohl, mehr Transparenz für Konsumenten durch verpflichtende Kennzeichnung tierischer Lebensmittel bzw. von Pelz-Artikeln, Verbot von importierten Tierqual-Produkten; verbesserter Hunde- und Katzen-Tierschutz (Kastrationsproblematik); Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutz-Organisationen sowie ein effektiverer Vollzug des bestehenden Tierschutzrechtes.

Seit dem ersten österr. Tierschutzvolksbegehren von 1996 (über 460.000 Unterschriften, noch ohne online-Beteiligungsmöglichkeit), an dem der jetzige ANIMAL SPIRIT-Obmann Dr. FJ. Plank bereits tatkräftig mitgewirkt hat, sind weit mehr als 20 Jahre vergangen. Immerhin wurde in dieser Zeit ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz geschaffen, ein paar der schlimmsten Tierquälereien wie Hühnerbatteriehaltung, kommerzielle Pelztierhaltung oder Gänsestopfen verboten und Tierschutz als Staatszielbestimmung in der Verfassung verankert; aber im Vollzug – v.a. durch die zuständigen Amtstierärzte, Behörden und Gerichte - klafft noch immer ein riesiges Defizit. Denn der Profit mit und durch die Tiere hat sich seither – v.a. in der Intensivtierhaltung und durch den „freien Warenverkehr“ in der EU – vervielfacht!  Auch die Förderpraxis liegt noch immer – bzw. erst recht – im Argen, erhalten doch nur 12% der Landwirte ganze 80% der öffentlichen Subventionen. Und das sind sicherlich am wenigsten jene, die auf artgerechte Tierhaltung oder biologische Landwirtschaft Rücksicht nehmen!

Mehr zum Tierschutzvolksbegehren unter
verein@tierschutzvolksbegehren.at und www.tierschutzvolksbegehren.at

Video-Mitschnitt der Pressekonferenz unter https://m.youtube.com/watch?v=N6fTf6Fcv_I


27.02.2019

EUGH-Urteil: Halal-Fleisch darf kein Bio-Siegel tragen

Halal-Fleisch darf kein Bio-Siegel tragen, zumindest nicht wenn die Tiere ohne Betäubung geschlachtet werden. Das hat der europäische Gerichtshof entschieden.

Richter: Schlachtung ohne Betäubung erfüllt nicht Bio-Kriterien

Fleisch von Tieren, die ohne Betäubung rituell geschlachtet wurden, entsprechen demnach nicht dem EU-Bio-Gütesiegel. Denn in diesem Fall werden nicht die höchsten Tierschutzstandards erfüllt, erklärten die Richter in Luxemburg. Und das Tierwohl spiele in den betreffenden EU-Verordnungen eine zentrale Rolle. Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, daß die Betäubung die Technik sei, bei der die Schlachtung am tierfreundlichsten vonstatten ginge.

Tierschützer gegen Bio-Halal-Steaks

Hintergrund der Entscheidung war ein Rechtsstreit in Frankreich. Dort wollten Tierschützer erreichen, daß als halal gekennzeichnete Hacksteaks nicht mehr aus biologischem Anbau gelten dürfen. Das zuständige Gericht hatte sich daraufhin an den Europäischen Gerichtshof gewendet.

Auch koschere Produkte betroffen

Betroffen vom Urteil sind übrigens nicht nur muslimische Halal-Steaks sondern auch jüdische koschere Produkte. Wobei es auch islamische Glaubensgemeinschaften gibt, wo Betäubung und halal kein Widerspruch sind.

Siehe auch religion.orf.at/m/stories/2966705/

Und wer noch nicht unsere Petition für ein ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens in Ö unterschrieben hat kann das HIER tun! Vielen Dank.


27.02.2019

Wildbeimwild.com: Italien - 80 Jagdopfer in der Saison 2018/19

Über die Jagd in Italien gab es auch in der letzten Jagdsaison nur Schlechtes zu berichten, betrachtet man den Fakt, daß verschiedene Tierarten wegen der Jagd ausgestorben oder sehr stark dezimiert wurden. Oder daß nicht heimische Tierarten von Jagdgesellschaften in die Natur eingeführt wurden und somit das ökologische Gleichgewicht gestört haben, welches schlußendlich auch dem Menschen selbst geschadet hat, zum Beispiel das Wildschwein.

Aber Jagd heißt in Italien auch Verletzung des privaten Grundbesitzes, dank eines veralteten Artikels 842 des Zivilgesetzes, welches die Jäger autorisiert, ohne jegliches Einverständnis der Besitzer in fremdes Gut einzudringen. Und es ist auch ein Übergriff auf das unantastbare Stimmrecht, welches den Bürgern verbietet, dazu Stellung zu nehmen, wie das Beispiel der Region Piemont zeigt.

Die Jagd ist auch die einzige "Sportart", welche jedes Jahr wieder unzählige Menschen verletzt und tötet. Wie jedes Jahr, hat der Verband der Jagdopfer, welcher seit dem Jahr 2007 aktiv ist, am Ende der Jagdsaison (1. September – 31. Januar) ein Dossier mit den Jagdwaffen-Opfern zusammengestellt.

Nachstehend die Daten der Unfälle in der Jagdsaison (2018/2019)

Zivile Nichtjäger: Total 27 Opfer, davon 18 verletzt und 9 Tote
Jäger: Total 53 Opfer, davon 41 verletzt und 12 Tote
Total 80 Opfer, 59 Verletzte und 21 Tote
2 Kinder wurden verletzt
Im Jagdgebiet gab es 13 Tote und 50 Verletzte (davon 2 Kinder), also 63 Opfer. Außerhalb des Jagdgebietes gab es 8 Tote und 9 Verletzte, also 17 Opfer. Davon sind 7 Tote und 7 Verletzte keine Jäger, sondern Zivilpersonen.

Am meisten Jagdunfälle sind in der Region Kampanien im Südwesten von Italien mit 15 Opfern zu verbuchen. Gefolgt von der Friuli, Lazio und der Lombardei. Nicht bekannt ist die Anzahl der getöteten Haustiere und geschützten Wildtiere; darunter Wölfe, Bären und Greifvögel. Hinzu kommen gefährliche Schußabgaben unweit bewohnter Siedlungsgebiete und Tonnen von Bleirückstände der Jagdmunition auf dem Lande oder Jäger, welche auf Tiere schießen, die von Waldbränden flüchten.

Das Verfassungsgericht in Piemont machte letztes Jahr zudem klar, daß der Jagd aus Umwelt- und Tierschutz-Gesichtspunkten kein positiver Wert zuerkannt werden kann.

Aber der Verband erinnert auch daran, daß, obwohl die Jäger immer weniger werden, sie immer noch von der Politik privilegiert werden, vor allem vom PD (partito democratico italiano) und der Lega.

Es ist eine alte Geschichte (und nicht nur in Italien): Die Jäger haben Einfluß, aber auch die Waffenindustrie mit ihren Lobbyisten im Parlament und in den Regionen. Jäger und Waffenindustrie. Eine tödliche Mischung, welche die Natur schädigt und Menschen tötet...


27.02.2019

Wer hätte Platz für lebenslustige Schweinchen?

Folgender Aufruf ist kürzlich auch bei uns eingelangt:
"Wir hoffen so sehr, daß es Menschen gibt, die ein Herz und Platz für ganz bezaubernde, junge Schweine haben.  Die Kleinen sind im August 2018 geboren, sind voller Neugier und Lebensfreude. Viele sind richtig zutraulich. Der Landwirt bei dem sie noch leben, möchte die Schweinehaltung aufgeben. Er möchte keine Tiere mehr an den Metzger ausliefern. Die Ferkel sind die letzten, die auf seinem Hof geboren wurden. Leider hat er nicht die Möglichkeit, sie zu behalten. Er lebt in einem Wohngebiet, wo Freilandhaltung für Schweine nicht akzeptiert wird und wenn die Schweinchen ausgewachsen sind, wird es im Stall zu eng. Er möchte sie kostenfrei abgeben, wenn sie einen guten, schlachtfreien Platz mit Auslauf bekommen.

Es handelt sich um Husumer-Pietrain Mischlinge. Sie wiegen jetzt ca. 30 kg, können allerdings ausgewachsen über 200 kg wiegen. Sie können auch einzeln zu anderen Schweinen vermittelt werden. Acht Schweine, inklusive Muttersau, konnten wir schon in sehr gute Hände vermitteln. Nun suchen noch sieben männliche und sieben weibliche Schweinchen einen Platz. Die männlichen Ferkel sind mit Betäubung kastriert worden. Sie leben in D-36280 Oberaula (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen).Transport können wir organisieren. Sie werden kostenfrei mit Schutzvertrag abgegeben.

Es ist wahrscheinlich utopisch, für alle Plätze zu finden. Wir wollen es zumindest versuchen. Die Vorstellung, daß diese lebenslustigen und intelligenten Tiere aus Platzgründen doch noch getötet werden, ist furchtbar.  Vielleicht gibt es ja noch liebe Menschen, die Schweinen einen Lebensplatz bieten können. Wir sind für jeden Tipp dankbar!

Bei Interesse oder Fragen bitte eine E-Mail an schweinchen@lebenstiere.de senden."

Liebe Grüße,

Julya Duenzl & Astrid Weber, Initiative Lebenstiere e.V.


20.02.2019

EU-Parlament verlangt schärfere Regeln für Tiertransporte

www.sueddeutsche.de: Nachdem ein Bericht des EU-Agrarausschusses gravierende Verstöße beim Handel mit Tieren festgestellt hat, fordert das EU-Parlament schärfere Regeln für Tiertransporte.

Damit sich die Lage für die Tiere tatsächlich verbessert, müssten nun die Mitgliedsländer handeln. Tierschützer freuen sich über den Vorstoß und fordern, daß Deutschland die Transporte in Drittländer komplett verbietet.

Für Tierschützer ist es ein erster Erfolg: Das EU-Parlament hat am Donnerstag schärfere Regeln und mehr Kontrollen für Tiertransporte gefordert. Ein Bericht des Agrarausschusses hatte zuvor gravierende Verstöße im Handel mit Rindern, Schweinen, Schafen und anderen Tieren festgestellt, die oft über lange Strecken quer durch Europa und darüber hinaus verschickt werden.

Zwar ändert sich nun erst einmal nichts, jetzt sind Kommission und die Mitgliedsländer am Zug. Das Parlament will im Einzelnen die Transportbedingungen für Tiere verbessern, Kontrollen verschärfen und Transporte in Drittstaaten unterbinden, wenn dort EU-Bestimmungen nicht eingehalten werden. Zwar gelten europäische Vorschriften bis zum Zielort, etwa in der Türkei oder im Libanon. Was aber jenseits der Außengrenzen passiert, läßt sich in der Regel nicht kontrollieren.

Die Forderung, Tiertransporte auf maximal acht Stunden zu begrenzen, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagt Martin Häusling, Agrarexperte der Grünen im EU-Parlament. Der aktive Tierschutz müsse zurück auf die politische Agenda, verlangt die SPD-Europa-Abgeordnete Maria Noichl. Grüne, Sozialdemokraten, aber auch andere Parteien setzen sich für Verbesserungen ein. Widerstand kam dagegen aus den Reihen der konservativen EVP-Fraktion, zu der auch CDU/CSU gehören. Robert Habeck, Grünen-Chef im Bundestag, sieht nun die Bundesregierung in der Pflicht. "Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner muß sich in der EU und darüber hinaus für ein generelles Verbot des Exports von Tieren zur Schlachtung einsetzen", forderte er. Tierschützer lobten die Entscheidung.

Die Zustimmung des EU-Parlaments zeuge vom Veränderungswillen auf EU-Ebene, hieß es bei Pro Vieh. Deutschland müsse nun mit gutem Beispiel vorangehen und Tiertransporte in Drittländer ganz verbieten. Aus dem Agrarministerium hieß es, Klöckner mache sich auf EU-Ebene dafür stark, daß Schlachttiere nicht länger als acht Stunden transportiert werden. Zuchtverbände lehnen dagegen ein solches Exportverbot ab. Der Handel mit lebendem Zucht- und Schlachtvieh ist ein Milliardengeschäft, allein Deutschland exportierte 2017 Tiere im Wert von 1,3 Milliarden Euro.

Daß Tiertransporte 5000 Kilometer und mehr zurücklegen, ist keine Seltenheit. Auf langen Routen bekommen die Tiere kaum Pausen und werden oft nicht ausreichend versorgt. Tierschützer dokumentieren und monieren diese Mißstände seit Jahren und verlangen von der Kommission ein härteres Durchgreifen. Auch Tierärzte sehen Handlungsbedarf. Veterinäre in Bayern hatten sich zuletzt geweigert, Transporte in Drittländer wie Usbekistan zu genehmigen.


20.02.2019

Petition gegen das Robbenschlachten

Peta.de: Schon bald werden wieder Schiffe in See stechen, deren Passagiere böse Absichten verfolgen. In wenigen Wochen beginnt Kanadas jährliches Robbenschlachten. Viele der Robben, die dann getötet werden, haben gerade erst damit begonnen feste Nahrung zu sich zu nehmen oder schwimmen gelernt. Trotzdem werden sie vor den Augen ihrer verzweifelten Mütter erschossen oder kaltblütig erschlagen:

Im Frühling kommen die grönländischen Sattelrobben an Kanadas Küsten, um dort auf den Eisschollen ihre Babys zu bekommen. Gleichzeitig zieht dieses Ereignis Arbeiter einiger weniger Fischerei-Großunternehmen aufs Eis. Zehntausende der liebenswürdigen Tiere werden grausam erschlagen oder erschossen, um ihre Felle auf dem internationalen Pelzmarkt verkaufen zu können. Zumeist werden die Robbenbabys im Alter von höchstens drei Lebensmonaten abgeschlachtet. Einige Tiere werden angeschossen, können ins Wasser fliehen und verbluten dort. In der Regel werden die Tiere jedoch von den Robbenjägern erschlagen, doch auch das gelingt nicht immer. Die Jäger zertrümmern ihre Augen, Wangen oder den Mund und ziehen sie dann an Schiffshaken über das Eis und häuten sie häufig sogar bei lebendigem Leib!

Unterzeichnen Sie HIER die Petition!


20.02.2019

Notfall: Blinde Hündin Mazika!

Folgenden Hilfs-Aufruf haben wir kürzlich wieder hereinbekommen: „Ich bin Rentnerin und lebe in Ungarn, durch meinen Tierarzt hat es sich im Laufe der Zeit ergeben, daß ich immer wieder verwaiste Welpen aufziehe. So kam auch Mazika zu mir, ein Tierheim wußte nicht wohin mit ihr, da sie kurz nach der Aufnahme Babys bekam. Ich habe sie in meinen Haushalt aufgenommen. Nur ist Mazika leider nicht sehr sozial. Wir leben hier seit 8 Monaten im Ausnahmezustand. Ich habe es einige Zeit immer wieder versucht, aber es ist nicht machbar und Mazika ist bisher leider auch nicht vermittelbar. Wir sind alle komplett überfordert. Mazika kann mit meiner Hündin überhaupt nicht, sie regt sich schon auf, wenn sie sie draußen nur Wasser trinken hört und den Kater hat sie zum Fressen gern… Ich weiß mir keinen Rat mehr, möchte sie aber auch nicht in ein ungarisches Tierheim geben, weil sie da als blinder Hund völlig fehl am Platze wäre.

Mazika ist geschätzte 6 bis 10 Jahre alt. Kommt mit Rüden gut zurecht, nur Katzen und Hündinnen mag sie nicht. Sie selbst kommt mit ihrer Blindheit sensationell zurecht, sie fängt sogar Häppchen aus der Luft. Sie ist ansonsten eine liebe Hündin, aber hier bei mir eine Katastrophe und meine Nerven schleifen langsam am Boden. Mazika ist medizinisch voll versorgt, ich habe sie kastrieren und ihre leere Augenhöhle verschließen lassen. Laut Tierarzt kann das verbliebene Auge so bleiben. Natürlich würde ich für die Kosten der Reise aufkommen."

Nähere Infos & Kontakt: Karin Stilhoff
Email: karin_stilhoff@yahoo.com
Tel.: 0036 31 330 76 54


10.02.2019

Den vier Lämmern am Gnadenhof Engelberg geht’s gut!

Wie im letzten Newsletter berichtet, freuen wir uns ja derzeit auf unserem Gnadenhof Engelberg in OÖ über vierfachen Lämmer-Nachwuchs. Zwar unerwartet und keineswegs geplant – die Schafe hatten wir im Herbst vor dem Schlachter gerettet und von einer Alm übernommen (siehe HIER), wo leider auch ein unkastrierter Bock dabei war –, aber dennoch höchst allerliebst, wie sich die vier Kleinen nun ihres neuen Lebens freuen: der schwarze „Rüdiger“, die gescheckte „Elisa“ und die beiden jüngsten weißen Zwillinge „Franzl und Sissy“. Franzl, der kleinste von allen, braucht noch zusätzliche Flaschenmilch und ist daher – wie auch Rüdiger – sehr menschenbezogen. Rüdiger ist zwar inzwischen schon recht groß und kräftig, trinkt auch schon regelmäßig bei Mutter „Wilma“, aber jedesmal wenn Tierpflegerin Marion mit dem Fläschchen für Franzl ankommt, stürmt er gleich herbei, weil er meint, er bräuchte auch noch seinen Anteil…

Elisa kann sich mittlerweile schon über eine Patenschaft freuen, Rüdiger, Franzl und Sissy warten aber noch. Wie wär´s z.B. mit einem passenden Valentinsgeschenk für nächste Woche – quasi ein lebendes Lämmchen statt absterbender Blumen aus Afrika? Ein Geschenk, das sogar sein ganzes Leben auf einem Vorzeige-Gnadenhof verbringen darf, ohne jemals Angst vor einem tagelangen Transport und dem Schlachtmesser – wenn nicht sogar dem grausamen Schächttod (s.u.) – haben zu müssen!?

Rüdiger, Franz uns Sissy würden sich daher sehr über eine Patenschaft freuen! Egal ob online, per email an eva@animal-spirit.at oder per Telefon: (+43) 02774-29330. Vielen Dank!


10.02.2019

www.maz-online.de: Unbekannte schächten fünf trächtige Schafe – Kamera filmt alles

Ein unfaßbares Verbrechen: Fünf trächtige Schafe haben Unbekannte auf einer Weide bei Klein Ilsede (Niedersachsen) auf brutale Weise mit Messern geschlachtet, das Fleisch in Müllsäcken davon geschleppt. Bilder einer Überwachungskamera zeigen die Täter. Besitzerin Pia Braune stellte die grausame Tat am darauffolgenden Morgen fest: Die Überreste der Tiere fand sie in einem nahegelegenen Graben.

Braune betreibt seit 2015 eine Hobby-Schafzucht, zu der bis vor kurzem noch 13 Tiere gehörten – nach der Tat am vergangenen Freitagabend sind nur noch acht übrig. Ohne Betäubung schnitten die drei Täter den Tieren die Kehlen durch und schnitten das Fleisch heraus, das sie in Säcken davon schleppten.

Bereits Schafe von der Weide gestohlen

Braune vermutet, daß die Täter wußten, was sie tun: Die Überreste der Tiere ließen auf eine professionelle Vorgehensweise schließen. „Außerdem müssen sie zumindest nach der ersten Schlachtung gesehen haben, daß die Schafe trächtig waren. Den Tieren selbst konnte man es noch nicht wirklich ansehen, in zwei Monaten sollten die Lämmer geboren werden“, so Braune.

Es war nicht das erste Mal, daß Braune den Verlust von Schafen zu beklagen hat: Bereits im August 2016 war eines ihrer Tiere von der Weide spurlos verschwunden, zwei weitere mußte die Besitzerin im vergangenen April als gestohlen melden – deshalb hatte sie auch eine Überwachungskamera installiert.

„Diesmal allerdings haben die Täter die Schafe direkt vor Ort geschlachtet“, schildert Braune. „Ganz offensichtlich haben sie das Fleisch mitgenommen, die Überreste wie die Köpfe und Eingeweide haben sie in einem Graben nahe der Weide entsorgt.“

Frage zum Schluß: Könnte es sich bei diesen "Unbekannten" etwa (wieder) um muslimische „Kulturbereicherer“ handeln, bei denen das betäubungslose Schächten zum „normalen Alltag“ gehört? Siehe auch unsere Petition „Ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens!


10.02.2019

Tiertransporte D: Im letzten Newsletter haben wir darüber berichtet, daß eine Bayerische Stadt Tiertransporte in ferne Länder verweigert. Jetzt war darüber auch ein TV-Bericht im Bayerischen Rundfunk: www.br.de/mediathek

Revolte der Tierärzte: Rotes Licht für Tiertransporte ins Ausland: Eine trächtige Kuh sollte von Niederbayern aus 5.000 Kilometer bis nach Usbekistan transportiert werden. Schluß damit, sagte der Landshuter Landrat und stoppte den Export. Ein Novum! Auch in Zukunft wolle das Amt die Transporte nicht mehr genehmigen, da für die Amtsveterinäre klar ist, daß beim Transport von lebenden Tieren der Tierschutz regelmäßig auf der Strecke bleibt. Der Zuchtverband möchte weiter für die lukrativen Exporte von Schlacht- und Zuchtvieh kämpfen - und verhängte erstmal ein allgemeines Redeverbot.

Siehe auch: www.bauernzeitung.ch: Tierärzte fordern Moratorium für Tiertransporte nach Drittstaaten

sowie www.stuttgarter-nachrichten.de: Mehr Verstösse bei Tiertransporten