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z.B. 30/04/2017
23.04.2017

Neuer/alter EU-Skandal: www.sueddeutsche.de: Tiere auf Irrfahrt durchs Mittelmeer

Der Handel mit lebenden Rindern floriert. Doch das lukrative Geschäft hat eine dunkle Seite. Tierschützer haben bei Schiffstransporten erschreckende Mißstände dokumentiert.

Am sechsten Tag wird die Lage der Tiere auf dem Schiff immer kritischer. Kurz vor dem Ziel in Ägypten zeigt das Thermometer unter Deck 30,3 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit erreicht 92 Prozent. Viele Rinder liegen tief in ihren Exkrementen, sind völlig verdreckt. Einige sind verletzt, andere zeigen deutliche Zeichen einer Infektion. Rotz tropft ihnen aus der Nase, die Augen haben sich entzündet, sie atmen schwer.

Szenen wie diese sind offenbar keine Seltenheit. Tierschützer haben sie im vergangenen Herbst bei einer Überfahrt von Kroatien nach Ägypten aufgenommen. Zwei Jahre lang hat die Organisation Animal Welfare Foundation solche Schiffstransporte von europäischen Häfen in Länder außerhalb der EU beobachtet und zahlreiche Tierschutzprobleme und Verstöße gegen EU-Recht dokumentiert. Ihr Abschlußbericht liegt der Süddeutschen Zeitung und dem NDR vor. Insgesamt sechs Tage, solange ist das Schiff vom kroatischen Hafen Rasa nach Alexandria unterwegs. Drei trächtige Kühe verenden bereits während der ersten vier Tage. Bis zum Ende des Transports steigt die Zahl der toten Tiere auf neun, auch weil es keine geeigneten Medikamente an Bord gibt. Endlich angekommen, müssen die Tiere drei weitere Tage auf dem Schiff bleiben. Neben Bullen, männlichen Kälbern und Kühen ist auch eine Gruppe italienischer Büffel dabei, die grundsätzlich nicht nach Ägypten eingeführt werden darf.

1678 Tiere sollen an Bord, es muß schnell gehen

Bilder wie diese zeigen die Schattenseite eines Exportbooms, den Agrarverbände und Politik als große Erfolgsgeschichte betrachten. Lebende Schlacht- und Zuchttiere aus der EU sind im gesamten Mittelmeerraum gefragt. Frankreich, die Niederlande, Ungarn und Deutschland stehen auf der Liste der Lieferländer weit oben. Zu den wichtigen Importeuren gehören nach Angaben des Statistischen Amtes der EU die Türkei, Libanon, Algerien und Ägypten. Rinderexporte in diese Region haben sich in den vergangenen drei Jahren beinahe verdoppelt auf 650 000 Tiere. Gesamtwert 2016: mehr als 800 Millionen Euro!

Beim Beladen des Schiffs, das am 8. Oktober den Hafen von Rasa verläßt, muß es schnell gehen. Volle Lastwagen stehen Schlange am Kai. Über eine steile Rampe werden die Tiere an Bord getrieben. Laut Frachtunterlagen sind es genau 1678 Stück. Tierärzten im Hafen bleibt kaum Zeit zu prüfen, ob sie gesund sind, obwohl das vorgeschrieben ist. Manche Rinder geraten in Panik, springen auf andere auf oder verkeilen sich im Gestänge. Im Schiffsbauch ist es eng und dunkel. Auf den Aufnahmen sind rostige Boxengitter mit geborstenen Metallstücken zu sehen, an denen sich Tiere verletzten können. Die blanken Metallböden sind nur spärlich mit Streugut bedeckt, so daß die Tiere kaum Halt finden. Eines von fünf Decks ist so niedrig, daß die Kälber dort nur schwer von den Arbeitern mit Wasser und Futter versorgt werden können.

Dem "good will" der Schiffsbesatzung überlassen

"Ab den europäischen Häfen wird europäisches Recht systematisch gebrochen, ab hier endet jede Kontrollmöglichkeit", kritisiert Iris Baumgärtner von der Animal Welfare Foundation. Sie beobachtet Tierexporte seit Jahren und schult auch deutsche Polizeibeamte für Straßenkontrollen. Ab dem Hafen seien die Tiere oft dem "good will" der Schiffsbesatzungen überlassen, meint sie. Dabei verlangen die Regeln der EU, daß Exporteure für das Wohlergehen der Tiere bis zum Ziel sorgen müssen. Der EU-Gerichtshof hat das 2015 in einem Urteil klargestellt. Doch in der Realität werde das kaum eingehalten, sagt Baumgärtner. Was nach dem Ablegen aus einem EU-Hafen geschehe, werde von den Mitgliedstaaten nicht mehr kontrolliert.

Auf diesem link sehen Sie eine französische Dokumentation dazu und eine Petition, die wir für Sie übersetzt haben:

Nach einer Reise voller Leiden folgt ein gewaltsamer, brutaler Tod

Jedes Jahr werden Zehntausende Tiere aus der Europäischen Union in ferne Länder exportiert, zusammengepfercht in Viehwägen, Waggons oder Frachtschiffen, in denen sie oft mehrere Tage unterwegs sind. Diese Langzeittransporte sind ein Alptraum für die Rinder, aber wenn sie am Ende der Reise angekommen sind, werden sie nicht geschont. In Zusammenarbeit mit Compassion in World Farming (CIWF) und der Brigitte Bardot Foundation, hat L214 in türkischen und libanesischen Schlachthöfen gefilmt. Anhand der Rinderohrmarken fanden sie heraus, daß in jenen Schlachthöfen Tiere aus Frankreich getötet werden.

Auf den Aufnahmen im libanesischen Schlachthof ist zu sehen, wie ein Jungrind brutal an Seilen gezerrt und am Aufstehen gehindert wird, der Schlächter fixiert seinen Kopf, indem er ihm die Finger in die Augen drückt, dann wird es geschächtet und blutet bei vollstem Bewußtsein aus, so wie alle anderen Tiere auf diesem Schlachthof.

Gemeinsam mit den anderen Verbänden fordern wir ein europäisches Verbot von Lebendtier-Transporten, die länger als acht Stunden dauern. Um diesen schändlichen Handel zu beenden, unterschreiben und teilen Sie bitte diese französische Petition.


23.04.2017

Ein Bericht auf ARD Panorama und ein Kommentar dazu auf wolodja51: Deutsche Bauernfunktionäre als Schweine- und Puten-(Tierwohl-)Produzenten – Propaganda-Lügen und Wirklichkeit

"Welch ein Lumpenpack all diese Funktionäre von Bauernverbänden sind, zeigt uns nachfolgende Panorama-Sendung aus dem vergangenen Jahr 2016". Der oberste Chef dieser Bauernverbände namens Joachim Rukwied behauptet in diesem Video tatsächlich: „Wir brauchen keine Agrarwende. Die deutschen Bauern wirtschaften nachhaltig und wir halten unsere Tiere tiergerecht.“ Bauernfunktionäre als Tierschützer? Wie verlogen solcherlei Aussagen und Behauptungen sind, zeigen uns die Recherchen von Animal Rights Watch in diesem Video auf ARD


23.04.2017

Die gute Nachricht zum Schluß, www.focus.de: Geänderter Publikumsgeschmack: Circus Roncalli verzichtet auf alle Tiere

Der Circus Roncalli will ab dem kommenden Jahr völlig auf Tiere verzichten. Einem Medienbericht zufolge will sich Direktor Berhard Paul damit dem veränderten Publikumsgeschmack anpassen. Roncalli soll ein Theater-Zirkus werden. Ohnehin waren zuletzt nur noch dressierte Pferde zu sehen. „Der Zirkus ist immer mit der Zeit gegangen und hat als Kulturträger stets entscheidende Trends gesetzt“, sagte Direktor Paul. „Jetzt ist es bei Roncalli wieder einmal so weit.“ Nach Jahrzehnten, in denen Roncalli vor allem durch seine Reiterkunststücke berühmt wurde, soll nun mit den Tieren in der Manege Schluß sein. Das habe mehrere Gründe.

Zum einen könne sich der Zirkus intensiver auf seine Artistik-Show konzentrieren. „Natürlich mit allen typischen Roncalli-Elementen“, so Paul gegenüber der Zeitung. Auch der Publikumsgeschmack habe sich im Laufe der Jahre völlig verändert. Doch der Verzicht ist demnach auch praktisch: Da der Aufwand für die Unterbringung der Tiere wegfällt, könne der Zirkus mehr Gastspiele geben.

Die „wilden Tiere“ sind schon lange Geschichte: In dieser Saison ist demnach als einzige Tierattraktion noch der Dresseur Karl Trunk mit seinen großen und kleinen Pferden zu sehen. Doch auch die Pferde, die immer ein Markenzeichen des Kölner Zirkus waren, sollen verschwinden. Die „wilden Tiere“ von früher sind schon länger nicht mehr dabei. Bis zum 1. Mai gastiert Roncalli in Aachen und zieht danach weiter nach Bonn.


10.04.2017

Miranda und Nena - gerettet und vermittelt

Bereits vor einigen Wochen bekam ANIMAL SPIRIT wieder mal ein verzweifeltes Mail, daß eine Familie aus Bayern ihre zwei geliebten Stuten, die sie seit Fohlenalter aufgezogen hatten, wegen finanzieller Notlage nicht mehr behalten könne und dringend einen liebevollen Platz suchen würde. Da wir selber auf unseren Gnadenhöfen leider schon übervoll sind, haben wir nun einen optimalen Platz gefunden, u.z. auf dem frisch ins Süd-Burgenland übersiedelten Gnadenhof „Lebenskoppel“ (www.lebenskoppel.at) von Patricia Ermes. Auf zwei Etappen – zuerst zu unserem Gnadenhof Hendlberg in Laaben und dann gestern nach Neuberg im Burgenland – haben wir die beiden liebenswerten, 13-jährigen Stuten übersiedelt. Der Abschied von Miranda, der Tinker-Stute und Nena, der Haflingermix-Stute von der Familie in Niederbayern war sehr tränenreich und rührend, nur gemildert durch die Aussicht auf einen wirklich guten Lebensplatz. Und durch die Hoffnung, daß sie die beiden jederzeit besuchen können und vielleicht auch – bei Besserung der finanziellen Situation – sogar wieder einmal zurückholen könnten. Es ist erstaunlich, wie in einem der angeblich besten Sozialsysteme doch immer wieder ganze Familien, die von einem Schicksalsschlag getroffen worden sind, durch das „soziale Netz“ fallen können…

Miranda und Nena sind jedenfalls jetzt gut auf der neuen „Lebenskoppel“ gelandet, haben sich mit den anderen Pferden angefreundet und genießen die frische Frühlingsweide. Miranda ist noch etwas abgemagert, wird aber demnächst – ebenfalls auf unsere Kosten - gründlich tierärztlich untersucht und bekommt dann die bestmögliche Behandlung und Pflege.

Siehe dazu unser aktuelles Youtube-Video von der gestrigen Übersiedlung!


10.04.2017

www.neues-deutschland.de: Massenhaft gequälte Hühnereltern: Recherchen von Tierrechtlern weisen auf gesetzliche Lücken in Geflügelställen hin

Für die Haltung von Masthühnern und Legehennen wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Regelungen zum besseren Tierschutz durchgesetzt. Die Kennzeichnungspflicht für Eier läßt Verbrauchern zudem die Wahl zwischen mehr oder weniger Tierwohl. Bei Betrieben, die sich auf die Zucht spezialisiert haben, gilt das nicht - hier ringen in Deutschland Bund und Länder seit Jahren um angemessene Standards. Die Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch (ARIWA) hat kürzlich eine Recherche veröffentlicht, die zeigt: In den Ställen für Elterntiere, die dazu benutzt werden, Eier zur Mastkükenproduktion zu legen, ist Tierquälerei Alltag. Auf heimlich gedrehten Bildern aus fünf Elterntierbetrieben der WIMEX GmbH, Europas größtem Anbieter von Masthuhnküken, sind kranke, kahle Hühner mit großen blutenden Wunden zu sehen, dazwischen liegen tote Tiere. Zudem wird das Futterband nur eine Stunde am Tag eingeschaltet, die Tiere leiden über 23 Stunden Hunger. Auch Wasser ist nicht durchgehend verfügbar, wie die Aufnahmen zeigen.

„Restriktive Fütterung“ nennen das die Tierhalter und begründen diese mit der genetischen Beschaffenheit der Tiere. Die Eltern der Masthühner sind auf unnatürliches Fleischwachstum gezüchtet. Dürften sie ihren Hunger stillen, würden sie stark übergewichtig, ihre Reproduktionsleistung würde sinken „und damit der Profit der Betreiber, die durch den Nahrungsentzug viele tausend Euro Futterkosten sparen“, so ARIWA. Laut den Tierschützern sind die Aufnahmen aus Sachsen-Anhalt kein Einzelfall. Millionen Elterntiere in Deutschland legen jährlich über 600 Millionen Eier. In Brütereien schlüpfen daraus Küken, die für Hühnerfleisch gemästet werden. Hühner und Hähne werden hier für die Befruchtung zusammengehalten, immer wieder springen die Hähne auf die Hennen und fügen ihnen schmerzhafte, blutende Wunden zu. Krankenbuchten, in denen verletzte und kranke Tiere separiert werden könnten, gibt es laut der Tierrechtsorganisation in den Anlagen nicht.

Nach etwa 14 Monaten werden die Tiere getötet - dann nimmt ihre Legeleistung ab. Jede sechste Henne und jeder dritte Hahn verenden laut ARIWA jedoch vorzeitig. Die Aufnahmen zeigen, daß manche Tiere aktiv getötet werden, indem ihnen einfach der Hals umgedreht wird, statt die für die Tötung vorgeschriebenen und laut Aufnahmen auch vorhandenen "Betäubungsschlagstöcke" zu nutzen. „Die meisten Konsumenten haben sicher noch nie etwas von der Elterntierhaltung gehört. Das Leid dieser Tiere steckt zusätzlich in jedem Chicken-Nugget“, kritisiert Sandra Franz, Pressesprecherin von ARIWA. Und plädiert statt dessen für eine rein pflanzliche Ernährung sowie eine nachhaltige, bio-vegane Landwirtschaft.


10.04.2017

www.animals-angels.de, Einfach zum Nachdenken:

Christa Blanke schreibt (und spricht uns aus dem Herzen): nächstes Jahr werde ich 70, und wenn mich jemand fragt, was ich als die wesentlichste Veränderung in meiner Lebenszeit einstufe, dann heißt die Antwort: das Verschwinden von Grenzen. Alles ist möglich, alles ist erlaubt, alles ist machbar. Die Grenzen von genetischen, geschlechtlichen, körperlichen Vorgaben sind zum Beispiel in Medizin und Sport so weit gedehnt, daß sie fast nicht mehr existieren. Die Grenzen der Nationalstaaten lösen sich mehr und mehr auf nach den Vorgaben von Handel und Profit, aber auch aufgrund von Kriegen und Terrorismus. Grenzen, die kultureller Konsens einstmals vorgab, gelten nicht mehr, seitdem Multikulti sich durchgesetzt hat. Kommunikation und Mobilität sind grenzenlos geworden im Guten wie im Bösen. Was im Internet nicht geht, passiert im Darknet. Hilfsbereitschaft überwindet zwar alle Grenzen, aber das gilt natürlich auch für Kriminalität. Und so weiter… Eine Grenze allerdings, die steht unzerstörbar fest, sie ist durch nichts zu erschüttern und wird immer undurchdringlicher anstatt durchlässiger. Diese Grenze zieht sich durch die ganze Welt und fordert jedes Jahr Milliarden Todesopfer. Ich rede von der Grenze zwischen Tier und Mensch.  

Diese Grenze attackiere ich zusammen mit vielen andern seit einem halben Jahrhundert. Ohne jeden Erfolg. Dabei sind wir gut, die andern und ich. Ethologen, Biologen, Soziologen, Veterinäre haben längst schlüssig bewiesen, daß Tiere und Menschen physiologisch und psychologisch und sozial viel mehr Ähnlichkeiten als Unterschiede zeigen. Ethiker und Philosophen zeigen in einleuchtenden Gedankengängen, daß Ethik nicht nur nach den Bedürfnissen einer Spezies gedacht und formuliert werden kann, weil sie sonst dem eigenen universalen Anspruch nicht gerecht wird. Juristen haben zunehmend Probleme mit Gesetzen, die davon ausgehen, daß es erhebliche Unterschiede zwischen den Schmerzen von Tieren und den Schmerzen von Menschen gibt, die aber nur behauptet und nicht beweisen werden können. Und die NGOs kämpfen gegen diese Grenze politisch, juristisch, elektronisch und in aufwendigen Rettungsaktionen. Es nützt nichts. All das bringt diese vermaledeite Grenze nicht mal zum Wackeln. 

Wo alle möglichen Grenzen nach und nach fallen, bleibt die Grenze zwischen Mensch und Tier bestehen, mit der furchtbaren Konsequenz, daß die Tiere gequält und ermordet werden dürfen, solange die Killer einen ‚vernünftigen‘ Grund dafür angeben können. Da Profit weltweit als vernünftiger Grund gilt, schließt sich der Kreis. Alle, die das anders sehen, laufen permanent mit dem Kopf gegen die Wand und holen sich entsprechende Beulen. Ich persönlich bete täglich um ein Wunder und vertraue darauf, daß es kommt. Wenn auch leider nicht so schnell, wie die Tiere es brauchen und ich es gern hätte…. In der Zwischenzeit attackiere ich diese abscheuliche Grenze weiterhin mit allen Mitteln, die mir zur Verfügung stehen, und vertraue dabei auf Ihre Hilfe.


10.04.2017

ORF.at: Hirschkuh fühlt sich als Rind

In Scheffau (Tennengau) weicht eine Hirschkuh einer Rinderherde nicht mehr von der Seite. Sie benimmt sich auch wie eine Kuh. Und neulich hat sich ein Ferkel dem bergbäuerlichen Familienleben angeschlossen. Es schläft am liebsten in der Dusche. Die junge Hirschdame heißt Nina. Sie logiert seit einem halben Jahr auf dem Bauernhof von Tom Strubreiter. Ihre Nächte verbringt sie im Kuhstall. Ihre Mutter wurde von Jägern erschossen, das Hirschkalb von einer freundlichen Sennerin aufgezogen.

Stierig-brunftig zur gleichen Zeit

Schon früh entstand dadurch ein enger Kontakt zu Kühen, erzählt der Auerbauer Strubreiter: „Das hat sie offenbar so geprägt, daß sie sich als Teil unserer Kuhherde sieht. Bei den alten Kühen ist sie niedriger im Rang, aber bei den Kälbern, da ist sie die Chefin und hält sie zusammen. Das geht so weit, wenn eine Kuh bei uns stierig wird, also nach dem Stier verlangt, dann setzt auch bei unserer Hirschkuh plötzlich die Brunft ein.“

Die Familie Strubreiter hat sich auf die Zucht „alter“, sehr robuster und vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen spezialisiert. Hirschkuh Nina hat sich bisher allen Auswilderungsversuchen widersetzt. Sie bevorzugt das komfortablere Leben auf dem Bauernhof bei ihren Kühen und Menschen: „Auch Kühe haben wie alle Lebewesen verschiedene Charaktere. Einige lieben sie heiß, die schlecken sie ab und tun ihr schön. Andere halten sie auf Distanz“, sagt der Bauer.


04.04.2017

Neues Tier“schutz“-Gesetz spricht seinem Namen Hohn und ist des 21. Jahrhunderts unwürdig! Ein Kommentar von Dr. Franz-Joseph Plank

Wie zahlreiche andere Tierschutz-Organisationen hat auch ANIMAL SPIRIT Verbesserungsvorschläge zur Reform des Tierschutzgesetzes eingebracht (siehe u.a. auch unsere OTS-Presseaussendung vom 9.3.2017) die großteils aber vom Tisch gewischt worden sind. Seit letzter Woche Donnerstag ist also das neue Tierschutzgesetz – „dank“ der SPÖVP-Regierungsparteien - beschlossene Sache; eine große Chance, wirkliche Verbesserungen für die Tiere zu erreichen, ist vertan! Am schlimmsten hat es – wieder einmal – die ohnehin praktisch rechtlosen „Nutztiere“ getroffen. So ist u.a. nichts ist getan worden gegen die 365-Tage-Anbindehaltung bei Rindern - hier gibt es derart schwammig und weitreichend formulierte Ausnahmen, daß sich genügend Schlupflöcher für die Landwirte auftun – und diesmal auch noch schwarz auf weiß im Gesetzestext, vorher waren diese Ausnahmen ja nur in der Verordnung des Ministeriums zu finden. Das bedeutet, das Leiden der Kühe (mißbraucht als Gebärmaschinen und Milchproduzenten), die sich ihr ganzes Leben lang nicht einmal umdrehen, sondern nur aufstehen und niederlegen können, geht weiter.

Oder die betäubungslose Kastration der einwöchigen Ferkel – wer sich hier ein Verbot erhofft hat, wurde auch hier enttäuscht, keine einzige Zeile findet sich dagegen, diese Quälerei bleibt also weiterhin gesetzeskonform! Lediglich eine „Schmerzlinderung“ (das entspricht in etwa zwei Aspirin vor einer blutigen OP) wird den Schweinejungen zugestanden, wie auch den Kälbern und Ziegen beim äußerst schmerzvollen Ausbrennen der Hörner. Auch über das Kupieren der Schnäbel bei Hühnern und Puten, das Abschneiden der Ferkelschwänze, das Lebend-Schreddern von jährlich an die 10 Millionen („wertlosen“) männlichen Eintags-Küken findet sich nichts, rein gar nichts. Hier hat sich wieder einmal die Argarindustrie- bzw. Fleisch-Lobby, angeführt von der angeblichen Bauernpartei ÖVP, durchgesetzt, die in den „Nutztieren“ keine Mitgeschöpfe, sondern lediglich Produktionseinheiten für maximalen Profit sieht. Da ist es fast müßig zu erwähnen, daß natürlich auch das extrem grausame betäubungslose Schächten für Juden und Moslems – im Übrigen von keiner anderen Tierschutz-Organisation als ANIMAL SPIRIT gefordert – unangetastet geblieben ist und somit weiterhin erlaubt bleibt! (Siehe dazu auch den folgenden Kommentar von Ulrich Dittmann).

Was die – rechtlos einigermaßen besser gestellten – Haustiere betrifft, so wurde aber auch hier vieles versäumt: Statt das Verkaufsverbot von Hunden und Katzen in Zoohandlungen endgültig zu verbieten, wurde nur der Handel von Tieren im Internet verboten, zumindest für Privatpersonen. Das bedeutet, Frau Maier, die für einen Hoppala-Wurf ihrer Hündin die bestmöglichsten Plätze bei Privatpersonen sucht, darf nicht mehr inserieren, die Zoohandlung, die die Welpen von irgendwoher bezieht und in Glaskäfigen zur Schau stellt, darf weiter fröhlich verkaufen – unüberlegte (und oft verantwortungslose) Spontankäufe, weil der Welpe ja sooo herzig ausschaut, sind somit weiterhin an der Tagesordnung. Und wenige Wochen später landet genau dieser herzige Welpe dann in einem der ohnehin chronisch überfüllten Tierheime. Und aus dem Ausland können durchs Internet auch weiterhin problemlos Tiere gekauft werden…

Zu allem Überfluß wurde auch die Kastrationspflicht für Bauernhofkatzen wieder gekippt, jetzt müssen die Bauern nur behaupten, daß sie Züchter sind und dann sind sie von der Pflicht ausgenommen; allerdings müßten sie (erst ab 2019!) ihre „Zucht“-Katzen chippen lassen – man braucht wohl nur eine Hand, um abzählen zu können, wie viele Landwirte sich daran halten werden. Andererseits werden sich hinkünftig wohl viele Welpenschmuggler als „Landwirte“ ausgeben, um so weiterhin ihr grausames Geschäft betreiben zu können…

So beschränken sich die kleinen Verbesserungen, die die Gesetzesnovelle zu bieten hat, leider rein auf die Haustiere, wie z.B. das Verbot der Würgehalsbänder für Hunde und das Verbot des Tätowierens und Färbens der Haut/Fell. Das neue Tier“schutz“-Gesetz hat seinen Namen nicht verdient – es sollte in Zukunft wohl eher in Tier“nutz“-Gesetz umbenannt werden; es wären so viele Verbesserungen möglich gewesen, und doch hat die Politik sich wieder der Macht der Lobbys gebeugt – wieder einmal auf dem Rücken der Tiere!


04.04.2017

Fellbeisser.net: Betäubungsloses Schächten ist ab 2019 in der Region Flandern (Belgien) verboten

Ab 2019 ist das Schächten nicht betäubter Tiere in der belgischen Region Flandern verboten. Politiker einigten sich letzten Mittwoch auf einen Kompromiß, berichteten verschiedene belgische Medien am Donnerstag. Durch Elektroschocks soll das Gehirn etwa von kleinen Wiederkäuern wie Schafen betäubt werden, bevor sie geschlachtet werden. …

Mehr siehe: IslamiQ – 31.03.2017

Der folgende dort kurzzeitig eingestellte Kommentar von Ulrich Dittman wurde mittlerweile gelöscht:
Wenn - bedingt durch Konsumverlangen nach Fleisch oder dem Begehr, Tieropferungen durchzuführen - sich die so sehr gewünschte Qualvermeidung der so genannten „Schlachttiere“ schon nicht verhindern läßt, muß zumindest jede Möglichkeit der Qualverminderung (siehe heute mögliche Elektro-Betäubung) ausgeschöpft werden. Nirgends in den vorliegenden Religionsschriften ist auch nur der Hauch eines Betäubungsverbotes zu finden. Das ist Fakt. Rein zeitgeschichtlich kann eine Betäubung vor dem Schächten nicht als verboten aufgeführt sein, da eine heute mögliche (reversible) Elektro-Betäubungsform zur Zeit der Schriftlegung der maßgeblichen Heiligen Schriften, Thora und Koran, nicht einmal existent war.

Natürlich werden auch die Tiere im Schlachthaus nicht zärtlich totgestreichelt – aber zumindest nicht bewußt und vorsätzlich(!) langsam abgemurkst, wie eben beim betäubungslosen Schächten. Archaisches betäubungsloses Schächt-Schlachten von warmblütigen Wirbeltieren ist als bewußte und vorsätzliche, grauenhafte Tierquälerei einzustufen – sonst wäre diese Tötungsart auch nicht laut regulärem (deutschem) Tierschutzgesetz ausdrücklich verboten.

Wenn denn das betäubungslose Schächten eine so geniale, schnelle und tierfreundliche Tötungsartart darstellen würde, wie von Schächtbefürwortern pharisäerhaft behauptet, warum praktiziert man diese so wunderbare, kostengünstige Schlachtmethode dann nicht überall in der westlichen Welt und verschrottet all die teuren, offenbar „unnützen“ Betäubungsgerätschaften?

Die islamische (wie mosaische) Religion schreibt bindend einen schonenden Umgang mit Tieren vor. Durch ein Festhalten an der heutzutage als anachronistisch einzustufenden Schlachtmethode des betäubungslosen Schächtens, wird diese religiöse Vorgabe explizit ins Gegenteil verkehrt. Eine heute mögliche tierschutzgerechte reversible Elektrobetäubung kann auch nicht verboten sein, da sie zu Zeiten der Schriftlegung der Heiligen Schriften von Juden und Muslimen (Thora und Koran) nicht existent war. Eine Religionsforderung des “vollständigen Blutentzugs” ist ohnehin unerfüllbar, da immer(!) eine Restblutmenge im Körper verbleibt. Letztlich müßten daher alle Strenggläubigen – Juden und Muslime – Vegetarier sein!

Betäubungsloses archaisches Schächten leistet öffentlicher Verrohung Vorschub, fördert die Etablierung einer abgeschotteten Parallelgesellschaft, desavouiert hier um Integration bemühte Gläubige und Bürger, ist religionswissenschaftlich nicht begründbar, und weder mit dem Begriff „Religion“ noch mit der hier geltenden Verfassungsethik zu subsumieren.

Ulrich Dittmann, Arbeitskreis Tierschutz


04.04.2017

kärnten.orf.at: „Vegane Fleischweihe“: Leider nur ein Aprilscherz

Anläßlich des 1. April hat Radio Kärnten Samstagfrüh einen Aprilscherz gesendet. Mit Hilfe des Pfarrers von Krumpendorf, Hans-Peter Premur, wurde versucht, die Hörer von den Vorteilen der veganen Fleischweihe zu überzeugen. Die vegane Fleischweihe solle ein Zeichen für den Klimaschutz und vor allem Toleranz sein, hieß es in dem Beitrag, der von Christian Maierhofer gestaltet wurde. Die - frei erfundene - Veganerinitiative „Nein zur Fleischweihe am Karsamstag“ habe über die sozialen Netzwerke in kurzer Zeit in ganz Europa breite Unterstützung gefunden. So würden auch die 33 veganen Pfarrer in Kärnten die traditionelle Fleischweihe heuer erstmals boykottieren.

Für die Gesundheit, gegen Tierleid

Für diesen Aprilscherz ließ sich der Krumpendorfer Pfarrer Hans Peter Premur gewinnen. Via Radio bestätigte er die Idee der veganen Fleischweihe: „Wir, die veganen Pfarrer, werden keine Fleischweihe mehr durchführen, denn erstens ist dieser Fleischkonsum, den wir da fördern, ja ungesund für unsere Gelenke und verantwortlich für alle Zivilisationskrankheiten. Und zweitens ist das Tierleid, das wir dadurch produzieren, nicht unerheblich.“ Im Weihkorb solle es nur mehr Produkte geben, für die kein Tier sterben oder leiden mußte, hieß es in dem Beitrag weiter.

Die vegane Osterjause sei in Deutschland bereits bestens eingeführt. Charlotte Grünkorn, die „langjährige Pfarrgemeinderätin in Sauerampfershausen“ und Präsidentin des Clubs ‚Vegan 3.000‘: „Bei uns in Duisburg gibt es in den Weihkörben kein Fleisch und keine Eier mehr, weil die Veganer dafür sind, daß man Tiere leben läßt. Außerdem ist es gut für den Klimaschutz. Deswegen ist das bei uns in der Gemeinde jetzt so Brauch“, sagte die Dame mit deutschem Akzent.  Es sei ein wichtiges Zeichen zum richtigen Zeitpunkt.

Leider war diese Aktion aber nur ein April-Scherz, es wäre ja sonst wohl auch die größte Revolution in der katholischen Kirche seit der Reformation gewesen... Sie hat aber vielleicht wenigstens zum Nachdenken darüber angeregt, ob der Fleischkonsum und die Fleischweihe im 3. Jahrtausend mit christlichen Werten noch vereinbar sind…


04.04.2017

#StopptDieLKWs – eine neue Petition unserer englischen Partner-Organisation CIWF

Ein Appell an 24 EU-Agrarminister, gesetzliche Tierschutz-Verbesserungen bei Tiertransporten zu unterstützen.

Jedes Jahr leiden Millionen europäischer Tiere unter Lebendtransporten über weite Strecken. Sie werden tage- oder sogar wochenlang in überfüllten Lkw-Transportern oder Schiffen eingesperrt, müssen oft extreme Temperaturen aushalten, bekommen zu wenig Futter und Wasser, während die rechtlich vorgeschriebenen Ruhezeiten oft nicht eingehalten werden.

Lebendtransporte von Tieren sind grausam, unnötig und müssen endlich ein Ende haben. Dem Beispiel der Regierungen von Deutschland, Holland und Dänemark folgend, auch unterstützt von Schweden, bildet sich eine europaweite Koalition, um die Transporte von Tieren zu stoppen. Als Teil dieser Koalition versucht CIWF, die übrigen EU-Mitgliedsländer davon zu überzeugen, die EU-Tiertransport-Gesetze in Hinblick auf das Tierwohl zu ändern.

HIER gehts zur (englischen) Petition, adressiert an die Landwirtschaftsminister der übrigen 24 EU-Länder! Gemeinsam werden wir den Langstrecken-Lebendtransport der Tiere stoppen.


27.03.2017

Stallpflicht österreichweit endlich wieder aufgehoben

Seit letztem Samstag, 25. März 2017, ist die Stallpflicht österreichweit – im Gegensatz zu etlichen Bundesländern in Deutschland - wieder aufgehoben.

Bereits mehrmals hat ANIMAL SPIRIT in letzter Zeit über die erneute mediale Vogelgrippe-Panikmache und die Sinnlosigkeit der behördlich verordneten generellen Stallpflicht für Geflügel sowie die Massentötungen von gesunden Tieren berichtet, siehe "Vogelgrippe wird durch Geflügelwirtschaft verbreitet" oder "Vogelgrippe und mehr" oder "Vogelgrippe-die Stallpflicht ist schädlich". Letztes Wochenende wurde nun – rechtzeitig zum Frühlingsbeginn – diese unselige allgemeine Stallpflicht wieder aufgehoben, die letztlich nur wieder den kleinen Alternativ- und Biobetrieben geschadet und die Massen- und Intensivtierhalter, die viel wahrscheinlichER Versucher derartiger Seuchen sind, bevorzugt hat.

Siehe u.a. Krone.at, Kurier.at, oe24.at, salzburg24.at, nachrichten.at, etc.

Für Deutschland siehe auch Initiative kritisiert Stallpflicht und Stallpflicht als Verstoß gegen Tierschutz bewertet.


27.03.2017

Gekaufte Wissenschaft - Der neue Monsanto-Skandal

Global 2000: Monsanto finanziert Wissenschaftler, damit diese in Studien das Pestizid Glyphosat als nicht krebserregend einstufen. Und: Monsanto hat sogar Studien selbst mitgeschrieben - diese wurden aber unter dem Namen "unabhängiger" Wissenschaftler veröffentlicht.
Zeigen wir den Konzernen, daß Wahrheit nicht käuflich ist! Stoppen wir Glyphosat in Europa, unterzeichnen Sie die Europäische Bürgerinitiative "Stop Glyphosat"

Für Monsanto, Bayer und die anderen Chemiekonzerne ist ein Milliardengeschäft in Gefahr, denn dem Verkaufsschlager Glyphosat droht das Verbot in der EU. Mit den von Monsanto beeinflußten "unabhängigen" Studien soll das drohende Verbot abgewendet werden.

Mehr über den Report "Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft" können Sie hier lesen.

Siehe auch den Bericht auf ZDF.de: Manipulation bei Glyphosat-Studien?
Schädlich oder nicht schädlich? - das Unkrautmittel Glyphosat ist ein Reizthema. Eine neue Untersuchung soll belegen: der amerikanische Spritzmittel-Riese Monsanto soll Forschungsergebnisse geschönt und gefälscht haben.


27.03.2017

PETITION Rettet den Regenwald: Holzplantage bedroht tausend Orang-Utans

Die Urwälder von Sungai Putri sind eines der letzten Refugien für Borneos Orang-Utans. Mehr als tausend dieser stark bedrohten Menschenaffen leben in den Sumpfwäldern im Westen der Insel. Erst vor zehn Jahren haben Wissenschaftler sie entdeckt und beschrieben. Die Einheimischen wußten natürlich von ihnen. Diese große Population der Menschenaffen ist ein Hoffnungsschimmer für das Überleben der stark bedrohten Primaten. Jetzt ist ihr Überleben aber in Gefahr: Eine Holzfirma will dort Plantagen für die Papierindustrie anlegen. Indonesiens Präsident muß sofort handeln!

Sungai Putris Wälder sind einzigartig, sie wachsen auf meterhohen Torfschichten. Solche Torfsumpfwälder zu erhalten, ist der beste Schutz vor Waldbränden, dem Anstieg von Treibhausgasemissionen und der Klimaerwärmung. Deswegen hat die indonesische Regierung nach dem Waldbrandjahr 2015 verboten, Torfwälder und Primärwälder abzuholzen und dort Plantagen anzulegen.

Doch genau das macht die Firma Mohairson Pawan Khatulistiwa in Sungai Putri. Sie zieht Kanäle, um den Torfboden auszutrocknen. Sie will dort Monokulturen für die Papierfabriken anlegen. Gesetze reichen offenbar nicht. Bitte unterschreiben Sie unsere Petition an die Regierung, diese Umweltverbrechen effektiv zu verhindern.


6FLO-KU-LI
27.03.2017

Einladung zum 6. FLOKULI – Flohmarkt | Kunst | Literatur, am Samstag, 22. April von 11 – 18 Uhr im Kremstaler Hauerhof in Krems-Rehberg

Der geschichtsträchtige Kremstaler Hauerhof öffnet für das wunderbare fröhliche Frühlingsfest FLOKULI mit Kunsthandwerk, hochwertigem Flohmarkt, und Lesungen für die ganze Familie seine Pforten.
Der Verein Veggruf lädt alle herzlich ein sich an den vielfältigen Kunsthandwerksständen umzusehen, im Flohmarkt zu stöbern und vegane Kulinarik im Garten des einzigartigen uralten Kremstaler Hauerhofes zu genießen.
Eine persönliche Hausführung um 14 Uhr zeigt das einzigartige und liebevoll renovierte Haus von innen, die Kinder haben in der Kreativ-Ecke Spaß, Groß und Klein lauscht der spannenden Lesung der Kremser Autorin Lisa Gallauner und Weinliebhaber kommen bei der humoristischen Bio-Weinverkostung im historischen Keller auf ihre Kosten. Ein Bio-Jungpflanzenmarkt und eine Tombola mit sinvollen Preisen für den Tierschutz ergänzen das vielfältige Programm für die ganze Familie.

Eintritt Freie Spende für den Tierschutz.  Alle Infos unter www.veggruf.at und auf www.facebook.com/veggruf

FLOKULI, 22. April, 11 – 18 Uhr, Kremstaler Hauerhof, Rehberger Hauptstr. 56, 3500 Krems-Rehberg

->Plakat zum download<-


20.03.2017

Streunerhundeprojekt Chiang Mai, Thailand: Wunder werden möglich!

Unsere thailändische Partnerorganisation „Care for Dogs“, die ANIMAL SPIRIT nun bereits seit neun Jahren unterstützt, kümmert sich um verletzte Straßenhunde in der thailändischen Stadt Chiang Mai und sorgt mit einem umfassenden Care-Paket dafür, daß immer mehr Hunde dem rauhen Alltag auf der Straße besser gewachsen sind (siehe unsere aktuelle Aussendung, die diese Woche auch zur Post geht). Viele können sogar zur Adoption vermittelt werden. Ohne Unterstützung durch unsere Spenderinnen und Spender wäre das alles nicht möglich. So konnte „Care for Dogs“ in diesen letzten Jahren bereits tausende Hundeleben retten. Vorher waren die buddhistischen Mönche fast die einzigen Menschen, die den Streunern in der thailändischen Stadt Chiang Mai halfen, aber sie waren schlicht überfordert und sind auch völlig mittellos. Erst seit die Straßenhunde von „Care for Dogs“ konsequent gegen Staupe und Tollwut geimpft, infektiöse Tumoren, Räude und Herzwurm behandelt und Verletzungen fachgerecht versorgt werden und die Vermehrung der Tiere durch Kastrationen unter Kontrolle ist, hat jeder einzelne Hund bessere Überlebenschancen.

Daß die Situation in Chiang Mai sich so gut entwickelt, ist vor allem auch auf die großzügige Unterstützung von vielen Tierfreunden zurückzuführen – dafür möchten wir uns bei allen Spenderinnen und Spendern herzlich bedanken. Was wir mit dieser Unterstützung alles erreichen, können Sie im neuen Folder, der auch diese Woche zur Post gehen wird, nachlesen.

Trotz aller Erfolge – das Notruftelefon in der Tierklinik verstummt nicht und es gibt nach wie vor viel zu tun. Bitte spenden Sie auch diesmal wieder, damit die großartige Arbeit für die Straßenhunde in Thailand weitergehen kann.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen,

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT


20.03.2017

Dokumentation: "Im Namen der Tiere"

Wie kommt es, daß wir Katzen und Hunde lieben, aber gegenüber Schweinen und Rindern offenbar völlig gefühlskalt sind? Wie kommt es, daß wir Menschen uns als "Krone der Schöpfung" sehen, aber den sogenannten Nutztieren eine Hölle auf Erde bereiten?
Solchen Fragen möchte die Filmemacherin Sabine Kückelmann in ihrer Dokumentation "Im Namen der Tiere" auf den Grund gehen:

Wenn Menschen heute gedankenlos Fleisch, Milch und Eier in sich hinein stopfen, denken sie meist gar nicht daran, wie diese "Produkte" einmal entstanden sind. Sie denken nicht an Rinder, Schweine, Hühner und Fische, sondern verdrängen oder abstrahieren, daß sich auch hinter dem „Burger“ oder der Wurst eigentlich Tierleben verbergen ("Es sind ja nur Schweine"). Sie wissen nicht (oder wollen nicht wissen), daß jeder Bissen in ein Stück Fleisch eine Industrie unterstützt, die so grauenvoll ist, daß man nur wegsehen kann. Die Folge: Eine Spirale aus Wegsehen und unkontrollierter Grausamkeit gegenüber Tieren.

"In jedem Burger steckt ein wunderschönes Geschöpf"

Die Filmemacherin Sabine Kückelmann schreibt, sie wolle mit dem Film darauf aufmerksam machen, "daß etwas, namens 'Burger' zuvor ein wunderschönes Geschöpf war, für dessen Leid wir verantwortlich sind". Ihre Dokumentation "Im Namen der Tiere" ist ein durchaus erschütterndes Machwerk über die reale Hölle, die sich hinter Tierprodukten verbirgt.

"Im Namen der Tiere" geht zunächst auf die Frage ein, wie es sein kann, daß wir das Leid der Tiere so sehr abstrahieren. Daß wir gut gelaunt über den Jahrmarkt schlendern und genußvoll in ein Stück Fleisch beißen, während woanders, weit außerhalb unseres Wahrnehmungsfeldes, Tiere grauenvoll behandelt werden. Liegt es an der Distanz zu den Opfern? Daran, daß man ihre Schreie und ihren Lebenswillen nicht sehen kann?

Aufrüttelnde Dokumentation zum Mensch-Tier-Verhältnis

Sabine Kückelmanns Dokumentation "Im Namen der Tiere" rüttelt auf und regt zum Umdenken an. Zu Wort kommen auch Experten wie der Tierrechtler Dr. Edmund Haferbeck, der spirituelle Arzt Rüdiger Dahlke und die amerikanische Psychologie-Professorin Prof. Melanie Joy - und viele weitere.

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20.03.2017

Würdest du weiter Fleisch essen, wenn Tiere sprechen könnten?
Nehmen wir an, Tiere könnten dank moderner Technologie mit uns Menschen sprechen. Inwiefern würden wir unser Verhalten ihnen gegenüber ändern? Laut dem Zukunftsforscher Dr. Ian Pearson werden wir spätestens im Jahr 2050 mit Tieren sprechen können. Unsere Technologie wird bis dahin so fortschrittlich sein, daß wir ihnen mittels Transplantaten eine gewisse Artikulationsfähigkeit in unserer eigenen Sprache geben können.

Wie oft haben wir schon unsere Haustiere angeschaut und uns gefragt, was sie wohl sagen würden, wenn sie sprechen könnten. Würden wir ihnen immer noch seelenruhig beim Koten zugucken oder wäre das plötzlich unangenehm? Würden wir Nutztiere, die uns von ihrem Alltag, ihren Gefühlen, ihren Zukunftsträumen erzählen, weiterhin schlachten und zu Mahlzeiten verarbeiten? Würden wir Mücken und anderes Ungeziefer weiterhin so leichtfertig zerdrücken (Tierfreunde, verzeiht!), wenn sie vorher um Gnade flehen? Wahrscheinlich nicht. Sprechende Tiere würden unser Weltbild ganz schön über den Haufen werfen.

Zugegeben: Die Annahme, Tiere könnten sich fließend mit uns unterhalten, diskutieren oder streiten, ist wohl übertrieben. Tiere hätten wohl nach wie vor kein festes Sprachverständnis und könnten nichts mit Grammatik anfangen. Kein Chip der Welt kann ein paar Evolutionsstufen überspringen und ihnen das Geschick zu schlußfolgern, zu urteilen, Logik anzuwenden beibringen. Zumindest noch nicht. Was eine derartige technologische Entwicklung wahrscheinlich tun würde, ist, das vorhandene tierische Kommunikationsrepertoire mit – in unserem Fall – deutscher Semantik zu überlagern. „Wuff, wuff!“ könnte beispielsweise zu „Einbrecher, Einbrecher!“  und „Muuuh!“ zu „Hunger!“ übersetzt werden.

Tiere mit annähernd nachvollziehbaren verbalen Fähigkeiten: Wäre das für uns Menschen Grund genug, um Tiere endlich besser zu behandeln? Tatsächlich existieren bereits empirische Untersuchungen, die sich mit solchen Fragen beschäftigten. Eine Gruppe von Wissenschaftlern rund um den Experimental- und Sozialpsychologen Brock Bastian führte im Jahr 2011 einen kleinen Versuch zum Thema durch. Während die eine Teilnehmergruppe einen kurzen Beitrag darüber verfassen sollte, inwiefern sich Tiere Menschen ähneln, sollte sich die andere Gruppe Gedanken über die umgekehrte Variante machen: In welchen Punkten ähneln wir Menschen uns den Tieren? Das Ergebnis war, daß vermenschlichte Tiere weit positiver dargestellt wurden als umgekehrt. Dieses Ergebnis würde dafür sprechen, daß wir sprechende Tiere tatsächlich mehr schätzen würden. Oder vielleicht kleben wir ihnen auch einfach das Maul zu und machen weiter wie bisher.

Töte mich nicht!

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Nehmen wir an, Tiere hätten dank der neuen Technologie ein Zukunftsbewußtsein. Eine Vorstellung davon, was sie in ihrem späteren Leben tun und lassen möchten. Das würde bedeuten, daß Tiere nicht mehr bloß im Hier und Jetzt leben und ihre unmittelbaren Bedürfnisse stillen, sondern ihr Leben als Gesamtkonzept schätzen und Pläne machen können. Was ändert das für uns? Wenn ein Lamm kurz vor der Schlachtung „Töte mich nicht!“ bääht. Wenn sich kurz vor dem Biß in den Burger das Gewissen einschaltet und ein imaginäres, um Gnade flehendes Rind in unsere Vorstellungen springt? Sind sprechende Tiere schützenswerter als Tiere, die muhen, grunzen oder gackern? Schließlich wären sie uns durch ein künstliches Sprachvermögen unheimlich ähnlich.

Das Konzept des humanen Tötens (sofern es das überhaupt gibt) beruht für viele auf dieser Idee. Daß Tiere kein ausgeprägtes Zukunftsbewußtsein haben. Da sie quasi nur im Moment leben, müßte man ihr Leiden bei der Schlachtung ganz einfach so gering wie möglich halten und alles ist gut. Aber das Schlachten selbst? Nein, das stellen wir nicht in Frage. Für Tiere, die nicht mehr nur in der Gegenwart leben, sondern auch an ihr zukünftiges Glück denken, kann das nicht weiterhin zutreffen. Technologie, die Tiere dazu befähigt, ihren Platz in unserer Welt zu begreifen, würde unsere Beziehung zu Fleisch sicher verändern. Mehr Mitgefühl, Bedauern und Trauer in uns auslösen. Ein Tier für sein Fleisch zu töten, das dir gerade noch erzählt hat, daß es später noch ein wenig auf der Weide spielen möchte, wäre plötzlich gar nicht mehr so leicht, oder?

Steve Loughnan von der University of Edinburgh und Jared Piazza von der University of Lancaster führten ein paar Tests über das menschliche Verständnis von tierischer Intelligenz durch. Die Resultate zeigen, daß wir dazu neigen, uns weniger um intelligente Tiere zu sorgen, solange sie in unserer eigenen Kultur bereits als Nahrungsmittel gelten. Wenn wir allerdings an Tiere denken, die keine potentielle Mahlzeit für uns darstellen, tun sie uns doch wieder leid. Dasselbe gilt für Tiere, die in fremden Kulturen verspeist werden, aber nicht in unserer. Unter diesen Umständen wäre es dann auch möglich, daß wir unser moralisches Verständnis gegenüber einer sprechenden Kuh doch nicht verändern – sie steht ja schließlich schon längst auf unserem Speiseplan.

Was wir bei all dem nicht vergessen dürfen: Tiere sprechen bereits mit ihrer eigenen Sprache mit uns. Es sollte keinen großen Unterschied zwischen einem schreienden Menschenbaby und einem schreienden Lamm geben. Kälber, die ihrer Mama kurz nach der Geburt weggenommen werden, schreien genauso herzzerreißend nach ihr. Vielleicht sollten wir in Zukunft einfach besser hinhören…


20.03.2017

www.prowildlife.de: Ausgequakt: Europas Gourmets bedrohen Asiens Frösche

4.600 Tonnen Froschschenkel importiert die EU jährlich aus Indonesien – das entspricht 100-200 Millionen Fröschen. In den 1980er Jahren kamen Froschschenkel in Verruf: Damals sorgten Bilder aus Indien und Bangladesch für Entsetzen, die zeigten, wie grausam lebendigen Fröschen die Beine abgehackt wurden. 1985 wurden die zwei damals meist gehandelten Arten auf Initiative Deutschlands weltweit unter den Schutz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens gestellt – und das Thema verschwand aus den Schlagzeilen. Zunächst…

Indonesiens Frösche verschwinden

Pro Wildlife wollte jedoch wissen, ob dieses Problem wirklich aus der Welt geschafft ist. Unsere Recherchen brachten Erschreckendes zutage: Gemeinsam mit den US-Verbänden Defenders of Wildlife und Animal Welfare Institute hat Pro Wildlife die Studie „Canapés to Extinction“ veröffentlicht, die zeigt, daß sich das Problem von Indien und Bangladesh nach Indonesien verlagert hat. Dort werden seither bis zu 200 Millionen Frösche jährlich aus Reisfeldern und Tümpeln für den Export in die EU eingefangen – mit fatalen Folgen für die Natur: Die Frösche werden immer seltener, sie fehlen als Insekten- und Schädlingsbekämpfer. 200 Millionen Frösche würden jährlich bis zu 800.000 Tonnen Insekten, Schnecken und andere Agrarschädlinge vertilgen – wenn sie nicht gefangen, getötet, eingefroren und nach Europa verschifft würden. So jedoch wird der Einsatz von Pestiziden in Indonesien immer weiter erhöht, die Gewässer werden hierdurch immer mehr verschmutzt – mit negativen Folgen für die Artenvielfalt wie auch den Menschen.

Die EU muß endlich handeln!

Die EU ist und bleibt trauriger Spitzenreiter der Frosch-Vernichtung – allen voran Frankreich, Belgien und Holland. Seit 1992 ist es in der EU verboten, Frösche zu fangen und zu verkaufen, also importiert man in Zeiten der hemmungslosen Globalisierung seither aus Asien – ohne Rücksicht auf die Folgen für die dortigen Ökosysteme. Pro Wildlife fordert von der EU nun, endlich die Verantwortung für die Naturplünderungen zu übernehmen, die Importe drastisch zu reduzieren und sich dafür einzusetzen, daß Frösche weltweit besser geschützt werden. Doch bislang scheitern EU-Maßnahmen v.a. am Desinteresse Frankreichs. Eine neue Studie, die zeigt, daß Indonesiens Händler nahezu alle Frösche falsch auszeichnen und niemand die ökologischen Folgen des abermillionenfachen Fangs abschätzen kann, soll nun die Debatte neu beleben.

Was können Sie für den Schutz der Frösche tun?

1) Boykottieren Sie Froschschenkel! Und reden Sie mit Freunden, Kollegen und Verwandten über dieses Thema. Dieses Luxusprodukt ist völlig überflüssig!

2) Wenn Sie Froschschenkel auf Speisekarten im Restaurant entdecken, sprechen Sie das Personal darauf an, informieren Sie sie freundlich, aber bestimmt über die großen Tier- und Artenschutzprobleme und bitten Sie sie, solche Gerichte von der Speisekarte zu nehmen. Gleiches gilt für Angebote im Supermarkt (v.a. in den Gefriertruhen).

3) Melden Sie uns Restaurants, die noch immer Froschschenkel auf der Speisekarte haben!


20.03.2017

Bereits in einem unserer letzten Newsletter ("Warum die Bürger die EU nicht mögen") haben wir ein Schreiben von Martina Gerlach an Kommissionspräsident Juncker veröffentlicht. Obwohl wir meinen, daß sind in EU-Brüssel geradezu das Zentrum sämtlicher herzloser Bürokratie-Betonköpfe befindet, leiten wir nun auch ihr aktuelles Schreiben an nämlichen Präsident Juncker weiter:

Guten Tag, Herr Juncker,
der Rom-Gipfel soll ja auch "der Start für ein neues Kapitel" der EU sein und Ihr sog. Weißbuch gibt dafür 5 „Gangarten“ vor. Aber so funktioniert das nicht! Es muß endlich ein Umdenken und Umhandeln in den Köpfen der Politiker der EU-Kommission und des EP sowie der EU-Mitgliedsländer einsetzen, und zwar hin zu wirklicher Verantwortung. Diese muß endlich auch die Schutzpflicht gegenüber den den Menschen anvertrauten Tieren – nicht weniger leidensfähig und fühlend als Menschen und denkende Wesen – einbeziehen! Diese wird bis heute zu 99,99 % völlig vermißt!

Die Politiker in Brüssel und Straßburg sowie in den EU-Mitgliedsländern bekamen zum Beispiel nicht den Auftrag, sich als Lobbyisten von Gift-/Agrarkonzernen aufzuführen, die Natur/Umwelt, Tiere und Menschen zugunsten einiger gerne Begünstigter zu vergiften, wie dies im Zusammenhang mit Monsanto & Co. für Glyphosat gerade eben sichtbar geschieht. Die Politiker in Brüssel und Straßburg bekamen auch nicht den Auftrag, sich zum Handlanger grausamer Verbrechen an unseren tierlichen Mitgeschöpfen zu machen, diese zu legalisieren bzw. jegliche Verbesserung zugunsten der hilflos ausgelieferten Tiere zu verhindern. Aber genau dies tut man in Brüssel und Straßburg!

Die Menschen des 21. Jahrhunderts wollen erleben, daß aus Brüssel und Straßburg endlich auch Pflichten gegenüber den den Menschen anvertrauten, damit leider auch hilflos ausgelieferten Tieren wahrgenommen werden. Ein endliches Begreifen zugunsten der tierlichen Mitgeschöpfe ist überfällig und gehört in die neuen Konzepte für eine EU, will diese auch von ihren Bürgern akzeptiert werden.

Ich mache dies an folgenden Beispielen deutlich:

Seit vielen Jahren fordern EU-Bürger, weil bitter nötig, endlich eine Video-Überwachung an und in Schlachthöfen. Während aus Angst vor Terrorakten Video-Überwachung zum Schutz für Menschen ausgeweitet wird, wird die Notwendigkeit, Tiere betreffend, gezielt ignoriert. Aber diese sind es, die täglich EU-weit unvorstellbarer Grausamkeit, die nicht zu rechtfertigen ist, hilflos ausgeliefert sind. Was den Tieren an und in Schlachthäusern angetan wird, ist weitaus grausamer als „nur“ Terror!

Hier ein paar Beispiele aus Deutschland, deren Politiker, inklusive Frau Merkel, sich immer brüsten, daß Deutschland das „beste Tierschutzgesetz der Welt“ hätte. Eine Farce … gemessen an der täglichen grauenvollen Wirklichkeit, die Politiker als bestialisch bezeichnen würden, würde Gleiches Menschen angetan. – Aber Tiere, auch jedes Schwein, jedes Rind, jedes Huhn … fühlt und leidet nicht weniger als jeder Mensch! Nur Beispiele … und in anderen EU-Ländern ist es ebenso grauenhaft oder noch schlimmer!

Viele bayerische Schlachthöfe verstoßen gegen den Tierschutz

Rinder und Schweine werden unzureichend betäubt, getreten oder auf andere Weise gequält. Die Kontrollen reichen offenbar nicht aus. Mehr unter sueddeutsche.de. Und man sieht immer noch keinen Handlungsbedarf bei der EU-Kommission oder dem EP zur endlichen EU-weiten Video-Überwachung? Man will wohl diesem menschengemachten Grauen kein Ende machen, weil man selbst diese Gewalt nicht angetan bekommt. Perfide!

Und ein weiteres Beispiel – grauenhafte Tiertransporte, die von Politikern des EP und der EU-Kommission als für die tierlichen Opfer „gemütliche Transporte im klimatisierten Transporter“ belächelt und abgetan werden. Jeder EP- und EU-Kommissions-Politiker verdiente es selbst, wie „Tiere transportiert zu werden“. Dann würde man wahrscheinlich verstehen und endlich handeln!

Ich mache dies an einer aktuellen Forderung an Ihren EU-Kommissions-Kollegen Andriukaitis – wohl einer der tierverachtendsten – und damit auch menschenverachtendsten – Politiker in Brüssel! deutlich:

Sehr geehrter Herr Andriukaitis,

jedes Jahr werden über eine Milliarde lebende Tiere zu kommerziellen Zwecken durch die Europäische Union und in Drittländer transportiert. Für die Tiere bedeuten die langen Transporte Erschöpfung, Dehydrierung, Verletzungen und sogar den Tod. Dazu steigt das Risiko der Seuchenverbreitung. Umfragen zeigen, daß ein Großteil der Bevölkerung eine Begrenzung der Transportzeiten fordert. Dennoch sind seit dem Inkrafttreten der EU-Transportverordnung 2007 die Zahl der Langstrecktransporte, also mehr als acht Stunden, gestiegen.

Die geltende Verordnung (EG) 1/2005 über den Schutz von Tieren beim Transport läßt zu, daß Tiere viele Stunden ohne Pause transportiert werden dürfen; in beengenden Lastwagen, ohne ausreichend Futter und Wasser zeigen die Tiere schlimmste Verletzungen.

Die zuständigen Minister der Länder Deutschland, Dänemark, Niederlande, Schweden, Belgien und die Österreich, haben sich bereits für kürzere Transportzeiten ausgesprochen und einen entsprechenden Antrag für eine Überarbeitung der Transportverordnung bei der Kommission eingereicht.

Sehr geehrter Herr Kommissar, mit diesem Schreiben fordere ich Sie deshalb dazu auf, eine Revision der EU-Transportverordnung einzuleiten...

 

Herr Juncker, die Menschen erwarten und fordern, daß endlich die EU- und EP-Politiker Verantwortung auch gegenüber unseren tierlichen Mitgeschöpfen übernehmen. Nur dann kann eine EU auch akzeptiert werden! Menschsein hört doch nicht beim Menschen auf!

Und Schutz der Tiere ist kein Privatvergnügen einiger, sondern Pflicht eines Jeden, auch eines jeden Politiker, denn Gesetze, die diese Verbrechen an Tieren legalisieren/zulassen oder diese verhindern werden von Politikern gemacht!

Ich erwarte von Politikern – eben auch in Brüssel und Straßburg – Verantwortung, die nicht erst beim Menschen ansetzt! Wir Menschen haben Pflichten, auch den Tieren gegenüber! Denken Sie darüber nach und hoffentlich um! Ich bin eine von Millionen EU-Bürgern, die so denkt. Das sollten Sie Ihren EU-Kollegen am 25.3.2017 nahe bringen.

Für eine bessere Welt!
Martina Gerlach