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z.B. 18/11/2017
13.11.2017

„Tierschutz im Unterricht“ in Rohrbach, Mühlviertel

Letzte Woche war ANIMAL SPIRIT auf Initiative der drei Schülerinnen Marie-Theres, Jana und Julia im Rahmen unseres Projektes „Tierschutz im Unterricht“ auf der Berufsbildenden Schule (BBS) Rohrbach im oberösterr. Mühlviertel eingeladen. Die drei jungen Damen hatten sich zuvor unseren Gnadenhof in Esternberg angesehen und waren so begeistert, daß sie nicht nur diese doppelte Unterrichtseinheit für die gesamte (!) Schule organisierten, sondern auch noch 700,- € an Spenden für uns gesammelt haben. Ganz herzlichen Dank dafür!

So lauschten die ca. 260 Schülerinnen und Schüler den Vorträgen und Videopräsentationen unseres langjährigen Tierschutzlehrers Dr. Friedrich Landa und von AS-Obmann Dr. Franz-Joseph Plank. Letzterer erzählte v.a. über die Entstehung des Vereins, der mittlerweile drei Gnadenhöfe betreibt, und wie wir es bis jetzt geschafft haben, das alles mit den fast 500 zu betreuenden Tieren in den letzten 15 Jahre ganz ohne staatliche Förderung, also ausschließlich durch Spendengelder, Patenschaften und Erbschaften, zu finanzieren. Zum Schluß kam dann auch noch die Frage, wie lange schon und v.a. wie wir es geschafft haben, Vegetarier zu werden – eine Ernährungsform, die sich am Land auch bei der Jugend noch nicht allzu sehr durchgesetzt zu haben scheint…

Insgesamt aber ein sehr lohnender Ausflug in das schöne obere Mühlviertel und wir hoffen, damit einige „Anstöße“ für die Zukunft, für die mögliche Berufswahl der Jugendlichen und auch für deren Bewußtseinsbildung gegeben zu haben. Vielen Dank nochmals an die drei engagierten Organisatorinnen! Wer sich für das Projekt „Tierschutz im Unterricht“ an seiner Schule interessiert (Schwerpunkt OÖ, Salzburg und NÖ) kann sich direkt an Dr. Landa wenden: landa@tierschutz.cc oder 0664-3434366.


13.11.2017

Pro-jure-animalis.de: Anmerkungen zur Weltklimakonferenz

in Bonn findet zur Zeit (noch bis Freitag) die UN-Weltklimakonferenz statt. Es ist seit 1995 die 23. Auflage  dieses Illusionstheaters, das Aktivität und Handlungswillen der aktuell verantwortlichen Politiker in den Staaten der Welt demonstrieren und verkünden soll.
Schaut man etwas genauer hin, bekommt das Ganze einen gewissen Beigeschmack, scheint doch ein wunderbarer, staatlich steuerfinanzierter weltweiter Konferenztourismus dieses Machwerk anzutreiben; oder ist tatsächlich irgend jemand der Auffassung, daß bei ca. 25.000 Teilnehmern, wie dieser Tage in Bonn, was der Bevölkerungszahl einer mittleren Kleinstadt entspricht, von Effizienz und Zielstringenz gesprochen werden kann? Es ist lediglich eine Fortsetzung vorausgegangener Schauveranstaltungen, um das Weltgewissen bis zur nächsten Inszenierung zu sedieren. Der nächste Kongreß wird dann wieder mit den markigen Worten eingeläutet werden, daß “man jetzt etwas tun müsse, denn es sei bereits fünf vor zwölf“. Diesen Satz ergänzt dann der nächststehende kluge Kopf, daß „es bereits fünf nach zwölf sei“. Unsinn, Wortblasen und Floskeln ad infinitum!

Tatsache ist vielmehr, daß sich seit Anlaufen dieser Konferenzmaschinerie nichts, aber auch gar nichts geändert hat. Die Gletscher schmelzen weiter, der Ozean versauert weiter, die Wälder verschwinden weiter usw., usw. Eine endlose Kette von Versäumnissen, von ökologischen Notfällen, die sich immer schneller zu einer Metakrise auswachsen und die Lebensbedingungen auf unserm Planeten drastisch verschlechtern.

Und warum ändert sich, von lokalen Minierfolgen abgesehen, nichts, zumindest nichts Entscheidendes, nichts Nachhaltiges, nichts global Wirksames?

Die Lösung liegt auf der Hand. Wir haben mehr als 190 Staaten auf dieser Erde. Glaubt irgend jemand allen Ernstes, daß sich diese Staaten, auch wenn es gelingt, ein gemeinsames Ziel zu definieren, an dieses Ziel halten werden? Selbst wenn man den heute handelnden Politikern guten Willen unterstellt, wie sieht es mit der nächsten Regierung aus, wie sieht es mit geänderten ökonomischen Rahmenbedingungen aus, wie sieht es in Krisen- und Kriegsfällen aus? Das Klimaziel wird dann derart unwichtig, uninteressant und Nebensache, daß mal wieder jede Zielvorgabe verfehlt wird; gewöhnlich tritt sogar eine weitere Verschlechterung ein. An Begründungen und Entschuldigungen zur fehlenden Zielerreichung herrscht kein Mangel, Ausreden sind das einzige, was im Überfluß vorhanden ist.

Die Organisationstheorie, die Psychologie menschlichen Verhaltens und jegliche Gesetzgebung lehren uns, daß Zielvorgaben, die freiwillig getroffen werden und – was das Wichtigste ist – deren Einhaltung nicht durchgesetzt oder gar sanktioniert werden kann, das Papier nicht wert ist, auf welche man die Vorgaben schreibt. Aber solche Papiere täuschen Aktivität vor, helfen über die nächste Wahl, helfen Spenden zu akquirieren, helfen die Gutgläubigen bei Laune und Zuversicht zu halten und helfen am meisten, den Stab der Unfähigkeit, der Ignoranz und der Vergeblichkeit dieser Komödie an den Nachfolger unbeschadet zu übergeben.

Aber all die angeführten Punkte, die beliebig noch ergänzt und erweitert werden können, sind lediglich ein Herumdoktern an Symptomen. Die Ursache der Symptome, die eigentliche tödliche Krankheit des Weltkörpers –Auslöser fast aller umweltschädigenden Faktoren! – wird ausgeblendet, ignoriert, tabuisiert und verschwiegen. Die Kausalität von Ursache und Wirkung fällt der Ignoranz staatlich kastrierten Denkens anheim. Religiöse Vorstellungen und Gebräuche frühantiker Wüstenvölker, konzentriert in den monotheistischen Vorstellungen, vollenden die Lähmung der Vernunft.  Es ist das exponentielle Wachstum der Weltbevölkerung, das für alle Komponenten von Umweltzerstörung - von der Verkarstung der Landschaften, der Vermüllung und Vergiftung der Böden und Meere, von der Versiegelung der Landschaften, vom Rückgang der Artenvielfalt und, und, und … - verantwortlich ist.

Man mache es sich klar, daß die Erdbevölkerung jährlich um ca. 80 Millionen Menschen netto anwächst, also täglich um ca. 200.000 Köpfe, die Größenordnung einer aufstrebenden Großstadt! Jeden Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr!

Man will es nicht hören, will es nicht wissen, daß dies die Ursache nahezu aller Umweltprobleme ist. Und dann treten verantwortungslose Politiker - um nicht zu sagen bösartig-dumme Politiker - auf, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit und fordern höhere Geburtenzahlen.

Hat man sich denn schon mal gefragt, was hinter einer derartig abstrusen Forderung steckt? Die Lösung heißt unter anderem: Die einen (z. B. in Deutschland) wollen ihre falsch konstruierten und ineffektiven Sozialsysteme, die anderen (z.B. USA) ihr Wirtschaftssystem, das nur bei Wachstum funktioniert und die dritten (z.B. Türkei) wollen ihre politische Macht und nicht zuletzt auch ihren religiösen Einfluß (z.B. auch der Vatikan) erhalten. Motive zu Hauf, Motive in jedem Land der Erde, Motive der unredlichsten, kurzsichtigsten, der egoistischsten Art!

Dabei ist der Zusammenhang so einfach. Unsere Erde ist ein begrenztes System, ein System von dem jedes Lebewesen seine Lebensressourcen bezieht, ein System, auf dessen Funktionieren das Leben in seiner Gesamtheit basiert. Ist es wirklich so schwer zu verstehen, daß man – um in einem Bilde zu bleiben – in eine Badewanne nicht beliebig viel Wasser einfüllen kann, daß die Aufnahmefähigkeit, die Tragfähigkeit der Erde begrenzt ist und es einen Überlaufpunkt gibt? Oder kann jemand mit einem Gemüseanbau im kleinen Vorgarten seines Einfamilienhauses den Gemüsebedarf aller Bewohner eines Hochhauses stillen?

Dies ist die Ursache fast aller Probleme, von denen ein, und wirklich nur ein einziges der Klimawandel ist. Nahezu alle Probleme wären bei einer Erdbevölkerung von 800 Millionen beherrschbar, zumindest aber beherrschbarer, als bei einer Erdbevölkerung von demnächst 8 Milliarden Menschen. Und selbst dann ist ein Ende des Irrsinns noch lange nicht in Sicht!

Aber es ist die Tragik des Menschen – und an dieser Tragik gehen die meisten anderen Lebewesen unschuldig durch Menschenschuld mit zugrunde – daß er nur das macht und machen will, was ihm heute für seine unmittelbare Existenz richtig und wichtig zu sein scheint. Vorausschauendes Denken, antizipatives Denken für Natur, Tierwelt und Menschheit ist ein seltenes Gut und somit den wenigsten der Spezies homo sapiens gegeben.


13.11.2017

TV-Doku-Ankündigung „Geheimsache Tiertransporte“, ZDF, 21.11.2017 um 22:15 Uhr in der Reportage Reihe 37°: Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs.

Siehe auch ORF-Vorarlberg: Kälber: Veterinär rät zu gesextem Sperma: Um die Produktion der für die Landwirtschaft wertlosen männlichen Kälber zu drosseln, rät er zur Verwendung von sogenanntem gesextem Sperma.

„Es gibt Talschaften, wo die gar nicht behandelt werden, wenn sie erkranken, weil das Tier keinen Wert mehr hat“, sagt Rabitsch. Der Veterinär Alexander Rabitsch war von 1998 bis 2013 Tiertransport-Inspektor des Landes Kärnten. Zudem behandelt er als Sachverständiger für Veterinärmedizin beim Oberlandesgericht Graz oftmals Fragen des Tierschutzes. Rabitsch ist zudem fachlicher Mitarbeiter bei der NGO Animal´s Angels und hat Publikationen zum Thema Tiertransporte veröffentlicht.

Weite Transporte als „europäisches Problem“

Diese praktisch wertlosen Kälber werden jedes Jahr zu Tausenden von Vorarlberg meist zunächst nach Südtirol und von dort in andere Regionen Italiens oder nach Spanien gebracht. Dort werden die Tiere dann in darauf spezialisierten Großbetrieben mit tausenden Kälbern einige Monate lang unter deutlich niedrigeren Haltungsstandards als in Österreich gemästet. In Österreich gilt eine Mast dieser Tiere aufgrund der hier geltenden Haltungsstandards als nicht wirtschaftlich.

Das Leid für die Jungkälber scheint vorprogrammiert, sagt der Veterinär Rabitsch: „Das ist ein grundsätzliches europäisches Problem, daß nicht entwöhnte Jungtiere von einem Staat in den nächsten transportiert werden. Und vielfach geht es über weite Strecken - zum Beispiel aus den Baltischen Staaten nach Spanien.“ Es gebe eine europäische Richtlinie, die Mindestanforderungen beschreibe - die werde aber oft nicht eingehalten, so daß die Tiere im Alter von acht Wochen in Einzelboxen und auf Vollspaltenböden gehalten und nicht wie vorgeschrieben gefüttert würden, wie Rabitsch beschreibt.


13.11.2017

Ein Syrer soll im Kinderzoo des Görlitzer Parks ein Pony vergewaltigt haben. Schockierte Spaziergänger beobachteten ihn dabei.

Der „Vorfall“ soll sich am vergangenen Freitag am hellichten Tag gegen 15 Uhr ereignet haben, das bestätigte jetzt eine Mitarbeiterin des Kinderbauernhofs gegenüber der Berliner Morgenpost.

Eine Babysitterin mußte mitansehen, wie der 23-Jährige Syrer das Pony mißbrauchte. Der Anblick sei „traumatisierend“ gewesen, doch sie habe geistesgegenwärtig ein Foto gemacht und sofort die Mitarbeiter des Streichelzoos verständigt. Der Syrer flüchtete zunächst, als er merkte, daß er beobachtet wurde. Er konnte jedoch auf Grund des Fotos gefunden und der Polizei übergeben werden, die seine Personalien aufnahm und ihn auf freien Fuß setzte. Er wurde wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt und bekam Hausverbot in dem Kreuzberger Kinderzoo.


13.11.2017

Sea Shepherd: Jagd auf Wale färbt das Meer blutig rot

Hunderte Wale und Delphine werden jedes Jahr bei der traditionellen "Grindadráp" auf den Färöer-Inseln gejagt und getötet. Die Bilder davon schockieren die Welt.

Jedes Jahr ziehen bis zu 1000 Grindwale durch die engen Fjorde der zu Dänemark gehördenden Färöer-Inseln. In dem Protektorat der dänischen Krone hat die Jagd auf die Meeressäuger wieder begonnen. Sie wird "Grindadráp" genannt und hat eine lange Tradition. Die internationale Tierschutzorganisation Sea Shepherd hat direkt vor Ort Undercover-Agenten eingeschleust, die diese grausame Jagd dokumentieren sollten – Operation Bloody Fjords war geboren. Die Fotos, die die Aktivisten im Anschluß veröffentlichten (siehe Bilder), sind nichts für schwache Nerven. Bei neun verschiedenen Jagdfahrten sollen Informanten der Tierschützer dabei gewesen sein. Die Tiere werden zu Dutzenden von Fischerbooten mit spezieller Grind-Ausrüstung (Fanghaken, Taue und Grindwal-Messer) zu bestimmten Stränden getrieben.

1691 Grindwale und Delphine getötet

Weil keine Schußwaffen verwendet werden dürfen, müssen die Fischer mit jedem einzelnen Tier im eiskalten Wasser kämpfen. Erst wird der Fanghaken in das Blasloch des Wals eingeführt und dieser damit an Land gezogen, wo er mit dem "Grindaknívur" getötet wird. Dieses Grindwal-Messer hat eine Klingenlänge von bis zu 20 Zentimeter und dient dazu, das Rückenmark zu durchtrennen. Mit diesem werden die Wale anschließend auch zerlegt. Das Meer färbt sich dabei an den Stränden blutig rot.

Doch nicht nur Grindwale werden auf den Färöer gejagt. Auch hunderte Weißseitendelphine wurden von den Fischern auf ähnliche Weise erlegt. Nach Angaben von Sea Shepherd wurden bei der "Grindadráp" dieses Jahr insgesamt 1691 Grindwale und Delphine getötet. Die Organisation fordert das Aus dieser "barbarischen Tradition" und hat diesbezüglich eine offizielle Anfrage an die EU-Kommission gestellt. Für die Einwohner der Färöer-Inseln hat der Walfang allerdings nicht nur Tradition, sondern ist auch eine günstige und wichtige Nahrungsquelle – das Fleisch wird nicht verkauft, sondern auf alle Bewohner der Inselgruppe nach einem bestimmten Schlüssel aufgeteilt.


06.11.2017

Zum WAZ-Artikel vom 4.11.2017 (Jäger und Kirche verteidigen Hubertusmesse vor Tierschützern):

OFFENES SCHREIBEN von Ulrich Dittmann an Pfarrer Alfons Demand (Heiligenhaus, Deutschland):

Ihr Verhalten – insbesondere für einen Pfarrer – ist beschämend. Sie sind wahrlich ein “Musterexemplar” der menschlichen Spezies – im negativen Sinne. Schämen Sie sich, schämen Sie sich ganz gewaltig.

Kann man sich einen jagenden Jesus mit einem Gewehr vorstellen, der mit vor Schießgier zittriger Hand, Hasen, Rehe (oder auch böse Jagdkonkurrenz – „Raubzeug“, wie Nachbars Katze oder Hund) und anderes Getier „anschweißt“, d.h. anschießt, verletzt, verkrüppelt? Denn viele Tiere bleiben nicht sofort tot „im Feuer“ liegen, sondern krepieren erst elend nach Tagen oder Wochen unter furchtbaren Qualen.
Jesus würde - wie einst die Händler aus dem Tempel -, heute die Jäger mit der Peitsche aus Wald und Wiese – und Kirche jagen! Oder ist ein Jesus vorstellbar, wie er mit viel Brimborium pharisäerhaft Hubertusmessen abhält?

„Himmelschreiende Ruchlosigkeit, mit welcher der christliche Pöbel gegen Tiere verfährt, sie lachend tötet, verstümmelt oder martert“ – mit so deutlichen Worten formulierte schon im 19. Jahrhundert Arthur Schopenhauer die moralische Verwerflichkeit des Menschen im Verhalten gegenüber seinen älteren Verwandten, den Tieren.

Wahrlich, für Tiere hat der Teufel keinen Klumpfuß und keine Hörner, sondern eine Menschenfratze. Zu ergänzen wäre dazu lediglich: Und die „Kronjuwelen der Schöpfung“, die Pfaffen im schwarzen Gewand, segnen all das unchristliche Wüten der „Dornenkrone Mensch“ per hoheitsvoll zelebrierten anthropozentrischen Kanzelreden willfährig ab – denn bekanntlich gibt es für den Homo sapiens keine größere Lust und Freude, als eine öffentliche, hochpriesterliche Würdigung des eigenen Tuns und Bestätigung seines vermeintlich einzigartigen Wertes.

Das unchristliche, schlicht gotteslästerliche Denken und Handeln unserer Amts-Kirchenvertreter ist absurd, absolut unverständlich. Analog der etablierten Politikerkaste, unseren sogenannten „Volksvertretern“, werden Bürger und Gläubige von den Amtskirchen mit heuchlerischen Kanzelreden abgespeist. Auch hier nur sophistisches Geschwätz, in dem Bestreben ja nirgends allzusehr anzuecken. Man verneigt sich frömmelnd nach allen Seiten, vor Jägern, Tierexperimentatoren, sonstigen Tierschindern – und natürlich auch ein bißchen vor den Tierschützern. Und stößt dabei zwangläufig überall mit dem Hintern an. Heißt es nicht in der Bibel irgendwo, „Eure Rede sei Ja, oder Nein – alles andere ist von Übel“?

Wer, wenn nicht die Amtskirchen, die auf ihren angehäuften weltlichen Schätzen brütenden Vertreter des Christentums, wären mehr prädestiniert, sich unmißverständlich und engagiert für die von Gott geschaffene Welt mit all seinen Geschöpfen – Menschen wie Tieren und Pflanzen – einzusetzen ? Jesus wäre gewiß an ihrer Seite!

Die Kirche braucht sich nicht zu wundern, wenn immer mehr ehrliche, ernsthafte (!) Christen fluchtartig die „Großsekte“ Amtskirche verlassen und sich „Kleinsekten“ wie Freikirchen, zuwenden, wo – im Gegensatz zu erstgenannten – noch christlicher Glaube im Sinne der Urchristen gelebt wird, mit „Ehrfurcht vor allem Leben“, wie es Albert Schweitzer schon so trefflich artikuliert hat.

Mit pharisäerhaftem „Möchte-gut-sein-wollen“, dann aber doch nur entsetzlich feigem Herumeiern der Amtskirchenvertreter in Sachen Mitgeschöpflichkeit, verspielt die Kirche jegliche Glaubwürdigkeit. Nur der Weise reist vom Irrtum zur Einsicht. Wann wird Gottes unwürdiges Dienstpersonal hier auf Erden endlich aufwachen?

Siehe dazu auch: Österr. Höchstgericht stellt klar: Waldbesitzer müssen Jäger dulden


06.11.2017

„Vom Leben der Gänse“

Aufklärender Artikel zum bevorstehenden Martini-Fest (11. November) mit flächendeckendem „Ganserl-Essen“ der deutschen Albert-Schweitzer-Stiftung:

Gänse sind gesellige Vögel. Sie kommunizieren mithilfe zahlreicher Laute und Bewegungen miteinander und erkennen sich individuell. Die Vögel lernen schnell und verfügen über ein gutes Gedächtnis. Wildgänse gehören zu den Zugvögeln und sind imstande, weite Strecken zurückzulegen. Domestizierte Hausgänse sind dagegen Weidetiere und flugunfähig, können aber dank ihrer kräftigen Beine täglich viele Kilometer laufen. Haus- wie Wildgänse haben darüber hinaus Schwimmhäute zwischen den Zehen und sind in der Lage zu schwimmen.

Hausgänse leben, während sie ihre Nachkommen ausbrüten und aufziehen, in kleinen Familiengruppen zusammen. Diese bestehen aus einem Ganter (männliche Gans) sowie mehreren weiblichen Gänsen und ihren Jungtieren, auch „Gössel“ genannt. Unter natürlichen Bedingungen können Gänse ein Alter von mehreren Jahrzehnten erreichen; Mast- oder Zuchtgänse werden dagegen schon nach wenigen Monaten oder Jahren getötet.

Leben in der Massentierhaltung

Gänse werden für die Erzeugung von Fleisch, Schmalz, Federn oder Fettlebern gehalten. In Deutschland konzentriert sich die Gänsehaltung vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern und Sachsen. 2016 schlüpften hierzulande etwa eine Million Gänseküken.

In Deutschland produzieren die Gänsehalter nur etwa 14 % des hier konsumierten Gänsefleisches. Der Großteil wird importiert: Im Jahr 2013 bezog Deutschland rund 24.500 Tonnen Gänsefleisch aus europäischen Ländern. Der größte europäische Gänseproduzent ist Ungarn; das Land exportiert vor allem Stopfleberprodukte. Polen liegt auf dem zweiten Platz und hat seine Erzeugung innerhalb der letzten Jahre enorm gesteigert. Weltweit ist China führend: das Land produziert knapp 95 % des weltweit erzeugten Gänsefleisches.

Haltungsbedingungen

In Deutschland (und Österreich) gilt die Europarats-Empfehlung zur Haltung von Hausgänsen aus dem Jahr 1999. Die darin enthaltenen Vorgaben sind zwar verbindlich, die Empfehlung als solche ist jedoch sehr allgemein formuliert. In Deutschland ist die Weidehaltung üblich, wenn auch fast immer ohne Zugang zu Bademöglichkeiten.

In Ungarn, Polen und Frankreich überwiegt hingegen die intensive Gänsehaltung. Große Tiergruppen von tausend Tieren und mehr leben dort in geschlossenen Ställen ohne Rückzugs- oder Ausweichmöglichkeiten. Zuweilen sind sogar Einzel- oder Gruppenkäfige üblich. Das häufig schlechte Stallklima führt zu Entzündungen der Atmungsorgane. Auch Spalten- oder Drahtgitterböden kommen zum Einsatz. Diese führen zu Befiederungsstörungen, Verletzungen und Beinschäden.

Mastverfahren

Es gibt drei übliche Mastverfahren, die sich vor allem in der Mastdauer unterscheiden. Allen Verfahren gemeinsam ist eine Phase der intensiven Fütterung. Die Schnellmast ist in Deutschland eher unüblich, es überwiegen die Intensiv- und die Weidemast.

Schnellmast

Die Schnellmast erfolgt innerhalb von acht bis zehn Wochen mit hochkonzentriertem Futter. Dieses Verfahren nutzt das intensive Wachstumspotenzial der Küken aus. Die verkürzte Mastdauer soll Futterkosten sparen. Die Tiere sind dabei meist in geschlossenen Ställen ohne Auslauf, Weidezugang oder Bademöglichkeiten untergebracht.

Die höchstens zweieinhalb Monate alten Junggänse aus der Schnellmast dienen der Erzeugung von Gänsebraten. Die Schlachtung erfolgt noch vor ihrem ersten Federwechsel (auch Mauser genannt) und damit vor dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Federgewinnung. Federn fallen bei diesem Mastverfahren also nur als Nebenprodukt nach der Schlachtung an.

Intensivmast

Bei der 16-wöchigen Intensivmast nehmen die Gänse anfangs etwas langsamer zu; auf lange Sicht sollen die Tiere möglichst viel Brustfleisch ansetzen. Außerdem werden hier Federn bzw. Daunen gewonnen (siehe unten). Die Tiere leben entweder durchgehend in Ställen oder auf der Weide und werden dann abendlich zugefüttert. In den letzten vier Wochen vor der Schlachtung sind auch die Tiere aus der Weidehaltung in Stallungen untergebracht; dort haben sie aufgrund ihrer Größe häufig nur wenig Platz zur Verfügung.

Weidemast

Die Gänse leben in diesem Mastverfahren 30 bis 32 Wochen. Nach einer mehrwöchigen Aufzuchtphase im Stall ohne Auslauf werden die Jungtiere schrittweise an die Freilandhaltung auf der Weide gewöhnt.

In den letzten Wochen vor der Schlachtung erfolgt auch hier eine intensivere Mast. Die Gänse sollen ein Schlachtgewicht von etwa 7 kg erreichen und nehmen dafür insgesamt ca. 140 kg Grünfutter und etwa 28 kg Kraftfutter zu sich. Diese Mast dient vor allem der Erzeugung der sogenannten Weihnachtsgänse. Körperteile, die sich in Deutschland schlecht vermarkten lassen – etwa Füße, Flügel und Hälse – werden nach Asien exportiert.

Zucht und Vermehrung

Bei der Zucht von Gänsen steht wie bei allen wirtschaftlich genutzten Tieren die stetige Leistungssteigerung im Vordergrund. Der Fokus liegt auf hohen Zucht- und Mastleistungen sowie einer Federproduktion von 200 bis 300 g pro Tier und Jahr. Die Mastdauer läßt sich bei Gänsen allerdings kaum noch weiter verkürzen, da ihr Brustmuskelwachstum relativ spät einsetzt. Deswegen steht bei der Zucht eine immer effizientere Futterverwertung im Vordergrund. Seit einigen Jahren soll außerdem (den Wünschen der Konsumenten folgend) der Anteil der Bein- und Brustmuskulatur steigen.

Hybridzucht

Für die intensive Daunen- und Fleischproduktion verwendet man spezielle Zuchtlinien, also genetisch besonders ähnliche Tiere mit bestimmten Eigenschaften, wie die häufig eingesetzte „White Koluda“. Allerdings finden mittlerweile insbesondere Masthybride zunehmend Eingang in die internationale Gänseproduktion. Das sind Kreuzungen aus verschiedenen Hausgänsen und wilden Kanada- oder Graugänsen. Bei diesen Gänsehybriden unterscheidet man zwischen „Fleischtypen“ für die Mast und „Lebertypen“ für die Stopfleberproduktion.

Zunehmende Spezialisierung in der Produktion

Ebenso wie bei Hühnern und Puten ist auch die Gänseproduktion auf verschiedene Produktionsrichtungen spezialisiert. Es gibt Zucht- und Vermehrungsbetriebe, Brütereien sowie Mastbetriebe. Neben der natürlichen Begattung spielt die künstliche Besamung eine immer größere Rolle bei der Zucht und Vermehrung. Während die künstliche Besamung zunächst bei Zuchttieren mit Penisnekrosen oder Kloakenentzündungen zum Einsatz kam, nimmt ihre Bedeutung seit Jahren auch bei gesunden Tieren zu.

Spermagewinnung und künstliche Besamung

Für die Spermagewinnung ist eine sexuelle Stimulierung der Ganter mittels kräftiger Massage nötig. Um die Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, werden die männlichen Tiere regelmäßig fachsprachlich „gemolken“. Das Sperma kann einige Stunden bis zur Besamung der weiblichen Tiere gelagert werden. Bei der Besamung wird die Gans an Flügeln Kopf und Hals fixiert. Der sogenannte „Inseminator“ führt das Besamungswerkzeug entlang seines Fingers in die Kloake ein, um das Sperma in den Geschlechtsapparat zu befördern.

Bei einer anderen Technik wird die Gans auf den Rücken gedreht. Dieses Verfahren belastet die Gänse noch erheblicher; sie zeigen während dieser Besamungstechnik außerdem einen häufigeren Kotabsatz, was das Risiko für Infektionen erhöht.

Eierproduktion

2016 wurden in Deutschland 1,5 Millionen Gänsebruteier produziert. Die Zuchtgänse legen die Eier zwar in Nester, dürfen sie aber nicht ausbrüten: das übernehmen vollautomatisierte Brutautomaten.

Die Zeit der Fortpflanzung bei Hausgänsen ist ebenso wie bei Wildgänsen saisonal, dauert jedoch deutlich länger. Um mehr Bruteier zu erhalten, verdunkeln einige Gänsezuchtbetriebe die Ställe für 20 bis 40 Tage. So versuchen sie, eine zusätzliche Legeperiode zu stimulieren. Da Gänse aber auf ihren ausgeprägten Sehsinn angewiesen sind, beeinträchtigt dieses Vorgehen deren Wohlbefinden stark. Davon abgesehen ist wissenschaftlich nicht bestätigt, daß sich lange Dunkelphasen tatsächlich auf die Fruchtbarkeit auswirken.

Stopfleberproduktion

Gänse haben die Fähigkeit, überschüssige Nahrung durch die Einlagerung von Fett in die Leber als Reserve zu speichern. Diese anatomische Besonderheit von Wasservögeln nutzt man zur Produktion von Stopfleber („foie gras“).

Für die Verfettung der Leber werden große Mengen Nahrungsbrei in die Mägen der Tiere gepumpt. Diese Prozedur müssen die Gänse etwa 16 bis 22 Tage lang zwei- bis dreimal täglich über sich ergehen lassen. Sie ist in Deutschland zwar verboten, die auf diese Weise hergestellten Produkte dürfen aber aus anderen EU-Ländern wie Frankreich oder Ungarn importiert werden. 2016 hat Deutschland knapp 64 Tonnen Stopfleber aus diesen Ländern importiert.

Feder- und Daunenproduktion

Die Federindustrie gibt an, daß ein Großteil der weltweit produzierten Federn und Daunen ein Nebenprodukt sei, das bei der Schlachtung von Mastgänsen anfalle. Es ist jedoch gängige Praxis, Federn und Daunen auch lebenden Gänsen zu entnehmen: Angaben der Federindustrie zufolge stammen beispielsweise 10 % der in Ungarn gewonnenen Federn von lebenden Gänsen.

Mastgänse können (außer in der Schnellmast) zwei bis vier Mal vor der Schlachtung der Federgewinnung dienen. Gänse in der Stopfleberproduktion werden meist vor Beginn der Zwangsfütterungsphase und Zuchtgänse insgesamt sogar bis zu 15 Mal in ihrem Leben zu diesem Zweck genutzt.

Mauser

Da Gänse zu den Entenvögeln gehören, mausern sie sich einmal jährlich und erneuern so ihr Federkleid. Jungtiere wechseln ihr Gefieder erstmals mit zehn Wochen und anschließend alle sechs Wochen.

Im Zuge der Mauser wird die Feder nicht mehr mit Blut und Nährstoffen versorgt. Sie ist nicht mehr fest in der Haut verankert und fällt aus, da sie von der nachwachsenden Feder verdrängt wird. Komplexe Hormonsysteme regulieren diesen Federwechsel und führen dazu, daß die Gänse in dieser Zeit streßanfälliger und empfindlicher sind.

Lebendfedergewinnung

Das Herauskämmen der reifen Federn während der Mauser, das sogenannte „Raufen“, ist in der EU erlaubt. Es wird behauptet, daß dieser Vorgang schmerzlos für die Tiere sei. Allerdings kann man dabei nur einen Teil des Gefieders ohne Schmerzen entnehmen, da die verschiedenen Federn zu unterschiedlichen Zeitpunkten in der Mauser reif werden. Zudem mausern sich die Vögel einer Herde nicht exakt zur selben Zeit. Werden den Vögeln dementsprechend unreife, noch durchblutete Federn aus der Haut gerissen, entstehen blutige Verletzungen der Haut und somit Schmerzen. Ein weiteres Problem ist der Zeitdruck beim Umgang mit den Tieren: In Großställen mit mehreren tausend Gänsen bleiben nicht mehr als sechs bis zwölf Minuten pro Gans. Somit kann bei der heute üblichen Vorgehensweise von einer leidfreien Feder- und Daunenproduktion keine Rede sein.

„Lebendrupf“

Noch problematischer als das „Raufen“ ist der sogenannte „Lebendrupf“: Das Rupfen (teils mittels Maschinen) geschieht unabhängig vom Zeitpunkt der Mauser und führt zu Hautverletzungen, blutenden Federscheiden und Schmerzen. Das Ausrupfen der Rückenfedern ist besonders schmerzhaft, denn dafür ist ein größerer Kraftaufwand nötig. Größere Wunden werden meist ohne tierärztliche Kontrolle und Schmerzmittel grob genäht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft das „Lebendrupfen“ als tierschutzrelevant ein, es ist in der EU eigentlich verboten. Dennoch ist diese Praktik in manchen europäischen Ländern wie Ungarn und Polen immer noch üblich.

Umgang mit den Tieren

Am Abend vor der Federgewinnung erhalten die Gänse kein Futter. Das soll verhindern, dass die Tiere aufgrund der belastenden Prozedur unkontrolliert Kot absetzen oder Nahrungsbrei erbrechen und das Gefieder verschmutzen.

Allein das Fangen und Festhalten ist eine erhebliche Streßsituation für die Tiere. Hinzu kommen immer wieder Mißhandlungen vor, indem etwa verbotenerweise die Vögel an Hals oder Flügel gepackt und getragen werden. Das kann zu schmerzhaften Fehlstellungen wie herunterhängenden Flügeln führen.

Wehren sich die Gänse aus Angst und schlagen panisch mit den Flügeln, biegt man ihnen den Kopf unter den Körper. So sind die Tiere wehrlos. Allein dieser Umgang mit den Gänsen führt schon vor dem Rupfen oder Raufen zu Angst, Streß, Verletzungen und Knochenbrüchen.

Beim Lebendrupf – aber auch beim Raufen – kann man davon ausgehen, daß die Gänse mit jeder Federgewinnung empfindlicher werden. Diese ansteigende Empfindlichkeit nennt sich „Wind-up-Phänomen“: Es kommt zu einem gesteigerten Schmerzempfinden, obwohl sich der Reiz, der die Schmerzen verursacht, nicht verstärkt.

Das Leid und die Schmerzen der Gänse beim lebendigen Rupfen und Raufen werden aus rein wirtschaftlichen Gründen in Kauf genommen. Die Tiere stehen so öfter zur Federgewinnung zur Verfügung und die Federn sind weniger verschmutzt.

Federgewinnung von toten Tieren

Die Federn, die nach der Schlachtung vom toten Tier gewonnen werden, gelten als qualitativ minderwertiger. Sie sind maschinell aus den Körpern gerupft, oft nicht reif und durch das Blut der getöteten Vögel verschmutzt, sodaß sie noch kostenintensiv zu reinigen sind.


06.11.2017

Paul McCartney fordert dazu auf, weniger Fleisch zu essen

In einem neuen Kurzfilm macht Paul McCartney Werbung für den Verzicht auf Fleisch.

Paul McCartney ist seit 1975 Vegetarier und macht sich auch regelmäßig als Aktivist stark für den Tierschutz. Nun hat er gemeinsam mit „Meat Free Monday“ den Kurzfilm „One Day A Week“ veröffentlicht und sich dabei Hilfe von vielen Stars geholt.

Gemeinsam mit seinen Töchtern Stella und Mary sowie Woody Harrelson und Emma Stone, klärt Paul McCartney über die verheerenden Folgen tierischer Landwirtschaft auf. Außerdem fordert er alle Menschen dazu auf, weniger Fleisch zu essen. Der Titel des Films verrät bereits, wie oft man verzichten soll: Einen Tag in der Woche. Dazu Paul McCartney:

„Es gibt einen einfachen aber sehr bedeutenden Weg, mit dem man die Erde und all ihre Einwohner schützen kann. Alles beginnt mit einem Tag in der Woche. Wenn man nur einen Tag pro Woche keine tierischen Produkte ißt, hat das bereits einen großen Einfluß auf das empfindliche Gleichgewicht, das uns alle umgibt.“

Paul McCartney führt durch den knapp fünf Minuten langen Film und erklärt, daß die Schönheit unseres Planeten nur durch ein Gleichgewicht aus verschiedenen Klima-Konditionen besteht. Dieses Gleichgewicht wird jedoch durch das übermäßige Verlangen nach tierischen Produkten gestört. Im Film wird Musik von Paul McCartney gespielt. Stücke aus seinem 1977 veröffentlichten Album „Standing Stone“ sowie ein bisher unveröffentlichter Song namens „Botswana“.

Die Kampagne „Meat Free Monday“ wurde 2009 ins Leben gerufen und auf der Website gibt es weitere Informationen für Interessierte.

Kurzfilm: „One Day A Week“ (auf englisch)


06.11.2017

Havaneser-Bub "Flocki" sucht dringend ein gutes neues Zuhause!

Wir wurden von einer Tierfreundin gebeten, dabei zu helfen, für folgenden Hund ein warmes Plätzchen zu suchen:

„Der hübsche, links auf dem Bild zu sehende, "Flocki" ist ein kastrierter 11-jähriger Havaneser-Rüde! Er ist gesund & lustig, bleibt aber nicht gerne alleine und sucht auf diesem Wege ein neues Zuhause (er ist dzt. in Oberösterreich)!“

Nähere Infos & Kontakt:

Gloria Kaufmann, Tel.: (+43) 0664/514 84 84

gloria.kaufmann@ramgut.at


27.10.2017

Nochmal 17 Fohlen bei letzter Versteigerung in Maishofen gerettet!

Wie angekündigt war ANIMAL SPIRIT ja noch einmal bei einer Fohlenauktion - der letzten des heurigen Jahres – letzten Dienstag in Maishofen. Diese Versteigerung ist immer auch eine der schlimmsten – alle Fohlen (und auch Stuten, die nicht mehr zur Zucht „gebraucht“ werden) müssen noch schnell auf den Markt, weil im Stall ja kein Platz mehr ist und der Winter vor der Tür steht. Entsprechend groß sind die Hektik und der Andrang in der Versteigerungshalle: dicht gedrängt sitzen dort Bauern, Züchter, Zuchtverbandsfunktionäre, Lokalpolitiker und die ortsbekannten Viehhändler. Alle, nicht ohne vorher die obligate Pferde-Leberkäsesemmel verschlungen zu haben – das adäquate „Lebensmittel“ zu gegebenem Anlaß… 117 Fohlen waren angemeldet, dazu noch 50 Stuten. Sehr viel, aber immerhin weniger als in den letzten Jahren, wohl auch ein Erfolg unserer mittlerweile 15-jährigen Aufklärungsarbeit, auch in Hinblick auf eine Reduktion der „Schlachtfohlen“-Zucht.

ANIMAL SPIRIT konnte für die vor-reservierten Plätze immerhin noch einmal sieben Fohlen und eine 3-jährige Haflingerstute freikaufen, die diesmal alle nach Deutschland gegangen und inzwischen gut auf ihren neuen Lebensplätzen gelandet sind. Das siebte Fohlen bekamen wir zwar nicht aus der Versteigerung, dafür konnten wir ein armes Dunkelfuchs-Hengsterl direkt von einem Bauern freikaufen, dem die Mutter leider bei der Geburt gestorben ist und daher vom Bauen mit der Flasche aufgezogen wurde. Seine „Ersatzmutter“, die 3-jährige Haflingerstute, stand ebenfalls in diesem Hänger und daher haben wir (bzw. die neuen Besitzer) sie auch noch freigekauft. Insgesamt konnten wir somit im heurigen Fohlen-Herbst sage und schreibe wieder 47 Leben retten (25 Noriker und 22 Haflinger) und gut vermitteln! Dazu kamen bei dieser letzten Versteigerung noch ein weiterer Tierschutzverein aus Deutschland (ETN) und einige private Tierfreunde, die zusammen noch einmal 10 Fohlen das Leben retten konnten – ein Lichtblick!

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön unseren treuen Spenderinnen und Spendern, die uns auch heuer wieder durch ihre Unterstützung diese große zweimonatige Freikaufaktion ermöglicht haben!


27.10.2017

www.provegan.info: Studie: Verminderung der Hirnleistung durch Milch

Laut einer Studie, die im Fachmagazin „Nutrients“ veröffentlicht wurde, führt Milchkonsum zu einer schlechteren Gesundheit und Funktion des Gehirns. Die Forscher untersuchten über einen Zeitraum von 20 Jahren 13.751 Teilnehmer der Studie „Atherosclerosis Risk in Communities“ (ARIC) und stellten fest, daß diejenigen, die mehr als ein Glas Milch pro Tag konsumierten, 10 % häufiger einen kognitiven Rückgang erlitten als diejenigen, die weniger als ein Glas Milch pro Tag oder keine Milch zu sich nahmen. Diese Ergebnisse stimmen mit anderen Studien überein, die einen Zusammenhang zwischen Milch und dem kognitiven Verfall zeigen. Darüber hinaus zeigten die Ergebnisse des „Chicago Health and Aging Project“, daß diejenigen, die das meiste gesättigte Fett konsumierten, ein doppelt so hohes Risiko aufwiesen an Alzheimer zu erkranken, verglichen mit denen, die am wenigsten konsumierten. Milchprodukte stellen die größte Quelle für gesättigte Fette in der Ernährung dar.

Referenz: Petruski-Ivleva N, Kucharska-Newton A, Palta P, et al. Milk intake at midlife and cognitive decline over 20 years. The Athersclerosis Risk in Communities (ARIC) study. Nutrients. 2017;9:1134; doi:10.3390/nu9101134. Morris MC, Evans DA, Bienias JL, et al. Dietary fats and the risk of incident Alzheimer’s disease. Arch Neurol. 2003;60:194–200.

Siehe auch der neue Kinofilm "Das System Milch"


27.10.2017

Testbiotech: Petition gegen Glyphosat und Gentechnik-Soja

Am 25. Oktober, am selben Tag, an dem in Brüssel die Abstimmung über die weitere Zulassung von Glyphosat scheiterte, teilte uns die EU-Kommission schriftlich mit, daß sie keine Bedenken gegen weitere Importgenehmigungen von Gentechnik-Soja habe, die gegen Glyphosat resistent gemacht wurde und regelmäßig mit entsprechenden Rückständen belastet ist. Ohne auf unsere Argumente im Detail einzugehen, behauptet die EU-Kommission, die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA habe ja bereits alle Risiken überprüft. Offensichtlich will sie also an der Zulassung der neuen Gentechnik-Sojapflanzen der Konzerne Bayer und Dow festhalten. Diese wurden jeweils gegen Glyphosat und zwei weitere Herbizide resistent gemacht. Gegen den Import dieser Gentechnik-Soja hatte sich eine Mehrheit der EU-Mitgliedsländer sowie das EU-Parlament ausgesprochen.

Die Position der EU-Kommission steht auf tönernen Füßen. Falsch ist jedenfalls die Behauptung, daß die EFSA bereits alles untersucht habe: In ihrem letzten Bericht über die Rückstandsuntersuchungen von Lebensmitteln stellt die Behörde fest, daß im Untersuchungszeitraum 2015 in der gesamten EU keine einzige gentechnisch veränderte Sojabohne auf Rückstände von Glyphosat untersucht wurde. Zudem akzeptierte die Behörde offensichtlich geschönte Daten für die Risikobewertung der Soja: In der Praxis spritzen die Landwirte die Gentechnik-Pflanzen wegen zunehmender Unkrautprobleme mit immer höheren Glyphosatmengen. Laut Monsanto können dabei sogar bis zu 8 kg Glyphosat pro Hektar eingesetzt werden. Bei Anbauversuchen für die Zulassungsprüfung setzen die Konzerne dagegen nur rund ein Kilo pro Hektar ein.

Testbiotech fordert jetzt einen Zulassungsstopp für diese Gentechnik-Soja, auch wenn der Einsatz von Glyphosat in der EU noch nicht endgültig verboten ist. Bitte helfen Sie mit!
Schicken Sie bitte jetzt ein E-Mail an die EU-Kommission, mit der Aufforderung, die Zulassung zu stoppen. Und bitte helfen Sie uns, den Videoclip und die E-Mail-Aktion in Ihren Netzwerken bekannt zu machen!

Siehe auch derstandard.at/Franzoesische-Behoerde-widerruft-Lizenz-fuer-Bayer-Unkrautvernichter


23.10.2017

Morgen Dienstag 24.10. letzte Fohlen-Versteigerung in Maishofen!

Letzten Freitag wurde der sehr informative Beitrag über die Maishofener Schlachtfohlen-Auktionen auf RTL2-Punkt 12 aus dem Jahr 2012 wiederholt, siehe www.tvnow.at/rtl/punkt-12 (ab 20 Min. 40 Sek.) oder auch das Youtube-Video auf unserer Homepage.

Daraufhin riefen viele bestürzte Zuseher bei uns an und wollten spontan helfen. Wir werden ja morgen Dienstag bei der letzten „Schlachtfohlen“-Versteigerung des heurigen Jahres im Salzburger Maishofen dabei sein und hoffentlich wieder so viele wie möglich freikaufen können. Es sind auf der Versteigerung 117 ca. halbjährige Fohlen (v.a. Noriker, aber auch ein paar Haflinger) angemeldet. Dort werden auch wieder alle bekannten „Viehhändler“ aus Österreich, Bayern und Italien vertreten sein, welche die zuvor gewogenen Tierkinder möglichst günstig aufkaufen und dann nach Italien oder sonstige Länder zum Mästen oder auch direkt zum Schlachthof karren. Wir von ANIMAL SPIRIT werden dort auch wieder mit einem Infostand und Videos über diese Fohlentransporte und Schlachthöfe präsent sein.

Bereits seit fünfzehn Jahren arbeitet die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT daran, die „Fohlenzucht für den Schlachthof“ zumindest einzudämmen und hat auch schon einige Erfolge erzielt. Allein heuer konnten wir schon 39 Fohlen (18 Noriker- und 21 Haflingerfohlen) freikaufen und per Schutzvertrag an gute Plätze in Deutschland und Österreich vermitteln. Wer unsere kostspieligen Fohlenfreikäufe (quasi noch in letzter Minute) unterstützen will kann das online HIER tun oder auf IBAN: AT82 6000 0000 7569 4953. Besten Dank!


23.10.2017

Bei Treibjagd Hase verfehlt, dafür Jäger getroffen (www.nachrichten.at)

Samstag gegen 11:05 Uhr, am Ende eines sogenannten Triebes, befanden sich die Teilnehmer im Bereich Mooswiesen. Ein 80-jähriger Jäger aus St. Peter am Hart und ein 25-Jähriger aus Altheim befanden sich auf gleicher Höhe in der letzten Schützenlinie.

Als ein Feldhase zwischen den beiden hindurchlief und in Richtung St. Peter flüchtete, gab der 25-Jährige einen Schuß ab, traf aber nicht. Der 80-Jährige, der sich rechts von dem 25-Jährigen befand, schoß zweimal auf den Hasen, verfehlte diesen aber ebenso. Dabei wurde der etwa 50 Meter entfernt stehende 25-Jährige von Schrotkugeln im Bereich des Kopfes und im Bereich der Beine getroffen.

Er mußte schwer verletzt vom Roten Kreuz Braunau ins LKH Salzburg gebracht werden. An der Treibjagd hatten insgesamt 50 Personen teilgenommen.

Siehe auch www.pnp.de oder ooe.orf.at


23.10.2017

Merkur wirbt mit "Vier Pfoten"-Siegel für Halal-Fleisch - Tierschutzorganisation sieht "dringenden Klärungsbedarf" (unzensuriert.at, 21.10.2017)

Während sich im Internet ein regelrechter Sturm der Entrüstung gegen die Rewe-Gruppe gebildet hat, scheint das Unternehmen selber absolut nicht um Beschwichtigung bemüht. Und neue Beobachtungen von Konsumenten bringen den Handelskonzern in weitere Schwierigkeiten.

Tierschutzsiegel für Halal-Fleisch

Weil die Kühlabteilung mit Halal-Fleisch und gleichzeitigem AMA-Gütesiegel darauf noch nicht skurril genug ist, wirbt nun ausgerechnet die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ für islamkonformes Fleisch - allerdings offensichtlich unfreiwillig. Zwar wurde nach bestimmten Kriterien eine Kooperation mit Rewe eingegangen, wie uns „Vier Pfoten“-Pressesprecherin Elisabeth Penz bestätigte, eine Halal-Schlachtung sei aber ganz und gar nicht im Sinne der Stiftung. Hier herrsche dringender Klärungsbedarf, sagte Penz der Redaktion am Telefon. 

Fragwürdige Vermarktung

Gerade weil sich nahezu alle Tierschützer darüber einig sind, daß ein betäubungsloses Ausblutenlassen des Lebewesens einen besonders grausamen und qualvollen Tod bedeutet, mutet es umso seltsamer an, daß ausgerechnet eine Tierschutzinitiative für das Schächt-Fleisch in die Bresche springen sollte. "Vier Pfoten" gab das Einverständnis zur Verwendung des Siegels zwar für bestimmte Fleischprodukte, mit grausam geschächtetem Halal-Fleisch will sich die Organisation aber nicht in Verbindung bringen lassen. Die „Initiative Merkur Tierwohl“ weist aber ausgerechnet mit einem Pickerl von "Vier Pfoten" beim Halal-Fleisch darauf hin, daß das Rind auf der Alm gehalten wurde und das Fleisch gentechnikfrei sei. 

Der Leser, der uns auf das Tierschutz-Siegel auf Halal-Faschiertem aufmerksam machte, zog folgenden Schluß: „Interessant, mit welchen Mitteln Merkur nun versucht, die Tierschächtung österreichtauglich zu machen.“


23.10.2017

Arte.tv: Roundup, der Prozeß

Roundup® ist unter diesem und anderen Markennamen das weltweit am meisten gespritzte Pflanzenschutzmittel. Vierzig Jahre nach dessen Markteinführung wurde sein Wirkstoff Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen eingestuft. Vor dem Hintergrund der in der Europäischen Union anstehenden Entscheidung über ein Glyphosat-Verbot geht die Doku dem Skandal auf den Grund.

Allein 2014 wurden 825.000 Tonnen des starken Unkrautvernichters Glyphosat auf Feldern und in Gärten ausgebracht. Die Besorgnis hinsichtlich der Gefahren, die von dem weltweit meistgespritzten Pflanzenschutzmittel ausgehen, ist groß. Zumal die Internationale Agentur für Krebsforschung Glyphosat im März 2015 als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen einstufte und damit zu einem ganz anderen Schluß kam als die großen amerikanischen und europäischen Gesundheitsbehörden, die Monsantos Roundup® und dessen Wirkstoff Glyphosat als ungefährlich bezeichneten. Anknüpfend an ihren investigativen Dokumentarfilm „Monsanto, mit Gift und Genen“ aus dem Jahr 2008, zeigt die Autorin Marie-Monique Robin in ihrem neuen Film, daß Roundup® noch gefährlicher ist als bisher befürchtet: Der „Allestöter“ – so der Beiname des Produkts im Spanischen – macht krank und vergiftet Böden, Pflanzen, Tiere und Menschen, denn er ist überall anzutreffen: im Wasser, in der Luft, im Regen, in der Erde und in Lebensmitteln. Außerdem ist Glyphosat nicht nur krebserregend, sondern auch eine hormonaktive Substanz, ein starkes Antibiotikum und ein Chelatbildner, der Spurenelemente bindet. Der Film enthüllt die katastrophalen Folgen dieser Eigenschaften und zeigt aufwühlende Bilder von Opfern in den USA, Argentinien, Frankreich und Sri Lanka; auch zahlreiche Wissenschaftler kommen zu Wort.

Roter Faden des Dokumentarfilms ist der symbolische Prozeß vom Oktober 2016 in Den Haag: Beim internationalen Monsanto-Tribunal klagte eine Bürgerinitiative den Saatgut-Multi in dessen Abwesenheit auf Ökozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an. Ergebnis des Prozesses ist ein hieb- und stichfestes Rechtsgutachten, das möglicherweise dazu führen wird, daß „Ökozid“ als Tatbestand im internationalen Recht Anerkennung findet.


23.10.2017

MDR.de: Klimawandel - Wie Fleischkonsum zur Erdüberhitzung beiträgt

Geht es um den Klimawandel, denken die meisten an Flugzeuge, Autos und die rauchenden Schlote der Industrie. Doch auch das Steak auf dem Teller trägt zur Erhitzung der Atmosphäre bei. ...

Rinder besonders klimaschädlich

Tatsächlich gefährden Menschen, die zu viel Fleisch essen, nicht nur ihre Gesundheit. Die Produktion von Fleisch trägt auch kräftig zur Erderwärmung bei. Wie die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO zeigt, stammen 14,5 Prozent aller weltweiten Treibhausgasemissionen aus der Haltung und Verarbeitung von Tieren. Der Anteil war höher, als der des weltweiten Verkehrs. Im aktuellen Bundestagswahlprogramm stellen die Grünen fest: "Auch aus Klimaschutzgründen ist der Rückgang des Konsums tierischer Lebensmittel eine gute Entwicklung." Am heftigsten tragen laut FAO Rinder zum Ausstoß von Klimagasen durch Viehhaltung bei. In Ihrer Verdauung entsteht Methan, das 25 Mal stärker wirkt als CO2. Sie sind für etwa 65 Prozent aller Emissionen verantwortlich. Schweine dagegen tragen nur neun Prozent bei, bei Geflügel sind es sogar nur acht Prozent.

Nur ein Teil der Emissionen stammt aus der Tierhaltung

Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich, betrachtet man, wieviel Kilogramm CO2 für die Produktion von einem Kilogramm tierischem Eiweiß nötig sind. Bei einem Kilogramm Protein aus Rindfleisch fallen demnach über 300 Kilogramm CO2 an. Bei anderen Wiederkäufern wie Schafen sind es im Schnitt zwischen 165 und 112 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Protein. Etwas besser ist das Verhältnis bei Kuhmilch, dort sind es nur rund 80 Kilogramm CO2. Noch günstiger ist das Verhältnis beim Schweinefleisch, dort entfallen auf ein Kilogramm tierisches Eiweiß etwa 50 Kilogramm CO2. Hühner liegen knapp darunter. Am besten ist das Verhältnis bei Hühnereiern, dort werden pro Kilogramm Protein nur etwa 35 Kilogramm CO2 freigesetzt.

Es ist aber nicht die reine Ernährung und Haltung der Tiere allein, bei der Klimagase entstehen. Auch die Lagerung von Gülle, die Produktion von Futtermittel, sowie die Abholzung von Wäldern zur Schaffung weiterer Weideflächen oder für den Anbau von Futterpflanzen trägt zur schlechten Ökobilanz der Fleischproduktion bei. Laut Statistik der OECD stagniert die Nachfrage nach Fleisch aber auf hohem Niveau.

Fleischkonsum in Deutschland auf hohem Niveau

In der Industrienation Deutschland hat die Landwirtschaft einen geringeren Anteil an den Klimaemissionen. Laut dem Umweltbundesamt lagen sie 2015 bei etwa 7,5 Prozent. Mit fast 60 Prozent hatten Energieerzeugung, Industrie und Gewerbe einen erheblich größeren Anteil am Ausstoß. Allerdings spiegeln diese Zahlen nur die Erzeugerseite wieder. Nicht wenig Fleisch wird aber importiert, etwa aus den Rindfleischländern Südamerikas. Der Konsum der Deutschen verharrt mit etwa 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr auf hohem Niveau, wie ein Sprecher des Umweltbundesamtes in Dessau auf Anfrage erklärt. "Nachdem die Kohlendioxid-Emissionen pro Kopf durch Ernährung von 2000 bis 2007 gesunken sind, liegen sie 2013 sogar über dem Niveau von 2000", zitiert er einen Bericht des Bundesverbandes der Deutschen Fleischwarenindustrie.

Verzicht ist nicht die einzige Antwort

Die negativen Reaktionen auf den Vorschlag eines Veggiedays vor vier Jahren haben die Grünen dieses Mal offenbar dazu bewogen, andere Schwerpunkte zu setzen. In ihrem Wahlprogramm fordern sie vor allem den Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Kohle. Daneben soll Aufklärung zu einer Änderung der Konsumgewohnheiten führen. Solche "Ernährungsbildung" will auch die CSU fördern, stellt aber zugleich klar: "Wir schreiben niemandem vor, was er essen darf." CDU- und FDP-Wahlprogramme schweigen zum Thema Ernährung. Doch auch jenseits vom (zeitweisen) Verzicht auf Fleisch gibt es Möglichkeiten, den Ausstoß von Klimagasen durch Viehhaltung zu reduzieren. Für Südasien etwa sieht die FAO Einsparmöglichkeiten von bis zu 38 Prozent durch verbesserte Praktiken bei der Fütterung der Tiere. Ein Betrieb in Indien macht bereits vor, dass man die Methanproduktion der Kühe durch besseres Futtermittel erheblich senken kann. Auch in Südamerika und Südafrika könnten die Klimagase durch Verbesserungen bei der Haltung deutlich gesenkt werden.


16.10.2017

Wir haben heuer schon 39 Fohlen freigekauft – aber wir suchen noch gute Plätze für die letzte Versteigerung!

Nächste Woche Dienstag, den 24. Oktober 2017, findet im Salzburger Maishofen die letzte „Schlachtfohlen“-Versteigerung des heurigen Jahres statt. Es werden auch dort wohl wieder weit über 100 ca. halbjährige Fohlen sein (v.a. Noriker, aber auch ein paar Haflinger), die zur Versteigerung angemeldet und feilgeboten werden. Wir haben dort auch wieder einen Infostand mit Videos über das Schicksal der Fohlen angemeldet - siehe auch die sehr gut recherchierte RTL-Sendung aus dem Jahr 2012. Bei diesen mehrmals jährlich stattfindenden Fohlen-Auktionen sind regelmäßig alle bekannten „Viehhändler“ aus Österreich, Bayern und Italien vertreten (siehe auch voriger Beitrag), welche die zuvor abgewogenen Tierkinder möglichst günstig aufkaufen und dann nach Italien oder sonstige Länder zum Mästen oder auch direkt zum Schlachthof karren. Allerdings haben die Preise in den letzten Jahren ziemlich angezogen – auch durch die vermehrte „Konkurrenz“ durch Tierschützer oder private Aufkäufer -, sodaß das Geschäft mit dem Fohlenfleisch wohl etwas zurückgegangen sein dürfte.

Bereits seit fünfzehn Jahren arbeitet die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT daran, die „Fohlenzucht für den Schlachthof“ zumindest einzudämmen, und hat auch schon einige Erfolge erzielt. Allein heuer konnte unser Verein bereits 39 Fohlen (18 Noriker- und 21 Haflingerfohlen) freikaufen und per Schutzvertrag an gute Plätze in Deutschland und Österreich vermitteln. Auch sind die Verhältnisse bei der Versteigerung selbst in den letzten Jahren etwas „humaner“ geworden, man sieht nicht mehr so viele kranke oder verletzte Tiere (leider mit Ausnahmen), zudem gibt es meist Wasser- und Futterversorgung vor der Versteigerung. Sobald die armen Tiere aber dann von den diversen Viehhändlern aufgekauft worden sind, kümmert sich oft niemand mehr um sie - bis sie dann auf die LKWs getrieben werden...

Wer also noch einen Lebensplatz für ein oder mehrere Fohlen anzubieten hat, bitte gleich bei tanja@animal-spirit.at melden oder unter +43-2774-29330 anrufen (9 bis 16:30 Uhr). Und wer unsere heuer - wegen der enorm gestiegenen Preise - besonders kostspieligen Fohlenfreikäufe noch - quasi in letzter Minute - unterstützen will, kann das online HIER tun oder auf IBAN: AT82 6000 0000 7569 4953. Herzlichen Dank!


16.10.2017

Amazon.de: Der weiße Wolf im Hotelzimmer - Tierbegegnungen der besonderen Art

Der Buchautor Wolfgang Hahl ist schon länger mit mehreren Bildbänden und Taschenbüchern in der alternativen Gesundheitsszene, hauptsächlich im Bereich der Steinheilkunde, bekannt und gilt als Koryphäe auf diesem Gebiet. Doch neben der faszinierenden Welt der Mineralien und Kristalle galt seine große Liebe schon seit jeher der gesamten Natur und insbesondere dem Tierreich. Dies führte dazu, daß er seit frühester Kindheit immer wieder den innigen Kontakt zu Natur und Tieren aller Art suchte und dabei äußerst ungewöhnliche, humorvolle, aber auch tief berührende sowie gelegentlich sehr gefährliche Begegnungen mit unterschiedlichsten Tierarten hatte, auf die er im Laufe seiner weltweiten Reisen stieß. Wenn er im privaten Rahmen oder während seiner Seminare diese Erlebnisse gelegentlich zum Besten gab und detailgetreu erzählte, waren alle Zuhörer immer extrem begeistert sowie auch äußerst bewegt angesichts der unglaublichen Schilderungen und emotionalen Tiefe, die dabei zum Ausdruck kamen. Manche seiner Geschichten rührten dabei sämtliche Zuhörer regelrecht zu Tränen, während andere Erlebnisberichte mit Tieren wiederum wegen der unglaublichen Situationskomik lang anhaltende Lachanfälle auslösten.

Immer wieder forderten ihn deshalb Menschen allen Alters auf und baten ihn darum, doch einmal auch diese einzigartigen Tiererlebnisse gesammelt als Buch herauszubringen, um sie mehr Menschen zugänglich zu machen bzw. später noch einmal nachlesen zu können oder mit anderen Menschen und Freunden zu teilen. Doch fand er nun erst nach etlichen Jahren die Zeit dazu, seine spannendsten, dramatischsten, aber auch lustigsten und ergreifendsten Tierbegegnungen seines intensiven und bewegten Lebens endlich nieder zu schreiben und diese zu veröffentlichen. So erfährt der Leser in dem vorliegenden Buch nicht nur viel Wissenswertes über Tiere, was man noch nie zuvor gehört hatte, sondern wird auch gleichsam mitgenommen auf eine spannende Reise in unterschiedlichste Länder und Erdteile, von Deutschland über Ungarn bis zum Mittelmeer sowie von Asien bis nach Mittelamerika, um an den abenteuerlichen Erlebnissen mit teilzuhaben und sie durch den innigen und ganz persönlichen Erzählstil des Autors regelrecht mitzuerleben.

Das Leseabenteuer nimmt Sie mit auf eine Reise zu wilden Pferden in der ungarischen Puszta, zur Begegnung mit einem weißen Wolf in einem Amsterdamer Hotelzimmer, zu den Kobras eines indischen Schlangenbeschwörers sowie zu einem Menschen fressenden Tiger in Nepal bis hin zu nachdenklich stimmenden Tierbegegnungen, die einen Einblick in tiefe spirituelle Zusammenhänge unseres Seins und unsere innige Seelenverbindung zu Tieren erlauben. Einen ganz besonderen Leckerbissen dieses Buches stellen die Erlebnisberichte des Autors mit exotischen tropischen Tieren dar, die er in seinem Tierwaisenheim in Costa Rica unter teils dramatischen Umständen rettete und aufzog, bis er sie wieder in die Freiheit entlassen konnte. Machen Sie sich gefaßt auf größenwahnsinnige Eichhörnchen, beschwipste Faultiere und traumatisierte Kapuzineraffen, die Sie so schnell nicht vergessen und jedes Mal wieder zum Schmunzeln bringen werden, wenn Sie daran denken. Ein überaus packendes und kurzweiliges Leseabenteuer der ganz besonderen Art, das beim Lesen die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen hervorruft und mitempfinden läßt und nur einen einzigen Nachteil hat: Nämlich daß man das Buch in einem Rutsch verschlingen möchte und viel zu schnell am Ende angekommen sein wird!


09.10.2017

Stadl Paura: Weitere 8 Norikerfohlen gerettet – insgesamt heuer bereits 39 freigekauft!

Letzten Freitag war ANIMAL SPIRIT – wieder als einzige Tierschutz-Organisation - auf der traditionellen Norikerfohlen-Versteigerung in Stadl Paura, OÖ. 64 Fohlen waren angemeldet, gekommen sind allerdings nur ca. 50. Alle wurden in der großen Halle angebunden und da ist uns gleich zu Beginn ein Fuchs-Stutfohlen aufgefallen, weil es eine eitrige Verletzung am linken Hinterbein hatte. Angeblich hat es sich noch auf der Alm verletzt, Tierarzt hatte es allerdings noch keinen gesehen… Wir machten dem jungen Mann, der das Fohlen hergebracht hatte, gleich ein Kaufangebot über 700,- (für ein verletztes Fohlen mit ungewissen Heilungsaussichten und Tierarztkosten ein mehr als faires Angebot), aber es dauerte mehr als eine Stunde, viel Überredungskünste und die mehrmalige Zusicherung, daß es auf einen super Privatplatz in Ö kommen würde, bis dieser sich dann endlich entschließen konnte, es uns um diesen Preis zu überlassen.

Weitere sieben konnten wir danach entweder freikaufen oder ersteigern und wunderten uns nur, welche Preise mittlerweile die Viehhändler bereit sind, für die Fohlen hinzulegen – bis zu 1000,- oder sogar mehr! Ist die Nachfrage nach Fohlenfleisch im Ausland mittlerweile so groß, daß sich das noch für den Fleischmarkt rentiert? Alle unsere acht Fohlen sind mittlerweile gut auf ihren neuen Privatplätzen in Österreich bzw. Deutschland angekommen. Und das Fuchs-Fohlen – sie heißt übrigens „Kora“ – ist auf einen tollen Platz nach Niederösterreich gekommen, ganz in die Nähe unseres Gnadenhofes Hendlberg, und sie ist dort in besten – auch tierärztlichen – Händen.

Für die letzte Norikerfohlen-Versteigerung am 24. Oktober in Maishofen suchen wir noch weitere gute Fohlenplätze, wohin wir sie per Schutzvertrag abgeben würden. Besten Dank auch allen unseren SpenderInnen, die uns diese große Freikaufaktion wieder ermöglicht haben. Wer uns für diese letzte Auktion noch einmal finanziell unterstützen will, kann das HIER tun. Besten Dank!

PS.: Übrigens zwei der Fohlen, welche wir am Freitag freikaufen konnten, waren danach zu Gast am Gnadenhof Esternberg und bei dem dort gerade stattfindenden Dreh für die neue ZDF-Staffel „Das Haustiercamp“ – siehe nächster Beitrag!