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z.B. 19/01/2018
16.01.2018

Erinnerung: Tiertransport-Demo in Brüssel, 22.01.18, 14 bis 16.30 Uhr!

Nach den jüngsten TV-Berichten über die grauenhaften EU-Tiertransporte – innerhalb aber v.a. auch außerhalb der EU – haben deutsche Tierschützer zu einer Demonstration kommenden Montag in Brüssel aufgerufen: Die "Lebenshilfe Kuh & Co. e.V." will am 22. Januar von 14 bis 16.30 Uhr vor dem EU-Parlament ein machtvolles Zeichen setzen, unterstützt von der deutschen Tierschutzpartei, der V-Partei und Black Forest for Animals e.V. Auch ANIMAL SPIRIT wird eine Delegation schicken und wir würden uns freuen, wenn sich spontan noch viele weitere Tierfreunde Zeit nehmen und hinkommen könnten. 

Für Kontakte und Informationen stehen zur Verfügung:

simone-oppermann@tierschutzpartei.de
sabine@lebenshilfe-kuh-und-co.de
fischer-gerhard@t-online.de  
www.lebenshilfe-kuh-und-co.de
www.tierschutzpartei.de

Einzelheiten zur Aktion: www.facebook.com/events/290022751508588/

Flyer zum Ausdrucken

"Wer ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung beiträgt, ist selbst Teil des Problems." Oder - Erich Kästner zitiert: "An allem Unrecht, das geschieht, ist nicht nur der schuld, der es begeht, sondern auch der, der es nicht verhindert."


16.01.2018

Kleinezeitung.at: Prozeß um Tierquälerei bei Welpentransport vertagt

15. Jänner 2018: Die kleinen Hunde machten 1.100 Kilometer lange Fahrt ohne Futter und Wasser in zu kleinen Boxen mit. 34-jähriger Angeklagter erschien nicht zur Verhandlung.

Nur wenige Minuten hat am Montag in Eisenstadt der Prozeß gegen einen 34-Jährigen wegen Tierquälerei gedauert. Richterin Karin Lückl vertagte die Verhandlung, weil der Angeklagte nicht erschienen war. Der Mann hätte sich vor Gericht wegen des Transports von 47 Hundewelpen verantworten sollen, den die Polizei im Oktober 2016 in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) aus dem Verkehr gezogen hatte.

Kein Wasser und Futter: Die Staatsanwaltschaft hatte die Bedingungen für die zum Transport zu jungen Tiere auf der rund 1.100 Kilometer langen Fahrt vom Osten Rumäniens bis ins Burgenland als qualvoll eingestuft, weil es der 34-Jährige unterlassen haben soll, die Hunde mit Wasser und Futter zu versorgen. Zudem hätten die Vierbeiner in den Transportboxen so wenig Platz gehabt, daß sie übereinander liegen mußten.

Weil in dem Fahrzeug verfälschte EU-Tierpässe gefunden worden waren, war der Rumäne auch wegen Urkundenfälschung angeklagt. Bei einem Schuldspruch wegen Tierquälerei beträgt der Strafrahmen bis zu zwei Jahre.

Aufenthaltsermittlung: Im Verhandlungsakt befinde sich zwar ein Rückschein, aus dem hervorgehe, daß die Ladung für den Prozeß jemand zugestellt worden sei, erläuterte die Richterin. Anhand der Unterschrift sei aber nicht erkennbar, wer sie entgegengenommen habe. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Ausschreibung des Angeklagten zur Aufenthaltsermittlung. Nachdem die Richterin die Zeugen informiert hatte, vertagte sie die für 9.00 Uhr angesetzte Verhandlung auf unbestimmte Zeit. "Ende 9.06 Uhr", gab sie zu Protokoll.


16.01.2018

Kinostart "The End of Meat"

Am 19. Jänner startet Marc Pierschels Dokumentarfilm über Veganismus, Fleischkonsum und die Zukunft unserer Ernährung, THE END OF MEAT,  nun endlich auch in den österreichischen Kinos. Vorher freuen wir uns darauf, den Regisseur auf einer kurzen Premierentour begrüßen zu dürfen. Tickets für alle Veranstaltungen sind ab sofort verfügbar.

(Noch ausstehende) Premieren mit Regisseur Marc Pierschel:

16. Januar - Rechbauer Kino Graz
17. Januar - Moviemento Linz
18. Januar - Village Cinema Wien

Kinostarts:

19. Januar - Apollo Kino Wien
19. Januar - Village Cinema Wien
19. Januar - Cinema Paradiso St. Pölten
19. Januar - City Kino Steyr
19. Januar - Moviemento Linz
19. Januar - Geidorf Kunstkino Graz
19. Januar - Stadtkino Villach
19. Januar - Programmkino Wels
26. Januar - Rechbauer Kino Graz
01. Februar - Kesselhaus Krems

Teilen sie den Trailer

FB Link: www.facebook.com/theendofmeat/videos/1890709811185104/

YT Link: www.youtube.com/watch?v=c1eFpeJSEPs

FB Kinostartübersicht: www.facebook.com/theendofmeat/posts/2003277716594979

FB Veranstaltungsübersicht: www.facebook.com/pg/theendofmeat/events/


16.01.2018

Petition Regenwald.org: Stoppt das Abschlachten der Elefanten für Biodiesel!

Ende Dezember wurde in der Provinz Aceh in Indonesien eine trächtige Elefantenkuh auf einer Palmölplantage vergiftet aufgefunden. Weil der Regenwald für immer neue Palmölplantagen weichen muß, suchen die Tiere auf den Ölpalmpflanzungen nach Futter. Mindestens 11 Elefanten starben 2017 allein in Aceh, die meisten wurden von Menschen getötet.

Zurück bleiben oft Waisen, die wie Menschenkinder um ihre Mutter trauern und ohne sie kaum überleben können. Das Foto aus Sabah auf Borneo von dem kleinen Elefanten neben seiner vergifteten Mutter ging vor 5 Jahren um die Welt.

Viele weitere bedrohte Tierarten wie Orang Utan, Tiger und Nashorn sind durch die Abholzung ihres Lebensraums ebenso zum Aussterben verurteilt. Und auch die lokale Bevölkerung, vor allem Indigene und Kleinbauern, verliert ihr Land und ihre angestammten Lebensgrundlagen. Eine der Hauptursachen für die Tragödie im Regenwald liegt in der Biospritpolitk der Europäischen Union (EU). Aus Palmöl wird EU-weit etwa die Hälfte des Biodiesels hergestellt! Aber auch bei uns in Europa verursachen die industriellen Monokulturen mit Raps, Mais, Weizen und Zuckerrübe für die Biospritproduktion einen dramatischen Rückgang der Artenvielfalt.

Doch noch ist es nicht zu spät: Aktuell entscheiden die EU und ihre Mitgliedsländer über die Biospritpolitik für die kommenden Jahre bis 2030. Am 17. Januar 2018 stimmt das EU Parlament darüber ab.

Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition für ein Ende der schädlichen Bioenergiepolitik der EU: ZUR PETITION


11.01.2018

Im neuen türkis-blauen Regierungsprogramm kommt Tierschutz so gut wie nicht vor

Kommentar von Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT

Aus dem 180-seitigen ÖVP-FPÖ-Regierungsprogramm 2018 zum Thema „Tierschutz“ (Seite 172): „Tiere würdevoll behandeln und ihren Schutz verbessern. Der naturnahe, respektvolle Umgang mit unseren Tieren muß Leitbild für eine nachhaltige Tierschutzpolitik sein. Der Tierschutz soll daher auf der Grundlage der Erkenntnisse der Forschung und Wissenschaft permanent weiterentwickelt werden. Ziel muß es sein, den Tierschutz als integralen Bestandteil in allen Gesellschafts- und Wirtschaftsbereichen mit zu berücksichtigen.

• Weiterentwicklung des Tierschutzgesetzes unter Einbindung der Tierschutzvereine

• Sicherstellung praxistauglicher Online-Bewerbung für Tierschutzvereine

• Strafen für Tierquälerei und illegalen Tierhandel in Österreich erhöhen“

Dieser kurze Absatz ist alles, was im Regierungsprogramm der neuen türkis-blauen Regierung zu lesen steht – also großteils Überschriften, schönklingende Worte und heiße Luft. Der Tierschutz ist zwar wieder im Gesundheitsministerium angesiedelt (Ministerin Beate Hartinger-Klein), er scheint dort aber noch mehr unter „ferner liefen“ abgestellt zu sein, zumal auch das Sozialministerium seit neuestem hier mit angesiedelt ist.

Die ersten Anzeichen der neuen Regierung lassen für einen Fortschritt im österreichischen Tierschutz somit eher nicht viel Gutes befürchten: Während sich die ÖVP – egal ob schwarz oder „türkis“ eingefärbt - traditionellerweise schon immer vehement gegen Verbesserungen für die Tiere eingesetzt hat (angeblich um "Traditionen" oder die "Bauern" zu schützen, in Wirklichkeit aber nur die Agrarindustrie, also wenige Großbauern), war die FPÖ - zumindest solange sie in Opposition war und in den „hinteren Rängen“ - noch eher für Verbesserungen im Tierschutz zu haben.

Diese Haltung der FPÖ änderte sich jetzt aber offenbar - wie so viele andere Positionen auch (Stichworte Direkte Demokratie oder Ablehnung des für KMUs, Landwirtschaft, Konsumenten- und Tierschutz verheerenden CETA-Abkommens der EU mit Kanada) - schon sehr schnell, sobald sie in der Regierung waren. So wurden in der neuen Koalition nicht nur die Tierschutz, sondern auch die Umwelt- und Frauenkompetenzen zurückgestutzt, die nun allesamt kein eigenes Ministerium mehr sind. Da ändern auch die wenigen Worte im neuen Regierungsprogramm betreffend Tierschutz herzlich wenig (siehe oben).

Denn man vermißt hier eindeutige und klare Worte in Richtung Verbesserung der erst letztes Jahr von der „alten“ Regierung verbrochenen Tierschutzgesetz-Novelle, welche kleine Vereine, die Hunde im Internet vermitteln wollen, kriminalisiert, aber dennoch den illegalen Welpenhandel in keiner Weise einschränkt. Auch Landwirte, die noch immer ihre Katzen nicht kastrieren lassen und somit dem Elend oder dem Tod überlassen wollen, kommen ungeschoren davon, wenn sie sich nur als „Züchter“ deklarieren. Und auch das Wieder-Erlauben des Verkaufs von Hunde- und Katzenwelpen in Zoogeschäften oder das Verbot von Qualzuchten für Modezwecke wurde nicht angedacht. Was den noch viel größeren Bereich der „Nutztiere“ betrifft, so liest man im Regierungsprogramm schon gar nichts: kein Verbot der längst fälligen betäubungslosen Ferkelkastrationen, der Lebendvernichtung von männlichen Eintagsküken oder auch gewisser tierquälerischer Haltungsformen, wie z.B. der Vollspaltenböden oder der dauernden, ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern. Letztere wurde ja in der letztjährigen Novelle geradezu einzementiert. Ein Verbot von Langzeit-Tiertransporten auf EU-Ebene (welches ja bis vor gut 20 Jahren – also bis zum EU-Anschluß – zumindest in Österreich gegolten hat), wie jüngst erst wieder in dem erschütternden ZDF-Report aufgezeigt, ist überhaupt tabu. Denn EU-Recht ist ja sakrosankt, soll jenseits jeglicher direktdemokratischer Beeinflussungsmöglichkeit (z.B. Volksbegehren oder gar Volksabstimmungen) stehen und darüber darf nicht einmal nachgedacht werden…

Da wundert es nicht, daß jetzt der neue Innenminister Kickl als erstes laut über eine berittene Polizei in Wien nachdenkt – allerdings ohne dabei auch nur irgendwie an die möglichen Gefahren für Mensch und Tier und schon gar nicht an die betroffenen Pferde zu denken, die in der hektischen, lauten und stinkenden Stadt völlig fehl am Platz sind (siehe Fiaker)! Es scheint also derzeit mit dieser neuen Regierung wenig Hoffnung auf Verbesserung der Tierschutzsituation in Österreich zu geben – aber bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt – wir lassen uns gerne positiv überraschen…


11.01.2018

Welt.de: Warum jetzt schon Scharfschützen auf Wildschweine schießen

In Osteuropa wütet die Afrikanische Schweinepest immer schlimmer. Polen und Tschechien versuchen den Ausbruch einzudämmen. Doch ein Ausbruch bei uns scheint unabwendbar. Er wäre extrem teuer. Denn Deutschland ist ein Schweineland (Anm.: genauso wie übrigens auch Österreich, wo jedes Jahr allein 5,5 Millionen Schweine für den jeweils kurzen Schnitzel-, Kotelett- bzw. Bratwurst-Gaumenkitzel meist im Jugendalter ihr Leben lassen muß!).

Die Pest ist nicht mehr weit. Seit Monaten tauchen in Polen und Tschechien immer mehr Wildschweine auf, die mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert sind. Die Virusinfektion verläuft immer tödlich, greift schnell auf Hausschweine über, und es gibt keinen Impfstoff dagegen. Die Schweinebauern in ganz Deutschland sind jetzt in höchster Alarmbereitschaft. Das Problem ist ganz nah, weshalb sich das Bundeslandwirtschaftsministerium intensiv auf den Ausbruch der Seuche vor bereitet. Die Schlachtbetriebe haben Notfallpläne in den Schubladen.

Offensichtlich ist die Gefahr mittlerweile so groß, daß die Regierungen in Polen und Tschechien zu drastischen Mitteln greifen, um ihre Schweinebauern vor großen Verlusten zu schützen. In Polen bekommen Jäger auf Anordnung des polnischen Präsidenten Andrzej Duda seit kurzem bis zu sechs Tage bezahlten Sonderurlaub, wenn sie diesen zur Jagd auf die sich schnell vermehrenden Wildschweine nutzen.

Die Zeit drängt. Laut Angaben der obersten polnischen Veterinärbehörde wurden allein zwischen dem 20. und 24. Dezember 45 neue Ausbrüche der Seuche bei Wildschweinen bestätigt. Tschechien geht mittlerweile sogar einen ganz neuen Weg bei der Seuchenbekämpfung. Dort werden Scharfschützen der Polizei vor allem nachts zur Wildschweinpirsch verdonnert, schreibt die Website agrarheute.com.

In vielen deutschen Bundesländern gibt es mittlerweile Abschußprämien, die die heimischen Jäger ermutigen sollen, trotz fallender Preise für Wildschweinfleisch häufiger auf die Jagd zu gehen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt das Land den Waidmännern pro erlegtes Tier 25 Euro Prämie, in Bayern sind es 20 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern mit seinen riesigen Schweinemastanlagen beobachten Politiker und Mäster seit Wochen die Nachrichten aus dem Osten. Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat nun als Vorsorgemaßnahme die „drastische Reduzierung der Schwarzwildbestände“ angekündigt. Das sei eine ganz entscheidende vorbeugende Maßnahme, „um Schweinehalter, Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetriebe im Land mit einem jährlichen Gesamtumsatz von fast einer Milliarde Euro vor massiven wirtschaftlichen Schäden“ durch den Ausbruch von ASP zu bewahren.

Krankheitserreger sind extrem widerstandsfähig

Der wahrscheinlichste Übertragungsweg der Afrikanischen Schweinepest über große Entfernungen ist der Mensch. Denn die Wildschweine in Tschechien, um Warschau herum und in Kaliningrad haben sich vermutlich über weggeworfene Speisereste infiziert. Die Krankheitserreger sind extrem widerstandsfähig und können an Schuhen, Autoreifen, Ladeflächen, vor allem aber in nicht gegartem Fleisch wie Schinken oder Salami bis zu sechs Monate überleben. Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Experten fürchten, daß Schweinepestviren schon bald von Reisenden oder Transporten aus Osteuropa nach Deutschland eingeschleppt werden könnten. Für den Präsidenten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit, Christoph Mettenleiter, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das Virus hier ankommt: „Ein kontaminiertes Schinkenbrötchen kann reichen, um die Afrikanische Schweinepest hier einzubringen“, sagte er jüngst.

Deshalb warnen die Behörden seit Monaten, Wurst- oder Fleischreste insbesondere auf Rastplätzen oder Autobahnparkplätzen liegen zu lassen, denn dort tauchen Wildschweine nachts öfter auf, um Mülleimer zu plündern. Und wenn die das hochinfektiöse Virus auf Hausschweine übertragen, könnte sich die Pest rasend schnell verbreiten in den deutschen Schweinebetrieben – mit zum Teil mehreren Tausend Tieren auf engstem Raum.

Denn Deutschland ist ein Schweineland. Die Gesamtzahl an schlachtreifen Mastschweinen in Deutschland mit mehr als 50 Kilogramm betrug laut den Berechnungen des Thünen-Instituts vor rund einem Jahr 12,25 Millionen Tiere. Die meisten Betriebe befinden sich in Nordrhein-Westfalen, die meisten Mastschweine in Niedersachsen. Der Durchschnittsbestand in Deutschland pro Betrieb betrug 574 Schweine, in den alten Bundesländern 541 und in den neuen Bundesländern 1833, also fast dreimal so viel.

Entschädigungen in Millionenhöhe

In den alten Bundesländern hat Schleswig-Holstein mit 816 Tieren den höchsten Durchschnittsbestand pro Hof gefolgt von Niedersachsen mit 766 und Nordrhein-Westfalen mit 565. Spitzenreiter in den neuen Bundesländern ist Mecklenburg-Vorpommern mit im Schnitt 2406 Mastschweinen pro Betrieb. Vereinzelt sind es aber viel mehr. Deutschland ist neben Spanien einer der größten Schweinefleischexporteure der Welt.

Wenn der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in einem Betrieb amtlich festgestellt worden ist, müssen alle Schweine sofort getötet und korrekt beseitigt werden. Dafür gibt es dann finanzielle Entschädigungen aus dem staatlichen Tierseuchenfonds. Dazu kommen dann aber noch Ausgaben für Reinigung und Neubesetzung der Ställe. So kommen bei größeren Betrieben schnell Kosten von weit mehr als 100.000 Euro zusammen. Andere Bauern, die mit ihren bis dahin gesunden Tieren zum Beispiel in Lieferverbotszonen liegen, gehen leer aus, wenn sie nicht privat gegen Tierseuchen versichert sind. Und diese Versicherungen sind teuer.


11.01.2018

www.deutsche-handwerks-zeitung.de: Fleischkonsum und die Folgen für Tiere und Umwelt Fleischatlas 2018: Insekten als alternative Nahrungsmittel?

Die Deutschen essen immer weniger Fleisch. Prognosen gehen jedoch davon aus, daß der weltweite Fleischkonsum bis 2050 um bis zu 85 Prozent (!) steigt. Wird nicht gegengesteuert, werden die gesteckten Klimaziele nicht erreicht, lautet das Fazit des Fleischatlas 2018.

Bereits zum vierten Mal veröffentlichen die Heinrich-Böll-Stiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Le Monde Diplomatique ihren Fleischatlas. Unter dem Titel „Rezepte für eine bessere Tierhaltung“ zeigen sie Versäumnisse in der Tierhaltung auf und bieten Lösungsansätze.

Der Fleischkonsum in Deutschland sei zwar in den letzten Jahren zurückgegangen, das Ziel aber noch lange nicht erreicht. Die vorläufigen Zahlen gehen von 1,6 Kilogramm weniger Fleisch aus, das im Jahr 2016 im Gegensatz zum Vorjahr pro Person konsumiert wurde. Der Fleischatlas 2016 beschäftigte sich ausführlich mit dem Konsumverhalten der Deutschen.

Lösungsansätze sehen der BUND und die Heinrich-Böll-Stiftung in dringend notwendigen Änderungen bei der Nutztierhaltung. Sie sehen Verbraucher und Politik in der Pflicht. Fleisch etwa müsse, ebenso wie Eier, eine Kennzeichnungspflicht erhalten. Beim Einkauf kann so auf den ersten Blick erkannt werden, ob das Fleisch aus einem Mastbetrieb kommt.

Güllebelastung in Böden und Grundwasser

Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sieht die EU in der Pflicht und fordert Förderungen für Maßnahmen, die eine ökologischere und tiergerechtere Landwirtschaft ermöglichen. So sollen etwa die Tiermengen pro Hektar begrenzt werden und bestehende Übermengen abgebaut werden. Der Fleischatlas spricht von zwei Großvieheinheiten pro Hektar. Das sind zwei Rinder, zehn Schweine oder 666,6 Masthähnchen. Als Negativ-Beispiele nennt der Report die niedersächsischen Gemeinden Cloppenburg und Vechta. Hier ist die Menge fünfmal so hoch wie empfohlen. Wird die Tiermenge pro Hektar reduziert hat das einen positiven Effekt auf die Schadstoffe im Boden. Es wird weniger Gülle produziert.

Insekten als alternatives Nahrungsmittel

Neben Abgaben auf Stickstoffüberschüsse nennen BUND und Heinrich-Böll-Stiftung auch alternative Lebensmittel: Insekten. Sie brauchen weniger Platz und Wasser als Rinder, Schweine oder Hühner, liefern aber alle Nährstoffe die der Mensch braucht. In der Insektenzucht werden, laut Fleischatlas, hundertmal weniger Emissionen freigesetzt wie bei der Rinderzucht. Aber auch der eßbare Anteil liegt mit 80 Prozent deutlich höher als beim Rind (40 Prozent).

Egal wie ein Umdenken aussehen mag, es müsse schnell passieren. Der BUND-Vorsitzende, Hubert Weiger, mahnt, daß eine neue Bundesregierung noch in diesem Jahr Maßnahmen beschließen und umsetzen muß.

PS: Mehr Infos zum Thema auch in der ANIMAL SPIRIT-Fleischbroschüre "Nimm bitte das Tier vom Tisch", zu bestellen HIER


11.01.2018

Neues von Barbara Rütting: Gedanken einer 90-jährigen Tierschutz- und Vegetarismus-Pionierin über die unselige Fehde manch militanter Hordcore-Veganer und „Tierrechtler“ gegen Vegetarier und Noch-nicht-ganz-Veganer!

Das alte Jahr war reich – nicht nur an schönen Erlebnissen und Erfolgen, auch an Enttäuschungen. Wie der Name schon sagt, bedeutet eine Enttäuschung immer das Ende einer Täuschung, ist also wohl etwas, über das man sich freuen sollte – es kann aber dauern, bis man das schafft.. So habe ich lange gezögert, bis ich mich endlich entschloß, aus dem ehemaligen (deutschen) Vegetarierbund, später VEBU, heute ProVeg, auszutreten. Für diesen Entschluß gab es mehrere Gründe, ich muß daher etwas ausholen.

1970 wurde ich Vegetarierin, nachdem ich auf einen Bauernhof gezogen war und die Tiere, die ich nun hautnah kennen und lieben gelernt hatte, nicht länger essen wollte. Bald darauf wurde ich Mitglied im Vegetarierbund Deutschland, 2007 Ehrenmitglied.1976 schrieb ich mein erstes vegetarisches Kochbuch. Es wurde ein Bestseller, und immer wieder berichten mir Menschen, daß sie durch dieses Buch zur vegetarischen Ernährung gefunden haben. Ich kann wohl behaupten, daß ich zu dem Stellenwert, den der Vegetarismus heute in Deutschland hat, mit meinen mittlerweile über 20 Büchern und vielen Vorträgen entscheidend beigetragen habe.

Es sollte aber vier Jahrzehnte dauern, bis ich mir eingestand, daß ich auch durch den Verzehr von Milchprodukten und Eiern am Töten von Tieren schuldig werde, daß ich dazu beitrage, daß Kälbchen ihren Müttern entrissen und geschlachtet und männliche Küken von Biohennen zermust werden, weil sie später eben keine Eier legen können. Ich brauchte vier Jahrzehnte, bis ich den Sprung zur Veganerin schaffte – weil die vegane Lebensweise wohl die einzige wirkliche Alternative für Tierrechtler ist. Ich freue mich riesig darüber, daß vegetarisch und sogar vegan inzwischen „in“ ist, bedaure aber umso mehr die Grabenkämpfe zwischen den verschiedenen Gruppen, in die ich selbst ständig verwickelt werde. Der einen bin ich zu vegan, der anderen nicht vegan genug, weil ich mich grundsätzlich um einen unverkrampften Umgang auch mit diesem Thema bemühe und vorschlage, sich vorprogrammierte Rückfälle liebevoll zu verzeihen – nicht jedeR ist schon so weit, wie man selbst (zu sein glaubt).

1981 habe ich mein vegetarisches „Koch- und Spielbuch für Kinder“ geschrieben. Es wurde ein Bestseller, oft wieder neu aufgelegt. Viele der jungen Mütter, die heute selbst Kinder haben, kennen die Sprüche und Kalauer des kochenden Katers Fettucini noch auswendig. Ich wurde mehrfach gebeten, das Buch zu aktualisieren und neu herauszubringen. Mein Verlag war begeistert von der Idee, Vertreter des VEBU ebenfalls: „Natürlich unterstützen wir diesen zauberhaften Klassiker!“

Zu meinem 90. Geburtstag im November 2017 sollte das Kinderkochbuch erscheinen. Von Anfang an stand fest, daß es sich um die Neuauflage eines Buches aus dem Jahr 1981 mit rein vegetarischen Rezepten handeln wird. Ich schlug vor, einen Teil der vegetarischen Rezepte durch vegane zu ersetzen bzw. zu ergänzen, um auch Kinder aus Familien ohne Kenntnis der vegetarischen oder veganen Lebensweise behutsam an diese heranzuführen. Im Sommer 2016 machte ich mich ans Werk und schaffte das Kunststück – die Rezepte sind vegetarisch bzw. vegan und – vollwertig! Letzteres schulde ich meinem Lehrmeister Dr. Max Otto Bruker, bei dem ich die Ausbildung zur Gesundheitsberaterin gemacht habe und dem ich so viel verdanke. Es wurde ein wundervolles, anstrengendes, aber geradezu euphorisches Jahr.

Der VEBU, inzwischen ProVeg, sagte zu, das Buch in seinem Magazin zu promoten, es eventuell mit dem V-Label auszuzeichnen und organisierte rechtzeitig eine Kochshow auf der Buchmesse. Ich konnte mich über ein Lob von Prof. Leitzmann, wissenschaftlicher Berater von ProVeg, auf der Rückseite des Buchdeckels freuen: „Ich bin begeistert. So kann man Kinder motivieren!“

Dann plötzlich kurz vor der Veröffentlichung der Rückzieher: ProVeg könne das Buch nicht bewerben, weil es nicht nur vegane, sondern auch vegetarische Rezepte enthielt, auch das V-Label würde man nur noch für rein vegane Bücher vergeben. Die Kochshow auf der Buchmesse wurde von ProVeg ebenfalls abgesagt, kurz vor dem festgesetzten Termin – obwohl ich dort ein veganes Rezept aus dem Kochbuch vorgestellt hätte.

Meine Enttäuschung war grenzenlos – immerhin hatte ich mit großer Freude ein ganzes Jahr an dem Buch gearbeitet, im Vertrauen auf die versprochene Unterstützung durch den ProVeg.

Allerdings hatte ich mich inzwischen kundig gemacht, wer denn nun alles dieses V-Label erhalten hatte. Unter anderem darf sich die „Rügenwalder Mühle“, die nach wie vor tierquälerische Massentierhaltung betreibt, mit dem Label für eine vegetarische Wurst schmücken, die, soweit ich weiß, sogar 70 % Eier enthält. Auch Dr. Oetkers vegane Crème fraîche und veganer Schmelzkäse, sogar Gummibärchen von Katjes etc. – tragen das V-Label – also alles Produkte, die mit „vollwertig“ nun wirklich nichts zu tun haben. Vollwertig sei auch nicht das Anliegen von ProVeg, sagte mir die Chefredakteurin des Magazins auf meine Nachfrage. Aha, das erklärt, warum die Rezepte im ProVeg-Magazin vor Zucker strotzen!

Während Ernährungsfachleute mit Verantwortung, wie die Gesellschaft für Gesundheitsberatung oder Foodwatch, selbst Prof. Leitzmann, sich verzweifelt bemühen, die Bevölkerung über die verheerenden Folgen des übermäßigen Zuckerverbrauchs aufzuklären, ist dieser Gesichtspunkt für ProVeg nicht von Interesse – Hauptsache vegan (außer bei Rügenwalder?!), alles andere ist wurscht.

Und nun komme ich zum größten Konflikt mit dem ProVeg.

Seit einigen Jahren wird immer häufiger Anhängern oder Sympathisanten einer Glaubensgemeinschaft außerhalb der Amtskirchen die Teilnahme an vegetarischen Messen verweigert, mit der „Erklärung“, sie seien unerwünscht – sogar ProVeg-Mitgliedern. Einer Schulungsköchin des ProVeg wurde untersagt, auf der Webseite das Restaurant, in dem sie arbeitet, anzugeben, weil dieses mit einer Glaubensgemeinschaft assoziiert wird. Und das, obwohl laut Grundgesetz niemand wegen seiner religiösen Ausrichtung ausgegrenzt oder benachteiligt werden darf!

Mit meinem Demokratieverständnis ist diese Vorgangsweise unvereinbar.

Ich hatte als Alterspräsidentin im Bayerischen Landtag zweimal die Legislaturperiode zu eröffnen und zitierte in meiner ersten Rede einen Satz, dessen Urheber ich leider vergessen habe: „Minderheiten müssen respektiert werden, auch wenn sie einem noch so sehr auf die Nerven gehen.“ Das verstehe ich unter Demokratie!

Immer öfter höre ich, daß langjährige Vegetarier sich vom ProVeg regelrecht diskriminiert fühlen, weil sie (noch) keine hundertprozentigen Veganer sind und erwägen, auszutreten. Über dem ehemals fröhlichen Vegetarier-Dasein hängt eine Art Angstglocke, man fürchtet, nicht hundertprozentig zu sein, fürchtet, als Veganer dabei erwischt zu werden, wie man doch einen Krümel Käse auf der Pizza hat oder einen Klacks Sahne in der Soße. Gleich hagelt es Vorwürfe. Attila Hildmann, Ikone der Veganer, kann auch ein Lied von den Auswüchsen der Veganitis, der Diskriminierung und Verleumdung in der veganen Szene singen. Einmal wird ihm ein Streifen Leder an seinen Turnschuhen verübelt, ein anderes Mal sein Porsche. In dem Buch „Go Vegan“ (siehe unten) schreibt er: (vom folgenden Text nur ein paar wichtige Sätze)

„Mit den meisten Hardcore-Veganern will ich nichts zu tun haben, einfach deshalb, weil ein Großteil der Menschen dieser Szene so negativ ist. Anstatt sich zu freuen, daß es mir gelingt, viele Menschen zu erreichen und für eine vegane Ernährung zu begeistern, greifen sie mich wegen lächerlicher Kleinigkeiten an. Auf meinem Rezepte-Blog hatte ich mal einen Apfelkuchen und die Zutaten dazu gepostet. Daraufhin gab es in einem Onlineforum eine Diskussion darüber, daß der Margarine, die ich für den Kuchen verwendet hatte, tierisches Vitamin D zugesetzt ist. Sofort hieß es, Attila Hildmann ist kein Veganer. Als ob mir dieser Titel wichtig wäre! Es ging mir immer um die Sache. Oder die 8-Pack-Challenge: Auf den Fotos, die ich jeden Tag gemacht habe, um meine Fortschritte zu dokumentieren, posiere ich oben ohne in einer Unterhose von Calvin Klein. Danach gab es Boykottaufrufe der veganen Szene gegen mich, weil Calvin Klein angeblich seine Kosmetikprodukte an Tieren testet. Das heiße ich natürlich nicht gut, aber man weiß ja auch nicht immer alles. Wieder hieß es: Attila Hildmann ist kein Veganer. Dann schauen sie sich die Bilder in meinem Kochbuch an und entdecken, daß ich auf einem Foto Turnschuhe trage, die Leder enthalten. Sofort heißt es wieder: Attila Hildmann ist kein Veganer. Oder ich sitze im Frühstücksfernsehen bei SAT.1 und erzähle der Moderatorin von einem meiner Rezepte, einem Spargelsalat mit Mandelcreme. Dann sagt die Moderatorin: „Da könnte man auch ein Schnitzel dazu essen.“ Und ich antworte: „Ja klar.“ Und schon geht auf Facebook der Shitstorm los. Manchmal habe ich das Gefühl, diese Menschen wollen mich absichtlich falsch verstehen. So viel Aggressivität wie nach diesem Auftritt habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt. Dabei will ich einfach nur niemanden missionieren. Jeder soll selbst entscheiden, wie weit er geht. Und jede einzelne vegane Mahlzeit ist ein politisches Statement für sich.

Ich glaube, daß sich viele Veganer selbst etwas vormachen. Die meisten behaupten, sie seien vegan, weil sie den Tieren nichts zuleide tun wollen. Ich glaube, viele machen das aber in Wahrheit für ihr eigenes Ego. Sie wollen sich moralisch erhaben fühlen, sich dadurch von anderen Menschen abgrenzen und definieren darüber ihre eigene Identität. Und dann kommt einer wie ich daher und sagt: Ich mache Veganismus für den Mainstream kompatibel. (…)

Am Anfang sind mir die ganzen Anfeindungen sehr nahegegangen, wie ich nicht verstanden habe, was das soll. Ich dachte immer, daß wir alle das gleich Ziel haben und zusammenarbeiten sollten. Stattdessen wurde ich ständig verbal attackiert. Ich bin der Meinung, daß jedes vegane Essen zählt. Dem Tier ist es egal, warum man es nicht ißt. Aber irgendwann habe ich verstanden, worum es den militanten Veganern wirklich geht. An diesem Punkt in meiner Karriere habe ich mich geistig von der veganen Szene verabschiedet.“

Quelle: GO VEGAN! Warum wir ohne tierische Produkte glücklicher und besser leben. riva-Verlag, 2013, S. 136/137

Alle diese Gründe haben mich in meinem Entschluß bestärkt, ProVeg zu verlassen. Wie schwer mir das gefallen ist, kann man sich vorstellen. Schließlich hat der Vegetarierbund, unter welchem Namen auch immer, ein halbes Jahrhundert zu meinem Leben gehört. Der Konflikt hat mir sogar einen Aufenthalt auf der Intensivstation beschert, so sehr hat er mich mitgenommen. Die Diätassistentin der Klinik entdeckte auf meinem Nachttisch das erste druckfrische Exemplar der Neuausgabe vom Kinderkochbuch und jubelte geradezu: „Nein, das gibt´s doch nicht – der Kater Fettucini hat mich durch meine ganze Kindheit begleitet! Das Rezept Potzblitz Pomfrida kenne ich heute noch auswendig! Diesem Katerchen verdanke ich, daß ich Vegetarierin geworden bin und bei Prof. Leitzmann die Ausbildung zur Diätassistentin gemacht habe!“

Das sind dann wieder Glücksmomente, die Vieles aufwiegen.

Liebe Leute, nun wißt Ihr, warum ich ProVeg verlasse. Mein Steuerberater belehrte mich gerade, daß ich pro Buch sowieso nur 80 Cent verdiene, das ist so neuerdings. Ich habe daraufhin den Maserati, den ich in Erwartung schwindelerregender Einnahmen durch das Kochbuch schon bestellt hatte, storniert, ebenso den BH von Calvin Klein – ist vielleicht eh besser so.

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu - mögen alle Lebewesen glücklich sein!

Barbara


11.01.2018

Zur Abwechslung etwas Erheiterndes: Youtube-Video über Hunde-Winterfreuden und

Rodeln auf vier Pfoten: Intelligenter Border Collie liebt seinen Schlitten

 


04.01.2018

Wintermärchen am Gnadenhof Engelberg

Zwischen Weihnachten und Silvester herrschte ja kurzfristig auch in tieferen Lagen das schönste Winter-Wunderland – so auch auf unserem dritten Gnadenhof Engelberg im Bezirk Schärding, OÖ. Gnadenhofleiterin Marion hat diese wunderbaren Bilder unserer bislang dort lebenden 10 Pferde eingefangen, die eindrucksvoll zeigen, wie die Tiere sich „wie Kinder“ über den ersten Schnee gefreut haben und darin herumtollen. Siehe dazu auch das kurze Youtube-Video HIER.

Im Hintergrund ist übrigens auch unsere vor kurzem erst fertiggestellte automatische Futterstation für die Pferde zu sehen, die bereits von allen gerne angenommen wurde; das erklärt auch die an den Fesseln zu sehenden roten Bänder, womit die Futterart- und Menge automatisch gesteuert wird, was nicht nur optimal pferdegerecht ist, sondern auch einiges an Personalkosten spart. Vielen Dank nochmals allen Spenderinnen, Spendern und ErblasserInnen, die uns dieses Projekt ermöglicht haben!


04.01.2018

Kommt alle zur Demo gegen Tiertransporte nach Brüssel, am 22. Januar von 14 bis 16.30 Uhr!

Auch ANIMAL SPIRIT hat sie letzten November angekündigt und viele Menschen haben die ZDF-Sendung "Geheimsache Tiertransporte" über die abscheulichen EU-Tiertransporte gesehen, die viele Zuschauer fassungslos, wütend und entsetzt zurück ließ. Die "Lebenshilfe Kuh & Co. e.V." reagierte darauf spontan mit der Planung einer Protestaktion vor dem EU-Parlament in Brüssel, u.z. am Montag, den 22. Januar von 14 bis 16.30 Uhr, unterstützt von der deutschen Tierschutzpartei, der V-Partei und Black Forest for Animals e.V. Auch ANIMAL SPIRIT aus Österreich wird sich daran beteiligen. 

Der Aufruf: Liebe Mitstreiter für die Tiere, seit Jahren wird gegen den Lebend-Transport von Nutztieren in und außerhalb der EU berichtet, so jetzt auch wieder im ZDF (37 Grad). Viele Proteste von NGOs sind immer wieder veröffentlicht, Petitionen geschrieben worden. Bisher hat dies wenig genutzt. Daher wollen wir zu einer Protestkundgebung vor dem europäischen Parlament in Brüssel am 22.01.18 (14 bis 16:30) aufrufen und laden Sie herzlich ein, an der Protestkundgebung teilzunehmen, bzw. bitten Sie, dies auch öffentlich zu unterstützen.

Für Kontakte und Informationen stehe ich Ihnen zur Verfügung:

Email: fischer-gerhard@t-online.de  
www.lebenshilfe-kuh-und-co.de oder
www.tierschutzpartei.de
Einzelheiten zu der Aktion sind hier zu finden: www.facebook.com/events/290022751508588/

Hier noch ein Flyer zum Ausdrucken
TeilnehmerInnen aus D, die eine Mitfahrgelegenheit anbieten oder suchen, werden gebeten, sich bis zum 6. Januar 2018 per E-Mail bei simone-oppermann@tierschutzpartei.de zu melden, für nähere Informationen bei sabine@lebenshilfe-kuh-und-co.de . Wenn genügend Leute zusammenkommen, werden Busse organisiert. 

Laßt uns diese scheußlichen Grausamkeiten an Millionen und Abermillionen wehrloser Geschöpfe unseren Widerstand entgegensetzen, unsere Sprachlosigkeit umwandeln in Hilfe für diese gefolterten, schrecklichen Torturen ausgesetzten Mitgeschöpfe, die nicht wissen, wie sie der Qual und der rohen Gewalt entgehen sollen.

"Wer ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung beiträgt, ist selbst Teil des Problems." Oder - Erich Kästner zitiert: "An allem Unrecht, das geschieht, ist nicht nur der schuld, der es begeht, sondern auch der, der es nicht verhindert."

Auch wenn die Demo an einem Montag stattfindet, versucht bitte unbedingt teilzunehmen und auch Freunde/Verwandte/Bekannte zu motivieren und die Info wo immer zu verbreiten. Der große Aufschrei, den die Dokumentation vor den Bildschirmen ausgelöst hat, muß hörbar und sichtbar gemacht werden! Vor allem müssen diese unerträglichen, unhaltbaren Zustände - eine Schande für Europa! - schnellstmöglich beendet werden!


04.01.2018

www.fm1today.ch: Jäger erschießen aus Versehen Schafe

Ein schwerer Jagdfehler: In der Nacht des 29. Dezembers haben Jäger im Raum Affeltrangen-Thundorf (Schweiz) versehentlich vier Schafe erschossen. Sie hatten die Tiere mit Wildschweinen verwechselt. Im Thurgau ist der Fall ein Novum. 

„Man fragt sich, auf was Jäger eigentlich zielen, wenn sie ganz andere Tiere oder sogar Menschen erschießen“, schreibt Erwin Kessler vom Schweizer VgT am Dienstag. Der Thurgauer Tierschützer bezieht sich auf einen Vorfall von Freitagnacht: Mit Nachtsichtgeräten ausgerüstete Jäger glaubten, bei Affeltrangen-Thundorf Wildschweine zu erlegen – dabei waren es vier Schafe.

„Ich kann die Geschehnisse so bestätigen“, sagt Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Dazu, ob die Jäger nun bestraft werden, kann er keine Angaben machen. Laut Bruno Ackermann, Präsident der Thurgauer Jagdgesellschaft, handelt es sich um einen schweren Jagdfehler. „Man schießt nur auf etwas, das man erkennt.“ Ackermann ist kein ähnlicher Fall aus der Vergangenheit bekannt. „Sowas hat es im Thurgau noch nie gegeben.“ Er glaubt, daß auf die Jäger harte Konsequenzen zukommen. „Es ist verboten, auf Nutztiere zu schießen. Im Extremfall verlieren sie die Bewilligung.“


18.12.2017

derstandard.at: „Fleisch ist kein Zeichen von Wohlstand“

Gemüse ist mein Fleisch: Das vegetarische Weihnachtsmenü von Paul Ivić

Zu Weihnachten kommt hierzulande traditionell Fisch oder Fleisch auf den Tisch. Spitzenkoch Paul Ivić zeigt mit seinem vegetarischen Weihnachtsmenü, wie festlich fleischlose Küche sein kann.

Beim Spaziergang durch die Wiener Innenstadt ist man gerade in der Vorweihnachtszeit einem olfaktorischen Spießrutenlauf ausgesetzt. Kebap-Buden, Würstelstände und Langoshütten auf dem Christkindlmarkt machen es dem notorischen Junkfood-Verweigerer nicht gerade einfach, justament kein Verlangen nach Transfetten zu bekommen. Daß derlei Nahrungszufuhr der Gesundheit nicht zuträglich ist, weiß man. Daß Gerichte mit frischem Gemüse mindestens genauso befriedigend sein können, glaubt man aber weder seinem Arzt noch irgendwelchen Ernährungsgurus, deren Bücher man sich vor allem im neuen Jahr – zwecks Neujahrsvorsätzen – gern zulegt. Spitzenkoch Paul Ivić fängt erst gar nicht an, fleisch- und fettsüchtige Skeptiker zu missionieren. Vegetarisch zu kochen ist für ihn trotzdem selbstverständlich. Und der Erfolg scheint ihm recht zu geben: Im Restaurant Tian hält der gebürtige Tiroler seit einigen Jahren drei Gault-Millau-Hauben. Der Guide Michelin zeichnete das vegetarische Restaurant in der Wiener Innenstadt als eines von vier weltweit mit einem Stern aus. Kein Wunder also, daß es für den versierten Küchenchef keine große Herausforderung darstellte, ein dreigängiges Weihnachtsmenü ohne Fleisch zu kochen.

Als ersten Gang serviert Paul Ivić auf Salz gegarte Rote Rüben mit einer Kaffernlimetten-Vinaigrette. Der Hauptgang: Kürbisravioli mit parfümiertem Chablis und Ameretti-Bröseln. Das Dessert kommt von Chefpatissier Thomas Scheiblhofer. Er serviert einen Ring aus glasiertem Pistazienkuchen und Roten-Rüben-Mus. Der internationale Trend der alkoholfreien Speisenbegleitung in Spitzenrestaurants läßt sich auch auf die eigenen vier Wände umlegen. Zum Beispiel mit Saftkombinationen wie Apfel und Fenchel, Kerbel und Trauben mit Brause oder Berberitze mit Kräutertee. Michael Peceny steuerte die Saftbegleitung bei.

Lesen Sie das Rezept bzw. die Zubereitung im ganzen Artikel!

Siehe auch weitere köstliche tierleidfreie Weihnachtsmenüs auf www.tierschutzbuero.de/weihnachts-menue-2017


18.12.2017

wildbeimwild.com: Italienische Partei will Jagd abschaffen

Michela Vittoria Brambilla sitzt für die Forza Italia in der italienischen Abgeordnetenkammer und ist Gründerin der neuen Partei „Movimento Animalista“. Jetzt hat die ehemalige Tourismusministerin mit einer aufsehenerregenden Aktion aufhorchen lassen. Sie lanciert eine Kampagne für ein Referendum zur Abschaffung der Jagd in Italien. Ihr Anliegen ist es, „nicht-menschliche Personen“ in die Verfassung einzufügen. Die Zeit dafür sieht sie nun gekommen, wie italienische Medien berichten.

Schon 1990 hat es ein Referendum zur Abschaffung der Jagd gegeben. Damals wurde das Quorum nicht erreicht. Von knapp 44 Prozent der Wahlberechtigten stimmten aber 92 Prozent gegen die Jagd.

Nun will Brambilla auch jene Bürger überzeugen, die in der Vergangenheit nicht ihre Meinung dazu geäußert haben. Die große Mehrheit der Italiener ist gegen diese anachronistische und gewalttätige Praxis. „Die Mentalität der Italiener hat sich verändert und wir sind daher bereit, für einen Quantensprung im Zeichen der Tiere und ihre Rechte“, sagt die Politikerin. „Rechte denen zu geben, die keine Stimme haben, ist ein Zeichen der Zivilisation.“

Auf Kritik stößt sie mit ihrer Idee naturgemäß bei den Jägern und Jagdvereinigungen in Italien.


18.12.2017

Die Weihnachtskatze (eine berührende Weihnachtsgeschichte von James Herriot, 1916 - 1995)

Wenn ich an Weihnachten denke, fällt mir immer eine ganz bestimmte kleine Katze ein. Zum ersten Mal begegnete ich ihr an einem Herbsttag, als Mrs. Ainsworth mich gebeten hatte, nach einem ihrer Hunde zu sehen. Überrascht schaute ich mir das kleine struppige Geschöpf an, das da vor dem Kamin saß. "Ich wußte gar nicht, daß Sie eine Katze haben", sagte ich.

Mrs. Ainsworth lächelte. "Wir haben auch keine. Das ist Debbie. Sie ist eine Streunerin. Sie kommt zwei- oder dreimal in der Woche, und wir geben ihr etwas zu fressen."
"Haben Sie den Eindruck, daß sie bei Ihnen bleiben möchte?"
"Nein." Mrs. Ainsworth schüttelte den Kopf. "Sie ist ein scheues kleines Ding. Kommt hereingeschlichen, frißt ein bißchen und schon ist sie wieder weg. Sie hat etwas Rührendes, aber sie will offenbar weder mit mir noch mit irgend jemand sonst etwas zu tun haben."
Ich sah mir die Katze wieder an. "Aber heute will sie nicht einfach nur gefüttert werden."
"Das stimmt. Es ist komisch, aber ab und zu kommt sie hereingehuscht und sitzt ein paar Minuten am Kamin. Als ob sie sich einmal etwas Gutes gönnen möchte."

"Ja, ich verstehe." Es war etwas Außergewöhnliches in Debbies Haltung. Sie saß kerzengerade auf dem dicken Teppich vor dem Kamin und machte keine Anstalten, sich zusammenzurollen oder zu putzen, sondern blickte nur still vor sich hin. Und irgend etwas an dem staubigen Schwarz ihres Fells, ihrem halbwilden, mageren Äußeren sagte mir, daß das hier ein besonderes Ereignis in ihrem Leben war, eine seltene und wunderbare Sache. Sie genoß voll Wonne eine Behaglichkeit, von der sie sonst nicht einmal träumen konnte.
Während ich sie noch beobachtete, drehte sie sich um, schlich lautlos aus dem Zimmer und war fort. "So ist das immer mit Debbie", lachte Mrs. Ainsworth. "Sie bleibt nie länger als zehn Minuten."
Mrs. Ainsworth war eine mollige Frau mit freundlichem Gesicht, etwas über vierzig und genau so, wie ein Tierarzt sich seine Kunden wünscht - wohlhabend, großzügig und Besitzerin von drei verhätschelten Bassets. Der für diese Rasse typische leidende Gesichtsausdruck brauchte sich nur ein wenig zu verstärken, und schon geriet Mrs. Ainsworth in größte Aufregung und eilte ans Telefon.
Meine Besuche bei Mrs. Ainsworth waren deshalb häufig, aber ohne ernsten Hintergrund, und ich hatte reichlich Gelegenheit, die Katze zu beobachten, die mich brennend interessierte. Einmal lagen die drei Bassets malerisch auf dem Kaminteppich und schnarchten, während Debbie in ihrer üblichen Haltung mitten unter ihnen saß - aufrecht, angespannt, den Blick traumverloren auf die glühenden Kohlen gerichtet.
Diesmal versuchte ich mich mit ihr anzufreunden. Mit geduldigem Schmeicheln und sanftem Zureden gelang es mir, mit einem Finger ihren Hals zu streicheln. Sie antwortete darauf, indem sie sich an meiner Hand rieb, wandte sich aber gleich danach zum Aufbruch. Sobald sie aus dem Haus war, schoß sie durch eine Lücke in der Hecke, und das letzte, was ich sah, war eine kleine schwarze Gestalt, die über das nasse Feld flitzte.
"Ich möchte nur wissen, wohin sie geht", sagte ich leise vor mich hin.
Mrs. Ainsworth stand plötzlich neben mir. "Wir sind bis heute nicht dahintergekommen.“

Erst am Weihnachtsmorgen hörte ich wieder von Mrs. Ainsworth. Sie entschuldigte sich gleich: "Es tut mir so leid, Mr. Herriot, daß ich Sie ausgerechnet heute belästige." Aber bei aller Höflichkeit konnte sie die Sorge in ihrer Stimme nicht verbergen. "Es ist wegen Debbie. Irgend etwas stimmt nicht mit ihr. Bitte kommen Sie schnell."
Als ich über den Marktplatz fuhr, dachte ich wieder einmal, daß Darrowby an Weihnachten aussah wie zur Zeit von Charles Dickens: der menschenleere Platz mit dem hohen Schnee auf dem Kopfsteinpflaster, der auch von den Traufen längs der gitterbekrönten Dachkanten herabhing, die bunten Lichter der Christbäume, die durch die Fenster der dicht zusammengedrängten Häuser funkelten, freundlich und einladend vor dem kalten Weiß der dahinterliegenden Hügel.
Mrs. Ainsworths Haus war über und über mit Lametta und Stechpalme geschmückt; aus der Küche drang ein verführerischer Duft von Truthahn mit Salbei- und Zwiebelfüllung. Aber ihre Augen blickten sorgenvoll, als sie mich durch die Diele führte. Debbie lag regungslos auf der Seite, und dicht neben ihr, an sie geschmiegt, ein winziges schwarzes Kätzchen. "Ich habe sie einige Wochen nicht gesehen", sagte Mrs. Ainsworth. "Dann kam sie vor etwa zwei Stunden hierher - stolperte irgendwie herein und trug das Junge im Maul. Sie legte es auf den Teppich.
Ich kniete nieder und fühlte mit der Hand über Debbies Hals und Rippen. Sie war magerer als je zuvor, ihr Fell war schmutzig und schlammverkrustet. Als ich ihr Augenlid herunterzog und die glanzlose weiße Bindehaut sah, wußte ich Bescheid. Während ich den Unterleib abtastete, schlossen sich meine Finger um einen harten Knoten tief in den Eingeweiden. Fortgeschrittenes Lymphosarkom. Endstadium und hoffnungslos.
Ich sagte es Mrs Ainsworth. "Sie liegt im Sterben - im Koma; sie leidet nicht mehr."
"Oh, das arme Ding!" Sie schluchzte und streichelte immer wieder den Kopf der Katze, während ihre Tränen auf das verfilzte Fell tropften. "Was muß sie durchgemacht haben! Ich hätte mehr für sie tun sollen."
Ein paar Augenblicke schwieg ich, denn ich verstand ihren Kummer. Dann sagte ich beruhigend: "Niemand hätte mehr tun können, als Sie getan haben."
"Aber ich hätte sie hierbehalten sollen - sie hätte es gut gehabt. Es muß schrecklich gewesen sein da draußen in der Kälte, als sie so krank war. Und dann hatte sie auch noch Junge! Wie viele mögen es wohl gewesen sein?"
Ich zuckte die Achseln. "Das werden wir wohl nie erfahren. Vielleicht nur dieses eine. Manchmal kommt das vor. Und ausgerechnet zu Ihnen hat sie es gebracht, überlegen Sie mal."
"Ja, das schon." Als Mrs. Ainsworth das schmutzige schwarze Bündel aufhob, öffnete sich das winzige Mäulchen zu einem tonlosen Miau. "Ist das nicht seltsam? Sie war schon halb tot und brachte ihr Junges hierher. Und gerade zu Weihnachten."
Ich beugte mich nieder und legte die Hand auf Debbies Herz. Es schlug nicht mehr. Ich hüllte den kleinen Körper in ein Tuch und trug ihn in den Wagen. Als ich zurückkam, streichelte Mrs. Ainsworth noch immer das Kätzchen, und ihre Tränen waren versiegt. "Ich hatte noch nie in meinem Leben eine Katze."
Ich lächelte. "Nun, es sieht ganz so aus, als hätten Sie jetzt eine."

Das Kätzchen wuchs rasch zu einem schönen Kater heran, dem sein ungestümes Wesen den Namen Frechdachs einbrachte. Er war in jeder Hinsicht das Gegenteil seiner scheuen Mutter. Wie ein König stolzierte er über die prächtigen Teppiche im Hause Ainsworth.
Bei meinen Besuchen beobachtete ich mit Vergnügen, wie er sich entwickelte, und ganz besonders gern erinnere ich mich an das Weihnachtsfest ein Jahr nach seinem Einzug.
Ich war wie üblich unterwegs gewesen - die Tiere haben bis heute nicht gelernt, Weihnachten als einen Feiertag anzusehen. Das viele Anstoßen mit gastfreundlichen Bauern hatte mich in eine rosige Stimmung versetzt, und auf dem Heimweg hörte ich Mrs. Ainsworth rufen: "Frohe Weihnachten, Mr. Herriot! Kommen Sie herein, und trinken Sie etwas zum Aufwärmen!" Das Aufwärmen hatte ich nicht nötig, aber ich fuhr ohne zu zögern in die Auffahrt. Im Haus war alles froh und festlich wie ein Jahr zuvor. Und diesmal gab es keinerlei Grund zu irgendeinem Kummer - Frechdachs war ja da.
Mrs. Ainsworth lachte. "Wissen Sie, für die Hunde ist er ein rechter Quälgeist." Für die Bassets war das Auftauchen des Katers so etwas wie das Eindringen eines Flegels in einen exklusiven Klub.
"Ich möchte Ihnen etwas zeigen." Mrs. Ainsworth nahm einen harten Gummiball von einem Schränkchen und ging hinaus. Frechdachs folgte ihr. Sie warf den Ball über den Rasen, und der Kater sprang ihm nach; dabei konnte man seine Muskeln unter dem schwarzglänzenden Fell spielen sehen. Er packte den Ball mit den Zähnen, trug ihn zu seiner Herrin, ließ ihn fallen und wartete gespannt. Ich traute meinen Augen nicht. Eine Katze, die apportierte!
Die Bassets schauten voller Verachtung zu. Nichts hätte sie jemals dazu bringen können, hinter einem Ball herzujagen.
Mrs. Ainsworth wandte sich zu mir: "Haben Sie so etwas schon einmal gesehen?"
"Nein", erwiderte ich, "noch nie. Das ist ja wirklich ein ganz besonderer Kater."
Sie nahm Frechdachs auf, hielt ihn dicht ans Gesicht und lachte, als er schnurrte und sich verzückt an ihre Wange schmiegte.
Als ich ihn ansah, ein Bild des Glücks und der Zufriedenheit, mußte ich an seine Mutter denken. Ging ich zu weit, wenn ich mir vorstellte, daß diese todkranke Kreatur mit letzter Kraft ihr Junges zu dem einzigen behaglich warmen Plätzchen brachte, das sie je kennengelernt hatte, in der Hoffnung, daß es ihm dort gut gehen werde? Vielleicht.

Aber ich war offenbar nicht der einzige, der so dachte. Mrs. Ainsworth lächelte mir zu. "Debbie würde sich freuen", sagte sie.
Ich nickte. "Ja, ganz sicher. Es war genau heute vor einem Jahr, als sie ihn herbrachte, nicht wahr?"
"Ja." Sie drückte Frechdachs an sich. "Das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich je bekommen habe."


12.12.2017

Pro-jure-animalis.de: (Vor-)Weihnachtliche Schlachtorgien

In den letzten Monaten eines jeden Jahres häufen sich Schlachtorgien, die auf religiöse Vorstellungen unterschiedlichster Glaubensrichtungen zurückzuführen sind. Die „Zeit des Friedens, der Liebe und der Besinnung“ – so wird die Weihnachtszeit gerne für den Menschen überschrieben – ist eine Zeit des Todes und der Qualmassaker für die Tierwelt. Es ist der Höhepunkt der moralischen menschlichen Bewußtseinsspaltung und bedeutet in letzter Konsequenz: "Was interessiert mich Leid und Tod der Kreatur, solange es mir gut geht und schmeckt." Und dabei krault man den Hund hinter dem Ohr, während das Fett vom Schweinebraten aus dem Mund trieft.

Weihnachten ist der Höhepunkt der widerlichen Schlächterei, vorher kommen in unseren Breiten folgende Blutfeste:

Das Martinsfest mit Gänseverzehr, in Erinnerung an Martin von Tour, ein Mann, der zwar einem Bettler seinen halben Mantel schenkte (warum nicht den ganzen?), gleichzeitig aber Herr über 20.000 Sklaven war. Millionen von Gänsen - meist aus Qualzucht osteuropäischer Produzenten - sterben jährlich inzwischen zu seinen "Ehren".

Jenseits des Atlantiks finden wir das Thanksgiving, ein staatlicher Feiertag, der in den USA am vierten Donnerstag des Monats November begangen wird. Zum traditionellen Thanksgiving-Essen gibt es einen gebratenen und gefüllten Truthahn mit einer reichhaltigen Auswahl an Beilagen. Das Thanksgiving-Essen wird oft von einem Dankgebet begleitet. Ungefähr 10 Millionen Truthähne fallen jährlich diesem Tier-Massenmord zum Opfer.

Zunehmend an Bedeutung gewinnt das Islamische Schächt-Opferfest "Kurban Bayrami", dem die Beinahe-Opferung Isaaks (Gen 22,1-19) durch Abraham zugrunde liegt. Nach islamischem Glauben ist jeder wirtschaftlich Bessergestellte dazu verpflichtet, ein Opfer zu bringen. Als Opfertiere zu Ehren eines vermeintlichen Gottes, also im Glaubenswahn und in der kollektiven Paralyse der Vernunft, dienen Schafe, Rinder oder Kamele, denen bei vollem Bewußtsein die Kehle durchschnitten wird und einem minutenlangen, grausamen Todeskampf ausgesetzt werden.

Weltweit, über die verschiedenen Kulturkreise gesehen, ließe sich diese Liste immens erweitern – von unserem „Fest des Friedens und der Liebe“ ganz zu schweigen…

Nutzen Sie doch die Zeit, um in Ihrem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis diesen Umstand zu thematisieren!


12.12.2017

APA-OTS, 12.12.2017: Gerhard Kornschober setzt sich für ein Verbot von Feuerwerkskörpern ein

Gerhard Kornschober engagiert sich seit Jahren stark für den Naturschutz. Das Stören der Winterruhe um Silvester trifft zahlreiche Tiere besonders hart.

„Die meisten Tiere verfügen über ein mindestens dreimal so gutes Gehör wie der Mensch. Die vielen Feuerwerke bei privaten Festen sowie das Schießen von Raketen vor und nach Silvester in Waldgebieten und Ortsgebieten stellen eine massive Gefährdung für die Tierwelt dar“, erläutert Gerhard Kornschober. Die lauten Knallgeräusche wecken zahlreiche Tiere aus dem Winterschlaf. Deren Energiehaushalt ist genau auf die zu überbrückende Kälteperiode ausgelegt. Zusätzliche Bewegungen verringern den Energiespeicher und damit die Chance den Winter zu überstehen. Kornschober: „Einige Vogelarten steigen nach den Knallgeräuschen auf bis zu 1.000 Metern Höhe auf. Aufgrund des Energiemangels stürzen diese dann ab und verenden.“

Aufklärung zur Wirkung von Feuerwerken: Kornschober, der als Projektleiter an der steierischen Universität TU-Graz tätig ist, beschäftigt sich seit vielen Jahren u.a. im Forschungsbereich mit Eulen. Er möchte auf die besondere Belastung der Tiere durch Feuerwerkskörper hinweisen. Mehrere Videos zum Thema sind auf Kornschobers Facebook Seite abrufbar und stießen bereits bei zehntausenden Usern auf großes Interesse. Kornschober: „Es gibt ja inzwischen auch viele attraktive Alternativen zu Feuerwerken. Einige Städte ersetzen beispielsweise Silvesterraketen durch Lasershows.“

Alle Videos und Informationen sind unter www.facebook.com/gerhard.kornschober abrufbar.


12.12.2017

www.bauernzeitung.ch: Vogelgrippe in niederländischem Betrieb

(Vorbemerkung.: ANIMAL SPIRIT hat bereits mehrmals über vergangene Vogelgrippe-Fälle - v.a. verursacht diuch die schreckliche Massentierhaltung sowie weltweite Tier- und Fleischtransporte - berichtet, sowie über die Unsinnigkeit der meist reflexartig verordneten Stallpflicht für Geflügel, siehe HIER oder HIER).

In einem Entenmastbetrieb im niederländischen Biddinghuizen ist letzten Freitag die Geflügelgrippe diagnostiziert worden. Wie das Haager Landwirtschaftsministerium mitteilte, handelt es sich vermutlich um den hochansteckenden Virustyp H5. Deshalb wurde eine landesweite Aufstallungspflicht für alle unternehmerischen Geflügelhaltungen verfügt, die Geflügelfleisch, Eier und andere Geflügelprodukte erzeugen.

Besondere Regeln gelten dem Landwirtschaftsministerium zufolge für Enten und Truthähne, die ab heute nur noch nach einer tierärztlichen Untersuchung transportiert werden dürfen. Solche Transporte müssen zudem den direkten Weg von beziehungsweise zu den jeweiligen Betrieben nehmen. Darüber hinaus haben die Entenhalter verschärfte hygienische Anforderungen zu erfüllen. Ausstellungen von Ziergeflügel und Wasservögeln sind bis auf weiteres verboten.

16.000 Enten getötet: Nach Angaben des Ministeriums werden die 16.000 Enten auf dem betroffenen Betrieb in der westlichen Provinz Flevoland von Mitarbeitern der niederländischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (NVWA) vorsorglich getötet. Außerdem seien eine Schutzzone im Umkreis von 3 km sowie eine Überwachungszone im Radius von 10 km um den Ausbruchsbetrieb eingerichtet worden. In diesem Gebiet dürfen keine Geflügel, Eier, Mist und Einstreu transportiert werden.

Das Verbot gelte auch für andere Tier und tierische Produkte, die aus Betrieben mit kommerzieller Geflügelhaltung stammten. In der Schutzzone sind dem Agrarressort zufolge vier weitere Geflügelbetriebe ansässig, deren Tiere nun auf die Krankheit untersucht würden. In der Überwachungszone wirtschafteten insgesamt 23 Geflügelbetriebe.


12.12.2017

Petition von Regenwald.org: Kein Gift in den Garten und auf die Äcker!

Der Montag vergangener Woche war ein schwarzer Tag für die Umwelt, Artenvielfalt und unsere Gesundheit. Die Agrarindustrie hat in Brüssel die Neuzulassung des Totalherbizids Glyphosat durchgesetzt – im Zusammenspiel mit der EU-Kommission und dem deutschen Landwirtschaftsminister Christian Schmidt. Die EU hat also entschieden, daß Glyphosat für fünf weitere Jahre versprüht werden darf. Glyphosat ist das am meisten verwendete Herbizid, bekannt als Roundup von Monsanto. Deutschland (und auch Österreich) könnten das Gift aber trotzdem verbieten. Und die Baumärkte und Amazon können aufhören es zu verkaufen!

Glyphosat, bekannt als Roundup von Monsanto, ist das am meisten verwendete Herbizid – in der EU und weltweit.

Schmidt hat mit seiner Zustimmung zu Glyphosat die Öffentlichkeit getäuscht und für einen massiven politischen Eklat gesorgt. Er setzte sich über das ausdrückliche Nein von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hinweg, ignorierte die Regierungsvereinbarungen und stieß auch wichtige Partnerländer wie Belgien, Frankreich, Österreich und Italien vor den Kopf, die Glyphosat ablehnten.

Mit dem entscheidenden Votum von Minister Schmidt wird Glyphosat nun weitere fünf Jahre uns und unsere Natur vergiften. Das wollen wir uns nicht bieten lassen – Menschen, Tiere und Pflanzen haben ein Recht auf eine gesunde Umwelt. Bitte fordern Sie mit uns die nächste Bundesregierung zum Handeln auf: Sie kann und muß den Glyphosateinsatz in Deutschland verbieten, so wie es die französische Regierung schon angekündigt hat.

Zur Petition


04.12.2017

Der „Wüsten-Gnadenhof“ in Hurghada braucht wieder unsere Hilfe!

Vor kurzem habe ich wieder Monique Carreras Tierheim in der Wüste besucht (siehe Bericht vom letzten September), welches viele unserer treuen SpenderInnen bereits großartig unterstützt haben. Wieder war ich begeistert, wie umsichtig und effizient Monique so vielen Tieren hilft. In diesem unruhigen Land, in dem auch die Menschen um ihre Existenz ringen, ist ihr konsequentes Handeln sehr wichtig.

Doch gegen eines ist auch diese engagierte Tierschützerin machtlos: Die enormen Preissteigerungen, von denen auch Medikamente massiv betroffen sind. Aber gerade Medikamente werden sehr viele gebraucht, denn in der neuen Tierklinik von Bluemoon wurden allein in diesem Jahr fast 1000 Streunerhunde und –katzen kastriert und über 1500 verletzte Tiere behandelt. Bitte lesen Sie dazu meinen beiliegenden Bericht als PDF, der Ende November auch zur Post gegangen ist, über die genaueren Hintergründe.

Ich kann Sie nur bitten, dieses großartige Projekt wieder mit einer Spende zu unterstützen. Und ich darf Ihnen im Namen von Monique Carrera und ihres Teams den allerherzlichsten Dank für bereits geleistete Hilfe ausrichten.

Dr. Franz-Joseph Plank