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Ela wünscht sich eine MenschenfreundIN!

16.04.2019

Ela ist 2017 aus einem Tierheim in Griechenland gekommen. Sie ist eine 6-8 Jahre alte Entlebucher + ??? Mischlings Hündin (45cm, 15Kg). Sie ist kastriert, frisch geimpft (03.2019), gechipt, entwurmt und hat ein schickes Flohhalsband. Sie hat keinerlei gesundheitlichen Einschränkungen, ist sehr gerne draußen, kann auch mal 3-4 Stunden alleine sein und fährt gerne im Auto mit.
Leider muss ihr in ihrer Vergangenheit ein Mann schlimme Dinge angetan haben. Nach zwei Jahren akzeptiert Sie mich nun als Herrchen halbwegs hat jedoch immer noch häufig Angst vor mir in Alltagssituationen und ist sehr verunsichert. Weibliche Bezugspersonen bei denen Sie bisher während Urlauben in Pflege gewesen ist, akzeptiert und liebt sie nach spätestens einer Woche. Aus diesem Grund darf sie ausschließlich nur an eine Frau oder ein Paar mit weiblicher Bezugsperson vermittelt werden. Mehrere Versuche selbst mit Hundetrainern haben gezeigt, dass ihr Trauma gegenüber Männern unglaublich tief verwurzelt ist. Diese Angst vor Männern baut sie vermehrt ab, aber Misstrauen, Unruhe und Unsicherheit bleiben.
Ela hat ein sehr, sehr ruhiges Wesen. Sie hört gut wenn man Sie ruft und hört sofort auf tote Mäuse zu fressen wenn man „Nein!“ sagt.  Ich habe bisher noch keinen Hund getroffen dem Gegenüber sie Aggressionen zeigt, Hunde die sie nicht kennt werden beschnuppert und zumeist ignoriert. Wenn sie einen Hund wiederholt trifft fordert sie aber auch zum Spielen auf. Katzen, Hühner, Pferde und Enten stellen kein Problem dar und werden nicht gejagt. Lediglich Feldhasen reizen sie, ihr Jagdtrieb kann aber sehr gut unterbunden werden wenn man sofort verbal einschreitet. Auf Wanderungen und bei Fahrradtouren kann ich sie zu 99% ohne Leine frei laufen lassen.
Vor lauten, aktiven Kindern hat sie sehr große Angst. Wenn sich Ihr Kinder vorsichtig nähern und in normaler Lautstärke agieren gibt es aber keine Probleme mit Ela. Im Zweifelsfall will Sie immer aus der Situation flüchten und muss mit viel Ruhe und Geduld wieder beruhigt werden. Im letzen Jahr hat sich das Verhalten aber stetig verbessert und sie kommt immer besser mit Kindern klar.
Sie stellt keine großen Anforderungen an eine dauerhafte Beschäftigung. Dies ist wahrscheinlich Ihrer langen Zeit im Tierheim geschuldet, wo Langeweile leider an der Tagesordnung stand. Aktuell gehe ich mit ihr morgens 30min und Nachmittags geht sie mit dem Hundesitter für 90min mit einer Hundegruppe über die Felder. Wenn ich sie dann Abends nach der Arbeit abhole ist sie Hundemüde und schläft eigentlich sofort ein, mit Mühe schafft man es sie noch zu einem Abendspaziergang zu motivieren. Wenn man dann unterwegs ist und es nicht regnet findet sie es aber sofort toll. Apropos regen, wenn es draußen regnet mag die feine Dame nicht das Haus verlassen, Schnee liebt sie wiederum über alles.
Ich gebe Ela ab, da ich mit ihrem Verhalten mir Gegenüber emotional nicht zurecht komme. Ein Hund ist kein Partnerersatz, aber eine grundsätzliche Gegenliebe und Vertrauen mir Gegenüber sind für mich ein Mindestmaß. Ich denke das es für Ela besser ist wenn Sie ein Frauchen bekommt zudem sie eine Bindung aufbauen kann. Ich will ihr Gegenüber auch nicht unfair sein, da ich merke, dass mich der tägliche Umgang mit Ihr immer unglücklicher macht und ich sie nicht unfair behandeln will, weil sie durch Ihr Trauma mir Gegenüber keine wirkliche Zuneigung zeigen kann. Weiterhin habe ich auch einen neuen Job angetreten zu dem ich sie leider nicht mitnehmen kann. Sie ist Tagsüber in einer Betreuung in der Sie sich wohl fühlt und in der es ihr gut geht. Jedoch kann dies kein Dauerzustand für Sie und für mich sein. Sie wird auf keinen Fall in ein Tierheim abgegeben, dass hat sie nicht verdient und ich bringe es nicht übers Herz. Ich hoffe aber das Ich über eine direkte Vermittlung für sie jemanden finde bei dem Sie glücklich sein kann!

Sie befindet sich aktuell in OÖ in der Nähe von Wels.

Nähere Infos & Kontakt: Benjamin Rahn, Tel.: (+43) 0665/653 42 191 oder  b.rahn@gmx.net