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z.B. 21/07/2017
20.07.2017

netzfrauen.org: Mitten in Europa: Tschüss zum Artenschutz – Terroranschlag auf Ziesel (Gattung der Erdhörnchen)

Am 10. Juli Morgen erfolgte ein Bagger-Attentat auf die letzten Ziesel von Wien – sowie auf den Tier- und Artenschutz. Streng geschützte Tiere und ihr Lebensraum am Heeresspital werden plattgewalzt und zubetoniert. Hinter dem Auftragsmord stehen Baulöwen und Behörden.

Anrainer in der Umgebung des Wiener Heeresspitals in Wien Floridsorf wurden am Montag Morgen unsanft durch Motoren- und Baulärm geweckt – und sie wurden Zeugen eines neuerlichen Bagger-Attentats auf die seltensten Tiere Österreichs. Die streng geschützten Europäischen Ziesel (Spermophilus citellus), die in den meisten mitteleuropäischen Ländern bereits ausgestorben sind und entlang des Marchfeldkanals im Norden Wiens eines der letzten Rückzugsgebiete im urbanen Raum gefunden haben, werden wortwörtlich niedergewalzt und zubetoniert.

Obwohl Zieseln von der Stadt Wien laut Naturschutzverordnung aber auch auf internationaler Ebene strengster Schutzstatus zugestanden wird und sie laut EU und FHH Richtlinie weder gestört, vertrieben, verletzt oder gar getötet werden dürfen, fahren jetzt wieder Bagger auf, um ihren – ebenfalls geschützten – Lebensraum für immer zu zerstören und für diverse Bauprojekte am Wiener Stadtrand zu opfern.

"Wie ist so etwas etwa überhaupt möglich?“, fragen sich sämtliche Naturschutzorganisationen und Sprecher fast aller politischen Parteien schon seit 2011, als das Thema mitsamt einer im Auftrag der Wiener Umweltschutzabteilung erstellten Studie zur Artenkartierung von S. citellus erstmals im Gemeinderat landete. Warum werden Gebiete, die eigentlich zur Schutzzone deklariert werden müssten, zu Baugrund umgewidmet und teuer von der Stadt Wien an Bauträger verkauft, die dort natürlich bauen wollen? Gelten die Natur- und Artenschutzgesetze oder gelten sie nicht? Und kann man sich etwa mit genügend Investoren-Geldern davon freikaufen?

Wie sonst ist es zu verstehen, dass Behörden bei manchen Bauprojekten auf vorschriftsmäßige artenschutzrechtliche Prüfungen und ggf. ernsthafte Alternativenprüfungen des Standortes verzichten und im Gegenteil sogar Ausnahme-Genehmigungen erteilen, um die Bauvorhaben – entgegen rechtlichen Artenschutzbestrebungen – zu legitimieren?

Nachdem die Wiener Umweltbehörde MA 22 bereits letztes Jahr dem Bauträger „Kabelwerk“ die Zerstörung von ca. zwei Hektar am Heeresspital genehmigte – hier wurde der Ziesel-Lebensraum bereits erfolgreich zubetoniert – erhielt im jetztigen Anlassfall die teilweise in SPÖ-Besitz stehende „Sozialbau“ eine Ausnahme-Genehmigung für den Bodenabtrag von weiteren rund 0,3 Hektar. Und zwar auf einem Areal, das eigentlich als Ausgleichsfläche für die Zieselpopulation dienen sollte. (Im Originaltext: ”Auf der Fläche nördlich des Heeresspitals gibt es noch ca. 5 ha weiteren Lebensraum, die von den gegenständlichen Maßnahmen nicht betroffen sind”.) Und hatte man im Vorjahr noch Ersatzflächen im Ausmaß von 1:1 als Kompensation verlangt, reichen nun nur mehr 0,2 ha aus – mehr Platz war in der Umgebung des Heeresspitals einfach nicht mehr aufzutreiben.

Die letzten am Marchfeldkanal und in der Umgebung des Heeresspitals verfügbaren Lebensräume für Ziesel schrumpfen und schwinden jedenfalls immer weiter. Die hier beheimatete Population hat seit dem letzten Jahr durch verschiedene Maßnahmen mehr als 4,5 ha an Lebensraum verloren. Das Ergebnis ist ein enormer Dichtestress für die Tiere. So sollen die kleinen Nager, die für gewöhnlich in Erdbauen leben, mangels übrig gebliebenen Lebensraumes in der Kernzone des Vorkommens bereits Mauerrisse besiedeln.

Welchen realen Schutzeffekt Artenschutzgesetze haben, wenn Projekte mit politischer Unterstützung im Lebensraum geschützter Arten durchgezogen werden sollen, wird am Beispiel Heeresspital deutlich: Die im Gesetz vorgesehene Ausnahme wird zum Regelfall. Die nacheinander zur Genehmigung eingereichten Projekte sind immer nur kleine Teilstücke eines Gesamtprojekts, dessen Gesamt-Impact auf die Umgebung damit nie zur Untersuchung kommt – im Volksmund bis hinein in die EU-Gremien bereits als „Salami-Taktik“ bekannt – und eigentlich auch verboten.

Forderungen der NGOs, um diesen unhaltbaren Zustand zu beenden:
1. Ein Ende der Projektstückelung – die gesamte Umgebung des Heeresspitals ist im Zuge naturschutzrechtlicher Verfahren als das zu betrachten, was sie ist: Ein städtebauliches Gesamtprojekt.
2. Die Prüfung alternativer Standorte hat, wie gesetzlich vorgesehen, ernsthaft zu erfolgen, nicht nur wie bisher pro-forma.
3. Angesichts der Relevanz des Zieselvorkommens (mit 800-1000 Tieren eines der größten Österreichs) ist das Habitat unter Schutz zu stellen, um ggf. nötige Schutzmaßnahmen durchsetzen zu können.


20.07.2017

tagesschau.de: Massenställe für Bio-Hühner? Auch Bio-Hühner leiden in der Massentierhaltung

Bei Bio-Eiern denken viele an glückliche Hennen auf einem Hühnerhof. Die Realität sieht anders aus: bis zu 3000 Legehennen zusammengepfercht in einem Stall. Bald erlaubt die EU sogar mehr als 12.000 Hühner pro Betrieb. Bei keinem anderen Produkt greifen die Deutschen (und Österreicher) so oft zu Bio-Ware wie bei Eiern. Für mehr Tierschutz sind sie bereit, deutlich mehr Geld zu zahlen. Doch wie werden Bio-Eier heute produziert - stimmt das idyllische Bild der glücklichen Hühner? Maximal 3000 Bio-Legehennen pro Stall sieht die aktuelle EU-Verordnung vor. Pro Quadratmeter Stallfläche sind maximal sechs Tiere erlaubt. Von der romantischen Vorstellung eines kleinbäuerlichen Betriebs ist das schon ziemlich weit entfernt.

Mehrere Herden in einem Gebäude

Doch in den vergangenen Jahren wurde diese Bestimmung weiter ausgehöhlt. In Deutschland hat die Politik es zugelassen, daß mehrere Herden mit jeweils 3000 Hühnern in einem Gebäude gehalten wurden, abgegrenzt durch Trennwände. Außerdem wurde erlaubt, statt sechs bis zu zwölf Bio-Hennen pro Quadratmeter im Stall zu halten, wenn Volieren und Stahlgestelle vorhanden sind, die zur nutzbaren Fläche dazu gerechnet werden können. Seit drei Jahren wird die Reform der EU-Öko-Verordnung verhandelt. Report Mainz liegt ein vertrauliches Verhandlungsprotokoll vor. Am 28. Juni hatten sich Vertreter des EU-Parlaments, der Kommission und des Ministerrats auf einen gemeinsamen Reform-Text geeinigt.

Künftig mehr als 12.000 Tiere legal

Das EU-Parlament hatte gefordert, daß pro Bio-Betrieb maximal 12.000 Legehennen gehalten werden sollten. Außerdem sollte der Begriff Hühnerstall eindeutig definiert werden. Das Dokument belegt, wie diese Ziele im Zuge der Verhandlungen aufgegeben wurden. Wird der Entwurf umgesetzt, sind künftig riesige Bio-Legehennen-Betriebe mit deutlich mehr als 12.000 Tieren legal.

Martin Häusling von den Grünen ist Berichterstatter des EU-Parlaments in den Verhandlungen. Er sagt: "Das hat etwas mit der Kommerzialisierung des Biobereichs zu tun, wo tatsächlich Strukturen eingerissen sind, wo Großbetriebe zusammen mit dem Großhandel das Geschäft zunehmend bestimmen." Kritiker halten die Neuregelung der EU-Öko-Verordnung für Betrug am Verbraucher - und an den Bio-Bauern. Die kleinen Bio-Bauern, so ihre Befürchtung, würden dadurch in den Ruin getrieben.

Mehr dazu auch auf www.tierschutzbuero.de


20.07.2017

Petition: Vereinte Nationen sollen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ächten!

"Den Tieren unsere Stimme leihen – die UN muss unsere Hilfeschreie erhören!"

Seit langem weiß ich (Peter H. Arras, www.akt-mitweltethik.de) um unfaßbare Tierfolterungen vor allem in jenen Ländern, in denen es kein Tierschutzgesetz gibt. Diese Praktiken werden aus Spaß am Quälen begangen und nehmen immer schlimmere Formen an. Sie werden gefilmt, fotografiert und ins Internet gestellt und von Menschen – auch Jugendlichen -  auf der ganzen Welt betrachtet. Diese Verbrechen verrohen zahllose Menschen und stiften zur Nachahmung an, oder sie verstören Mitfühlende und führen zu seelischen Leidzuständen – wie z. B. bei mir, denn die Bilder und Filme von z. B. lebendig gehäuteten oder gekochten Tieren, die man über Tage und Stunden absichtlich zu Tode quält, lassen mich nicht mehr los.

Weil wir in einer globalisierten Welt leben, ist das, was z. B. in China geschieht gleichbedeutend mit dem, was mein Nachbar tut – deshalb muß ich dagegen vorgehen und hoffe auf breite Unterstützung. Es muß Aufgabe der Vereinten Nationen (UN) im 21. Jahrhundert sein, unsere Welt zu befrieden und Sadismus in jedweder Form – auch gegenüber Tieren - zu ächten.

Die UN sind bezüglich interkultureller Fragen der Ethik in keinster Weise aufgestellt – es gibt nicht einmal ein Ressort zu dieser bedeutenden Thematik. Globalisierung kann aber nicht funktionieren, solange nicht auch die Ethik gegenüber Leben weltweit modernisiert wird.

Mit dieser Petition fordern wir die UN zu folgenden Maßnahmen auf:

1. Ächtung von Tierfolterungen, da es hierzu keinen vernünftigen Grund geben kann.
2. Intervention bei allen Staaten, die kein Tierschutzgesetz aufweisen, ein solches unverzüglich zu erlassen.
3. Einrichtung eines UN-Ressorts für interkulturelle Ethik und deren Entwicklung gemäß wissenschaftlicher Erkenntnisse.
4. Gründung einer UN-Organisation für Tierschutz und Tierrechte.
5. Proklamation, daß auch Nichtmenschen Bewohner dieses Planeten sind und ein naturgewolltes Anrecht auf Leben, Schutz und artgemäßen Lebensraum aufweisen, das von der Menschheit grundsätzlich zu respektieren und zu wahren ist.

Die von mir geforderten Maßnahmen sind das Mindeste, wozu eine Staatengemeinschaft – also jeder von uns -  verpflichtet ist, denn „Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“  (Mahatma Gandhi)

 JEDER kann meine Petition unterschreiben, denn eine Weltgemeinschaft, die diese Verbrechen toleriert, verliert ihren Anspruch, menschlich zu sein!

(Siehe auch - nur für starke Nerven - verschiedene Videos, wie Tiere in Asien lebendig gegessen werden!).


11.07.2017

Unser langjähriger Tierschutzlehrer, Dr. Friedrich Landa aus Frankenburg in OÖ, schreibt:

„Sg. SPÖ-Mitglieder, für politisch Unparteiische wird es heuer im Herbst schwer, die richtige Wahl zu treffen. Wir sind noch unentschlossen. Denn manche SPÖ-Aktionen sind so zweifelhaft, daß es schwerfällt, eine solche Partei zu wählen.

Da wird in Frankenburg ein "Kinder-Ferienspaß" angeboten, bei dem junge Menschen beim "Fischen für Kinder" lernen sollen, "wie es geht", Tiere zu fangen, zu quälen und zu töten:
Für die Fische ist an einer Angel zu hängen kein Spaß, sondern sehr qualvoll!

"...die gefangenen Fische darfst du natürlich mit nach Hause nehmen."

Erhalten Kinder eine derartige "Einschulung" und wird die Tierquälerei des Fischens als "Sport" vermittelt, wird dadurch die natürliche Fähigkeit der jungen Menschen zu Mitgefühl mit allen empfindungsfähigen Lebewesen geschwächt. Gewalt gegen Tiere, so zeigen wissenschaftliche Studien, geht leicht auch in Gewalt gegen Menschen über, wenn die Fähigkeit zur Empathie durch angelernte Grausamkeit verloren gegangen ist oder vermindert wurde.
Es ist eine Schande, daß eine Partei wie die SPÖ, anstatt die Bereitschaft  zum Tierschutz bei unseren Kindern und Jugendlichen zu fördern, Tierquälerei als glücksverheißende Ferien- und Freizeitbeschäftigung anbietet.“

Dr. Friedrich Landa
"Tierschutz im Unterricht"
Endriegl 7
4873 Frankenburg

PS.: Lehrer, Eltern oder auch Schüler, die gerne im nächsten Schuljahr an ihrer Schule eine oder mehrere Unterrichtseinheiten "Tierschutz im Unterricht" organisieren bzw. anbieten möchten, melden sich bitte schon jetzt bei 0664/3434366 oder info@tierschutz.cc . Nähere Infos dazu auch unter www.tierschutzlehrer.at.


11.07.2017

Aufruf: DEMO gegen die Tierschutzgesetz-Novelle 2017! (www.hungarydogs.at)

Siehe auch www.kleinezeitung.at

Wann? - am 29. Juli 2017, ab ca. 13 Uhr

Wo? - WIEN, Route; Treffpunkt vor dem Tierschutzministerium, Radetkzystraße 2, 1030 Wien - danach marschieren wir über den Oskar-Kokoschka-Platz bis zum Parlament

Die Tierschutzgesetzes-Novelle 2017 zwingt alle kleinen, privaten Tierschutzvereine ohne eigenes Tierheim im Inland seit dem 1. Juli 2017 zur Handlungs-UNfähigkeit! Unsere ehrenamtliche, jahrelange und schweißtreibende Tierschutzarbeit wird mit einem Schlag einfach zunichte gemacht und das können/möchten wir nicht hinnehmen! Welche Auswirkungen diese Novelle mit sich zieht, ist uns wohl allen bewußt...

Denn wir, als aktive Tierschützer, sind - im Gegensatz zu den Politikern - TÄGLICH mit der Tierschutz-Arbeit konfrontiert und denken nicht nur für den nächsten Moment, sondern ebenfalls an die Langezeitfolgen solcher Gesetzgebungen! Diese Novelle bedeutet schlicht und einfach das TODESURTEIL für eine immense Anzahl an Tieren im IN- UND AUSLAND! Gleichzeitig stellt sie eine große Schande für das (eigentlich) tierliebende Österreich dar!

Neben all den Petitionen, Protest-Seiten und Mails an die Behörden, Politiker, etc. möchten wir eine weitere Möglichkeit nutzen, unseren Unmut über die aktuelle Lage zu äußern und noch mehr Menschen auf diesen Mißstand aufmerksam zu machen! Wir brauchen DRINGEND EURE UNTERSTÜTZUNG - denn nur zusammen sind wir stark ... und laut!

Wir suchen; Tierfreunde, Tierschützer, Vereine und alle Menschen die GEGEN diese Novelle sind und dies mit uns laut bekunden möchten. JEDE Hilfe ist gefragt - FÜR unsere vierbeinigen Schützlinge, denn WIR sind ihre Stimme!

Mit freundlichen Grüßen, Karin Hegen

Hung(A)ry DOGS-Verein für Hunde in Not
Telefon: +43 (0) 650 4003584
Mail-Adresse: hungary-dogs@gmx.at
Website: www.hungarydogs.at

HIER die passende Petition dazu


11.07.2017

www.animals-angels.de: Goldrausch (von Silvia Meriggi):

Wenn Sie das Wort ‚Goldrausch‘ hören: denken Sie dann auch ans 19. Jahrhundert? Nein: Der jüngste Goldrausch begann, als die Türkei im Jahr 2010 das Verbot von Tier-Importen aufhob. Alle Welt wollte plötzlich im Wettbewerb vorne sein, alle wollten ihre Claims abstecken und Geld mit den Tieren verdienen. So auch die EU. Gier ging vor Würde: Die Anstrengungen jener EU-Bürger, die sich für das Wohl der Tiere einsetzen, kamen unter die Räder.

Was geht da vor? Was passiert mit ‚unseren' Tieren auf so langen Strecken und in einem Land mit anderer Kultur und Gesetzeslage? Bei unserem ersten Besuch vor Ort konnten wir gewissermaßen auf einen Blick das gesamte Ausmaß des Exporthandels mit den Tieren erfassen, denn alle Transporte müssen an der Grenze durch dasselbe Nadelöhr hindurch. Auf den Straßen in Europa begegnen uns die Transporte ja auf vielen verschiedenen Routen und erst die Statistik läßt das große Ganze erahnen. An der türkisch-bulgarischen Grenze aber waren wir am Zoll umringt von Tiertransportern – sie waren praktisch überall.

Keine Ahnung Im Grenzterminal, auf der Straße, an jeder Tankstelle, an jedem Parkplatz: ein Transporter am andern. Keiner der Fahrer hatte eine Ahnung, wie und wann es weitergehen würde. Und die Tiere warteten in den LKW. Sie standen und fielen und lagen bei knallender Hitze und klirrendem Frost. Kein oder viel zu wenig Futter, kein Wasser. Zu eng, zu stickig. Gestank, Gedränge, Elend. Warten auf den Stempel in den Papieren, auf die Weiterfahrt und schließlich das Ausladen im Schlachthaus oder irgendeinem dunklen, schäbigen Stall. Manche überlebten das nicht, trotz unserer hilflosen Versuche, ihnen etwas Wasser oder ein wenig Heu zu bringen. Von Würde ganz zu schweigen.

Massive Mißstände Was wir gesehen hatten, berichteten wir an die EU-Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten, aus denen die Tiere kamen: Mit Unmengen von Briefen, Fotos, Filmen und Berichten haben wir versucht, dem Unglück Einhalt zu gebieten. Und heute, sechs Jahre später? Geht der Export genauso weiter. Und unsere Einsätze auch, mit denen wir Druck auf die EU und auf die nationalen Behörden ausüben. Doch die Agrarpolitik ändert sich nicht. Kein einziges EU-Land hat sich gegen diese Quälerei ausgesprochen. Schlimmer noch: Die Exportzahlen steigen. Und manchmal habe ich den Eindruck,

… daß sich nichts ändert. Daß ich für die Tiere nichts tun kann. Trotzdem gehe ich mit den Animals’ Angels weiter zu ihnen. Wir bleiben bei ihnen. Wir warten mit ihnen, bei Tag und bei Nacht. Wir dokumentieren alles, was wir sehen und hören. Wir fotografieren. Wir notieren. Wenn nicht wir – wer dann? Und wenn wir dann wieder in unserem ‚normalen’ Leben sind, fällt es uns schwer, wieder anzukommen. Denn ein Teil von uns bleibt dort: bei den Tieren. Ein Stück von uns bleibt in dieser Parallelwelt, wo Hunderte Augen völlig unbemerkt über die Grenze gebracht werden. Hunderte Augen. Hunderte Persönlichkeiten. Jeden Tag.

Mein Auftrag: darüber sprechen. Bei den Tieren sein und den Menschen zeigen, was das heißt. Habe ich etwas erreicht bisher? Ich habe an Meetings und Sitzungen teilgenommen und Gespräche geführt. Es wurden Dokumente erstellt, die zu einer besseren Abwicklung der Transporte führen sollen. Meetings und Dokumente verändern die schreckliche Wirklichkeit nicht. Aber ich bringe damit die Tiere in die Säle und Büros und Versammlungsräume. Ich bringe sie vor die Augen, in die Akten und – hoffentlich – in die Herzen der Bürokraten, die sonst nur von ihnen als ‚Lebendgewicht’ und ‚Großvieheinheit’ sprechen.


11.07.2017

stern.de: Hund trifft Herrchen wieder – und dreht fast durch - Video!

Shane Godfrey und sein Hund Willie waren unzertrennlich, bis er ins Krankenhaus mußte. Nach wochenlangem Aufenthalt hatte der Amerikaner so stark abgenommen, daß Willie ihn nicht mehr erkannte. Bis er kurz schnupperte.

Seinen Hund Willie hat Shane Godfrey zu Beginn des vergangenen Jahr in Sanford, North Carolina, auf seiner Veranda gefunden. Willie war damals noch ein Welpe. Godfrey nahm ihn auf und verbrachte seither jede Minute mit ihm. Bis Ende Februar dieses Jahres, da wurde Godfrey krank. Nachdem eine Grippe diagnostiziert worden war, mußte der Amerikaner ins Krankenhaus – wo sich der Krankheitsverlauf verschlimmerte: Aus der Grippe wurde eine doppelseitige Lungenentzündung, gefolgt von Nierenversagen, Blutvergiftung, Gehirnentzündung. Es stand so ernst um Godfrey, daß die Ärzte mit dem Schlimmsten rechneten. Fünf Wochen dauerte es, bis sich sein Gesundheitszustand wieder stabilisiert hatte. In dieser Zeit hatte er beträchtlich an Gewicht verloren.

Für Willie wird diese Zeit auch nicht einfach gewesen sein. Der Hund fand zwar bei Godfreys Schwester Unterschlupf, aber warum sein Herrchen und bester Freund ihn plötzlich im Stich gelassen hatte, konnte er natürlich nicht ahnen. Anfang April, Godrey war gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden, kam es dann endlich zum Wiedersehen. Doch Willie traut seinen Augen nicht, wie dieses Video beweist.

Nichts täuscht eine Hundenase

"Ich hatte im Krankenhaus mehr als 20 Kilogramm abgenommen und sah entsprechend anders aus", beschreibt Godfrey den Tag der Begegnung. "Er war zunächst unsicher und bellte mich an. Als er nah genug herangekommen war, um zu schnuppern, hat er mich sofort erkannt und drehte vor Freude förmlich durch. Mir treten immer noch die Tränen in die Augen, wenn ich mir das Video ansehe."

Seit der Rückkehr läßt Willie sein Herrchen nicht mehr aus den Augen. "Er weicht nicht von meiner Seite, seit ich nach Hause gekommen bin", erzählt Godfrey. Daran wird sich in Zukunft sobald wohl auch nichts ändern, die Gefahr, noch ein Mal verlassen zu werden, ist einfach zu groß.

 


26.06.2017

ARCHE NOAH: Europäisches Patentamt will Patente auf Pflanzen und Tiere legalisieren

Behörde ignoriert 800.000 BürgerInnen – Regierungen müssen das EPA stoppen

(Wien/OTS) - Am Mittwoch und Donnerstag, den 28. und 29. Juni, treffen sich die 38 Vertragsstaaten des Europäischen Patentamtes (EPA) in Den Haag, um einen Beschluß über die Zukunft der Patentierung von Pflanzen und Tieren zu fassen. Seit einer sehr umstrittenen Entscheidung des EPA über Tomaten- und Brokkoli-Patente im März 2015, gab es in Europa über 800.000 Unterschriften gegen Patente auf Leben, Masseneinsprüche sowie Aktionen gegen Bierpatente.

Doch statt ein wirksames Patentverbot auf herkömmliche Pflanzen und Tieren umzusetzen, will das EPA nun das Unrecht im Gesetz festschreiben. „Infolge der großen Lobbymacht der Konzerne ist der Vorschlag des EPA wirklich dreist. Wenn die Vertragsstaaten hier zustimmen, besiegeln sie den Ausverkauf unserer Ernährungsgrundlagen und der Biodiversität an die Großkonzerne“, sagt Katherine Dolan, Bereichsleiterin Politik bei ARCHE NOAH, dem Verein zur Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt.

Das EU-Parlament und die EU-Kommission haben schon eine Begrenzung der Patentvergabe auf den Bereich Gentechnik gefordert. Der Vorschlag des EPA ist hingegen richtig hinterhältig: man tut so, als ob man Patente auf herkömmliche Pflanzen und Tiere verbieten würde, im Kleingedruckten steht aber das genaue Gegenteil: eine drastische Ausweitung der Patentierbarkeit. Ein Beispiel: Auch einzelne Zellen von Pflanzen und Tieren sollen patentierbar sein – betroffen wären davon alle Pflanzen und Tiere, die aus diesen Zellen bestehen. Auch das bestehende Problem, daß Patente auf Gentechnik auch herkömmliche Pflanzen und Tieren mit denselben Eigenschaften umfassen können, wird nicht gelöst. An diesen Punkten haben die Konzerne direkt mitformuliert. „Klar, das EPA verdient mit jedem erteilten Patent auch Geld. Aber die Natur gehört weder dem EPA noch den Konzernen. Zumindest bis Mittwoch“, sagt Dolan.

Für einen Beschluß ist eine Dreiviertel-Mehrheit der Vertragsstaaten nötig. „Speziell Länder wie Österreich, die eine klare Haltung gegen Patente auf Leben haben, müssen für Ausgewogenheit und gegen die Interessen der Saatgut-Riesen und Patentanwälte auftreten und das EPA stoppen. Der zuständige Technologieminister Jörg Leichtfried muß dafür kämpfen, daß dieser Text im Verwaltungsrat nicht angenommen wird und daß sich Österreich statt dessen vehement für ein tatsächlich wirksames Verbot der Patentierung von Leben einsetzt“, sagt Dolan.


26.06.2017

1. Daniela Böhm: Brandrede zum Marsch zur Schließung aller Schlachthäuser, Kassel

2. Dr. Melanie Joy: "The secret reason why we eat meat" (auf Englisch)

3. netzfrauen.org: Ein großartiges Beispiel für die Welt: In Neuseeland gilt – Tiere sind wie Menschen „fühlende“ Wesen:
Im Land der Kiwis und Hobbits wurde eine Grundsatzentscheidung getroffen, der andere Länder folgen sollten. Neuseeland entschied per Gesetz, was wir schon lange wissen: Tiere können Schmerz, Freude, Angst und Wohlsein empfinden. Sie sind kein Gegenstand, welchen man nutzen kann, wie … Weiterlesen →


26.06.2017

Regenwald.org-Petition: Perverse Wilderei für Elefanten-Haut für China stoppen!

Es ist ein abscheuliches Geschäft: Asiens Elefanten werden getötet, weil chinesische Kunden mit Salben aus Elefantenhaut Ekzeme, Pickel und Verdauungsstörungen behandeln oder gern Schmuck aus dem Material tragen. Bitte machen Sie sich für ein Ende des Handels mit Elefantenhaut stark.

Die Bilder sind schwer zu ertragen: In Myanmar (das frühere Burma) werden zig Elefanten gewildert und gehäutet. Bullen, Kühe, Kälber – Wilderer töten offenbar jeden Elefanten, den sie kriegen können. Geht es so weiter, sind die 2.000 Tiere im Land bald ausgerottet. Die meisten Käufer getrockneter Elefantenhaut kommen aus China. Salbe aus der Haut soll gegen Ekzeme, Pickel und Verdauungsprobleme helfen. Begehrt sind zudem Armbänder und sonstiger Schmuck aus Elefantenhaut.

In Myanmar und China ist der Handel mit Elefantenprodukten zwar verboten, die Verbote werden aber oft nicht befolgt. Verstöße werden selten bestraft.

Bitte fordern Sie von Myanmars moralischer Autorität Aung San Suu Kyi, sich für den Schutz der Elefanten zu engagieren. Bitte fordern Sie von Chinas Präsident Xi Jinping den Handel mit Elfenbeinprodukten zu beenden.

Xi Jinping kommt am 7. und 8. Juli zum G20-Gipfel nach Hamburg. Wir wollen ihn mit möglichst vielen Unterschriften „empfangen“!


26.06.2017

Prowildlife.de: Kein Hai-Gefängnis in Pfungstadt!

Haie gehören ins Meer – und nicht in kommerzielle Aquarien!

Ursprünglich sollte „Europas größtes Hai-Aquarium“ in Sinsheim (Baden-Württemberg) gebaut werden. Doch wegen anhaltender Proteste und verzögerter Baugenehmigung planen die Investoren nun das SHARK CITY in der hessischen Kleinstadt Pfungstadt. Unter dem Deckmantel, Umweltbildung für den Schutz bedrohter Haie zu betreiben, wollen die künftigen Betreiber ein kommerzielles „unvergleichbares Schau- und Erlebnisaquarium“ errichten. Laut Handelsregister sind auch Tauch-Events, Erlebnisgastronomie sowie „Handel und Vertrieb von Meerestieren“ geplant.

Die meisten Haie sind aufgrund ihrer Lebensweise für eine Haltung in Becken nicht geeignet. Viele Tiere sterben bei Fang, Transport oder aufgrund von Haltungsproblemen im Aquarium. Zudem werden die in Aquarien gezeigten Haie meist im Meer eingefangen , denn die Nachzucht gelingt für viele Arten nicht.

Noch ist Zeit, dieses unsinnige, unverantwortliche Vorhaben zu stoppen – in Sinsheim, Pfungstadt oder wo auch immer! Bitte fordern Sie die zuständigen Behörden auf, SHARK CITY nicht zu genehmigen!


19.06.2017

Kurier.at (14.6.2017): Wegen Millionen-Erbschaft: Bundesländer verklagen die Aiderbichl-Stiftung

Oberösterreich und Salzburg hätten demnach mehr als 1,3 Millionen Euro von verstorbenem Tierfreund erben sollen.

"Gnadenhof, Gier und Geld." So faßte Oberstaatsanwalt Wolfgang Handler Anfang November die Causa rund um den Gnadenhof in Maria Schmolln (Bezirk Braunau, OÖ) zusammen. Der Ankläger sprach von einem regelrechten "Stelldichein der heimischen Tierschützer-Szene" am Hof von Millionär Gerd Viebig, um an finanzielle Mittel zu kommen.

Die Verwendung des Vermögens, das Gut Aiderbichl nach Viebigs Tod im November 2011 wie auch den Hof geerbt hatte, zu Lebzeiten des Tierfreunds beschäftigte damals das Landesgericht Ried. Der frühere Gutsverwalter Günther S. und seine Schwester Karin K. sind wegen schweren Betrugs bzw. Veruntreuung zu Haftstrafen verurteilt worden. Sie sollen hunderttausende Euro aus dem Vermögen des verstorbenen Besitzers zweckentfremdet haben. Die Urteile sind nicht rechtskräftig, das Rechtsmittelverfahren läuft nach wie vor.

Die Querelen rund um das Viebig-Vermögen sind damit aber noch nicht zu Ende. Anfang April haben die Bundesländer Oberösterreich und Salzburg eine Erbschaftsklage gegen die Gut Aiderbichl Privatstiftung wegen mehr als 1,3 Millionen Euro beim Landesgericht Salzburg eingebracht. Den Gebietskörperschaften sei im Herbst 2016 bekannt geworden, dass das Testament zugunsten der Aiderbichl-Stiftung "verfälscht bzw. unterschoben" worden sei. So steht es in der Klageschrift, die dem KURIER vorliegt.

Die Klage bezieht sich auf ein Testament im Juni 2006, indem Viebig die beiden Bundesländer je zur Hälfte als Erben seines Vermögens eingesetzt habe. Ende Juli 2010 habe er dann ein weiteres Testament unterschrieben, mit dem alle bisherigen widerrufen worden seien – zum Nachteil der Länder und eines Tierschutzvereins, der die Liegenschaft übernehmen hätte sollen.

"Viebig nicht anwesend"

Der im November 2011 verstorbene Gerd Viebig sei nicht anwesend gewesen, als die drei Testamentszeugen ihre Unterschrift leisteten, beanstandet der Anwalt der Länder, Franz Haunschmidt. Er beruft sich unter anderem auf eine eidesstattliche Erklärung von Viebigs damaliger Haushälterin. "Daraus ergeben sich Bedenken, ob das Testament ordnungsgemäß zustande gekommen ist", sagt Haunschmidt.

Die beschuldigte Stiftung bestreitet die Vorwürfe über ihren Anwalt Gerhard Lebitsch "zur Gänze". Die Klage entspreche nicht den Tatsachen, heißt es in seiner schriftlichen Stellungnahme. "Es hat in Details ein paar widersprüchliche Zeugenaussagen gegeben", sagt Lebitsch. Aus den Einvernahmeprotokollen gehe aber klar heraus, daß das Testament rechtmäßig zustande gekommen sei.

Das Landesgericht Salzburg hat die Klage der beiden Bundesländer zugelassen, wie Mediensprecher Peter Egger bestätigt. Der erste Verhandlungstermin vergangenen Donnerstag sei allerdings bereits nach etwas mehr als zehn Minuten zu Ende gewesen. "Die klagenden Parteien haben die Unterbrechung des Zivilprozesses bis zur rechtskräftigen Entscheidung in einem bei der Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) anhängigen Ermittlungsverfahren beantragt", sagt Egger. Das Gericht habe dem Antrag stattgegeben. Der Prozeß liegt damit auf Eis.

6,6 Mio. Euro Schaden

Im Verfahren der WKStA droht den "Aiderbichlern" weitaus größeres Ungemach. "Konkret prüfen wir, ob durch Täuschung eine Schenkung erfolgt ist, eine Erbschaft betrügerisch erlangt und Spendengelder zweckwidrig verwendet wurden", sagt Sprecher René Ruprecht. Ermittelt werde gegen vier Personen aus dem Umfeld der Aiderbichl-Stiftung, darunter Gründer Michael Aufhauser und Geschäfsführer Dieter Ehrengruber. Der Gesamtschaden, von dem die WKStA ausgeht, beläuft sich auf mindestens 6,6 Millionen Euro. Ruprecht spricht von einem Zwischenstand: "Die Ermittlungen laufen noch."

Laufende Ermittlungen: Schatten über dem "Tierparadies"

Erste Kratzer bekam das Image von Gut Aiderbichl als „Tierparadies“ im April 2015. Damals wurden die anfangs von der Staatsanwaltschaft Ried geführten Ermittlungen  rund um das mutmaßlich unrechtmäßige Testament von Gerd Viebig zugunsten der Aiderbichl-Stiftung bekannt. Im März 2016 tauchten  weitere Medienberichte auf, zum Beispiel über eine Katzenliebhaberin aus Niederösterreich, die sich von den Aiderbichl-Chefs Michael Aufhauser und Dieter Ehrengruber betrogen fühlte. Die beiden stellten die Vorwürfe stets in Abrede.


19.06.2017

proplanta.de: Erfahrener Jäger erschießt sich versehentlich selbst

1. Ein Jäger hat sich in Sachsen-Anhalt mit seinem eigenen Gewehr ins Knie geschossen und ist verblutet.

Nach ersten Erkenntnissen löste sich der tödliche Schuß, als der 76 Jahre alte Mann am frühen Dienstagmorgen nach der Jagd mit der Waffe aus seinem Auto ausstieg, wie die Polizei mitteilte. In kürzester Zeit habe der Mann sehr viel Blut verloren. Der 76-Jährige habe zwar noch selbst den Notruf gewählt und mit den Beamten gesprochen, hieß es. Das Gespräch brach jedoch ab und der Mann war nicht mehr erreichbar. Die alarmierten Polizisten fuhren samt Rettungswagen zum Ortsteil Kusey in der Altmark, konnten jedoch nicht mehr helfen. Der 76-Jährige starb noch vor Ort. Um den Hergang aufzuklären, werden laut Polizei nun Zeugen befragt. Zudem solle die Waffe untersucht werden.


19.06.2017

bz-berlin.de: Stierkampf: Torero von Bullen aufgespießt und getötet

2. Der spanische Torero Ivan Fandiño ist von einem Bullen mit den Hörnern aufgespießt und tödlich verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich Medienberichten zufolge am Samstag in der Stierkampfarena von Aire-sur-l’Adour im Südwesten Frankreichs. Ähnliche „Corrida”-Unglücke gab es in der Vergangenheit schon in mehreren Ländern, in Frankreich wurde der bislang letzte Tod eines Toreros laut dem Sender France Info aber im Jahr 1921 verzeichnet.

Schon mehrfach beim Stierkampf verletzt

Laut der Regionalzeitung „Sud Ouest” stolperte der 36-jährige Ivan Fandiño in der Arena über sein eigenes Tuch und wurde so zur leichten Beute für den verletzten Bullen. Dessen Hörner bohrten sich von in den Oberkörper des bekannten Matadors, verletzten die Lunge. Fandiño war bereits 2011 und 2014 bei Stierkämpfen schwer verletzt worden. Auf dem Weg ins rund 30 Kilometer entfernte Krankenhaus erlitt Fandiño den Berichten zufolge zwei Herzstillstände. Er starb noch vor der Ankunft in der Klinik.

Zuvor noch einen anderen Stier getötet

Kurz zuvor hatte der Torero in der Arena noch triumphiert, als er einen anderen Stier besiegt und ihm das Ohr abgeschnitten hatte. Gerade im französischen Baskenland und in Spanien wird seit Jahren über die Stierkampftradition gestritten. Für viele ist die „Corrida” eine Kunst und ein Nationalsymbol. Für Gegner des Brauchtums ist das umstrittene Spektakel schlichtweg brutale Tierquälerei, bei der die Stiere oft zu Tode gefoltert werden.


19.06.2017

Welt.de: EU-Urteil – Schinken heißt jetzt „Schweinearsch“

Der Europäische Gerichtshof hat sein Urteil, das die Bezeichnung Hafermilch oder Tofuwurst wegen Konsumenten-Täuschung verbietet, erweitert: Auch nicht vegetarische Lebensmittel müssen anders heißen.

Freude bei Veganern, Vegetariern, Frutariern sowie Menschen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden: Der Europäische Gerichtshof hat sein Urteil, wonach Produkte wie Sojabutter oder Veggiekäse wegen Irreführung des Käufers zukünftig nicht mehr unter diesen Namen verkauft werden dürfen, um einen Passus erweitert. Nach nachdenklichen Blicken auf ihre mit Bärchenwurst und Fleischsalat belegten Mittagsstullen waren die Richter zu dem Schluß gekommen, daß auch Lebensmittel mit tierischer Beteiligung möglicherweise irreführend deklariert sein könnten.

Kunden müssen sich an neue Namen gewöhnen

„Wenn wir wirklich ganz konsequent sein wollen, müssen wir auch auf eine korrekte Bezeichnung von nicht vegetarischem oder nicht veganem Essen bestehen“, so der Europäische Gerichtshof. Aus diesem Grund werden Konsumenten im EU-Raum demnächst eine kleine Überraschung erleben, wenn sie im Supermarkt in die Regale schauen. Viele Produkte bekommen nämlich einen neuen, korrekten Namen, der niemandem mehr eine Illusion darüber läßt, was er da eigentlich ißt.

Milch, Eier und Faschiertes betroffen

So hat der Europäische Gerichtshof unter anderem entschieden, daß Milch in Wirklichkeit Ergebnis einer „Eutersekretion“ ist und Joghurt demnach „bakterienbefallenes vergorenes Eutersekret“ heißen muß. Schinken wird künftig nur noch als „Schweinearsch“ deklariert den Weg in die Läden finden, auf Fischfrikadellen-Packungen muß „Panade mit irgendwas“ stehen, und Hackepeter sollte den korrekten Vornamen des verwendeten Tieres tragen. „Nicht alle heißen ja wohl Peter“, stellt das Gericht dazu fest.

Auch Eier dürfen künftig nicht mehr unter diesem irreführenden Namen angeboten werden, sondern firmieren ab sofort als „abgetriebener Hühnerembryo“. Die europäischen Richter: „Man könnte fälschlicherweise denken, ‚Eier‘ seien das Produkt von Eierköpfen – und sie mit den Urteilen des Europäischen Gerichtshof verwechseln!“


12.06.2017

www.engeltiere.de: Centaurus-Stiftung aus Polen sucht Unterstützung:

Diesen Aufruf, den wir über facebook erhalten haben, leiten wir gerne weiter:

"Hallo, wir sind die Centaurus-Stiftung aus Breslau in Polen. Wären Sie so lieb und veröffentlichen Sie bitte unseren Aufruf:

Die Pferdefreunde der CENTAURUS STIFTUNG aus Breslau/Polen haben ca. 700 Pferde vor dem Schlachthof gerettet. Momentan gibt es ca. 400 Pferde in unserem Pferdeheim, welches das größte Pferdeheim in Europa ist. Es gibt bei uns viele wunderbare Pferde, die sowohl für die reale  Übernahme ist das Adoptionsformular: Füllen Sie bitte das Formular aus und schicken Sie es an uns ab.

Der erste Schritt für eine virtuelle Tier-Patenschaft ist eine E-Mail an uns: edyta.domagala@centaurus.org.pl .

Melden Sie sich bitte! Wir bedanken uns im Namen der Tiere
Centaurus Stifung-Team"


12.06.2017

www.fleischwirtschaft.de: NEU DELHI: Neues Gesetz soll Verkauf von Büffeln und Kühen auf Lebendmärkten drastisch einschränken - Mehr Auflagen für Handelsplätze - Fleischindustrie sieht Bezugsquelle für Vieh gefährdet - Marktstillstand befürchtet - Regierung betont Fokus auf Tierwohl - Eingriff in Handel für Schlachtereien nicht vorgesehen.

Nachdem die indische Regierung Ende Mai schärfere Regeln zum Handelsverbot mit Schlachtvieh angekündigt hat, haben einige Bundesstaaten damit gedroht, den neuen Regelungen nicht Folge zu leisten. Sie wollen damit nicht nur die ländliche Bevölkerung schützen, sondern auch die Fleischindustrie, die bereits vor drastischen Umsatzeinbrüchen warnte.

Gemäß den neuen Regulierungen soll der Verkauf von Kühen und Büffeln auf Tiermärkten und Handelsmessen zur Schlachtung weitestgehend verboten werden. Betroffen sind auch Stiere, Färsen, Kälber und Kamele. Tiermärkte müssen den Plänen zufolge künftig mindestens 50 km von internationalen Grenzen und 25 Kilometer von innerstaatlichen Grenzen entfernt sein und dürfen nur mit Zustimmung des regionalen zuständigen Komitees stattfinden; außerdem soll für die Ausfuhr von Vieh künftig eine Genehmigung des jeweiligen Bundesstaates erforderlich sein.

Das Umweltministerium Neu Delhi stellte anschließend klar, daß auf diesem Weg ausschließlich der Schutz der Tiere gewährleistet und nicht in den Handel mit Vieh für Schlachtereien eingegriffen werden solle. Marktbeobachtern vor Ort zufolge bezieht die indische Fleischindustrie ihr Vieh jedoch zum überwiegenden Teil von den betroffenen Märkten.

In Folge der neuen Regulierungen könnte es deshalb zu einem Stillstand im Fleischhandel kommen, da nur wenige Schlachthäuser ihre Tiere direkt von den Erzeugern bezögen. Besorgt habe sich auch die ländliche Bevölkerung gezeigt, deren Existenz in erheblichem Maß von den Altkuhverkäufen abhänge. Auch die muslimische Bevölkerung werde durch die Erschwerung des Fleisch- und Lederhandels schwer getroffen, warnten die Experten. Bereits jetzt sähen sich zahlreiche Muslime gewaltsamen Angriffen durch „Kuhwächter“ ausgesetzt.

Kaum überwindbare Bürokratiehürden

Das neue Gesetz soll innerhalb der kommenden drei Monate in Kraft treten. Es schreibt auch fest, daß künftig nur noch Inhaber von Ackerflächen zum Handel auf Tiermärkten berechtigt sein sollen. Allerdings ist der dazu nötige Ausweis nach Angaben der Betroffenen nur durch einen erheblichen Bürokratieaufwand erhältlich, was für die verarmte und kaum alphabetisierte Landbevölkerung eine große Hürde darstellt.

Käufer und Verkäufer müßten künftig vor dem Verkauf einer Kuh ihre Ausweise und Besitzdokumente vorweisen und anschließend Belege an das regionale Handelsbüro, den zuständigen Veterinär und das zuständige Tiermarktkomitee senden. Mit den angekündigten Regelungen werden zudem 30 Vorgaben zum Tierwohl auf Märkten eingeführt. Diese sehen neben der Wasserversorgung auch die Bereitstellung von Ventilatoren, Einstreu, trittsicheren Bösen und veterinären Einrichtungen vor.


12.06.2017

www.focus.de: Tierschützer warnen vor korrupten Vereinen: So gerät man ihnen nicht in die Fänge

Tierschützer warnen vor korrupten Vereinen: So gerät man ihnen nicht in die Fänge

Sicherlich hat jeder folgende Situation schon einmal erlebt: An einem gut frequentierten Platz in der Fußgängerzone oder vor einem Einkaufszentrum steht ein Stand, an dem die vorüberziehen­den Menschen kurz innehalten. Auf einem überdimensiona­len Plakat ist hinter dicken Gitterstäben ein Hund zu sehen und blickt mit großen traurigen Augen den Betrachter an. Ein Gastbeitrag von Robert Derbeck

„Wollen Sie solchen Tieren denn nicht helfen?“, spricht eine beherzte Dame die Menschen an. In der Hand hält sie einen Bildband mit weite­ren schrecklichen Bildern über bemitleidenswerte Kreaturen aus dem In- oder Ausland. „Mit einer Spende oder einer Mitglied­schaft in un­serer Organisation können Sie mithelfen sol­ches Leid zukünftig zu verhindern.“

Welcher Mensch mit Ge­wissen, welcher Tierfreund, kann sich hier schon teil­nahmslos abwen­den? So zücken viele Ihren Geld­beutel und spenden oder verpflichten sich gar mit einer Mit­gliedschaft zu regelmäßigen Zahlungen. Nur, wird mit diesem Geld wirklich den Tieren gehol­fen?

Häufig stehen Tierschutz-Organisa­tionen mit negativen Schlagzeilen in der Boulevard­presse

Sind es denn nicht häufig Tierschutzorganisa­tionen, die mit negativen Schlagzeilen in der Boulevard­presse im Mittel­punkt stehen? Von Spendenskandalen, zweckentfremdeter Verwendung von Spendengeldern und über­höhten Verwaltungs­ausgaben wird da geschrieben. Aber auch vereinsinter­ne Querelen werden häufig in der Öffent­lichkeit ausgefochten. So sind mittlerweile natürlich viele Menschen und Tierfreunde verunsichert und zweifeln, ob denn ihr Beitrag letztendlich wirklich den be­dürftigen Tieren zugute kommt.

Leider muß man gestehen, daß es auch im Tierschutz „schwarze Schafe“ gibt, die vorrangig nur die kommerzielle Seite eines Vereins betrachten, oder was noch schlimmer ist, sich persönliche finanzielle Vorteile aus den Spendengeldern erhoffen. Der Tierschutz gilt dann nur als Mittel zum Zweck.

Wie kann man ehrliche von unehrlichen Organisationen unterscheiden?

Ehrliche Organisationen und vor allem die Tiere müssen dadurch leiden, denn ein „geprellter Spender“ wird sich so schnell nicht mehr in Ge­berlaune zeigen. Wie kann ein bereitwilliger Spender, der den Tieren helfen möchte, unterscheiden, ob eine Vereinigung unehrliche Absichten hegt, oder ob seine Spende wirklich zweckgebun­den zum Wohle der Tiere eingesetzt wird?

Es gibt leider keinen Königsweg um herauszufinden, welche Organisationen wirklich seriös sind und welche nicht. Aber es gibt Möglichkeiten, an gewissen Punkten bereits im Vorfeld die Seriosität einer Vereinigung weitgehend zu erkennen.

Folgende Fragen können Sie sich stellen:

Handelt es sich um einen eingetragenen Verein? Erkennbar ist dieses am „e. V.“ (zutreffend nur für Deutschland!). Besitzt der Vereinsname im Anhang die­ses „e. V.“, ist er beim Amtsgericht im Vereinsregister einge­tragen.

Ist der Verein gemeinnützig und förderungswürdig? Eine gemeinnützige Zielsetzung und die Aufnahme von Vor­schriften zur Selbstlosigkeit, Ausschließlichkeit und Vermö­gensbindung sind in der Satzung erforderlich.

Wie lautet die Satzung und der Satzungszweck? Ein seriöser Verein macht seine Satzung öffentlich einsehbar (Aushang, Internet, etc.). Spendengelder müssen zielgerichtet für den Satzungszweck Verwendung finden.

Wird aggressiv geworben? Drückerkolonnen, aggressive oder unsachliche Mitglieder­werbung (z.B. per Telefon oder an der Haustüre) gibt es leider immer wieder. Eine solche Vorgehensweise würde aber keinem seriösen Verein in den Sinn kom­men. Auch die Rücktrittsmöglichkeiten, Kündigungsbedingungen, etc. bei Zustandekommen einer Mitgliedschaft sind wichtig vorab zu wissen.

Sammlungen mit der Spendendose? Bei Sammlungen mit der Spendendose, egal ob an der Haustüre, am Infostand oder an frequentierten Aufstellorten, ist zu beachten, daß die Sammeldosen verplombt sein müssen und sich der „Beauftragte“ entsprechend ausweisen können muß.

Sind die Verwaltungskosten angemessen? Bei einem seriösen Verein wird der Großteil der eingehenden Gelder dem erklärten Hilfszweck zugute kommen. Sind die Verwaltungskosten hoch, kommt den in der Satzung aufgeführte Verwendungszweck weniger zu und die (Spenden)Gelder dienen weitgehend nur dem Selbsterhalt.

Ist Transparenz gegeben? Viele lassen sich nicht in die Karten schauen. Eine seriöse Vereinigung hat keine Geheimnisse und wird ihre vollstän­dige Adresse, Erreichbarkeit, Jahresberichte, Ergebnisse sowie Einnahmen und Kosten für einzelne Projekte öffentlich publizieren und ihre Mitglieder und Spender hierüber auch entsprechend infor­mieren.

Berichtet der Verein regelmäßig über seine Tätigkeiten? Ein seriöser Verein unterrichtet seine Mitglieder und Gönner regelmäßig über die Aktivitäten der Organisation z. B. über eine Vereinszeitung, Newsletter, etc. So kann sich ein Interessent selbst ein Bild über die Aktivitäten des Vereins machen und ob er die Aktionen auch unterstützenswert hält.

Letztendlich obliegt es dem Spender, sich nach ausführlicher Information zu entscheiden, ob er einer Vereinigung sein Vertrauen ausspricht und diese in der Erfüllung ihrer Arbeit unterstützt, oder ob ihn Zweifel dazu bewegen, Abstand zu nehmen. Empfehlenswert ist jedoch sich immer vorab ausführ­lich über die Organisation, deren Ruf, deren Satzungsziel und Wirken zu informieren.

PS.: Ergänzung in eigener Sache: In Österreich gibt es noch zwei weitere wichtige Unterscheidungskriterien: Hat der Verein das österr. Spenden-Gütesiegel und können die Spender ihre Zuwendungen an diese Organisation steuerlich absetzen? ANIMAL SPIRIT kann beide Fragen mit JA beantworten.


12.06.2017

Freundschaft unter Tieren: über alle Grenzen hinweg!

Bilder sagen mehr als 1000 Worte…


06.06.2017

Dringende Petition: Nehmen Sie Dänemark für die Schlachtung von Pilotwalen in die Pflicht!

Dänische Beamte, darunter Polizei, Marine und Zollvertreter, haben die Schlachtung von Walen auf den (zu Dänemark gehörenden) Färöer-Inseln erleichtert und unterstützt. Während der Ereignisse, die als "Grindadráps" bekannt sind, unterstützt Dänemark die Färöer, um sicherzustellen, daß sie ungestört Hunderte von Pilotwalen und anderen Walen in Buchten treiben können, wo den vor Angst schreienden Tieren ihre Wirbelsäulen rücksichtslos aufgeschnitten werden und ihr Blut die Buchten füllt.

Während die Färöer nicht für ihre direkte Rolle in diesen Greueltaten vor Gericht gestellt werden können, kann Dänemark dafür belangt werden. Durch die Unterstützung der Färöer bei der Schlachtung bricht Dänemark seine EU-Verpflichtungen aus der EU-Habitatrichtlinie - offiziell als „Richtlinie über die Erhaltung der natürlichen Lebensräume und der wildlebenden Tiere und der Flora“ bekannt. Die Habitatrichtlinie verbietet den Mitgliedstaaten (einschließlich Dänemark), alle Formen der absichtlichen Störung, Erfassung oder Tötung von Walen.

Am 8. Mai 2017 legte Sea Shepherd Niederlande mit der formellen Unterstützung von 27 Mitgliedern des Europäischen Parlaments offiziell eine Beschwerde an die EU-Kommission ein und forderte ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Dänemark wegen Unterstützung der Schlachtung von Pilotwalen und anderen Walen auf den Färöer-Inseln auf.

Es liegt an der EU-Kommission, dafür zu sorgen, daß Dänemark vor Gericht gestellt wird. Sea Shepherd hat der EU-Kommission den nötigen Beweis gegeben, um dies zu ermöglichen. Bitte unterschreiben Sie unsere Petition sofort und fordern Sie, daß die EU-Kommission Dänemark davon abhält, die Schlachtung von Walen zu erleichtern. Die Zeit drängt - die EU-Kommission berät jetzt.