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z.B. 15/04/2021
14.04.2021

Horrorbetrieb in OÖ, Teil 2: ANIMAL SPIRIT rettet weitere 8 halbverhungerte Pferde.

Im letzten Newsletter vor einer Woche haben wir erstmals über einen schlimmen Pferdebetrieb im Bezirk Wels-Land, OÖ, und unserer Rettung der ersten neun Pferde von dort berichtet. Letzten Samstag waren wir dann mit einer befreundeten Pferdetierärztin in Begleitung von Familienmitgliedern vor Ort. Dabei konnten wir erstmals auch die Stallungen und den Innenhof besichtigen. Wir mußten uns wieder leise verhalten, da der Besitzer des Hofes - bekannt als äußerst aggressiv und cholerisch - nach seinem Krankenhausaufenthalt wieder zu Kräften gekommen ist und den „Terror am Hof des Schreckens“ weiter betreibt. Aber was wir dann dort drinnen gesehen haben, verschlug uns buchstäblich den Atem!

Furchtbare Bilder haben sich uns geboten

ANIMAL SPIRIT-Mitarbeiterin Marion (Gnadenhof Engelberg) berichtet vom Hof in Fernreith: „Verletzte, magere, lahmende Pferde - es stehen dort Pferde, die über Jahre hinweg nicht aus dem finsteren Stall (siehe Bilder!) herausgekommen sind. Der Zustand der Hufe ist entsprechend schlecht. Pferde mit Beinverletzungen, die nicht mehr korrigierbar sind, abgemagerte trächtige Stuten, gemeinsam mit Hengsten. Der Futterzustand der Pferde ist zum Großteil sehr schlecht, die Heu-Rundballen zumeist alt und verschimmelt. Eine Box muß erst ausgeschaufelt werden, damit wir den dort untergebrachten Hengst aus dem meterhohen Mist befreien können.

Gestern (13. April) fand eine Besprechung auf der BH mit der Amtstierärztin und einer Juristin statt. Dabei wurde – endlich - beschlossen, daß die restlichen 5 Stuten sofort befreit werden dürfen. Drei davon sind hochträchtig. Es besteht die Gefahr, daß sie - wie bereits mehrmals passiert - von den Hengsten zu Tode gejagt werden. Die Befreiung heute findet unter Polizeischutz statt. Ich frage mich, weshalb der amtsbekannte Wüstling, der auch bereits Beamte mit dem Erschießen bedroht hat, noch immer einen Waffenschein und Waffen besitzt. Wirklich wohl fühle ich mich nicht dabei. Wir müssen aber hinfahren, um dem jahrzehntelangen Leiden der Tiere dort endlich ein Ende zu bereiten!

Man fragt sich, warum die Behörde nicht viel früher reagiert hat? Gewußt haben sie es schon jahrelang, den ehemaligen Amtstierarzt habe ich persönlich, sowie mehrere andere besorgte Tierfreunde auch bereits vor Jahren darauf aufmerksam gemacht, daß in diesem Hof noch Pferde in äußerst schlechter Haltung eingesperrt sind."

Heute dürfen wir – unter Polizeischutz und offiziell – wieder 8 Pferde (5 tlw. trächtige Stuten und 3 Hengste) befreien und mitnehmen; 3 davon konnten wir direkt auf gute Plätze vermitteln, eine trächtige Stute und ihr älteres Hengst-Fohlen kommen vorläufig auf den Gnadenhof Engelberg, 3 weitere auf einen vorübergehenden Einstellplatz. Wir hoffen, daß wir für diesen Pferdehalter endlich ein Tierhalteverbot erreichen und wir für – auch die verbleibenden ca. 15 Hengste, die hoffentlich auch bald kastriert werden dürfen - einen schönen Lebensplatz finden werden. InteressentInnen dafür wenden sich bitte direkt an engelberg@animal-spirit.at.


14.04.2021

Unterstützen Sie das EU-weite „Ende der Käfighaltung“

1,4 Millionen BürgerInnen haben die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ unterstützt und fordern ein Verbot der Käfighaltung für über 300 Millionen Sauen, Kälber, Hennen, Gänse, Enten, Wachteln und Kaninchen. Jetzt muß sich aber auch noch das EU-Parlament gegen ein Verbot der Käfighaltung aussprechen! Morgen, am 15. April stellt sich diese Bürgerinitiative (deutsch: "Beendigung des Käfig-Zeitalters") dem EU-Parlament vor. Dort braucht sie die Unterstützung der Abgeordneten – und Sie können diese für die Initiative gewinnen. Dies ist nämlich die erste EU-BürgerInneninitiative für „Nutztiere“, welche mehr als eine Million Unterschriften erreicht hat. Die EU-Abgeordneten dürfen ihre Augen nicht davor verschließen. Wir hoffen, daß auch sie sich für ein käfigfreies Europa aussprechen!“
 

Schreiben Sie den Europaabgeordneten

 

Doch damit ist die Initiative noch nicht am Ziel: Das Ergebnis der morgigen Anhörung vor dem EU-Parlament wird die finale Entscheidung der EU-Kommission maßgeblich beeinflussen. Im Idealfall wird sie einen Gesetzgebungsprozeß für ein europaweites Verbot der Käfighaltung auf den Weg bringen. Doch unsere Gegner, zum Beispiel aus der „Nutztier“-Industrie, werden Einwände und Zweifel unter den Abgeordneten streuen.

Deshalb braucht „End the Cage Age“ noch Ihre Überzeugungskraft. Die Initiative hat eine E-Mail für Sie vorbereitet. Sie müssen sie nur noch abschicken (vergessen Sie nicht, am Ende Ihren Namen zu ergänzen).

Schreiben Sie den Mitgliedern des Europäischen Parlaments und bitten Sie sie, „End the Cage Age“ zu unterstützen. Machen Sie klar, daß Käfighaltung unmenschlich ist und beendet werden muß. Und zeigen Sie, wie viele Menschen hinter dieser Forderung stehen.

Mehr Informationen und eine Alternative bei Problemen mit der E-Mail-Vorlage finden Sie u.a. auf der Seite der Albert Schweitzer-Stiftung.


14.04.2021

Dieser Artikel hilft besser zu verstehen, warum ANIMAL SPIRIT jedes Jahr u.a. mehrere Dutzend „Schlachtfohlen“ freikauft und vermittelt:

Mein bester Freund – Das Schlachtpferd (von Bettina Schneider)

guteskarmatogoblog.wordpress.com: Es hat viele Gründe, warum ich einen weiten Bogen um das Thema „Pferde“ mache. Das passiert nicht, weil ich Pferde nicht mag. Ganz im Gegenteil, diese sensiblen, sanftmütigen und wunderschönen Tiere sind ein großes Geschenk der Natur für diesen Planeten. Ich meide dieses Thema meist, weil es schmerzt, mit anzusehen, wie diese Tiere benutzt, mißbraucht und verkannt werden. Am Ende, wenn sie alt, krank oder von Mißbrauch gezeichnet sind, wird ihnen oft sogar ein würdiges Sterben verwehrt. Letztes Jahr landeten allein in Deutschland, 4100 „geliebte“ Pferde in einem Schlachthaus.

Pferde kamen nicht auf die Welt, um als Kriegshelfer, Lastenträger, Blut- oder Urinlieferant, Kleinmädchen-Bespaßer oder Sportgerät ihr Dasein zu fristen. Sie lieben, wie wir alle, die Freiheit, … ihr artgerechtes Leben fände in einer Herde statt, auf einer Weide und nicht in Boxen, auf Turnierplätzen, vor Kutschen oder in Viehtransportern, die quer durch Europa gekarrt werden.

Der „beste Freund des Menschen“ bezahlt seit Menschengedenken diese Freundschaft mit seinem Leben, seiner Würde und seiner Freiheit und das ungleich mehr, als das Hunde oder Katzen tun. Es macht mich traurig. Daher schreibe ich nicht über Pferde. Andere tun es. Ein Beispiel:

„Seit Jahrtausenden benutzen die Menschen Gebisse (Trensen), um das Pferd gefügig zu machen. Dies funktioniert über Schmerzen, die das Gebiß verursacht. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Eigentlich gibt es keinen Grund, ein Gebiß zu benutzen – außer man will das Pferd durch den Schmerz kontrollieren…“

Die Liste der durch Gebisse verursachten gesundheitlichen Probleme ist lang, und sie ist unabhängig von der Zügelführung und von dem, der die Zügel führt: Gebisse verursachen allein durch ihre Präsenz und den punktuellen Druck auf die in den Schleimhäuten liegenden Nervenenden Schmerzen an Unterkiefer und Zahnfleisch. Wenn Ihr Zahnarzt einmal den Nerv ohne Betäubung getroffen hat, dann haben Sie eine Vorstellung davon, wie sich ein Gebiß für das Pferd anfühlt. Es entwickeln sich Entzündungen, die sich auf größere Bereiche des Gesichts und des Kopfes ausbreiten können. Das Pferd wird durch diesen Schmerz kontrolliert….“ (https://www.feinehilfen.com/reiten-mit…/comment-page-2/)

Vielleicht, wenn ich mutig genug bin, schreibe ich irgendwann einmal etwas mehr über ihr „Ende“, von Pferden auf Pferdetransporten und in Schlachthöfen. Das Ende einer Freundschaft, die oftmals nie eine war, sondern einzig Mißbrauch! Hier gibt es einen interessanten Artikel dazu: Mein bester Freund, das Schlachtpferd

…“Pferde, die zur Fleischproduktion bestimmt sind, erhalten im Krankheitsfall nur bestimmte, zugelassene Medikamente. Damit soll eine Verunreinigung des Fleisches verhindert und die spätere Fleischqualität sichergestellt werden. Im Falle eines Unfalls kann das zum Beispiel bedeuten, daß auf Schmerzmittel verzichtet und das Tier ohne Weiteres zum Pferdemetzger transportiert wird.“…

In der EU werden die meisten Pferde formell als „Nutztiere“ zur Fleischerzeugung gehalten! Der Eintrag wird im „Equidenpaß“ des Tieres deklariert und hat fürs Pferd oft schwerwiegende Folgen. Auch in sehr vielen Reitvereinen sind die geliebten Reitpferde formell nicht mehr als Fleischlieferanten. Fragen Sie doch mal nach!“ …“

Zum Schluß möchte ich euch noch dieses Video ans Herz legen. Ich fand es verstörend!


14.04.2021

Die Botschaft des Waldes

www.rubikon.news: Umweltzerstörung bedeutet vor allem Selbstzerstörung — durch die Rückkehr zur Natur werden wir wieder vollständiger.

In der Weltsicht der meisten Menschen, die ihnen von außen eingeflößt wird, stehen die Dinge auf dem Kopf. Denn der Mensch erscheint in ihr als ein von der Natur abgetrenntes und unabhängiges Wesen. Nichts und niemand kann seiner rücksichtslosen Umweltzerstörung somit Einhalt gebieten, am wenigsten die Natur selbst. Dabei sieht die Wirklichkeit eigentlich ganz anders aus. Die Natur ist belebt und beseelt. Sie ist nichts, was außerhalb von uns existieren würde, wie der Begriff „Umwelt“ suggeriert. Die enge Gemeinschaft mit dem nichtmenschlichen Leben ist in unserem kollektiven Unbewußten verankert. Daß wir sie teilweise verlassen und gar die Wurzeln gekappt haben, die uns nähren, ist Ursache für viele Krankheitssymptome individueller wie kollektiver Natur. Dies ist aber kein Grund, die Hoffnung zu verlieren, denn es gibt für uns alle den Weg der Umkehr. Dieser würde helfen, eine Gesellschaft im Einklang mit uns selbst und unserer Umgebung zu begründen.

Wir sind Teil des Waldes

Menschen sind wie jede Spezies der Erde Teil des Ökosystems, in dem sie leben. Manche Menschen sind ein Teil der Wüste, manche gehören zur Steppe, andere wohnen an der Küste oder sogar auf dem Wasser und wieder andere sind Teil des Waldes. So leben die meisten Europäer seit Jahrtausenden in Rodungsinseln im „Waldmeer“ oder sogar direkt im Wald, daher sind wir untrennbar mit dem Wald verknüpft.

Der Wald war früher einmal die Lebensgrundlage unserer Vorfahren. Er beschenkte sie mit Beeren, Wildgemüse, Pilzen und Nüssen, Holz und Wild sowie mit Futter für das Vieh. Der Wald ist aber auch Heiler, da ein Aufenthalt im Wald nachweislich sehr gesund für Körper und Seele ist und bei einer Krankheit den Selbstheilungsprozeß stark intensivieren kann. Die heilende und immunisierende Wirkung von Waldluft ist in vielen Fällen chemischen Medikamenten überlegen.

Und dann wären da noch die zahllosen Heilkräuter, die es im Wald zu sammeln gibt und mit denen sich, entsprechendes Wissen vorausgesetzt, zahlreiche Krankheiten heilen oder verhindern lassen. Der Wald bietet daher zugleich einen wichtigen Schutz vor vielen Krankheiten und hilft bei deren effektiver und sanfter Heilung. Nicht zuletzt, weil in uns dank unserer kollektiven Erinnerung das Leben im Wald weiterlebt, fühlen wir uns dort glücklich und geborgen.


07.04.2021

Streunerhunde leiden noch mehr seit Corona…

…so auch in Sri Lanka, wo sowohl Menschen als auch Tiere mit den Auswirkungen der Corona-Krise schwer zu kämpfen haben. Wie in Österreich bleiben auch dort die Touristen aus, Lokale sind zu, Märkte eingeschränkt und die Preise für Grundnahrungsmittel sind steil in die Höhe geschossen. Am 4. April war zwar Welt-Streunertag, aber das nützte wohl weder den Hunden in Sri Lanka noch in anderen Ländern…

Denn das alles erschwert die Arbeit der „Dog Care Clinic“. Unsere Projektpartner vor Ort brauchen zur Versorgung der Streuner laufend Medikamente und die sind jetzt sehr teuer. Außerdem müssen täglich hunderte Hunde gefüttert werden: An die 200 Dauergäste in der Klinik und dazu noch ganz viele Straßenhunde, die derzeit kaum Fressen finden. Ohne Touristen keine Leckerbissen für die Streuner und keine Besucherspenden in der „Dog Care Clinic“.

Aber das Team arbeitet trotz aller Schwierigkeiten engagiert weiter und hat gerade ein besonders schönes Projekt eröffnet. Einen speziellen Bereich für körperlich beeinträchtigte Hunde. Hier sieht man, wie glücklich so ein behütetes Wesen sein kann. Aber auch älteren Menschen in Sri Lanka wird mit einem eigenen Hundeprojekt geholfen. Lesen Sie dazu unsere Informationen in der Aussendung, die soeben zur Post gegangen ist und HIER online eingesehen werden kann. Bitte unterstützen Sie die Arbeit für die Straßenhunde mit einer Spende. Herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann


07.04.2021

Botswana erteilte hunderte Lizenzen für Elefanten-Jagd

t-online.de (dpa): Für die umstrittene Jagd auf Elefanten hat Botswanas Regierung hunderte Lizenzen erteilt.

Kabelo Senyatso, der Direktor der Nationalpark-Behörde, bestätigte, daß zum Auftakt der vom 6. April bis zum 21. September dauernden Jagdsaison der Abschuß von insgesamt 287 Dickhäutern genehmigt worden sei. "Die Jagdsaison hat heute Morgen begonnen und verläuft wie geplant", sagte er.

Sie war im Vorjahr wegen der Corona-Restriktionen in dem südafrikanischen Safari-Paradies vorübergehend verschoben worden.

"Wir haben bereits Kunden vor Ort - einige davon kommen aus den USA und anderen Ländern", sagte die Sprecherin des nationalen Verbands für Wildtier-Produkte (BWPA), Debbie Peake, der Deutschen Presse-Agentur. Die Einreise in das Land sei relativ unkompliziert. "Wir hatten einige Jahren ein (Jagd-)Moratorium und sind froh, wieder im Geschäft zu sein - es kommt ja auch den Gemeinden und der nationalen Wirtschaft zugute", betonte sie…


07.04.2021

Hier noch 2 Videos:
ein super-nettes von einer Katzenrettung durch einen Fahrrad-Weltenbummler

Und eines – weniger nett – von der gestrigen Sendung auf SWR-Betrifft über die
Produktion von Billigfleisch in Brasilien: "Billiges Fleisch - Wer bezahlt für die kleinen Preise?“
"Die Deutschen genießen billiges Fleisch - selten haben sie weniger Geld für Lebensmittel ausgegeben. Um zu verstehen, unter welchen Bedingungen Rindfleisch in Südamerika produziert wird, fährt das "betrifft"-Team nach Brasilien. Das Land, in dem mehr Rinder als Menschen leben, ist einer der größten Fleisch-Produzenten auf dem internationalen Markt. Grundlage für den Erfolg ist billiges Weideland. Aber während für die Bäuerinnen und Bauern in der EU strenge Umweltstandards gelten, wird in Brasilien nach wie vor billiges Fleisch auf Kosten von Menschen, Tieren und der Umwelt erzeugt - Regenwald wird abgebrannt und wertvolle Feuchtgebiete zerstört."


31.03.2021

Noch eine Tier-Katastrophe am Mittelmeer

Nach der „Not-Tötung“ sämtlicher ca. 2.700 Rinder, die mehr als 3 Monate im Mittelmeer herumgeirrt sind (weil sie kein Land in einen Hafen lassen wollte) – ohne ausreichende Fütterung und Tränkung, im eigenen Kot - aus Seuchenangst wegen angeblicher „Blauzungenkrankheit“. Eine Tierseuche, die für den Menschen übrigens völlig ungefährlich ist. Ein menschlicher Irrsinn, Folge des immer gleichen Prinzips der reinen Gewinnmaximierung auf Kosten von Aber-Millionen unschuldiger „Nutz“-Tiere.

Nun gleich danach die nächste Tier-Katastrophe um und rund ums Mittelmeer, die sich erst gestern langsam aufzulösen begann: Bis gestern nachmittag war der gesamte Suezkanal – das „Nadelöhr“ für 12% des weltweiten Handelsverkehrs – durch den Riesenfrachter „Ever Given“ blockiert (siehe dazu auch das aufschlußeiche Video von Gerhard Wisnewski: Operation FUCK OFF: Angriff auf die Weltwirtschaft!).

"Katastrophe" im Suezkanal: 130.000 Schafe sitzen auf Frachtern fest

n-tv.de: Während Experten auf Gerät und die geeigneten Bedingungen warten, um die festgefahrene "Ever Given" aus dem sandigen Schlamm zu ziehen, sorgen sich Tierschützer um lebende Fracht. Auf rumänischen Frachtern sind 130.000 Schafe verladen. Es drohe "eine maritime Katastrophe", erklärt Animals International.

Wegen der Blockade des Suezkanals durch das feststeckende Containerschiff "Ever Given" stecken derzeit auch elf rumänische Frachter mit lebenden Tieren an Bord fest - nach Angaben von Tierschützern handelt es sich um 130.000 Schafe. … Sollte die Blockade des Kanals durch das feststeckende Schiff der taiwanesischen Reederei Evergreen anhalten, müßten weitere Schritte überlegt werden, erklärten die Veterinärbehörden. Eine Möglichkeit sei dann, die rumänischen Frachter umzuleiten und die Tiere in anderen als den geplanten Ankunftshäfen zu entladen.

Tierschützer fürchten den Tod der Schafe an Bord der Schiffe. "Die Situation ist sehr bedrohlich", erklärte die Organisation Animals International. Es drohe eine "maritime Katastrophe für lebende Tiere in noch nie dagewesenem Ausmaß". Rumänien müsse den Export lebender Tiere umgehend einstellen und stattdessen auf Fleischexporte umschwenken, forderte die Organisation.

Siehe auch 130.000 Schafe in Not: Tiertransporte per Schiff müssen sofort eingestellt werden!

Sowie: Bis zu 130.000 Schafe stecken im Suezkanal fest


31.03.2021

Die Hunde-Auffangstation SREMSKA MITROVICA benötigt Unterstützung!

Mitrovica liegt in Serbien, in der Provinz Vojvodina, ca. 70 km westlich von Belgrad. Wir leiten diesen Hilfsaufruf dieses großen Hundeheims hiermit weiter:

„In Serbien herrschen bekanntlich höchst unwürdige Zustände betreffend Tierschutz, wo arme Straßenhunde ihr Leben fristen und absolut lebensbedrohlich dahin vegetieren. Aus diesen Gründen entschloß sich 2017 Frau Marta Gornik, gemeinsam mit dem IBT (Bund der Tierversuchsgegner), ein Tierheim zu errichten.

Dafür wurde ein adäquater Platz, nämlich eine aufgelassene Hundezuchtstätte, ausfindig gemacht, die vom IBT erworben werden konnte und heute bis zu 360 gerettete Hunde beherbergt! Der Ausbruch der Corona-Krise hat nun die Situation nochmals erheblich erschwert, weil auch weniger Hunde ins Ausland vermittelt werden können. Auch ist dzt. die Fahrt ins Tierheim von Österreich aus kaum möglich.

Die Vermittlung dieser armen Geschöpfe nach Österreich, Deutschland und der Schweiz, kostet viel Geld, weshalb wir um Ihre dringliche Unterstützung bitten. Unsere monatlichen Kosten – u.a. für Futter, Tierarzt, Mitarbeiter und Reparaturen - belaufen sich auf ca. 10.000,- €!"

Weitere Infos unter gornik.m6@gmail.com

Spenden erbeten an Raiffeisenbank Staß-Spielfeld
IBAN: AT093842000005038302, BIC RZSTAT2G420
Marta Gornik, „Hilfe für das Tierheim Sremska Mitrovica“


24.03.2021

Illegales Schächten in Nordrhein-Westfalen

Nicht nur in Laaben, NÖ, wird wöchentlich illegal geschächtet, wie ANIMAL SPIRIT bereits vor 7 Monaten aufgedeckt hat (und bislang von den zuständigen Behörden offenbar ungeahndet geblieben ist), sondern auch in Deutschland, wie folgender Bericht zeigt:

tagesschau.de: In einem Betrieb in Nordrhein-Westfalen sollen Hunderte Tiere ohne Betäubung geschlachtet worden sein. Dies geht aus Aufnahmen von Tierschützern hervor.

In einem Schlachthof in Nordrhein-Westfalen sollen Mitarbeiter Tiere illegal geschächtet haben. Aufgrund dieses Verdachts haben die Behörden eine Razzia durchgeführt und den Betrieb in Selm am Donnerstag geschlossen. Die Vorgänge in dem Schlachthof sind durch Videos und Bilder dokumentiert. Die Aufnahmen aus den vergangenen drei Wochen wurden dem Verein "Soko Tierschutz" zugespielt. Der hat Strafanzeige gestellt und das Material an die zuständigen Behörden weitergegeben.

Dem ARD-Magazin FAKT liegen die Aufnahmen exklusiv vor. Darauf ist etwa zu sehen, wie ein Rind aus der Betäubungsbox kommt - ohne betäubt zu sein. Es folgt ein minutenlanger Todeskampf. "Totale Panik, totale Angst und das Tier wird langsam von der Seilwinde hochgezogen", beschreibt der Chef der Soko Tierschutz, Friedrich Mülln die Szene. "Man sieht, es ist bei vollem Bewußtsein. Es atmet, es strampelt." Dann wird das Tier von den Schlachtern noch einmal fixiert. Diese Vorgänge hätten die Tierschützer knapp 200 Mal in den vergangenen Wochen gesehen. Es seien fast 200 Schlachtungen dokumentiert worden.

"Die Tiere werden bei vollem Bewußtsein abgestochen. Das Tier brüllt. Die Schlachter tun dies mit einer absoluten Routine", sagt Mülln. So geschehe es jeden Tag mit zehn bis 20 Schafen und drei bis vier Kühen. Es seien Zustände, die so in Deutschland bislang noch nicht dokumentiert worden seien.

Schächten nur mit Ausnahme-Genehmigung erlaubt

Schächten ist das Töten von Tieren ohne Betäubung. Das ist in Deutschland grundsätzlich verboten. Für Ausnahme-Genehmigungen aus religiösen Gründen müssen Antragsteller hohe Hürden überwinden. Das Vorgehen in diesem Betrieb ist "komplett illegal", sagt Amtsveterinär Kai Braunmiller. Er habe sich kundig gemacht und herausgefunden, daß der Schlachthof keine Genehmigung dafür hat. "Das ist an Dreistigkeit nicht zu übertreffen. Es wäre an der Zeit, das juristisch entsprechend zu ahnden, und daß die Verantwortlichen dafür ins Gefängnis gehen."

Hätte es den Behörden auffallen müssen?

Es ist ein Vorgehen, das laut den Tierschützern zumindest den Behörden hätte auffallen müssen. "Katastrophale Bedingungen und irgendwie scheint es keiner zu bemerken", schimpft Friedrich Mülln. Bei den Rindern haben die Schlachter nach der Schächtung den Tieren noch einen Bolzenschuß verpaßt - offenbar zur Verschleierung. Doch es hat auch Tierkörper ohne Schuß gegeben. "Auf den ganzen Bildern ist kein einziger Veterinär zu sehen. Niemand, der die Betäubung kontrolliert, niemand der sich fragt, warum die Tiere da hängen und kein Loch im Kopf haben."

Tierschützer widersprechen Ministerium

Die Tierschützer widersprechen den Aussagen des Ministeriums und erklären, daß im Schlachthof in den vergangenen drei Wochen 189 Tiere getötet worden seien - davon nur vier mit Betäubung. Der Rest sei geschächtet worden. Die Behörden sollen nun auch aufklären, ob es das Hauptgeschäft des Betriebes gewesen ist.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER

Siehe auch ots.at: Systematisches Schächten aufgedeckt - Deutscher Schlachthof quält Tiere zu Tode / NRW-Behörden versagen beim Tierschutz


24.03.2021

Meeresfisch als Fischfutter für Zuchtfisch

Bericht: Zuchtfisch im Supermarkt kurbelt Überfischung der Meere an.

Absurd: jeder 6. im Meer gefangene Fisch endet als Fischfutter

OTS.at: Das Problem “Überfischung der Meere” ist heutzutage vielen KonsumentInnen bereits ein Begriff. Daß jedoch auch der Konsum von Zuchtfisch zu dieser Überfischung der Ozeane beiträgt, ist wohl so gut wie unbekannt. Österreichs Supermärkte tragen zum Verschleiern dieser Tatsache bei. Das ist das Ergebnis eines soeben veröffentlichten Berichts der Stiftung Changing Markets und des AK Konsumentenschutzes OÖ.

Die niederländische Stiftung Changing Markets hat in dieser Studie aufgezeigt, daß bereits jeder sechste im Meer gefangene Fisch als Futtermittel für Fischzuchten verwendet wird. Gemeinsam mit dem AK Konsumentenschutz OÖ wurde Österreichs Einzel- und Großhandel befragt und festgestellt, daß dieser kaum Bewußtsein oder Willen zur Verbesserung dieser Situation zeigt. Keiner der evaluierten Supermärkte erfüllte auch nur die Hälfte der untersuchten Kriterien für eine nachhaltige Lieferkette bei den Produkten aus Aquakulturen.

Österreichs Supermärkte sind diesbezüglich im Schnitt sogar schlechter als deutsche oder britische Handelsketten. Am besten schneidet noch Lidl ab, der mit nur 33 Prozent (bzw. 8 von 24 Punkten) aber weniger Punkte erzielt als Lidl in Deutschland. Absolutes Schlußlicht bildet Metro mit nur 2 von 24 Punkten. Das vollständige Ranking der österreichischen Supermarktketten findet sich im heute veröffentlichten Bericht “Erwischt: Wildfisch als Fischfutter für Aquakulturen” https://www.fishingthefeed.com/de/supermarkt-scorecard/

"Ob die ÖsterreicherInnen Zuchtlachs aus Schottland oder österreichische Forellen kaufen – überall steckt die Überfischung der Meere mit drin. Kommerzielles Fischfutter für heimische Forellen beispielsweise besteht zu rund 45% aus Fischmehl und -öl. Das Image der Fischzucht als “nachhaltig” beweist sich einmal mehr als nicht gerechtfertigt”, sagt Nicolas Entrup, Co-Direktor für internationale Zusammenarbeit bei der Meeresschutzorganisation OceanCare.

OceanCare, Changing Markets und der Konsumentenschutz der AK OÖ fordern den österreichischen Lebensmittelhandel auf, ab sofort in ihrer Einkaufspolitik auf Nachhaltigkeit beim Erwerb von Fisch und Fischprodukten zu achten. “Viele Fischfarmen sind durchaus mit den tierquälerischen Mastbetrieben anderer Nutztiere zu vergleichen. Um möglichst viele Fische in möglichst kurzer Zeit zu züchten, werden Tierquälerei, ökologische Katastrophen und Umweltverschmutzung in Kauf genommen. Der Handel ist in der Verantwortung, den Konsumenten keine Produkte aus Tierquälerei und Naturzerstörung zu verkaufen und durch ein bewußteres Produktangebot zum Schutz der Ozeane beizutragen,” sagt Entrup.


24.03.2021

Petition: Eisbären-Qual in Zoos beenden!

peta.de: Letzte Woche jährte sich der Todestag von Eisbär Knut zum 10. Mal. Knut wurde im Berliner Zoo geboren, von Hand aufgezogen und löste weltweit einen regelrechten Hype aus – täglich strömten Tausende Besucher in den Zoo, um das Eisbärenbaby in öffentlichen Präsentationen zu sehen. Knut bescherte dem Zoo Gewinne in Rekordhöhe, doch sein kurzes Leben war von Leid geprägt und ist Sinnbild für die in zoologischen Einrichtungen übliche Ausbeutung von Tierbabys zu Werbezwecken.

In Gefangenschaft lebende Eisbären sind von hoher Jungtiersterblichkeit betroffen – auch Knuts Zwilling verstarb bereits wenige Tage nach der Geburt. Obgleich Eisbären als Einzelgänger gelten, mußte Knut mit drei Eisbären-Damen zusammen im gleichen Gehege leben. Ein solches Zoogehege entspricht durchschnittlich nur etwa einem Millionstel des Reviers von Eisbären in der freien Natur. 2011 verstarb Knut plötzlich im Alter von nur vier Jahren. Er drehte sich lange an der gleichen Stelle im Kreis, zuckte, fiel ins Wasser und ertrank. Später wurde bekannt gegeben, daß er an einer durch eine Infektion ausgelösten Hirnentzündung litt und durch einen epileptischen Anfall gestürzt war.

Kaum eine Tierart leidet so offensichtlich unter der Haltung in Gefangenschaft wie Eisbären. In seiner arktischen Heimat ist das größte Landraubtier der Welt es gewohnt, durch riesige Gebiete zu streifen und dabei Hunderte von Kilometern zurückzulegen. Können Eisbären sich nicht artgemäß bewegen, entwickeln sie auffällige Verhaltensstereotypien, erkennbar an sich ständig wiederholenden Bewegungsabläufen. Die Tiere laufen dann endlose Runden im Kreis oder schwingen mit ihrem Kopf und Körper in immer gleichen Abläufen.

Helfen Sie Eisbären wie Knut: Fordern Sie das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit uns auf, die Nachzucht und den Import von Eisbären zu verbieten. Denn nur so kann das Leid der Tiere in Zoos mittelfristig beendet werden!

Obwohl die gravierenden Folgen der viel zu kleinen Gehege in Zoos bekannt sind, züchten Zoos und Tierparks weiterhin Tiere in einer Umgebung, in der ihr Leid vorprogrammiert ist. Jeder Zoo, der an der Zucht von Eisbären festhält, handelt verantwortungslos. Zudem leistet die Haltung von Eisbären in Gefangenschaft keinen Beitrag zum Artenschutz, da im Zoo geborene Tiere grundsätzlich nicht ausgewildert werden können. Es ist längst an der Zeit, diese Tierquälerei aus kommerziellen Beweggründen zu beenden!


16.03.2021

Steirer geht mit Jagd-Praktiken hart ins Gericht

krone.at: Seit fast 50 Jahren ist ein Steirer schon Jäger, jetzt gibt er die Karte aus Protest ab, stellt die Flinte ins Eck - hat aber „scharfe Munition“: Gewisse Praktiken seien antiquiert und weit jenseits von Tierschutz oder Empathie, wie das Abschießen von Tauben und Füchsen, oder „Spieße“ im Wald.

Jüngst wurde ein Jäger verurteilt, weil er seinen Hund hinter dem Auto nachgeschleift hatte - diese Tat brachte das Faß für einen „Kollegen“ zum Überlaufen. „Hinter verschlossenen Türen ist die Jagdhundeausbildung leider noch immer teilweise brutal “, sagt er empört.

Jagdhund-Ausbildung: „Sowas ist nicht normal!“
Der Steirer kritisiert auch andere Praktiken: „Es ist gängige Praxis, Enten flugunfähig zu machen und Hunde „zur Ausbildung“ auf sie zu hetzen. Sowas ist doch nicht normal!“ Seine Kritik geht munter weiter: „Bei den Tauben werden Elterntiere abgeschossen - die Jungen schreien im Nest nach ihnen, verhungern grauslich. Das gleiche bei Füchsen. Das ist unmoralisch.“

Aber es gibt ja Schonzeiten? „Nicht für Füchse! Es ist zwar Vorgabe, „Elterntiere, die zur Aufzucht benötigt werden, zu schonen“ - aber woran will man an einem Tier erkennen, daß es ein Elternteil ist?“

Scharfe Gitter verletzen Tiere
Auch die sogenannten „Strahler“ sind für ihn ein Drama: „Das sind messerscharfe Gitter, die zum Schutz von Bäumen aufgestellt werden. Die Jägerschaft finanziert die sogar mit. Ich mußte schon schwer verletzte Tiere erlösen, die sich den Bauch damit aufgerissen haben.“ Er kritisiert vieles seit Jahren. „Und ich kann’s offenbar nicht ändern. Aber ich will sicher kein Teil mehr davon sein.“

Siehe dazu auch web.de/magazine: Zwei Menschen bei Jagdunfall verletzt - Ein Jäger und seine Begleiterin sind in der Oberpfalz verletzt worden, als sich aus dem Gewehr des 28-Jährigen ein Schuß löste.


16.03.2021

Deutscher Staat unterstützt Tierwirtschaft mit 13 Milliarden Euro – Jahr für Jahr

spiegel.de: Wieviel Geld bekommen Schweinezüchter, Geflügelfarmen oder Rinderhalter an Subventionen oder in anderer Form? Das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ hat ausgerechnet, welche Summe allein in die Tierwirtschaft fließt.

In dieser Woche wird wieder einmal über Landwirtschaft diskutiert, und darüber, wieviel Geld Bauern und ihre Betriebe brauchen. Am Dienstag stellte Agrarministerin Julia Klöckner eine Machbarkeitsstudie zu den Empfehlungen der von ihr eingesetztes Borchert-Kommission für die Verbesserung des "Tierwohls" in deutschen Ställen vor. Um die Tierhalter dafür mit ausreichend Geld auszustatten, empfiehlt das Gremium als eine Möglichkeit, die Mehrwertsteuer auf tierische Produkte von 7 auf 19 Prozent zu erhöhen. Am Freitag wird nun eine Studie offiziell vorgestellt, die zeigen will, daß die Tierwirtschaft ohnehin schon üppig aus öffentlichen Töpfen finanziert wird – und die zum ersten Mal eine Gesamtsumme nennt.

Es ist auch diese Zahl, die für Aufmerksamkeit sorgen wird: „Mehr als 13,2 Milliarden Euro fließen jedes Jahr auf direktem oder indirektem Weg in die Tierwirtschaft“ – so steht es am Anfang der Studie mit dem programmatischen Titel „Milliarden für die Tierindustrie. Wie der Staat öffentliche Gelder in eine zerstörerische Branche leitet“. Dem SPIEGEL lag die Untersuchung des Bündnis „Gemeinsam Gegen Die Tierindustrie“ vorab vor, hier kann man sie jetzt ansehen.

[...] Zur öffentlichen Förderung zählt die Untersuchung „direkte Subventionen, Steuererleichterungen, staatliche Dienstleistungen wie Beratungsleistungen, staatliche Sozialleistungen und weitere“. Es sind Daten, die nirgendwo gesammelt abzufragen sind, manche werden nicht erhoben. Insgesamt, klagen die AutorInnen, mangele es an Transparenz.

Einblick in die vielen verschiedenen Töpfe und Wege, Institutionen und Mittel

[...] Nach Ansicht mehrerer vom SPIEGEL befragter Agrarökonomen ist das eine realistische Größenordnung. Ein Verdienst der Studie, neben der reinen Zusammenzählung, ist der Einblick in die vielen verschiedenen Töpfe und Wege, Institutionen und Mittel, mit denen die öffentliche Hand der Branche unter die Arme greift. Zu den 13,2 Milliarden Euro zählen die AutorInnen allerdings nur folgende Bereiche:

Agrarsozialpolitik: Die Gesamtheit der Maßnahmen, die soziale Absicherung und Einkommen von Landwirten verbessern. Die Untersuchung beziffert die Summe mit 2,73 Milliarden Euro pro Jahr.

EU-Agrarförderung: Durch die flächengebundenen Direktzahlungen der ersten Säule wird die Tierwirtschaft demnach mit 2,85 Milliarden Euro gefördert, »insbesondere für die Erzeugung von Futtermitteln«. Die sogenannte zweite Säule, die von Bund, Ländern und Kommunen kofinanziert wird, steuert demnach 878 Millionen Euro bei.

Die von den Bundesländern finanzierten Landwirtschaftskammern oder Institute und Landesanstalten, die landwirtschaftliche Betriebe beraten, kosten demnach 207,71 Millionen Euro.

Rentenbank: Durch Förderzuschüsse auf Darlehen profitieren Unternehmen der Landwirtschaft sowie der Agrar- und Ernährungswirtschaft zusätzlich zu günstigen Zinskonditionen. Auf die Tierwirtschaft entfallen demnach 28,73 Millionen Euro.

Fiskal- und Wirtschaftsförderungspolitik: Die Tierwirtschaft profitiert von der reduzierten Mehrwertsteuer auf tierbasierte Produkte sowie anteilig von der Steuervergünstigung von Agrardiesel, der Befreiung landwirtschaftlicher Fahrzeuge von der Kraftfahrzeugsteuer sowie von Einsparungen bei der EEG-Umlage, insgesamt sind das demnach 5,86 Milliarden Euro.

Förderungen aus dem Haushalt des BMEL: Mehrere aktuelle Programme leiten Geld in die Tierwirtschaft: Investitionshilfen für Gülletechnik, Stallbauförderung, Aufwendungen für das Tierwohllabel und das Bundesprogramm Nutztierhaltung. Insgesamt 640,27 Millionen Euro.

Lesen Sie den ganzen Artikel HIER


16.03.2021

Petition: Kein Öl aus Afrikas Schatzkammer!

Regenwald.org: Namibias Natur und Tierwelt werden durch eine furchterregende Gier nach Erdöl bedroht. Die kanadische Firma ReconAfrica hat die Lizenz erhalten, im ökologisch sensiblen Kavango Becken nach Öl zu suchen. Bitte unterstützen Sie den Widerstand gegen die Förderung fossiler Energie, die die Klimakatastrophe verschlimmert.

„Das Erdöl muß im Boden bleiben“, fordert Ina Shikongo. Die Aktivistin in Namibias Hauptstadt Windhoek kämpft gegen das Projekt, im Nordosten des Landes bisher unentdeckte Erdöl-Vorkommen auszubeuten. “Die Ölförderung wäre nicht nur eine Katastrophe für das Weltklima, das Wasser und die Tierwelt, sondern darüber hinaus für die örtliche Bevölkerung.“

Das Projekt, das Ina, weitere Aktivisten und Frack free Namibia so vehement bekämpfen, wird von der kanadischen Firma ReconAfrica vorangetrieben. Das Unternehmen behauptet, ein immenses, tiefes Sediment-Becken entdeckt zu haben – womöglich gefüllt mit Erdöl und Gas. ReconAfrica hat eine Erkundungslizenz im Kavango Basin ergattert.

Sollten Erkundungsbohrungen erfolgreich sein, will die Firma 2 Milliarden Barrel Erdöl fördern – bevor sie in tiefere Schichten vordringt. Umweltschützer fürchten, daß die Firma eigenen Beschwichtigungen zum Trotz auf Fracking setzt, weil sie in Marketing-Material von “unkonventionellen Methoden” spricht – ein beschönigender Ausdruck für Fracking.

Jetzt hat ReconAfrica die erste Test-Bohrung beendet! Sie schlägt eine Schneise durch den Busch, um den Bohrturm zur zweiten Erkundungsstelle zu schaffen.

Die ökologischen Folgen des Projekts können verheerend sein. Es gefährdet über die Gewässer in Namibias trockenen Savannen und das berühmte Okavango-Delta in Botswana, das wegen seines Artenreichtums ein Unesco Welterbe und Heimat von Elefanten, Flußpferden und Vögeln in großer Zahl ist. Der Tourismus und die Lebensgrundlage der Einheimischen wie den San sind in Gefahr.

Um das Weltklima, die Artenvielfalt, die Gewässer und die Lebensgrundlage der örtlichen Bevölkerung zu bewahren, muß das Projekt von ReconAfrica gestoppt werden.

Bitte unterstützen Sie diese Forderung mit Ihrer Unterschrift.

 


10.03.2021

Eselprojekt „Bluemoon“ in Hurghada, Ägypten braucht wieder Unterstützung!

So wie viele Tierschutzprojekte weltweit, hat auch das von ANIMAL SPIRIT seit mehr als 10 Jahren unterstützte Esel- und Streunerprojekt „Bluemoon“ in der Wüste, neben der Urlaubsstadt Hurghada in Ägypten schwer durch die „Corona-Krise“ zu kämpfen. Touristen, HelferInnen und Spenden bleiben mehr und mehr aus, und zudem werden viele Hunde und Katzen von abgereisten Europäern einfach auf der Straße ausgesetzt. Und zu allem Übel hat jetzt auch noch eine europäische Stiftung, die das Projekt seit Jahren maßgeblich unterstützt hat, ihre Hilfe per Ende Mai aufgekündigt…

So schrieb uns kürzlich die dortige Schweizer Leiterin Monique Carrera: „Vielen Dank für eure treue Unterstützung, die uns sehr viel hilft! Wir sind nun aber auf der Suche nach neuen Sponsoren, die jeden Monat etwas beisteuern, damit wir unsere so wichtige Arbeit für die armen Tiere hier fortsetzen können. Wir haben zwar etliche Leute, die uns unterstützen mit kleineren Beträgen von 5,-/ 10,- oder auch 20,- €, aber das reicht noch lange nicht aus. Wir benötigen nämlich insgesamt um die 10.000,- € monatlich, das können wir alleine nicht stemmen.

Wir werden ein neues Patenschafts-Programm aufstellen, doch das muß erst anlaufen. Wir haben heuer sogar schon Leute entlassen müssen und ab Januar die Löhne gekürzt. In der Stadt-Klinik haben wir die Anzahl der stationären Tiere auf 25 hinuntergesetzt, mehr geht im Moment einfach nicht, auch wenn viel mehr Tiere Hilfe benötigen würden. Und so gibt es oft große Dramen, weil wir nichts mehr aufnehmen können. Immerhin sind inzwischen viele Menschen bereit, ihre Tiere zu Hause weiter zu pflegen und kommen dann halt regelmäßig zum Kontroll-Check vorbei.

Im Wüsten-Gnadenhof außerhalb der Stadt bauen wir derzeit auch die neue Quarantäne-Station weiter aus und so können wir Langzeit-Patienten aus der Klinik hinaus auf den Gnadenhof bringen.

Alles in allem ist es ein Kraftakt ohne Gleichen. Zu allem Übel wurden wir auch noch von böswilligen Menschen ausspioniert und unser PC-System gehackt und schwer geschädigt. So haben wir sämtliche Daten von Oktober bis Mitte Januar verloren und können uns daher bei irgendwelchen Anschuldigungen leider nicht mit Fakten verteidigen. Aber zum Glück habe ich einen harten und ehrlichen Kern von Mitarbeitern am Gnadenhof und in der Klinik, die voll zu mir stehen und alle geben sich große Mühe, daß wir das gemeinsam durchstehen.“

Wer das tolle Projekt „Bluemoon“ in Ägypten direkt unterstützen will, kann das über die Schweizer Kontonummer IBAN: CH35 8085 6000 0043 3006 4 gerne tun. Vielen Dank!


10.03.2021

In unserem letzten Newsletter haben wir über die barbarischen monatelangen Tiertransporte Tausender Rinder – u.a. auch aus Österreich - auf hoher See für unseren exzessiven Fleisch- und Milchkonsum berichtet. Nun wurde ein Teil von ihnen „not-geschlachtet“ und teuer „entsorgt“, ein weiterer – größerer – Teil irrt aber noch immer im Mittelmeer herum:

900 Rinder nach monatelanger Irrfahrt notgeschlachtet

web.de/magazine: Eine qualvolle Odyssee auf hoher See endet in Spanien für 900 Rinder mit der Notschlachtung.

Die Tiere sollten von Spanien in die Türkei exportiert werden, konnten aber wegen des Verdachts auf Blauzungenkrankheit nicht entladen werden.

Mehr als 900 Rinder, die seit rund zweieinhalb Monaten auf einem Frachter auf dem Mittelmeer eingepfercht waren, werden nun in Spanien notgeschlachtet. Ursprünglich sollten die Tiere im Dezember von Spanien in die Türkei exportiert werden, wo sie jedoch wegen des Verdachts auf die Blauzungenkrankheit nicht entladen werden durften. Nach vielem Hin und Her kehrte der Frachter "Karim Allah" nun zum Hafen von Cartagena in Südspanien zurück. Dort begann am Samstag die Entladung der Tiere, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Sie sollten direkt in einem Zelt an der Mole getötet und die Kadaver entsorgt werden, berichteten spanische Medien. Während der Monate auf See seien bereits 22 Rinder verendet.

Ein Verkauf der Tiere in Spanien sei nicht möglich, weil die Einfuhr lebender Rinder von außerhalb der EU verboten sei. Ein weiterer Transport in ein Drittland sei den Tieren aber nicht mehr zuzumuten, hatten die Sanitärbehörden nach einer Inspektion in Cartagena mitgeteilt, wie die Zeitung "El País" berichtete. Ein Gericht in Madrid genehmigte daraufhin am Freitag die Notschlachtung. Der Eigentümer habe das verhindern wollen und versucht, doch noch einen Käufer in einem anderen Land zu finden.

Türkische Behörden verhinderten die Entladung der Rinder

Der Frachter mit den Rindern hatte Cartagena am 18. Dezember verlassen. Am Ziel im türkischen Mittelmeerhafen von Iskenderun wurden die Rinder von den türkischen Behörden jedoch wegen des Krankheitsverdachts zurückgewiesen. Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine von Insekten übertragene Viruserkrankung, an der vor allem Schafe, aber auch Rinder und Ziegen erkranken.

Der Viehfrachter lief den Berichten zufolge danach Libyen in der Hoffnung an, die Tiere dort verkaufen zu können. Aber auch die dortigen Behörden verboten das. Auf der Suche nach Futter für die Tiere fuhr die "Karim Allah" Richtung Tunesien, wo das Schiff jedoch abgewiesen wurde. Erst im Hafen von Augusta in Sizilien konnte Futter Bord geholt werden, die drei Tage lang nur noch Wasser bekommen hätten, hieß es bei "El País". Danach kehrte der unter libanesischer Flagge fahrende Frachter nach Cartagena zurück. (dpa/fra)

Siehe auch ots.at: Erneute Tragödie bei Schiffstransport: 1.776 Rinder seit drei Monaten eingesperrt - Auch aus Österreich Tierexporte in EU-Drittstaaten


10.03.2021

Petition: Tierquälerische „Anbindehaltung“ darf kein UNESCO-Weltkulturerbe werden!

ariwa.org: Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen plant, die dortige Kulturlandschaft als UNESCO-Weltkulturerbe schützen zu lassen. In diesem Zuge soll ausdrücklich auch die „Kombinationshaltung“ von Rindern als schützenswertes Kulturgut eingestuft werden. „Kombinationshaltung“ bedeutet dabei nichts anderes als „Anbindehaltung“ mit gelegentlichem bzw. saisonalem Freilauf. In der „Anbinde-“ oder „Kombinationshaltung“ sind die betroffenen Tiere mit einer kurzen Kette, einem Strick oder Eisengestänge am Hals fixiert. Der verbleibende Bewegungsspielraum reicht gerade einmal dafür aus, daß sich die Kühe hinlegen und wieder aufstehen können. Monatelang stehen sie so praktisch bewegungslos auf einer Stelle – ohne die geringste Abwechslung. Diese Bewegungslosigkeit macht nicht nur ein natürliches Bewegungs- und Sozialverhalten der Tiere unmöglich, sie werden zudem krankheitsanfällig und verwahrlosen sehr oft auch äußerlich. Wir sehen darin einen Versuch, den Titel „Weltkulturerbe“ für die Legitimierung überkommener Tierquälerei zu mißbrauchen. Bitte unterstützen Sie unsere Petition, um dieses Vorhaben zu verhindern.

Die Unterschriften werden Anfang Juni 2021 an die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die Kultusministerkonferenz übergeben, die auf nationaler Ebene für die Prüfung der „Welterbe“-Bewerbung zuständig sind. Danke für Ihre Unterstützung der Petition!


03.03.2021

Nach Monaten auf See: Rinder-Irrfahrt endet mit Schlachtung

ORF.at: Seit Wochen sind anhand der Irrfahrten zweier Frachtschiffe die Auswüchse internationaler Tiertransporte zu beobachten: Auf den Frachtern befinden sich insgesamt fast 2.600 Rinder, die nirgendwo an Land gelassen werden – und das seit Dezember. Nun sollen auf einem der Schiffe die Tiere getötet werden. Für einen Weitertransport sollen sie nicht mehr geeignet sein.

Glückliche Kühe auf der grünen Weide – allzu oft haben KonsumentInnen ein trügerisches Bild vom Vorleben ihrer fleischlichen Kost. Jedenfalls erging es etwa rund 2.600 Rindern, die von der EU aus ihre Reise Richtung Türkei antraten, in den vergangenen zweieinhalb Monaten ganz anders. Die „Elbeik“, ein Frachtschiff Baujahr 1967 unter der Flagge des Togo, und die „Karim Allah“ von 1965, unter libanesischer Flagge fahrend, verließen beide die spanische Küste am 18. Dezember. Das eine Schiff hat knapp 1.800 Tiere an Bord, das andere startete mit 895 Tieren. Doch niemand wollte die Schiffe landen lassen, weil auf beiden Schiffen die Blauzungenkrankheit vermutet wurde.

Während das Schicksal der Rinder auf der „Elbeik“ weiterhin ungewiß ist, dürfte sich das jener rund 900 männlichen Kälber auf der „Karim Allah“ entschieden haben. Nach ihrer monatelangen Odyssee, die sie vom spanischen Cartagena aus zum türkischen Hafen Iskenderun, Tripoli in Libyen, Augusta in Italien und schließlich wieder nach Spanien führte, sollen die etwa sieben Monate alten Bullen in Spanien getötet werden, berichtete Reuters.

Tierschützer empört

Die Tierärztin Maria Boada Sana von der Tierschutzorganisation Animal Welfare Foundation, sagte der Zeitung, es sei unwahrscheinlich, daß die Tiere nach so langer Zeit noch gesund seien, auch wenn sie nicht die Blauzungenkrankheit hätten. Auch sei die Tötung die bessere Alternative für die Tiere, als weitere Versuche, sie zu transportieren und zu verkaufen. „Normalerweise dauern solche Transporte eine Woche, und das bedeutet bereits, daß die Tiere in einem schlechten Zustand ankommen. Stellen Sie sich also zwei Monate vor.“ Die NGO Eurogroup for Animals forderte die Europäische Kommission auf, „eine gründliche Untersuchung dieser Tiertransporte einzuleiten“.

Vier Pfoten forderte ein Verbot von Schiffstransporten von Tieren in der EU und ein generelles Verbot von Tiertransporten in Drittländer. Die EU habe zu wenig Kontrolle darüber, was mit den Tieren in Ländern passiert, deren Tierschutzstandards viel niedriger seien. „Es ist eine Tragödie und eine unglaubliche Schande, wie mit diesen Tieren umgegangen wird“, so Vier Pfoten in einer Aussendung. Tierschutz Austria nahm unter anderem den Fall zum Anlaß, eine „Strategie gegen die Explosion von Tierseuchen“ zu verlangen.

Lesen Sie den ganzen Bericht HIER

Siehe auch auf www.sueddeutsche.de: Fast 900 Rinder aus Spanien vegetieren wochenlang auf einem Transportschiff, das eigentlich nur für wenige Tage ausgelegt ist. Die Besatzung findet einfach keinen Hafen. Der Grund: Seuchenangst.

Und OTS der Tierärztekammer: Qualvolle Rindertransporte müssen endlich aufhören - die aktuell desaströse Situation ist inakzeptabel