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z.B. 30/11/2020
25.11.2020

Österreichische Milchkühe in Marokko geschächtet: Unfaßbare Mißhandlung aufgedeckt

OTS, 23.11.20: Tierschutzvolksbegehren fordert sofortiges Export-Verbot nach deutschem Vorbild, Schicksal der Kuh „Erika“ zeigt ganzes Ausmaß eines kaputten Systems

Vor kurzem hat das Verwaltungsgericht Köln einen Transport mit 132 trächtigen Kühen nach Marokko verboten, da eine tierschutzkonforme Behandlung der Tiere am Bestimmungsort nicht gewährleistet sei. Damit orientiert sich das Gericht an der Europäischen Rechtsprechung. Der von der NGO Animals Angels dokumentierte Fall der deutschen Kuh „Erika“ zeigt, daß dies leider nur allzu zutreffend ist. Schwer verletzt wurde die aus Niedersachsen stammende Kuh in den Tod gequält, der durch eine Schächtung ohne Betäubung erfolgte. Bei uns ist dies verboten, in Ländern wie Marokko gängige Praxis.

Zigtausende „ausrangierte“ Milchkühe werden jährlich von Österreich, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland aus in Länder des Nahen Ostens und nach Nordafrika transportiert. Schon der Transport über tausende Kilometer hinweg findet viel zu oft unter Bedingungen statt, die klar den EU-Gesetzen und nationalen Bestimmungen widersprechen. Sobald die Tiere die EU-Außengrenze überschritten haben, gibt es aber überhaupt keine Kontrolle mehr und die Tiere sind schutzlos ausgeliefert. Das Tierschutzvolksbegehren erhebt daher die Forderung eines Exportverbots.

Lesen Sie ganze OTS HIER sowie HIER dazu die Aussendung der deutschen TS-Organisation "Provieh":

Das Kölner Verwaltungsgericht hat einen Transport von 132 trächtigen Rindern nach Marokko mit der Begründung verboten, daß die Rinder dort häufig nicht tierschutzgerecht geschlachtet würden.

Berlin, 24.11.2020: PROVIEH begrüßt den Beschluß des Verwaltungsgerichts Köln, den Lebendtierexport trächtiger Rinder nach Marokko zu verbieten. Vor der Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts für das Verbot hatte zunächst das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreis die Genehmigung für den Transport der trächtigen Rinder nach Marokko versagt. Dagegen hatten zwei Exporteure geklagt – und haben im Eilverfahren verloren. Der für den 18.11.2020 geplante Transport durfte nicht stattfinden, weil die Richter in Marokko eine „nicht tierschutzgerechte Schlachtung“ der Tiere befürchteten.

 „Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Köln ist ein Erfolg für den Tierschutz und sollte anderen Veterinärämtern als Bestärkung dienen, keine Transporte abzufertigen, bei denen unterwegs oder im Zielland Tierschutzverstöße zu erwarten sind. Es braucht nun endlich bundesweit einheitliche Regelungen für Tiertransporte, damit es nicht nochmals zu krassen Fehlurteilen wie zum Beispiel vor einigen Wochen durch das Verwaltungsgericht Potsdam kommen kann, wo ein Transport trächtiger Rinder mit Verweis auf die EU-Verordnung erlaubt wurde. Die Europäische Verordnung zum Schutz der Tiere beim Transport muß zudem einheitlich und vollständig im Sinne des Tierschutzes ausgelegt werden.“

Geltendes Recht wird bei Lebendtierexporten in Drittländer immer wieder umgangen: So werden die Tiere häufig als Zuchttiere deklariert, obwohl Experten bezweifeln, daß die Tiere tatsächlich zur Zucht genutzt werden. Meist eignet sich weder das Klima noch gibt es im Zielland eine entsprechende Futtergrundlage für die Tiere. Die Tiere werden also innerhalb kurzer Zeit „verbraucht“ und oft unter schlimmsten Bedingungen geschlachtet (betäubungslos geschächtet). Dies hat nun auch das Verwaltungsgericht Köln anerkannt, zumindest für den Fall eines Transportes nach Marokko. Anders hatte noch im September das Verwaltungsgericht Potsdam entschieden und einen Lebendtierexport erlaubt. Dies zeigt, wie unterschiedlich die Gerichte die Situation bewerten und wie dringend bundesweite und EU-weite einheitliche gesetzliche Regelungen und Kontrollen sind.

Lesen Sie die ganze Aussendung HIER


25.11.2020

Sinnlos-grausame Corona-Tierversuche

Der bekannte Biologe, Sachbuch-Autor und Impfkritiker Clemens Arvay ("Wir können es besser") postete kürzlich auf facebook zu den zusätzlichen millionenfachen grausamen Tierversuchen für die völlig sinnlose (das Virus ist schon 1000-fach mutiert) und hochgefährliche neue Corona-Impfung, welche uns Menschen direkt gentechnisch verändern würde und an der bereits zumindest ein menschliches „Versuchskaninchen“ in Brasilien verstorben ist (siehe u.a. in Heute.at ):

„In Käfige gesperrt. Geimpft. Mit Virus infiziert. Beim Kranksein beobachtet. Nach 7 Tagen Infekt getötet, obduziert und entsorgt. Das ist das Schicksal unzähliger Affen, Brüder und Schwestern.

Mir wird schlecht beim Studieren all dieser Impfstoffstudien. Was für eine grausige, von der Geldgier versaute, und zugleich verlogen scheinheilige Spezies ist doch die unsrige!

Ich werde meine Arbeit niemals beenden, wenn ich mich auch manchmal am liebsten nur angewidert abwenden und in eine Waldhütte ziehen würde.“

Und eine von der Pharma-Industrie installierte Initiative „Tierversuche verstehen“ lobbyiert sogar für noch mehr grausame Tierversuche: „Ohne Tierversuche kein Corona-Impfstoff“…

Bitte daher unbedingt das Volksbegehren für Impffreiheit unterschreiben, welche vom 18.-25. Jänner in Österreich zum Unterschreiben aufliegt!


18.11.2020

Vogelgrippe breitet sich in Europa aus!

Vorbemerkung: Während die Herkunft des angeblich „neuen“ menschlichen Corona-Virus nach wie vor ungeklärt ist, kann man es bei den Tier-Seuchen mit Sicherheit sagen: Deren Ausbreitung  hängt mit der unmenschlichen Massentierhaltung auf engstem Raum, der Überzüchtung und unnatürlichen Fütterung für höchste Legeleistung und mit den teils katastrophalen hygienischen Bedingungen zusammen - das alles schwächt massiv das natürliche Immunsystem dieser ausgebeuteten "Nutz"-Tiere!

www.spiegel.de: Deutschland, Dänemark und Frankreich melden neue Fälle von Geflügelpest. Allein in Mecklenburg-Vorpommern müssen Zehntausende Legehennen getötet werden. Dänemark setzt den Export von Eiern aus.

Laut Experten grassiert in diesem Jahr eine besonders aggressive Variante der Vogelgrippe

In mehreren europäischen Ländern sind Fälle von Vogelgrippe aufgetreten. In Deutschland ist einer der größten Geflügelhalter Mecklenburg-Vorpommerns betroffen. Das H5N8-Virus war laut dem zuständigen Agrarministerium in einem Stall der Firma bei Gnoien nachgewiesen worden. Das Unternehmen hält in der Region rund 70.000 Legehennen an mehreren Standorten.

Um die Tierseuche zu bekämpfen, müssen vermutlich alle Tiere an allen Standorten getötet werden, sagte ein Sprecher des Landkreises Rostock. Die Vorbereitungen seien angelaufen. Laut Experten handelt es sich in diesem Jahr um eine sehr aggressive Virusform.

Das Vogelgrippe-Virus gilt für den Menschen als ungefährlich, ist aber für die Landwirtschaft verheerend. Die Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt, kann bei Hausgeflügel mit schweren Krankheitszeichen verlaufen und ist ansteckend. Tritt die Krankheit in einer Geflügelfarm auf, müssen deshalb in der Regel alle Tiere getötet werden. Anfang des Monats mussten in den Niederlanden 200.000 Vögel getötet werden. Nun sind auch in Frankreich und Dänemark mehrere Fälle der Vogelgrippe aufgetreten.

Auf der französischen Insel Korsika wurden Hunderte Hennen getötet, in Dänemark ordneten die Behörden die Schlachtung von mehr als 25.000 Vögeln an, nachdem das Virus im Westen des Landes aufgetreten war. Die französischen Behörden riefen alle Geflügelhalter auf, ihre Tiere einzusperren und somit vor möglicherweise infizierten Wildvögeln zu schützen. Dänemark setzte den Export von Eiern außerhalb der EU aus.

100.000 Nutztiere in Norddeutschland betroffen

Auch in Deutschland waren erst kürzlich Fälle der Geflügelpest nachgewiesen worden. Betroffen waren zunächst Wildvögel, die in Schleswig-Holstein tot aufgefunden worden waren.


18.11.2020

Tierschutz-Volksbegehren fordert: Zur Entlastung von Krankenhäusern, Umwelt & Tieren: Vollständiges Feuerwerksverbot wie in Niederlanden gefordert!

APA-OTS: Gebot der Stunde während Corona-Pandemie, Tierschutzvolksbegehren fordert Gesundheitsminister Rudi Anschober auf, ein Verbot zu prüfen

Die Niederlande machen es vor, nun soll Österreich nachziehen - um die Krankenhäuser während der Corona-P(l)andemie zu entlasten, haben die Niederlande ein vollständiges Verbot des Verkaufs und Gebrauchs von Raketen, Böllern und Krachern erlassen. Über 200 Personen verletzen sich laut Kuratorium für Verkehrssicherheit rund um Silvester beim Gebrauch von Pyrotechnik so schwer, daß sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Dazu kommen tausende kleinere Verletzungen, wie etwa Verbrennungen und Hörschäden.

Das Feuerwerk ist zudem eine enorme Umwelt-, Natur- und Klimabelastung. So zeigen Studien aus Deutschland, daß binnen weniger Stunden zu Silvester so viel Feinstaub produziert wird, wie durch alle Kraftfahrzeuge in zwei Monaten. Die kleinen Partikel sind nach Einschätzung von Medizinern besonders gefährlich, dringen sie doch über die Atemwege in Lunge und Blutkreislauf ein. Auch für Tiere ist das Feuerwerk eine enorme Gefahr, so führt die Böllerei bei Vögeln zu Desorientierung und im schlimmsten Fall zum Tod.


11.11.2020

Neue Probleme für das Tierheim in der Wüste

Seit 10 Jahren unterstützt ANIMAL SPIRIT nun schon den „Wüsten-Gnadenhof“ Bluemoon in Hurghada, Ägypten. Durch die weltweite Corona-Hysterie haben sich die Umstände dort noch einmal wesentlich verschlechtert, viele Tiere werden einfach zurückgelassen, „entsorgt“ und ihrem Schicksal überlassen. Dazu haben die Menschen, die noch dort sind, viel weniger Geld und Möglichkeiten, die armen Tiere zu versorgen. Darum geht es auch in unserer aktuellen Aussendung, exemplarisch erzählt anhand einiger Einzelschicksale:

„Bis April war Bonny ein glücklicher Familienhund in Hurghada. Die Kinder spielten mit ihm, er wurde gut gefüttert, sein Leben war perfekt. Aber dann ging alles ganz schnell. In der Wohnung wurde es hektisch, die Menschen packten aufgeregt ihre Sachen. Alle stiegen in ein Auto. Auch Bonny. Doch auf dem Weg zum Flughafen hielt es plötzlich, der Hund wurde auf die Straße befördert und seine Familie fuhr davon. Bonny verstand die Welt nicht mehr. Erst wartete er eine Weile. Dann lief er die Straße entlang. Er bekam Hunger und Durst. Traf auf andere Hunde und wedelte freudig. Doch sie jagten Bonny aus ihrem Revier. Nachts verkroch er sich erschöpft zwischen Mülltonnen. Anfangs lief er noch auf Menschen zu, hoffte auf liebe Worte.

Immer war Bonny auf der Suche, wie betäubt. Bis ihn eines Tages ein wilder Schmerz erfaßte und er mit gebrochenem Bein im Straßengraben landete. Er hatte das Moped nicht kommen sehen. Doch Bonny, einer von vielen ausgesetzten Hunden in Hurghada, hatte Glück und wurde ins Tierheim Bluemoon gebracht. Dort wurde er operiert und kann sich erholen.“

Bitte spenden Sie, damit das Tierheim in der Wüste – neben den vielen Eseln – auch den Hunden und Katzen helfen kann, die jetzt draußen ums Überleben kämpfen. Herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann


11.11.2020

Corona-Irrsinn: Dänemark will 17 Millionen Nerze ermorden!

Dänemark, der größte Nerzzüchter der Welt mit mehr als 1.300 Nerzfarmen, will sämtliche seiner ca. 17 Millionen Nerze für die Pelztierzucht töten. Weil diese Tiere angeblich empfänglich für Corona-Viren sind, und diese möglicherweise – was keinesfalls erwiesen ist – auf Menschen überspringen könnten. Ein offenbar mutierter Corona-Virus-Typ mit Namen "Cluster-5" ist in mehreren Nerzfarmen des Landes aufgetreten. [Anm.: Dazu ist zu sagen, daß Corona- und andere Viren ohnehin ständig mutieren, sonst wären sie auch nicht so „erfolgreich“]. Dieser Virus-Typ ist zwar nicht gefährlicher als der bekannte (der sich bislang auch nicht wesentlich von der Gefährlichkeit einer normalen Grippewelle unterschieden hat), aber es wäre möglich, daß die gerade in Entwicklung befindlichen Impfstoffe hier weniger Wirkung zeigen könnten.

Obwohl also alles nur auf Vermutungen und nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht, sollen nun ausnahmslos sämtliche Nerze im Land „gekeult“, also ermordet und dann „entsorgt“ (verbrannt) werden. Ein weiterer von vielen „Kollateralschäden“, die diese Irrsinns-Hysterie weltweit bereits verursacht hat. Man muß allerdings dazu sagen, daß diese Tiere ohnehin demnächst getötet worden wären – nämlich für ihren eigentlichen Zweck, die Pelz-„Produktion“. Aber dann wäre auch ihr lebenslanges Leiden in engsten Gitterkäfigen (jedem Tier stehen gerade mal 0,255 m² zu!) unter Dauerstreß, Schmerz und Angst noch ein zweites Mal sinnlos gewesen, da sie nun nicht einmal mehr für die Befriedigung menschlicher Eitelkeiten „nützlich“ waren...

Was das Gute an diesem ganzen Wahnsinn wäre, ist die Möglichkeit, daß Dänemark aufgrund dieser angeblichen Corona-Übertragung nun ganz aus der Nerz-„Produktion“ aussteigen könnte, wie mehrere Medien berichtet haben. Ein Erfolg, für den Generationen von Tierschützern - u.a. auch ANIMAL SPIRIT - seit Jahrzehnten bislang vergeblich gekämpft haben!

Siehe auch www.nachrichten.at: Dänemark tötet 17 Millionen Nerze

Aber mittlerweile gibt es auch schon auch Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Tötungsanordnung der Regierung von gesunden Tieren, siehe

www.nachrichten.at: Massentötung von Nerzen in Dänemark-wir haben Fehler begangen

sowie www.vier-pfoten.de: Kommentar zur Massentötungen  von Nerzen in Dänemark


11.11.2020

dw.com-Interview: Sollte ein guter Christ auf Fleisch verzichten?

Einige feiern ihn als prophetische Stimme, andere treten seinetwegen aus der Kirche aus: Weil er den Verzicht auf Fleisch predigt, polarisiert der katholische Priester Rainer Hagencord nicht nur das Münsterland.

Rainer Hagencord kritisiert die Kirchen dafür, daß Tiere in der Theologie ausgeklammert werden. Laut Hagencord kann der Mensch auch in der Begegnung mit den Tieren Gott begegnen. Diese Sichtweise ist im Münsterland, das als Herz der deutschen Fleischindustrie gilt, mit Konflikten verbunden. DW hat mit Rainer Hagencord über Fleisch, Schuld und Moral gesprochen.

DW: In Deutschland werden jedes Jahr über 750 Millionen Tiere geschlachtet. Sie sagen, daß dies aus der christlichen Perspektive problematisch sei. Warum?

Hagencord: Als Theologe sage ich, daß unser System der industriellen Fleischerzeugung auf struktureller Sünde basiert. Wir dürfen nicht jeden Einzelnen beschuldigen, sondern müssen uns auf das System konzentrieren, das uns schuldig werden läßt. In diesem System verliert jeder: Unsere Erde, Luft, Tiere, Wasser, Biodiversität, der globale Süden, die Arbeiter. Die einzigen Gewinner sind die Fleisch- und Pharmaindustrie. Eine Theologie, die den Menschen als Krone der Schöpfung überhöht und die Natur zu einem Ressourcenlager reduziert, ist mitverantwortlich für diese ökologische Katastrophe.

DW: Die Ökologie spielt eine zentrale Rolle in ihren Predigten. Wie gehen Sie mit den Fleischessern in ihrer Gemeinde um?

Hagencord: Ich erlebe immer wieder, daß vielen Menschen das System der industriellen Tierhaltung mit diesen Ausmaßen nicht bekannt ist. Viele wissen immer noch nicht, daß der Regenwald abgeholzt wird, weil der Hunger nach billigem Fleisch in den Industrienationen nicht zu stillen ist. Und dann berühre ich natürlich die Schuldfrage. Wenn es um das System geht, bin ich genauso schuldig.

DW: Welches System meinen Sie?

Hagencord: Deutschlands größter Fleischproduzent Tönnies ist keine 30 Kilometer von uns entfernt. Und durch den Tönnies-Skandal war nicht nur das ganze Elend der Tiere präsent, sondern auch das Elend der Menschen, die als Sklavenarbeiter dort gehalten werden. Ich weiß von vielen Menschen, die durch ihre Arbeit krank und depressiv werden. Wenn ich mit Tieren so umgehe als seien sie Rohlinge der Fleischindustrie, verroht meine eigene Seele, etwas in mir verkümmert.

Lesen Sie das ganze Interview HIER


11.11.2020

regenwald.org-Petition: Nicaraguas Regenwälder und Wildtiere in Gefahr

Die Bosawás und Indio Maíz Biosphärenreservate in Nicaragua sind nach dem Amazonas die größten Wälder des Kontinents. Sie werden seit Generationen von indigenen Völkern geschützt. Aber jetzt sind sie in Gefahr – paradoxerweise durch Gelder, die den Wald und das Klima schützen sollen. Die Bewilligung muß verhindert werden.

Noch gibt es viel Wald in Nicaragua, vor allem in den zwei UNESCO-Biosphärenreservaten Bosawas und Indio Maiz / Mayangna. Die Artenvielfalt ist einzigartig. Jaguare und Pumas leben hier. Die Reservate, teilweise als Territorium der indigenen Bevölkerung anerkannt, werden laut APIAN ausgebeutet. Die Regierung von Nicaragua hat der Expansion von illegalem Holzeinschlag, Goldschürfen und Viehzucht untätig zugesehen, oder sie sogar befördert. Über Rechtsverletzungen, einschließlich Mord an mindestens 10 Personen, wird berichtet. Parallel zu dem Raubbau entstanden illegale Siedlungen, eine weitere Hauptursache für die Entwaldung an der Karibikküste.

Nun hat die Regierung über die Zentralamerikanische Bank für Wirtschaftliche Integration, CABEI, für ein REDD-Projekt in den Reservaten Geld aus dem Green Climate Fund beantragt. Die wirklichen Ursachen der Entwaldungen werden in diesem Projektantrag jedoch gar nicht berücksichtigt. Damit ist das REDD-Projekt von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Es besteht sogar die Gefahr, daß illegale Siedlungen legalisiert werden und weitere Ausbeutung befördert wird. Wird der Projektantrag bewilligt, steht zu befürchten, daß die Umsetzung zudem die Konflikte befeuert.

REDD bedeutet “Bezahlen für Walderhalt”. Es gibt Kritik an diesem Modell. Der Wald wird zu einer Marktware. Dieser Fall zeigt, wie mit REDD weder Wälder noch ihre Bewohner geschützt werden. Im Gegenteil, REDD droht, Konflikte anzuheizen und die Rechte der indigenen Bevölkerung zu mißachten. Vom 9. bis 13. November wird der Green Climate Fund über den Antrag entscheiden. Indigenenorganisationen und Umweltgruppen aus Nicaragua fordern: der Antrag muß abgelehnt werden.

Bitte unterstützen Sie die Forderung: Nein zu REDD in Bosawás und Indio Maíz.


04.11.2020

Jagdunfall: Zwei Männer angeschossen

wildbeimwild.com: Bei der Jagd nach Enten in Winterbach in Baden-Württemberg wurden am vergangenen Samstag Morgen zwei Männer angeschossen.

Insgesamt waren 19 Hobby-Jäger an der Entenjagd beteiligt. Einer Polizeimeldung zufolge übersahen die Hobby-Jäger die Männer, die sich am gegenüberliegenden Remsufer befanden, und trafen die beiden 45 und 60 Jahre alten Spaziergänger. Die Identität des Täters oder der Täter ist bisher noch unbekannt. PETA weist darauf hin, daß jedes Jahr Hunderttausenden Wildtieren erhebliches Leid durch Fehlschüsse zugefügt wird und Hobbyjäger mehrere Dutzend Menschen töten und verletzen. Die Tierrechtsorganisation fordert ein Verbot der sogenannten Hobbyjagd in Deutschland.

"Wie viele Lebewesen müssen noch verletzt werden oder sterben, bevor die Hobbyjagd endlich verboten wird? Jahr für Jahr ereignen sich zahlreiche Tragödien, weil schießwütige Spaßjäger verantwortungslos in der Gegend herumballern. Ein Eingreifen des Gesetzgebers ist längst überfällig." Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA.

Hintergrundinformationen

In den vergangenen Jahren sorgten bereits zahlreiche schwere Jagdunfälle für Empörung. Erst kürzlich wurde in Mecklenburg-Vorpommern ein Hobby-Jäger durch einen Schuß von einem anderen Hobby-Jäger lebensgefährlich verletzt. Im Oktober letzten Jahres schoß ein Hobby-Jäger in Lützkampen ein Pferd an, das er mit einem Wildschwein verwechselt haben soll. Ein Jagdpächter erlitt im August 2019 eine schwere Knieverletzung, nachdem sich versehentlich ein Schuß aus der Waffe seines Begleiters löste. Im Januar 2019 wurde eine 19-Jährige in Ettlingen getötet, als sich ein Schuß aus der Waffe ihres Vaters löste, der zur Jagd aufbrechen wollte. Im November 2018 wurde eine 86-Jährige in Dalberg in ihrem eigenen Garten durch einen verirrten Schuß eines Hobby-Jägers tödlich getroffen. Im Juli 2018 wurde eine Sechsjährige im thüringischen Saara beim Spielen im Garten durch den Schuß eines Hobby-Jägers schwer verletzt. Zwei Tage danach starb ein Mann bei einem Jagdunfall im nordrhein-westfälischen Ochtrup; weitere zwei Tage später kam ein Hobby-Jäger durch einen Schuß bei der Vertreibung von Wildtieren auf einem Feld in Unterwellenborn in Thüringen ums Leben.

Über die diversen Jagd-„Unfälle“ in Österreich siehe auf www.abschaffung-der-jagd.at/jagdunfaelle.htm

Wissenschaftliche Studien belegen, daß die Jagd nicht geeignet ist, um Wildpopulationen dauerhaft zu regulieren. Wissenschaftler wiesen nach, daß die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere beispielsweise in bejagten Wildschweinpopulationen früher eintritt, wodurch sich die Geburtenrate erhöht. Demnach bedingt ein hoher Jagddruck, daß in dem Gebiet die Population der betreffenden Wildtiere ansteigt. Auch Prof. Dr. Josef Reichholf, ein namhafter Biologe der TU München, sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Hobby-Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.

Den mehr als 380.000 Hobby-Jägern in Deutschland stehen nur etwa 1.000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüber. Eine im Auftrag von PETA im vergangenen Jahr durchgeführte repräsentative Forsa-Umfrage bestätigt, daß mit 49 Prozent die Mehrheit der Bundesbürger die Hobbyjagd ebenfalls ablehnt. 

Siehe auch "Hohenstein: Katze durch illegales Tellereisen schwer verletzt"

Mehr Infos auf www.peta.de/fallenjagd


04.11.2020

Martini in Zeiten von Corona: Überdenken wir unseren Konsum!

OTS-VIER PFOTEN: Nach wie vor importiert Österreich Tierqual

Dieses Jahr ist die Martinigansl-Zeit aufgrund der hohen Covid-19-Testzahlen anders als sonst. Wegen des Lockdowns ist kein Restaurantbesuch mehr möglich, Politik und auch Experten raten auch vom traditionellen Ganslessen im privaten Kreis, ob Familie oder Bekannte, ab. VIER PFOTEN sieht daher die Gelegenheit, Traditionen und vor allem unseren Fleischkonsum zu überdenken. Denn nach wie vor gilt: Drei Viertel der Gänse, die Österreicherinnen und Österreicher essen, kommen aus dem Ausland. Im Jahr 2019 wurden 1.848 Tonnen Gänsefleisch importiert. Der Selbstversorgungsgrad beträgt lediglich 26 Prozent.

„Wir müssen uns klar sein, was es heißt, importierte Gänse zu essen. In den wichtigen Importländern Ungarn und Polen werden die Tiere nach wie vor gestopft bzw. gerupft. Das sind grausame Praktiken, die bei uns schon lange verboten sind“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck. Lebendrupf wird zum Beispiel noch immer in Ungarn, Polen oder China praktiziert. Die Stopfmast ist legal in Ländern wie Ungarn, Frankreich, Belgien, Bulgarien oder Spanien, aber auch China, den USA und Kanada. „Daß Gänse aus Tierqual-Haltung trotz des österreichischen Verbots importiert und verkauft werden dürfen, ist in Wahrheit natürlich eine Augenauswischerei“, so Weissenböck.

Aus Tierschutzsicht ist es natürlich am besten, auf die Martinigans zu verzichten. In Zeiten von Corona kommt mit der Empfehlung, das private Feiern lieber bleiben zu lassen, ein weiterer guter Grund dazu. „Nutzen wir doch diese Zeit, um zu reflektieren, ob es wirklich immer Fleisch sein muß. Wir essen in Österreich im internationalen Vergleich überdurchschnittlich viel, und auch Gesundheitsexpertinnen und -experten raten, den Konsum einzuschränken. Es gibt so viele wirklich köstliche vegetarische und vegane Gerichte, die sich auch für festliche Anlässe eignen“, sagt Weissenböck.

Lesen Sie die ganze Presseaussendung HIER


28.10.2020

1300 Hühner in OÖ vor dem Schlachter gerettet!

Letzte Woche waren einige Mitarbeiterinnen von ANIMAL SPIRIT an einer Hühner-Rettungs-Aktion in OÖ beteiligt. Eine Tierfreundin hatte uns informiert, daß ein angeblicher Bio-Freilandbetrieb seine Hennen – nach nur gut einem Legejahr – ausstallen und zum Schlachter bringen wolle. Was sie dann allerdings beim Abholen der Hühner zu sehen bekamen, beschreibt Tierpflegerin Sandra vom Gnadenhof Hendlberg so:

„So sieht BIO Freiland aus: Diese Hennen produzierten nun mehr als ein Jahr täglich Eier, die im Geschäft als „Bio Freiland Eier“ teuer verkauft werden. Jetzt haben sie ausgedient. Knapp 3000 Hühner waren in diesem Stall. 3000 Seelen. 1300 konnten wir auf gute Plätze und Gnadenhöfe vermitteln, einige davon sind auf unseren Höfen am Hendlberg bzw. Engelberg gelandet. Der verbliebene Rest wird getötet. Sie werden niemals erfahren, wie schön das Leben sein könnte.

Ein paar Tage später wird es soweit sein: Mit Gewalt werden sie nächtens in Käfige gedrückt, kaum ein Huhn kommt unbeschadet beim Schlachter an. Dort angekommen, werden sie kopfüber an den Füßen aufgehängt und in ein Wasserbad mit Stromschlägen getaucht. Aber nicht alle werden richtig betäubt sein, wenn sie mit dem Messer aufgeschlitzt und entblutet werden. Ausgebeutet - Ausgedient – Wertlos…

Das muß und darf so nicht sein. Das sind keine Bilder, die irgendwo aufgenommen wurden, das ist in Oberösterreich, legal und BIO Freiland zertifiziert. Du entscheidest, ob du noch weiter Eier essen willst…“.


28.10.2020

Petition: Schluß mit Käfigeiern weltweit!

albert-schweitzer-stiftung.de: Burger King profitiert davon, daß Hennen in Käfigen leiden. In Deutschland sind zwar Legebatterien und in einigen Jahren auch Kleingruppenkäfige verboten. Doch weltweit ist diese Tierquälerei noch gang und gäbe. Das nutzt Burger King aus, zum Beispiel auf dem asiatischen Markt. Und: Die Eier der gequälten Hennen landen oft in Fertigprodukten wie Saucen. Diese serviert der Fast-Food-Riese unserem Kenntnisstand nach auch hierzulande.

Bislang gibt es von Burger King und anderen Unternehmen unter dem Dach von Restaurant Brands International (RBI) nur nationale und teils unkonkrete Versprechen, keine Käfigeier mehr zu nutzen. Das ist für einen global agierenden Konzern zu wenig. Burger King und die anderen müssen 100 % käfigfrei werden, weltweit, bei allen Produkten und zu einem festen Termin. Wir fordern von Burger King und anderen RBI-Unternehmen ein konsequentes »Nein!« zu dieser Haltungsform.

Zeigen Sie Burger King, daß es nicht in Ordnung ist, wenn ein Huhn in einem winzigen Käfig auf Gitterboden leben muß – egal wo. Daß es Quälerei ist, wenn die Hennen sich kaum bewegen können. Machen Sie Burger King klar, daß Käfighaltung von gestern ist und nicht unterstützt werden darf. Nirgendwo.

Siehe auch auf www.presseportal.de: Tierschützer fordern von Burger King: Schluß mit Käfigeiern – weltweit


28.10.2020

Folgenden Hilfsaufruf für einen armen Streuner aus Hurghada, Ägypten bekamen wir kürzlich per email. In einem der nächsten Newsletter werden wir wieder ausführlich über den von uns unterstützten Wüsten-Gnadenhof „Bluemoon“ von Monique Carrera berichten, der ja momentan – Corona-bedingt – noch viel mehr verlassene und verletzte Streuner zu versorgen hat als früher. Wer könnte also einen Platz für diesen armen Streuner anbieten, dann könnte er von der Straße gerettet werden?:

„Mein Name ist Gertraud S. und ich war jetzt des öfteren in Hurghada und u.a. auch im Bluemoon-Center. Nun hat mich der Hilferuf von meinem ägyptischen Freund erreicht. Vor mehr als einem Jahr hat eine russische Dame die Hündin „Viktoria“ einfach auf der Straße zurückgelassen. Mein Freund, andere Anwohner und auch ich haben sie gefüttert. Wie gesagt, war ich seit Februar nur einmal in Hurghada und viele Menschen sind von Hurghada weggezogen (Arbeitslosigkeit). Mein Freund war jetzt der einzige, der sich um den Hund ein wenig gekümmert hat (er hatte auch Monique angerufen, als Viktoria Fremdkörper im Rachen hatte). Leider ist es ihm auch nicht immer möglich, den Hund zu versorgen, weil er öfters weg ist. Aber er macht sich Sorgen um Viktoria und hat mich gebeten, Monique Carrera zu kontaktieren, was ich auch gemacht habe (sie kann aber momentan keine weiteren Hunde mehr aufnehmen, da sie aufgrund der schwierigen Situation schon mehr als übervoll sind).

Viktoria ist eine der nettesten Straßenhunde (anfangs ein wenig scheu) und sie hat sich einen guten Platz verdient. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, daß Viktoria nach Österreich zu lieben Adoptiveltern verbracht werden kann - ich würde es der süßen Maus wirklich wünschen. Vielleicht können wir zusammen etwas für die liebe Viktoria schaffen und ich danke Ihnen jetzt schon für Ihre Hilfe. Vielen Dank und liebe Grüße“,

Kontakt: Gertraud Schröter, (+43) 0664 5137598

P.S.: Auch für Bobbi aus Serbien wird ein liebevolles Zuhause gesucht, siehe unsere Tier-Vermittlungsseite


28.10.2020

Ein berührendes Video aus Amerika zum Abschluß:

Eine verzweifelte Mutterkuh bittet auf der Weide einen Mann um Hilfe für ihr neugeborenes Kalb, welches jenseits des Elektrozauns gerutscht war und daher nicht von ihr gesäugt werden konnte – mit Happy End:

"Bitte rette mein Kind!"

https://youtu.be/bp3Y_ccHKeA


21.10.2020

Das Leiden der Schweine in Österreich

VIER PFOTEN fordert trotz Verschiebung von Anschobers Tierschutzgipfel dringende Maßnahmen für Verbesserungen in der Schweinehaltung

APA-OTS, 15.10.20: Im Jahr 2019 hat der durchschnittliche Österreicher laut Statistik Austria 62,6 Kilo Fleisch gegessen, mehr als die Hälfte davon (36,4 Kilo) war Schweinefleisch. Nach wie vor ausgeblendet wird, daß dieses Fleisch vorwiegend von Tieren kommt, die in der in Österreich vorherrschenden Haltungsform ihre natürlichen Bedürfnisse nicht ausleben können und systematisch krank gemacht werden. Der von Minister Anschober angekündigte Folgetermin seines Tierschutzgipfels im Oktober hatte Hoffnung gegeben, daß nun endlich Verbesserungen in der Schweinehaltung angestoßen werden. Doch durch die Corona bedingte Verschiebung der Veranstaltung (es ist ein Termin im Dezember angekündigt) droht weiterer Stillstand in der Branche. Schweine sind die am schlimmsten ausgebeuteten Tiere in Österreich und Maßnahmen für eine bessere Haltung sind seit Jahrzehnten überfällig.

Unglaubliche fünf Millionen Schweine leben pro Jahr in Österreich. 2,7 Mio. männliche Ferkel werden jährlich in den ersten Tagen ihres Lebens ohne Betäubung kastriert, die Schwänze werden routinemäßig kupiert. Über 60 Prozent der in Österreich gehaltenen Schweine müssen auf sogenannten Vollspaltenböden aus Beton und ohne Stroheinstreu leben. Durch die harten und kalten Steh- und Liegeflächen leiden sie unter Gelenksentzündungen, Lungenkrankheiten, ausgelöst durch die Ammoniakdämpfe, sowie Verhaltensstörungen. Einem Mastschwein bis 110 Kilogramm stehen in der konventionellen Haltung gerade einmal 0,7 Quadratmeter, ab einem Gewicht von 110 Kilogramm ein einziger Quadratmeter zur Verfügung, zudem haben die Tiere keinen Zugang zum Freien.

Lesen Sie die ganze Presseaussendung HIER


Fuchs in verbotenem Tellereisen
21.10.2020

Zürich: Fuchs gerät in verbotenes Tellereisen

wildbeimwild.com: Der Jagdaufseher mußte das leidende Wildtier erlösen. Das Tellereisen aufgestellt hatte ein Hausbesitzer, der nun angezeigt wurde.

Was der Jagdaufseher am 7.10.2020 in einem Wohnquartier im Gebiet Marthalen-Rheinau antrifft, ist schockierend: Ein Fuchs ist in einer Totschlagfalle eingeklemmt, seine Augen sind rot unterlaufen. Er erlöst das Tier von seinen Qualen.

Ihm sei ein Fuchs mit einem „Kragen um den Hals“ gemeldet worden, sagt der Jagdaufseher der Andelfinger Zeitung... Es sei gräßlich gewesen, sagt der Aufseher. So etwas könne man sich nicht vorstellen. Nun beschäftigt er die Kantonspolizei Zürich: Es sei eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Jagd- und das Tierschutzgesetz eingegangen.

Die Tretfalle, die zum Einsatz kam, ist besonders grausam, weil sie das Tier nicht tötet, sondern nur einklemmt. Die im Garten ausgelegte Schnappfalle hatte Zacken. Was mit dieser passiert ist, weiß der Jagdaufseher nicht.

Tellereisen und alle Fallen außer Kastenfallen für die Jagd sind seit dem 1. April 1988 in der Schweiz verboten. Das Gesetz, das im Juni 1986 von den eidgenössischen Räten verabschiedet wurde, ersetzte den alten Erlaß aus dem Jahre 1925. In Deutschland sind diese Fallen in den meisten Bundesländern immer noch erlaubt! In Österreich ist Jagdrecht noch immer Ländersache, in OÖ z.B. sind Fangeisen im Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. März zulässig!


21.10.2020

Petition gegen nepalesisches Schlacht-Opferfest:

"Mit Stricken festgebunden - Angst vor hektischen Menschenmengen - Mit stumpfen Macheten enthauptet!"

Eines der schlimmsten "religiösen" Tieropferfestivals, das Dashain Festival in Nepal, beginnt wieder in wenigen Tagen, am 24. Oktober. Diese (englische) Petition soll helfen, diesem schrecklichen Gemetzel in Zukunft ein Ende zu setzen!

Diese Tradition ist extrem barbarisch und anachronistisch. Kein Tier sollte leiden und so viel Schmerz erleiden müssen, nur um eine Tradition aufrechtzuerhalten. Wir haben diese Greueltaten aus erster Hand gesehen - und es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt.

Appellieren Sie mit dieser Petition der „Animal Recovery Mission“ an den nepalesischen Innenminister, er soll das grausame Ritual der Tieropferung beim Dashain Festival endgültig beenden. Ihre sofortige Aktion wird nicht nur deren Leben retten, sondern auch Hunderttausende ihrer Freunde vor diesem grausamen, jährlichen Blutvergießen bewahren.


14.10.2020

Letzte Noriker-Fohlenauktion kommenden Dienstag, 20.10.20

Nachdem ANIMAL SPIRIT – wie berichtet – heuer bereits 42 Haflinger- und Norikerfohlen freikaufen und an gute Privatplätze vermitteln konnte, startet kommenden Dienstag, den 20. Oktober 2020 in Maishofen die letzte diesjährige Fohlenauktion. Wir werden selbstverständlich wieder vor Ort sein und versuchen, möglichst viele zu ersteigern. Es sind bei dieser Auktion „nur“ 87 Fohlen angemeldet, dazu allerdings noch mehrere Dutzend Jährlinge und ältere Noriker-Stuten, darunter sehr viele tragende, die meist auch zum Schlachter gehen!

Vorgemerkte Privat-Plätze hätten wir diesmal genügend (für 15-16 Fohlen), wir werden sehen, ob wir auch alle vor den zahlreichen ebenfalls dort anwesenden Viehhändlern wegkaufen können. Jedenfalls wird es kaum welche unter 1000,- € geben, das richtet sich ja immer nach Angebot und Nachfrage.

Mehr zu den Hintergründen der jährlichen „Schlacht“-Fohlen bzw. wie es ihnen auf deren neuen Plätzen geht in unserem Folder. Vielen Dank allen, die uns bereits bei dieser aufwendigen Rettungsaktion unterstützt haben, aber auch für weitere Spenden für die letzte große Fohlenauktion sind wir sehr dankbar!


14.10.2020

PETA’s „Holocaust auf Ihrem Teller“-Kampagne rechtmäßig

Die kontrovers diskutierte „Holocaust auf Ihrem Teller“-Kampagne von PETA-Deutschland e.V. ist rechtmäßig – dies urteilte nunmehr der Oberste Gerichtshof Österreichs in letzter Instanz und hob alle vorherigen Instanzen-Entscheidungen als rechtswidrig auf. Auf 19 Seiten wird der Rechtsstreit zwischen jüdischen MitbürgerInnen und der Tierrechtsorganisation erörtert und PETA-Deutschland e.V. vollständig Recht gegeben: Die plakative Gegenüberstellung von Bildern aus KZs, auf denen ausgemergelte Menschen gezeigt werden und von verschiedenen Tierarten aus der üblichen Massentierhaltung ist rechtmäßig und ist unter einem der höchsten demokratischen Grundrechtsgüter zu subsumieren: Der Meinungs- und Pressefreiheit. Verschiedene klagende Personen hatten 2004 eine einstweilige Verfügung gegen bestimmte Bilder der „Holocaust auf Ihrem Teller“-Ausstellung bewirkt.

„Die schockierende Wirkung der Fotomontagen ist zum Großteil vom Thema vorgegeben (durch Menschen brutal verursachtes Leiden anderer). Die Heranziehung eines drastischen Vergleichs dient einem grundsätzlich erlaubten Zweck, nämlich in einer von Werbung reizüberfluteten Gesellschaft Aufmerksamkeit für ein Anliegen zu erzielen. Das Tierschutzanliegen selbst ist – wie ausgeführt – gewichtig, gesellschaftspolitisch umstritten und aktuell (vgl. die Tierschutzgesetzgebung aus der jüngsten Vergangenheit). Aus den dargelegten Gründen ist eine exzessive Meinungsäußerung zu verneinen.“ (Az. 6 Ob 321/04f, Urteil vom 12.10.2006).

PETA legt besonderen Wert auf die Feststellung, daß der Oberste Gerichtshof auch nachdrücklich die von den jüdischen Klägerinnen unterstellten Antisemitismus-Vorwürfe deutlich zurückgewiesen hat: „Die von den Klägern relevierte Verächtlichmachung einer Rasse oder eines Volkes wird mit der Werbekampagne nicht bewirkt: (...) Die Aussage geht nur dahin, daß Juden wie Tiere behandelt wurden. Die Gegenüberstellung führt jedenfalls beim maßgeblichen verständigen Durchschnittsbetrachter nicht zu der von den Klägern gezogenen Schlußfolgerung (nazistischer Inhalt, Anm. d. Verf.).“

„Das ist ein guter Tag für die Tiere und das Recht auf freie Meinungsäußerung“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA-Deutschland e.V. „Wir bitten all diejenigen, die den heutigen Holocaust an den Tieren leugnen endlich die Augen zu öffnen und nicht so zu tun als ob diese Greueltaten in Schlachthöfen und Tierfabriken nicht stattfinden würden.“

PS und Anm.: Auch der derzeitige ANIMAL SPIRIT-Obmann, Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, hat bereits anläßlich einer österr. „Tierschutz-Pilgerfahrt“ in den 90er Jahren bei einem Vortrag eine ähnliche bildhafte Gegenüberstellung der Häftlinge im Konzentrationslager Mauthausen und der tierausbeuterischen Zustände in der industriellen Massentierhaltung gemacht. Er wurde deswegen damals von einem deutschen Medium (Stern-TV) lächerlich gemacht und ins rechte Eck gerückt. Dieses Urteil des österr. OGH stellt daher auch für ihn eine späte, aber umso wichtigere Rehabilitation dar!


14.10.2020

Dörfer und Wälder brennen für Palmöl – Petition!

Am 20. Mai 2020 brannte das Dorf Ijaw-Gbene im Süden Nigerias nieder. Augenzeugen beschuldigen Sicherheitskräfte der Firma OOPC und Angehörige der Armee dafür verantwortlich zu sein, was die Firma zurückweist. Zuvor waren drei Dörfer unter ähnlichen Umständen in Brand gesteckt worden. OOPC weist die Anschuldigungen von sich. Der Vorfall im Mai hat die örtlichen Bauern und Fischer obdachlos gemacht, ihr Hab und Gut wurde zerstört. Die 80 Einwohner des Dorfes mußten in Nachbargemeinden und Kirchen Obdach suchen.

OOPC gehört zur Socfin-Gruppe, die von den Geschäftsleuten Vincent Bolloré aus Frankreich und Hubert Fabri aus Belgien kontrolliert wird und in zehn Ländern Afrikas und Asiens Palmöl- und Kautschukplantagen betreibt. Die Europäer haben einen schlechten Ruf: ob in Kamerun, Liberia, Sierra Leone, Elfenbeinküste oder Kambodscha, überall, wo Socfin arbeitet, klagt die lokale Bevölkerung über rabiate Methoden.

In Nigerias Okomu Kingdom erstreckt sich Socfins 33.000 Hektar große Plantage auf der angestammte Land der örtlichen Gemeinden. Die behaupten, niemals zugestimmt zu haben, das Land ihrer Ahnen herzugeben. Außerdem reichen die Plantagen in Waldschutzgebiete, die bedrohten Tierarten wie Schimpansen, Waldelefanten und Red-bellied-Monkey einen Lebensraum bieten.

In einem gemeinsamen Brief vom 4. September haben örtliche Gemeinden Nigerias Präsident Muhammadu Buhari gebeten, gegen OOPC einzuschreiten. Der Konflikt mit der Firma ist kein Einzelfall – er ist symptomatische für das Palmöl-Business weltweit. Bitte unterstützen Sie den Kampf der örtlichen Gemeinden für ihre Rechte und die Wälder mit Ihrer Unterschrift.