Sie sind hier

Themen

z.B. 22/04/2018
16.04.2018

Programm-Ankündigung Oe24.at/tv „Der Talk“,

Donnerstag, 19. April 2018, 22-23 Uhr

Als Gast in der Sendung ist u.a. ANIMAL SPIRIT-Obmann, Tierarzt und Tierschützer Dr. Franz-Joseph Plank.

Thema: „Kuscheltier Kampfhund – und plötzlich beißt er zu!“

* Wie gefährlich sind Kampfhunde?

* Muß es einen Hundeführerschein geben?

* Sind Eltern selbst schuld wenn der Familienhund zubeißt?

* Muß man Angst vor Kampfhunden haben?

Die Sendung findet statt anläßlich des tragischen Todes zweier Menschen durch eine Beißattacke durch einen sog. „Kampfhund“ in Deutschland und der danach neu aufgeflammten Diskussion über sog. Listenhunde. Bereits 2010 – im Zuge der damals stattgefundenen Wiener Volksbefragung zum „Hundeführschein“ - hat Dr. Plank dazu seine Meinung mit einer OTS-Presseaussendung kundgetan, an der sich bis heute logischerweise nichts geändert hat.


16.04.2018

ORF-Steiermark: Fleisch oft durch multiresistente Keime belastet

Keime, die gegen Antibiotika resistent sind, könnten laut WHO bis 2050 zur häufigsten Todesursache werden. Auch in Graz haben die Grünen jetzt bei zahlreichen Fleischproben multiresistente Keime nachgewiesen.

Jahr für Jahr sterben weltweit 700.000 Menschen aufgrund dieser besonders widerstandsfähigen Krankheitserreger an einer Infektion, europaweit geht man laut dem EU-Abgeordneten Thomas Waitz (Grüne) von 25.000 Todesopfern aus: „Die Weltgesundheitsorganisation hat einen Bericht herausgegeben, in dem sie vor dem Problem warnt, das bis 2050 zur häufigsten Todesursache werden könnte, wenn nichts unternommen wird.“

Alljährlich werden 131.000 Tonnen Antibiotika bei Tieren eingesetzt, die auch auf unseren Tellern landen können. Manche belastet durch multiresistente Keime, so Waitz: „Das sind Keime, die gegen alle oder die meisten Antibiotika resistent sind: Bei einem Stück Fleisch kann man über eine offene Wunde eine Infektion bekommen, die nicht mehr mit Antibiotika behandelbar ist, sodaß man wie vor 150 Jahren an einer einfachen Infektionskrankheit stirbt.“

Fleisch aus mehreren Ländern getestet

Jetzt ließ Waitz Proben zweier Grazer Großhandelsunternehmen von der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) untersuchen: „Wir haben bevorzugt ausländische Fleischprodukte gekauft und getestet, aber auch inländische, auch steirische: Wir haben Putenfleisch getestet, das aus Ungarn kam, wir hatten deutsches Schweinefleisch dabei; aber auch Faschiertes mit ‚Herkunft: EU‘, da könnte es auch sein, daß es von mehreren Herkunftsländern gleichzeitig kommt“, so Waitz.

Das Ergebnis: Drei von vier Tests bei Schweinefleisch (Schopf und Faschiertes) wiesen MRSA (Methicillin-resistente Staphylokokken) auf. Die Hälfte des Geflügels war mit sogenannten ESBL-Bakterien belastet, die gegen verschiedene Antibiotika immun sind: „Wir haben zwar gesehen, daß vorwiegend in ausländischen Proben multiresistente Keime vorkommen, aber auch in Österreich“, schildert der EU-Abgeordnete.

Verbreitung durch Lebendtiertransporte

Die Verbreitung der multiresistenten Keime finde, so Waitz, vor allem durch Lebendtiertransporte statt, „vor allem bei Schweinen und Hühnern, aus Regionen, wo große industrielle Mastställe mit 100.000 Mastplätzen betrieben werden“. Die Grünen fordern daher u.a. intensivere Kontrollen dieser Transporte. Außerdem sollten Betriebe, die Tiere auf engstem Raum halten, nicht länger mit EU-Geldern unterstützt werden.

Auch in Österreich solle man versuchen, die Landwirtschaft möglichst frei von Antibiotika zu gestalten: „Ziel wäre es, wenn Tiere erkrankt sind, diese von den anderen zu trennen und separat zu behandeln - nicht den ganzen Stall automatisch mit Antibiotika in der Fütterung zu versorgen“, so Waitz.


16.04.2018

Deutsches Bundestagsgutachten bestätigt: Einschränkung der Religionsausübung wäre im Grundgesetz prinzipiell möglich!
PRESSEAUSSENDUNG des Arbeitskreises für Umwelt- und Tierschutz, D-Rockenhausen
Von Ulrich Dittmann, 12.4.2018 (Gleiches gilt im Übrigen auch für Österreich)

Erst kürzlich ließ die (deutsche) Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/1171) des AfD-Abgeordneten Stephan Protschka und der Fraktion der AfD, als Antwort verlautbaren: „Ein Verbot des Schächtens (Schlachten ohne Betäubung) ist verfassungsrechtlich nicht zulässig.“

Mehr siehe www.animal-health-online.de und www.fellbeisser.net

Doch das ist so nicht richtig. Eine solche seit Jahrzehnten vorgetragene Rechtsauffassung der Bundesregierung ist mittlerweile obsolet.

Es wird verwiesen auf vorliegende Stellungnahme des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages vom 14. November 2017, das der Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner (AfD) und Vorsitzender des Rechtsausschusses in Auftrag gegeben hatte. ( WD 3 – 3000 – 221/17).

Rechtsanwalt Brandner sieht sich hier in seiner Rechtsauffassung bestätigt:

„Viele ideologisierte Politiker behaupten seit Jahren steif und fest, jegliche Form der Religionsausübung müsse geduldet werden, selbst wenn sie mit unserer Rechtsordnung und dem Grundgesetz nicht vereinbar ist. Unter dem Deckmantel der Religionsausübung ist gleichwohl in den letzten Jahren viel Schindluder betrieben wurden. Sei es die mit westlichen Werten nicht zu vereinbarende Verschleierung von Frauen, Tötungen aufgrund archaischer Ehrbegriffe oder die Verheiratung von Mädchen gegen ihren Willen. Wenn Deutschland zu seinen Werten stehen will, dann bietet die Werteordnung des Grundgesetzes den Rahmen, um solch mittelalterlichem Treiben Einhalt zu gebieten. Es wird jetzt Zeit, eine öffentliche Debatte über eine Grundgesetzänderung zu führen, um all jene in die Schranken zu weisen, die die Religionsfreiheit für politische Zwecke mißbrauchen. Einen Freifahrtschein wollten die Verfassungsväter mit der Religionsausübungsfreiheit nie erteilen. Auch insoweit muß unsere Demokratie wehrhaft sein!“

Die wehrhafte Demokratie des Grundgesetzes erlaubt im Kern auch die Einschränkung der Religionsausübung, wenn ihre Folgen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. Dafür müßte das Grundgesetz geändert und die Religionsausübung, also Art. 4 Abs. 2 GG, in die Verwirkungsregelung des Art. 18 Grundgesetz aufgenommen werden.

Quelle: www.journalistenwatch.com/2017/11/23/und-tschues-islam-bundestagsgutachten-bestaetigt-einschraenkung-der-religionsausuebung-waere-im-grundgesetz-prinzipiell-moeglich/

Immer öfter wird insbesondere nach moslemischem Standard ohnehin mit Betäubung geschlachtet. Siehe hierzu auch Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Doris Fürstin v. Sayn–Wittgenstein - und Antwort der  Landesregierung Schleswig-Holstein www.landtag.ltsh.de

Mehr zur Thematik Schächten: www.pro-iure-animalis.de


09.04.2018

Ankündigung: Powerpoint-Vortrag „Gelebter Tierschutz“ von Dr. Franz-Joseph Plank, 13. April, A-3051 St. Christophen

Kommenden Freitag, den 13. April 2018, hält ANIMAL SPIRIT-Obmann Dr. Franz-Joseph Plank einen Vortrag über „sein“ Thema Tierschutz in St. Christophen bei Neulengbach (NÖ) – im Rahmen des „Umweltstammtisches St. Christophen“. Der Text am Ankündigungsplakat lautet:

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann des Vereins ANIMAL SPIRIT in Laaben, beschäftigt sich nunmehr seit 30 Jahren quasi hauptberuflich in diversen NGOs mit dem Thema Tierschutz. Er gibt Einblick und Informationen zu (politischen) Tierschutz-Themen wie z. B.: Massentierhaltung, Tiertransporte, aktuelle Tierschutz-Gesetzgebung für Rinder, Schweine, Geflügeltiere, Kaninchen und andere Tierarten, tierquälerische Jagdpraktiken und persönliche Handlungsmöglichkeiten.

Ort: Jugendheim Miteinander, A-3051 St. Christophen, Hauptstr. 6 (im Pfarrhof)

Zeit: 13.4.2018, 19:30 Uhr


09.04.2018

wildbeimwild.com: Polen - Trophäenjäger nicht mehr erwünscht

Polen war für die Hobby-Jäger aus dem deutschsprachigen Raum DAS Jagdland Nummer eins, insbesondere Westpolen. Nun gelten ganz andere Spielregeln, welche ab dem 1. April in Kraft getreten sind. Von nun an müssen alle Gesellschaftsjagden im Voraus den Behörden gemeldet werden. Jagdgegner werden sich also in Zukunft darauf einstellen können. Die vorsätzliche Behinderung der Jagd ist nicht mehr strafbar. An der revolutionären polnischen Jagdreform werden ausländische Jagdanbieter wie Hubertus-Hunting  wohl ebenfalls kaum Freude haben. Den Tierschützern ist es nämlich lieber, die Hobby-Mörder machen in Zukunft einen großen Bogen um ihr Land.

Mit den neuen Vorschriften wird auch die Aufsicht des Umweltministers über den polnischen Jagdverband verbessert. Zu lange wurde dem kriminellen Treiben zugeschaut. Die öffentliche Meinung den Hobby-Jägern gegenüber ist völlig gekippt. Gleiches kann man auch in der Tschechoslowakei usw. feststellen. Das dumme und heuchlerische Gerede von Schützen und Nützen, Anwälte der Tiere usw. der Hobby-Jäger stimmt einfach nicht.

Wer sinnlos tötet, schützt nicht und der zivilisierten Gesellschaft nützt es nichts.

Das neue Jagdgesetz wird vor allem die Rechte der Grundstückseigentümer stärken. Sie werden jetzt in der Lage sein, ihr Land ohne Angabe von Gründen vor Hobby-Jäger-Banden zu befrieden. Darüber hinaus erhöhen die neuen Vorschriften die Entfernung zu Wohngebäuden, in deren Nähe Hobby-Jäger jagen können von 100 auf 150 Meter. Die Jagd darf auch nur noch in einer Entfernung von mindestens 500 Meter von öffentlichen Versammlungen durchgeführt werden.

Minderjährigen ist die aktive und passive Teilnahme an der Jagd verboten worden. Es dürfen also auch keine Kinder mehr zu Treibjagden aus den umliegenden Dörfern aufgeboten werden. Das neue Gesetz soll den Kinder und Jugendlichen eine harmonische Entwicklung garantieren. Nach dem neuen Gesetz müssen sich die Hobby-Jäger alle 5 Jahre medizinischen und psychologischen Wesenstest unterziehen! Man darf auch nicht mehr in Nationalparks oder Naturschutzgebieten ohne Genehmigung schießen.

Nach dem neuen Gesetz wird es jetzt auch unmöglich sein, lebende Tiere in der Ausbildung von Jagdvögeln und Jagdhunden einzusetzen. Der in der freien Wildbahn gefangene Fuchs wurde zum Beispiel an einer Leine gehalten, daß er nicht entkommen kann. Dazu hat man ihm die Schnauze mit Klebeband zugebunden, damit er sich nicht verteidigen kann. Dem Sadismus, zum welchem sich der durchschnittliche Hobby-Jäger im Umgang mit Wildtieren hingezogen fühlt, sind keine Grenzen gesetzt.

Die Jagd auf Wölfe in Polen ist seit 1998 verboten. Es wird je nach Quelle ein Bestand von rund 1.500 – 2.500 Tieren geschätzt. Damit hat Polen im Tierschutz einen Quantensprung im Jagdunwesen vollzogen.


09.04.2018

Regenwald.org-Petition: Miombo-Wald vor gigantischem Zellstoffprojekt retten!

Eine Handvoll Jobs und säckeweise Cash für einen Konzern – oder intakter Wald, der Tausenden Einheimischen eine Lebensgrundlage und ungezählten Tieren einen Lebensraum bietet? Die Antwort dürfte klar sein, wenn man das Herz am rechten Fleck hat: Wir müssen den Wald bewahren.

Doch in Mosambik droht das Gegenteil: Für ein gigantisches Zellstoffprojekt soll artenreicher Miombo-Wald gerodet werden. Die Firma Portucel will riesige Eukalyptus-Plantagen anlegen – mit Geld von der Weltbank.

Antilopen verlieren dann ihren Lebensraum, die Bevölkerung wird leiden. Wo Holzplantagen stehen, müssen viele Tier- und Pflanzenarten weichen und Kleinbauern ihr Land aufgeben. Natur und Menschen sind die Verlierer.

Umweltschützer versuchen, die Firma Portucel aufzuhalten. Bitte unterstützen Sie den Widerstand mit Ihrer Unterschrift.

Sagen Sie: Stopp - und unterschreiben Sie die Petition!


04.04.2018

Dog Care Clinic – neues Video online

Vor einem Monat hat ja ANIMAL SPIRIT-Obmann Dr. Plank die „Dog Care Clinic“ (DCC) im Süden von Sri Lanka besucht - wir haben darüber im Newsletter vom 11.3.18 berichtet. Jetzt haben wir ein erstes Video darüber zusammengestellt – siehe HIER.

Da die DCC wirklich ein bestens organisiertes Vorzeigeprojekt ist, wollen wir es in unserem nächsten mailing im Mai auch größer vorstellen bzw. bewerben und dafür noch ein zweites Video erstellen. Wir werden Sie weiter am Laufenden halten!


04.04.2018

Petition gegen neue Hühnermastanlage bei Linz

Eine Unterstützerin von ANIMAL SPIRIT aus Oberösterreich hat sich mit folgendem Anliegen an uns gewandt:

„Nur 300m von unserer Wohnsiedlung entfernt soll eine Hühnermastanlage mit knapp 40.000 Hühnern errichtet werden. Wir haben inzwischen eine Bürgerinitiative mit Petition gegründet (www.wollen-wir-nicht.at) und versuchen, den Bau dieser Qual-Anlage zu verhindern.

Da wir keine „direkten Anrainer“ sind – eine schmale Straße und ein Feld liegen dazwischen - wurden wir weder informiert, noch zu Bauverhandlungen eingeladen.

Unser Ziel ist es, die Bewohner in unserer Stadt (St. Valentin – Nähe Linz) umfassend zu informieren und auch Alternativen aufzuzeigen. Der Zuspruch ist sehr groß und die von uns ins Leben gerufene Unterschriftenaktion gegen diesen Bau wird intensiv genützt. Auch in lokalen Zeitungen wird schon über uns berichtet.

Wir würden uns über eine Unterstützung von Ihnen sehr freuen, sei es in Form eines Artikels den wir veröffentlichen dürfen oder auch als Beitrag unter „Schreib uns deine Meinung“ auf unserer Homepage.

Über eine positive Rückmeldung wären wir sehr dankbar – auch im Namen der Tiere die nicht in diese Anlage „einziehen“ müssen!“

Hier gehts zur Petition gegen die neue Hühnerfabrik


04.04.2018

Ankündigung: FLOKULI - Frühlingsfest für alle bewußten Genießer und Tierfreunde
Flohmarkt | Kunst | Literatur: Sa 21. April, 11 – 18 Uhr, 3500 Krems, Rehberger Hauptstr. 56

Der Verein VEGGRUF lädt wieder zum FLOKULI - Flohmarkt, Kunst, Literatur - am 21. April nach Krems-Rehberg ein, diesmal in den uralten, liebevoll restaurierten Kremstaler Hauerhof. Ein idealer Ausflugs-und Veranstaltungstipp für die ganze Familie!

Von 11 - 18 Uhr erwarten die kleinen und großen Besucher neben zahlreichen Kunsthandwerksausstellern und einem vielfältigen rein pflanzlichen Buffet - u.a. mit Feuerflecken, Burgern und tollen Mehlspeisen - ein Bio-Jungpflanzenverkauf, ein exquisiter Flohmarkt mit hochwertiger Ware, ein kreatives Kinderprogramm, zwei Lesungen der Kremser Autorin Lisa Gallauner, eine Weinverkostung vom Weingut Sigl aus Rossatz im wunderschönen Weinkeller und eine Tombola! Die Hausführung durch das einzigartige Gebäude ist für sich schon ein besonderes  Erlebnis. Der gesamte Reinerlös des Tages kommt verschiedenen Tierschutzprojekten zugute.

Alle Infos auf www.veggruf.at
FLO - EXKLUSIVER FLOHMARKT - nur ausgesuchte hoch qualitative Ware
KU - KUNST - viele einladende Kunsthandwerkstände mit Holz, Naturkosmetik, Drahtkunst, Keramik, peppiger Bio-Mode für Klein und Groß, Accessoires und Kekse für Tiere, Kräuterprodukte, bemalte Steine, Köstlichkeiten aus Seitan, Bio-Getreide, Smoothies, veganes Schmalz und vieles mehr…
LI - LITERATUR - Die Kremser Autorin Lisa Gallauner liest für Kinder und präsentiert erstmalig ihren neuesten Wachau-Krimi „Teufelsziel“.

Der Hauerhof wurde 1335 erbaut und von Leopold Doppler restauriert. 1984 wurde die Sammlung eingerichtet. Um 12 und 14 Uhr gibt der Hausherr eine exklusive Führung, da das Haus sonst nicht öffentlich zugänglich ist!

FLOKULI, SA, 21. APRIL 11 – 18 UHR
3500 KREMS-Rehberg, Rehberger Hauptstraße 56
WWW.VEGGRUF.AT

www.facebook.com/veggruf


04.04.2018

Menschenrechte und Tierrechte - Eine Sache oder ein Widerspruch in sich? Kontroversielles Essay und scharfsinnige Analyse von Silke Ruthenberg, ANIMALPEACE:

Tierrechte und Menschenrechte werden gern in einem Atemzug genannt. Wohlgemerkt von Tierschutzbewegten und praktisch nie von Menschenrechtsaktiven. Allein das macht die These verdächtig, ob dahinter wirklich eine sinnvolle Analogie steckt oder es allenfalls nur eine schwachsinnige, vielleicht sogar im Kern schädliche Phrase ist.

Um dieser Frage nachzugehen, ist eine Begriffsklärung im Vorfeld sinnvoll. Menschenrechte sind zunächst subjektive Rechte, die jedem Menschen gleichermaßen "aufgrund seines Menschseins" zustehen. Dazu gehören das Recht auf Leben, auf Freiheit, auf Unversehrtheit, auf Schutz vor Diskriminierung, Folter und einiges mehr. Praktisch alle Staaten der Welt anerkennen die Menschenrechte prinzipiell! Sie sind Bestandteil des Grundgesetzes und Internationaler Deklarationen. In den meisten Ländern werden Verstöße gegen Menschenrechte sanktioniert mit teils erheblichen Strafen. Menschenrechte müssen nicht gefordert werden. Sie existieren!

Wenn wir von Tierrechten sprechen wird bereits die Definition schwieriger. Viele "Tierrechter" meinen, sie seien "Tierrechtler", weil sie bessere Schutzgesetze für Tiere fordern, die deren Leiden abschaffen. Historisch kam der Begriff aber mit einer anderen Konnotation und einer anderen Anspruchshaltung auf: Tierrechtler fordern für die Tiere (zumindest für die denkenden, fühlenden unter ihnen, also diejenigen mit Bewußtsein) subjektive Rechte in Analogie zu dem Menschenrechten, konkret zumindest das Recht auf Leben, Freiheit, Unversehrtheit, ganz einfach, weil sie ein vergleichbares Interesse an solchen Rechten haben wie Menschen. (Anmerkung: Tierschutzgesetze legen die Rechte des Menschen am Tier fest, NICHT Tierrechte). Selbst ein allerbestes Tierschutzgesetz räumt Tieren keine Rechte ein, sondern beschränkt nur die Verfügungsgewalt des Menschen. Tierrechte gibt es nirgendwo auf der Welt. Kein einziges Tier von der Muschel bis zum Schimpansen hat auch nur ein einziges Recht. Nirgendwo.

1. Menschen SIND Tiere, sie sind EINE Art von weit mehr als einer Million Tierarten. Von Menschen und Tieren zu sprechen ist so sinnvoll wie von Birken und Bäumen, Rosen und Blumen, Löwen und Säugetieren, Menschen und Frauen/ Schwarzen/ Russen. Hier wird ein Gegensatz unterstellt, der de facto nicht da ist, da die eine Gruppe implizit Bestandteil der anderen Gruppe ist, was mit dieser Auseinander-Dividierung aber verschleiert wird, noch schlimmer: indirekt sogar bestritten wird. Das geschieht natürlich mit der Absicht, fälschlich zu suggerieren, Menschen wären gar keine Tiere, oder bestenfalls ein ganz besonders Tier, das keinesfalls mit den anderen in einem Atemzug genannt werden darf. Diese Botschaft wird der Floskel untergeschoben und dann in der ständigen Praxis zur ideologischen Realität ohne tatsächliche Substanz. Der Wendung "Menschen und Tiere" ist bereits Propaganda gegen Tiere.

2. "Menschenrechte" ergeben sich allein aus der Zugehörigkeit zur Art Mensch – so wird es begründet. Egal, wie dieser Mensch beschaffen ist, hat er dieses Recht per se. Weil er eben Mensch ist. Es ist also de facto nur ein Feudalherrenprivileg, ein selbstverliehenes Sonderrecht für die herrschende Art auf Grundlage einer gigantischen Diskriminierung aller anderen Arten, denen dieses Recht vorenthalten wird. Kraft einer moralisch irrelevanten, metaphysischen Annahme "Besonderheit der Zugehörigkeit zu einer Art" werden diese Rechte verliehen. Groteskerweise bzw. logischerweise ist hierbei die begünstigte Spezies gleichzeitig Partei und Richter in einer Person: es sind Menschen, die sich selbst Rechte verleihen und den Nichtmenschen diese Rechte vorenthalten. Ätsch. Das Menschenrecht ist damit das Rechtsverständnis einer Bananenrepublik. Dies ist umso pikanter, weil der Grundidee des Rechts die Absicht vorausgeht, dem "Recht des Stärkeren" aus Gerechtigkeitserwägungen etwas Wirksames entgegenzusetzen und eben den Schwächeren vor dem Stärkeren beschützen soll und nicht den Starken zusätzlich privilegieren. Das Menschenrecht tut das Gegenteil: es begünstigt den Sieger. Es ist Zweiklassenjustiz. Es ist Diskriminierung par excellence. Privilegien zementieren Ungerechtigkeiten zu geltendem Recht. Das Menschenrecht ist in seinem Kern faschistisch und gehört als ein solches abgeschafft, weil es eine in Gesetzform gegossene Diskriminierung aller fühlenden, denkenden Individuen ist, die der privilegierten Art nicht angehören, nur weil sie dieser Art nicht angehören. Aus diesem Grund MUSS ein Tierrechtler Menschenrechte ablehnen und ihre Abschaffung einfordern.

3. Die Unterstellung, man müsse für Menschenrechte sein, um Tierrechte fordern zu können, verschleiert die Wirklichkeit in einem zentralen Punkt: Menschen haben Rechte, alle anderen Tierarten haben KEINE Rechte. Wenn Menschen diese Rechte verweigert werden bzw. gegen diese Rechte verstoßen wird (durch staatliches Handeln, diskriminierende Gesetze oder durch Verbrechen), dann leiden sie im UNRECHT. Das ist nicht unbedingt ein Trost und oft ist trotzdem Hilfe fern, aber darin liegt ZUMINDEST die Anerkennung, daß ihnen UNRECHT geschieht. Alle anderen Tiere leiden ZURECHT, im RECHT. Darin liegt auch die völlige Aussichtslosigkeit darauf, daß ihnen Recht widerfahren kann! Das Beste, was ihnen geschehen kann, ist ein Gnadenakt und wir wissen, wie gering selbst diese Aussichten sind. Sie leiden ZUDEM unter der Gewalt derer, die Rechte haben. TÄTER haben RECHTE:  Menschenrechte. Und fast alle Menschen sind Täter! Diejenigen Tierschützer und Tierrechtler, die immer das Menschenrecht so hoch halten, betreiben Opferverrat und übelsten Täterschutz, ein Schutz von Tätern, die keine Strafe befürchten müssen, also die allerfeigsten Täter überhaupt.

4. Wer "Menschenrechte" fordert – was in sich ja schon falsch formuliert ist, da es sich dabei allenfalls um die DURCHSETZUNG von BESTEHENDEN Menschenrechten handelt, da es Menschenrechte ja schon gibt – fordert Rechte für TÄTER und PRIVILIGIERTE ein – fast in allen Fällen. Das ist gutes Recht, mag in manchen Fällen auch angebracht sein und steht unabhängig und für sich als Herausforderung in der Welt. Es geht hier also nicht um rhetorisch trickreiches Aufrechnen und gegenseitiges Ausspielen von Verlierern. Dies aber mit der Forderung nach Tierrechten zu verknüpfen – die es ja eben nicht gibt und eben eine echte Forderung darstellen – nennt Dinge in einem Atemzug, die nicht zusammengehören und die das Schicksal der Tiere unerträglich relativiert bzw. verharmlost. Was würde man wohl rückwirkend über Leute sagen, die bei den Protesten von ausgebeuteten Arbeitern im Industriezeitalter Schilder hochhalten würden mit dem Text: "Fabrikbesitzer haben auch Rechte" und in "Arbeiterrechte" eine Diskriminierung des Fabrikbesitzers vermuten würden. Ich bin sicher: wer das bei den Arbeiteraufständen getan hätte, hätte sein Leben riskiert und das zu Recht. Es wäre Kollaboration mit dem Feind. Genau das tun Leute, wenn sie von Tierrechtlern das Menschenrechtsbekenntnis abverlangen.

5. Es gibt noch einen weiteren Punkt, Menschenrechte abzulehnen. Rechte zu haben macht rasch BLIND für die Folgen von Rechtlosigkeit. D.h. eben auch, daß das Menschenrecht blind macht für die Folgen der Rechtlosigkeit für Tiere. Die Gewalt gegen Tiere mit ihren Milliarden Gesichtern und Schicksalen ist allein die Folge der prinzipiellen Rechtlosigkeit. Wir Menschen wissen nicht (mehr), wie es sich anfühlt, rechtlos zu sei. Und welche ungeheure Schutzmacht von Rechten ausgeht, weil wir sie nämlich allzu selbstverständlich in Anspruch nehmen. Das Menschenrecht erschwert die Verwirklichung von Tierrechten, es ist sogar ein Grund, es anderen Arten zu verweigern. Einen "gerechten Staat" entwirft man nicht als per se egoistisches Triebwesen, wenn man schon vorher weiß, daß man zu den Privilegierten gehört. Nicht umsonst sprach John Raws vom "Schleier des Nichtwissens" als Voraussetzung für die Entwicklung einer gerechten Gesellschaftsordnung.

Fazit: Wer Tierrechte = Menschenrechte proklamiert, verhöhnt die Milliarden rechtlose Individuen und den Genozid an ihnen. Wer Tierechte will, fordert die Abschaffung des Feudalherrenprivilegs Menschenrecht. Das Recht auf Leben, Freiheit, Unversehrtheit und Schutz muß allen Arten zustehen. Nur dann ist es ein Recht und kein Privileg des Machthabers.

Deshalb bin ich gegen Menschenrechte. Deshalb bin ich für Grundrechte für alle fühlenden, denkenden Individuen. Niemand darf aufgrund seiner Artzugehörigkeit benachteiligt oder bevorzugt werden.


26.03.2018

Hope for all - Es gibt wunderbare Neuigkeiten:

Bereits vor zwei Jahren haben wir auf den deutschsprachigen Kinostart dieses bewegenden und aufrüttelnden Dokumentarfims hingewiesen (siehe auch deutschsprachiger Trailer). Ab sofort gibt es diesen ausgezeichneten Film auch in englischer Sprache, und zwar weltweit und kostenfrei unter dem Titel H.O.P.E. What You Eat Matters.

Die überzeugte Veganerin, Tierrechtlerin und Filmemacherin Nina Messinger hat außerdem H.O.P.E. The Project ins Leben gerufen, ein internationales Projekt, das mit 16. März 2018 an den Start ging und eine bewußte Ernährungs- und Lebensweise fördern soll. Es vereint Menschen-, Tier- und Umweltschutz, drei Bereiche, die sich nicht voneinander trennen lassen.
Um möglichst viele Menschen zu erreichen, hat sie beschlossen, ihren Film H.O.P.E. What You Eat Matters im Rahmen von H.O.P.E. The Project der Weltgemeinschaft kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Außerdem sind weitere interessante, kostenfreie Videobeiträge geplant, um eine pflanzliche Ernährungs- und Lebensweise in die Mitte der Gesellschaft zu bringen.

Nina Messinger: "Bitte teilt diese Information mit Freunden, Familie, Bekannten und eigenen Netzwerken. Nur gemeinsam mit Ihnen und Euch kann es mir gelingen, etwas zum Schutz von Tier und Mensch und zur Bewahrung unserer aller Lebensgrundlagen beizutragen.
Danke!"

Zur Website

Zum englischsprachigen Trailer

Zum Film


26.03.2018

Dringend: Platz für 2 Ponys/Hafi gesucht!

Bereits letzten Herbst erreichte uns der Hilferuf einer Dame aus Loimersdorf, NÖ, die seit einem Herzinfarkt und anschließendem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt und sich leider von ihren über alles geliebten Ponys trennen muß. Wir haben die Ponys zwar auf unsere Vermittlungsseite gestellt, aber bis jetzt hat sich leider noch kein geeigneter Platz gefunden.

Sie selber hatte die Pferde vor vielen Jahren vor dem Schlachten gerettet und ihnen einfach ein schönes, liebevolles Zuhause gegeben. Leider kann sie aber in ihrer jetzigen Situation die Kosten für die Pferdehaltung und die Organisation der Pflege nicht mehr stemmen und sucht daher dringendst ein neues Zuhause für die beiden. Es handelt sich um eine Haflingermix-Stute, 23 Jahre alt und ihren 20-jährigen Sohn (der kleine weiße). Sie sind unkompliziert, neugierig und umgänglich, allerdings ist nur die Haflingerstute geritten worden. Sie würden sich bestens als Beistellpferde eignen und es wäre schön, wenn jemand Mutter und Sohn gemeinsam aufnehmen könnte, da die beiden sehr aneinander hängen, sie werden aber auch einzeln vermittelt. Beide sind gechipt und in der Animal Datenbank registriert; der sehnlichste Wunsch ihrer jetzigen Besitzerin ist ein guter neuer Platz, auf dem sie die liebenswerten Ponys gut versorgt weiß. Es eilt wirklich, wir hoffen auf ein gutes neues Zuhause für die beiden Hübschen!

Nähere Infos bei Margit Reither, 0660/763 04 04, laotse01@a1.net


10.03.2018

Bericht von ANIMAL SPIRIT-Obmann Dr. Franz-Joseph Plank über den Besuch in der Dog Care Clinic (DCC), Talpe, Sri Lanka, südlich der Touristenstadt Galle, März 2018:

„Geschätzte 40 Millionen Streuner-, Straßen- oder Strandhunde leben auf der Insel Sri Lanka, südlich von Indien. Die deutsche Geschäftsfrau Marina Möbius hat es sich seit gut 10 Jahren zur Aufgabe gemacht, diesen armen Tieren, die oft an Seuchen, Verletzungen, Parasiten und Hunger leiden, so gut es geht zu helfen. Ich habe davon erfahren und bin Anfang März nach Sri Lanka geflogen, um mir dieses Projekt persönlich anzusehen: Um 10 Uhr werde ich mit einem Tuk-Tuk (Dreirad-Moped, welches fast überall in Asien als Taxi benützt wird) vom Hotel abgeholt und zur nahegelegenen Dog Care Clinic (DCC) gebracht. Gleich mein erster Eindruck ist überwältigend: Trotz der zahllosen Hunde – ca. 200 an der Zahl – herrscht überall auffallende Ordnung und Sauberkeit. Schon im Eingangsbereich werden von einem der beiden Tierärzte die ersten Kastrationen an Hündinnen durchgeführt („obere Klinik“), unterstützt von einem Assistenten. Von hier hat man auch schon einen guten Blick über die ca. eineinhalb Hektar große Anlage: Auf der Hauptklinik mit Intensivstation prangt in großen Lettern „Dog Care Clinic“, daneben sieht man verschiedene Gehege mit artgerechten Gruppenhaltungen und jeweils auch viel Grünes und Bäume. Je weiter man ins Gelände hinausgeht, desto parkähnlicher wird es regelrecht, mit vielen Palmen und tropischen Blumen.

Vor dem Haus der Gründerin, der deutschen Geschäftsfrau Marina Möbius, sieht man sogar ein blitzsauberes Swimmingpool. Auf meine Frage, wer denn darin baden würde, war die Antwort: Nur die Hunde, v.a. die behinderten, die da täglich ein paar Runden drehen dürften. Für Menschen wäre der Pool tabu…

Meine Begleiterin Babsi – ein „Import“ aus Österreich - zeigt mir noch viele weitere Gehege und viele traurige Einzelschicksale, von denen aber die überwiegende Mehrheit ein gutes Ende gefunden hat – zumindest von den Hunden in der DCC. Viele berührende Vorher-Nachher-Geschichten von schlimmen Schicksalen, die in der Klinik behandelt und geheilt werden konnten, können erzählt werden, aber leider auch etliche, wo Tiere bewußt mißhandelt worden und dann aber von der DCC gerettet worden sind. Bewundernswert nur immer, wie trotz aller Schicksale, die so mancher Hund hier durchleiden mußte, die meisten doch immer noch überaus freundlich und zutraulich den Menschen gegenüber sind…“


10.03.2018

Daten und Fakten: Die Dog Care Clinic (DCC) hat 45 Angestellte, ein paar freiwillige Helferinnen, großteils aus Europa. Das monatliche Gesamtbudget verschlingt – auch wegen der vielen Investitionen und notwendigen Vor-und Nachkontrollen, Gratis-Behandlungen von Besitzerhunden, Impfkampagnen etc. - ca. 75.000,- €! 200 Hunde haben hier einen - meist vorübergehenden - Platz gefunden, die meisten davon sind zur Vermittlung; obwohl für viele wohl kein Platz mehr gefunden werden kann, v.a. für die schon „halbstarken“ braunen Hündinnen, denn die Leute wollen hier – wenn überhaupt – meistens nur Rüden.

Für diese "unvermittelbaren" Fälle gibt es ein besonderes Programm, nämlich für Tier UND Mensch: „DCC 50+“: Ältere Menschen, die viel Zeit aber oft wenig Geld haben (es gibt hier in Sri Lanka nämlich kein staatliches Pensionssystem) erhalten für die Übernahme und Betreuung von bis zu maximal drei Hunden von der DCC monatlich 5.000,- Rupien pro Hund (entspricht etwa 25,-€, was für hier recht viel Geld ist). Das wird von den älteren Leuten gerne angenommen, belastet aber natürlich zusätzlich das knappe Budget von DCC.

Über 80% der Gesamtkosten bestreitet Frau Möbius über ihre Firma! Die Klinik existiert seit Juni 2007, 2016 wurde sie komplett renoviert und ausgebaut. Bisher wurden über 50.000 Hunde beiden Geschlechts kastriert und mehr als 500.000 geimpft. Alle 365 Tage im Jahr werden Tiere behandelt, geimpft, kastriert und auch sonstige (Notfalls-) OPs gemacht."


10.03.2018

„Am nächsten Tag besuche ich die DCC erneut und als erstes mache ich ein Video-Interview mit der Clinic-Managerin Babsi. Sie erzählt aus freien Stücken, wie die DCC gegründet wurde, die ersten schweren Aufbaujahre durch den unermüdlichen Einsatz von Marina Möbius bis hin zum heutigen mehr als herzeigbaren Gelände mit zwei OP-Arealen und Intensivstation sowie besonderer Betreuungsstation für die behinderten Hunde. Letztere bedeuten ja einen besonders intensiven Betreuungsaufwand und (fast) jede/r bei uns würde sich fragen, warum man nicht zumindest einige dieser meist querschnittsgelähmten oder sonst schwer behinderten Hundepatienten einfach eingeschläfert hat. Aber das verbietet quasi die hier vorherrschende buddhistische Religion, die jedes – auch das erbärmlichste – Leben als schützenswert erachtet. Diese Sichtweise hat natürlich 2 Seiten, denn sie kann - unbehandelt - auch schwerstes Leiden und Dahinsiechen bis zum langsamen Tod bedeuten. Es sei denn, es gibt die 24-Stunden-Betreuung von DCC mit täglichem Verbandswechsel und „tender loving care“…

Danach wohne ich noch der Fütterung der ca. 200 hungrigen Mäuler bei, und da zeigt sich wieder, wie perfekt alles organisiert ist: Die Hunde sind in Gruppen eingeteilt, die sich jeweils gut verstehen; falls trotzdem ein kleiner Futterneid aufkeimen sollte, sind sofort einige Helfer zur Stelle, um die aufkommenden Streite zu schlichten. Manche Hunde muß man allerdings auch getrennt in einem extra Raum füttern, weil sie entweder zu scheu oder zu aggressiv sind. Jede Gruppe weiß schon, wann sie an der Reihe ist und wartet großteils geduldig, bis sie dran kommt…

Dann wird auch noch von besorgten Singhalesen eine Gruppe winziger Welpen hereingebracht, die angeblich von ihrer Mutter verlassen worden sind (oder wollte man sie einfach nur loswerden?). Jedenfalls sind die sieben noch ziemlich verängstigt, stürzen sich aber trotzdem gleich auf das angebotene Futter. Sie werden hier erst mal aufgepäppelt und dann wird versucht, für diese sieben gute Plätze zu finden - als Welpen haben sie immerhin noch ganz gute Chancen…“


10.03.2018

Tag drei: „Am darauffolgenden Tag kann ich mit dem täglichen Einsatzteam der Hundefänger mitfahren (d.h. ich fahre in einem angemieteten Tuk-Tuk hinterher, weil im Hunde-three-wheeler kein extra Platz ist). Insgesamt werden 2 „Fuhren“ (mit gesamt 8 Hunden!) unternommen, die alle am selben Tag noch kastriert und – so sie sonst gesund sind – nach der Aufwachphase auch wieder in ihr ursprüngliches Revier entlassen werden - eine gut bewährte Methode von seriösen Streunerhunde-Organisationen. Die beiden Hundefänger sind wahre Profis in ihrem „Geschäft“, nur daß es eben kein Geschäft ist – wie z.B. in Rumänien, wo Hundefänger saftige Prämien erhalten für Hunde, die dann in staatlichen „Tierheimen“ grausamst ermordet werden. Hier mag das Einfangen zwar am Anfang etwas „brutal“ aussehen, weil die Hunde ja erstens oft sehr scheu sind, zweitens sie nicht wissen, was mit ihnen geschieht und drittens der Fang-Casher auch nicht die feinste „englische Art“ darstellt, dafür aber sehr effizient ist!

Aber es geht dann immer alles sehr schnell, jahrelange Routine eben: entweder gehen sie zu einem Haus, wo ein „Besitzerhund“ frei herumläuft oder an einer schrecklich kurzen Kette angebunden ist; hier geht es noch relativ leicht mit dem Einfangen. Schwieriger ist es, wenn die Hunde, die oft schon diesen speziellen Tuk-Tuk kennen und daher besonders mißtrauisch reagieren, frei herumlaufen und keine Anstalten machen, sich angreifen zu lassen. Aber die beiden „Profis“ meistern auch das erstaunlich schnell und checken in Sekundenschnelle die Lage: Trächtige oder säugende Hündinnen werden natürlich verschont, dann alle, die – als Zeichen ihrer bereits früher erfolgten Kastration – ein abgezwicktes Ohrspitzerl haben und auch solche, wo ein Einfangen in halbwegs vernünftiger Zeit unrealistisch erscheint. Oft steigen sie aber gar nicht aus dem Tuk-Tuk aus, sondern lauern nur mit dem Casher – und sobald ein Hund vorbeiläuft, ist er auch schon im Netz. Gleich danach wird die bereits vorbereitete Beruhigungsspritze verabreicht, damit der Streß und Transport zum DCC nicht allzu schlimm wird.

Dort angekommen geht wieder alles sehr schnell, die Hunde werden kurz gewogen, in den Vorbereitungsraum gebracht, die Einschlafnarkose verabreicht und dann geht’s auch schon auf den OP-Tisch, wo die beiden Tierärzte bereits auf ihre „Patienten“ warten. Alles in allem dauert die OP max. eine Stunde, bei Rüden noch weniger, dann kommen sie in die Aufwachbox und werden wie gesagt noch am selben Tag in ihr angestammtes Revier zurückgebracht. Hier erholen sie sich und haben danach viel weniger Streß mit immer mehr - unerwünschten - Nachwuchs produzieren zu müssen, was die Population insgesamt viel entspannter und auch gesünder werden läßt. Letzteres kann man leicht beobachten, wenn man die Population in der Gegend im Umkreis von 25 km von Galle beobachtet und die in anderen Regionen Sri Lankas. Somit ein langfristiger, sichtbarer Erfolg der 11-jährigen Bemühungen von Marina Möbius und dem Team von DCC. Wir haben daher beschlossen, eines unserer nächsten mailings ganz diesem Thema zu widmen und dann dieses vorbildliche Projekt mit unseren bescheidenen Möglichkeiten zu unterstützen!“


04.03.2018

wildbeimwild.com: Jäger muß 40.000 Euro bezahlen, weil er Hund erschoß

Weil er einen preisgekrönten Hund erschoß, ist ein 60-jähriger Jäger vor dem Strafgericht in Löwen in Belgien zu sechs Monaten Haft und einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 40.000 Euro verurteilt worden. Das dreijährige Tier, ein Rhodesian Ridgeback, war am 23. März 2015 während eines Spaziergangs in Bierbeek (Flämisch-Brabant) mit vier Kugeln getötet worden. Um den Täter zu finden, hatte die Besitzerin eine Autopsie durchführen lassen. Die Ergebnisse führten die Ermittler zu dem Mann aus Bierbeek, der damals mit mindestens zehn anderen Jägern im Wald auf der Jagd war.

Der erschossene Hund hatte kurz zuvor auf einer Hundeausstellung in Großbritannien mehrere Preise gewonnen. Nach Angaben der Besitzerin war das Tier auf dem besten Weg, für vielversprechende Nachkommen zu sorgen. Dies führte dazu, daß sie eine bemerkenswert hohe Entschädigung von 224.000 Euro forderte, wie das Grenzecho schreibt.

Das Gericht sprach der Besitzerin nun 1.000 Euro moralischen und 39.000 Euro materiellen Schadenersatz zu. Der Richter sah es als erwiesen an, daß der Jäger vier Kugeln in freier Wildbahn abfeuerte. Das Gericht folgte der Forderung der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Mann zudem zu sechs Monaten Gefängnis.

3 Petitonen zum Thema Jagd:

Hobby – Jäger in den Schulen? Nein Danke!: Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass Hobby-Jäger in Kindergärten und Schulen eine sektenartige Image – Kampagne betreiben, mit dem Ziel, unsere tierliebenden Kinder an das grausame Hobby Jagd heranzuführen.

Schluß mit der Tierquälerei der Jäger: Laut Tierschutzgesetz (Art. 26 TSchG) muss ein “vernünftiger Grund” für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse handelt es sich jedoch lediglich um die Befriedigung eines blutigen Hobbys. Für Füchse gibt es keine rechtliche Abschussplanung.

Und nicht zuletzt: Die ANIMAL SPIRIT-Petition gegen die Fuchsjagd in Österreich


04.03.2018

Neuer Skandal rund um das bestialische und eigentlich illegale betäubungslose Schächten:

HEUTE.at: 20 Tiere geschächtet ohne Bewilligung: Freispruch

20 Schafe hatte ein gebürtiger Türke für das islamische Opferfest 2016 und 2017 geschächtet. Nur: Die Behörde wußte von nichts, er wurde angezeigt, mußte vor Gericht. Laut Anklage hatte der Österreicher im Jahr 2016 und 2017 im Waldviertel je zehn Schafe roh mißhandelt und ihnen unnötige Qualen zugefügt, indem er die Tiere mit einem Schächtschnitt schlachtete, ohne sie vor beziehungsweise unmittelbar nach dem Schnitt zu betäuben und sie ausbluten ließ. Eine Bewilligung der zuständigen BH Gmünd war nicht vorhanden.

Somit mußte der dreifache Vater am Montag in Krems auf die Anklagebank. Der gebürtige Türke versicherte, die Tiere rituell fürs Opferfest geschlachtet zu haben.

Nur Verwaltungsstrafe: Die Richterin sprach den 36-Jährigen vom Vergehen der Tierquälerei frei. Sie stützte sich dabei auf ein OGH-Urteil, daß das Schächten nicht strafrechtlich relevant sei, sondern lediglich eine Verwaltungsübertretung darstelle. Somit erwartet den Mann nur eine Geldstrafe von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.


04.03.2018

www.sonnenseite.com: Die Macht der Konzerne stoppen

Der Film „The Green Lie” dokumentiert Schandtaten internationaler Konzerne und zeigt die Bedeutung der Zivilgesellschaft auf.

Vom Palmölanbau in Indonesien, über den Kohleabbau in Deutschland, bis zur Fleischproduktion in Brasilien – der Dokumentarfilm „The Green Lie“ von Werner Boote zeigt die Vertuschung der Ausbeutung von Mensch und Umwelt durch internationale Konzerne, die von NGOs wie Südwind seit Jahren kritisiert wird. Kinostart in Österreich ist am 9. März 2018, die Reihe Südwind im Kino zeigt den Film bereits am 7. März um 20 Uhr im Moviemento Linz. Beim anschließenden Filmgespräch diskutieren der Regisseur, die Autorin Kathrin Hartmann und FAIRTRADE-Geschäftsführer Hartwig Kirner.

„Der Film verdeutlicht die Wichtigkeit der Arbeit von NGOs wie Südwind und motiviert die Zuseherinnen und Zuseher als Akteurinnen und Akteure die Zukunft mitzugestalten. Denn wesentliche Faktoren um die Macht der Konzerne zu stoppen, sind kritische Bürgerinnen und Bürger und eine aktive Zivilgesellschaft”, sagt Nora Niemetz, Koordinatorin der Reihe Südwind im Kino.

Verbindliche Regeln für Konzerne

„Ob bei dem Anbau von Palmöl oder dem Abbau von Rohstoffen: Konzerne profitieren von Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen. Freiwillige Selbstverpflichtungen helfen da nur wenig“, sagt Stefan Grasgruber-Kerl, Kampagnenleiter von Südwind. Der UN-Menschenrechtsrat hat daher im Juni 2014 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, mit dem Ziel ein verbindliches Abkommen zur Regulierung transnationaler Konzerne (TNC-Treaty) zu erarbeiten. Am 8. März 2018 wird beim UN-Menschenrechtsrat in Genf ein Zwischenbericht präsentiert, im Oktober soll ein erster Entwurf des Vertrags verhandelt werden. „Das UN-Abkommen bietet die historische Chance, den Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen durch Konzerne endlich zu ihrem Recht zu verhelfen. Wir fordern von Außenministerin Kneissl, sich konstruktiv und im Sinne der Menschenrechte in die Verhandlungen zum UN-Abkommen einzubringen“, erklärt Stefan Grasgruber-Kerl.

Ein anderes Wirtschaften ist möglich

„The Green Lie“ verdeutlicht die negativen Auswirkungen einer auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Wirtschaft. Eine Gegenbewegung ist die Solidarökonomie, eine alternative Form des Wirtschaftens. Südwind hat in Kooperation mit NGOs aus 23 Ländern diese Bewegung analysiert und kartiert. In der Online-Karte „SuSY-Map“ wurden europaweit bisher fast 1.800 sozial- und solidarökonomische Initiativen, Betriebe und Organisationen erfaßt, davon ca. 350 in Österreich.

Orientierung in der „Gütesiegelflut“

„Um eine Veränderung zu bewirken, müssen wir unsere Lebens- und Konsumgewohnheiten überdenken. Bewußt und mit Genuß das konsumieren, was man tatsächlich braucht, nichts dabei verschwenden und darauf achten, wo es herkommt und wie es produziert wurde, sind dabei wichtige Schritte”, so Nora Niemetz. Bei der Auswahl der Produkte helfen Gütesiegel. Aber für welche Standards stehen die unterschiedlichen Siegel? Zur Orientierung in der zunehmenden „Gütesiegelflut“ haben Südwind und Global 2000 einen Gütesiegel-Check veröffentlicht.

Filmstart: Österreich 9. März 2018 | Deutschland 22. März 2018
Siehe auch Greenpeace.org: Dokumentarfilm von Werner Boote und Kathrin Hartmann auf Österreich-Tour


26.02.2018

SN.at: Erneut Schaf aus Berliner Streichelzoo geschlachtet

Zum zweiten Mal binnen drei Wochen ist in Berlin ein Schaf aus einem Streichelzoo von Einbrechern geschlachtet worden. Am Sonntagabend seien zwei Männer beim Verlassen des Tiergeheges im Volkspark Hasenheide erwischt und festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Bei ihnen wurden ein blutverschmiertes Messer und ein Schafsbein in einem Rucksack gefunden.

Die beiden 29-jährigen Rumänen hatten ersten Erkenntnissen zufolge dem Schaf noch im Gehege die Kehle durchgeschnitten und ein Bein abgetrennt. Im Raum stehen der Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie des Diebstahls.

Erst Ende Jänner waren zwei Schafe aus dem Streichelzoo entwendet worden. In einem nahen Busch wurden Überreste eines säuberlich geschlachteten schwangeren Tiers gefunden. Das zweite Schaf blieb damals unverletzt. Ob die Festgenommenen auch das erste Schaf töteten, ist noch unklar.

Siehe auch www.faz.net oder www.bild.de oder www.journalistenwatch.com