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ANIMAL SPIRIT - Newsletter vom 02.03.2022

Hühnerrettungsaktion erfolgreich

02.03.2022

750 „Schlacht“-Hühner gerettet

Hendlberg-Tierpflegerin Denise schreibt über unsere jüngste Hühnerrettungsaktion: „Ich wurde von einer Tierschutz Bekannten gefragt, ob ich das übernehmen kann. Sie hat das die Jahre zuvor immer gemacht und konnte zeitlich diesmal nicht. Der Bauer, welcher seine Hühner - im Gegensatz zu vielen anderen - sehr gerne hat, jedoch aufgrund der Wirtschaftslage gezwungen ist, diese alle 1,5 Jahre auszutauschen, hat uns die Hühner kostenlos übergeben und auch tatkräftig mitgeholfen.

Die Hühner lebten zu 800 in einem sog. Wanderstall mit ganzjährigem Auslauf auf eine Wiese. Schon die Vorbereitung dauerte ca. ein Monat, die neuen Zuhause der Hühner wurden hauptsächlich durch Social Media gefunden, soweit ich weiß, wurde der Beitrag über 1000 Mal geteilt. Die ganze Aktion fand sehr viel Anklang, denn Nachhaltigkeit und Selbstversorgung liegen voll im Trend. Es wurden pro Abschnitt zwischen 4 und 20 Hühner, abgegeben an Hühnerliebhaber, die sich über eigene Eier freuen. Die übrig gebliebenen 15 Hennen kamen auf den Gnadenhof Engelberg.

Die Aktion fand letztes Wochenende, am 26.2.22 abends ab 19 Uhr statt, dank der fleißigen HelferInnen (sowohl vom Gnadenhof Engelberg als auch Hendlberg und auch noch meine Familie – danke an euch alle!) konnte alles reibungslos ablaufen. Um 22 Uhr waren alle Hühner am Weg in ihr neues Zuhause. Insgesamt haben 750 Hühner ihr neues Leben antreten dürfen, ohne Sorge, daß sie - sobald sie zu wenig Eier legen - sterben müssen. Da alles so gut gelaufen ist, hat der Bauer bereits gefragt, ob wir die nächste Ausstallung wieder übernehmen würden. Die wird in ca 6 Monaten stattfinden, falls Leute Interesse haben, können sie sich gerne jetzt schon bei mir unter (+43) 0664-1205754 melden.“

Tierschutz-Themen: 

Tödlicher Jagd-"Unfall" in Frankreich

02.03.2022

Frankreich: Hobby-Jägerin erschießt Wanderin

wildbeimwild.com: Ein 17-jähriges Mädchen hat bei der Wildschweinjagd versehentlich eine Wanderin erschossen. Dieser neue tödliche Unfall hinterfragt und rückt das Thema Jagd in den Mittelpunkt der Präsidentschaftskampagne.

Die Regierung verspricht Gegenmaßnahmen – aber wohl erst nach den Präsidentschaftswahlen. Die Finalistin Vorwahl Sandrine Rousseau sowie die rebellische Europaabgeordnete France Manon Aubry haben sich für das Verbot aller Jagdarten an Ruhe- oder Feiertagen eingesetzt: „Die Tragödien nehmen zu“, sagte Letztere. Der Wald soll am Wochenende Wanderern und Spaziergängern gehören. Fünf Tage in der Woche reichen aus, um auf die Jagd zu gehen. „Wir wollen nicht länger mit einer Angst im Bauch in den Wald gehen müssen.“

Der Jagdunfall ereignete sich im Cantal, einer hügeligen, für ihren Käse bekannten Region im Zentralmassiv. Die 25-jährige Anwohnerin spazierte am Samstag mit ihrem Freund auf einem ausgeschilderten Wanderweg, als sie plötzlich zusammenbrach. Ein Schuß aus dem Karabiner einer 17-jährigen Einwohnerin der Standortgemeinde Cassaniouze hatte sie in die linke Körperseite getroffen. Jede ärztliche Hilfe kam zu spät.

In Frankreich werden jedes Jahr Dutzende tödliche Jagdunfälle gezählt. Seit 2000 gab es in Frankreich Tausende Jagdunfälle, bei denen mindestens 421 Menschen ums Leben kamen. Getroffen werden vor allem Hobby-Jäger, aber auch Mountain-Biker, Spaziergänger oder Hausbesitzer im eigenen Garten. Immer wieder ist bei den Schützen Alkohol im Spiel…

Tierschutz-Themen: 

Ukraine-Hilfsprogramme

02.03.2022

Ukraine-Krise: Von etlichen Seiten wurde ANIMAL SPIRIT darauf angesprochen, ob wir nicht Hunde oder Katzen aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine retten könnten, die dort dzt. allerorts verlassen herumlaufen, weil sie von den flüchtenden Menschen zurückgelassen worden sind. Das wäre allerdings in einem Kriegsgebiet für unsere MitarbeiterInnen extrem (lebens-)gefährlich und daher unverantwortlich und für uns als rel. kleine, v.a. auf die Versorgung unserer 600 geretteten Gnadenhoftiere konzentrierte TS-Organisation logistisch undurchführbar. Aber so große Orgas wie PETA versuchen zumindest, an der Grenze zur Ukraine zu helfen so gut es geht, wie nachfolgender Bericht zeigt:

Ukraine: Einreise für „Haustiere“ in die EU teils vereinfacht

PETA Deutschland koordiniert eine Lieferung von fast 20.000 Kilogramm Tierfutter und Decken an Tierheime in der Ukraine. Es ist ein komplexes Unterfangen mit vielen Hindernissen, die überwunden werden müssen – aber wir sind entschlossen!

Aufnahmezentren ermöglichen Unterkunft mit Haustieren

In einigen Aufnahmezentren in Polen und der Slowakei ist es den aus der Ukraine geflüchteten Menschen möglich, ihre „Haustiere“ unterzubringen. Unter anderem ist Polen eines der Länder, das die Bestimmungen zur Einreise von „Haustieren“ aus der Ukraine in die EU gelockert hat. Mit dem Aussetzen der Einreiseregelungen für Hunde, Katzen und andere Tiere, können ukrainische Flüchtlinge mit ihren „Haustieren“ in die EU einreisen. Wir von PETA Deutschland forderten gemeinsam mit anderen Organisationen am vergangenen Freitag, den 25. Februar 2022, die temporäre Aufhebung der Bestimmungen von Tieren in die EU.

Lesen Sie den ganzen PETA-Artikel HIER

Auch „Tierschutz Austria“ bietet ein Hilfsangebot für flüchtende Menschen aus der Ukraine mit Haustier an, siehe heutige OTS.at.

Und auch Equiwent versorgt derzeit Tiere (und Menschen) an der ukrainischen Grenze, u.a. mit mobilen Tierarztpraxen und mobilen Einsatzfahrzeugen für humanitäre Hilfe!

Siehe auch Vier Pfoten: Tierschutz auch in Zeiten von Krieg - Hilfe für die ukrainischen Flüchtenden und ihre Haustiere

 

Tierschutz-Themen: 

Island will Walfang beenden

02.03.2022

Island: Fischereiministerin will Walfang beenden

de.whales.org: Islands Fischereiministerin hat Zweifel an der Fortsetzung der Waljagd geäußert, nachdem die Jagd bereits seit drei Jahren ruht.

In einem Artikel, der von der lokalen Nachrichtenagentur Morgunblaðið veröffentlicht wurde, sagte Svandís Svavarsdóttir, die isländische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei, daß es kaum noch eine Rechtfertigung für die Genehmigung des Walfangs gebe.

Da die derzeitigen Jagdgenehmigungen im Jahr 2023 auslaufen, lassen Svavarsdóttirs Äußerungen ernsthafte Zweifel daran aufkommen, daß nach diesem Datum noch weitere Genehmigungen erteilt werden. Svavarsdóttir räumte ein, daß der Walfang in den letzten Jahren keine große Bedeutung für die isländische Wirtschaft gehabt habe und daß es keine Gründe gebe, ihn nach dem Auslaufen der Genehmigungen im nächsten Jahr fortzusetzen.

Die Ministerin wies darauf hin, daß die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs in Island im Jahr 2006 umstritten war, da viele der Ansicht sind, daß die Jagd nicht den makroökonomischen Interessen Islands dient und sich negativ auf die Interessen und den Ruf Islands auswirkt. "Es muß nachgewiesen werden, daß eine Erneuerung der Fangrechte wirtschaftlich vertretbar ist", erklärte sie. Es sei "nicht vernünftig zu behaupten, daß die Fischerei in sozialer oder wirtschaftlicher Hinsicht nachhaltig ist... und warum sollte Island das Risiko eingehen, eine Fischerei aufrechtzuerhalten, die keinen wirtschaftlichen Nutzen gebracht hat, um ein Produkt zu verkaufen, das kaum gefragt ist? Alles in allem gibt es kaum einen Grund, den Walfang nach 2024 zuzulassen".

Walfang ist eine grausame und überholte Praxis. Bei den letzten Jagden vor der Küste Islands wurden über 146 Finnwale abgeschlachtet, darunter mindestens zwei seltene Blauwal-Finnwal-Hybride und ein Dutzend schwangere Weibchen. Wale spielen eine große Rolle bei der Erhaltung eines gesunden Ozeans und tragen so zum Kampf gegen den Klimawandel bei. Ihre Populationen sollten gefördert und nicht durch gezielte Tötungen reduziert werden.

Tierschutz-Themen: 

Datum: 

Mittwoch, 2. März 2022