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z.B. 21/09/2018
13.09.2018

ANIMAL SPIRIT-Fohlenrettungsaktion 2018: ersten 12 Haflingerfohlen freigekauft!

Gestern Mittwoch, den 12. September fand unser erster heuriger Einsatz zur Rettung der „Schlachtfohlen“ in Kitzbühel, Tirol statt. Für genau 12 Haflingerkinder – 10 Hengst- und 2 Stut-Fohlen – haben sich im Vorfeld private Abnehmerinnen gefunden, an die wir sie per Schutzvertrag weitervermittelt haben. Zwei der Übernehmerinnen aus Österreich und Deutschland waren auch selbst vor Ort und konnten sich so ihre Schützlinge auch selber aussuchen – aber natürlich waren alle hübsch und gesund. Und mittlerweile sind auch alle zwölf gut auf ihren neuen Lebensplätzen angekommen…

Wie ANIMAL SPIRIT schon mehrfach berichtet hat, werden ja jedes Jahr, beginnend mit September bis Ende Oktober, Hunderte Haflinger- und Noriker-Fohlen aus Tirol, Salzburg, Kärnten, OÖ und Bayern, die zuvor die meiste Zeit des Sommers glücklich auf den Almen stehen durften, zu den Schlachthöfen gekarrt, vorwiegend nach Italien, aber auch in andere europäische Länder, in denen Fohlenfleisch noch als „Delikatesse“ gilt! Wir sind dafür jeweils auf mehreren Auktionen, um möglichst viele freizukaufen und zu vermitteln. In Tirol werden die Fohlen zumeist bereits vor den Auktionen „ausgemustert“, weil sie entweder die „falsche Farbe“, weiße Beine oder zu viele Fellflecken haben, sprich nicht „schön genug“ für die Zucht sind. Wir können zwar nicht alle retten, aber immerhin waren es in den letzten 15 Jahren fast 800, denen wir durch unsere Freikäufe ein neues Leben und Zuhause vermitteln konnten!

Das alles kostet natürlich viel Geld, nicht nur die Freikäufe selbst (die Fohlen kosten heuer schon zwischen 600,- und 900,- €!), sondern auch die teils weiten Transporte bis nach Nord-Deutschland, die notwendigen Pässe und Transportpapiere sowie die Organisation. Vielen Dank an alle, die uns schon jetzt unterstützt haben und bitte helfen Sie auch weiter, noch mehr Fohlenleben zu retten! Aber es werden natürlich auch weitere private Plätze gesucht, an die wir die Pferdekinder per Schutzvertrag abgeben können und wo sie im Idealfall auch ihr Leben lang bleiben können. Anfragen bitte an tanja@animal-spirit.at oder (+43) 02774-29330. Vielen Dank!


13.09.2018

Erinnerung: Online-Petition für ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens in Österreich: Keine Tierquälerei „im Namen Gottes!“

Unser Offener Brief an Vizekanzler HC Strache und in Kopie auch an die gesamte Bundesregierung  betr. Ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens, den wir bereits am 30. August per Post verschickt haben (siehe auch unsere Presseaussendung vom 24.8.2018, www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180820_OTS0048 ), blieb bislang unbeantwortet. Eben ein heikles Thema, mit dem sich nicht einmal die jetzt Regierungs-Partei FPÖ, die sich ja immer wieder gegen diese barbarische Tierquälerei stark gemacht hat, die Finger verbrennen will. Diese neue Online-Petition soll nun noch mehr Menschen, denen die Abschaffung dieser extrem grausamen Tierquälerei ebenfalls ein Anliegen ist, die Möglichkeit bieten, sich öffentlich dagegen auszusprechen und Druck auf die Regierung zu machen. Immerhin steht es den EU-Mitgliedsstaaten frei, im Tierschutz jeweils strengere Regelungen in ihrem Land durchzusetzen; daher ist das betäubungslose Schächten auch in folgenden europäischen Ländern, die – anders als Österreich und Deutschland – den Mut haben, sich nicht von archaischen und barbarischen „Religions-Vorschriften“ (die es für diese Art des Schächtens ja ohnehin nicht gibt) einschüchtern zu lassen: Schweiz, Norwegen, Schweden, Dänemark, Island, Polen, Liechtenstein und Holland!

Diese Art des grauenvollen Tötens ist dort strikt und zu Recht verboten - denn Schächten bedeutet für die Tiere den grausamsten aller vorstellbaren Tode. Schächten ist unvereinbar mit Tierschutz, Zivilisation, Aufklärung und Empathie. Beim Schächten wird das Entbluten des Tieres durch einen Schnitt durch den Hals , das heißt durch die Speise- und Luftröhre bis auf die Wirbelsäule, bei vollem Bewußtsein durchgeführt, was einen sehr langsamen, unvorstellbar qualvollen Tod bedeutet. Nähere, veterinärmedizinisch belegte Beschreibungen dieses grausamen und langsamen Todes erspare ich Ihnen hier aufzulisten... (Schächtszenen sind für Interessierte auf diesem von uns auf Youtube gestellten Video zu sehen). Nur so viel: Die Legalisierung bedeutet eine vollständige Abkehr von Zivilisation, Menschlichkeit und Empathie, man kann es getrost als Rückkehr in die Steinzeit bezeichnen. Zudem bedeutet es eine Bankrotterklärung an sämtliche Integrationsziele, weil sie eine "Gesellschaft in der Gesellschaft" - mit ihren eigenen, archaischen Gesetzmäßigkeiten - noch weiter fördert.

HIER geht´s zur Schächt-Petition

 

Siehe zu dem Thema auch eine (englische) Petition von Peta2 zum gleichermaßen barbarischen jüdischen Yom Kippur-Fest, welches heuer vom 18. bis 19. September stattfindet: Noch lebende, blutende Hühner in Müllsäcke gestopft: Jedes Jahr werden Zehntausende von Hühnern in „Kapparot-Sühne-Ritualen“ für den jüdischen Feiertag Yom Kippur schwer mißhandelt und (betäubungslos) getötet, was gar keinen Sinn macht, weil das jüdische Gesetz – eigentlich - Tierquälerei verbietet!


13.09.2018

Heutige APA-OTS der Grünen-NÖ gegen Wolfsabschüsse: Pernkopf schießt scharf!

Land NÖ gibt Wolf, Bär und Luchs zum Abschuß frei

(St. Pölten/OTS) - In der kommenden Landtagssitzung steht nun eine Änderung des NÖ Jagdgesetzes auf dem Programm, welche nun vermeintlich zur Abwendung von Schäden den Abschuß von Wolf, Bär und Luchs vorsieht. Die Landessprecherin und Klubobfrau der Grünen Niederösterreich Helga Krismer ist erzürnt: „Landeshauptfraustellvertreter Pernkopf schießt scharf und will sich mit diesem Gesetz nun einen Freibrief zum Töten der geschützten Tiere ausstellen. Anstatt daß Pernkopf nun endlich die beschlossenen Managementpläne umsetzt, läßt er nun seine Feindbilder in Niederösterreich Wolf, Bär und Luchs zum Abschuß freigeben. Anstatt Herdenschutztiere, Herdenschutzmaßnahmen und Entschädigungen entsprechend zu forcieren wird lieber zum Gewehr gegriffen. Darin sieht Pernkopf nun seine Verantwortung gegenüber der Landwirte und Grundbesitzer“. Mit der Änderung des NÖ Jagdgesetzes werden die Jäger über die Bezirksverwaltungsbehörden verpflichtend beauftragt, den Abschuß durchzuführen. 

„Durch dieses Gesetz läßt Pernkopf nun endgültig den Artenschutz in Niederösterreich zum Abschuß freigeben und daher fordere ich ihn auf, von der Hetzjagden gegen Wolf, Bär und Luchs abzusehen und eine rasche Umsetzung von Managementplänen im Sinne des Artenschutzes für unser Bundesland zu veranlassen“, so Helga Krismer.


13.09.2018

www.rubikon.news: Die Doppelmoral

Wenn Idealisten Tiere essen, schicken sie ihre Moral in Ferien (von Roland Rottenfußer).

Fleischkonsum und „Nutztierhaltung“ sind Formen von Ausbeutung und folgen einer kapitalistischen Verwertungslogik. Massentierhaltung verschwendet Boden und Ressourcen und gefährdet die Welternährung, was besonders die Armen trifft. Schlachthöfe und Schlachtfelder ähneln einander, und wo man grausam zu Tieren ist, behandelt man auch Menschen oft ohne Mitgefühl. Diese Argumente wären Grund genug für Sozialisten, sich Tierschutz und vegetarische Ernährung auf die Fahnen zu schreiben. Abgesehen von wenigen Ausnahmen geschieht dies aber nicht. Ist auch linken Aktivisten ihr Magen näher als die Moral?

„Alle Tiere sind gleich, aber einige Tiere sind gleicher”. Das Zitat aus George Orwells Satire „Farm der Tiere“ ist berühmt. Ein Schwein namens „Old Major“ ruft die Tiere eines britischen Bauernhofs zur Revolution gegen ihre Besitzer, die Menschen, auf. Der Aufstand glückt, Bauer Jones und seine Knechte werden vertrieben. Von nun an bewirtschaften Schweine, Pferde und Esel die Farm; alle Erträge kommen nur den Arbeitenden zugute.

Bei der Deutung der Fabel sehen viele meist nur die Pointe: Die Schweine als führende revolutionäre Kaste benehmen sich am Ende wie die Menschen. Unterdrückung und Ausbeutung gehen auf der Farm weiter wie vorher, nur die Unterdrücker haben gewechselt – eine unverkennbare Anspielung auf die sozialistische Revolution im Osten.

Zu wenig wird ein anderer Aspekt der Fabel beachtet: Das Verhältnis zwischen Mensch und „Nutztier“ erinnert sehr stark an die Produktionsverhältnisse im Kapitalismus. Tierausbeutung ist ein treffliches Symbol für eine Gesellschaftsordnung, die auch den arbeitenden, konsumierenden Menschen auf seine Verwertbarkeit reduziert. Massentierhaltung zum Zweck der „Fleischproduktion“ ist die Eskalationsform dieser Ideologie.

Die Merkwürdigkeit im Umgang der Menschen mit Tieren beginnt aber schon weit früher. Begegnet ein Mensch einem Tier, so ist seine erste Reaktion oft nicht ein Staunen über die so andere und doch liebenswerte Lebensform, sondern der Wunsch, das Tier seinem Willen zu unterwerfen.

Kaum ein Parkspaziergang, der nicht von gebrüllten Befehlen der Hundebesitzer akustisch beeinträchtigt wird: „Sitz!“, „Platz!“, „Gehst du da weg!“ Das Recht des Menschen, in jeder Interaktion sogleich die Befehlsgewalt zu beanspruchen, wird kaum jemals angezweifelt, allenfalls gibt es verschiedene Ansichten darüber, wie die Hundeerziehung, die Pferdedressur und so weiter zu erfolgen habe.

Zur puren Lust, eine Machtposition gegenüber einer unterworfenen Kreatur auszuagieren, gesellt sich sehr schnell auch die Frage nach dem Nutzwert des Tiers: „Was kann das Tier für mich tun?“ Da gibt es das Lasttier, das Reittier, das Schmusetier, den Packesel, den Wachhund, die Milchkuh, das Wollschaf, schließlich die Fell, Federn oder Schuppen tragenden Fleischlieferanten. Die Reduzierung eines Lebewesens darauf, daß sein Fleisch gut schmeckt, ist zweifellos ein besonders drastischer Fall von Mißachtung.

Da ist im ersten Schritt die Beschränkung eines mit Bewußtsein, Erlebnisfähigkeit und Gefühl ausgestatteten Wesens auf seine äußere Hülle. Im zweiten Schritt folgt die Frage: Was können wir, die Menschen, mit dem Fleisch des Tieres anfangen: Steak, Sülze oder Hackfleisch, gebraten oder geschmort? Käme jemand auf die Idee, etwa Michelangelos Plastik „Piétà“ nur auf ihr Baumaterial zu reduzieren und zu fragen: Wofür könnte ich den Marmor gebrauchen? In Brocken zerhackt als Einfassung für mein Gartenbeet? – wäre das genauso absurd. Das was das Kunstwerk eigentlich ausmacht – die Schönheit der Form und ihr geistiger sowie symbolischer Gehalt –, würde komplett geleugnet.

Beim Tier kommt im Gegensatz zur Statue aber noch hinzu, daß es zu vielen Empfindungen und einer ganz eigenen „Weltbetrachtung“ fähig ist.

Vergleichbar fragt der Kapitalist etwa bei der Bewerberauswahl: Wozu kann ich ihn/sie gebrauchen? Wie und in welchem Ausmaß kann er oder sie zur Steigerung meines Profits beitragen? Kapitalismus ist Nutzmenschenhaltung. Das ganze Leben eines Menschen ist auf seine Funktionstüchtigkeit in einem ökonomischen Verwertungszusammenhang oder reduziert? Sein Leben sollte jeder schon präventiv so gestalten, daß es auf einem Lebenslauf bei Bewerbungen später „gut aussieht“. Schule ist Zurichtung für die Berufswelt. Selbst die arbeitsfreie Zeit ist so bemessen, daß die Arbeitskraft regeneriert werden kann, darüber hinaus aber kaum Leben abseits von Nützlichkeitskriterien möglich ist.

In verschärften Formen der Ausbeutung werden vor allem junge Menschen bewußt „vernutzt“. Obwohl klar ist, daß sie ihre aufgewendete Energie in den Ruhephasen nicht mehr regenerieren können, werden von ihnen fortgesetzt Höchstleistungen erpreßt. Nach dem vorhersehbaren Zusammenbruch wird das verbrauchte durch frisches Menschenmaterial ersetzt, und so weiter und so fort.

In Umkehrung der berühmten Formel Immanuel Kants ist die Maxime des Kapitalismus: „Handle so, daß du die Menschheit jederzeit bloß als Mittel, niemals zugleich als Zweck brauchst.“ Dies gilt für Tiere natürlich erst recht. René Descartes betrachte Tiere als Automaten. Er folgerte: „Ihre Schmerzensschreie bedeuten nicht mehr als das Quietschen eines Rades!” Er wurde damit zum Vorläufer moderner Achtlosigkeit und Grausamkeit gegenüber Tieren.

John Robbins zitiert in seinem Buch „Ernährung für ein neues Jahrtausend“ aus einer amerikanischen Fachzeitschrift für Schweinezüchter: „Vergessen Sie, daß das Schwein ein Tier ist. Behandeln Sie es genauso wie eine Maschine in einer Fabrik. Gehen Sie beim Umgang mit den Schweinen wie beim Ölen eines Gerätes vor.“ Die Fleischproduzenten der Welt haben diesen Rat beherzigt – und genauso sieht unsere Welt heute aus. Gemessen an dieser offensichtlichen Parallele zwischen Tier- und Menschenausbeutung, hat Tierschutz in sozialistischen Bewegungen wenig Gewicht.

Eine Ausnahme bildet Rosa Luxemburg, die das Leid von Tieren intensiv mitempfinden konnte. 1917 schrieb sie aus dem Gefängnis an Sonia Liebknecht, nachdem sie auf dem Gefängnishof die Mißhandlung von Ochsen mitansehen mußte:

„Vor einigen Tagen kam also ein Wagen mit Säcken hereingefahren, die Last war so hoch aufgetürmt, daß die Büffel nicht über die Schwelle bei der Toreinfahrt konnten. Der begleitende Soldat, ein brutaler Kerl, fing an, derart auf die Tiere mit dem dicken Ende des Peitschenstieles loszuschlagen, daß die Aufseherin ihn empört zur Rede stellte, ob er denn kein Mitleid mit den Tieren hätte! ‚Mit uns Menschen hat auch niemand Mitleid’, antwortete er mit bösem Lächeln und hieb noch kräftiger ein. (…) Die Tiere standen dann beim Abladen ganz still, erschöpft, und eins, das, welches blutete, schaute dabei vor sich hin mit einem Ausdruck in dem schwarzen Gesicht und den sanften Augen wie ein verweintes Kind. Es war direkt der Ausdruck eines Kindes, das hart bestraft worden ist und nicht weiß, wofür, weshalb, nicht weiß, wie es der Qual und der rohen Gewalt entgehen soll. Ich stand davor, und das Tier blickte mich an, mir rannten die Tränen herunter – es waren seine Tränen, man kann um den liebsten Bruder nicht schmerzlicher zucken, als ich in meiner Ohnmacht um dieses stille Leid zuckte.“

Luxemburgs ausgeprägtes Mitgefühl kann man auch als Privatsache ansehen. Brisanter ist die Frage, ob die Parteinahme für Tiere als ausgebeutete, ohne jede Schuld millionenfach gequälte und getötete Wesen nicht im Wesen des Sozialismus liege oder liegen sollte. Marx rief dazu auf, „alle Verhältnisse umwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“. Daraus läßt sich freilich kein Tierschutzgebot stricken, da Marx explizit Menschen meinte. Ich frage mich aber, ob es nicht in der Logik jeder sozialen oder sozialistischen Bewegung liegt, zu verhindern, daß es künftig überhaupt erniedrigte, geknechtete, verlassene, verächtliche Wesen gibt.

Freilich sind die Unterschiede zwischen Mensch und Tier nicht zu leugnen. Es erscheint jedoch fragwürdig und geradezu peinlich, wenn sich eine bestimmte Spezies zum Maß aller Dinge macht, wenn sie die Schutzwürdigkeit anderer Spezies von deren größerer oder geringerer Ähnlichkeit mit sich selbst abhängig macht.

Im Film „Planet der Affen“ aus dem Jahr 1967 behaupten Affenpriester, nur Affen hätten eine Seele. Begründung: Dies stünde so in den heiligen Affenschriften. In der Folge billigt sich die herrschende Spezies selbst das Recht zu, zum Beispiel Menschen ausgestopft in einem Naturkundemuseum zu platzieren.

In ihrer Kultur schaffenden Intelligenz sind Menschen Tieren zweifellos überlegen. Doch läßt sich aus der Tatsache, daß andere Lebewesen weniger intelligent sind, das Recht ableiten, sie nach Belieben zu quälen und zu töten? Auch die geringere Schmerzempfindlichkeit von Tieren wird oft als Argument dafür herangezogen, daß sie vom Menschen nach dessen Belieben verwertet werden können. Maden und Ameisen allerdings werden in unserer Kultur allenfalls im Dschungelcamp vertilgt. Im Normalfall dienen gerade solche Tiere dem Verzehr, die uns in vieler Hinsicht sehr ähnlich sind, speziell Schweine.

Der Vegetarier John Robbins zitiert in seinem Ernährungsbuch Untersuchungen, die belegen, daß „die höheren säugenden Wirbeltiere über eine mindestens ebenso ausgeprägte Schmerzempfindung verfügen wie wir selbst (…) Ihr Nervensystem ist fast identisch mit unserem, so wie auch ihre Reaktionen auf Schmerz bemerkenswert ähnlich sind.“

Der Mathematiker, Philosoph, Pazifist und Sozialist Leonard Nelson, 1882 bis 1927, beklagte sich bei einem Besuch in der Sowjetunion über die auch dort grausame Behandlung von Tieren. Aus dem Physiologischen Institut der Kommunistischen Akademie in Moskau drang beständig das Heulen gefolterter Tiere. Nelson gründete den „Internationalen Jugendbund“, später umbenannt in „Internationaler Sozialistischer Kampfbund“. Der Verein betrieb eine Reihe vegetarischer Restaurants, die später zu Widerstandsnestern gegen das NS-Regime wurden.

Die Besonderheit an Nelsons Weltanschauung war die Verknüpfung von Arbeitnehmerrechten und Tierrechten:

„Ein Arbeiter, der nicht nur ein verhinderter Kapitalist sein will und dem es also ernst mit dem Kampf gegen jede Ausbeutung ist, der beugt sich nicht der verächtlichen Gewohnheit, harmlose Tiere auszubeuten, der beteiligt sich nicht an dem täglichen millionenfachen Mord, der an Grausamkeit, Rohheit und Feigheit alle Schrecknisse des Weltkrieges in den Schatten stellt. (…) Entweder man will gegen die Ausbeutung kämpfen, oder man läßt es bleiben. Wer als Sozialist über diese Forderungen lacht, der weiß nicht, was er tut. Der beweist, daß er nie im Ernst bedacht hat, was das Wort Sozialismus bedeutet.“

Sollten uns diese Worte nicht nachdenklich machen?

Das lesenswerte Buch „Das Schlachten beenden“ aus dem Verlag Graswurzelrevolution belegt anhand zahlreicher Originalzitate, daß die Geschichte der vegetarischen Bewegung an vielen Stellen eng mit der des Pazifismus, Feminismus und Linkssozialismus verknüpft war. Den im Buch vorgestellten Persönlichkeiten und Bewegungen ist gemeinsam, „daß sie ihre Lebensweise nicht als individuelle Praxis ohne weitergehende politische Vision einer anderen Gesellschaft – wie im bürgerlich-vegetarischen Mainstream von heute –, sondern als Teil einer revolutionären, gesellschaftsverändernden Praxis verstanden.“

Während in England sozialistische Linke und Tierrechtsbewegung lange Hand in Hand gingen, fanden beide Bewegungen in Deutschland kaum zueinander. Renate Brucker zufolge orientierte man sich in Deutschland am „Marxschen Naturbeherrschungsparadigma“. In der Tat war ja der Sozialismus, sofern er Machtpositionen innehatte, bis weit in die Spätphase der DDR hinein umweltpolitisch eine Katastrophe.

In Deutschland waren es überwiegend eher Humanisten und Pazifisten, die sich der Frage des Tierleids annahmen. Friedrich Engels mag mit seiner „Dialektik der Natur“ ein Gutteil dazu beigetragen haben, daß Tierschutz auch in der sozialistischen Theorie nie wirklich ankam. Polemisch schrieb er:

„Mit Verlaub der Herren Vegetarianer, der Mensch ist nicht ohne Fleischnahrung zustande gekommen, und wenn die Fleischnahrung auch bei allen uns bekannten Völkern zu irgendeiner Zeit einmal zur Menschenfresserei geführt hat (…), so kann uns das heute nichts mehr ausmachen.“

Anders August Bebel, Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei: In seiner Schrift „Die Frau und der Sozialismus“ fragte er, „warum die Sozialdemokratie sich dem Vegetarismus gegenüber gleichgültig verhalte.“ Bebel sah im Vegetarismus einen kulturellen Fortschritt:

„In dem Maße, wie die Kultur sich hebt, tritt allerdings an Stelle fast ausschließlicher Fleischkost, wie sie bei Jagd- und Hirtenvölkern vorhanden ist, mehr Pflanzenkost. Die Vielseitigkeit der Pflanzenkultur ist ein Zeichen höherer Kultur.“

Daran gemessen, leben wir in einer Zeit des kulturellen Niedergangs.

Die SPD würde sich nicht ernsthaft mit der Fleischlobby anlegen, auch wenn Sigmar Gabriel als Umweltminister die Deutschen dazu aufrief, weniger Fleisch zu verzehren. Weniger getötete Tiere bedeuten weniger Arbeitsplätze in den Schlachthöfen.

August Bebel wußte schon damals, daß „auf einer gegebenen Ackerfläche viel mehr vegetabilische Nährstoffe gebaut werden (können), als auf derselben Fläche durch Viehzucht Fleisch erzeugt werden kann.“

Ein Sozialist hätte also zweierlei Gründe, auf Fleisch zu verzichten: Zuerst aus einer allgemeinen Abneigung gegen Ausbeutung heraus, und zweitens weil vegetarische Kost die gegebenen Anbauflächen besser nutzt, also mehr Nahrung für mehr Menschen herstellt, was gerade den Ärmeren zugute kommt.

Im sozialistischen Mutterland Rußland begann die vegetarische Bewegung mit Lev N. Tolstois Buch „Die erste Stufe“ beziehungsweise „Die Fleischesser“. Der große Schriftsteller prägte den Satz „Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.“

Die russische „Sekte“ der Duchoborzen, die zeitweise eng mit Tolstoi verbunden war und vom Staat grausam verfolgt wurde, pflegte dieselbe enge Verbindung zwischen Pazifismus, Vegetarismus und Kommunismus. Die Mitglieder gelobten, den Militärdienst zu verweigern, Tiere nicht zu Nahrungszwecken zu töten und ihr Hab und Gut miteinander zu teilen, somit den Gegensatz zwischen Arm und Reich abzuschaffen. Einer ihrer Vordenker, Peter W. Verigins schrieb:

„Unser Kommunismus ist geistiger Art (…) Unser Grundgebot ist die Menschenliebe, die dem Gewissen entspringt, und die sich bis zur Umfassung der ganzen Menschheit und alles Lebendigen erhebt. Danach sind alle lebenden Wesen unsere Brüder, denn eine und dieselbe Lebenskraft äußert sich in jedem lebenden Wesen.“

Vegetarismus als auf die ganze Schöpfung ausgeweiteter Humanismus – Anarchisten vollzogen diesen Gedankenschritt leichter als die autoritären Strömungen innerhalb des Sozialismus.

Eliseé Recluc, 1830 bis 1905, ein Kampfgefährte Peter Kropotkins, schrieb in einem Aufsatz zur vegetarischen Lebensweise:

„Von der Schlachtung des Ochsen bis zur Tötung des Menschen ist es nur ein kleiner Schritt – besonders dann, wenn der Befehl des Anführers ertönt oder der gekrönte Meister von weitem her gebietet: ‚Laßt keine Gnade walten’.“

Die Abwesenheit von Gnade und Mitgefühl ist in der Tat ein gemeinsames Merkmal von Schlachthöfen, Schlachtfeldern und Ausbeutungsbetrieben. Dies gilt auch dann, wenn man einen Unterschied an Intelligenz, Komplexität oder Schmerzempfindlichkeit zwischen Mensch und Ochsen anerkennt. Die Fähigkeit zum Mitgefühl existiert – oder fehlt – quer durch die politischen Lager. Weder ist sie also auf Sozialisten beschränkt, noch ist sie automatisch mit dem „richtigen“ Parteibuch beziehungsweise der linken Gesinnung verbunden.

Wenn Sozialismus also nicht, wie teilweise im ehemaligen Ostblock, nur Unmenschlichkeit mit human klingendem Theorie-Überbau sein will, muß er sehr sorgfältig auf sein konkretes Handeln achten: auf Lebensfreundlichkeit und Gewaltfreiheit von Mensch zu Mensch – und von Mensch zu Tier.

Magnus Schwantje, 1877 bis 1959, Pazifist, Antirassist und Vorreiter der Tierrechtsbewegung in Deutschland prägte das Konzept der „radikalen Ethik“. Bereits vor dem 1. Weltkrieg gab er die „Ethische Rundschau“ heraus, eine pazifistische Zeitschrift – und dies in einer Epoche, in der sogar Eberts SPD in den gängigen Hurra-Patriotismus einstimmte. Schwantje ernährte sich und lebte vegan, längst bevor es den Begriff gab. Sein Grundsatz war – vergleichbar mit der Lehre seines Zeitgenossen Albert Schweitzer – die Ehrfurcht vor dem Leben.

Schwantje nannte, obwohl Agnostiker, als sein Motiv

„die heilige Scheu vor der Vernichtung irgendeines Lebewesens (…) die Scheu davor, etwas zu zerstören, was wir nicht neu schaffen können, einem Wesen etwas zu nehmen, was wir ihm nicht wiedergeben und nicht ersetzen können und eine Tat auszuführen, von deren Folgen wir Menschen nur sehr wenig erkennen können.“

Und in der Tat: Haben wir einen Ast abgebrochen, können wir ihn nicht wieder ankleben; haben wir eine Ameise zertreten, ist selbst der genialste Biologe oder Genforscher unfähig, sie zu „reparieren“.

Nach Magnus Schwantje beruhigen Menschen ihr Gewissen damit, sich Tiere stumpf und empfindungslos vorzustellen. In ähnlicher Weise, so der Publizist, denke sich das Bürgertum die Arbeiterschaft ungebildet und roh, um deren Ausbeutung rechtfertigen zu können. In seiner Schrift „Tiermord und Menschenmord“ schreibt Schwantje:

„Aber unverkennbar ist es doch, daß die meisten und gerade die eifrigsten Kämpfer für die Friedensbewegung und für den Vegetarismus zu ihrem Kampfe getrieben werden durch ihren Abscheu vor dem Töten. (…) Vegetarier und Pazifisten müssen daher einander als Bundesgenossen betrachten. Jeder Fortschritt einer der beiden Bewegungen muß auch die andere vorwärts bringen. Solange die meisten Menschen den Menschenmord im Kriege für unvermeidlich halten, oder gar den Krieg als den Erwecker der edelsten Tugenden betrachten, solange werden ihnen die ethischen Lehren des Vegetarismus unverständlich bleiben.“

Ebenso entlarvte Schwantje schon 1916 die vulgärdarwinistische Lehre vom „Kampf ums Dasein“ als in die Tierwelt projizierte Rechtfertigung für menschliche Grausamkeit. Der Mensch wolle seinen eigenen Egoismus als etwas Gesundes, Natürliches rechtfertigen.

Eine weitere in diesem Zusammenhang beachtenswerte Denkerin war Clara Wichmann, 1885 bis 1922, Feministin, führende Philosophin der Gewaltfreiheit und Vertreterin des Anarchosyndikalismus, einer Bewegung, die libertäre Ideen und gewerkschaftliche Organisation miteinander verschmolz.

Wichmann verglich die Art, wie Menschen mit Tieren umgehen mit der Stellung der Frau im Patriarchat sowie mit dem Status von Sklaven in Sklavenhaltergesellschaften. In allen drei Fällen würden die Opfer zu Sachen und zu Eigentum ihrer Herren erklärt, waren somit käuflich, verkäuflich und der Willkür der Mächtigen hilflos ausgeliefert.

Wichmann: „Es ist eine Tatsache, dass der Mensch gegenüber den wild lebenden Tieren eine Art von Kriegs-‚recht’ anwendet: das Recht des Stärkeren ohne Gnade.“ Dieselbe Willkür sieht Clara Wichmann im unumschränkten Verfügungsrecht des Menschen über seine Haustiere am Werk.

Interessant wäre in diesem Zusammenhang, wie sich die Partei „Die Linke“ zum Tierschutz stellt. Die gute Nachricht ist, daß die Forderungen der Partei weiter gehen als die der „Altparteien“. Allenfalls die Grünen können da mithalten. Denen wurde aber schon von ihrem Ex-Mitglied, der Tierschützerin Barbara Rütting, vorgeworfen, Pressetermine mit einem Weißwurst-Frühstück zu verbinden.

Die Linke zeigt in ihren programmatischen Äußerungen auf der Webseite erfreuliches Bewußtsein für die ökologischen und ökonomischen Zusammenhänge der „Tierverwertung“. Auch Ausbeutung und Grausamkeit werden generell in ihrer Relevanz für das Thema anerkannt:

„Der Kampf um soziale Gerechtigkeit ist auch ein Kampf gegen die Zerstörung unserer Umwelt und gegen die Verrohung des Menschen gegenüber den Tieren. Der Mensch nutzt bereits seit Tausenden von Jahren Tiere für seine Zwecke und beutet sie aus. Doch obwohl Tierschutz mittlerweile Staatsziel ist, werden Tiere in Deutschland in steigendem Maße gequält und getötet. Die industrielle Verwertung von Tieren dient nicht der optimalen Versorgung der Menschen mit Fleisch, sondern den Profiten weniger. Sie gefährden in globalem Ausmaß die Menschheit.“

In der Praxis laufen die Forderungen der Linken zu diesem Thema aber auf Flickwerk und lediglich auf Abmilderungen der schlimmsten Tierrechtsverletzungen hinaus: Ein Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine, strengere Auflagen bei Tierversuchen und Tiertransporten, Mindeststandards bei der Schlachttierhaltung und Zoohaltung, die finanzielle Möglichkeit für Hartz-IV-Empfänger, Hunde zu halten, ein wieder sehr auf den Menschen zentriertes Argument.

Wäre ich einer menschenfressenden Spezies ausgeliefert, wäre ich sicher gerührt über eine Partei, die sich dafür einsetzt, daß ich vor meiner Schlachtung „human“ in Käfigen gehalten werde.

Kann man also Feminist/in, Pazifist/in oder Sozialist/in sein und dabei ohne Bedenken Tiere „besitzen“, über sie verfügen, sie gar töten und essen? Über diese Frage Irritation ausgelöst zu haben, wäre für meinen Artikel schon Erfolg genug. Auf die Gefahr hin, mich bei Nicht-Vegetariern unbeliebt zu machen, stelle ich fest:

Wer Fleisch ißt und dabei dem neoliberalen Kapitalismus anhängt, handelt in voller Übereinstimmung mit seiner Weltanschauung; der sozialistische Fleischesser handelt dagegen im Widerspruch zu seinen Idealen.

Dasselbe gilt natürlich auch für mich, sofern ich in der Vergangenheit Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Lederwaren konsumiert habe oder dies – wenn auch selten – noch tue. Diesbezüglich betrachte ich mich eher als Mitschüler denn als Lehrer meiner Leser. Worum es hier aber einzig geht ist: Jeder ist angeregt, das Ausmaß seiner Beteiligung an Tierleid und Tierausbeutung – so weit es ihm möglich ist – zu reduzieren. Wenn jeder das im Rahmen seiner persönlichen Gewohnheiten, Vorlieben und seines sozialen Umfelds nach Kräften versucht, ist viel gewonnen.

Es muß auch nicht immer der Blick auf hoch intelligente Berühmtheiten wie Rosa Luxemburg oder Lev N. Tolstoi sein, der eine Umkehr auslöst. Mir hat es sehr geholfen, Tiere einfach längere Zeit und mit Sympathie anzuschauen und auf mich wirken zu lassen: Den sanften Esel hinter seinem Gatter. Die Herde zotteliger schottischer Hochlandrinder, die sich dem Beobachter nach einer Gewöhnungszeit vertraulich nähern. Das Lamm, das mir verspielt und völlig arglos begegnet, nicht ahnend, daß meine Spezies die seine normalerweise nur tot und gekocht wertzuschätzen vermag.

Schauen wir, fühlen wir und informieren wir uns weiter über Schlachthofwahn und Nahrungsalternativen! Dann werden wir unweigerlich zum Teil einer Revolution werden, die tiefer geht als so mancher Sturm auf die Bastille.

Rosa Luxemburg bekannte in einem Brief: „Innerlich fühle ich mich in so einem Stückchen Garten wie hier oder im Feld unter Hummeln und Gras viel mehr in meiner Heimat als auf einem Parteitag.“ Sie fügt hinzu: „Sie wissen, ich werde trotzdem hoffentlich auf dem Posten sterben: in einer Straßenschlacht oder im Zuchthaus. Aber mein innerstes Ich gehört mehr meinen Kohlmeisen als den ‚Genossen’“.

Es ist bewundernswert, daß sich Rosa Luxemburg trotz ihrer vitalen Liebe zu Natur und Tieren all das antat: die Parteitage, die nervenaufreibenden Auseinandersetzungen mit Parteifreunden und die lebensgefährlichen Konflikte mit den Reaktionären – aus gesellschaftlichem Verantwortungsgefühl. Ich möchte mich nur noch Politikerinnen und Politikern anvertrauen, die wie Rosa Luxemburg sind. Wer will schon von Menschen regiert werden, die Kohlmeisen nicht mögen oder denen ihr Wohlergehen gleichgültig ist?

Sollen wir also die Tiere lieben, weil dies sozialistisch ist, oder sollen wir sozialistische Politiker unterstützen, weil – und wenn – sie tierlieb sind? Am besten Beides!


04.09.2018

Bitte unterschreiben: Neue Online-Petition für ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens in Österreich: Keine Tierquälerei „im Namen Gottes!“

Letzte Woche haben wir ja – wie berichtet - einen Offenen Brief an Vizekanzler HC Strache und in Kopie auch an die gesamte Bundesregierung betr. Ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens per Post verschickt (siehe PDF und unsere Presseaussendung vom 20.8.2018). In nur wenigen Tagen haben diesen Brief mehr als 300 Personen unterschrieben!

Aber möglicherweise haben noch nicht genügend Menschen, denen die Abschaffung dieser extrem barbarischen Tierquälerei (siehe unser Video www.youtube.com/watch?v=1DqB6FnO4JY&lc=z13qt1noxzyohlebh04cfjyx3ramv5vgqmk0k, ACHTUNG: grausame Szenen!) ebenfalls ein Anliegen ist, davon erfahren. Daher haben wir nun eine ähnlich lautende Petition online gestellt, die hoffentlich noch viel mehr Menschen und Tierfreunde unterschreiben werden und die dann ebenfalls an die Mitglieder der Bundesregierung übergeben wird.

HIER geht´s zur Petition !


04.09.2018

APA-OTS: WWF macht Faktencheck zu Wolfs-Mythen: Kein Kuscheltier, aber auch keine wilde Bestie

Österreich braucht ein rechtskonformes Wolfsmanagement

Kann der Wolf durch Vergrämung oder Abschüsse wieder scheu gemacht werden? Wie realistisch ist ein wolfsfreier Alpenraum? Die Naturschutzorganisation WWF Österreich räumt mit Vorurteilen und Stammtisch-Parolen rund um den Wolf auf und macht den Mythen-Check.

Unlängst war in einer österreichischen Tageszeitung zu lesen, daß vor fast 300 Jahren Kinder auf dem Schulweg "vom Wolf zerrissen" wurden und es „nur eine Frage der Zeit“ sei „bis der Wolf bei uns wieder auf den Menschen geht“. Diese und ähnliche Schauermärchen werden von einzelnen Politikern und Bauernvertretern bewußt geschürt, um von der eigenen Verantwortung für ein konfliktarmes Miteinander zwischen Mensch und Wolf abzulenken.

Daher fordert der WWF Österreich eine Rückkehr zur Sachlichkeit und ein rechtskonformes Wolfsmanagement. Panikmache hilft niemandem weiter – am allerwenigsten den betroffenen Landwirten, die viel stärker unterstützt werden müssen. „Politik und Behörden müssen ihrer Informationspflicht stärker nachkommen, endlich eine Herdenschutzoffensive starten und dürfen unsere Bauern nicht allein im Regen stehen lassen. Auch Landwirtschaftskammer und Bauernbund sind gefordert, vom Panik- in den Arbeitsmodus zu kommen“, fordert Christian Pichler, Wolfsexperte der Naturschutzorganisation.
 
Mythos 1 - Schreckschüsse oder Gummigeschoße werden dem Wolf wieder Respekt einflößen

Vergrämung ohne sachgerechten Herdenschutz ist nicht erfolgversprechend. Verzichtet man auf Herdenschutz, was etwa in Niederösterreich bis auf wenige Ausnahmen der Fall ist, dann lernt der Wolf, daß ungeschützte Schafe eine leichte Beute darstellen. Folglich wird er sich auch durch gelegentliche Schreckschüsse nicht davon abhalten lassen, sein Glück bei der nächsten ungeschützten Herde zu versuchen. Er kann ja nicht zwischen „erlaubter“ und „unerlaubter“ Beute unterscheiden. Richtig angewendeter Herdenschutz sorgt dafür, daß Wölfe von Beginn an Weidetiere meiden und Wildtiere erbeuten, weil sie beispielsweise einen Stromschlag bekommen oder sie ein Herdenschutzhund vertreibt. 

Vergrämung ist erst dann sinnvoll, wenn es einem Wolf gelingen sollte, mehrmals fachgerecht angewendeten Herdenschutz zu überwinden. Genau so ist dies auch im geltenden Managementplan Wolf - den das Land NÖ und die Landwirtschaftskammer selbst mitgestaltet haben – vorgesehen. Im Jahr 2017 wurden in ganz Österreich insgesamt 21 Schafe vom Wolf gerissen; heuer sind es zwar mehr, aber im Vergleich dazu sterben im Jahr mindestens 8.000 Schafe durch Krankheit, Blitzschlag, Absturz oder etwa auch, weil verletzte Tiere in nicht betreuten Herden zu spät bemerkt werden. 

Mythos 2 - Der Wolf muß durch Abschüsse scheu gemacht werden, es braucht „wolfsfreie Zonen“

Die gezielte regionale Bejagung von Wölfen zur Schaffung von „wolfsfreien Zonen“ widerspricht eindeutig dem EU-Naturschutzrecht, wie sowohl EU-Umweltkommissar Karmenu Vella als auch Umweltministerin Elisabeth Köstinger bereits klargestellt haben. Auch naturschutzfachlich ist dieser Vorschlag realitätsfern und höchst problematisch. Einerseits kann sich ein Wildtier nicht an Bundesländergrenzen halten, andererseits ist der Wolf eine weit wandernde Tierart, die in relativ kurzer Zeit halb Europa durchqueren kann. Für „wolfsfreie Zonen“ bei uns müßte man also tatsächlich tausende Wölfe in den Alpen und in einem 1.000-Kilometer-Radius darüber hinaus töten.

Fakt ist auch: Die Entnahme einzelner Wölfe ist bereits jetzt erlaubt, wenn wiederholt Weidetiere trotz sachgemäß angewendeter Schutzmaßnahmen angegriffen werden. Selbstverständlich rechtfertigt auch ein – begründeter – Verdacht, daß ein Wolf für Menschen gefährlich werden könnte, rechtlich einen Abschuß. Erstens steht die Sicherheit des Menschen an oberster Stelle, zweitens gefährden auffällige Tiere die Akzeptanz der ganzen Art und könnten ihr Verhalten außerdem an den Nachwuchs weitergeben.  

Mythos 3 - Ein Wolf hat Schafe gerissen, jetzt ist er ein „Problemwolf“, der abgeschossen werden muß

Ein Wolf der ungeschützte Schafe erbeutet, ist noch kein „Problemwolf“. Er verhält sich nicht einmal auffällig, sondern ähnlich „normal“ wie ein Hund, dem man eine Knackwurst vor die Nase hält. Der Wolf  frißt von Natur aus das, was mit dem geringsten Kraft- und Energieaufwand zu bekommen ist. Das ist in Österreich großteils Wild (in erster Linie Hirsche, Rehe und Wildschweine), da dieses überreichlich vorhanden ist. Schafe sind nur eine Gelegenheitsbeute, vor allem dann wenn eine Herde ungeschützt steht.

Unter einem „Problemwolf“ versteht man ein Wildtier, das sich immer wieder absichtlich in die Nähe des Menschen begibt, um Futter zu suchen oder zu erbetteln, obwohl es rundherum genügend Wild gibt. Er hat verlernt, Scheu vor dem Menschen zu empfinden, was fast immer auf falsches menschliches Verhalten zurückzuführen ist. Wer einem Wolf beibringen will, zwischen „erlaubter“ (Wild) und „unerlaubter“ (Haus- bzw. Nutztiere) Beute zu unterscheiden, erreicht das nur durch sachgemäß angewendeten Herdenschutz. Deshalb fordert der WWF Österreich von den zuständigen Landesräten seit Jahren ein rechtskonformes Wolfs-Management samt Herdenschutz und angemessenen Entschädigungszahlungen für Landwirte. 

Mythos 4 - Wölfe springen über Zäune und machen Herdenschutz wirkungslos  

Das ist falsch, weil Wölfe grundsätzlich nicht hoch springen. Bewährt haben sich etwa schon 90 Zentimeter hohe, dünne Zaunnetze, die Strom führen, aber auch Weidezäune, deren stromführende Litzen so verlaufen, daß Wölfe sie weder überwinden, noch darunter durchschlüpfen können. Wichtig ist daher die fachgerechte Installation. Bestehende Zäune wurden meist errichtet, um Nutztiere an der Flucht zu hindern, aber nicht um Wölfe am Eindringen zu hindern. Experten können beurteilen, ob bestehende Zäune etwa durch das Spannen zusätzlicher Stromlitzen adaptiert werden können. In Kombination können Herdenschutzhunde helfen, häufig reichen auch die Elektrozäune alleine aus. In Deutschland und in der Schweiz hat man mittlerweile Herdenschutz sehr gut im Griff und Österreich könnte sich etliches abschauen. Dabei gibt es keine 0815-Lösung, denn jeder Hof ist anders. Gerade deshalb ist gute Beratung essentiell und es ist die gesetzliche Pflicht der Behörden, endlich umfassend zu informieren und sich nicht hinter Stammtisch-Parolen zu verstecken! 

Mythos 5 - Die Wölfe kommen immer näher an Siedlungen, die Gefahr steigt

Die Gefahr, in Österreich von einem Wolf angegriffen zu werden liegt nahezu bei null. Unser Land hat eine der höchsten Schalenwild-Dichten Europas und der Wolf findet genügend natürliche Beute vor. Daß der Wolf scheu ist bedeutet nicht, daß er „unsichtbar“ bleibt. Wolfsbeobachtungen können in Ländern mit großen Wolfsdichten, zu denen Österreich jedoch nicht gehört, durchaus vorkommen. So könnte ein Wolf – etwa auf einem Wanderweg – relativ nahe an Menschen vorbeilaufen, meist ohne daß diese das bemerken. Besonders die Jahrlinge, die „jugendlichen“ Wölfe im Alter bis zu zwei Jahren sind sehr neugierig und lernwillig. Sie könnten daher erst mal stehen bleiben, um zu beobachten, was passiert. Ein junger Wolf fühlt sich nicht unsicher oder ist extrem ängstlich, deshalb hat er keine Veranlassung, gleich davon zu sprinten. Wenn er die Situation für sich „abgeklärt“ hat, wird er sich umdrehen und weglaufen. Dabei handelt es sich um ein normales Wolfsverhalten ohne „angriffslustigen“ Hintergrund und dieses ist für Menschen nicht gefährlich.  

Mythos 6 - Der Wolf muß abgeschossen werden, bevor er gefährlich wird

Gesunde Wölfe reagieren scheu und vorsichtig auf Menschen. Im Vergleich zu anderen wehrhaften Tieren wie Wildschweinen oder Kühen wird die Gefährlichkeit des Wolfes stark überschätzt bzw. wird von einzelnen Interessenvertretern Panikmache betrieben. Die Fakten sprechen eine andere Sprache: Seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland (nach zwei Jahrzehnten derzeit 60 Rudel, ca. 500 Wölfe) bzw. in die Schweiz (drei bis vier Rudel, ca. 50 Wölfe) gab es keine einzige Attacke oder Verletzte. Weltweit gibt es einige Fälle, aber diese waren verbunden mit Krankheiten (Tollwut) oder menschlichem Fehlverhalten (beispielsweise Fütterung).

Im Gegensatz dazu kam es 2016 alleine in Österreich zu rund 3.100 spitalsbehandelten Verletzungen durch Hundebisse und werden pro Jahr rund 260 Personen bei Wildunfällen verletzt. Es gibt in keinem Bereich unseres Lebens hundertprozentige Sicherheit. Wer derart vor Bedrohungen Angst hat, dürfte theoretisch auch in kein Auto steigen, keine elektrischen Geräte einschalten oder keine Maschinen bedienen. 

Mehr Informationen zum Wolf finden Sie auf www.wwf.at/wolf


28.08.2018

2. Erinnerung: Offener Brief an die Bundesregierung bzw. Vizekanzler HC Strache

betrefffend ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens von Tieren geht kommenden  Donnerstag zur Post (siehe PDF des Offenen Briefs bzw. unsere OTS-Presseaussendung vom 20.8.2018). In kurzer Zeit haben diesen Brief bereits knapp 300 Personen mit Namen, Beruf und Bundesland unterschrieben. Aber möglicherweise haben noch nicht genügend Menschen, denen die Abschaffung dieser extrem barbarischen Tierquälerei ebenfalls ein Anliegen ist, davon erfahren.

Daher hier neuerlich unser Aufruf zu unterschreiben (gilt auch für Tierfreunde aus Deutschland oder der Schweiz!). Dazu müßten Sie lediglich Ihren Namen und möglichst auch Beruf und Bundesland an office@animal-spirit.at schicken, Sie werden dann unten am Brief angefügt. Wir werden zunächst die Reaktion abwarten und erwägen als nächsten Schritt dann auch noch eine Online-Petition an die gesamte Regierung aus FPÖ und ÖVP. Wir halten Sie am Laufenden! Vielen Dank.


28.08.2018

3. Erinnerung: Die Fohlenauktionen starten ab nächster Woche!

Und bereits am 12. September holen wir die ersten Haflinger-"Schlachtfohlen" aus dem Raum Kitzbühel, Tirol ab. Alle wurde schon im Vorfeld aussortiert (da „nicht für die Zucht geeignet“), trotzdem alles wunderschöne gesunde junge Tiere. Wenn wir sie nicht freikaufen, würden sie zum Großteil im Sammeltransport nach Italien zum Schlachthof gehen…

Wer noch Plätze für Haflinger- oder Norikerfohlen hat oder davon weiß, bitte gleich bei tanja@animal-spirit.at oder unter +43-(0)2774-29330 melden! Wir geben sie nur mit einem Schutzvertrag ab! Natürlich freuen wir uns auch über jede Spende, um auch heuer wieder – wie schon seit 15 Jahren (!) - möglichst vielen Pferdekindern das Leben retten zu können.

In unserer aktuellen Aussendung können Sie etliche Berichte von glücklichen neuen Pferdebesitzerinnen nachlesen, die letztes Jahr ein Fohlen über uns bekommen haben. Und hier noch die Erfolgsgeschichte vom mittlerweile 5-jährigen Haflinger „Walesco“ (wir haben in 2013 freigekauft), der letztes Wochenende für seine Besitzerin Katharina aus Thüringen in Stadl Paura sogar Europameister für junge Pferde im Bewerb Vielseitigkeit geworden ist (siehe Fotos)! Gratulation auch von unserem Team!

Zur Einstimmung, wie schön Fohlen – in dem Fall Friesen – sein können, wenn sie artgerecht in der Gruppe aufwachsen können, empfehlen wir dieses Video, bei dem einem richtig das Herz aufgeht: www.youtube.com/watch?v=rbuZtqZG2Xw


28.08.2018

4. Erinnerung: EINLADUNG zu einer Veranstaltung ins wunderschöne Sommer-Refektorium der Michaelerkirche in Wien am 10.9.2018

Auch im heurigen Herbst nimmt ANIMAL SPIRIT wieder an Gemeinschafts-Veranstaltungen der Dachorganisation „Vergissmeinnicht“ in Wien teil, anläßlich der zweiten „Woche des guten Testaments“. Die Initiative „Vergissmeinnicht.at“  gibt damit allen Mitgliedsvereinen die Möglichkeit, deren Unterstützer zu Kultur- und Informations-Veranstaltungen mit Sonder-Führungen einzuladen:

Michaelerkirche / Sommer-Refektorium am 10. September 2018 ab 15:30

Ort: Michaelerkirche, Michaelerplatz 4-5 / Sommer-Refektorium,

Habsburgergasse 12, 1010 Wien

Datum: Montag, 10. September 2018

Rahmenprogramm: Registrierung Michaelerkirche (Eingang: Michaelerplatz)

15:30 – 16:15 Orgelkonzert und Orgelführung von Manuel Schuen

Für Nicht-Teilnehmer des Rahmenprogramms:

16:00 Registrierung Sommer-Refektorium (Eingang Habsburgergasse 12)

Beginn des Hauptprogramms: im Sommer-Refektorium

16:15 – 16:25 Begrüßung durch einen Vertreter der Michaelerkirche

16:25 – 16:35 Vorstellung VGMN (G. Lutschinger) und der Organisationen

16:35 – 17:10 Interview mit dem Notar „Alles geregelt? Neues zu Erbrecht, Testament, Patientenverfügung, Vorsorge für den Notfall“

17:10 – 17:25 Fragen und Antworten an den Notar

17:25 – 18:30 Buffet

Wir von ANIMAL SPIRIT und auch ich persönlich werde/n mit einem kleinen Infostand vertreten sein und ich stehe dort gerne für Gespräche und Informationen zur Verfügung.

Dr. Franz-Joseph Plank


23.08.2018

Offener Brief an Vizekanzler HC Strache: Bitte verbieten Sie endlich ausnahmslos die schlimmste Tierquälerei "im Namen Gottes" – das betäubungslose Schächten!

Vorbemerkung: Folgenden offenen Brief werde ich in den nächsten Tagen per Post an Vizekanzler HC Strache sowie in Kopie an die gesamte FPÖ-Ministerriege senden. Da dies nicht als Petition sondern als Offener Brief konzipert ist, ersuche ich - auch wegen der Dringlichkeit - möglichst viele unserer Newsletter-EmpfängerInnen (gerne auch von Deutschland oder der Schweiz!), diesen mit-zuunterzeichnen (sofern mit dem Inhalt einverstanden) und mir dazu bitte vollen Namen, evt. Beruf und (aus Datenschutzgründen) zumindest das Bundesland mitzuschicken, an office@animal-spirit.at. Je mehr mitmachen, desto größer wird die Wirkung und der Druck auf die Regierung sein!
Vielen Dank! Dr. Franz-Joseph Plank

Sg. Herr Vizekanzler Strache,

in diesen Tagen – vom 21.-24. August – findet bekanntlich das heurige muslimische Schlachtopferfest „Kurban Bayrami“ statt. Mehr als 700.000 Menschen muslimischen Glaubens leben mittlerweile in Österreich und ihrer Tradition gemäß fühlen sie sich verpflichtet, mindestens ein Rind, Schaf oder Ziege pro Familie zu „opfern“, sprich betäubungslos schächten zu lassen. Leider gibt es noch immer im § 32, Abs. 5 des österr. Tierschutzgesetzes die Ausnahmebestimmungen für das generelle Gebot der Betäubung vor der „normalen“ Schlachtung eines Tieres. Demnach dürfen für sog. „rituelle Schlachtungen“ diesen Tieren ohne vorangegangene Betäubung die Hälse aufgeschnitten werden; erst danach müssen – laut TSchG § 32 Abs. 5, lit 5 – die Tiere „wirksam betäubt werden“ (sog. „post-cut-stunning“), eine völlig impraktikable, sinnlose und wohl auch kaum zu kontrollierende Vorschrift – somit quasi eine „typisch österreichische Lösung“. Ich erspare Ihnen und anderen hier ganz bewußt eine detailliertere, auch wissenschaftlich fundierte Beschreibung, wie sehr die betroffenen Tiere bei diesem Tötungsprozeß leiden müssen und wie lange das – nämlich bis zu 10 Minuten - mitunter dauern kann…

Zudem müssen diese Schächtungen laut TS-Gesetz ausschließlich „in einer von der Behörde dafür zugelassenen Schlachtanlage durchgeführt werden“ und zudem muß bei JEDER Schächtung ein dafür beauftragter Tierarzt anwesend sein, der das Ganze, nämlich auch die Behandlung der Tiere und eben das „post-cut-stunning“, kontrollieren müßte. Gestern, am 2. Tag dieses gerade laufenden Kurban-Bayrami-Festes war ich persönlich anläßlich einer angemeldeten Demonstration im Weinviertel vor einer derartigen „Schlachtanlage“ (verschiedene Medien haben darüber berichtet). Im Minutentakt kamen verschiedene Oberklasse-PKWs mit Muslimen vorbei und haben sich dort ihre vorbestellten „Halal“-Fleischteile in großen Kisten abgeholt. Nur, der Hof, wo das Ganze stattgefunden hat, war alles andere als ein typischer Schlachthof, sondern ganz offensichtlich – gelinde ausgedrückt – ein abgewrackter alter Bauernhof. An die 1000 Schafe, zum Großteil noch aus Rumänien herangekarrt und tagelang, teilweise ohne Versorgung der prallen Sonne ausgeliefert (auch darüber haben Medien berichtet) wurden und werden im Laufe dieser „Fest“-Tage dort geschächtet. Laut Auskunft des leitenden Polizeibeamten vor Ort war angeblich ein Tierarzt im Gelände, das wir natürlich nicht betreten durften, anwesend, den Namen konnte oder wollte er mir nicht sagen…

Ähnliches hat sich einen Tag zuvor bereits in unserem eigenen Vereinsort, nämlich 3053 Brand-Laaben zugetragen: Dort hat ein Türke, der eine Rinderzucht betreibt und erst kürzlich einen Schlachtraum errichtet hat, Dutzende seiner Landsleute mit frischem Halal-Fleisch seiner wohl ebenfalls geschächteten Rinder bedient. Auf Anfrage beim zuständigen Amtstierarzt der BH St. Pölten-Land, Dr. Peter Pusker, ob denn dieser Landwirt auch eine Schächt-Bewilligung habe, bekam ich lediglich die kurze und lapidare Antwort, das sei Amtsgeheimnis und unterliege dem Datenschutz!

Ist es wirklich so, daß viele österr. Biobauern keine Hofschlachtungen mehr durchführen können oder dürfen (mit damit verbundenen oft überlangen Transporten quer durch Europa zu einem EU-Schlachthof), weil sie sich die rigorosen „Hygiene“-Vorschriften der EU für einen Schlachtraum nicht leisten können, aber jeder Türke offenbar problemlos in jedem heruntergekommenen „Bauernhof“ eine Schächt-Schlachtanlage bewilligt bekommt? Welche Behörden kontrollieren das und warum ist es quasi ein Staatsgeheimnis für die Öffentlichkeit, wo sich diese (angeblich) bewilligten Schächt-Schlachthöfe in Österreich befinden?

Sg. Herr Vizekanzler Strache: Ihre Partei, die FPÖ, hat sich erst kürzlich, vor diesem muslimischen „Opferfest“, dafür stark gemacht, daß keine „Hinterhofschlachtungen“ mehr stattfinden sollen. Aber wo ist der Unterschied zu diesen „Bauernhof“-Schlachtungen, angeblich sogar mit Genehmigung? Wie sieht es dort mit den EU-Hygienebestimmungen aus? Und wer kontrolliert das wirklich? Ein Amtstierarzt pro Bezirk ist damit heillos überfordert und zumeist auch gar nicht gewillt, überhaupt etwas dagegen zu unternehmen. Wozu also (ohnehin nur halbherzige) Gesetze machen, wenn sie sowohl impraktikabel (post-cut-stunning) als auch unkontrollierbar sind?

Ich könnte Ihnen noch einiges berichten über die angeblichen „zwingenden religiösen Gebote“ für derartige archaische Tierquälereien, die es nämlich gar nicht gibt. Aus dem einfachen Grund heraus, weil zu der Zeit, als diese jahrtausendealten Schriften entstanden sind (Thora oder Koran), es noch gar keine Betäubungsmethoden unserer Jetzt-Zeit gegeben hat (Bolzenschuß-, Elektro- oder CO2-Betäubung) und sie daher damals auch nicht verboten werden konnten. Das einzige, was in diesen Schriften „zwingend“ vorgeschrieben ist, ist das Gebot, daß das Fleisch blutleer sein muß, was aber – egal ob mit oder ohne Betäubung – NIE der Fall ist (es bleiben immer Blutreste in Kapillaren, kleinsten Blutgefäßen zurück, was Ihnen jeder Tierarzt bestätigen kann). Die logische Konsequenz daraus wäre also, wollten sich Anhänger dieser Religionsgemeinschaften tatsächlich an ihre eigenen Regeln halten, daß alle Vegetarier werden müßten… Somit ist der Gesetzestext des § 32 TSchG in sich schon widersprüchlich, ganz abgesehen von der Undurchführbarkeit und fehlenden Kontrolle.

Aus all diesen Gründen fordern wir – die Unterzeichnenden dieses offenen Briefes an Sie bzw. an die Regierungspartei FPÖ - von Ihnen, endlich ein absolutes Verbot des betäubungslosen Schlachtens - ohne jegliche Ausnahmen – gesetzlich zu verankern. Wieso ist dies in anderen europäischen – auch EU- Ländern möglich und nicht in Österreich, wo es doch seit heuer eine FPÖ-Regierungsbeteiligung gibt?: Schweiz, Norwegen, Schweden, Dänemark, Polen, Liechtenstein und Holland! Immerhin gibt es seit 2013 in unserer Verfassung auch die Staatszielbestimmung Tierschutz, nur ist diese leider der sog. "Religionsfreiheit" untergeordnet. Wir Tierschützer bekämpfen jedoch nicht diese Religionen an sich, sondern lediglich die damit verbundenen archaischen und extremen Tierquälereien „im Namen Gottes“, welche in deren Schriften keineswegs bindend vorgeschrieben sind, die aber zu 100.000en jährlich unter den Augen der „Gesetzeshüter“ stattfinden. Ein harmonisches Zusammenleben aller Bevölkerungsschichten kann jedoch nur gedeihen, wenn solche Tierschindereien unterlassen und gültige Gesetze respektiert werden. Eine „In-Ohnmacht-Versetzung“ der Tiere durch reversible Elektrobetäubung wird sogar von maßgeblichen islamischen Religionsautoritäten als absolut religionskonform angesehen – ebenso mittlerweile auch eine gottgefällige Geldspende, gegeben an Arme. Es bestünde also für Muslime in Österreich gar kein Grund, betäubungslos zu schächten.

Sg. Herr Vizekanzler Strache: schauen Sie bitte nicht weg und stehen Sie zu Ihren Wahlversprechen, Ihre Wähler erwarten es nicht nur von Ihnen, sondern würden es sicher auch anerkennen.

Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank,
Obmann ANIMAL SPIRIT

PS.: Medienberichte dazu vorerst:

www.noen.at/korneuburg/schaechtbetrieb...
 
www.krone.at/video-nachrichten
 
www.noen.at/korneuburg/bruderndorf-hunderte-schafe-litten-unter-hitze-und-wassermangel

Sowie heute (23.8.18) in der Printversion der Tageszeitung ÖSTERREICH-NÖ


20.08.2018

Heutige APA-OTS: ANIMAL SPIRIT - Tierquälerei "im Namen Gottes" endlich abschaffen!

Betäubungsloses Schächten muß ausnahmslos verboten werden

Das islamische Schächt-Opferfest „Kurban Bayrami“ findet heuer vom 21. bis 24. August 2018 – also bereits ab morgen - statt. Obwohl in den letzten Wochen einiges darüber berichtet wurde, daß betäubungsloses „rituelles“ Schächten durch einen Erlaß des „Tierschutz“-Ministeriums – zumindest für sog. „Hinterhof-Schlachtungen“ - eingeschränkt werden soll, ändert das nichts an der grundsätzlichen Diskrepanz, daß sog. „Religionsfreiheit“ dem Tierschutz übergeordnet ist! Diese Tatsache erlaubt somit seit Jahr und Tag, daß Anhängern jüdischer oder moslemischer Glaubensgemeinschaften „im Namen Gottes“ bzw. archaischer „Traditionen“ erlaubt ist, Tiere bei vollem Bewußtsein aufzuschneiden und ausbluten zu lassen. Nach § 32 Abs 5,5 TSchG wäre zwar vorgeschrieben, „die Tiere unmittelbar nach Eröffnen der Blutgefäße wirksam zu betäuben“, doch das ist einerseits völlig impraktikabel und andererseits wird es auch so gut wie nie kontrolliert bzw. exekutiert.

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: „Hier vollziehen sowohl Gesetzgeber als auch die kontrollierenden Behörden einen Kniefall vor völlig veralteten, anachronistischen religiösen Vorschriften, die in dieser Form aber weder im Koran noch in der Thora niedergeschrieben sind. ANIMAL SPIRIT kämpft seit vielen Jahren gegen diese absurden Vorschriften, denn Tierquälerei ist auch dann noch Tierquälerei, wenn sie "im Namen Gottes" geschieht. Vor allem diese ab morgen tausendfach stattfindenden „Hinterhof-Schlachtungen“ können oder wollen gar nicht wirksam kontrolliert oder gar unterbunden werden, wie mir auch ein dafür zuständiger Amtstierarzt anvertraut hat: Er traue sich gar nicht zu so einem Massaker hin, wenn da blutverschmierte bärtige Männer mit langen Messern herumlaufen würden… Dieser neue Erlaß ist somit wohl auch nicht viel mehr als eine weitere Augenauswischerei, um die emotionale Debatte in der Bevölkerung im Keim zu ersticken“.

Gründe für archaische Tierquälereien im Namen Gottes sind im 21. Jhd. obsolet!

Zudem hat uns erst vergangenes Wochenende eine Meldung einer anderen Tierschutz-Organisation erreicht, wonach bei einem „Bauernhof“ im Weinviertel in den kommenden 4 Tagen an die 1000 Schafe geschächtet werden sollen, die dort bereits - von Rumänien angeliefert (!) – in brütender Sonne auf ihr Schicksal warten. (siehe auch www.ots.at/600-schafe-in-transportern-bei-backofenhitze-vor-schaechtbetrieb-abgestellt). Das einzige, was der herbeigerufene Amtstierarzt bewirken konnte, war das Aufspannen einer Plane für den Schatten, das grausame Ermorden der unzähligen Tiere wird er nicht verhindern können oder wollen – steht doch wie gesagt „Religionsfreiheit“ über dem Tierschutz.

Der Grund für dieses archaische Treiben liegt im Judentum in der Erzählung der Beinahe-Opferung Isaaks (Genesis 22,1-19) durch Abraham, und im Islam das Gedenken an den Propheten Ibrahim, der bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern. Nach islamischem Glauben sollte jeder wirtschaftlich Bessergestellte ein Tieropfer bringen. Nur - weshalb die Tiere auch heute noch bewußt und vorsätzlich langsam und betäubungslos zu Tode gequält werden, ist nicht nachvollziehbar. In Österreich leben mittlerweile weit über 700.000 Menschen islamischen Glaubens. Leider halten sich viele von diesen nicht an das hier bestehende Betäubungsgebot (wohlgemerkt erst nach dem Schächtschnitt!) und schlachten Tiere – insbesondere anläßlich des Kurban Bayrami Opfer-Festes – tierschutzgesetzwidrig und qualvoll ohne jegliche Betäubung, ohne Anwesenheit des laut Gesetz vorgeschriebenen Tierarztes und in „Hinterhöfen“. Ein harmonisches Zusammenleben aller Bevölkerungsschichten kann jedoch nur gedeihen, wenn solche Tierschindereien unterlassen und gültige Gesetze respektiert werden. Eine „In-Ohnmacht-Versetzung“ der Tiere durch reversible Elektrobetäubung wird nämlich von maßgeblichen islamischen Religionsautoritäten als absolut religionskonform angesehen – ebenso mittlerweile auch eine gottgefällige Geldspende, gegeben an Arme. Es bestünde also für Muslime in Österreich gar kein Grund, betäubungslos zu schächten.

Dr. Plank abschließend: „Aus all diesen Gründen fordern wir von der Politik, endlich ein absolutes Verbot des betäubungslosen Schlachtens - ohne jegliche Ausnahmen – gesetzlich zu verankern. Wir appellieren zudem an alle zuständigen Bezirks- und Veterinärbehörden, die seit 2013 in der Verfassung verankerte Staatszielbestimmung Tierschutz endlich wirksam umzusetzen, keine Ausnahmegenehmigungen zum betäubungslosen Schächten zu erteilen, sowie vom 21.-24. August besonders auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, Schlachtvorschriften und Hygienebestimmungen zu achten. Illegal geschächtete Tiere müssen beschlagnahmt und Landwirte, welche die Tiere verkaufen, obwohl sie annehmen müssen, daß diese gesetzwidrig geschächtet werden sollen, oder gar solche tierschutzwidrigen Schlachtungen auf ihrem Hof dulden, müssen ebenfalls bestraft werden. Durch pathologische Untersuchungen kann übrigens jederzeit bei einem getöteten Tier noch im Nachhinein festgestellt werden, ob es mit oder ohne Betäubung geschächtet wurde. Die Behörden müssen angewiesen werden, besonders auf Verstöße gegen Gesetze (Schaftransport im Autokofferraum, Schwarz-Schächtungen in Asylheimen, auf Bauernhöfen oder am Feld, in der Badewanne, etc.) zu achten und auch entsprechenden Hinweisen aus der Bevölkerung explizit nachzugehen.“


20.08.2018

Die Fohlenmärkte beginnen wieder in Kürze!

Bereits Anfang September fangen sie wieder an – die berühmt-berüchtigten „Schlachtfohlen“-Märkte in Salzburg, Oberösterreich, Kärnten, Tirol und Bayern. Wie jeden Herbst seit 2003 wollen wir auch heuer wieder bei einigen davon dabei sein und zumindest ein paar Fohlen das Leben retten, indem wir sie freikaufen und – mit einem Schutzvertrag - auf gute Privatplätze vermitteln. Werden Sie uns dabei unterstützen? Denn nur mit Ihrer Hilfe können wir auch den Tieren helfen. Sehen Sie dazu auch HIER unsere aktuelle Aussendung, welche diese Woche zur Post gehen wird.

„Die Kleine zu haben, bedeutet echtes Glück.“ Das hat mir Rebecca B. geschrieben, die von uns im letzten Oktober das Norikerfohlen Lotte übernommen hatte. So emotional äußern sich praktisch alle neuen Besitzerinnen und Besitzer freigekaufter Fohlen. Im aktuellen Folder können Sie ihre Berichte lesen.

Besonders einig sind sich diese lieben Menschen darin, was für eine schmerzliche Vorstellung es für sie wäre, wenn ihr Fohlen im Alter von nur wenigen Monaten geschlachtet worden wäre. Weil ANIMAL SPIRIT auf dem Pferdemarkt zu spät gekommen wäre oder weil das Geld gefehlt hätte, um es freizukaufen.

In den letzten 15 Jahren konnten wir dank vieler Tierfreundinnen und Tierfreunde fast 800 Fohlen retten. Stellen Sie sich eine riesige Weide vor, auf der diese Herde geretteter Pferde friedlich grast. Das haben wir gemeinsam geschafft. Und in wenigen Tagen geht unsere Arbeit weiter, denn die herbstlichen Pferdemärkte beginnen.

Am Ende ihres Briefes schreibt Rebecca Barth noch: „Ich hoffe, daß ANIMAL SPIRIT auch in diesem Jahr wieder viele Fohlen retten kann.“ Wir können, wenn wir genug Geld zur Verfügung haben. Wenn Sie und möglichst viele andere uns wieder mit einer Spende unterstützen. Ich kann Sie nur herzlich darum bitten. Herzlichen Dank!

Und wenn Sie selber einen Platz für ein oder zwei Fohlen (Haflinger oder Noriker) anbieten können bzw. von einem solchen wissen, wenden Sie sich bitte gleich an tanja@animal-spirit.at oder rufen an unter (+43) 02774-29330.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann


20.08.2018

www.infranken.de: Jagdunfall - Beifahrer während Autofahrt von Querschläger getötet

Während einer Autofahrt in der Oberpfalz ist am Sonntag ein 47-jähriger Mann plötzlich zusammengesackt und gestorben. Schnell gab es erste Indizien für einen Jagdunfall. Die Obduktion des Leichnams scheint diese Theorie zu bestätigen. Inzwischen steht fest, woher das Geschoß kam: Der 47-Jährige wurde offenbar Opfer eines Jagdunfalls. Der Mann wurde von einem Geschoß aus einem Jagdgewehr getroffen. Das habe die Obduktion des Leichnams ergeben, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Obduktion: Projektil aus Gewehr ursächlich für den Tod

"Die Obduktion hat ergeben, daß der Mann durch ein Projektil aus einem Gewehr getötet wurde", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. "Es gibt Erkenntnisse, die für einen Jagdunfall sprechen." In der Nähe des Einsatzortes an der Bundesstraße 16 waren mehrere Jäger unterwegs. Die Polizei stellte mehrere Jagdgewehre sicher. Ob das Projektil einem dieser Gewehre zugeordnet werden kann, war zunächst unklar. Nähere Erkenntnisse sollte ein Schußgutachten eines Sachverständigen des Landeskriminalamts liefern.

Nicht der erste tödliche Jagdunfall

Erst Mitte Juli war es in Thüringen zu einem tödlichen Jagdunfall gekommen. Ein 56-jähriger Jäger wurde bei einer Erntejagd in einem Feld bei Unterwellenborn von einer Kugel getroffen und starb. Wenige Tage zuvor war ein sechsjähriges Mädchen in einer Kleingartenanlage im thüringischen Großsaara angeschossen worden und mußte operiert werden. Im März hatte ein 76-jähriger Jäger im Landkreis Celle in Niedersachsen lebensgefährliche Verletzungen erlitten, als sich aus dem ungesicherten Gewehr seines Schwiegersohnes ein Schuß löste.

Siehe auch: www.abschaffung-der-jagd.de/:

Es könnte jedem von uns passiert sein: Stellen Sie sich vor, Sie sind mit dem Auto auf der Bundesstraße unterwegs. Plötzlich durchschlägt die Kugel eines Jägers die Scheibe und tötet Ihre Frau, Ihren Mann, Ihr Kind, einen anderen Familienangehörigen, einen guten Freund - oder Sie selbst. Genau diese Situation hat sich jetzt auf einer Bundesstraße in Bayern ereignet, als Jäger in einem angrenzenden Maisfeld auf Wildschweine schossen: Während einer Autofahrt auf der B16 bei Nittenau in Bayern wurde der 47-jährige Harald S. von einem Projektil aus einem Jagdgewehr tödlich getroffen. Harald S. war als Beifahrer mit seinem Schwager unterwegs, als eine Gewehrkugel die Scheibe auf der Beifahrerseite durchschlug. „Obwohl der 61-jährige Fahrzeuglenker unmittelbar nachdem sein Beifahrer zusammengesackt war Erste-Hilfe leistete und den Rettungsdienst verständigte, konnte der eintreffende Notarzt nur noch den Tod des 47-jährigen Beifahrers feststellen“, so das Polizeipräsidium Oberpfalz am 14.8.2018.in einer Pressemeldung.


20.08.2018

2. Update zum Kuhrettungs-Aufruf „Hier geht’s um LEBEN und TOD“:  

Seit unseren Hilfsaufrufen für Milchkühe und Kalbinnen auf dem bis Ende August definitiv aufzulassenden Hof in Norddeutschland haben sehr viele Tierfreunde gespendet, manche sogar für den Freikauf einer ganzen Kuh in Höhe von 950,- €! Herzlichen Dank dafür. Auch wir von ANIMAL SPIRIT haben inzwischen das Geld für 2 weitere Kühe zur Verfügung gestellt, welche diese Woche auf den anderen Hof und somit in Sicherheit gebracht werden. Laura P. hat jetzt 5 weitere Hektar Grasland gepachtet und dort dürfen die Kühe den Restsommer verbringen, bis sie dann in die Altkuhherde kommen.

Dennoch schwebt über den restlichen 17 Milchkühen – teilweise sogar noch hochträchtig - noch immer das Damoklesschwert der Schlachtung, denn der unberechenbare Bauer will sie so schnell als möglich loswerden und das Geld sehen. Wer also noch etwas beitragen kann (auch wenn es bei den Zigtausenden, die wöchentlich zur Schlachtung gehen, nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“ ist), bitte direkt auf das Konto der Rettungs-Initiative „LIEBE KUH LIEBE“:
IBAN: DE05 3701 0050 0863 3915 00, PB Köln
BIC: PBNKDEFFXXX
Betreff: Exportkühe
oder PAYPAL KONTO: LIEBE KUH LIEBE  xnasax@gmx.de

Weitere Infos und Bilder auf Facebook: www.facebook.com/LiebeKuhLiebe/

Laura Priscillia,  xnasax@gmx.de, Mobil: (+49) 0152 / 37122196


12.08.2018

2 Haflinger-Wallache Thor und Loki suchen neues Zuhause!

Kurz bevor die "Schlachtfohlen"-Saison mit all den schrecklichen Auktionen in Östereich und Süd-Deutschland Anfang September wieder beginnt (wir werden in den nächsten Newslettern mehr darüber schreiben), suchen diese beiden hübschen Haflinger-Wallache „Thor“ und „Loki“ noch einen guten Lebensplatz. Sie stammen bereits aus der ANIMAL SPIRIT-Fohlenrettung von 2009! Leider ist ihre Besitzerin, wo sie ein traumhaftes Leben führen durften, letztes Jahr überraschend verstorben und jetzt suchen die beiden, allerdings nur gemeinsam, wieder ein neues Zuhause!

Thor und Loki wurden angeritten, aber die meiste Zeit Ihres Lebens konnten sie einfach nur ihr Dasein genießen (siehe Bilderserie unten auf ihrem alten Platz, als Fohlen und erwachsen)! Sie sind sehr gutmütig und leicht zu "handeln", wenn man nur ein bißchen Pferdeerfahrung hat. Derzeit stehen sie vorübergehend auf einem Einstellplatz im Waldviertel. Die beiden werden nur mit Schutzvertrag an einen artgerechten und liebevollen Lebensplatz vermittelt! (Siehe auch unsere Vermittlungsseite).

Nähere Infos & Kontakt: ANIMAL SPIRIT, (+43) 02774/29330 oder office@animal-spirit.at


12.08.2018

Siebenschläfer-Baby „Samson“ in guten Händen - wer kennt einen Kollegen?

Just nach der Kastration des Rammlers „Hermann“ (siehe oben) haben unsere Mitarbeiterinnen im Ordinationsraum ein leises Piepsen gehört und sind auf die Suche gegangen. Gefunden haben sie ein winziges, einsames Siebenschläfer-Baby. Wie es dorthin gekommen ist, weiß niemand (im Dachstuhl des Hauses von Dr. Plank bzw. ANIMAL SPIRIT, direkt am Waldrand gelegen, tummeln sich jedenfalls jede Menge Siebenschläfer, jedoch nicht im Untergeschoß…). Jetzt wird der ca. 3-4 Wochen alte Samson von Tierbetreuerin Denise liebevoll per Hand aufgezogen und gefüttert, und er hat sich prächtig entwickelt, auch die Augen sind schon offen. Allerdings bräuchte er in ein paar Wochen, wenn er dann ganz selbständig fressen kann, Artgenossen, damit er nicht völlig auf den Menschen geprägt wird und irgendwann wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Wer hat bzw. weiß zufällig von ca. gleichaltrigen Artgenossen, wo Samson dazu genommen werden oder ggf. auch einen, der bei uns abgegeben werden könnte, zum Sozialisieren? Bitte ggf. gleich bei Denise melden unter 0676-7059363 oder d.holubar@gmx.at .


12.08.2018

Zu verkaufen: wunderschöne alte Pferdekutsche und alter Pferdeschlitten!

Eine Freundin und Gönnerin unseres Vereins ANIMAL SPIRIT hat uns diese beiden wunderschönen alten, aber voll einsatzbereiten Pferdkutschen zur Verfügung gestellt, für den Verkauf zugunsten der Tiere auf unseren Gnadenhöfen. Sie sind derzeit auf Ebay zu einer Online-Auktion eingestellt, die noch bis zum 19. August aktiv ist, unter folgenden links:

Pferde-Kutsche: http://r.ebay.com/GP31Lr

Pferde-Schlitten: http://r.ebay.com/GWLqNk

Bei der Pferdekutsche handelt es sich um ein Steyrer-Wagerl, echte alte Handwerkskunst, aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts! Sie kann ein- und zweispännig, auch mit Großpferden gefahren werden.

Auch beim abgebildeten Pferdeschlitten handelt es sich um diese traditionelle Handwerkskunst aus den Bergen Oberösterreichs. Er kann ebenfalls ein- und zweispännig mit Großpferden gefahren werden.

Zu besichtigen wären beide Kutschen in A-4644 Scharnstein, OÖ. Kontakt über ANIMAL SPIRIT, office@animal-spirit.at oder (+43) 02774-29330.

Der Erlös kommt zu 100% unserer Tierschutzarbeit zugute!

(Der Verkauf erfolgt unter Ausschluß jeglicher Gewährleistung. Das Hundemodel ist nicht Teil der Auktion…).


12.08.2018

Nachtrag zum Kuhrettungs-Aufruf in unserem letzten Newsletter „Hier geht’s um LEBEN und TOD“:  

Seit unserem Hilfsaufruf für die 25 verbleibenden Milchkühe und Kalbinnen auf dem aufzulassenden Hof in Norddeutschland haben sich sehr viele Tierfreunde gemeldet und auch etliche gespendet, manche sogar für den Freikauf einer ganzen Kuh in Höhe von 950,- €! Herzlichen Dank dafür.

Dennoch suchen noch mehr als die Hälfte der Milchkühe eine/n Freikäufer/in, damit sie danach abgemolken werden können und auf dem Hof (Altkuhherde) der uns persönlich bekannten Laura P. ihr restliches Leben ohne weitere Ausbeutung und ohne Angst vor Schlachtung - oder noch schlimmer Schächtung in Nordafrika - verbringen dürfen. Auch ANIMAL SPIRIT hat sich bereit erklärt, notfalls noch die eine oder andere Kuh freizukaufen, falls sich nicht genügend SpenderInnen für alle finden sollten.

Hier nochmals die (vollständigen) Daten zum Spendenkonto für die Rettungs-Initiative „LIEBE KUH LIEBE“:
IBAN: DE05 3701 0050 0863 3915 00, PB Köln
BIC: PBNKDEFFXXX
Betreff: Exportkühe
oder PAYPAL KONTO: LIEBE KUH LIEBE  xnasax@gmx.de

Bitte jede Spende hilft - die verbleibenden Kühe und Kälber werden es Ihnen danken!

Weitere Infos und Bilder auf Facebook: www.facebook.com/LiebeKuhLiebe/

Laura Priscillia,  xnasax@gmx.de, Mobil: (+49) 0152 / 37122196


12.08.2018

Video: Unsere Lebensweise – einfach zum Nachdenken…

Hier ein 4-minütiges Video zum Nachdenken (ohne extrem grausame Bilder!), warum es – v.a. durch unsere „zivilisierte“ Lebens- und Ernährungsweise – zu all dem unermeßlichen Tierleid, den Umweltproblemen und dem Hunger auf dieser Welt kommt:

www.youtube.com/watch?v=LcU_yiWyfUs

Mehr zum Thema auch in unserer – leider immer noch aktuellen – Broschüre „Nimm bitte das Tier vom Tisch“, zu bestellen HIER oder unter office@animal-spirit.at.


06.08.2018

Hilfsaufruf: Für 25 Milchkühe geht’s um LEBEN und TOD

Seit Wochen kursiert dieser Aufruf von Laura Priscillia zur Rettung von bis zu 38 Milchkühen, Kalbinnen und Kälbern in Nord-Deutschland durchs Internet. Einige konnten mittlerweile gerettet werden, aber heute erreichte uns die Nachricht, daß der Bauer nun 25 Kühe sogar für den internationalen Export freigegeben hat – was das bedeutet, noch dazu bei dieser Hitze, kann sich jede/r selbst ausmalen. Wir haben deswegen beschlossen, diesen dringenden Aufruf auch mit unserem Newsletter weiterzuleiten:

25 KÜHE SOLLEN JETZT DEN HOF ZUM EXPORT IN NICHT EU-LÄNDER VERLASSEN - für 950,- € pro Stück Lebendvieh!!

WIR BRAUCHEN JETZT JEDE HILFE, um die restlichen Kühe freikaufen zu können - ES IST SO ERNST-BITTE HELFE WER HELFEN KANN! Zusammen würde das 23.750,- € ausmachen - EINE GEWALTIGE SUMME, DIE NUR MIT VIELEN SPENDEN ZU SCHAFFEN IST! Denn jede einzelne Kuh muß bezahlt werden!

SPENDENKONTO:

LIEBE KUH LIEBE
IBAN DE05 3701 0050 0863 3915 00
PB Köln
BIC PBNKDEFFXXX
Betreff: EXPORTKÜHE

oder PAYPAL KONTO: LIEBE KUH LIEBE  xnasax@gmx.de

Bitte jede Spende hilft-  die Not ist so groß!

Zur Vorgeschichte: Die „Todgeweihten“ sind hier bei mir am Hof, wo der physisch und psychisch schwer kranke Bauer entscheidet – nämlich über LEBEN oder TOD. 10 frischgekalbte Kalbinnen (Färsen) sollten bereits vor 10 Tagen vom Viehhändler abgeholt und in die Drittländer verschifft werden. Denn die hiesigen Schlachthöfe sind vollständig ausgelastet, die Kühlhäuser voll, die Schlachtkapazitäten erfüllt- u.a. auch wegen der lang anhaltenden Trockenheit und damit Futterknappheit.

Der Bauer hat nun entschieden: Die 10 Jung-Kühe plus 15 Milchkühe stehen zum Export in nicht EU Länder an, ein neuer Viehhändler wird das Geschäft abwickeln! Nicht bekannt ist, wie hoch sich in diesem Falle die EU-Subventionen (!) pro Kuh belaufen, der Weg geht über einen Sammelstall in Schleswig-Holstein; weiter geht’s nach Niedersachsen, dann Zuladen von weiterem Vieh in Exportställen - dann zum EU- EXPORTSTALL an die niederländische Grenze, ein letztes Mal ein Checkup durch den zuständigen Amtsveterinär und weg auf nimmer Wiedersehen – bis in die Türkei oder gar nach Nordafrika zum Schächten??

Es gibt nämlich keinerlei Möglichkeiten, über die Landesgrenze hinweg den Weg der Tiere zu verfolgen. Auch für die Behörden verläuft sich dann die Spur, bzw. interessiert es die gar nicht. Denn im EU-Ausland gilt kein EU Recht mehr und damit können die Kühe der weiteren beliebigen „Verwertung“ zugeführt werden. Hauptsache das „Geschäft“ mit millionenfachem Tierleid ist gelaufen und der Profit stimmt für alle Beteiligten.

Die Abholung der Tiere ist für spätestens KW 33/34 im August vorgesehen – also bereits ab nächster Woche! Die Kühe könnten – so sie freigekauft würden - sofort in drei Ställe wechseln, um gemolken zu werden bis die Milch von alleine versiegt und gehen dann in meine Altkuhherde und müßten nie wieder Kälber bekommen oder anderweitig genutzt werden.

ICH BITTE im Namen der 25 KÜHE UM IHRE HILFE!

Laura Priscillia,  xnasax@gmx.de

Mobil: (+49) 0152 / 37122196 (jederzeit)

Facebook: www.facebook.com/LiebeKuhLiebe/